Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Höhere Inzidenz bei Ungeimpften als bei Geimpften in Bayern

Nachdem nun Impfungen auch für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren empfohlen werden, steigt die Nachfrage danach. Papst Franziskus hat Menschen weltweit dazu aufgerufen, sich als "Akt der Liebe" impfen zu lassen. Die Inzidenz der Neuinfektionen in Deutschland hat sich laut Robert Koch-Instituts auf über 40 "sprunghaft" erhöht. Dazu kommt ein Hinweis aus Bayern, wonach sie unter ungeimpften Leuten noch deutlich höher liegt als bei geimpften.

Klaus Holetschek
Hinweis aus München: Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) Bildrechte: imago images/Sven Simon

Unser Ticker am Mittwoch, 18. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

20:15 Uhr | Debatte über Testpflicht in Thüringer Schulen

Die rot-rot-grüne Koalition in Thüringen will Nachbesserungen der Infektionsschutz-Landesverordnung. Linke, SPD und Grüne drängen Bildungsminister Helmut Holter (Linke) zu einer Covid-19-Testpflicht für Schülerinnen und Schüler für mindestens zwei Wochen nach den Ferien. Statt der bisher ab 24. August vorgesehenen Freiwilligkeit wollen die drei Landtagsfraktionen eine Pflicht zu zunächst zwei Tests pro Woche, auch für das Personal in den Kindertagesstätten. Danach müsse die Lage "kontinuierlich neu bewertet werden".

19:19 Uhr | Kölner Karneval plant "weitgehend" normal

Nach einem Gespräch mit Vertretern der nordrhein-westfälischen Landesregierung geht das Festkomitee Kölner Karneval von einer "weitgehend" normalen Session 2022 für geimpfte, genesene und per PCR-Test getestete Menschen aus. Anders als in Düsseldorf, wo an einigen Saal-Veranstaltungen nur geimpfte Leute teilnehmen dürfen, ermögliche ein negativer PCR-Test auch allen anderen die Teilnahme an Bällen, Sitzungen und Partys in Innenräumen. Wie es in einer Mitteilung des Komitees heute weiter hieß, ließen die Vorgaben auch alle anderen typischen Karnevalsaktivitäten zu. Für Karnevalsumzüge draußen solle ein Schnelltest ausreichen.

18:30 Uhr | Zurückhaltung bei Bußgeldern

Das Land Sachsen-Anhalt will möglichst auf Bußgelder für ungeimpfte Schüler ohne Corona-Tests verzichten. "Es wäre möglich, aber das wollen wir nicht", sagte Regierungssprecher Matthias Schuppe heute. Bevor ein Bußgeld verhängt werde, würden alle möglichen anderen Maßnahmen ausgeschöpft, etwa Gespräche mit Eltern: "Wir wollen nicht bestrafen, wir wollen überzeugen." Gestern hatte die Landesregierung noch darauf hingewiesen, dass nach den Sommerferien ungeimpften und nicht vollständig genesenen Schülerinnen und Schülern, die sich nicht regelmäßig testen lassen wollen, unter Umständen ein Bußgeld drohen könne (siehe auch hier im Ticker - weiter unten).

17:56 Uhr | Mehr Kindeswohlgefährdungen in Sachsen

Die Zahl der Fälle akuter und latenter Kindeswohlgefährdung ist 2020 in Sachsen verglichen mit 2019 stark gestiegen. So gab es in beiden Kategorien insgesamt 3.146 Fälle gegenüber 2.272 im Jahr zuvor, wie das Sozialministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion mitteilte. Deren Abgeordnete Doreen Schwietzer machte den Lockdown im ersten Jahr der Coronavirus-Pandemie dafür verantwortlich: Durch dessen Ausgangssperren, durch Schulschließungen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit habe sich in vielen Familien enormes Aggressionspotenzial aufgebaut.

Erst am Montag war gemeldet worden, dass in Sachsen im vergangenen Jahr mit etwa 2.580 weniger Kinder in Pflegefamilien oder sozialen Einrichtungen untergebracht worden sind.

17:00 Uhr | Schnellere Immunantwort bei Kindern

Forschende aus Berlin und Heidelberg haben eine mögliche Erklärung gefunden, warum das Coronavirus für Kinder meist harmlos ist. Im Fachmagazin "Nature Biotechnology" schreiben sie, dass Kinder eine höhere Aktivität bestimmter Gene in den Zellen der Nasenschleimhaut aufwiesen. Ihr Frühwarnsystem funktioniere so schneller und sie bildeten dadurch zügiger einen Botenstoff, der die Bekämpfung des Virus einleite. Bei Erwachsenen hingegen werde dieses Frühwarnsystem von den Viren eher überrumpelt.

16:03 Uhr | Dresden-Marathon erneut abgesagt

Bei steigenden Zahlen an Neuinfektionen in Sachsen und leicht gestiegener Impfbereitschaft ist der für den 17. Oktober geplante Dresden-Marathon wegen der Coronavirus-Pandemie nun erneut abgesagt worden. Von den Veranstaltern hieß es: "Die aktuellen Rahmenbedingungen, die steigenden Inzidenzen und die Prognosen des Pandemie-Verlaufs im Herbst ließen uns keine andere Wahl". Die 22. Auflage war bereits im vergangenen Jahr abgesagt worden.

15:29 Uhr | Höhere Inzidenz bei ungeimpften Bayern

In Bayern sind derzeit zehnmal mehr ungeimpfte Menschen von Coronavirus-Infektionen betroffen als geimpfte. Mit Verweis auf vorliegende Zahlen vom Dienstag sagte Gesundheitsminister Klaus Holetscheck (CSU) heute: "Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei Ungeimpften in Bayern bei 58 pro 100.000 Einwohner" in sieben Tagen, aber nur bei nur 5,75 unter geimpften Bayern. Holetschek plädierte dabei erneut dafür, auch die jeweiligen Impfquoten in die Beurteilung der Pandemie-Lage in einer Region einzubeziehen.

14:44 Uhr | GEW für Augenmaß bei Bußgeldern

In Sachsen-Anhalt wirbt die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft angesichts möglicher Bußgelder für ungetestete Schülerinnen und Schüler für Augenmaß: "Ich gehe einfach davon aus, dass es auch pädagogische Lösungen geben wird", sagte GEW-Landeschefin Eva Gerth. Bußgelder würden ohnehin nicht so schnell verteilt und bei Schulschwänzern eher versucht, mit den Eltern zu reden. Wenn es wirklich Menschen gebe, die ihr Kind nicht testen oder impfen lassen wollen, müsse man sehen, wie die Schulen damit umgingen. Die Landesregierung hatte gestern erklärt, dass nach den Ferien bei Schülerinnen und Schülern, die sich nicht regelmäßig testen lassen wollen, auch Bußgelder drohten.

14:24 Uhr | Neuseeland verschärft Maßnahmen noch

Nach der Bestätigung weiterer Infektionen hat Neuseeland seine Pandemie-Maßnahmen noch verschärft. Für Menschen ab zwölf Jahren gilt nun eine Maskenpflicht, die Medienberichten zufolge von Donnerstag an unter anderem in geschlossenen Räumen wie Supermärkten und medizinischen Einrichtungen sowie öffentlichen Verkehrsmitteln gelten soll. Gestern hatte die Regierung nach dem ersten bestätigten Coronavirus-Fall im Land seit Ende Februar umgehend einen landesweiten Lockdown verhängt. Bürger dürfen nur noch unter bestimmten Bedingungen aus dem Haus, Schulen und die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben.

13:43 Uhr | Schwerin verzichtet auf Sputnik V

Mecklenburg-Vorpommern hat seine Pläne zum Ankauf des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V nach langem Zögern nun doch auf Eis gelegt. In einer Sondersitzung am Montag beschlossen die Staatssekretäre, den Vorgang "ruhend" zu stellen, damit keine weiteren Kosten entstünden. Das geht aus dem Protokoll der Beratung hervor, aus dem am Mittwoch zunächst der NDR zitierte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums flossen zur Anbahnung des Geschäfts bislang 21.500 Euro an eine Anwaltskanzlei, die im Auftrag des Landes tätig war.

Im April hatte die Landesregierung entschieden, sich angesichts des damals noch eher spärlichen Nachschubs an Impfstoffen die Option zum Kauf von einer Million Impfdosen Sputnik V zu sichern. Der russische Impfstoff ist nach wie vor nicht durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA in der EU zugelassen. Medizinern zufolge steht auch in Mecklenburg-Vorpommern inzwischen ausreichend Impfstoff der bereits zugelassenen Präparate bereit. Ein Teil musste bereits an den Bund zurückgegeben werden.

13:36 Uhr | Sachsen weiter Schlusslicht bei Zweitimpfungen

Als letztes Bundesland hat Sachsen die 50-Prozent-Marke bei den Corona-Zweitimpfungen geknackt. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts sind nun 50,1 Prozent der sächsischen Bevölkerung vollständig gegen das Virus geimpft. 53,7 Prozent sind mindestens einmal geimpft.

In Sachsen stagnierte die Impfkampagne seit Wochen, die Impfbereitschaft steigt nun aber wieder leicht an. Die letzten vier Plätze bei den Zweitimpfungen teilt sich Sachsen mit den anderen ostdeutschen Ländern Brandenburg, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Spitzenreiter sind Bremen, das Saarland und Schleswig-Holstein mit jeweils mehr als 60 Prozent.

13:34 Uhr | Formel 1 sagt Japan-Rennen wegen Corona ab

Die Formel 1 fährt wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht in Japan. Die Rennserie sagte den für Oktober geplanten WM-Lauf in Suzuka nach längeren Verhandlungen mit den Behörden ab. Zuvor hatte die japanische Regierung den Notstand für Tokio abermals verlängert und auf weitere Präfekturen ausgeweitet. Die Formel 1 kündigte an, nächste Woche den überarbeiteten Rennkalender vorzulegen. Zuvor waren schon Rennen in Kanada, Singapur und Australien abgesagt worden.

13:29 Uhr | Nach Stiko-Empfehlung: Impfaktionen für Kinder

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission für eine Corona-Impfung ab 12 Jahre sind in mehreren Bundesländern spezielle Impfaktionen geplant. So werden unter anderem mobile Impfteams an Schulen geschickt. Zudem sind Familien-Impftage in Impfzentren, Freizeiteinrichtungen oder Tierparks geplant. In Impfzentren sollen unter anderem auch spezielle Impfstraßen für Kinder und Jugendliche eingerichtet werden. Durch die aktualisierte Stiko-Empfehlung rechnen die Bundesländer mit einem Nachfrage-Schub bei den Impfungen.

11:30 Uhr | Warnung vor Impf-Betrügern

Die Verbraucherzentralen warnen vor Betrug mit falschen Impfangeboten. Bundesverbands-Vorstand Klaus Müller sagte den Funke-Medien, gerade in den sozialen Brennpunkten werde an Haustüren geklingelt, um vermeintliche Impfungen zu verkaufen. Am Ende sei das Geld weg, eine Impfung gebe es nicht. Vor allem Senioren seien betroffen. Müller forderte ein Verbot von Haustürgeschäften, um solchen Machenschaften einen Riegel vorzuschieben. Laut einer Umfrage seines Verbandes empfinden 98 Prozent der Verbraucher unangekündigte Haustürgeschäfte ohnehin als ungeeignet.

09:54 Uhr | Papst: Impfungen sind "Akt der Liebe"

Papst Franziskus hat die Impfungen gegen das Coronavirus als einen "Akt der Liebe" bezeichnet. Per Videobotschaft rief er die Menschen weltweit dazu auf, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. "Dank Gott und der Arbeit vieler haben wir jetzt Impfstoffe, um uns vor Covid-19 zu schützen." Die Impfstoffe gäben Hoffnung, die Pandemie zu beenden, jedoch nur, wenn diese allen zur Verfügung stünden und wenn alle zusammenarbeiteten. Mit zugelassenen Impfstoffen immunisiert zu sein und beizutragen, dass die Mehrheit der Menschen geimpft sei, sei "ein Akt der Liebe", sagte der 84-Jährige. Die Impfung sei ein einfacher Weg, um das Wohl aller voranzubringen und füreinander zu sorgen.

Papst Franziskus hatte in der Vergangenheit immer wieder dazu aufgerufen, sich impfen zu lassen und Impfstoffe allen zugänglich zu machen. Der Vatikan hatte außerdem Corona-Impfstoffe, für deren Entwicklung Zell-Linien zweier abgetriebener Föten verwendet wurden, als moralisch vertretbar eingestuft.

09:51 Uhr | Australien: Qantas führt Impfpflicht ein

Die australische Fluggesellschaft Qantas führt für alle Mitarbeiter die Impfpflicht ein. Wie das Unternehmen mitteilte, müssen Piloten, Kabinenpersonal und Flughafenmitarbeiter bis zum 15. November vollständig gegen Covid-19 geimpft sein. Das übrige Personal habe mit der Impfung Zeit bis zum 31. März 2022. Für diejenigen, die aus dokumentierten medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, soll es laut Unternehmen eine Ausnahmeregelung geben.

09:48 Uhr | Proteste bei Kretschmer-Besuch in Freiberg

Bei einem Besuch von Ministerpräsident Michael Kretschmer im sächsischen Freiberg hat es gestern Proteste gegeben. Bei der Abfahrt des Politikers bedrängten der Polizei zufolge mehrere Leute den Autokonvoi. Eine Polizistin sei verletzt worden, als sie unter einen der Wagen geriet. Die genauen Umstände seien noch unklar. Kretschmer hatte gestern Abend im Freiberger Tivoli an einem Bürgerforum zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in Sachsen teilgenommen.

09:44 Uhr | Neuseeland: Delta-Variante nachgewiesen

Der Corona-Fall, der in Neuseeland zu einem landesweiten Lockdown geführt hat, ist auf die hochansteckende Delta-Variante des Virus zurückzuführen. Bis Mittwoch wurden nach Angaben von Regierungschefin Jacinda Ardern vier weitere Infektionsfälle registriert. In einem Fall sei eine Krankenschwester in einem Krankenhaus von Auckland betroffen. Für die Klinik sei ein "interner Lockdown" verhängt worden. Alle Mitarbeiter und Patienten würden nun getestet.

Nach einem einzigen im Inland übertragenen Corona-Fall hatte die neuseeländische Regierung am Dienstag einen dreitägigen landesweiten Corona-Lockdown verhängt. Es war die erste einheimische Übertragung des Coronavirus seit sechs Monaten. In dem Land mit fünf Millionen Einwohnern gab es seit Beginn der Pandemie nur 26 Todesfälle durch Covid-19. Allerdings verläuft die Impfkampagne schleppend, nur etwa 20 Prozent der Bevölkerung sind bislang vollständig geimpft.

08:25 Uhr | Weimar verabschiedet sich von "Luca"-App

Die Stadt Weimar will ab September nicht mehr auf die Luca-App zur Kontaktnachverfolgung setzen. Bürgermeister Ralf Kirsten sagt, die Testphase des Modellprojekts mit der App laufe Ende August aus und werde nicht verlängert. Die App, die unter anderem in Geschäften und Gaststätten genutzt wird, habe sich nicht bewährt. Dem Gesundheitsamt habe die App nicht geholfen – im Gegenteil, sie habe wenig konkrete und zu viele Informationen gesammelt und dadurch viel Arbeit beschert. Die sicherste und zuverlässigste Variante, Kontakte nachzuverfolgen, bleibe Zettel und Stift.

08:05 Uhr | RKI: Neuinfektionen deutlich gestiegen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat sich binnen eines Tages sprunghaft erhöht. Am Mittwochmorgen meldeten die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 8.324 Neuinfektionen. Am Vortag waren es noch 3.912 gewesen. Darüber hinaus stieg die Sieben-Tage-Inzidenz weiter an und liegt den Angaben zufolge nun bei 40,8. Vor einer Woche betrug sie noch 25,1. Weiterhin wurden deutschlandweit binnen eines Tages 22 Todesfälle verzeichnet.

Nach Zahlen des Datenprojekts Risklayer liegt die Inzidenz in Deutschland aktuell bei 41, in Mitteldeutschland allerdings im Durchschnitt noch bei etwa 14. Dabei unterscheiden sich die Länder gerade deutlich: Während Thüringen bei neun und Sachsen-Anhalt bei zwölf liegt, ist Sachsen mit einer Inzidenz von 17 im Vergleich leicht erhöht.

07:18 Uhr | Homeoffice bringt mehr Rückenleiden

Das coronabedingt häufigere Arbeiten zu Hause sorgt nach Beobachtung der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) verstärkt für Rückenbeschwerden. Wie die Krankenkasse mitteilte, sind im ersten Halbjahr 2021 bundesweit 20,4 Prozent der eingereichten Atteste bei der Arbeit auf Muskel-Skelett-Erkrankungen zurückzuführen. Im Vorjahr, dem ersten Jahr der Pandemie, habe der Anteil bei 17,3 Prozent gelegen, in den Jahren zuvor zwischen 15 und 16 Prozent.

Auch die Krankheitsdauer ist der KKH zufolge gestiegen: 25,4 Prozent der Fehltage gehen demnach auf Erkrankungen des Bewegungsapparats zurück. Als Gründe vermutet die Kasse die Arbeitsbedingungen im Homeoffice. Dort fehlten häufig ein geeigneter Schreibtisch und Bürostuhl. Das lange Sitzen in ungesunder Haltung vor dem Rechner habe dann mehr Nacken-, Schulter- und Rückenbeschwerden zur Folge.

07:12 Uhr | Linke kritisiert sächsischen Verordnungsentwurf

Die Linke in Sachsen sieht im neuen Entwurf zur Coronaschutz-Verordnung keinen Paradigmenwechsel. Fraktionschef Rico Gebhardt sagte MDR AKTUELL, schon in Landesverordnungen zuvor seien auch andere Maßstäbe abseits der Inzidenz berücksichtigt worden. Als Beispiel nannte er die Belegung der Intensivbetten. Neu seien nur eine Vorwarnstufe und eine Überlastungsstufe. Gebhardt vermisst außerdem eine Regelung zu Tests. Seine Partei hatte sich für eine Art Selbstbeteiligung ausgesprochen. Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hatte sich gestern zu dem Entwurf geäußert und von einem Paradigmenwechsel gesprochen. Mehr dazu lesen Sie hier:

06:16 Uhr | Hund erschnüffelt Infektionen

In Frankreich ist erstmals ein speziell ausgebildeter Corona-Spürhund in einem Altersheim im Einsatz. Wie Ausbilder des Hunde-Vereins Handi'Chiens mitteilten, soll Pokaa, ein zwei Jahre alter Golden Retriever, künftig regelmäßig Bewohner und Angestellte des elsässischen Heims auf eine Infektion testen. Pokaa kann dank einer vierwöchigen Zusatzausbildung an einer französischen Hochschule für Veterinärmedizin das sogenannte Spike-Protein des Coronavirus in Schweißproben erschnüffeln. Dass Hunde in der Lage sind, Corona-Infektionen aufzuspüren, ist wissenschaftlich belegt. Jüngst veröffentlichten etwa Forscher aus Hannover eine Studie dazu.

Zotteliger Hund liegt neben Polizistin auf Zweisitzer und wird in Trainingswohnung zu Datenspeicherspürhund ausgebildet. 3 min
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MDR KULTUR - Das Radio Mi 28.07.2021 12:21Uhr 02:47 min

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06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 18. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Lauf des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. August 2021 | 06:00 Uhr

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