Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Einreise nach Tschechien wird für Ungeimpfte komplizierter

Für eine Einreise nach Tschechien brauchen ungeimpfte Touristen ab Deutschland ab Montag einen negativen PCR-Test und müssen in Quarantäne. Die Bundesregierung streicht Spanien von der Liste der Hochrisikogebiete. Unterdessen nimmt die vierte Welle der Coronavirus-Pandemie in Deutschland vor allem durch Infektionen unter jungen Erwachsenen an Fahrt auf, zunächst vor allem im Westen – es gibt Debatten über die sogenannte 2G-Regel, die ungeimpfte Menschen etwa von Restaurantbesuchen ausschließt.

Das tschechische Ampelsystem steht für deutsche Touristen ab Montag auf Rot.
Das tschechische Ampelsystem steht für deutsche Touristen ab Montag auf Rot. Bildrechte: Colourbox.de

Unser Ticker am Freitag, 27. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:22 Uhr | Sizilien: Wieder Maskenpflicht im Freien

Auf Sizilien gelten ab Montag wieder strengere Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Wie Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza mitteilte, muss dann auch im Freien wieder eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden und in Restaurants dürfen nur noch vier Menschen zusammen an einem Tisch sitzen. Hintergrund sind steigende Infektionszahlen auf der beliebten Urlaubsinsel.

22:06 Uhr | Corona-Fälle im "Tropical Islands"

Palmen, Strand, Wasser und Besucher im Tropical Island.
Bildrechte: imago/Rainer Weisflog

Gäste, die zwischen 18. und 22. August das Freizeitresort "Tropical Islands" in Brandenburg besucht haben, wird dringend geraten, bei Erkältungssymptomen einen Arzt aufzusuchen. Hintergrund sind fünf bestätigte Corona-Infektionen bei Besuchern. Wie der Landkreis Dahme-Spreewald mitteilte, hat das Gesundheitsamt am Donnerstag das Hygienekonzept des Bades geprüft und bestätigt. Die betroffenen Gäste werden nach den Angaben von "Tropical Islands" per Mail über die Infektionsfälle informiert.

20:06 Uhr | Deutschland spendet 70 Millionen Impfdosen

Deutschland wird in diesem Jahr nicht wie bisher geplant 30 Millionen, sondern 70 Millionen Corona-Impfdosen an ärmere Staaten spenden. Das hat Bundeskanzlerin Angela Merkel nach einem Treffen mit afrikanischen Staats- und Regierungschefs bekanntgegeben.

20:01 Uhr | Separater Unterricht für Ungeimpfte in Thüringen

In Thüringen könnten ungetestete Schüler in den ersten beiden Schulwochen separat unterrichtet werden. Wer weder geimpft, noch genesen und auch nicht getestet ist, soll nach Plänen des Bildungsministeriums möglichst in getrennten Lerngruppen unterrichtet werden - vorausgesetzt, dass die Schule das personell und räumlich realisieren kann.

19:40 Uhr | Bundesregierung will Impfstoff einlagern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will offenbar Millionen von Impfdosen vorsorglich einlagern. Nach Recherchen des ARD-Magazins "Kontraste" soll eine Dosis für jede Bürgerin und jeden Bürger vorgehalten werden, sprich etwa 80 Millionen Dosen. Das Bundesgesundheitsministerium dementierte die Zahl: Demnach soll lediglich "genug Impfstoff vorhalten werden, um Auffrischungsimpfungen zu ermöglichen." Virologe Alexander Kekulé hät das für wenig sinnvoll. Das und mehr lesen Sie in der neuen Ausgabe des wöchentlichen Corona-Daten-Newsletters:

18:47 Uhr | Neue Quarantäne-Regeln für Sachsens Schulen und Kitas

In Sachsen sollen neue Regeln pauschale Corona-Quarantäne für ganze Schulklassen oder Kitagruppen im neuen Schuljahr möglichst verhindern. Wie das Kultus- und das Gesundheitsministerium in einer gemeinsamen Erklärung mitteilten, wurden den sächsischen Gesundheitsämtern neue Leitlinien an die Hand gegeben. Die Ämter entscheiden dann anhand der neuen Leitlinien und der jeweiligen Lage vor Ort.

Den Angaben zufolge soll an den Schulen in den Altersgruppen bis zwölf Jahren bei einem Coronafall in der Regel nur noch der betroffene Schüler in Quarantäne. Die anderen Schüler dürfen weiter die Schule besuchen, sollen aber über einen Zeitraum von 14 Tagen dreimal pro Woche getestet werden - ebenso die Lehrkraft.

Bei über Zwölfjährigen sollen im Falle eines positiven Tests nicht nur der Schüler selbst, sondern auch die direkten Sitznachbarn sowie Lehrkräfte mit engem Kontakt in häusliche Quarantäne.

Wer eine Maske getragen hat, gilt nicht als enge Kontaktperson. Geimpfte und Genesene sind grundsätzlich nicht von Quarantäne betroffen.

In Kitas sollen das betroffene Kind sowie ungeimpfte Betreuer mit engem Kontakt in Quarantäne. Zeigen die anderen Jungen und Mädchen keine Symptome, können sie weiter die Einrichtung besuchen. Allerdings muss die Kita-Gruppe samt Erziehern für zwei Wochen räumlich von anderen Gruppen im Haus getrennt werden. Zudem sind regelmäßige "Lollitests" vorgesehen.

17:15 Uhr | Scholz: "Waren gern eure Versuchskaninchen"

Olaf Scholz, Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat, geht in einem Auߟenbereich während des G20-Gipfels der Wirtschafts- und Finanzminister.
SPD-Kanzlerkandidat Scholz (Archivbild). Bildrechte: dpa

Vizekanzler Olaf Scholz hat die Menschen mit Covid-19-Impfung in Deutschland dazu aufgerufen, die Ungeimpften von der Impfung zu überzeugen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Berlin sagte der SPD-Politiker: "Überzeugt eure Liebsten, überzeugt die Freunde am Stammtisch, überzeugt den Sportverein, überzeugt die Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. Wir alle waren gerne eure Versuchskaninchen - bei uns ist das mit der Impfung gutgegangen, jetzt bitte macht es auch."

Einen neuen Lockdown und eine Zeit ohne Präsenzunterricht in den Schulen könne und dürfe es unter diesen Umständen nicht geben.

17:02 Uhr | Proteinbasierte Impfstoffe lassen auf sich warten

Die Pharmaindustrie stellt seit Längerem proteinbasierte Corona-Impfstoffe in Aussicht. Sie sollen gut wirken, nach einem bewährten Prinzip funktionieren und sehr überschaubare Langzeitfolgen haben. Allerdings ist unklar, ob und wann sie zugelassen werden, wie MDR AKTUELL recherchiert hat. Mehr dazu im Audio:

14:45 Uhr | Zwei PCR-Tests und Quarantäne für Ungeimpfte bei Reisen nach Tschechien

Tschechien stuft Deutschland angesichts steigender Infektionszahlen ab Montag als Land mit hohem Ansteckungsrisiko ein. Das hat das Gesundheitsministerium in Prag mitgeteilt. Damit erschwert sich die Einreise für nicht vollständig geimpfte Touristen aus der Bundesrepublik erheblich: Sie müssen nicht nur einen negativen PCR-Test vorweisen, sondern sich nach der Ankunft in Tschechien in Quarantäne begeben. Diese kann frühestens am fünften Tag mit einem zweiten negativen PCR-Testergebnis beendet werden.

Wer seit mindestens 14 Tagen vollständig geimpft ist, muss hingegen nur das obligatorische Online-Meldeformular ausfüllen.

13:30 Uhr | Auch Lissabon und Chile heruntergestuft

Neben Spanien (siehe unten) wird auch der Großraum von Lissabon in Portugal ab Sonntag nicht mehr als Hochrisikogebiet eingestuft. Gleiches gilt auch für Chile. Neu als Hochrisikogebiet gilt dagegen Jamaika. Einreisende aus Hochrisikogebieten müssen in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne. Wer geimpfte ist oder als genesen gilt, kann die Quarantäne abwenden, wenn vor der Einreise ein Nachweis an deutsche Behörden übermittelt wird. Geschieht dies nachträglich, kann die Quarantäne verkürzt werden.

Als Hochrisikogebiete werden Länder oder Regionen dann eingestuft, wenn dort wegen hoher Infektionsraten ein besonders hohes Infektionsrisiko angenommen wird. Daneben gibt es auch die Kategorie des Virusvariantengebiets für Länder und Gegenden, in denen bestimmte Coronavirus-Mutanten stark verbreitet sind.

13:05 Uhr | Dänemark beendet epidemische Lage

Dänemark definiert Covid-19 nicht mehr als Pandemie, die in einem hohen Grad die Bevölkerung bedroht. Gesundheitsminister Magnus Heunicke sagte heute, die Pandemie sei unter Kontrolle: "Wir haben rekordhohe Impfraten. Daher können wir zum 10. September einige Sonderregeln, die wir im Kampf gegen Covid-19 einführen mussten, fallen lassen." In Dänemark sind 80 Prozent der Bevölkerung über zwölf Jahren jetzt vollständig geimpft. Heunicke warnte jedoch, dass die Coronavirus-Pandemie noch nicht vorbei sei. Man werde schnell handeln, wenn sie die Gesellschaft wieder bedrohe.

12:46 Uhr | Spanien kein Hochrisikogebiet mehr

Wegen sinkender Coronavirus-Infektionszahlen streicht die Bundesregierung ganz Spanien und damit auch Mallorca von der Liste der Hochrisikogebiete. Wie das Robert Koch-Institut heute mitteilte, entfallen damit ab diesem Sonntag alle Quarantäne-Vorschriften für aus Spanien heimkehrende Urlauber.

12:21 Uhr | Berliner Polizei vor großem Einsatz

Trotz der Verbote von Corona-Demonstrationen am Wochenende rechnet die Berliner Polizei mit einem großen Einsatz. Ein Sprecher sagte: "Die Polizei wird die Versammlungsverbote durchsetzen (...) und insbesondere das Regierungsviertel schützen."

Bis heute Vormittag waren demnach neun Demonstrationen verboten, darunter auch die der "Initiative Querdenken". Im Internet und über Messenger wurde aber trotzdem weiter zu Versammlungen in Berlin aufgerufen, gab es Tipps zu Anreise und Verhalten bei Kontrollen, über welche Apps man sich finde und dass Masken kurze Zeit auch zur Tarnung getragen werden könnten.

12:19 Uhr | Impfzentrum kostete 106 Millionen Euro

Nach rund acht Monaten schließt am kommenden Dienstag das Hamburger Impfzentrum in den Messehallen. Die Kosten für eines der größten Impfzentren Deutschlands werden sich nach Angaben der Sozialbehörde auf voraussichtlich 106 Millionen Euro belaufen. Seit dem 5. Januar seien dort gut 1,16 Millionen Covid-19-Impfungen verabreicht worden, zudem 119.000 durch mobile Impfteams.

12:13 Uhr | Berlusconi wieder im Krankenhaus

Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist gut ein Jahr nach seiner Covid-19-Erkrankung erneut im Krankenhaus. Der 84 Jahre alte Politiker befindet sich seit gestern in der San-Raffaele-Klinik in Mailand, wie ein Sprecher seiner Partei Forza Italia heute bestätigte. Medien zufolge geht es um Routinekontrollen. Berlusconi war im September 2020 im Krankenhaus behandelt worden. Seitdem ist der Chef der konservativen Forza Italia, die auch zur aktuellen Regierung unter Ministerpräsident Mario Draghi gehört, immer wieder für Untersuchungen im Krankenhaus gewesen.

12:05 Uhr | Merz gegen 3G-Regel in Zügen

Der CDU-Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz ist gegen eine Einführung der 3G-Regel in Zügen. "Ich halte das für lebensfremd", sagt Merz bei "Bild Live". Es sei nicht praktikabel, "morgens Millionen Pendler an den großen Bahnhöfen" zu fragen, ob sie genesen oder geimpft seien. "Ich stelle mir die Frage, auf welcher Rechtsgrundlage das denn gefordert wird", sagte Merz. Die Bundesregierung prüft derzeit eine Testpflicht für ungeimpfte Fahrgäste in Fernzügen und auf Inlandsflügen. Wie das kontrolliert werden könne, sei Teil des Prüfauftrags, sagt Regierungssprecher Steffen Seibert heute.

Hinweisschild auf Maskenpflicht an einem Regionalzug der Deutschen Bahn im Hauptbahnhof Erfurt
Bahnfahren in der Pandemie könnte noch einmal schwieriger werden. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

11:44 Uhr | Gerichte können Test verlangen

Gerichte können Verfahrensbeteiligte, Zeugen und Zuschauer von Prozessen auch dann zu Covid-Schnelltests verpflichten, wenn diese vollständig geimpft sind. Beschwerden gegen eine Anordnung in einem Verfahren am Landgericht Hannover hat Niedersachens Oberlandesgericht in Celle schon am 2. August verworfen, wie heute bekannt wurde. Demnach sind Gerichte zwar nicht verpflichtet, eine Testpflicht für alle Verfahrensbeteiligten anzuordnen. Tun sie dies, sei es aber auch nicht zu beanstanden. (Az.: 2 Ws 230/21)

10:34 Uhr | Pandemie nicht mehr wichtigstes Thema

Zum ersten Mal seit dem Frühjahr 2020 ist die Coronavirus-Pandemie laut ZDF-Politbarometer nur noch das zweitwichtigste Thema in Deutschland. Etwa 40 Prozent der Befragten hielten das Thema Umwelt- und Klimaschutz für besonders drängend, gefolgt von 34 Prozent für die Pandemie. Die aktuellen Schutzmaßnahmen bewerteten demnach 58 Prozent als richtig, jeweils 19 Prozent hielten sie für übertrieben oder zu lasch. Etwa 63 Prozent der Befragten glaubten, dass es wegen der Impfungen nicht wieder zu so großen Belastungen der Krankenhäuser kommen werde.

09:19 Uhr | Umfrage: Weniger Menschen im Homeoffice

Der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice ist einer Umfrage zufolge im August den dritten Monat in Folge gesunken. Wie das Ifo-Institut heute mitteilte, arbeiteten noch 23,8 Prozent der Befragten zumindest teilweise zu Hause. Im Juli seien es 25,5, im Juni 28,4 und im Mai noch 31 Prozent gewesen. Ifo-Experte Oliver Falck sagte, der zuletzt weniger starke Rückgang deute darauf hin, dass die Quote sich auf einem Niveau höher als vor Corona stabilisieren dürfte.

08:57 Uhr | Veranstalter wollen 2G-Regel überall

Der Präsident des Bundesverbands der Konzert- und Veranstaltungswirtschaft, Jens Michow, fordert für seine Branche bundesweit einheitliche Regeln: "Wir hoffen, dass das Hamburger 2G-Modell eine Blaupause für alle anderen Bundesländer ist", sagte Michow der dpa. Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln für Veranstaltungen machten wirtschaftlich keinen Sinn. Mit der 2G-Regel, die ab Samstag in Hamburg möglich ist, können Veranstalter entscheiden, ob sie nur noch geimpfte und genesene Personen einlassen, weitgehend befreit von weiteren Einschränkungen.

Eine 2G-Strategie für sein Bundesland wünscht sich auch der Intendant des Schleswig-Holstein-Musik-Festivals, Christian Kuhnt. In geschlossenen Räumen könnten die Abstandsregeln entfallen und damit wieder mehr Menschen zu Konzerten. Würde das 3G-Modell genutzt, könnten auch negative getestete und somit auch nicht geimpfte Menschen in Restaurants und Konzerte.

08:16 Uhr | Thüringen: Impfquote unter Lehrkräften unklar

In Thüringen müssen Lehrkräfte dem Land bislang nicht offenlegen, ob sie gegen das Covid-19 geimpft sind. Es gebe keine Pflicht dazu, teilte das Bildungsministerium in Erfurt mit. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass unklar ist, wie hoch der Anteil der geimpften Lehrer an Thüringer Schulen ist. Eine "statistisch saubere Erfassung" ist laut Ministerium derzeit nicht möglich. Man gehe aber "von einer insgesamt sehr hohen Impfquote im Lehrpersonal aus".

07:33 Uhr | Lambrecht: 2G-Regel bundesweit möglich

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sieht keine rechtlichen Hürden für das in Hamburg eingeführte sogenannte 2G-Modell auf bundesweiter Ebene. In Hamburg ist es etwa Gastwirten ab Samstag möglich, nur geimpfte und genesene Gäste einzulassen, dafür aber alle Plätze zu belegen. Sie halte das für nicht problematisch, sagte die SPD-Politikerin im ZDF zu Kritik, dass Rechte von nur getesteten Menschen so eingeschränkt würden. Es würden auch Grundrechte von Gastwirten eingeschränkt, sagte Lambrecht.

07:00 Uhr | Vor allem junge Erwachsene betroffen

Die vierte Welle der Coronavirus-Pandemie nimmt nach Angaben des Robert Koch-Instituts jetzt vor allem durch Ansteckungen unter jungen Erwachsenen an Fahrt auf. Außerdem breite sie sich auch zunehmend in mittleren Altersgruppen aus, heißt es im jüngsten RKI-Wochenbericht. In die Krankenhäuser kommen demnach in der Regel vor allem nicht geimpfte Leute. Die Sieben-Tage-Inzidenz bei 15- bis 34-Jährigen war demnach mit 115 pro 100.000 Einwohner zuletzt fast doppelt so hoch wie der bundesweite Vergleichswert 66 für die Gesamtbevölkerung. Dabei gibt es laut RKI große regionale Unterschiede: Die Werte schwankten am Donnerstag zwischen 122 in Nordrhein-Westfalen und 15,5 in Sachsen-Anhalt.

Mit Stand heute gibt das RKI die bundesweite Inzidenz mit 70,3 an. Aus Daten des Risklayer-Projekts ergibt sich ein Wert von 72, unter anderem aus 12.053 gestern von Gesundheitsämtern gemeldeten neuen Fällen. Die Inzidenzen in Mitteldeutschland lagen damit in Sachsen bei 21, in Sachsen-Anhalt bei 16 und bei 18 in Thüringen.

06:30 Uhr | Werner zufrieden mit Sonder-Impfaktionen

Gesundheitsministerin Heike Werner ist zufrieden mit dem Verlauf der Sonder-Impfaktionen in Thüringen. Die Linke-Politikerin sagte MDR AKTUELL, man habe es damit geschafft, die Impfzahlen pro Woche zu stabilisieren. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung wurden zuletzt in Thüringen in einem Monat mehr als 20.000 Sonderimpfungen durchgeführt, bei Sportveranstaltungen, Konzerten oder in Einkaufsparks. Kritik daran kommt aus dem Saale-Orla-Kreis. Amtsarzt Torsten Bossert sagte MDR AKTUELL, das einzig richtige Verfahren seien Impfungen bei Hausärzten, die ihre Patienten am besten kennen. Allerdings führen in Thüringen nur noch rund 380 Hausärzte Covid-19-Impfungen durch.

06:15 Uhr | Keine Listen mit Impfskeptikern in Sachsen

Eine Beratungsfirma in Leipzig hat Gerüchte zurückgewiesen, wonach sie für das Sozialministerium Listen mit Impfskeptikern zusammengestellt haben soll. Geschäftsführer Uwe Hitschfeld sagte MDR AKTUELL, es gebe solche Listen nicht. Sein Büro für strategische Beratung habe das Ministerium lediglich dabei beraten, im Erzgebirge die Zielgruppen einer Werbekampagne für Impfungen zu ermitteln. Es gehe nicht um konkrete Personen. Das Gerücht wird von der rechtsextremen Gruppe "Freie Sachsen" verbreitet. Deren Anhänger hatten angekündigt, Ministerin Petra Köpping zur Rede zu stellen, weshalb die SPD eine am Mittwoch mit ihr in Limbach-Oberfrohna geplante Wahlkampfveranstaltung absagte.

06:10 Uhr | Studie zu Langzeitfolgen

Rund die Hälfte der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern leidet auch ein Jahr später noch an den Folgen der Erkrankung. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die in der Fachzeitschrift "The Lancet" erschienen ist. Die Forscher nutzten dafür die Krankenakten von fast 1.300 Patienten in der chinesischen Stadt Wuhan. Daraus geht unter anderem hervor, dass einer von drei Patienten auch nach einem Jahr noch kurzatmig war. Bei Patienten, die auf Intensivstationen gewesen seien, sei der Anteil noch höher. Die Gesundheitssysteme müssten sich darauf einstellen, Covid-19-Patienten langfristige Unterstützung anzubieten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 27. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Lauf des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 27. August 2021 | 06:00 Uhr

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