Coronavirus-Pandemie Ticker: Mehr als 330.000 Neuinfektionen in Frankreich

In Frankreich steigt die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit über 330.000 auf einen neuen Tagesrekord. Der ehemalige Trainer von Werder Bremen, Markus Anfang, hat eingeräumt, einen gefälschten Impfpass genutzt zu haben. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Ein Mann erhält in einem mobilen Corona-Testzentrum einen Nasenabstrich.
In Frankreich nähert sich die Sieben-Tage-Inzidenz zielsicher der 2.000er-Marke. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 5. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:40 Uhr | Italien führt Impfpflicht ab 50 Jahren ein

In Italien müssen sich künftig alle Menschen über 50 Jahren gegen Covid impfen lassen. Ministerpräsident Mario Draghi erklärte, mit der Impfpflicht schreite man "besonders in den Altersklassen ein, die mehr vom Risiko eines Krankenhausaufenthaltes betroffen sind". Ziel sei, den Druck von den Kliniken zu nehmen.

Mit der Ausbreitung der Omikron-Variante verzeichnete auch Italien zuletzt immer neue Höchststände bei den Neuinfektionen. Am Mittwoch waren es mehr als 189.000, am Dienstag meldeten die Behörden noch mehr als 170.000. Um den Druck auf Ungeimpfte zu erhöhen, gilt in dem Land ab kommendem Montag unter anderem auch in Verkehrsmitteln, Hotels, Restaurants, auf Messen sowie in Schwimmbädern und Fitnessstudios eine 2G-Regel. Der Zutritt ist damit nur vollständig Geimpften und Genesenen gestattet.

22:14 Uhr | Grammy-Verleihung wird verschoben

Die Verleihung der Grammy-Musikpreise wird wegen der Corona-Pandemie verschoben. Wie die Recording Academy in Los Angeles mitteilte, gibt es zu viele Risiken, die Show am 31. Januar auszurichten. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

20:47 Uhr | Generalmajor Breuer für Thüringer Vertreter im Corona-Krisenstab

Am Mittwoch hat Generalmajor Carsten Breuer Thüringen besucht. Er hatte nach dem Regierungswechsel den Krisenstab im Kanzleramt übernommen, um viele Prozesse zu optimieren – im Kampf gegen die vierte Welle. Aus seiner Sicht sollte künftig auch ein Vertreter Thüringens im Krisenstab mitarbeiten. Interessiert zeigte sich Breuer insbesondere am Thüringer Modell bei der Beschaffung von Impfstoff.

20:27 Uhr | Mehr als 330.000 Neuinfektionen in Frankreich

Frankreich hat erneut einen Höchststand an Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Nach Angaben der französischen Gesundheitsbehörde vom Mittwochabend wurden innerhalb von 24 Stunden 332.252 Neuinfektionen registriert. Erst am Vortag war mit mehr als 270.000 Infektionen ein Rekordwert erzielt worden.

Mit der Ausbreitung der Omikron-Variante steigen die Infektionszahlen in Frankreich rasant. Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei etwa 1.851 Fällen pro 100.000 Menschen.

20:02 Uhr | Elternvertretung besorgt wegen Omikron-Welle

In der Omikron-Welle könnten Urlaubstage für Kinderbetreuung schnell aufgebraucht sein. Dem will die Thüringer Landeselternvertretung vorbeugen. Sie startete eine bundesweite Petition für mehr Corona-Hilfen.

19:51 Uhr | Frust bei Sachsens Skilift-Betreibern

Sachsen ist zurzeit die einzige Region Europas, in der der Skiliftbetrieb komplett verboten ist. Das sorgt mehr und mehr für Verärgerung bei den Betreibern, vor allem nach der Verlängerung der Notfallverordnung.

19:10 Uhr | Sachsen-Anhalts Schüler werden ab Montag täglich getestet

Der Unterricht an den Schulen in Sachsen-Anhalt wird nach den Weihnachtsferien am Montag mit Präsenzpflicht stattfinden. Wie das Bildungsministerium mitteilte, sollen die Schülerinnen und Schüler an jedem Unterrichtstag getestet werden. Außerdem bleibe die Maskenpflicht im Klassenraum bestehen. Am Ende der ersten Schulwoche solle die Lage erneut bewertet werden. Sachsen-Anhalts Bildungsministerin Eva Feußner sagte, Präsenzunterricht entlaste die Familien. Zudem sei die Aufrechterhaltung des Schulbetriebs eine Grundlage, um die Arbeitsfähigkeit anderer kritischer Infrastrukturen zu sichern.

18:20 Uhr | Forderung nach Ende von 2G in Bekleidungsgeschäften

Zutritt nur für Geimpfte und Genesene: Nach aktueller Corona-Verordnung in Thüringen gilt in Textilgeschäften die 2G-Regel. In Bayern und Niedersachen hatten Gerichte das in ihren Ländern gekippt. Nun fordern AfD und FDP in Thüringen das Ende von 2G in Bekleidungsgeschäften. Mehr dazu im Artikel von MDR THÜRINGEN:

17:45 Uhr | Warnungen vor unbedachter Quarantäne-Verkürzung

Die Omikron-Variante ist endgültig in Deutschland angekommen und dürfte bald dominieren. Weil sie sich schnell verbreitet, soll die Quarantäne für positiv auf das Coronavirus Getestete verkürzt werden. Das könnte aber Probleme machen. Fachleute haben in einer Online-Konferenz über verschiedene Aspekte dazu diskutiert. Mehr dazu lesen Sie im Artikel von MDR WISSEN:

17:32 Uhr | Kultusminister wollen Schulen weiter offen halten

Die deutschen Kultusministerinnen und Kultusminister bleiben bei ihrer Linie, die Schulen offen zu halten. Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Karin Prien, sagte nach einer Sonderschalte der Minister, man müsse die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen noch stärker in den Blick nehmen. Das gelte auch dann, wenn sich die Pandemie durch eine neue Virusvariante verändere. Man werde Schulen erst dann schließen, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft seien. Die Runde sprach sich in ihrem Beschluss auch für überarbeitete Quarantäneregeln für Schüler und Lehrer aus.

17:12 Uhr | Änderungen bei Quarantäneregeln geplant

Die Corona-Quarantäneregeln sollen verkürzt werden. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern verständigt. Sachsen-Anhalts Ministerin Petra Grimm-Benne, die aktuell Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz ist, sagte in Magdeburg, dass zwischen der allgemeinen Bevölkerung und Beschäftigten der kritischen Infrastrukur unterschieden werden soll. Demnach können die Beschäftigten etwa in Kliniken und Pflegeheimen, wenn sie Kontaktperson sind, nach fünf Tagen aus der Quarantäne heraus. Voraussetzung ist ein negativer PCR-Test. Bei Erkrankten ist das nach sieben Tagen möglich. Für die allgemeine Bevölkerung soll gelten, dass man nach sieben Tagen eine Quarantäne beenden kann. Nach zehn Tagen soll die Absonderung auch ohne Test enden.

16:49 Uhr | Bremens Ex-Trainer Anfang räumt Impfpass-Fälschung ein

Bremens Ex-Trainer Markus Anfang hat die Nutzung eines gefälschten Impfpasses zugegeben. Das bestätigte ein Sprecher der Bremer Staatsanwaltschaft. Anfang war Ende November als Trainer des Fußball-Zweitligisten zurückgetreten. Zuvor waren die Ermittlungen gegen ihn wegen eines gefälschten Impfpasses bekannt geworden.

15:36 Uhr | Studie: Corona-Tests machen Kitas sicherer

Regelmäßige Corona-Tests an Kitas können verhindern, dass sich das Virus in den Einrichtungen ausbreitet. Zu dieser Erkenntnis kommen Wissenschaftler der Universität Würzburg. Für ihre Studie verwendeten sie Daten, die während der zweiten Corona-Welle von Oktober 2020 bis März 2021 erhoben wurden. Demnach ist es für einen sicheren Betrieb ausreichend, dass sich mindestens die Hälfte der Kinder und Mitarbeitenden zu Wochenbeginn testen lässt. Die Ergebnisse müssten dann schnell vorliegen. Die größte Akzeptanz gab es der Studie zufolge für Mundspültests.

14:05 Uhr | Demo-Beschränkungen in Sachsen bleiben

Der sächsische Landtag hat es abgelehnt, die aktuellen Beschränkungen für Versammlungen aufzuheben. Den Antrag dazu hatte die AfD gestellt, er bekam allerdings keine Unterstützung von den anderen Parteien im Landtag. AfD-Fraktionschef Jörg Urban hatte der Regierung vorgeworfen, durch die Begrenzung der Teilnehmerzahl den öffentlichen Protest zu kriminalisieren. Nach der aktuellen Corona-Verordnung sind bei Versammlungen maximal zehn Teilnehmer erlaubt. Auch dürfen sie nicht als Demonstrationszug durch die Straßen ziehen, im Einzelfall können jedoch Ausnahmen bewilligt werden. Linke und Grüne sprachen sich in der heutigen Landtagsdebatte dafür aus, die Zahl der Teilnehmer an Demonstrationen mit der neuen Verordnung ab Mitte Januar zu erhöhen.

13:22 Uhr | Empörung über Macrons Aussage zu Ungeimpften

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat mit Aussagen über Ungeimpfte heftige Kritik bei der Opposition ausgelöst. Die rechtsextreme Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen nannte Macron seines Amtes unwürdig. Auch Sozialistenchef Olivier Faure sprach von einer Aussage, die nicht auf der Höhe eines Präsidenten sei. Der Linkenpolitiker Jean-Luc Mélenchon bezeichnete die Aussagen als "schockierend". Grünen-Kandidat Yannick Jadot schrieb, die Menschen seien Macron egal.

Der Präsident hatte in einem Zeitungsinterview gesagt, im Kampf gegen die Corona-Pandemie habe er große Lust, Ungeimpfte "zu nerven – bis zum bitteren Ende". Derzeit debattiert das französische Parlament über schärfere Regeln. So sollen ab Mitte Januar nur noch Geimpfte Zugang zu Restaurants, Kulturstätten oder Fernzügen haben.

13:03 Uhr | Thüringer CDU geht auf Distanz zu Maaßen-Äußerungen

Die Thüringer CDU hat Äußerungen des früheren Südthüringer Bundestagskandidaten Hans-Georg-Maaßen kritisiert. Landeschef Christian Hirte sagte, die Inhalte, die Maaßen in den sozialen Medien geteilt habe, widersprächen der Position des Landesverbands. Maaßen vertrete damit erneut allein seine persönliche Meinung. Hirte kündigte an, Maaßen um ein Gespräch zu bitten. Maaßen hatte zuvor ein Video des Mikrobiologen Sucharit Bhakdi verbreitet, in dem dieser einen Stopp der Corona-Impfungen fordert und vor schweren Impfnebenwirkungen warnt.

12:19 Uhr | Israel-Studie zu vierter Impfung enttäuschend

Die Leiterin einer israelischen Studie zur Wirksamkeit einer vierten Impfung sieht einen beobachteten fünffachen Anstieg der Antikörper als "gut, aber nicht ausreichend" an. "Wir sehen einen bestimmten Anstieg der Antikörper, aber der Anstieg ist nicht sehr beeindruckend", sagte Professor Gili Regev der israelischen Nachrichtenseite "ynet" zu vorläufigen Ergebnissen der Studie. Man sei kurz nach der vierten Impfung wieder auf demselben Antikörper-Stand wie kurz nach der dritten. Sie habe sich von einer zweiten Booster-Impfung mehr erhofft. Es könne nicht das Ziel sein, sich etwa alle vier Monate erneut gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

11:30 Uhr | Landtagspräsident warnt vor Vertrauenskrise

Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler hat vor einer Vertrauenskrise durch die Corona-Pandemie gewarnt. Der CDU-Politiker sagte bei seiner Neujahrsansprache im Landtag, man sehe eine Inflation des Misstrauens in die Politik. Er appellierte an die Gesellschaft, sich auf allen Ebenen immer wieder um Aussöhnung zu bemühen und zu verhindern, dass Radikalität das Zusammenleben vergifte. Rößler betonte, Krisenbewältigung sei eine ureigene Staatsaufgabe. Deshalb gelte auch bei den Corona-Regeln, dass Rechtsbruch und Gewalt illegal seien und geahndet würden. Rößler zeigte sich überzeugt, dass die parlamentarische Demokratie diese Bewährungsprobe bestehen werde.

10:35 Uhr | Daten zum Impfstatus von Intensivpatienten

Welche Corona-Patienten auf den Intensivstationen sind eigentlich geimpft und welche nicht? Dazu soll es bald genauere Daten geben. Eine Sprecherin des Divi-Intensivregisters sagte dem MDR, die nötigen Patientendaten würden seit dem 14. Dezember 2021 gesondert von den Kliniken weitergeleitet, eine regelmäßige Auswertung und Veröffentlichung durch das Intensivregister und das RKI sei ab Mitte Januar geplant.

09:30 Uhr | Ministerinnen gegen Schulschließungen

Bildungsministerinnen mehrerer Bundesländer haben deutlich gemacht, dass trotz Omikron erneute Schulschließungen nicht zur Debatte stehen. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin und KMK-Präsidentin Karin Prien forderte, man müsse die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen besser im Blick haben als bisher. Bremens Kinder- und Bildungssenatorin Sascha Karolin Aulepp erklärte, Präsenzunterricht habe die höchste Priorität. NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer sagte im WDR, Wechselunterricht bedeute eine maximale Belastung für alle Lehrkräfte und sei die schlechteste Variante. Die Kultusminister der Länder beraten heute in einer Schaltkonferenz über die Situation in den Schulen vor dem Hintergrund der Omikron-Variante.

Update 08:50 Uhr | RKI meldet fast 60.000 Neuinfektionen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat sprunghaft steigende Zahlen an Neuinfektionen verzeichnet. Heute meldete das RKI 58.912 positive Tests. Das sind fast 19.000 Fälle mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg deutlich auf 258. Im Zusammenhang mit dem Virus starben 346 weitere Menschen.

In Mitteldeutschland entwickelt sich die Inzidenz unterschiedlich. Während das RKI für Thüringen ein leichtes Plus von 403 (Dienstag) auf 406 meldet, stagniert die Zahl in Sachsen bei 287 und sinkt in Sachsen-Anhalt von 286,5 auf 270 positive Tests pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen. Dort geht das RKI bislang von fünf nachgewiesenen Omikron-Fällen aus, in Sachsen von mittlerweile 63.

Das RKI verweist immer noch darauf, dass die Zahlen wegen der Feiertage weniger aussagekräftig seien. Die Zahl der Corona-Intensivpatienten in Krankenhäusern hatte am Dienstag 3.640 betragen.

Das Datenprojekt Risklayer sieht die Inzidenz in Sachsen bei 357, in Sachsen-Anhalt bei 298 und in Thüringen bei 419. Damit weist Thüringen laut Risklayer die dritthöchste Inzidenz bundesweit auf nach Bremen und Hamburg.

Der Verlauf der Inzidenz-Werte in der Grafik ist auf Basis der Daten des Risklayer-Projekts entstanden. Abweichungen zum RKI entstehen aufgrund unterschiedlicher Meldesysteme.

08:09 Uhr | Johnson gegen neue Einschränkungen

Der britische Premierminister Boris Johnson will trotz einer Rekordzahl an Corona-Neuinfektionen ohne strengere Einschränkungen auskommen. Er kündigte in London an, an seinem sogenannten Plan B festzuhalten. Dazu gehört eine Maskenpflicht in Innenräumen, die Empfehlung, von zu Hause zu arbeiten, und 3-G-Nachweise für Clubs und Großveranstaltungen. Der Plan gilt seit mehreren Wochen. Viele Experten fordern härtere Maßnahmen, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. In Großbritannien sind erstmals mehr als 200.000 Neuinfektionen innerhalb eines Tages verzeichnet worden.

07:57 Uhr | Rio de Janeiro sagt Straßenkarneval ab

Der berühmte Straßenkarneval in Rio de Janeiro ist wegen steigender Corona-Zahlen erneut abgesagt worden. Bürgermeister Eduardo Paes sagte, der Karneval könne nicht in der Form wie vor der Pandemie stattfinden. Lediglich den traditionellen Umzug der Sambaschulen solle es geben. Paes sagte, das Infektionsgeschehen im Sambadrom mit rund 70.000 Zuschauern könne man kontrollieren. Beim Straßenkarneval sei hingegen jede Art von Kontrolle unmöglich. Das Fest sollte vom 25. Februar bis 1. März stattfinden.

07:00 Uhr | Lindner gegen Lockdown

Bundesfinanzminister Christian Lindner will trotz der heranrückenden Omikron-Welle auf einen Lockdown verzichten. "Wir wollen auch künftig flächendeckende und pauschale Schließungen vermeiden", sagt er den "Stuttgarter Nachrichten". Omikron sei zwar eine Herausforderung, die eine Reaktion erfordere. Dennoch sollten das gesellschaftliche Leben soweit es geht erhalten bleiben und soziale Schäden vermieden werden. Stattdessen solle das Gesundheitssystem in die Lage versetzt werden, bei künftigen Wellen die gesamte Bevölkerung binnen eines Monats impfen zu können.

06:35 Uhr | Landtags-Sondersitzung zu Demonstrationen

Der sächsische Landtag debattiert heute über die zulässige Teilnehmerzahl bei Demonstrationen. Anlass dafür ist ein Antrag der AfD-Fraktion. Ihr innenpolitischer Sprecher Sebastian Wippel sagte MDR AKTUELL, dass man die Versammlungsfreiheit in Räumen einschränke, sei auf Grund der Infektionsgefahr nachvollziehbar. Dass man sie unter freiem Himmel einschränke, sei ein Paradox. Auch Linke und Grüne sprachen sich für eine höhere Teilnehmerzahl aus. Den AfD-Antrag wollen beide demnach dennoch ablehnen, da dieser überhaupt keine Beschränkung mehr vorsehe.

SPD-Innenpolitiker Albrecht Pallas sprach sich gegen eine Lockerung aus. Es gebe einen Vorrang für die Grundrechte auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Derzeit dürfen in Sachsen höchstens zehn Personen an Versammlungen teilnehmen. Die Staatsregierung hatte die entsprechende Verordnung gestern bis zum 14. Januar verlängert.

06:23 Uhr | Kritik an Vorgaben für Schulen

In Thüringen kritisieren Lehrer und Schüler die Vorgaben für den Unterricht. Der Sprecher der Lehrergewerkschaft GEW, Michael Kummer, sagte MDR AKTUELL, Schulleitungen müssten jetzt virologisch beurteilen, ob Präsenzunterricht sinnvoll sei. Diese Verantwortung könne ihnen nicht zugemutet werden. Die zweite Vorsitzende der Landesschülervertretung, Helena Haaré, bemängelte zunehmenden Leistungsdruck auf die Schüler. Viele Lehrer zögen aus Angst vor Distanzunterricht das Pensum in der Schule an. Dabei werde wenig Rücksicht darauf genommen, ob die Schüler ein Thema auch verstanden hätten. Die Landesregierung hatte es den Schulen überlassen, ob sie heute in den Präsenzunterricht starten.

06:15 Uhr | Lauterbach für härtere Kontaktbeschränkungen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern kommen heute kurzfristig zu einer Videokonferenz zusammen, um über eine Änderung der Corona-Regeln zu beraten. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sprach sich einem Medienbericht zufolge vor den Gesprächen für härtere Kontaktbeschränkungen aus. Der SPD-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Verschärfungen seien notwendig, um der schweren Welle zu begegnen. Details nannte er nicht.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 5. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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