Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Neuer Impfrekord in Deutschland

Mehr als 1,3 Millionen Menschen sind am Mittwoch in Deutschland gegen Covid-19 geimpft worden – so viele wie noch nie an einem Tag. Die Infektionszahlen sinken, in vielen Kreisen und Städten könnte demnächst die Notbremse gelockert werden – so wie heute in Leipzig. Großbritannien will die Ausbreitung der indischen Virusvariante stoppen. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

In einer Hausarztpraxis impft Hausärztin Mandy Gottschall (r) die Patientin Hannelore Plötz mit dem Impfstoff von Biontech
Mehr als 1,7 Millionen Menschen in Deutschland sind am Mittwoch und Donnerstag gegen Covid-19 geimpft worden. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Freitag, 14. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:15 Uhr | "Querdenken"-Demonstrationen in Dresden bleibt verboten

Die für Sonnabend in Dresden angemeldeten "Querdenken"-Demonstrationen bleiben verboten. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht hat das Verbot durch die Stadt bestätigt. Damit blieb die Beschwerde gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichts Dresden erfolglos. Beide Gerichte waren der der Argumentation der Stadt gefolgt. Danach gehen von den drei angemeldeten Versammlungen mit insgesamt 5.000 Menschen nicht vertretbare Corona-Gefahren für Teilnehmer, Polizisten und Passanten aus. Diese seien nur durch ein Verbot zu vermeiden. Trotz des Verbotes hat sich die Polizei darauf eingestellt, dass Kritiker der Corona-Schutzmaßnahmen dennoch in die Innenstadt kommen. Es wird mit erheblichen Verkehrseinschränkungen gerechnet.

21:08 Uhr | Tschechien erkennt deutsche Corona-Impfnachweise an

Tschechien erkennt ab Sonnabend Impfnachweise aus Deutschland und anderen Nachbarländern bei der Einreise an. Das teilte der stellvertretende Ministerpräsident Karel Havlíček mit. Er sagte, wer die erste Impfung nachweisen könne, dürfe nach Tschechien ohne Testpflicht und ohne Quarantäne einreisen. Voraussetzung sei, dass die erste Impfung mindestens 22 Tage zurückliege. Von der Regelung profitieren unter anderem Deutsche mit Wohnsitz in Tschechien und Geschäftsreisende.

Reisen ohne triftigen Grund sind nach derzeitigem Stand weiterhin nicht erlaubt. Tschechien ermöglicht nur den kleinen Grenzverkehr zum Beispiel zum Einkaufen, wenn der Aufenthalt nicht länger als 12 Stunden dauert. Dabei entfällt die Quarantäne- und Testpflicht ohnehin, auch für Ungeimpfte.

19:27 Uhr | Großbritannien wieder Corona-Risikogebiet

Großbritannien ist ab Sonntag wieder Corona-Risikogebiet. Das Robert Koch-Institut nannte als Grund, dass in Großbritannien die zuerst in Indien nachgewiesene Coronavirus-Variante vorkommt. Diese Variante wird für die hohen Infektionszahlen in Indien sowie den Nachbarländern Sri Lanka und Nepal verantwortlich gemacht. Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss einen negativen Coronatest vorlegen. Ansonsten muss er in Quarantäne.

18:50 Uhr | Spahn mit Astrazeneca geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich mit dem Impfstoff von Astrazeneca impfen lassen.

Jens Spahn (l,CDU), Bundesminister für Gesundheit, wird in der Hausarztpraxis von Volker Schrage (r) mit dem Impfstoff AstraZeneca geimpft. Dieses ist seine erste Impfung gegen das Coronavirus.
Spahn wurde von seinem Hausarzt geimpft Bildrechte: dpa

Nach Angaben eines Sprechers bekam er die Impfung von seinem Hausarzt im münsterländischen Legden. Der Sprecher erklärte, für den kompletten Schutz brauche Spahn nur eine Impfung, da er bereits eine Corona-Erkrankung durchgemacht habe. Spahn warb mit der Impfung zugleich für den Impfstoff von Astrazeneca. Er sagte, alle in Deutschland zugelassenen Impfstoffe wirkten sehr gut und seien sicher.

Nach vorübergehender Skepsis ist die Nachfrage nach Corona-Schutzimpfungen mit dem Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland deutlich gestiegen. Das melden Apothekerverbände und kassenärztliche Vereinigungen aus den Ländern. Als Gründe nannte sie Aufhebung der Impfpriorisierung in mehreren Bundesländern für Astrazeneca und den kürzeren Abstand zur Zweitimpfung. Viele jüngere Menschen würden sich deshalb eine Vollimpfung besorgen, um mehr Freiheiten im Alltag und beim Reisen zu haben.

18:20 Uhr | Impftermine in Thüringen weiter gefragt

In Thüringen übersteigt die Impfnachfrage immer noch bei weitem das Angebot. Das sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums dem MDR. Allein in der vergangenen Woche seien 125.000 neue Termine für Erstimpfungen freigeschaltet und innerhalb kurzer Zeit fast vollständig gebucht worden. Wenige freie Termine gebe es nur noch im Impfzentrum Gera. Überlaufen sei vor allem das Impfzentrum für Mittelthüringen in Erfurt. Laut Gesundheitsministerium soll das vierte große Impfzentrum des Freistaats nicht mehr im Mai, sondern erst im Juni an den Start gehen. Eingerichtet wird es in Leinefelde-Worbis.

18:14 Uhr | Sachsens Kassenärzte fordern mehr Corona-Impfstoff

Die Kassenärztliche Vereinigung in Sachsen hat die bevorstehende Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung im Freistaat begrüßt. Der Vorsitzende der Vertreterversammlung, Stefan Windau, sagte MDR AKTUELL, dieser Schritt mache aber nur Sinn, wenn es genügend Impfstoff gebe. Dies sei im Moment nicht der Fall. Wenn die Politik ihre Versprechen einhalte, könnten Ärzte und Praxen die Impfungen sehr gut selbst organisieren. Möglich seien auch Sonderöffnungszeiten. Auch Gesundheitsministerin Petra Köpping betonte, die Ärzte wüssten am besten, wer von ihren Patienten zuerst geimpft werden müsse. Deshalb sollten sie ab 24. Mai selbst darüber entscheiden.

17:30 Uhr | Erfurter Geschäfte öffnen, Wechselunterricht in Suhler Schulen

In Erfurt können am Montag Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen. Kunden müssen vorher aber einen Termin buchen, einen Negativtest vorlegen und einen Mund-Nasenschutz tragen. Nach Angaben der Stadt macht das der seit fünf Werktagen unter 150 liegende Corona-Inzidenz-Wert.

In Suhl öffnen die Schulen vom kommenden Montag an wieder. Unterrichtet wird dann nach Angaben der Stadtverwaltung in festen Gruppen und im Wechselmodell. Die Kindergärten konnten bereits am Freitag wieder im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen.

16:15 Uhr | Grundschulen in Dresden und Leipzig gehen in Regelbetrieb

In Dresden können Grundschulen in der nächsten Woche wieder in den eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren. Wie das Kultusministerium mitteilte, gilt die Freigabe ab kommenden Dienstag. Der bisherige Wechselunterricht werde aufgehoben. Der eingeschränkte Regelbetrieb sieht Präsenzunterricht allerdings in festen Gruppen und Klassen mit wenigen festen Lehrern vor. Leipziger Grundschüler kehren bereits am Montag in den Präsenzunterricht zurück.

Grund für die Entscheidung sind sinkende Corona-Infektionszahlen. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag heute in Dresden bei 87,3. Für Kinderkrippen, Kindergärten und Horteinrichtungen verändert sich nichts. Diese sind bereits im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet.

15:42 Uhr | Griechenland und Italien eröffnen Urlaubssaison

Griechenland hat mit zahlreichen Corona-Lockerungen die Urlaubssaison eröffnet. Nach Angaben der Regierung wurde das Reiseverbot innerhalb des Landes aufgehoben. Zudem dürfen Restaurants, Strände und auch Museen wieder öffnen. Wer auf eine der griechischen Inseln reist, muss aber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen.

Für Italien-Urlauber aus Deutschland und anderen europäischen Ländern entfällt am Sonntag die Quarantänepflicht nach ihrer Ankunft. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, muss bei Einreisen aus der EU, dem Schengenraum sowie Großbritannien und Israel nur noch ein negativer Test vorgelegt werden. Bisher musste man fünf Tage in Quarantäne und am Ende einen zweiten Test machen.

15:20 Uhr | Theater Magdeburg spielt Pfingsten vor Publikum

Das Theater Magdeburg spielt Pfingsten vor Publikum. Wie das Theater mitteilte wird es vom 21. bis 24. Mai vier Vorstellungen im Opernhaus geben. Jeweils hundert Zuschauerinnen und Zuschauer könnten sich im Rahmen des viertägigen Modellprojekts vor Ort ein Sinfoniekonzert und drei Musiktheater-Vorstellungen anhören. Das Modellprojekt sei kurzfristig genehmigt worden.

15:00 Uhr | Köpping bittet um Verschiebung nicht dringlicher Arztbesuche

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat dazu aufgerufen, bis zu den Sommerferien nicht dringliche Besuche beim Hausarzt zu verschieben. Sie sagte, damit solle eine schnellere Verabreichung der Corona-Impfstoffe durch die Hausärzte ermöglicht werden. Die Bitte gelte etwa für Routinekontrollen und die Besprechung von Laborbefunden.

Köpping versicherte, wer ärztliche Hilfe benötige, bekomme sie natürlich weiter ohne Abstriche. Ihren Angaben zufolge sollen die niedergelassenen Ärzte in Sachsen ab 24. Mai selbst entscheiden, wen sie zuerst mit Impfstoff versorgen. Ab diesem Termin gilt in Sachsen für die Praxen die Impfreihenfolge nicht mehr. Köpping bat weiter um Geduld und Solidarität, auch wenn der Wunsch nach einer schnellen Impfung sehr groß sei.

13:48 Uhr | Mehr Rückenschmerzen durch Homeoffice

Der Trend zum Homeoffice hat die Zahl der Fehltage wegen Rückenschmerzen steigen lassen. Die AOK Rheinland/Hamburg registrierte im vergangenen Jahr durchschnittlich 2,5 Fehltage wegen Rückenproblemen. Das sei ein Plus um knapp 17 Prozent im Vergleich zu 2019. Männer waren häufiger betroffen. Jeder fünfte Mann war im Jahr 2020 mindestens einmal mit "Rücken" krankgeschrieben, bei den Arbeitnehmerinnen waren es 13 Prozent.

Die Experten für betriebliche Gesundheitsförderung machen Bewegungsmangel und eine fehlende ergonomische Ausstattung am Homeoffice-Arbeitsplatz für die Rekordwerte in 2020 verantwortlich.

13:05 Uhr | Urlaub in Deutschland kann geplant werden

Die bundesweite Inzidenz ist unter die Marke von 100 gesunken. Auch in Mitteldeutschland können erste Kommunen die Notbremsregeln lockern. Welche Erleichterungen damit verbunden sind und was das für die Urlaubsplanung bedeutet, haben wir im Video zusammengefasst.

12:46 Uhr | Spahn – Schwerpunkt sind jetzt Zweitimpfungen

Beim Impfprogramm in Deutschland soll bis Ende Mai der Schwerpunkt bei Zweitimpfungen liegen. Gesundheitsminister Jens Spahn zufolge ist das nötig, um bei vielen Menschen den vollen Impfschutz zu erreichen. Ab Juni sollten dann wieder Erstimpfungen in den Vordergrund rücken. Komplett Geimpfte sind wie auch Genesene negativ Getesteten gleichgestellt.

12:05 Uhr | Briten wollen indische Virusvariante stoppen

Die britische Regierung will die Ausbreitung der indischen Corona-Variante mit Massentests in den Hotspots verhindern. Demnach sollen im Nordwesten von England sowie in London mobile Teams gezielt Tests anbieten. Proben sollten gensequenziert werden, um die Virusvariante zu lokalisieren. Auch eine Ausweitung der Impfungen auf jüngere Altersgruppen wird geprüft. Offiziellen Angaben zufolge hat sich die Fallzahl bei der indischen Variante in Großbritannien binnen einer Woche auf 1.300 verdoppelt. Noch ist unklar, ob die indische Variante schwerere Erkrankungen hervorruft und ob die aktuellen Impfstoffe effektiv schützen.

11:18 Uhr | Erneuter Impfrekord in Deutschland

Laut Robert Koch-Institut sind am Mittwoch 1,353 Millionen Impfdosen verabreicht worden und damit noch einmal gut 220.000 Dosen mehr als am bisherigen Spitzentag, dem 5. Mai. An Christi Himmelfahrt waren es dann weitere 400.000 Impfungen. Nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn wurden damit an beiden Tagen zusammen zwei Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft. Die bundesweite Impfrate stieg auf 35,9 Erstimpfungen je 100 Einwohner. Vollständig immunisiert sind 10,6 Prozent der Bevölkerung.

10:30 Uhr | Verband: Kino-Öffnungen unwirtschaftlich

Die durch Lockerungen der Corona-Notbremse mögliche Öffnung von Kinos lohnt sich nach Ansicht des Branchenverbands HDF meist nicht. Die Vorstandsvorsitzende des Hauptverbands Deutscher Filmtheater, Christine Berg, sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Die Auflagen sind immer noch so schlecht für uns, dass eine wirtschaftliche Öffnung überhaupt nicht möglich ist." Sie beklagt vor allem die Maskenpflicht am Platz. Damit könnten keine Getränke und Knabbereien verkauft werden.

09:25 Uhr | USA melden 40.000 Neuinfektionen trotz hoher Impfrate

Die US-Gesundheitsbehörden haben binnen eines Tages mindestens 39.673 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus registriert. Nach offiziellen Daten haben sich damit etwa 33 Millionen Menschen in den USA nachweislich angesteckt. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um mindestens 785 auf 586.244. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei etwa 75. Knapp die Hälfte der Bevölkerung hat mindestens eine Impfdosis gegen Covid-19 erhalten, mehr als ein Drittel ist komplett geimpft.

08:40 Uhr | Diakonie fordert Nothilfe für Prostituierte

Angesichts des pandemiebedingten Arbeitsverbots verlangt die Diakonie schnelle staatliche Hilfe für die Prostituierten. Vorstandsmitglied Maria Loheide sagte der "Augsburger Allgemeinen", ein Großteil der betroffenen Frauen sei völlig mittellos, sie arbeiteten im Verborgenen weiter und müssten sich dabei auf vieles einlassen. Die Diakonie forderte einen Zugang für Prostituierte zur Sozialhilfe und gesetzlichen Krankenversicherung. In Deutschland arbeiten offiziell 40.000 registrierte Prostituierte, Schätzungen gehen von tatsächlich 400.000 aus. Bordelle, Stundenhotels und Terminwohnungen sind wegen der Corona-Krise seit Monaten geschlossen.

08:12 Uhr | Flughafen Frankfurt meldet im April eine Million Passagiere

Die Zahl der Passagiere am Frankfurter Flughafen ist im April auf knapp eine Million angewachsen. Das ist mehr als das Fünffache im Vergleich zum April 2020, als im Lockdown kaum noch Passagiermaschinen flogen. Im Vergleich zu April 2019 lag das Verkehrsaufkommen am größten deutschen Airport hingegen um mehr als 80 Prozent zurück. Im Frachtgeschäft verzeichnete der Betreiber Fraport einen neuen April-Höchstwert. Es wurden mehr als 200.000 Tonnen Waren und Postgut umgeschlagen.

07:35 Uhr | Viele Kommunen vor Lockerung der Notbremse

Immer Städte und Landkreise steuern auf eine Inzidenz unter 100 zu. Aktuell liegen laut dem Risklayer-Datenprojekt acht und laut Robert Koch-Institut zwölf Kommunen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter diesem Grenzwert. Nach fünf Werktagen in Folge unterhalb der Marke 100 darf die Bundes-Notbremse gelockert werden – in Mitteldeutschland durften das bislang Magdeburg und ab heute Leipzig. Deutschlandweit liegt die Inzidenz im Schnitt um die 100. Die höchsten Werte verzeichnen nach Risklayer-Zahlen weiter Thüringen (164) und Sachsen (157).

07:02 Uhr | Pleitewelle kleiner Firmen erwartet

Nach dem Ende der Corona-Ausnahmeregeln für Firmen in Schieflage erwartet das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) einem Anstieg von Pleiten vor allem kleinerer Unternehmen. Gefährdet in den kommenden Monaten seien insbesondere Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten sowie Selbstständige und Freiberufler, heißt es in der Untersuchung. Als Hauptgründe für die erwartete Pleitewelle werden fehlende Bargeldreserven und geringe Sicherheiten für neue Kreditlinien genannt. Aufgrund der ausgesetzten Insolvenzsantragspflicht war die Zahl der Firmenpleiten im Corona-Krisenjahr auf ein Rekordtief gesunken. 

06:45 Uhr | Impfdrängler werden immer aggressiver

Auch in Mitteldeutschland fordern immer mehr Menschen ihre Corona-Impfung aggressiv ein. Der Sprecher des DRK in Sachsen, Kai Kranich, sagte MDR AKTUELL, es gebe richtige Drohungen, Beleidigungen und persönliche Angriffe. Manche Menschen kämen einfach ohne Termin ins Impfzentrum und drängten auf eine sofortige Impfung. Auch Ärzte spüren den Trend. Der sächsische Hausärzteverband und die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalts berichteten von zunehmendem Druck in den Praxen. Die Thüringer Kassenärzte sehen dagegen kaum Probleme.

06:35 Uhr | Leipzig lockert die Notbremse

Als erste sächsische Großstadt lockert Leipzig heute die Corona-Einschränkungen. Aufgrund einer stabilen Inzidenz unter 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen entfallen unter anderem die nächtliche Ausgangssperre und die generelle Maskenpflicht in Fußgängerzonen. So dürfen etwa Restaurants ihre Außenbereiche und Biergärten öffnen – mit Reservierung und Negativtest oder Impfnachweis. Der sächsische Hotel- und Gaststättenverband sieht darin noch nicht den Durchbruch für die Branche. Wirtschaftlich werde sich das kaum lohnen.

06:20 Uhr | Japan weitet Infektionsschutz aus

Wegen steigender Infektionszahlen weitet Japan den Corona-Notstand weniger als drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen nochmals aus. In den Präfekturen Hokkaido, Okyama und Hiroshima gelten bis Ende Mai strengere Restriktionen. Die Regierung hatte erst kürzlich den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio verlängert. Ein Lockdown ist der Notstand in Japan aber nicht: Restaurants sollen schon um 20 Uhr schließen. Bürger sind aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Unternehmen sollen Heimarbeit ermöglichen. Die Öffnungszeiten für Kaufhäuser und Kinos werden eingeschränkt, bei Sport- und Kulturveranstaltungen sind höchstens 5.000 Zuschauer erlaubt. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt landesweit bei etwa 34.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 14. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 13. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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