Coronavirus-Pandemie Ticker am Mittwoch: Landesweiter Lockdown in Frankreich

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat ab Samstag eine Ausweitung von bestimmten Lockdown-Maßnahmen auf das gesamte Land angekündigt. Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Der Impfstoff-Entwickler Biontech meldet indes eine hundertprozentige Wirksamkeit seines Impfstoffs bei 12- bis 15-jährigen Menschen. Astrazeneca benennt seinen Corona-Impfstoff um. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Emmanuel Macron
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat einen landesweiten Lockdown verkündet. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 31. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:32 Uhr | Kinderschuh-Aktion: Wer steckt dahinter?

Seit einigen Wochen protestieren Eltern gegen den Corona-Alltag, indem sie Kinderschuhe ihrer Söhne und Töchter vor Rathäusern abstellen. Wer ruft zu dieser Aktion auf? Pauline Betche von der MDR-Rechercheredaktion im Gespräch.

22:20 Uhr | Die Pandemie hat Folgen für die Gleichstellung

Die Corona-Krise hat die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern beim Einkommen noch verstärkt. In Zeiten geschlossener Kitas und Grundschulen haben oft die Mütter einen Großteil der Kinderbetreuung übernommen.

22:12 Uhr | Italien verlängert Corona-Sperren bis Ende April

Italien verlängert zahlreiche Corona-Beschränkungen bis Ende April. Das teilte die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi nach einer Sitzung am Mittwochabend in Rom mit. Allerdings will das Land die Schulen für jüngere Kinder nach Ostern wieder grundsätzlich öffnen. Außerdem sieht ein neues, vom Kabinett beschlossenes Dekret eine Impfpflicht für viele Beschäftigte im medizinischen Bereich und in anderen Teilen des Gesundheitswesens vor.

21:00 Uhr | Zahl der Intensivpatienten als Maßstab

Neben der Sieben-Tage-Inzidenz soll nun auch die Anzahl der Corona-Patienten auf den Normalstationen der Krankenhäuser richtungsweisend für Lockdown-Maßnahmen in Sachsen sein. Entscheidend ist dabei die Zahl von 1.300 belegten Betten.

20:25 Uhr | Macron verkündet landesweiten Lockdown in Frankreich

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat in einer TV-Ansprache eine Ausweitung von bestimmten Lockdown-Maßnahmen auf das gesamte Land angekündigt. Die Neuerung tritt am Samstag in Kraft – für mindestens einen Monat. Bislang galten die Regelungen nur im Großraum Paris und einigen anderen Regionen. "Wir werden die Kontrolle verlieren, wenn wir jetzt nichts tun", sagte Macron in der Ansprache. Auch die Schulen sollen landesweit für drei Wochen geschlossen bleiben.

20:00 Uhr | Türkei meldet neuen Höchstwert

Die Türkei meldet mit 39.302 Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Die Zahl der bestätigten Todesfälle in Verbindung mit dem Virus stieg binnen 24 Stunden zudem um 152 auf 31.537, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums am Mittwoch weiter hervorgeht. Die Regierung hatte Anfang des Monats die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gelockert, was wieder zu einem Anstieg der Fälle führte. Am Montag zog Präsident Recep Tayyip Erdogan aber die Reißleine und kündigte eine Verschärfung der Maßnahmen an. Unter anderem soll es während des islamischen Fastenmonats Ramadan, der Mitte April beginnt, eine Rückkehr zu den landesweiten Ausgangsbeschränkungen am Wochenende kommen.

18:25 Uhr | Chefarzt: Schnelltests nur schmückendes Beiwerk

Der Ärztliche Direktor des Elisabeth-Krankenhauses in Halle, Hendrik Liedtke, warnt vor einer trügerischen Sicherheit durch Corona-Schnelltests. Liedtke sagte MDR AKTUELL, für die Krankenhäuser seien solche Antigen-Tests nur schmückendes Beiwerk. Sie brächten war sehr schnell ein erstes Ergebnis, könnten aber niemals als Beweis dienen. Sicherheit gebe es nur mit einem PCR-Test. Daher seien die Krankenhäuser besorgt, wenn größere Veranstaltungen nur auf der Basis von Schnelltests durchgeführt werden könnten. Im Elisabeth-Krankenhaus wird derzeit ein Patient behandelt, der zwei Mal gegen das Coronavirus geimpft wurde und keine Symptome hat. Bei ihm wurde jedoch eine große Zahl an Viren im Nasen- und Rachenraum festgestellt.

17:35 Uhr | Sterblichkeitsrate in den USA deutlich gestiegen

Im Pandemie-Jahr 2020 sind deutlich mehr Amerikaner gestorbenen als zuvor. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Sterblichkeitsrate um 15,9 Prozent auf 3,4 Millionen Menschen angestiegen, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am Mittwoch mit. Dies entspricht der Behörde zufolge etwa 378.000 Menschen, deren Tod auf Covid-19 zurückzuführen sei. Die Krankheit stieg damit nach Herzkrankheiten und Krebs zur dritthäufigsten Todesursache mit einem Anteil von 11,3 Prozent auf. Besonders hoch sei die Rate bei Männern über 85 Jahren gewesen.

17:27 Uhr | Museen in Leipzig schließen wieder

Die erst seit kurzer Zeit geöffneten Museen in Leipzig müssen wieder schließen. Das teilte die Stadtverwaltung unter Verweis auf die neue Corona-Schutzverordnung mit, die ab Donnerstag in Sachsen gilt. Zwar könnten Handel und Museen ab 6. April laut Verordnung unabhängig von der Inzidenz wieder öffnen. Der Gradmesser sei aber, dass nicht mehr als 1.300 Krankenhausbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind.

Anders geht dagegen die Stadt Chemnitz vor. Sie erließ am Mittwoch eine Allgemeinverfügung, die Öffnungen ab 6. April erlaubt, wenn Kunden und Besucher einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorlegen. Das gelte für bestimmte Geschäfte sowie Tierpark und Museen.

17:12 Uhr | Schweden setzt geplante Lockerung aus

Schwedens Regierung setzt die geplante Lockerung von Corona-Beschränkungen bis mindestens zum 03. Mai aus. "Die Lage ist ernst", sagt Ministerpräsident Stefan Löfven. Der Leiter der Gesundheitsbehörde Johan Carlson berichtet von "einer dramatischen Zunahme der Infektionen in vielen Regionen". Unter anderem war geplant, mehr Besucher bei Konzerten und Fußballspielen sowie in Vergnügungsparks zuzulassen.

17:08 Uhr | Neue Corona-Verordnung in Thüringen

Thüringen verlängert den Corona-Lockdown bis zum 24. April, ermöglicht aber leichte Lockerungen unter anderem für Pflegeheime. In Abhängigkeit von der Infektionslage könnten bislang geschlossene Tagespflege-Einrichtungen geöffnet werden. Das sieht die am Mittwoch veröffentlichte neue Corona-Landesverordnung vor. Voraussetzung ist eine stabile Sieben-Tage-Inzidenz unter 200. Die Verordnung enthält auch Lockerungen bei Kontaktbeschränkungen über Ostern. Von Karfreitag bis Ostermontag dürfen sich zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen treffen, zum Haushalt gehörende Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht eingerechnet. Die Verordnung tritt am Donnerstag, den 1. April, in Kraft und gilt bis zum 24. April.

16:55 Uhr | Grimm-Benne: Astrazeneca ist hoch wirksam

Nach der Entscheidung, den Astrazeneca-Impfstoff nicht mehr bei Unter-60-Jährigen einzusetzen, hofft Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne, dass die Impfkampagne kein Vertrauen verliert. Die SPD-Politikerin sage MDR AKTUELL, es gehe immer darum, auf die Wissenschaft zu hören. Dazu gebe es den Austausch mit der Ständigen Impfkommission, um das Impfen so sicher wie möglich zu gestalten. Man müsse auf die Fälle von Blutgerinnseln in Hirnvenen reagieren und gehe nun auf Nummer sicher. Grimm-Benne betonte, der Impfstoff von Astrazeneca sei hoch wirksam. In anderen Ländern wie etwa Großbritannien werde er ganz bewusst eingesetzt.

16:14 Uhr | Weimarer Pilotprojekt wird verlängert

Das Modellprojekt in Weimar zur Öffnung des Einzelhandels wird um einen Tag verlängert. Wie das Gesundheitsministerium MDR THÜRINGEN mitteilte, können die Weimarer auch am Gründonnerstag einkaufen gehen. Weimar hat als erste Kommune in Thüringen ein Konzept umgesetzt, mit dem getestet werden soll, ob solche Öffnungen – verbunden mit Tests und Auflagen – in der Pandemie vertretbar sind. Voraussetzung zum Shopping etwa in Bekleidungsläden oder zum Besuch im Bauhaus-Museum ist ein tagesaktueller negativer Corona-Test. Zum Einsatz bei der Kontaktnachverfolgung kommt auch die Luca-App. Auch andere Städte in Thüringen, etwa Erfurt, schmieden Pläne für solche Öffnungstests. Weimar selbst plant eine zweite Phase ab dem 19. April.

15:50 Uhr | Russland lässt Tier-Impfstoff zu

Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Wie die zuständige Agrar-Aufsichtsbehörde mitteilte, wurde das Vakzin Carnivak-Cov seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet.

15:31 Uhr | WHO empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff weiterhin

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht weiterhin eine positive Indikation für den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffes. Das Risiko-Nutzen-Verhältnis "spricht stark für seine Anwendung", sagt Alejandro Cravioto, Vorsitzender der SAGE-Impf-Expertenkommission der WHO. Viele Staaten hätten Warnsysteme für Zwischenfälle im Einsatz und hätten keine Probleme gemeldet.

15:26 Uhr | Söder und Kretschmann für bundesweite Notbremse

Die Ministerpräsidenten von Bayern und Baden-Württemberg, Markus Söder und Winfried Kretschmann, haben an ihre 14 Länderkollegen appelliert, den Kampf gegen die Corona-Pandemie nicht zu verzögern. In einem gemeinsamen Brief fordern sie insbesondere, die vereinbarte Notbremse ohne weiteres Überlegen und Zögern konsequent umzusetzen. Dazu gehörten nächtliche Ausgangsbeschränkungen, weniger Kontakte bei einer Inzidenz über 100 sowie eine FFP2-Maskenpflicht und Tests. Die Ministerpräsidenten fordern auch einheitliche Beschlüsse für Schulen. Wer keinen negativen Test habe, solle auch nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.

13:13 Uhr | Biontech meldet hundertprozentige Wirksamkeit bei Jugendlichen

Der Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer hat in einer Zulassungsstudie bei Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren eine hundertprozentige Wirksamkeit gezeigt. Das teilte der Mainzer Impfstoff-Entwickler Biontech mit. Die Immunantworten der Studienteilnehmer hätten den "robusten" Erfolg bei 16- bis 25-Jährigen noch übertroffen. Zudem sei die Verträglichkeit "gut".

Die Daten stammen aus einer Studie der sogenannten Phase 3. Die beiden Hersteller Biontech und Pfizer wollen sie nächste Woche bei den Arzneimittelbehörden der EU und der USA einreichen. Der Biontech-Impfstoff ist bislang nur für Menschen ab 16 Jahren zugelassen. Die Impfung soll nun "schnellstmöglich" auf die Altersgruppe 12- bis 15-Jährige ausgeweitet werden.

13:08 Uhr | Sachsen impft über Ostern weiter

Sachsen will trotz der neuen Alterseinschränkung bei Astrazeneca an den Osterfeiertagen weiter impfen. Gesundheitsministerin Petra Köpping sagte bei einer Sondersitzung des Landtags, jeder, der einen Impftermin habe, könne ihn auch nutzen. Ab Donnerstag solle in den Impfzentren der Impfstoff von Biontech/Pfizer zum Einsatz kommen.

12:58 Uhr | Steinmeier lädt zum gemeinsamen Gedenken an Covid-19-Opfer

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat offiziell zum gemeinsamen Gedenken an die Verstorbenen in der Corona-Pandemie am 18. April aufgerufen. Wie das Bundespräsidialamt mitteilte, findet die zentrale Gedenkfeier im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt statt. Das Gedenken sei auch den Hinterbliebenen gewidmet. Auch wenn die Pandemie noch nicht überwunden sei, solle das ein Tag des Innehaltens sein.

An der Gedenkfeier selbst sollen wegen Corona nur wenige Menschen teilnehmen, noch dazu unter strengen Schutzauflagen. Eingeladen sind fünf Hinterbliebene, die Spitzen der fünf Verfassungsorgane und ein Vertreter des Diplomatischen Korps. Vor der Gedenkfeier ist ein ökumenischer Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche geplant.

12:35 Uhr | Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Ex-Abgeordneten Löbel

Gegen den früheren CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Mannheim. Dabei geht es nicht um die Vorwürfe in der sogenannten Maskenaffäre. Die Ermittler teilten mit, sie sähen keinen Grund, den Vorwurf der Bestechlichkeit von Mandatsträgern weiter zu verfolgen. Es habe kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der privaten Vermittlungstätigkeit Löbels und dessen Tätigkeit als Abgeordneter bestanden.

Jedoch habe das Vorprüfungsverfahren einen Anfangsverdacht für die Begehung mehrerer Straftaten ergeben, unter anderem der Untreue. Den Angaben zufolge geht es um die Anmietung von Räumlichkeiten in der Geschäftsstelle des CDU-Kreisverbands Mannheim sowie die Vergütung von Personal und eine GmbH, die Löbel zuzurechnen sei.

12:22 Uhr | Erster Impfstoff für Tiere in Russland zugelassen

Russland hat nach eigenen Angaben den ersten Corona-Impfstoff für Tiere zugelassen. Wie die zuständige Agrar-Aufsichtsbehörde mitteilte, wurde das Vakzin Carnivak-Cov seit Oktober an Hunden, Katzen, Nerzen, Füchsen und anderen Tieren getestet. Der Stoff habe sich zu 100 Prozent als wirksam erwiesen. Die Massenproduktion solle im April starten. Die Behörde erklärte, Pelztierzüchter aus den USA, Kanada und Singapur hätten bereits ihr Interesse an Cornivak-Cov gezeigt.

12:14 Uhr | Bald wieder Züge nach Tschechien

Die Länderbahn nimmt ihren Zugverkehr nach Tschechien wieder auf. Weil das Nachbarland nicht mehr als Virusvariantengebiet gilt, will der Trilex in mehreren Stufen bis 12. April zum Normalbetrieb zurückkehren. Der Trilex bedient die Strecke von Seifhennersdorf nach Liberec. Die Vogtlandbahn wird ebenfalls ab 12. April von Bad Brambach nach Cheb fahren. In Bayern werden die Zugverbindungen von München nach Prag ab 7. April wieder planmäßig bedient.

12:01 Uhr | Fünf Todesfälle in NRW nach Astrazeneca-Impfung

In Nordrhein-Westfalen hat es nach Angaben von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann acht schwere Vorfälle nach Impfungen mit Astrazeneca gegeben. Fünf Personen seien gestorben. Alle seien jünger als 60 gewesen. Bund und Länder waren am Dienstag einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission gefolgt, Astrazeneca in der Regel nur noch Menschen ab 60 Jahren zu spritzen. Hintergrund sind Fälle von Hirnvenen-Thrombosen.

11:27 Uhr | Ostdeutsche Betriebe schöpfen Zuversicht

In weiten Teilen der ostdeutschen Wirtschaft hat sich die Stimmung gebessert – trotz der anhaltenden Corona-Auflagen. Das geht aus dem Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts in Dresden hervor. Befragt wurden rund 1.700 Betriebe. Sie schätzen ihre aktuelle Lage besser ein als in den Vormonaten und blicken optimistischer in die Zukunft. Nach Ifo-Angaben gilt das vor allem für die Industrie – sie ist vom Lockdown weniger betroffen als etwa Dienstleister oder Händler. Aber selbst bei denen hellt sich die Stimmung auf.

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10:52 Uhr | Drive-in-Beichte in Worbis

Im katholischen Eichsfeld ist die Aktion "Beichte durchs Autofenster" angelaufen. Das erste Angebot in Worbis wurde aber nur verhalten angenommen. Pfarrer Markus Hampel sagte MDR THÜRINGEN, er habe gestern Abend eine knappe Stunde zu tun gehabt. Die Autos der Gläubigen seien dabei auf einen Parkplatz gelotst worden, neben den Wagen des Pfarrers. So habe man sich zu zweit – jeweils mit Maske – durch die Autofenster unterhalten können. Die Beichte in den Kirchen ist zurzeit wegen der Corona-Abstandsregeln nicht erlaubt.

10:40 Uhr | Astrazeneca benennt seinen Impfstoff um

Der britisch-schwedische Konzern Astrazeneca vermarktet seinen Coronavirus-Impfstoff in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Wie das Unternehmen mitteilte, wurde der neue Name von der Europäischen Arzneimittelagentur genehmigt. Bislang ist das Präparat unter dem Namen "Covid-19 Vaccine Astrazeneca" bekannt. Astrazeneca erklärte, die Umstellung auf einen Markennamen sei üblich und seit vielen Monaten geplant. Die vollständige Umstellung auf den Namen Vaxzevria werde sechs Monate dauern.

10:31 Uhr | Sachsen-Anhalt: Keine Astrazeneca-Impfung für Jüngere

Sachsen-Anhalt setzt die Impfungen mit Astrazeneca für Menschen unter 60 Jahren vorerst aus. Wie das Sozialministerium MDR SACHSEN-ANHALT mitteilte, wurden die Impfzentren darüber noch am Dienstagabend informiert. Damit folgt das Land der Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Grund sind Fälle von Blutgerinnseln bei jüngeren Frauen. Offen ist noch, wie mit der Zweitimpfung in der Altersgruppe unter 60 verfahren werden soll. Die Stiko kündigte eine ergänzende Empfehlung bis Ende April an.

10:10 Uhr | Arbeitslosigkeit sinkt trotz Lockdown

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März trotz der coronabedingten Betriebsschließungen gesunken. Die Bundesagentur für Arbeit zählte 2,83 Millionen Arbeitssuchende. Das waren 77.000 weniger als im Februar, aber fast eine halbe Million mehr als vor einem Jahr. Behördenchef Detlef Scheele sprach von einer deutlichen Frühjahrsbelebung. Allerdings seien auch die Spuren der Corona-Krise überdeutlich.

09:54 Uhr | Ifo hält mehr Homeoffice für möglich

Im März haben 31,7 Prozent der Beschäftigten in Deutschland teilweise oder vollständig von zu Hause aus gearbeitet. Das ergab eine Umfrage des Münchner Ifo-Instituts. Gleichwohl hält Ifo eine Steigerung für möglich. Der zuständige Bereichsleiter Oliver Falck sagte, es gebe noch viel Luft nach oben. Er schätze das Potenzial für Homeoffice auf 56 Prozent der Beschäftigten.

09:39 Uhr | Kretschmer: Zu viele halten sich nicht an die Corona-Regeln

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat vor rasant steigenden Infektionszahlen gewarnt. Der CDU-Politiker sagte den Sendern RTL und ntv, der Blick in die Nachbarländer zeige, was passieren werde. Deutschland werde Inzidenzwerte von bis zu 700 bekommen, wenn man die Welle nicht anhalte. Das schaffe kein Gesundheitssystem der Welt, auch nicht das deutsche.

Kretschmer zufolge hält sich ein Großteil der Bürger nicht mehr an die Corona-Maßnahmen. Zu viele machten Kompromisse, zu viele gingen ihren eigenen Weg. Kretschmer forderte mehr Eigenverantwortung der Bürger. Zu viel Sorglosigkeit führe zu weiter steigenden Infektionszahlen.

09:28 Uhr | Amtsärzte mahnen konsequenten Lockdown an

Die deutschen Amtsärzte haben einen harten Lockdown gefordert. Verbandsvorsitzende Ute Teichert sagte der "Rheinischen Post", die Impfungen würden die Welle in den kommenden Wochen noch nicht brechen können. Daher sei es jetzt entscheidend, mit den Fallzahlen herunterzukommen. Das sei nur mit einem konsequenten Lockdown machbar. Teichert warnte zugleich vor Öffnungsschritten. Lockerungen führten dazu, dass die Menschen viele Kontakte hätten. Für die Zeit nach dem Lockdown brauche es Konzepte.

09:14 Uhr | Bevölkerungszahl stagniert 2020

Die Bevölkerung Deutschlands ist im vergangenen Jahr zum ersten Mal seit 2011 nicht weiter gewachsen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, verharrte die Bevölkerungszahl bei 83,2 Millionen Menschen. Die Zahl der Geburten ging im Vergleich zu 2019 leicht zurück, die Zahl der Sterbefälle nahm dagegen spürbar zu. Zudem war die Nettozuwanderung deutlich niedriger als im Vorkrisenjahr. Gründe sind den Statistikern zufolge Reisebeschränkungen und die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise.

09:07 Uhr | Astrazeneca: Lehrerverband beklagt Rückschlag

Der Deutsche Lehrerverband sieht in der neuen Altersbeschränkung für Astrazeneca einen Rückschlag. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte, das gefährde die Durchimpfung von Lehrkräften im April. Kollegen unter 60 Jahren müssten schnell die Möglichkeit bekommen, sich mit anderen Vakzinen wie Biontech/Pfizer immunisieren zu lassen. Andernfalls werde es schwierig, die Schulen bei steigenden Infektionszahlen offen zu halten.

09:05 Uhr | Deutlich weniger Firmenpleiten

Die Zahl der Unternehmenspleiten ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1999 gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt mit. Demnach meldeten die Amtsgerichte knapp 15.800 Firmeninsolvenzen. Das waren 15,5 Prozent weniger als im Jahr davor. Allerdings war auch die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, wegen der Pandemie monatelang ausgesetzt. Für überschuldete Firmen gilt das noch bis Ende April, wenn bisher keine staatlichen Hilfeleistungen beansprucht wurden.

08:50 Uhr | Jeder vierte Gastronom setzt auf Oster-Angebote

Etwa jeder vierte Thüringer Gastronom bietet an den Ostertagen einen Außer-Haus-Service an. Das sagte der Thüringer Dehoga-Chef, Dirk Ellinger, MDR THÜRINGEN. Die entgangenen Einnahmen könnten Liefer- und Abholangebote aber nicht ausgleichen. Die Ostertage seien für die Gastronomie die wichtigste Zeit nach Weihnachten. Vor allem Ostersonntag und Ostermontag seien sonst "Großkampftage".

Ellinger verlangte Perspektiven für die Branche. Der Inzidenzwert dürfe nicht weiter der entscheidende Parameter bei der Frage sein, ob die Gastronomie wieder öffnen dürfe.

08:35 Uhr | Malta startet Tourismus-Offensive

Malta will sich ab Juni wieder für Touristen öffnen. Das erklärte der zuständige Minister Evarist Bartolo. Um einreisen zu können, müssten die Urlauber einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test vorlegen. Die Tourismusbranche gehört zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Inselstaats und sichert viele Arbeitsplätze. Malta selbst hat eine vergleichsweise hohe Impfquote vorzuweisen. Etwa jeder dritte Erwachsene ist bereits mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden.

07:56 Uhr | So viele Intensiv-Patienten wie zuletzt Anfang Februar

In Deutschland sind dem Risklayer-Projekt zufolge binnen eines Tages 13.257 neue Corona-Infektionen registriert worden. Das sind rund 2.400 Fälle mehr als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt damit bundesweit auf 143 Fälle je 100.000 Einwohner.

Auch die Inzidenz-Werte in Mitteldeutschland gehen weiter hoch. Den mit Abstand höchsten Wert hat mit 252 nach wie vor Thüringen. Sachsen hat eine Inzidenz von 210, in Sachsen-Anhalt liegt sie bei 176. Der absolute Corona-Hotspot ist der Kreis Greiz mit 610 Ansteckungen in sieben Tagen je 100.000 Einwohner. Es folgt der Vogtlandkreis mit einer Inzidenz von 441.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen stieg laut DIVI-Register auf 3.607. So viele waren es zuletzt Anfang Februar.

07:33 Uhr | Astrazeneca: Patientenschützer kritisieren das Hin und Her

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert das Hin- und Her beim Corona-Impfstoff Astrazeneca. Stiftungsvorstand Eugen Brysch sagte MDR AKTUELL, die staatlichen Empfehlungen seien wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Erst sei das Vakzin nur für jüngere Menschen gewesen, dann hätten es alle bekommen und jetzt sollten damit nur Ältere geimpft werden. So könne nur schwer Vertrauen hergestellt werden.

07:23 Uhr | Lauterbach fordert Stopp aller Modellprojekte

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach fordert, dass alle Modellprojekte zur Lockerung der Corona-Beschränkungen gestopt werden. Lauterbach twitterte, Testen statt Lockdown sei Wunschdenken – genauso wie Abnehmen durch Essen. Dem ARD-Magazin "Report Mainz" sagte Lauterbach, er könne auch nicht nachvollziehen, dass das Vorzeige-Pilotprojekt in Tübingen verlängert worden sei. Dem Bericht zufolge sind die Corona-Infektionszahlen in der Stadt deutlich gestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz habe sich seit Mitte März vervierfacht. Das Sozialministerium in Baden-Württemberg spreche von einer kritischen Entwicklung. "Report Mainz" zufolge gibt es bundesweit mehr als 120 Kommunen, die Öffnungskonzepte nach dem Tübinger Modell planen.

06:56 Uhr | Stiko-Chef befürchtet Vertrauensverlust

Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, befürchtet nach der neuen Impfempfehlung für Astrazeneca einen Vertrauensverlust. Mertens sagte den Funke-Medien, in jedem Fall habe die Kontrollfunktion des Paul-Ehrlich-Instituts gut funktioniert. Es seien mehr als 30 besorgniserregende Fälle registriert und intensiv geprüft worden. Darauf habe seine Behörde reagiert. Das sollte eigentlich vertrauensbildend sein. Allerdings seien die Auswirkungen schwer abzusehen.

06:45 Uhr | Osterreiter dürfen am Sonntag ausreiten

In der Oberlausitz dürfen die Osterreiter am Sonntag unterwegs sein. Das entschied am Dienstagabend das Gesundheitsamt des Landkreises Bautzen. Vize-Landrat Udo Witschas sagte dem MDR, dass Besucher wegen der Corona-Pandemie ausdrücklich nicht erwünscht seien. Im Vordergrund stehe die Religionsausübung, nicht die Show. Routen und Zeiten der Prozessionen würden deshalb nicht bekannt gegeben.

06:31 Uhr | Städte-Dreieck plant Öffnungen

Die Thüringer Städte Bad Blankenburg, Saalfeld und Rudolstadt wollen in der Corona-Pandemie Modellregion werden. Bis Ende Mai soll für das Städte-Dreieck ein Öffnungs-Fahrplan erarbeitet werden. Der Bürgermeister von Rudolstadt, Jörg Reichl, sagte MDR AKTUELL, ein Jahr nach Beginn der Krise müsse nach Wegen gesucht werden, aus dem Lockdown herauszufinden. Besonders Kinder und Jugendliche bräuchten wieder Begegnung. Ein Sprecher der Stadt Saalfeld stellte aber klar, Voraussetzung für Öffnungen sei die Zustimmung der Landesregierung.

06:27 Uhr | Spahn: Altersbeschränkung bei Astrazeneca ein Rückschlag

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Altersbeschränkung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca als Rückschlag bezeichnet. Dennoch sei die Entscheidung richtig. Für jüngere Menschen unter 60 Jahren zeige sich ein erhöhtes Risiko bei den Nebenwirkungen. Wer in dieser Altersgruppe schon eine Erstimpfung erhalten habe, könne nun wählen. Eine Option sei, sich nach einer Risikoanalyse eine Zweitimpfung geben zu lassen. Oder die Betroffenen warteten auf die Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Kanzlerin Angela Merkel verteidigte die Altersbeschränkung ebenfalls. Die Alternative wäre gewesen, etwas unter den Teppich zu kehren.

06:21 Uhr | Sachsen hält Impftermine ein

Sachsen setzt die neue Altersbeschränkung für den Corona-Impfstoff von Astrazeneca ab heute um. Gesundheitsministerin Petra Köpping teilte mit, das Vakzin werde nur noch bei Menschen ab 60 Jahren eingesetzt. Alle für heute vereinbarten Termine könnten dennoch stattfinden. Die Jüngeren erhielten eine Dosis von Biontech oder Moderna, die Älteren von Astrazeneca. In Thüringen wird ab heute gar nicht mehr mit Astrazeneca geimpft. Die Kassenärztliche Vereinigung teilte dem MDR dazu mit, das sei unabhängig von den Komplikationen so geplant gewesen. Der Impfstoff sei komplett aufgebraucht. Aus Sachsen-Anhalt gibt es zum weiteren Vorgehen noch keine Informationen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 31. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. März 2021 | 06:00 Uhr

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