Coronavirus-Pandemie Ticker: 300.000 Corona-Tote in Europa

Die Zahl der Covid-19-Todesopfer ist europaweit auf mehr als 300.000 gestiegen. Fast ganz Europa gilt jetzt als Risikogebiet. In einer Eilentscheidung wurde bestätigt, dass eine Großdemo der "Querdenker" am Samstag in Leipzig an der Neuen Messe stattfinden soll. Sachsen-Anhalt verschärft die Schutzmaßnahmen in den Schulen. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker:

Unser Ticker am Freitag, 6.November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:55 Uhr | Mehr als 300.000 Covid-Tote in Europa

Die Zahl der europaweit registrierten Corona-Todesopfer hat die Marke von 300.000 überschritten. Wie die Nachrichtenagentur AFP auf Basis von Behördendaten meldet, sind in Europa seit Beginn der Pandemie nachweislich 300.688 Infizierte gestorben. Europa ist damit bei den Todeszahlen die am zweitstärksten von der Pandemie betroffene Region nach Lateinamerika und der Karibik, wo offiziell bereits mehr als 408.000 Infizierte starben. Allein in den vergangenen sieben Tagen wurden europaweit mehr als 22.000 Todesfälle registriert. Seit Beginn der Pandemie gab es die meisten Todesfälle in Großbritannien (etwa 48.000), Italien (knapp 41.000) und Frankreich (39.000). Deutschland mit einer höheren Einwohnerzahl verzeichnete bislang 11.000 Opfer im Zusammenhang mit Covid-19.

21:20 Uhr | Ungarn will russischen Impfstoff testen

Ungarns Regierung will im Kampf gegen das neuartige Coronavirus auch auf russische Impfstoffe setzen. Ungarn werde im Dezember mit der Einfuhr "kleiner Mengen von Impfstoffen" aus Russland beginnen und diese in klinischen Studien testen, erklärte Außenminister Peter Szijjarto. Große Lieferungen russischer Impfstoffe sollten ab der zweiten Januarwoche folgen. In Russland selbst gibt es noch keine großangelegten Tests zur Wirksamkeit und Verträglichkeit nach internationalen Standards.

20:46 Uhr | Mehr als 60.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich meldet mit 60.486 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen weiteren Höchststand. Damit sind in Frankreich inzwischen insgesamt 1,66 Millionen Ansteckungen registriert. Zudem wurden 828 neue Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19- erfasst. Hoffnung macht die sinkende Zahl an schweren Erkrankungen: Eine Woche nach Beginn neuer landesweiter Beschränkungen wurden mit 553 Kranken so wenig Covid-19-Patienten in Kliniken eingeliefert wie seit fast drei Wochen nicht mehr.

20:05 Uhr | Eilentscheidung: Querdenker müssen aufs Neue-Messe-Gelände

Die Veranstalter der Demonstration gegen die von Bund und Ländern beschlossenen Corona-Maßnahmen am Samstag in Leipzig müssen sich an die Auflagen der Stadt halten. Das Verwaltungsgericht Leipzig lehnte im Eilverfahren die Anträge dagegen ab. Die Stadt hatte die "Querdenken"-Kundgebung wegen der zu erwartenden Teilnehmerzahl von 20.000 Menschen auf die Parkplätze hinter den Hallen der Neuen Messe verlegt. Zudem wurden sämtliche Aufzüge mit Verweis auf die sächsische Corona-Schutzverordnung untersagt. Begründet wurde das mit einer drohenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Auch die Verpflichtung zu Hygienauflagen, wie das Tragen einer geeigneten Mund-Nasen-Bedeckung durch alle Teilnehmer, wurde vom Gericht bestätigt.

Für Samstag sind in Leipzig insgesamt 27 Demonstrationen, Versammlungen und Kundgebungen angekündigt. Die Polizei bereitet sich nach eigenen Angaben auf einen "sehr intensiven Einsatz vor, weil auf allen Seiten ein gewisses Radikalisierungspotenzial erkennbar ist". Die Leipziger Polizei wird von der sächsischen Bereitschaftspolizei, von Polizisten aus acht Bundesländern sowie der Bundespolizei und dem Landeskriminalamt unterstützt.

19:15 Uhr | Europa beinahe komplett Risikogebiet

Die Bundesregierung stuft ab sofort das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden sowie Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer sowie ab Sonntag ganz Italien als Corona-Risikogebiete ein. Auch ganz Nordgriechenland und die Provinz um Athen sowie einzelne Regionen in Estland, Lettland, Litauen und Norwegen kommen hinzu. Damit gibt es kein Land mehr in Europa ohne Risikoregion. Bis auf zwei kleine Gemeinden in Österreich ist nun auch das komplette Grenzgebiet zu Deutschland in den neun Nachbarländern betroffen.

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundene Reisewarnung des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Urlauber können bereits gebuchte Reisen stornieren. Rückkehrer aus den Risikoregionen müssen bis zu 14 Tage in Quarantäne, können die Zeit aber durch einen negativen Test verkürzen. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschreitet. Mehr zur Pandemielage in der EU-Ampelkarte.

18:27 Uhr | Italien meldet neuen Infektions-Höchststand

In Italien sind in den vergangenen 24 Stunden 37.809 Neuinfektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 registriert worden, so viele wie noch nie. Insgesamt gibt es damit seit Ausbruch der Krankheit 862.681 bestätigte Fälle. Das Gesundheitsministerium meldet zudem weitere 446 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19, womit die Gesamtzahl auf 40.638 steigt.

17:35 Uhr | Intensivmediziner fordern Notfallmodus

Die Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) warnt, dass viele Kliniken in Deutschland durch die neue Corona-Welle die Belastungsgrenze erreicht haben. Der Verband fordert, solche Kliniken umgehend aus dem Regelbetrieb herauszunehmen und auf Notfallmodus umzustellen. Das bedeutet, nicht akut notwendige Operationen zu verschieben und Fachpersonal auf den Intensivstationen für Covid-19-Patienten zu konzentrieren. Die Politik müsse dann die Kliniken für ihre Einnahmeausfälle entschädigen.

In Berlin liegt nach DIVI-Angaben die Zahl der Covid-19-Patienten in den Kliniken bereits über der im Frühjahr. Der Senat habe reagiert. Große Maximalversorger wie die Charité nehmen demnach die schwerstkranken Patienten auf. Steffen Weber-Carstens von der Charité rief andere Bundesländer auf, sich dem Notfallmodus anzuschließen.

Auch in Mitteldeutschland gibt es Notfallpläne für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Nach einem sogenannten Kleeblatt-Prinzip sollen sich mehrere Bundesländer gegenseitig helfen, wenn Intensivkapazitäten knapp werden. Eine dieser Regionen soll aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bestehen.

16:30 Uhr | Sachsen-Anhalt verschärft Corona-Regelungen an Schulen

In allen Schulen in Sachsen-Anhalt gilt ab Montag eine Maskenpflicht auf dem Schulgelände, jedoch nicht im Unterricht. Das teilte das Bildungsministerium mit. Bislang entschieden die Schulleitungen selbst, ob sie eine Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Schulgelände anordnen. Zudem sind Wandertage, Sportwettkämpfe und ähnliche Aktivitäten untersagt. Hintergrund sind gehäufte Infektionen in den Schulen. Die Zahl der Kinder und Jugendlichen in häuslicher Quarantäne hat sich den Angaben zufolge binnen einer Woche auf etwa 3.000 verdreifacht. In besonders stark betroffenen Einrichtungen wird wieder auf einen Wechsel von Präsenz- und Heimunterricht umgestellt, außer in Grundschulen.

16:12 Uhr | DFB erhöht Schutz für Nationalspieler

Der Deutsche Fußball-Bund verstärkt seine Corona-Schutzmaßnahmen bei den anstehenden Länderspielen. Nach Verbandsangaben werden Spieler und Betreuer noch häufiger getestet. Zudem soll der DFB-Tross während der gesamten Länderspielphase mit den Partien in Leipzig gegen Tschechien und die Ukraine sowie zum Abschluss auswärts gegen Spanien isoliert werden. Beim Trip nach Sevilla gibt es demnach besonders strenge Auflagen, da Spanien Risikogebiet ist.

15:29 Uhr | WHO prüft Virus-Mutation in Dänemark

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat bislang keine Hinweise, dass die in Dänemark aufgetretene Mutation des Coronavirus zusätzliche Risiken bringt. Nach WHO-Angaben gibt bereits zahlreiche Mutationen des Virus. Wissenschaftler beobachteten seit Beginn der Pandemie die Veränderungen des Erregers. Auch die bei Nerzen und mehr als 200 Menschen festgestellte Variante in Dänemark werde nun geprüft. Die dänische Regierung hat die Tötung aller 17 Millionen Zuchtnerze im Land angeordnet und für die Region Nordjütland strikte Beschränkungen angeordnet. Es wird befürchtet, dass bei einer starken Coronavirus-Mutation Impfstoffe nicht wirken.

15:00 Uhr | Halle testet alle Pflegeheime durch

Halle will in allen Pflege- und Altenheimen der Stadt Corona-Massentests durchführen. Hintergrund sind nach Angaben von Oberbürgermeister Bernd Wiegand Ausbrüche in zwei Einrichtungen in dieser Woche. Die Stadt habe sich daher entschieden, alle 3.500 Bewohnerinnen und Bewohner sowie zahlreiche Angestellte am Wochenende testen zu lassen.

14:11 Uhr | Scheuer will Flughäfen weiter stützen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will sich in der Corona-Krise für weitere staatliche Hilfen für deutsche Flughäfen stark machen. Das sicherte der CSU-Politiker Branchenvertretern auf einem digitalen Luftfahrtgipfel zu. Scheuer wandte sich auch dagegen, unrentable Regionalflughäfen zu schließen. Er sei ein "Struktur-Erhaltungsminister". Scheuer strebt ein milliardenschweres Rettungspaket an, um Standorte und Jobs zu sichern. Dazu gab es aber bei dem Treffen keine konkreten Zusagen. Bund und Länder wollen in den nächsten zwei Wochen über die Finanzierung beraten.

Finanzminister Olaf Scholz (SPD), der bei den Beratungen nicht dabei war, sieht die geforderten Milliardenhilfen kritisch. Ein Sprecher teilte mit, dass der Haushalt für 2021 stehe und diese Ausgaben nicht vorgesehen seien. Dem Finanzministerium sei es wichtig, dass die Eigentümer der Flughäfen in Verantwortung stünden. Das gelte auch für jene Flughäfen, an denen der Bund beteiligt ist, erklärte der Sprecher.

14:00 Uhr | Liverpool testet alle 500.000 Einwohner auf Corona

In Liverpool hat ein Corona-Massentest begonnen. Alle gut 500.000 Einwohner der englischen Stadt sowie Berufspendler können sich in den nächsten zwei Wochen testen lassen, auch wenn sie keine Symptome haben. Die Tests werden in Schulen, Universitäten, Pflegeheimen und Betrieben angeboten. Zur Unterstützung werden etwa 2.000 Militärangehörige eingesetzt. Liverpools Bürgermeister Joe Anderson sagte, man werfe den Turbo an, um das Coronavirus einzudämmen. Sollten die Infektionszahlen nach unten gehen, könnten auch andere Städte Massentests durchführen.

12:35 Uhr | Leipzig verbietet Corona-Demo in der Innenstadt

Die Kritiker der Corona-Maßnahmen dürfen morgen nicht in der Leipziger Innenstadt demonstrieren. Stattdessen wurde die Kundgebung von den Behörden auf das Gelände der Neuen Messe verlegt. Leipzigs Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal sagte, in der Innenstadt gebe es keine geeignete Fläche für die erwarteten 20.000 Demonstranten. Pro Versammlungsteilnehmer sei wegen der Abstandsregeln eine Fläche von sechs Quadratmetern zu berechnen. Das ergebe insgesamt 120.000 Quadratmeter. Eine solche Fläche sei im innerstädtischen Bereich nicht vorhanden. Laut Rosenthal haben die Anmelder der Demonstration gegen den Bescheid Widerspruch eingelegt. Zu der Kundgebung in Leipzig hat die "Querdenken"-Bewegung aufgerufen. Insgesamt sind 27 Demonstrationen angemeldet, auch von Gegnern der "Querdenken"-Initiative.

Oberbürgermeister Burkhard Jung sagte zudem, es sei absehbar, dass sich viele nicht an diese Corona-Maßnahmen halten werden, etwa die Maskenpflicht und das Abstandsgebot. Doch das dürfe nicht sein, sagte OB Jung und kündigte Kontrollen an.

11:53 Uhr | Dänemark verschärft Corona-Auflagen im Nordwesten

Im Nordwesten Dänemarks sind die Corona-Regeln noch einmal verschärft worden. Inzwischen wurde auch der Nahverkehr in der Region Jütland eingestellt - mit Ausnahme von Schulbussen. Ab morgen bleiben Restaurants und Bars geschlossen. Die Regierung rief die Menschen auf, nicht mehr zu reisen. Grund dafür ist, dass mittlerweile über 200 Menschen mit einer mutierten Form des Coronavirus infiziert wurden. Das sogenannte Cluster-5-Virus sei zwar wohl nicht gefährlicher, aber es bestehe das Risiko, dass die derzeit entwickelten Impfstoffe weniger gut gegen diese Variante wirken, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI mit. Bis zu 17 Millionen Tiere müssen nun getötet werden. In Nordjütland befinden sich besonders viele Nerzfarmen. Landesweit wurde Sars-CoV-2 bereits in 216 Zuchtanlagen gefunden.

10:17 Uhr | Open-Air-Adventskonzert des Dresdner Kreuzchores abgesagt

Der Dresdner Kreuzchor hat das diesjährige Adventskonzert unter freiem Himmel coronabedingt abgesagt. Das teilte eine Sprecherin des Chors mit. Das Event sollte zunächst aus dem Rudolf-Harbig-Stadion in die Freilichtbühne Junge Garde verlegt werden. Wegen der anhaltenden Pandemie könne das Vorhaben nun aber gar nicht umgesetzt werden. Die Gesundheit der Gäste und Künstler habe Vorrang. Die Weihnachtskonzerte in der Kreuzkirche sollten aber stattfinden. Im vergangenen Jahr waren zu dem Stadion-Konzert 25.000 Besucher gekommen.

09:34 Uhr | Keine kostenlosen Corona-Schnelltests für Rettungsdienste

Thüringer Rettungsdienste sehen ihre Einsatzfähigkeit in Gefahr. Sie bekommen laut DRK die Kosten für Corona-Schnelltests nicht erstattet. Die Krankenkassen lehnen eine Übernahme der Kosten ab, wie der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes am Freitag mitteilte. Es fehle an einer gesetzlichen Grundlage. In der neuen Testverordnung des Bundesgesundheitsministeriums sind die Rettungsdienste nicht berücksichtigt, wie DRK-Landeschef Peter Schreiber sagte. Sanitäter könnten eine Corona-Infektion leicht an die bereits geschwächten Patienten weitergeben. Dass Tests für sie nicht bezahlt würden, ergebe keinen Sinn, sagte Schreiber weiter. Er forderte von der Landesregierung schnelle Hilfe. 21 DRK-Rettungsdienste in den Thüringer Regionen betreiben eigenen Angaben zufolge 67 Rettungswachen, in denen 1.125 Notfallsanitäter und Rettungssanitäter sowie 95 Auszubildende beschäftigt sind.

08:25 Uhr | Kubicki kritisiert neues Infektionsschutzgesetz

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat die geplanten Änderungen am Infektionsschutzgesetz als nicht nachvollziehbar bezeichnet. Der Bundestag beriet am Freitag erstmals über einen Paragrafen, der zahlreiche Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung enthält. Mit den Änderungen sollen die Corona-Auflagen der Länder künftig besser vor den Gerichten Bestand haben. Dafür werden in das Gesetz konkrete Maßnahmen wie Kontaktbeschränkungen oder Restaurantschließungen aufgenommen.

Kubicki sagte MDR AKTUELL, es handle sich um die massivsten Grundrechtseinschränkungen seit Bestehen des Landes. Das dürfe nicht übers Knie gebrochen und durch das Parlament gepeitscht werden. Kubicki erwartet nach eigenen Angaben weitere Gerichtsurteile gegen die Corona-Maßnahmen. Man sollte sich bei der Pandemiekämpfung auf Alten- und Pflegeheime konzentrieren und nicht "mit Schrot in der Gegend herumschießen".

08:17 Uhr | Informationen aus Mitteldeutschland

Über die Corona-Lage in Mitteldeutschland informieren auch heute wieder die Landesfunkhäuser. Die Ticker der Kollegen finden Sie hier:

08:02 Uhr | DGB will wieder Corona-Kündigungsschutz für Mieter

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert, in der Corona-Pandemie den speziellen Kündigungsschutz für Mieter wieder einzuführen. Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitieren aus einem Positionspapier. Darin heißt es, es sei ein großer Fehler gewesen, pandemiebedingte Bestimmungen Ende Juni auslaufen zu lassen. Sollte jemand durch die Corona-Krise bei der Miete oder Pacht in Zahlungsrückstand geraten, müsste er wieder vor Kündigung geschützt werden. Ebenfalls fordere der DGB, dass Mietrückstände nicht verzinst werden dürften und Zwangsräumungen ausgesetzt werden müssten. Die Zeitungen schreiben, dass der Deutsche Mieterbund und die SPD-Fraktion die Forderungen unterstützen. Widerstand komme aus Reihen der Union.

07:21 Uhr | Mehr als 21.800 Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Die Zahl der Neuinfektionen ist erneut deutlich gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden nach Angaben des Risklayer-Projekts 21.817 neue Fälle gezählt. In Mitteldeutschland wurden 1.981 Neuinfektionen registriert. In Sachsen waren es 1.326, in Thüringen 353 und in Sachsen-Anhalt 302 neue Fälle. Für Mittwoch hatte Risklayer erstmals mehr als 20.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet.

06:34 Uhr | Zensus wird auf 2022 verschoben

Die im kommenden Jahr geplante Volkszählung wird verschoben. Der Bundestag beschloss, dass der Zensus erst 2022 stattfindet. Zur Begründung hieß es, er habe nicht wie geplant vorbereitet werden können. Personal sei wegen der Corona-Pandemie zur Unterstützung der Gesundheitsämter abgezogen worden. Nach dem letzten Zensus 2011 sollten zahlreiche Daten über Deutschland aktualisiert werden. Unter anderem geht es um Zahl, Erwerbstätigkeit und Wohnsituation der Bevölkerung.

06:28 Uhr | Folgeschäden durch Covid-19

Eine Studie des britischen Imperial College zeigt, dass bei einer Corona-Infektion neurologische Folgeschäden auftreten können, etwa Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisprobleme. Doch die Ergebnisse sind eingeschränkt aussagekräftig. Denn die Studie ist online durchgeführt worden. Zudem haben nur wenige Beatmungspatienten daran teilgenommen. Die Studie habe ihre Schwächen, doch unterschätzen solle man die Gefahr des Coronavirus für das Gehirn nicht, meint Carsten Finke von der Charité. Es gebe schon sehr viele Studien, die überwiegend zeigten, dass neurologische Folgeschäden bei einem relevanten Anteil der Patienten mit Covid-19-Erkrankung aufträten. Das seien Konzentrationsstörungen oder Gedächtnisprobleme, erklärt Finke.

06:19 Uhr | Krankenhäuser bereiten Notfallpläne vor

In Mitteldeutschland bereitet man derzeit Notfallpläne für die Behandlung von Covid-19-Patienten vor. Vorgesehen ist, Patienten zu verteilen, falls die Intensivbetten in einem Bundesland nicht mehr ausreichen. Bundesweit sollen dazu sogenannte Kleeblatt-Regionen gebildet werden, die sich eng miteinander abstimmen. Eine dieser Regionen soll aus Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg bestehen. Der Sprecher der Vereinigung für Notfall- und Intensivmedizin, Christian Karagiannidis, sagte MDR AKTUELL, bei einem starken Anstieg der Infektionen könnten schnell viele Patienten hinzukommen. Dann müsse man auf einen Schlag Kapazitäten schaffen. Der Vorstand des Dresdner Uniklinikums, Michael Albrecht, sprach von einem richtigen Ansatz.

06:00 Uhr | Der Ticker am 6. November

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. November 2020 | 06:00 Uhr

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