Coronavirus-Pandemie Ticker: Keine Lockerungen ab 11. Januar in Sachsen

Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat Lockerungen ab 11. Januar im Freistaat ausgeschlossen. In seiner vorab veröffentlichten Neujahrsansprache stimmte er auf die "härtesten Wochen" der Corona-Pandemie ein. Derweil werden die Impfungen in Sachsen auch über Silvester und Neujahr fortgesetzt. Auch Thüringens Regierungschef Ramelow schließt baldige Lockerungen der Auflagen aus. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Michael Kretschmer (CDU), Ministerpräsident von Sachsen, steht vor der Sitzung des Sächsischen Landtages im Plenarsaal und trägt dabei einen Mund- und Nasenschutz.
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer hat Corona-Lockerungen ab dem 11. Januar für sein Land ausgeschlossen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 30. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:40 Uhr | Erneuter Drehstopp in Hollywood wegen hoher Corona-Zahlen

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen sind in Hollywood nahezu sämtliche Dreharbeiten eingestellt worden. In einer Mitteilung der Schauspieler-Gewerkschaft heißt es, die Produktion sei bis mindestens Mitte Januar unterbrochen.

Schriftzug "Hollywood" in den Hollywood Hills, 2007
In Hollywood ruhen derzeit alle Dreharbeiten. Bildrechte: dpa

Die Gesundheitsbehörden von Los Angeles hatten zuvor die Filmproduzenten aufgefordert, eine Pause einzulegen. Im US-Bundesstaat Kalifornien gilt bis auf weiteres eine Ausgangssperre. Hollywood hatte bereits im März einen ersten Produktionsstopp verhängt. Erst ab dem Sommer wurde wieder gedreht, allerdings in viel geringerem Umfang als üblich.

21:27 Uhr | Bund und Länder steuern auf Lockdown-Verlängerung zu

Bund und Länder steuern auf die Verlängerung des aktuellen Lockdowns über den 10. Januar hinaus zu. Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Verhandlungskreisen erfuhr gab es in einer Videoschaltkonferenz zwischen Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) und den Staatskanzleichefs der 16 Bundesländer allerdings sehr unterschiedliche Vorstellungen darüber, welche der Beschränkungen fortgesetzt werden sollen und welche nicht. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eben diese Konferenz berichtet, dass es eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 24. oder 31. Januar geben solle. Das Kanzleramt dringe dabei auch darauf, die Schulen über den 10. Januar hinaus zu schließen. Dazu herrsche unter den Bundesländern aber Uneinigkeit.

19:15 Uhr | Corona-Kennzahlen deuten auf Lockdown-Verlängerung hin

Die aktuellen Zahlen zur Corona-Pandemie senden kein Signal für eine Entspannung nach dem 10. Januar. Vielmehr stehen die Zeichen wohl auf eine Verlängerung des Lockdowns samt der damit verbundenen Beschränkungen.

19:07 Uhr | Grünen-Gesundheitsexperte Dahmen hält Biontech-Preise für legitim

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen hat für die Preispolitik des Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech/Pfizer Verständnis geäußert. Der Bundestagsabgeordnete bezeichnete es bei MDR AKTUELL als legitim, wenn Unternehmen mit ihren Produkten Geld verdienen wollten. Zudem sei Biontech bei der Entwicklung ein hohes Risiko eingegangen.

Hintergrund ist die Kritik, dass die Firma aus Mainz bei der Suche nach einem Vakzin von der Bundesregierung mit 375 Millionen Euro gefördert wurde. Kritiker plädieren daher für einen Preisnachlass und eine ausreichende Belieferung. Dahmen verwies darauf, dass auch andere Länder in die Entwicklung von Impfstoffen investiert hätten. Außerdem sei die Bekämpfung der Pandemie eine globale Herausforderung. Es sei der falsche Zeitpunkt für nationale Rabattschlachten.

18:40 Uhr | Ab 11. Januar Impftermine für Einzelpersonen in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt will ab dem 11. Januar erste Termine für die Corona-Impfung von Einzelpersonen vergeben. Das kündigte Gesundheitsministerin Grimm-Benne an. Die Terminvergabe soll unter einer zentralen Telefonnummer starten.

18:02 Uhr | Update: Corona-Impfung wohl nicht für Todesfall in der Schweiz verantwortlich

Der Tod einer betagten Person in der Schweiz ist nach Einschätzung der Gesundheitsbehörden wohl nicht auf die zuvor erfolgte Impfung gegen das Coronavirus zurückzuführen. Weder die Krankengeschichte noch der akute Krankheitsverlauf legten einen direkten ursächlichen Zusammenhang zwischen der Impfung und dem Tod der 91-jährigen Person nahe, wie das zuständige Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic mitteilte. Die zur Verfügung stehenden Informationen wiesen auf die vorbestehenden Erkrankungen als natürliche Todesursache hin. Die Person, die an mehreren schweren Vorerkrankungen litt, war einige Tage nach einer Covid-Impfung in einem Alters- und Pflegeheim im Kanton Luzern gestorben.

16:00 Uhr | Kretschmer schließt Lockerungen ab 11. Januar aus

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer geht angesichts anhaltend hoher Corona-Infektionszahlen nicht von einer raschen Normalisierung der Lage aus. Es gebe noch keine Entwarnung und es werde noch eine Weile dauern, sagte der CDU-Politiker in seiner vorab veröffentlichten Neujahrsansprache: "Vor uns liegen die vielleicht härtesten Wochen dieser Corona-Pandemie. Am 11. Januar können wir nicht mit einer Normalisierung rechnen." Kretschmers Neujahrsansprache wird am 1. Januar um 19:25 Uhr im MDR FERNSEHEN ausgestrahlt.

Kretschmer sagte weiter, Lockerungen könne es nur geben, wenn die Zahl der Patienten in den Krankenhäusern abgenommen habe und in den Gesundheitsämtern die Kontaktnachverfolgung wieder gewährleistet werden könne. Sachsen weist derzeit neben Thüringen im Bundesvergleich besonders hohe Fallzahlen auf. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat lag am Mittwoch laut Risklayer bei 409.

15:51 Uhr | Gesundheitsminister, RKI und Paul-Ehrlich-Institut werben für Impfung

In ihrer letzten Pressekonferenz zur Coronavirus-Pandemie in diesem Jahr haben Gesundheitsminister Spahn, RKI-Präsident Wieler und der Chef des Paul-Ehrlich-Instituts, Cichutek, um Vertrauen in die Impfungen geworben.

15:16 Uhr | In Sachsen und Thüringen geht das Impfen langsamer voran

In Thüringen und Sachsen ist das Impfen im bundesweiten Vergleich nur langsam angelaufen. Während in Sachsen-Anhalt bereits 7.000 Menschen geimpft wurden, sind es in Sachsen nur 1.500. Was sind die Gründe dafür?

14:05 Uhr | Update: Feuerwerkverbote in Dresden und Chemnitz bestätigt

Per Eilentscheidung haben sächsische Verwaltungsgerichte die Böllerverbote in Dresden und Chemnitz bestätigt. Wie das Verwaltungsgericht Dresden mitteilte, wurde ein Eilantrag gegen das Verbot auch auf Privatgrundstücken in der Allgemeinverfügung der Stadt abgewiesen. Das Verwaltungsgericht Chemnitz folgte einem ähnlichen Antrag ebenfalls nicht. Ziel des Verbotes sei, Ansammlungen von Menschen zu verhindern und Kontakte zu reduzieren. "Das gelte auch für den privaten Raum", hieß es zur Begründung.

14:02 Uhr | Spahn erwartet in wenigen Tagen Zulassung von Moderna-Impfstoff

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass Anfang Januar der Impfstoff vom US-Biotechkonzern Moderna zugelassen wird. Spahn sagte, Stand heute dürfe für nächste Woche mit der Zulassung des Impfstoffs von Moderna gerechnet werden. Man sei im Gespräch mit Moderna, um zügig eine Belieferung sicherstellen zu können. Er gehe davon aus, dass im ersten Quartal 1,5 bis zwei Millionen Dosen des Vakzins zur Verfügung stehen könnten.

13:30 Uhr | Übersterblichkeit in Sachsen bei 39 Prozent

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland ist im November deutlich gestiegen. Nach vorläufigen Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes sind im vergangenen Monat elf Prozent oder 8.186 mehr Menschen gestorben als im November-Schnitt der Vorjahre. Den Statistikern zufolge war die Übersterblichkeit in Sachsen im letzten Monat besonders hoch. In dem Bundesland, das stark von Corona betroffen ist, starben im Vergleich zum November der Vorjahre 39 Prozent mehr Menschen.

12:15 Uhr | Impfungen auch Silvester und Neujahr

Die Impfungen gegen das Coronavirus werden in Sachsen über Silvester und Neujahr ohne Unterbrechung fortgesetzt. Wie das Deutsche Rote Kreuz ankündigte, sollen morgen zunächst vier mobile Impfteams in Dresden, Chemnitz, Leipzig sowie dem Landkreis Meißen in Pflegeheimen eingesetzt. Auch am 1. Januar hätten die Teams sechs Einsätze. Von der kommenden Woche an sollen dann alle 13 mobilen Impfteams in Sachsen täglich aktiv werden. Ziel sei, dass diese Teams bis 12. Januar mindestens rund 14.000 Impfungen vornehmen.

11:53 Uhr | Impfbereitschaft gestiegen

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind offenbar deutlich mehr Menschen bereit, sich impfen zu lassen, als noch vor einem Monat. Das geht aus einer nicht-repräsentativen Online-Befragung des Meinungsbarometers MDRfragt hervor. Demnach will sich jeder Zweite impfen lassen, sobald das möglich ist. Anfang Dezember hatte dieser Wert noch bei 39 Prozent gelegen. Allerdings hat der Befragung zufolge fast jeder zweite Bedenken wegen der Impfung.

11:38 Uhr | Verbraucherschützer fordert Gesetz gegen Sonderrechte

Des Chef des Verbraucherschutzverbands (VZBV), Klaus Müller, fordert ein Gesetz gegen Sonderrechte für Geimpfte. "Bis nicht alle – bis zum Herbst oder Winter – eine Chance auf Impfung hatten, darf es keine Diskriminierung beziehungsweise Benachteiligung geben", sagt Müller der Funke Mediengruppe. Er verweist auf das Hausrecht für Restaurants, Fitnessstudios, die Bahn oder Pflegeheime und fordert einen Diskriminierungsschutz. Nötig sei eine gesellschaftliche Diskussion und dann ein vom Bundestag beschlossenes Gesetz.

11:19 Uhr | Update: Ansturm auf Impftermine in Thüringen

Die am Morgen gestartete Online-Vergabe für Impftermine in Thüringen hat einen Ansturm ausgelöst. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung wurden bereits kurz nach dem Start mehr als 3.000 Termine vergeben. Der Zugriff auf das Online-Portal impfen-thueringen.de sei so groß gewesen, dass der Server überlastet gewesen sei. Es sei zu technischen Problemen gekommen. Um die Termine in den Impfzentren können sich zunächst Über-80-Jährige sowie Pflegekräfte und medizinisches Personal bewerben. Start für die Impfungen soll der 13. Januar sein. Ab dem 04. Januar 2021 sind auch telefonische Impf-Anmeldungen möglich.

10:56 Uhr | Ethikrat-Chefin lobt Impfstoff-Entwicklung als "enorme Menschheitsleistung"

Die Ethikratsvorsitzende Alena Buyx hat Kritik am Verlauf des Corona-Impfstarts zurückgewiesen. Es sei "schade, dass wir, kaum dass die ersten Impfungen angelaufen sind, schon wieder zu möglichen Problemen und Herausforderungen springen", sagte die Ärztin und Medizinethikerin dem Berliner "Tagesspiegel". Dadurch werde unsichtbar, "was für eine enorme Menschheitsleistung" es sei, dass innerhalb von weniger als einem Jahr in weltweiter Kooperation Impfstoffe von hoher Qualität und Sicherheit entwickelt worden seien.

10:35 Uhr | Schäuble: Nicht ärmeren Ländern Impfstoff wegschnappen

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat Vorwürfe zurückgewiesen, die Bundesregierung habe für Deutschland nicht genug Corona-Impfstoffdosen gesichert. Schäuble sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", er könne die Kritik zwar nachvollziehen, halte sie aber für falsch. Man dürfe nicht die Ungeduld eines Landes zum Maß aller Dinge machen und den Menschen in den ärmeren Weltregionen den Impfstoff wegschnappen. Angesichts der gegenwärtigen Impfstoff-Knappheit hatte unter anderem der bayerische Ministerpräsident Marcus Söder moniert, die Bundesregierung habe die Dringlichkeit der Impfstoffbestellung anfangs offenkundig unterschätzt.

09:45 Uhr | Ramelow schließt baldige Lockerungen aus

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ist dagegen, die Corona-Auflagen nach dem 10. Januar zu lockern. Ramelow sagte MDR AKTUELL, die Infektionszahlen seien viel zu hoch. So müsse es weiter Beschränkungen für Kindergärten und Schulen geben. Ramelow sprach sich auch gegen Sonderrechte für Geimpfte aus. Dann würden nur die Impfgegner jubeln und sagen, jetzt komme die Impfpflicht durch die Hintertür. Sachsen kündigte bereits Verschärfungen bei der Einreise aus ausländischen Risiko-Gebieten an. Das Interview mit Ramelow zum Nachhören:

Zuvor hatte bereits Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Hoffnungen auf baldige Lockerungen gedämpft.

09:30 Uhr | Weitere Impfdosen in Sachsen-Anhalt erwartet

Weitere 20.000 Impfdosen sollen heute in Sachsen-Anhalt eintreffen. Das hat das Gesundheitsministerium angekündigt. Geplant sei, bis morgen Abend knapp 10.000 weitere Impfungen zu verabreichen. Seit dem Wochenende sind landesweit bereits rund 4.000 Menschen geimpft worden. Vor dem Impfstart am 27. Dezember waren jeweils fast 10.000 Impfdosen an mehrere Bundesländer ausgeliefert worden, darunter auch nach Sachsen-Anhalt.

09:12 Uhr | Online-Vergabe von Impfterminen in Thüringen gestartet

In Thüringen ist das Impfportal online gegangen. Unter impfen-thueringen.de können sich zunächst Menschen über 80 Jahre und Mitarbeiter in der Pflege für einen Impftermin anmelden. Beim Aufbau der Seite und der Weiterleitung zur Anmeldung kommt es seit dem Start um 08:00 Uhr allerdings zu Wartezeiten. Ab 4. Januar 2021 soll man sich auch telefonisch anmelden können.

08:50 Uhr | Auch Mittelsachsen verbietet Feuerwerk

Auch der Landkreis Mittelsachsen hat ein Böllerverbot für Silvester und Neujahr erlassen. Außer Tischfeuerwerk und Knallerbsen darf keine Pyrotechnik gezündet werden. Dies betrifft öffentlich zugängliche Straßen und Plätze. Laut Landratsamt sollen damit Ansammlungen von Menschen sowie mögliche Verletzungen vermieden werden. Auch Dresden und Chemnitz haben Feuerwerk untersagt. Mehr dazu lesen Sie hier:

08:20 Uhr | Großbritannien lässt Impfstoff von Astrazeneca zu

Der vom britischen Hersteller Astrazeneca und der Universität Oxford entwickelte Corona-Impfstoff hat in Großbritannien die Zulassung bekommen. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Großbritannien ist damit das erste Land, in dem der vergleichsweise günstige Impfstoff eingesetzt werden kann. Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock kündigte erste Impfungen ab dem 4. Januar an. In Großbritannien wird bereits mit dem Präparat von Biontech/Pfizer geimpft.

Das Präparat von Astrazeneca gehört anders als die Vakzine von Biontech und Pfizer sowie der US-Firma Moderna nicht zu den mRNA-Impfstoffen.

06:50 Uhr | RKI meldet 1.129 Tote

In Deutschland hat die Zahl der Corona-Todesfälle erstmals die 1.000er-Marke überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 1.129 neue Todesfälle binnen 24 Stunden.

Nach Angaben aus dem Risklayer-Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie wurden gestern 19.054 Neuinfektionen registriert. Vor einer Woche waren es noch 31.220 Fälle. Allerdings wurde über Weihnachten weniger getestet und es wurden weniger Daten übermittelt.

06:30 Uhr | Maier sieht kein Ende der "Querdenken"-Bewegung

Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Georg Maier, geht nicht von einem schnellen Ende der "Querdenken"-Bewegung aus. Der Thüringer SPD-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, der jüngste Verzicht auf einige Großkundgebungen sei rein taktisch motiviert. Darüber hinaus sei es gerade schwierig, für Demonstrationen zu mobilisieren. Es gebe deutlich mehr Auflagen, die auch vor Gericht standhielten. Maier begrüßte zugleich die Ankündigung des Verfassungsschutzes in Baden-Württemberg, die Bewegung zu beobachten. "Querdenken" sei in weiten Teilen extremistisch.

06:25 Uhr | Ex-BGH-Richter: Impf-Privilegien sind verfassungskonform

Der frühere Richter am Bundesgerichtshof, Thomas Fischer, hält es für verfassungskonform, Corona-Geimpfte besser zu stellen. Fischer sagte MDR AKTUELL, bei den zur Zeit diskutierten Privilegien gehe es um Grundrechte, die man geimpften Menschen nicht verwehren könne. Natürlich gelte der Grundsatz der Gleichbehandlung. Eine staatliche Behörde dürfe keinen Unterschied zwischen Menschen verschiedener Haarfarben machen. Aber mit Blick auf eine gefährliche Krankheit könne man Geimpfte und Nicht-Geimpfte unterschiedlich behandeln. Gleiches gelte für private Betreiber, beispielsweise in der Veranstaltungsbranche. Die Koalition prüft derzeit ein Verbot von Sonderrechten für Geimpfte.

06:10 Uhr | Spahn: Auflagen auch nach dem 10. Januar

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Hoffnungen gedämpft, dass die Beschränkungen bald gelockert werden. In den ARD-Tagesthemen sagte Spahn am Abend, man sei bei den Infektionszahlen bei weitem noch nicht da, wo man hin müsse. Deshalb werde es ohne Zweifel auch nach dem 10. Januar Maßnahmen geben. In welchem Umfang, werde man mit den Ländern beraten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 30. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 30. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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