Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: RKI sieht keine eigenen Fehler bei unvollständigen Impfdaten

In der umstrittenen Frage unvollständiger Impfdaten sieht RKI-Chef Wieler keine Fehler seines Instituts. Verantwortlich für das Impfquotenmonitoring seien allein die impfenden Stellen. Nach einer Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts müssen Unternehmer Minijobbern während coronabedingter Schließungen keinen Lohn zahlen. Sachsen-Anhalts Regierungsfraktionen wollen die Test- und Maskenpflicht an Schulen beibehalten. Weitere aktuellen Entwicklungen in unserem Coronavirus-Ticker.

Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts, beantwortet während einer Pressekonferenz zur Impfkampagne gegen Corona Fragen von Journalisten.
Wieler: "RKI kann nur Impfdaten veröffentlichen, die ihm übermittelt wurden." Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 13. Oktober 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:42 Uhr | G20-Staaten warnen weiter vor Corona-Risiken

Die 20 führenden Industrie-und Schwellenländer warnen weiter vor erheblichen Risiken durch die Corona-Pandemie. In der Abschlusserklärung des Treffens der G20-Finanzminister in Washington heißt es, Risiken seien vor allem Mutationen des Virus und das sehr unterschiedliche Impftempo zwischen reichen und armen Ländern. Hilfen für Unternehmen und Haushalte dürften daher nicht zu früh zurückgenommen werden, um die Erholung der Wirtschaft nicht abzuwürgen.

22:38 Uhr | Millionenförderung für Sport in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Landesregierung fördert den Sport mit mehr als vier Millionen Euro. Das hat Sportministerin Tamara Zieschang im MDR angekündigt. Nach Angaben der CDU-Politikerin werden 4,4 Millionen Euro für Übungsleiter, ehrenamtliche Trainer sowie Sportvereine bereitgestellt. Das Programm solle beim Start nach der Corona-Pandemie helfen. Ziele seien, wieder Mitglieder zu gewinnen, Bewegung zu fördern und die Ausbildung von Übungsleitern zu unterstützen. Laut Zieschang richtet sich der jeweilige Betrag nach der Mitgliederzahl der Vereine. Die Auszahlung erfolge über den Landessportbund.

22:30 Uhr | Zehn Prozent der Intensiv-Patienten gegen Covid-19 geimpft

Seit Mitte Februar hat es in Deutschland knapp 68.000 sogenannte Impfdurchbrüche gegeben. Nicht immer gehen diese mit leichten Krankheitsverläufen einher. Aktuell sind zehn Prozent der Patienten auf den Intensivstationen gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 geimpfte Personen.Mehr dazu im Video.

22:28 Uhr | Großes Hotel- und Gaststättensterben zunächst ausgeblieben

Die Corona-Pandemie hat bisher nicht zu einem befürchteten großen Hotel- und Gaststättensterben geführt. Der Effekt der Coronahilfen könnte die Schließungen jedoch nur verzögern, zeigt eine Datenauswertung.

22:05 Uhr | Mittelstand begrüßt Corona-Urteil

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat das Urteil des Bundesarbeitsgerichts zu Betriebsschließungen in der Corona-Pandemie begrüßt. Der Chefvolkswirt des Verbands, Hans-Jürgen Völz, sagte den Funke-Zeitungen, das Urteil schütze Unternehmen vor weiteren Belastungen. Wenn die Politik Geschäftsschließungen anordne, dann müsse sie auch für alle dadurch entstandenen Schäden haften.

Nach dem Urteil des Bundesarbeitsgerichts in Erfurt müssen Arbeitgeber Minijobbern nicht den Lohn weiterzahlen, wenn sie wegen eines Lockdowns schließen müssen. Es sei Sache des Staates, in solch einem Fall den finanziellen Nachteil auszugleichen.

19:17 Uhr | Krankenkassen brauchen Rekordzuschuss vom Bund

Die gesetzlichen Krankenkassen brauchen im kommenden Jahr einen Rekordzuschuss vom Bund in Höhe von 28,5 Milliarden Euro. Wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung mitteilte, gibt es einen zusätzlichen Finanzbedarf von sieben Milliarden Euro. Davon gehe der Schätzerkreis aus Experten des Bundesgesundheitsministeriums, des Bundesamts für Soziale Sicherung und des GKV-Spitzenverbands aus.

Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte, es sei in den letzten Jahren viel investiert worden, etwa in bessere Pflege, in die Digitalisierung - und vor allem auch in die Pandemie-Bewältigung. Das koste, sagte der CDU-Politiker

17:24 Uhr | Kostenlose Schnelltests für Thüringer Studenten

In Thüringen sollen Studenten künftig zweimal die Woche einen kostenlosen Corona-Schnelltest machen können. Wie das Wissenschaftsministerium mitteilte, müssen die Universitäten und Hochschulen die Tests aus Zuweisungen des Landes bezahlen und auch Testangebote vor Ort organisieren. Das ergebe sich aus der Corona-Arbeitsschutzverordnung des Bundes in Verbindung mit den Vorschriften der gesetzlichen Unfallversicherungen. Staatliche Arbeitsschutzvorschriften seien auch auf Unfallversicherte anzuwenden, wie etwa Studierende, hieß es. Bislang hatte diese Pflicht zum Vorhalten von Tests nur für Uni-Beschäftigte gegolten.

16:28 Uhr | Baden-Württemberg plant generelle Testpflicht für Ungeimpfte

Baden-Württemberg will die Corona-Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr verschärfen. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus grün-schwarzen Koalitionskreisen erfuhr, sollen sich Beschäftigte etwa in der Gastronomie oder in Friseursalons künftig zweimal pro Woche testen lassen müssen - und zwar völlig unabhängig von der herrschenden Warnlage. Bisher galt eine solche Testpflicht für ungeimpfte Beschäftigte mit Außenkontakt nur dann, wenn sich die Corona-Lage deutlich verschärft hatte. Geimpfte und genesene Beschäftigte müssen sich den Plänen zufolge grundsätzlich nicht testen lassen.

16:15 Uhr | Bundesarbeitsgericht: Kein Geld für Minijobber bei Corona-Schließung

Staatlich verordnete Geschäftsschließungen in der Corona-Pandemie sind kein Betriebsrisiko. Deshalb müssen Unternehmer Minijobbern auch keine Entgelte zahlen. Das hat das Bundesarbeitsgericht in Erfurt entschieden.

16:11 Uhr | Weiter Test- und Maskenpflicht an Sachsen-Anhalts Schulen

In Sachsen-Anhalt sollen Schüler weiter regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden. Auch an der Maskenpflicht wird vorerst nicht gerüttelt. Das haben Vertreter der Regierungsfraktionen CDU, SPD und FDP bekräftigt. An den Schulen Sachsen-Anhalts erfolgen in der Regel zwei Schnelltests pro Woche. In den Gebäuden müssen Masken getragen werden, während des Unterrichts gibt es jedoch keine Maskenpflicht. Die AfD fordert in einem Antrag, die Maßnahmen aufzuheben und zum "Normalzustand" zurückzukehren. Die Koalition lehnt das ab.

15:56 Uhr | RKI sieht keine eigenen Fehler bei unvollständigen Impfdaten

Das Robert Koch-Institut weist die Verantwortung für offenbar zu niedrige Werte in der offiziellen Corona-Impfstatistik von sich. "Das RKI kann nur die Impfdaten veröffentlichen, die ihm entsprechend übermittelt worden sind", sagte Institutspräsident Lothar Wieler.

Lothar Wieler
Wieler: "Kein Fehler und kein Versäumnis des RKI." Bildrechte: dpa

Eine zu niedrige Erfassung stelle keinen Fehler und kein Versäumnis des RKI dar, sondern gehe auf unterbliebene Meldungen einiger impfender Stellen zurück. Man sei bei der Ermittlung der Impfquote auf das Digitale Impfquotenmonitoring DIM angewiesen, dessen Anwendung und Zuverlässigkeit ausschließlich in der Hand der impfenden Stellen liege. Das RKI hatte vor einer Woche in einem Bericht unter anderem geschrieben, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft seien, als die offiziellen Daten nahelegen.

09:55 Uhr | Thüringen hat die höchste Inzidenz

Thüringen ist jetzt bundesweit das Land mit der höchsten Corona-Inzidenz. Das Robert Koch-Institut meldete am Morgen eine Sieben-Tage-Inzidenz von 103,7. Gestern lag der Wert noch bei 97,1. Damit hat der Freistaat den bisherigen Negativ-Spitzenreiter Bremen überholt. Bundesweit haben die Gesundheitsämter innerhalb eines Tages rund 11.900 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz sank leicht auf 65,4. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin zählte zuletzt rund 1.300 Covid-Intensivpatienten in Deutschland. Die Hospitalisierungsrate lag laut RKI gestern bei 1,7. Alle aktuellen Corona-Zahlen finden Sie hier.

08:59 Uhr | USA öffnen Grenzen für Geimpfte aus Kanada und Mexiko

Die USA öffnen ihre Grenzen zu Kanada und Mexiko für Geimpfte wieder. Ab Anfang November werden nach 19 Monaten die Beschränkung für geimpfte Reisende aus Kanada aufgehoben. Auch die Grenze zu Mexiko werde dann für vollständig Geimpfte geöffnet. Das teilten zwei US-Senatoren mit.

08:40 Uhr | Geimpfte Corona-Patienten in der Regel mit Vorerkrankungen

Auf den Corona-Intensivstationen in Deutschland gibt es nach Angaben von Medizinern fast keine gegen Covid-19 geimpften Patienten ohne Vorerkrankung. Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) teilte dem RND mit, die geimpfte Minderheit bestehe zu großen Teilen aus älteren Patienten, deren zweite Impfung schon weit zurückliegt. "Diese Menschen leiden in aller Regel zudem unter schweren chronischen Krankheiten." Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums war ungefähr jeder zehnte der Patienten, die im August und September wegen Corona auf Intensivstationen behandelt wurden, vollständig geimpft. "Die allermeisten sind gar nicht oder nicht vollständig geimpft", sagte Divi-Präsident Gernot Marx.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 13. Oktober 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 13. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

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