Coronavirus-Pandemie Ticker: Hunderte deutsche Lkw-Fahrer stecken im Stau in England fest

Im Lkw-Stau in England stecken bis zu 400 deutsche Fahrer fest. Angesichts zahlreicher Corona-Todesfälle geraten die Krematorien in Sachsen an ihre Grenzen. Nach Angaben des Pharma-Riesen Pfizer hat die Auslieferung erster Chargen begonnen. Der Verband der Amtsärzte fordert Bund und Länder auf, Präsenzgottesdienste zu Weihnachten zu untersagen. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie hier im Ticker.

Lkws im Stau
Im Lkw-Stau in Dover sitzen bis zu 10.000 Lastwagen fest. Bildrechte: imago images/i Images

Unser Ticker am Mittwoch, 23. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

20:17 Uhr | Großer Andrang in Corona-Testzentren

In Sachsen-Anhalt ist der Andrang in den Corona-Testzentren kurz vor Weihnachten ungebrochen. Allein in der Magdeburger Uniklinik haben sich bisher rund 2.700 Menschen untersuchen lassen. Zwischen anderthalb und zwei Prozent der Getesteten seien ohne Symptome mit Corona infiziert gewesen. Der ärztliche Direktor der Uniklinik, Hans-Jochen Heinze, sagte dem MDR, hochgerechnet auf die Bevölkerung bedeute das, dass 4.000 Menschen in Magdeburg symptomfrei, aber hoch ansteckend seien. In Halle haben sich in den vergangenen acht Tagen gut 1.500 Menschen testen lassen. In 60 Fällen war das Ergebnis positiv.

19:24 Uhr | Corona-Tests für Lkw-Fahrer im Stau in Dover beginnen

Im Südosten von England haben Corona-Tests für Tausende Lkw-Fahrer begonnen. Dabei soll auch das Militär helfen. Schätzungen zufolge warten in der Grafschaft Kent zwischen 5.000 und 10.0000 Fahrzeuge auf die Ausreise nach Frankreich. Die Fahrer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen, um auf das Festland zu kommen. Die Regierung in London geht davon aus, dass es Tage dauert, um den Rückstau aufzulösen.

18:51 Uhr | Bund weitet Corona-Hilfe für Krankenhäuser aus

Das Bundesgesundheitsministerium will die Krankenhäuser in der Coronakrise besser unterstützen. So sollen noch mehr Kliniken Ausgleichszahlungen in Anspruch nehmen können, wenn sie planbare Operationen und Behandlungen verschieben müssen und deshalb finanzielle Einbußen erleiden. Bisher ist das daran gekoppelt, dass die freien Intensivbetten in einer Region bereits eine bestimmte Schwelle unterschreiten. Künftig können die Länder unabhängig davon hilfebedürftige Krankenhäuser bestimmen. Es reicht, dass die Sieben-Tage-Inzidenz über 200 liegt. Die Verordnung tritt am Freitag in Kraft und ist bis Ende Januar befristet.

18:35 Uhr | Virologe fordert systematische Suche nach Corona-Varianten

Der Düsseldorfer Virologe Jörg Timm fordert, dass in Deutschland systematisch nach Corona-Mutationen gesucht wird. Er sagte MDR AKUELL, sonst verpasse man die Chance, Risiken lokal einzudämmen. Besonders Großbritannien sei da vorbildlich. In Deutschland werde hingegen nur in kleinem Maßstab nach Mutationen gesucht.

In Großbritannien ist derweil eine weitere Coronavirus-Variante entdeckt worden. Nach Angaben von Gesundheitsminister Hancock ist sie bei zwei Infizierten festgestellt worden, die aus Südafrika kamen. Die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen hätten sich nun in Isolation begeben. Matt Hancock sagte, die neueste Variante sei besorgniserregend, weil sie noch schneller übertragen werde und noch weiter mutiert sei als der zuletzt entdeckte Virus.

15:44 Uhr | Uniklinik Leipzig stellt sich auf mehr Covid-Patienten ein

Das Universitätsklinikum Leipzig erweitert seine Kapazitäten für Covid-19-Patienten. Wie das Krankenhaus mitteilte, stehen auf den Normalstationen ab sofort 123 Betten bereit - fast doppelt so viele wie bisher. Derzeit seien 70 belegt. Auf der Covid-Intensivstation gebe es derzeit 37 Plätze, davon seien noch sieben frei. Klinik-Vorstand Christoph Josten sagte, auch alle anderen stationär aufgenommenen Patienten würden nach jeweils sieben Tagen erneut auf das Coronavirus getestet. Damit sollten unbemerkt verlaufende Infektionen festgestellt werden. Das sei erforderlich, um Patienten und Mitarbeiter zu schützen.

15:33 Uhr | Lkw-Stau in England: Bis zu 400 Deutsche Fahrer

Eine Tafel weist auf eine geschlossene Grenze zu Frankreich hin
Die Lkw können derzeit nicht nach Frankreich übersetzen. Bildrechte: imago images/i Images

Im Lkw-Stau in England stecken auch hunderte deutsche Fahrer fest. Der Bundesverband Spedition und Logistik teilte mit, er gehe von 300 bis 400 Betroffenen aus. Am englischen Hafen von Dover sitzen wegen der Grenzschließung Frankreichs Schätzungen zufolge insgesamt bis zu 10.000 Lastwagen fest. Die Fahrer wollen einen Tag vor Weihnachten nach Hause. Die Stimmung ist aufgeheizt, wiederholt ist es zu Auseinandersetzungen mit der Polizei und zwischen Lkw-Fahrern gekommen. Frankreich und andere Länder hatten die Grenzen zu Großbritannien am Sonntag nach Bekanntwerden einer neuen Coronavirus-Variante auf der Insel geschlossen.

Inzwischen wurde eine Wiedereröffnung angekündigt. Die Regierung in London dämpfte aber Hoffungen auf ein rasches Stau-Ende. Für die Einreise nach Frankreich müssen Lkw-Fahrer nun einen negativen Coronatest vorweisen. Die polnische Regierung teilte mit, Ministerpräsident Morawiecki habe persönlich in London und Paris interveniert, um eine Rückkehr Tausender gestrandeter Fahrer zu ermöglichen.

Update 14:12 Uhr | Impfstoff-Auslieferung angelaufen

Die Auslieferung des Corona-Impfstoffs der Unternehmen Biontech/Pfizer an die EU-Staaten beginnt. Wie ein Unternehmenssprecher mitteilte, stehen die Transporter bereit, den Pfizer-Standort im belgischen Puurs zu verlassen. Damit werde sichergestellt, "dass die nationalen Gesundheitsbehörden in ganz Europa ihre Impfprogramme ab dem 27. Dezember starten können." Ob die ersten Transporter das Werk in Puurs bereits verlassen haben, wollte der Sprecher aus Sicherheitsgründen nicht mitteilen.

Deutschland rechnet nach offiziellen Angaben erst am Samstag mit der Lieferung von mehr als 150.000 Dosen. Bis Jahresende sollen dann knapp 1,2 Millionen weitere Impfdosen folgen.

13:46 Uhr | "Impf-Testlauf" in Berlin

Rund 300 Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten haben den Betrieb des künftigen Berliner Impfzentrums in der Arena Treptow geprobt. Für den Testlauf schlüpften etwa 120 von ihnen als Darsteller in die Rollen alter Menschen, die zum Beispiel schlecht sehen, hören oder laufen können. Die anderen kümmerten sich um Anmeldung, Begleitung und Dokumentation. Die Generalprobe solle zeigen, ob es möglich ist, impfwillige Menschen innerhalb von 70 Minuten unter Einhaltung aller Abstands- und Hygieneregeln zu betreuen.

Im Bundesverteidigungsministerium rechnet man damit, dass bei den bevorstehenden Impfungen bis zu 6.500 Soldatinnen und Soldaten zusätzlich zum Einsatz kommen könnten.

13:30 Uhr | AfD-Klage gegen Silvesterverordnung

Die AfD-Fraktion im Thüringer Landtag klagt gegen die sogenannte Silvesterverordnung des Landes. Wie eine Sprecherin mitteilte, hat die Fraktion einen Eilantrag beim Thüringer Verfassungsgerichtshof eingereicht. Konkret klagt sie gegen die Verbote, Alkohol in der Öffentlichkeit auszuschenken und zu trinken, Feuerwerk zu verkaufen und anzuzünden sowie gegen die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen. Vize-Fraktionschef Stefan Möller sagte, die Landesregierung steigere sich immer weiter in einen regelrechten Verbotsmarathon hinein. Die Grenzen der Verhältnismäßigkeit würden dabei überschritten.

13:06 Uhr | Laschet entschuldigt sich für abgeriegelte Pflegeheime

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet hat Fehler im Umgang der Politik mit der Corona-Pandemie eingeräumt. Der CDU-Politiker sagte dem "Spiegel", im Frühling seien viele Menschen allein gestorben, weil die Heime abgeriegelt wurden.

Da können wir Verantwortlichen in der Politik die Angehörigen nur um Verzeihung bitten.

Armin Laschet

Laschet will dem Vorabbericht zufolge die Alten- und Pflegeheime für Besucher offen halten, besonders über die Weihnachtstage. Menschen in Heimen würden nicht nur am Virus, sondern auch aus Einsamkeit sterben.

13:00 Uhr | Corona-Party in Elxleben aufgelöst     

Die Polizei hat in der Nacht zu Mittwoch eine Party mit einer noch unbekannten Zahl Jugendlicher aufgelöst. Nach Polizeiangaben hatten Zeugen die Beamten informiert. Die Jugendlichen in Elxleben im Landkreis Sömmerda tranken demnach gemeinsam Alkohol, hielten keinen Abstand und trugen keinen Mund-Nasen-Schutz. Als die Beamten eintrafen, flohen die Jugendlichen. Ein 18-Jähriger wurde jedoch gefasst. Ihn erwartet nun ein Ordnungsgeld wegen Verstoßes gegen die Corona-Auflagen. Im Kreis Sömmerda lag die 7-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 232 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

11:48 Uhr | Krematorien in Sachsen am Limit

Die Krematorien in Sachsen sind nach Einschätzung der Bestatterinnung wegen der Corona-Pandemie mit vielen Todesopfern an der "Grenze des Machbaren" angelangt. Wie Innungsobermeister Tobias Wenzel sagte, sind die rund 1.700 Kühlplätze in den zehn Krematorien im Land gut ausgelastet. Von der Einlieferung bis zur Einäscherung dauere es jetzt im Schnitt mit zehn Tagen doppelt so lange wie vorher. Einige Einrichtungen seien auch während der Feiertage in Betrieb.

Wenzel verwies darauf, dass grundsätzlich auch Erdbestattungen möglich seien. Es gebe keine Empfehlung des Robert Koch-Institutes, dass infektiöse Tote eingeäschert werden müssen.

Am Dienstagabend hatte eine Nachricht aus Zittau für Unruhe gesorgt. Die Stadt gab bekannt, Leichen außerhalb des Krematoriums lagern zu müssen, weil die Kapazitäten nicht mehr ausreichen. Zittaus Oberbürgermeister Thomas Zenker sagte MDR AKTUELL, man könne froh sein, dass es draußen relativ kühl sei, so dass man auf andere Lagermöglichkeiten ausweichen könne. Die Stadt nutzt zur Zwischenlagerung der Toten derzeit eine Halle am Hochwasserstützpunkt.

11:19 Uhr | Impfungen in der Schweiz gestartet

In der Schweiz sind die Corona-Impfungen angelaufen. Eine der ersten, die den Wirkstoff als Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus bekam, war eine 90 Jahre alte Frau aus einem Altenheim bei Luzern, wie die Gesundheitsdirektion des Kantons berichtete. Die Schweizer Regulierungsbehörde Swissmedic hatte den Impfstoff von Biontech und Pfizer vor fünf Tagen zugelassen. Die ersten knapp 110.000 Impfdosen waren gestern angeliefert worden.

11: 02 Uhr | Spahn: Bis Sommer "Impfangebot" für alle

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, bis zum Sommer allen Bürgern in Deutschland ein "Impfangebot" machen zu können. Voraussetzung sei, dass die Impfstoffe, die sich in der Endphase der Studien befinden, auch eine Zulassung erhalten, erklärte Spahn im ARD-"Morgenmagazin". Bis Ende dieses Jahres könne der Bund 1,3 Millionen Dosen des Herstellers Biontech an die Bundesländer ausliefern lassen.

10:37 Uhr | Appell von Landtagspräsidentin Keller

Thüringens Landtagspräsidentin Birgit Keller hat in ihrer Weihnachtsansprache an die Solidarität der Bürgerinnen und Bürger appelliert. Keller sagte mit Blick auf die Corona-Pandemie, gerade schwierige Zeiten erforderten Mitmenschlichkeit und soziale Verantwortung. Das Jahr 2020 habe wegen der Pandemie allen viel abverlangt. Das Weihnachtsfest werde anders sein. Es sei aber einmal mehr die Gelegenheit, allen zu danken, die Übermenschliches geleistet hätten und noch immer leisteten.

09:29 Uhr | Lehrer rechnen nicht mit Regelunterricht ab 11. Januar

Der Deutsche Lehrerverband geht nicht davon aus, dass es nach den Weihnachtsferien an den Schulen wie gewohnt weitergeht. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte, er rechne nicht mit einem vollständigen Präsenzunterricht ab dem 11. Januar. Abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen werde es weiterhin eine Phase des Wechselunterrichts mit halbierten Klassen, Hybridunterricht oder auch Phasen des reinen Distanzunterrichts geben müssen. Meidinger forderte einen bundesweit gültigen Hygiene-Stufenplan.

Update 09:16 Uhr | Frankreich lockert Abschottung von Großbritannien

Nach 48 Stunden Grenzschließung dürfen Lastwagen wieder von Großbritannien nach Frankreich übersetzen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Fahrer einen negativen Corona-Test vorlegen können. Ausrüstungen und Teams für Schnelltests sind unterwegs zur Grenze. Verbände rechnen angesichts der großen Menge an Lkw nicht damit, dass sich der Rückstau in der südostenglischen Grafschaft Kent rasch auflöst. Schätzungen zufolge warten mittlerweile 8.000 bis 10.000 Fahrzeuge auf die Ausreise nach Frankreich. Frankreich hatte wegen der rasanten Ausbreitung der neuen Coronavirus-Variante die Grenzen zu Großbritannien auch für den Warenverkehr geschlossen.

08:44 Uhr | Amtsärzte: Weihnachtsgottesdienste verbieten

Der Bundesverband der Amtsärzte fordert ein bundesweites Verbot für Weihnachtsgottesdienste. Vorsitzende Ute Teichert sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, es sei bekannt, dass sich das Virus bei Präsenzgottesdiensten leicht übertragen könne. Man dürfe kein weiteres Risiko eingehen. Der Erfurter Bischof Ulrich Neymeyr sprach sich bei MDR AKTUELL dafür aus, die Kirchen offen zu halten. Man brauche solche Rückzugsorte. Sonst werde den Kirchen vorgeworfen, man ließe die Menschen in der Pandemie allein.



In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen laden einzelne Gemeinden sowohl zu Gottesdiensten in die Kirchen als auch zu alternativen Veranstaltungen ein.


08:31 Uhr | Thüringer Krankenhäuser zahlen Bonus

Mehrere Thüringer Krankenhäuser zahlen ihren Mitarbeitern eine Corona-Prämie als Ausgleich für den entgangenen Bonus vom Bund. Das hat eine Umfrage von MDR THÜRINGEN ergeben. Demnach erhalten zum Beispiel Beschäftigte der Thüringen Kliniken "Georgius Agricola" sowie des Südharzklinikums Nordhausen einen Bonus.

Anspruch auf die Sonderleistung vom Bund für Krankenpflegepersonal haben nur Krankenhäuser, die zwischen Januar und Mai 2020 durch die Behandlung von Corona-Patienten besonders belastet waren. Darunter fallen Krankenhäuser mit weniger als 500 Betten, die mindestens 20 Corona-Fälle betreuten sowie Krankenhäuser mit mehr als 500 Betten und 50 Corona-Fällen. In Thüringen profitieren davon neun von 45 Akut-Krankenhäusern.

06:55 Uhr | Neuer Höchstwert - RKI meldet 962 Tote

Die Zahl der täglich verzeichneten Todesfälle durch die Corona-Pandemie hat einen neuen Höchststand erreicht. Wie das Robert Koch-Institut bekanntgab, starben 962 weitere Menschen an oder mit dem Virus. Die Gesamtzahl der Toten stieg dem RKI zufolge damit auf 27.968. Vergangenen Mittwoch waren 27.728 Neuinfektionen und 952 Todesfälle verzeichnet worden.

Nach den Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hat es 22.459 Neuinfektionen gegeben. In Sachsen meldeten die Gesundheitsämter 3.010 weitere Fälle, in Thüringen 1.005 sowie 833 in Sachsen-Anhalt. Der Sieben-Tage-Wert liegt bei 25.437.

06:39 Uhr | Hilfswerk hofft auf Online-Spenden

Die Hilfsorganisation "Brot für die Welt" befürchtet einen drastischen Rückgang der Spenden in diesem Jahr. Ein Sprecher des Hilfswerkes sagte MDR AKTUELL, Weihnachtsgottesdienste fielen oft aus oder hätten nur wenige Besucher. Das bedeute weniger Spenden. Diese bildeten aber einen wichtigen Teil der jährlichen Einnahmen. Viele evangelische Kirchen geben das gesammelte Geld an das Hilfswerk. Der Sprecher betonte, das Geld fehle gerade jetzt. Durch die Corona-Krise habe die Not überall auf der Welt zugenommen. Das Hilfswerk hoffe deshalb darauf, dass mehr Menschen online spendeten.

06:21 Uhr | Spahn erwägt neuen Corona-Bonus

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die Corona-Prämie für Pflegekräfte möglicherweise neu auflegen. Der CDU-Politiker sagte im ZDF, die Entscheidung für 1.000 Euro Bonus für Pflegekräfte sei im Sommer mit Blick auf das Infektionsgeschehen im Frühjahr getroffen worden. Nach der zweiten, heftigeren Infektionswelle und der Maximalbelastung für viele Beschäftigte müsse es einen gewissen Ausgleich geben, etwa einen steuerfreien Bonus. Dabei müssten alle berücksichtigt werden, die unter Pandemie-Bedingungen auf Intensivstationen arbeiteten - auch Reinigungskräfte.

06:10 Uhr | Frankreich lockert Abschottung von Großbritannien

Frankreich hat die Einreisesperre aus Großbritannien gelockert. Verkehrsminister Jean-Baptiste Djebari erklärte, Franzosen und andere EU-Bürger dürften ab heute wieder einreisen. Sie müssten dafür aber einen negativen Coronatest vorweisen. Wegen einer Mutation des Coronavirus in Großbritannien hatten mehrere Länder Einreisesperren verhängt. Nach bisherigen Erkenntnissen ist die Virusvariante ansteckender als bisher bekannte Formen. Die Einreisesperre durch Frankreich betrifft auch den Warenverkehr über den Ärmelkanal. Das führte dazu, dass inzwischen mehr als 1.500 Lastwagen in Großbritannien feststecken.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 23. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses mit dem Elektronenmikroskop gemachte und nachträglich eingefärbte Bild zeigt den Erreger SARS-CoV-2 (gelb eingefärbt). Das Foto hat das National Institute of Allergy and Infectious Diseases der USA bereits im Januar veröffentlicht. mit Video
Dieses mit dem Elektronenmikroskop gemachte und nachträglich eingefärbte Bild zeigt den Erreger SARS-CoV-2 (gelb eingefärbt). Das Foto hat das National Institute of Allergy and Infectious Diseases der USA bereits im Januar veröffentlicht. Bildrechte: imago images / ZUMA Wire / NIAID-RML

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 22. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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