Coronavirus-Pandemie Ticker vom Freitag: Griechische Inseln sind neues Hochrisikogebiet

Die Bundesregierung hat Kreta und andere griechische Inseln zu Hochrisikogebieten hochgestuft. Trotz einer strikten Lockdown-Politik breitet sich die Delta-Variante in Australien aus. Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts am Beginn einer vierten Corona-Infektionswelle. Risikopatienten sollen ab sofort Auffrischungsimpfungen bekommen. Die aktuelle Entwicklung der Coronavirus-Pandemie auch heute hier im Ticker.

Kreta
Wer ab Dienstag aus dem Sommerurlaub von Kreta nach Deutschland zurückkehrt, muss strengere Einreiseregeln beachten. Bildrechte: imago images/NurPhoto

Unser Ticker am Freitag, 20. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:48 Uhr | Spanien stuft ganz Deutschland als Risikogebiet ein

Nach Norwegen und Tschechien hat auch Spanien angesichts der steigenden Corona-Neuinfektionen strengere Regeln für Deutschland erlassen. Das Land stuft nach offiziellen Angaben die gesamte Bundesrepublik als Risikogebiet ein. Ab Montag um Mitternacht müssen Reisende aus Deutschland einen Test, eine Impfung oder eine Genesung nachweisen. Bislang galt die Regel nur für fünf Bundesländer.

21:34 Uhr | Norwegen schickt Nichtgeimpfte aus Deutschland in Quarantäne

Norwegen schickt Ungeimpfte aus Deutschland bei der Einreise künftig in Quarantäne. Wie die Regierung in Oslo mitteilte, wird außerdem von Montag an vor und nach der Einreise ein Corona-Test verlangt. Wer eine Infektion überstanden hat oder geimpft ist, muss nicht in Quarantäne. Hintergrund ist, dass die EU-Gesundheitsbehörde die Bundesrepublik seit kurzem nicht mehr als grünes, sondern als orangefarbenes Gebiet einstuft.

21:26 Uhr | Griechenland nahezu verzehnfacht Tourismus-Einnahmen im Juni

Nach dem Abflauen der dritten Corona-Welle hat Griechenland seine Tourismus-Einnahmen nahezu verzehnfacht. Wie aus Daten der Notenbank hervorgeht, summierten sie sich im Juni auf 791 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor waren es lediglich 83 Millionen Euro gewesen, weil damals der Tourismus weltweit wegen der ersten Corona-Welle besonders stark eingeschränkt war.

Allerdings dürften der Zentralbank zufolge noch zwei bis drei Jahre vergehen, bis das Vorkrisenniveau wieder erreicht wird. Bisherige Prognosen gehen davon aus, dass die Tourismuseinnahmen in diesem Jahr nur etwa 40 Prozent davon erreichen werden. Ursache dafür sind auch die extremen Hitzewellen und die zerstörerischen Waldbrände.

21:24 Uhr | Astrazeneca: Guter Schutz vor Covid-19 durch Antikörper-Mittel

Der Pharmakonzern Astrazeneca hat nach eigenen Angaben ein vielversprechendes Medikament gegen Covid-19 gefunden. Wie der Konzern mitteilte, konnte das Antikörper-Medikament das Risiko einer Corona-Erkrankung um 77 Prozent senken. Voraussetzung sei, dass die Probanden vorher keiner Infektion ausgesetzt gewesen seien. Die Entwickler hoffen, dass das Medikament präventiv bei Menschen eingesetzt werden kann, die nur schlecht auf Impfstoffe ansprechen oder sie gar nicht vertragen. Das Mittel wird den Angaben zufolge in den Muskel gespritzt. Die Schutzwirkung solle bis zu zwölf Monate anhalten und auch gegen die Delta-Variante funktionieren. An der Studie nahmen gut 5.200 erwachsene Probanden in Europa und den USA teil.

21:15 Uhr | Belgien und Portugal lockern Corona-Beschränkungen

Belgien lockert die Corona-Beschränkungen für Restaurants und Cafes. Ministerpräsident Alexander De Croo teilte mit, Gaststätten und Kaffeehäuser könnten ab 1. September wieder zu ihren früheren Öffnungszeiten zurückkehren. Die Zahl der Gäste an einem Tisch wird nicht mehr begrenzt. Masken müssten allerdings weiter getragen werden. Weitere Bescrhänkungen fallen für private Feiern und kulturelle Veranstaltungen weg. Ausgenommen davon ist die Hauptstadt Brüssel.

Portugal will eine Reihe von Lockerungen, die für September geplant waren, auf nächste Woche vorziehen. Eine Regierungssprecherin in Lissabon sagte, "Portugal ist eines der Länder mit der höchsten Impfrate weltweit". Da 70 Prozent der Bevölkerung komplett geimpft seien, könne nun schneller zur Normalität zurückgekehrt werden, als ursprünglich vorgesehen. Ab Montag sind in Restaurants und Bars nun Gruppen von bis zu acht Menschen im Inneren und 15 Menschen in der Außengastronomie erlaubt. Am Wochenende sowie zum Einchecken in Hotels ist jedoch weiterhin ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis nötig.

21:13 Uhr | Tschechien stellt Deutschland auf Corona-Ampel auf Orange

Tschechien stuft Deutschland aufgrund steigender Infektionszahlen auf seiner Corona-Ampel künftig als orange ein. Wie das Gesundheitsministerium in Prag bekanntgab, gilt die Änderung gilt von Montag an, hat aber praktisch keine Auswirkungen. Wer einreisen will, muss wie bisher bei grüner Ampel einen negativen Corona-Test vorweisen oder mindestens 14 Tage vollständig geimpft sein. Zudem ist ein Online-Meldeformular auszufüllen. Für den kleinen Grenzverkehr zum Beispiel zum Einkaufen gilt eine Ausnahme. In Tschechien selbst bleibt die Zahl der Corona-Neuinfektionen auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Zuletzt lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei zwölf.

20:59 Uhr | Sachsen-Anhalt nutzt Luca-App kaum

Seit Ende März kann in Sachsen-Anhalt die Luca-App genutzt werden. Sie soll Gesundheitsämtern helfen, Kontakte nachzuverfolgen. Das Land hat dafür fast eine Million Euro ausgegeben. Bis heute haben die Gesundheitsämter die Luca-App nur zwei Mal genutzt. MDR SACHSEN-ANHALT hat alle Landkreise befragt. Mehr im ausführlichen Artikel:

19:42 Uhr | Sachsen: Impfzentren schließen im September

Die Tage von Sachsens Impfzentren sind gezählt: Wie das Sozialministerium in Dresden mitteilte, schließen alle 13 Einrichtungen im September. Das sächsische Regierungskabinett hatte dies im Juni beschlossen. Allerdings gibt es bei den Schließungen kein einheitliches End-Datum, weil die Räumlichkeiten laut Ministerium unterschiedlich lange zur Verfügung stehen. So ist beispielsweise in Riesa schon am 12. und in Kamenz am 15. September Schluss, während in Leipzig und Mittweida noch bis 30. September geöffnet ist. Dort wo die Zentren vor Ende des Monats schließen, soll es sogenannte Ausgleichs-Impfangebote geben.

18:26 Uhr | Steinmeier bedankt sich bei Engagierten in Corona-Krise

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier spricht im Park von Schloss Bellevue beim Dankesfest.
Zu dem Dankesfest hatte der Bundespräsident etwa 600 engagierte Bürgerinnen und Bürger eingeladen. Bildrechte: dpa

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die Menschen in Deutschland appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Bei einem Fest für engagierte Bürger in Berlin sagte Steinmeier, nur wenn die Impfkurve spürbar steige, könne man die Pandemie dauerhaft überwinden. Steinmeier richtete im Park von Schloss Bellevue ein Dankesfest aus. Eingeladen waren Menschen, die sich in der Corona-Pandemie besonders engagiert haben. Dazu zählten unter anderem Pflegekräfte, Ärztinnen, Forscher, Lehrer, Friseure, Hebammen, Müllwerker und Einzelhändler.

16:58 Uhr | Nach Corona-Impfung: 24 Fälle von Herzmuskelentzündung bei Kindern und Jugendlichen

Bis Ende Juli sind bei Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren in Deutschland sind nach einer Corona-Impfung 24 Fälle von Herzmuskelentzündung (Myokarditis) festgestellt worden. Wie das für die Sicherheit von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) mitteilte, sind 22 männliche und zwei weibliche Jugendliche betroffen. Sie hätten den Biontech-Wirkstoff erhalten. Im Sicherheitsbericht des Instituts heißt es, die Fälle seien häufiger nach der zweiten Impfung beobachtet worden. Es gebe keine Meldung über einen Todesfall.

Die Daten wiesen darauf hin, dass mehr Fälle berichtet wurden als statistisch zufällig zu erwarten seien. Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der mRNA-Impfstoffe wie dem von Biontech/Pfizer bewertet das PEI unter anderem wegen der Seltenheit der Berichte dennoch weiter positiv. Die 24 Fälle von Herzmuskelentzündung waren dem Bericht zufolge die häufigste schwerwiegende gemeldete Nebenwirkung. Bei sieben weiblichen Jugendlichen sei eine anaphylaktische Reaktion aufgetreten, zudem seien sechs Krampfanfälle gemeldet worden. Insgesamt seien Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 in dem Zeitraum mehr als 1,3 Millionen Impfdosen gespritzt worden.

15:49 Uhr | Griechische Urlaubsinseln werden Corona-Hochrisikogebiete

Wegen steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Kreta und weitere griechische Urlaubsinseln in der südlichen Ägäis als Hochrisikogebiete ein. Wie das Robert Koch-Institut mitteilte, wird die neue Einstufung ab Dienstag um Mitternacht gültig. Neue Hochrisikogebiete sind den Angaben zufolge auch Brasilien, Dominica, die Regionen Border und West in Irland sowie der Kosovo und Nordmazedonien. Deren Neueinstufung gilt bereits ab Sonntag.

Übersicht Einreiseverordnung ab 1. August 2021
Bildrechte: Bundesregierung

Wer nicht geimpft und nicht genesen ist und aus einem Hochrisikogebiet nach Deutschland einreist, muss sich in eine zehn Tage andauernde Quarantäne begeben, aus der er sich frühestens nach fünf Tagen freitesten kann. Wird ein Genesenen- oder Impfnachweis bereits vor Einreise übermittelt, so ist keine Quarantäne erforderlich.

Ab Sonntag stehen auch die Kanarischen Inseln und mehrere Gebiete in Spanien, unter anderem Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona nicht mehr auf der Liste der Hochrisikogebiete.

15:03 Uhr | Sachsen startet Programm für Kinder- und Jugendhilfe

Sachsen will der Kinder- und Jugendhilfe in Zeiten der Corona-Pandemie einen Schub geben. Wie das Sozialministerium mitteilte, hat die Pandemie junge Leute in besonderem Maße eingeschränkt. Deshalb müssten Angebote der Kinder- und Jugendhilfe wieder aktiviert, erhalten und weiterentwickelt werden. Das Programm sieht unter anderem vor, Strukturen im Ehrenamt zu stärken, Fachkräfte für die Jugendarbeit zu gewinnen und die Digitalisierung in diesem Bereich voranzutreiben. Dafür sollen die Mittel im kommenden Jahr von 14,2 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro erhöht werden.

Dem Ministerium zufolge führt die Evangelische Hochschule in Dresden derzeit eine Untersuchung zu Konfliktsituationen und Belastungsfaktoren in sächsischen Familien in der Corona-Krise durch. Eine Servicestelle Gewaltprävention sowie eine Landesfachstelle zur Prävention von sexualisierter Gewalt befänden sich im Aufbau.

13:02 Uhr | Spahn: Lage auf Intensivstationen verschärft sich

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warnt vor den Auswirkungen der vierten Corona-Welle auf das Gesundheitssystem. Die Lage verschärfe sich gerade wieder. "Auf den Intensivstationen gehen die Covid-19-Zahlen erneut hoch. Dort liegen zu 90 Prozent Nichtgeimpfte", sagte Spahn dem "Mannheimer Morgen".

Spahn schloss dennoch einen pauschalen weiteren Lockdown aus. "Drei von vier Erwachsenen in Deutschland haben sich für eine Impfung entschieden. Für sie wird es keine zusätzlichen Kontakt- und Ausgangssperren geben", sagte er. Das sei geltende Rechtslage. "Die große Mehrheit hat sich in die Freiheit zurückgeimpft."

10:30 Uhr | Lockdown in Down Under verlängert

Der Lockdown im Großraum Sydney wird wegen steigender Infektionszahlen bis Ende September verlängert. Das kündigte die Regionalregierung an. Die australische Stadt Sydney und große Teile des Bundesstaates New South Wales befinden sich bereits seit Ende Juni im Lockdown.

Die Regionalregierung kündigte auch weitere Maßnahmen an: Von Montag an sollen die Menschen eine Maske tragen, sobald sie ihr Haus verlassen. In besonders betroffenen Regionen werde Sport im Freien auf eine Stunde am Tag begrenzt. Darüber hinaus werde eine Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr gelten.

Passanten gehen über eine fast menschenleere Straße im Geschäfts- und Einkaufsviertel von Sydney
Das Einkaufsviertel in Sydney ist fast menschenleer. Bildrechte: dpa

10:14 Uhr | Lauterbach erwartet mehr Infektionen bei Geimpften

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach rechnet mit einer Zunahme von Infektionen bei geimpften Personen in den kommenden Wochen. "Durchbruchinfektionen ereignen sich bei Personen, deren Corona-Impfung länger als sechs Monate zurückliegt", sagte er der "Funke Mediengruppe". "Wir werden also vermutlich bald mehr Fälle sehen, sobald die Impfung bei etlichen Geimpften in Deutschland mehr als ein halbes Jahr zurückliegt." In der Regel sei die Erkrankung aber bei den Durchbrüchen nicht so gefährlich wie bei Ungeimpften. Allerdings zeigten Studien, das bei 19 Prozent der Betroffenen Long-Covid-Probleme aufträten. Lauterbach lobte die Pläne für Auffrischungsimpfungen. Neue Studien gingen davon aus, dass die Wirkung der Impfstoffe wesentlich verlängert werde durch eine dritte Injektion. Der Schutz könnte dann deutlich länger als ein halbes Jahr halten.

09:56 Uhr | Schlechte Geschäfte im sächsischen Gastgewerbe

Die Pandemie vermiest Hotels und Pensionen in Sachsen weiter das Geschäft. Im Juni buchten zwar 348.000 Gäste insgesamt 1,02 Millionen Übernachtungen, teilte das Statistische Landesamt in Kamenz am Freitag mit. Dies seien aber 20 Prozent weniger Gäste und 15 Prozent weniger Übernachtungen als im Vorjahresmonat, der auch stark von der Pandemie beinflusst war. Gegenüber Juni 2019 kamen sogar 58 Prozent weniger Gäste.

09:41 Uhr | Israel startet dritte Impfung bei Personen ab 40 Jahren

Angesichts zahlreicher Neuinfektionen impft Israel ab sofort auch Menschen ab 40 Jahren mit einer dritten Dosis. Mehrere Expertenteams hätten die Empfehlung für die Ausweitung der Impfkampagne gegeben, teilte das Gesundheitsministerium am späten Donnerstagabend mit.

Nach Angaben des Ministeriums sind mittlerweile knapp 1,3 Millionen Menschen dreimal geimpft worden. Hintergrund der Entscheidung für eine dritte Impfung sei, dass die Effektivität der Immunisierung seit Anfang Juni stark nachgelassen habe. Gleichzeitig verbreitete sich die Delta-Variante, die als besonders ansteckend gilt.

Fast 63 Prozent der rund 9,4 Millionen Israelis sind vollständig geimpft. In Deutschland sind es gut 58 Prozent.

08:03 Uhr | Große Unterschiede bei Impfquoten in Landkreisen in Sachsen-Anhalt

Die Impfquoten in den einzelnen Landkreisen in Sachsen-Anhalt liegen zum Teil deutlich auseinander. Das zeigen aktuelle Zahlen des Sozialministeriums, die MDR SACHSEN-ANHALT ausgewertet hat. Demnach ist Dessau-Roßlau Spitzenreiter bei den Zweitimpfungen mit 63 Prozent, gefolgt von Halle und dem Landkreis Harz mit jeweils 59 Prozent. Im Salzlandkreis, Schlusslicht in dieser Statistik, haben hingegen nur 48 Prozent der Menschen einen vollständigen Impfschutz.

Die Landesregierung hat keine Erklärung für die Unterschiede. Strukturelle Gründe, wie zum Beispiel größere Entfernungen zu Arztpraxen, seien offenbar nicht entscheidend.

07:52 Uhr | Scholz gegen erneuten Lockdown

Bundesfinanzminister Olaf Scholz spricht sich trotz steigender Corona-Zahlen gegen einen weiteren Lockdown aus. "Aus meiner Sicht darf es keinen neuen Lockdown geben. Der wäre angesichts der Impfquote schwer begründbar", sagte der SPD-Kanzlerkandidat der "Rheinischen Post". Scholz erklärte: "Wer sich schützen will, kann sich impfen lassen. Wer auf diesen Schutz verzichtet, kann nicht erwarten, dass die gesamte Gesellschaft noch einmal solch einschneidende Maßnahmen mitträgt."

06:43 Uhr | RKI: 4. Welle hat begonnen

Deutschland befindet sich nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) am Beginn der vierten Corona-Welle. Im jüngsten RKI-Wochenbericht heißt es, der Anteil der positiven Proben bei den PCR-Tests habe sich binnen einer Woche von vier auf sechs Prozent erhöht. Die Fallzahlen nähmen bereits seit Anfang Juli wieder zu und stiegen damit wesentlich früher und schneller als im vergangenen Jahr. Von den Infektionen seien vor allem jüngere Altersgruppen betroffen. Die Gesundheitsämter haben binnen eines Tages rund 9.300 neue Infektionen und 13 weitere Todesfälle gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf knapp 49. Die Werte für Mitteldeutschland liegen jedoch weit darunter. Auf den Intensivstationen der drei Bundesländer liegen 34 Covid-Patienten. Vor einer Woche waren es 29.

In der Grafik unterhalb sehen Sie die aktuellen Zahlen des Projekts Risklayer aus Karlsruhe. Das Team dort erhebt die Zahlen direkt bei Städten und Landkreisen. So ergibt sich ein Unterschied zu den Zahlen des RKI.

06:34 Uhr | GEW Sachsen-Anhalt kritisiert Verzögerungen bei Luftfiltern

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft wirft Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner Versäumnisse bei der Beschaffung von Luftfilteranlagen vor. Landesvorsitzende Eva Gerth sagte, der Minister habe die Beschaffung zu spät angestoßen. Bis die Anlagen in den Klassenräumen des Landes hingen, werde noch einige Zeit vergehen. Das neue Schuljahr beginne allerdings schon Anfang September.

Ein Ministeriumssprecher wies den Vorwurf der Behäbigkeit zurück. Das Landesamt für Umweltschutz habe lange Zeit die Wirksamkeit der Luftfilteranlagen in Frage gestellt. Entsprechend habe das Ministerium von der Anschaffung der Geräte zunächst Abstand genommen.

06:30 Uhr | Spahn stellt Auffrischungsimpfungen für alle in Aussicht

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwägt, allen Bürgern eine Corona-Auffrischimpfung anzubieten. Die Länder starteten jetzt schrittweise mit den sogenannten Booster-Impfungen in den Pflegeeinrichtungen und für besonders gefährdete Menschen, sagte der CDU-Politiker dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Zudem könnten sich die noch einmal impfen lassen, die bislang nur Vektorimpfstoffe bekommen hätten, wie zum Beispiel Astrazeneca. "In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten", sagte Spahn.

06:00 Uhr | Der Ticker am Freitag, 20. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Lauf des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 20. August 2021 | 06:00 Uhr

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