Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Biontech-Impfstoff darf im Gefrierschrank gelagert werden

Der Impfstoff von Biontech darf vorübergehend bei Temperaturen eines normalen Tiefkühlschranks gelagert werden. In der EU produzierter Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll vorerst nicht aus Europa herausgebracht werden dürfen. Flugreisende müssen nun doch erst ab Dienstag einen negativen Corona-Test vorweisen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Impfstoff des Herstellers Pfizer-BioNTech ist in einem Kühlschrank vom Impfzentrum der Stadt zu sehen.
Gute Nachrichten für Impfungen in Arztpraxen Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, 26. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:40 Uhr | Frankreich weitet Lockdown aus

Aufgrund steigender Infektionszahlen weitet Frankreich seinen Lockdown aus. Ab morgen schließen in drei weiteren Départements die Geschäfte. Zudem wird die Bewegungsfreiheit der Bürger eingeschränkt. Betroffen sind dann auch die Region um die Großstadt Lyon und zwei Verwaltungsbezirke südlich und südöstlich von Paris. Im Großraum der Hauptstadt und in Teilen Nord- und Südfrankreichs gilt der Lockdown bereits seit einer Woche. Zuvor hatte die Bundesregierung ganz Frankreich als Hochrisikogebiet eingestuft.

20:04 Uhr | 191 Schüler in Sachsen positiv getestet

Bei den Corona-Selbsttests an Sachsens weiterführenden Schulen sind in dieser Woche 191 Schülerinnen und Schüler positiv getestet worden. Das teilte das Kultusministerium mit. Bei gut 146.000 Tests ergebe sich eine Infektionsrate von 0,13 Prozent. Mehr als 2.500 Schüler hätten den Test verweigert. Beim Schulpersonal seien 90 Infektionen festgestellt worden. Den Angaben zufolge darf derzeit nur eine Schule betreten, wer einen Test absolviert oder einen negativen Corona-Nachweis vorlegen kann.

Auch in anderen Bundesländern finden umfangreiche Tests an den Schulen statt, darunter ist auch Thüringen. Hier ein Beispiel aus Jena:

19:02 Uhr | Eilantrag gegen EU-Corona-Aufbaufonds

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt im Schloss Bellevue an einer Videokonferenz zur Lage im Gesundheits- und Pflegedienst in Sachsen teil.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier darf das Gesetz zum europäischen Corona-Hilfsfonds vorerst nicht unterzeichnen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verfügt. Grund ist ein Eilantrag gegen den 750 Milliarden Euro schweren Fonds. Der Stopp gilt bis zur Entscheidung über den Eilantrag.

Der Bundesrat hatte das Gesetz erst am Vormittag gebilligt, nachdem der Bundestag gestern zugestimmt hatte. Die 750 Milliarden Euro sollen dem wirtschaftlichen Aufbau nach der Pandemie dienen. Dafür werden zum ersten Mal in der EU gemeinsam Schulden aufgenommen. Dagegen klagt das "Bündnis Bürgerwille" um den früheren AfD-Chef Bernd Lucke. Es hält eine gemeinschaftliche Verschuldung für nicht zulässig.

Insgesamt sollen die Corona-Schulden der EU bis zum Jahr 2058 zurückgezahlt sein. Wie genau ist noch weitgehend offen.

18:33 Uhr | Dänemark verlängert Reisebeschränkungen

Dänemark verlängert seine Reisebeschränkungen bis zum 20. April. Das teilte das Außenministerium in Kopenhagen mit. Damit ist auch die Einreise aus Deutschland nur in bestimmten Fällen erlaubt. Voraussetzung sind ein triftiger Grund und ein negativer Corona-Test. Von Geschäftsreisen wird abgeraten. Ausgenommen ist der Warentransport über die Grenze.

16:23 Uhr | Ganz Frankreich wird Hochinzidenzgebiet

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Frankreich ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein. Dss beinhalte eine Testpflicht bei der Einreise, hieß es. Ausgenommen sind unter anderem Personen auf der Durchreise, Pendler, sowie Menschen, die Waren transportieren und Schutzregeln eingehalten haben.

Das Auswärtige Amt gab gleichzeitig Reisewarnungen für mehrere Staaten heraus, neben Frankreich für Österreich, Dänemark und Tschechien. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen werde aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

15:25 Uhr | Biontech-Impfstoff darf im Gefrierschrank gelagert werden

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer kann laut einer Entscheidung der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA künftig vorübergehend auch bei weniger tiefen Temperaturen gelagert werden. Dies würde ein Impfen des Serums bei Hausärzten ermöglichen. Der EMA zufolge kann der Impfstoff bis zu zwei Wochen lang bei Temperaturen zwischen minus 25 und minus 15 Grad gelagert werden und damit in üblichen pharmazeutischen Gefrierschränken wie beispielsweise in Apotheken. Bislang waren deutlich niedrigere Temperaturen für die Lagerung vorgeschrieben.

14:39 Uhr | Höchste Zahl an Toten nach dem Zweiten Weltkrieg

Wegen der Corona-Pandemie hat Italien im vergangenen Jahr die höchste Zahl an Sterbefällen seit dem Zweiten Weltkrieg beklagen müssen.

Nach neuesten Zahlen der Statistikbehörde Istat wurden 2020 insgesamt 746.146 Todesfälle registriert, mehr als 100.000 Todesfälle mehr als sonst im jährlichen Durchschnitt. Zugleich ging die Zahl der Geburten 2020 auf 404.104 zurück, was einem Minus von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Somit gab es binnen Jahresfrist gut 342.000 mehr Todesfälle als Geburten. Dies sei, wie wenn eine Stadt von der Größe von Florenz "verschwunden" sei, so die Statistikbehörde.

13:55 Uhr | Astrazeneca-Impfstoff soll EU vorerst nicht verlassen dürfen

Corona-Impfstoff des Schwedisch-Britischen Herstellers AstraZeneca
Das Vakzin des Herstellers Astrazeneca Bildrechte: dpa

In der EU produzierter Corona-Impfstoff von Astrazeneca soll vorerst nicht aus Europa herausgebracht werden dürfen. Diese Regelung soll nach Angaben von EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton so lange gelten, bis der britisch-schwedische Pharmakonzern seine Liefervereinbarungen erfüllt. Alle anderen Lieferanten machten ihre Sache gut, betonte er. Mit Astrazeneca habe die EU aber ein Problem. Das Unternehmen hatte wegen Produktionsverzögerungen seine Lieferungen drastisch reduziert.

13:28 Uhr | Bundesrat billigt Weiterbestehen der epidemischen Lage von nationaler Tragweite

Der Bundesrat hat die Sonderregelungen für Maßnahmen in der Corona-Pandemie gebilligt. Die Länderkammer stimmte am Freitag für das Gesetz zur Verlängerung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Dies ist Voraussetzung für die derzeitigen Maßnahmen zum weitgehenden Lockdown in der Ländern.

Plenarsitzung im Bundesrat
Der Bundesrat hat am Freitag die Corona-Sonderregeln gebilligt. Bildrechte: dpa

Es sorgt außerdem dafür, dass die Coronavirus-Testverordnung, die Einreiseverordnung und die Impfverordnung weiter gelten können. Die Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite gilt künftig automatisch als aufgehoben, wenn der Bundestag nicht spätestens drei Monate danach das Fortbestehen feststellt. Somit gilt die epidemische Lage zunächst bis Ende Juni.

13:21 Uhr | Sachsen-Anhalt: Gericht erklärt mehrere Corona-Regeln vom Herbst für verfassungswidrig

Das Landesverfassungsgericht Sachsen-Anhalt hat einer Klage in Teilen recht gegeben. Es stufte unter anderem das Beherbergungsverbot und die Gaststätten-Schließungen als verfassungswidrig ein, die im Herbst gegolten hatten.

12:46 Uhr | Norwegen impft weiter nicht mit Astrazeneca

Norwegen will den Impfstoff des schwedisch-britischen Herstellers Astrazeneca vorerst nicht wieder einsetzen. "Es besteht immer noch große Unsicherheit über mögliche schwerwiegende Nebenwirkungen", hieß es am Freitag in einer Mitteilung der Gesundheitsbehörde Folkehelseinstitutt FHI. Das FHI betonte, dass die Entscheidung auf den Vorfällen in Norwegen beruhe. Dänemark hatte den Stopp der Impfungen mit dem Astrazeneca-Präparat am Donnerstag um drei Wochen verlängert. In Island, Finnland und Schweden wird das Vakzin nur älteren Menschen verabreicht, weil in dieser Altersgruppe bislang keine ernsten Nebenwirkungen aufgetreten sind. Deutschland hatte die Impfungen mit Astrazeneca nach einem zwischenzeitlichen Stopp wieder aufgenommen.

12:46 Uhr | Hauptmann soll knapp eine Million erhalten haben

Der frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Mark Hauptmann soll mit Maskengeschäften 997.000 Euro verdient haben. Das geht aus dem Durchsuchungsbeschluss der Justiz gegen ihn hervor, der MDR THÜRINGEN vorliegt und über den zuerst "Der Spiegel" berichtet hatte.

Danach verdächtigt die Thüringer Generalstaatsanwaltschaft Hauptmann, über seine Beraterfirma mit Sitz im brandenburgischen Zossen Corona-Schutzmasken im Wert von 7,5 Millionen Euro an Käufer vermittelt zu haben. Dafür sollen ihm die Masken-Lieferanten eine Provision von 997.000 Euro gezahlt haben.

Am Freitag wurde außerdem bekannt, dass Hauptmann aus der CDU ausgetreten ist. Dies geschehe mit sofortiger Wirkung, teilte der Landesverband Thüringen mit. Damit komme Hauptmann der Aufforderung des Landesvorsitzenden Christian Hirte und des Landesvorstandes nach, hieß es.

11:01 Uhr | Spahn mahnt zur Vorsicht an Ostern

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen ruft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Menschen in Deutschland zur Vorsicht an Ostern auf. Er bat darum, Treffen, wenn überhaupt, möglichst draußen zu vereinbaren. Bei Treffen in Innenräumen sollten idealerweise Schutzmasken getragen werden. Spahn räumte ein, alle hätten gehofft, dass Ostern in diesem Jahr anders als im vergangenen Jahr sein könnte. Aber die Virusmutation habe dem einen Strich durch die Rechnung gemacht.

RKI-Chef Lothar Wieler sagte, die dritte Welle werde wahrscheinlich schlimmer werden als die ersten beiden Wellen. Alle Indikatoren deuteten darauf hin, dass sich die Situation verschlechtere und die Fallzahlen stark stiegen.

10:07 Uhr | Testpflicht für Flug-Einreisende verschoben

Die neue Einreiseverordnung für Deutschland wird verschoben, sie tritt erst ab Dienstag in Kraft. Das sagte Gesundheitsminister Jens Spahn am Freitagvormittag. Damit müssen alle Flugeinreisende auch erst ab dann vor dem Rückflug einen negativen Test vorweisen. Ursprünglich sollte die Regelung bereits früher in Kraft treten.

09:45 Uhr | Deutschland schickt Hilfsflug nach Brasilien

Wegen der dramatischen Corona-Lage in Brasilien schickt die Bundesregierung einen Hilfsflug in das südamerikanische Land. Ein Flug der Flugbereitschaft sollte am Freitag um 10 Uhr vom Flughafen Köln-Bonn aus in Richtung Brasilien starten, wie ein Sprecher der Luftwaffe sagte. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Bundesgesundheitsministeriums sollen 80 Beatmungsgeräte in die besonders schwer von der Pandemie getroffene Region Manaus gebracht werden.

Brasilien hat derzeit die höchste Corona-Sterberate der Welt. Am Donnerstag meldeten die Gesundheitsbehörden des Landes mit 100.158 Neuinfektionen binnen 24 Stunden einen neuen Rekord. Mit weiteren 2777 Opfern stieg die Zahl der Corona-Toten seit Pandemie-Beginn auf mehr als 303.400.

09:23 Uhr | IWH-Chef Gropp: Mindestlohn-Anstieg verschieben

Der Hallesche Volkswirtschaftler Reint Gropp hat sich dafür ausgesprochen, die Erhöhung des Mindestlohns im kommenden Jahr zu verschieben. Der Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung sagte MDR AKTUELL, nächstes Jahr wäre vielleicht der falsche Zeitpunkt für eine Anhebung. Durch die Corona-Krise hätten besonders viele Menschen aus Mindestlohn-Branchen ihre Jobs verloren. Man müsse abwarten, ob der Mindestlohn nicht verhindere, dass einige von ihnen nach der Krise wieder eingestellt würden. Der Mindestlohn liegt derzeit bei 9,50 Euro pro Stunde. Im nächsten Jahr soll er auf 10,45 Euro steigen.

09:04 Uhr | Maskenaffäre: CDU erwägt Parteiausschluss Hauptmanns

Die Thüringer CDU schließt ein Parteiausschlussverfahren gegen den zurückgetretenen Südthüringer Bundestagsabgeordneten Mark Hauptmann nicht aus. Generalsekretär Christian Herrgott sagte dem MDR, der Landesvorstand habe am Donnerstag beraten. Hauptmann sei "sehr deutlich" aufgefordert worden, reinen Tisch zu machen und aus der Partei auszutreten. Sollte er das nicht tun, dann müsse man über nächste Schritte reden, in dem Fall über ein Parteiausschlussverfahren. In welchem Zeitraum das passieren könnte, dazu wollte sich Herrgott nicht äußern. Die Ereignisse seien gerade einen Tag her.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Jena ermittelt gegen den ehemaligen Bundestagsabgeordneten wegen Verdachts auf Bestechung. Es ist von einer Summe von knapp einer Million Euro die Rede, die Hauptmann als Provision für dubiose Geschäfte erhalten haben könnte.

08:36 Uhr | Umfrage: Corona-Krise verändert Mobilitätsverhalten

Durch die Corona-Pandemie hat sich die Nutzung von Auto, Bus und Bahn deutlich verändert. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungs-Instituts Forsa. Etwa 36 Prozent der Befragten gaben an, weniger mit dem Auto unterwegs zu sein als vor der Krise. Rund 45 Prozent nutzten seltener Busse und Bahnen. Dem Institut zufolge rechnen jedoch nur 36 Prozent der Befragten damit, dass die Pandemie die Mobilität nachhaltig verändern wird.

08:25 Uhr | Geburtenzahl nach Corona-Lockdown im Osten niedriger

Neugeborenes neben seiner Mutter im OP
Der erste Lockdown hatte kaum Auswirkungen auf die Anzahl der Geburten. Bildrechte: imago images/Cavan Images

Der erste Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie vor rund einem Jahr hat sich nicht spürbar auf die Geburtenzahl in Deutschland ausgewirkt. Von Dezember 2020 bis Februar 2021 wurden rund 182.000 Kinder geboren, die während des ersten Lockdowns vom 22. März bis Anfang Mai 2020 gezeugt wurden, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Zwar waren das 0,8 Prozent mehr als in den entsprechenden Vorkrisenmonaten Dezember 2019 bis Februar 2020. "Allerdings bewegt sich diese Veränderung im Bereich der üblichen Schwankungen monatlicher Geburtenzahlen", betonten die Statistiker.

In Ost und West verlief die Entwicklung unterschiedlich: In Westdeutschland lag die Zahl der für Dezember 2020 bis Februar 2021 gemeldeten Geburten 1,7 Prozent höher, in Ostdeutschland einschließlich Berlin um 3,8 Prozent niedriger. Geburten am Schalttag 29. Februar 2020 wurden bei diesem Vergleich nicht herausgerechnet.

08:05 Uhr | Familienbesuche im Inland risikoreicher als im Ausland

Besuche von Familien im Inland sind risikoreicher als Familienbesuche im Ausland. Darauf hat der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz hingewiesen. Der Grund: Bei Auslandsbesuchen und einer späteren Wiedereinreise ist ein Corona-Test verpflichtend. Bei Inlandsbesuchen sei man hingegen von der Eigenverantwortung der Menschen abhängig.

07:50 Uhr | Kretschmer: Pandemie "mit derzeitigem Instrumentenkasten" nicht aufzuhalten

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, spricht in der Staatskanzlei auf einer Pressekonferenz.
Sachsen Ministerpräsident Michael Kretschmer. Bildrechte: dpa

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer warnt vor einer Verschärfung der Pandemie. Das Virus sei durch die Mutationen deutlich ansteckender geworden, sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk. Daher können die Pandemie "mit dem derzeitigen Instrumentenkasten" nicht aufgehalten werden. Aber in der Bevölkerung hielten sich viele nicht mehr an die Einschränkungen. "Die Menschen haben die Kraft nicht mehr", sagt Kretschmer. Dies müsse die Politik akzeptieren. Der Ministerpräsident äußerte sich aber überzeugt, dass die Bereitschaft, bestimmte Maßnahmen mitzutragen, wieder steigen werde, wenn sich das Infektionsgeschehen zuspitze.

07:19 Uhr | Kaum Geschäftsreisen möglich

Geschäftsreisen sind in viele Regionen der Welt seit Monaten nicht mehr möglich. Das trifft zunehmend auch die Wirtschaft. Denn ohne Reisen oder persönlichen Kontakt gibt es oft keine neuen Verträge. Betroffen sind auch auf Geschäftsreise spezialisierte Unternehmen.

07:01 Uhr | Sachsen: Zwölf Anträge auf Corona-Modellprojekte

In Sachsen gibt es bisher zwölf Anträge auf Corona-Modellprojekte für Öffnungen. Das ergab eine Nachfrage von MDR AKTUELL beim Gesundheitsministerium in Dresden. Die meisten seien nicht von Landkreisen oder kreisfreien Städten gekommen, sondern von privaten Projekt-Initiativen. So haben sich in Oberwiesental 62 Unternehmen für ein Modellprojekt zusammengeschlossen. Mit-Initiator und CDU-Ortsverbandschef Erik Schulze sagte, dazu gehörten vor allem Hotels, Gastronomie-Betriebe und Freizeit-Einrichtungen. Sie wollten Gründonnerstag unter strengen Hygiene- und Testregeln und mit wissenschaftlicher Begleitung öffnen.

06:37 Uhr | Keine Lösung im EU-Streit um Impfstoff-Verteilung

Im Streit um die Impfstoff-Verteilung ist beim EU-Videogipfel am Donnerstagabend keine Lösung gefunden worden. Kanzlerin Merkel sagte im Anschluss, der Rat der EU-Botschafter werde sich erneut mit dem Thema befassen. Am bisherigen Verteilungsschlüssel solle grundsätzlich festgehalten, aber auch Solidarität gezeigt werden.

Österreich und fünf weitere Staaten hatten eine ungerechte Verteilung der Impfdosen beklagt und eine Korrektur verlangt. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte an, ab April werde es deutlich mehr Impfstoff geben. In den nächsten drei Monaten würden dreimal so viele Dosen wie seit Jahresbeginn zur Verfügung stehen.

06:35 Uhr | Pandemie wütet weiter in Brasilien

Brasilien meldet mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen und damit so viele wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg um 2.777, gab das Gesundheitsministerium bekannt. Die Rekordfallzahl kommt einen Tag, nachdem Brasilien die Zahl von 300.000 Todesopfern durch die Pandemie überschritten hat. Damit verbucht Brasilien nach den Vereinigten Staaten die zweithöchste Zahl an Todesopfern weltweit.

06:30 Uhr | Biontech testet Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern

Nach den Konkurrenten Moderna und Astrazeneca haben auch die Mainzer Firma Biontech und ihr US-Partner Pfizer begonnen, ihren Corona-Impfstoff an jüngeren Kindern zu testen. "Gemeinsam mit unserem Partner Biontech haben wir den ersten gesunden Kindern in einer globalen fortlaufenden Phase 1/2/3-Studie eine Dosis verabreicht", teilte Pfizer mit. Mit den klinischen Tests solle die Sicherheit, Verträglichkeit und Wirksamkeit des Vakzins bei mit Kindern zwischen sechs Monaten und elf Jahren untersucht werden, hieß es weiter. "Das Vakzin könne hoffentlich ab Anfang kommenden Jahres auch bei dieser Altersgruppe eingesetzt werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 26. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. März 2021 | 06:00 Uhr

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