Coronavirus-Pandemie Ticker: EU spendet weitere 200 Millionen Impfdosen

Die EU will 200 Millionen weitere Impfdosen für ärmere Länder spenden. Damit verdoppelt sie ihre Spendenzusagen nahezu auf nun insgesamt 450 Millionen Impfdosen. In Deutschland gelten ab heute neue Bewertungskriterien für die Pandemie-Lage. Statt der Infektionszahlen soll nun die Hospitalisierungsrate die wesentliche Messlatte sein. Weitere Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Ursula von der Leyen
Ursula von der Leyen sprach von einer "Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit" Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 15. September 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:30 Uhr | Wirkung der Corona-Impfung lässt nach

Laut dem Impfstoff-Hersteller Moderna lässt die Schutzwirkung seiner Covid-19-Impfung über die Zeit nach. Das hätten neue Daten aus umfangreichen Studien ergeben, teilt das US-Unternehmen mit. Die Untersuchungen stützten die Argumentation für eine Booster-Impfung. Moderna hatte am 1. September bei der US-Arzneimittelbehörde FDA erste Daten für die Prüfung einer Auffrischungsimpfung eingereicht. Die Booster-Impfung ruft dem Impfstoff-Hersteller zufolge eine robuste Antikörperreaktion auf die Delta-Variante hervor. Nach Ansicht mehrerer führender Wissenschaftler sind zusätzliche Corona-Auffrischungsimpfungen für die allgemeine Bevölkerung nach derzeitigem Erkenntnisstand nicht erforderlich.

22:20 Uhr | Neue Corona-Kriterien in Kraft

In Deutschland gelten seit heute neue Bewertungskriterien für die Pandiemielage und Corona-Schutzmaßnahmen.

Statt der Infektionszahlen soll nun die Zahl der Corona-Patienten in den Kliniken eine wesentliche Messlatte sein. Berücksichtigt werden sollen aber auch weitere Indikatoren. Kritische Schwellen sollen die Länder selbst festlegen. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

19:50 Uhr | Thüringen stellt Maskenproduktion weitgehend ein

Auch in Thüringen haben die Hersteller von FFP2- und OP-Masken ihre Produktion weitgehend eingestellt. Wegen der geringen Nachfrage laufen die Maschinen oft nur noch mit geringer Auslastung, ergab eine Umfrage von MDR THÜRINGEN. Zudem seien die Lager randvoll. Laut Maskenverband Deutschland stehen in nahezu allen Werken in der Bundesrepublik die Maschinen still. Mehr dazu im Artikel:

18:50 Uhr | Versuchter Anschlag auf Impfzentrum im Vogtland

Auf das Impfzentrum im vogtländischen Eich hat es am späten Dienstagabend einen Brandanschlag gegeben. Das bestätigte am Morgen die Polizei MDR SACHSEN. Unbekannte sollen demnach drei mit einer brennbaren Flüssigkeit gefüllte Bierflaschen gegen ein Rolltor der Einrichtung geworfen haben. Allerdings sei kein Feuer ausgebrochen. Ein größerer Schaden entstand nicht. Der Leiter des Impfzentrums teilte mit, der Impfbetrieb bleibe von dem Anschlag unberührt.

18:45 Uhr | Berlin lässt Ausnahmen bei 2G-Regel zu

Berlin lässt nun doch Ausnahmen für Kinder bei der neuen Corona-2G-Regel zu. Darauf hat sich der Senat verständigt, nachdem es viel Protest gegen das beschlossene 2G-Optionsmodell gegeben hatte. Dieses sah keine Ausnahmen vor. Nun sollen neben Geimpften und Genesenen auch Kinder unter zwölf Jahren Zugang zu Restaurants oder Veranstaltungen haben, die die 2G-Regel anwenden. Voraussetzung ist jedoch, dass die Kinder negativ getestet sind. Für Kinder unter sechs Jahren und Schülerinnen und Schüler, die in der Schule regelmäßig getestet werden, gilt die Testpflicht nicht.

18:40 Uhr | Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene fordert mehr Schutz ungeimpfter Kinder

Die Expertinnen und Experten der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene fordern zum Schutz ungeimpfter junger Menschen, dass Personen, die in engem Kontakt zu Kindern und Jugendlichen stehen, vollständig gegen SARS-CoV-2 geimpft sein müssen. Lehrerinnen und Lehrer sowie Betreuungspersonal seien für den Schutz der ihnen anvertrauten Kinder und Jugendlichen verantwortlich. Sie sollen Basishygienemaßnahmen (z.B. Husten- und Niesetikette, Händewaschen, Lüften, gute Sanitärhygiene) konsequent einhalten, heißt es in einer Stellungnahme der Gesellschaft. Außerdem fordern die Experten, dass Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder unter 12 Jahren unter der Beachtung von Basishygienemaßnahmen uneingeschränkt und unabhängig von der regionalen Inzidenz im Regelbetrieb geöffnet bleiben. Das sollte ebenso für alle anderen Bereiche des sozialen Lebens, etwa Jugendarbeit, Sportvereine, Musikschule oder Schwimmkurse, gelten.

16:45 Uhr | Ifo-Institut erwartet höchste Inflationsrate seit 30 Jahren

Das Ifo-Institut erwartet in diesem Jahr mit 3 Prozent den höchsten Anstieg der Verbraucherpreise seit fast 30 Jahren. Für das kommende Jahr prophezeien die Münchner Ökonomen eine Inflationsrate zwischen 2 und 2,5 Prozent, wie das Institut am Mittwoch mitteilte. Die vergleichsweise hohe Inflation in diesem Jahr beruht laut Ifo-Institut wesentlich auf der Corona-Krise: Im vergangenen Jahr waren die Energiepreise gesunken. Außerdem hatte die Bundesregierung die Mehrwertsteuer vorübergehend gesenkt. So sank die Inflationsrate 2020 auf 0,5 Prozent. Eine Inflationsrate von über 3 Prozent ermittelte das Statistische Bundesamt zuletzt 1993.

16:15 Uhr | Grünewald: Keine Trendwende bei Ansteckungen

Der Leiter der Infektionsmedizin am Klinikum Chemnitz, Thomas Grünewald, sieht derzeit keine Trendwende bei den Corona-Neuansteckungen. Zur bundesweit sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz sagte er MDR AKTUELL, aus zwei, drei Tagen könne man noch keinen Trend ablesen. Es sei völlig normal, dass es in einer Welle mal einige Tage mit sinkenden Zahlen gebe. Das habe es in der zweiten und dritten Welle auch gegeben. Zudem müsse man mehrere Dinge beachten – etwa auch die Krankenhauszahlen. Laut Grünewald nehmen die coronabedingten stationären Aufnahmen zu, auch die Zahl der Intensivpatienten steige.

15:55 Uhr | Strengere Regeln für Ungeimpfte in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg gelten von Donnerstag an strengere Regeln für Ungeimpfte. Das Kabinett von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) beschloss am Mittwoch eine neue Corona-Verordnung mit einem dreistufigen Alarmsystem, wie die Landesregierung in Stuttgart mitteilte. Sie stützt sich auf die Belastung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten. Nach dem neuen System gilt derzeit die sogenannte Basisstufe. Die Warnstufe wird ausgerufen, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder acht von 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik eingeliefert wurden. Dann haben Ungeimpfte nur noch mit negativem PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. Ein Antigentest reicht nicht mehr. Stufe drei, die Alarmstufe, gilt, sobald 390 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt werden oder die Hospitalisierungsinzidenz bei 12 liegt. Dann haben Ungeimpfte gar keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.

15:45 Uhr | Erste Schule in Sachsen wieder geschlossen

In Sachsen ist die erste Schule wegen Corona-Infektionen wieder komplett geschlossen worden. Wie die Oberschule in Wilsdruff bei Dresden mitteilte, fällt der Präsenz-Unterricht von heute an bis zum Ende der Woche aus. Die Schülerinnen und Schüler erhalten Aufgaben über die Online-Plattform Lernsax. Am Montag waren 16 Schüler aus verschiedenen Klassen positiv getestet worden. Auch zwei Lehrkräfte waren infiziert. Das Kultusministerium befürchtet, dass es ohne Schulschließung zu weiteren Infektionen kommt.

14:10 Uhr | Biontech mit mRNA-Technik für Deutschen Zukunftspreis nominiert

Das Mainzer Unternehmen Biontech ist für den Deutschen Zukunftspreis 2021 nominiert. Zusammen mit dem US-Pharmakonzern Pfizer hat das Unternehmen als eines der ersten weltweit einen Corona-Impfstoff auf den Markt gebracht. Die von Biontech beim Corona-Impfstoff bereits angewendete mRNA-Technik könnte, so die Hoffnung, künftig gegen viele weitere Krankheiten eingesetzt werden, etwa gegen Krebs oder Autoimmunleiden.

Am 17. Dezember verleiht Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die mit 250.000 Euro dotierte Auszeichnung. Weitere für den Preis nominierte Teams haben eine neuartige Technik für bessere Computertomographie-Bilder entwickelt und alternativen Kautschuk hergestellt.

12:42 Uhr | Bundesregierung strebt Corona-Schulstudie an

Die Rolle von Schulen in der Pandemie soll nach dem Willen der Bundesregierung durch eine Studie näher untersucht werden. "Die Bundesregierung strebt an, eine mit der Corona-Kita-Studie vergleichbare Studie für den Schulbereich aufzulegen", heißt es in einem gemeinsamen Bericht von Bundesgesundheits- und Bundesfamilienministerium.

In dem 21-seitigen Bericht werden zudem Empfehlungen für Maßnahmen gegeben, um künftige Belastungen für Kinder und Jugendliche möglichst zu vermeiden. Betont wird dabei vor allem, was bereits politischer Konsens ist – wie zum Beispiel flächendeckende Schulschließungen zu vermeiden, sowie Sport- und außerschulische Aktivitäten zu ermöglichen. Auch ein umfassendes Testangebot an Kitas und Schulen wird empfohlen.

Mit der angedachten Schulstudie sollen die Wirksamkeit von Infektionsschutzmaßnahmen an den Einrichtungen und auch die Belastung bei Schulkindern in den Blick genommen werden.

12:35 Uhr | Österreich: Briefmarken aus FFP2-Masken erhältlich

Die österreichische Post hat eine Sonderedition aus dem Material von FFP2-Masken herausgebracht. Das teilte das Unternehmen mit. "Briefmarken spiegeln seit jeher das Geschehen ihrer Zeit wider", sagte Georg Pölzl, Generaldirektor der österreichischen Post. Die selbstklebende Marke in Maskenform solle als bleibende Erinnerung für die Herausforderungen der aktuellen Zeit dienen. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen bereits eine Klopapier-Marke als Symbol der Coronavirus-Pandemie auf den Markt gebracht.

12:12 Uhr | Lambrecht: Bei 2G-Regeln Rücksicht auf Kinder nehmen

Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht fordert, bei der Umsetzung der sogenannten 2G-Regeln Rücksicht auf Familien mit Kindern zu nehmen. Die Ministerin sagte, Familien dürften hier nicht noch einmal zusätzlich belastet werden. Hamburg habe beispielsweise seine 2G-Regeln so gefasst, dass Kinder nicht ausgeschlossen würden. Zudem gebe es die Möglichkeit zusätzlicher Tests.

Hintergrund sind geplante Regeln in Berlin. Der Senat hatte beschlossen, dass etwa Gastronomie- und Hotelbetreiber selbst entscheiden können, ob sie nur Geimpften und Genesenen den Zutritt zu Innenräumen erlauben. Kinder wären dann außen vor. Berlin berät aber inzwischen noch einmal über seine Regeln.

11:45 Uhr | Studie: Pandemie treibt Immobilienpreise in die Höhe

Die Pandemie hat die Immobilienpreise in Deutschland zusätzlich steigen lassen. Das geht aus einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung hervor. Laut der Untersuchung von Ökonomen der Universität Regensburg hätten die Angebotspreise für Eigentumswohnungen zwischen dem 1. Quartal 2020 und dem 2. Quartal 2021 um durchschnittlich 17 Prozent zugelegt, die für Einfamilienhäuser um fast 16 Prozent.

Bei den Mieten sei der zusätzliche Corona-Effekt bundesweit klein und regional unterschiedlich: Während die Pandemie das Wachstum bei Neu-Mieten in Groß- und Mittelstädten leicht gedämpft habe, seien die Angebotsmieten für Neuverträge in ländlicheren Regionen durch Corona nach oben gegangen. Insgesamt habe Corona die Ungleichheiten auf den Wohnungsmärkten vergrößert. Wohlhabende private Haushalte hätten in Pandemie-Zeiten mehr Geld zur Verfügung gehabt und in Immobilien investiert, nennt die Studie einen Grund für den Preisanstieg. Ein anderer seien gestiegene Baupreise durch Arbeitskräfte- und Materialmangel.

11:27 Uhr | 62 Prozent der Deutschen vollständig geimpft

62,4 Prozent aller Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das entspreche 51,9 Millionen Menschen, wie Gesundheitsminister Jens Spahn über den Nachrichtendienst Twitter mitteilte. 66,7 Prozent oder 55,5 Millionen Menschen sind demnach mindestens einmal geimpft.

Der CDU-Politiker warb erneut für die Impfung. "Aktuell ist es besonders einfach, sich impfen zu lassen. Überall im Land gibt es niedrigschwellige Angebote." Bis Sonntag läuft eine bundesweite Aktionswoche "Hier wird geimpft". Dafür werden Impfungen zum Beispiel in speziellen Bussen auf Parkplätzen oder in einer Berliner S-Bahn angeboten werden.

10:07 Uhr | Regelung zur Kurzarbeit bis Ende 2021 verlängert

Die Bundesregierung hat die Sonderregeln für Kurzarbeit um drei weitere Monate bis Ende 2021 verlängert. Das Kabinett stimmte nach Angaben aus Regierungskreisen einer entsprechenden Verordnung vom Bundesarbeitsministerium zu. Damit gilt bis Jahresende, dass nur zehn Prozent der Beschäftigten eines Betriebes vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, damit der Betrieb Kurzarbeit anmelden kann.

Zudem erstattet die Bundesagentur für Arbeit den Arbeitgebern weiterhin die Sozialbeiträge bei Kurzarbeit in voller Höhe. Die erneute Verlängerung wird mit der Sicherung von Arbeitsplätzen begründet. Es sei schwer absehbar, wie sich die Corona-Pandemie angesichts der hochansteckenden Delta-Variante im Herbst weiter entwickeln werde. Betriebe und Arbeitnehmer sollten durch die Verlängerung Planungssicherheit erhalten.

09:35 Uhr | EU spendet weitere 200 Millionen Impfdosen

Die Europäische Union will 200 Millionen weitere Corona-Impfdosen für ärmere Länder spenden. Das kündigte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in ihrer zweiten Rede zur Lage der Union in Straßburg an. Von der Leyen sprach von einer "Investition in die Solidarität und einer Investition in die weltweite Gesundheit". Damit verdoppelt die EU ihre Spendenzusagen nahezu auf nun insgesamt 450 Millionen Impfdosen.

Von der Leyen nannte den Kampf gegen die Corona-Pandemie "eine der großen geopolitischen Fragen unserer Zeit". Sie betonte, bisher seien "weniger als ein Prozent der Dosen weltweit in Ländern mit niedrigem Einkommen verabreicht worden". Sie verwies auch darauf, dass die EU eine Milliarde Euro investiert, um die Produktion von Impfstoffen in Afrika zu fördern.

09:14 Uhr | Brand im Impfzentrum im Vogtland

Im sächsischen Treuen im Vogtland hat das Corona-Impfzentrum gebrannt. Nach Polizeiangaben warfen drei Unbekannte am Dienstagabend Bierflaschen mit einer brennbaren Flüssigkeit auf das Impfzentrum. Es wurde offenbar niemand verletzt und auch einen größeren Schaden gab es ebenfalls nicht - nach Schätzungen der Polizei beläuft sich die Schadenshöhe zwischen 0 und 50 Euro. Laut Zeugen sollen die Täter in einer roten Limousine geflüchtet sein. Die Hintergründe der Tat sind unklar. In der Vergangenheit hatte es schon mehrfach Vandalismus gegen Impfzentren in Sachsen gegeben.

08:32 Uhr | Kritik an geplanter Abschaffung der Lohnfortzahlung für Ungeimpfte

Die Gewerkschaft Verdi hat das Vorhaben von Bundesländern kritisiert, die Lohnfortzahlung für Ungeimpfte in Quarantäne zu beenden. Verdi-Chef Frank Werneke sagte den Funke-Medien, das sei ein Versuch, eine Impfpflicht durch die Hintertür einzuführen. Die Politik habe aber versprochen, dass Impfen freiwillig bleiben solle. Zudem würden die Konflikte in Betriebe und Belegschaften verlagert.

Mehrere Bundesländer hatten zuvor angekündigt, im Quarantäne-Fall Ungeimpften keine Entschädigung mehr zu zahlen. Nächsten Mittwoch wollen Bund und Länder über eine bundesweit einheitliche Regelung beraten.

Auch der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, kritisiert die Pläne. Wenn man wolle, dass sich mehr Menschen freiwillig impfen lassen, müsse man offensiv dafür werben, statt den Druck auf die Ungeimpften immer weiter zu erhöhen, sagte Hoffmann im Deutschlandfunk.

08:12 Uhr | Dehoga kritisiert 2G-Modell

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband kritisiert das 2G-Modell in Sachsen-Anhalt als nicht praktikabel. Dehoga-Präsident Michael Schmidt sagte dem MDR, das Modell funktioniere nur, wenn auch die Mitarbeiter im Unternehmen geimpft oder genesen seien. Laut Arbeitsrecht dürfe man die Mitarbeiter aber nicht nach ihrem Impfstatus fragen. Hier habe die Politik nicht den nötigen Rechtsrahmen geschaffen.

Beim 2G-Modell können Veranstalter und Gastronomen nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt gewähren. Im Gegenzug entfallen Corona-Auflagen wie Personenobergrenzen oder Abstandsregeln.

08:05 Uhr | Broadway feiert erste Vorstellungen nach Pandemie

Am New Yorker Broadway haben Tausende Zuschauer und Zuschauerinnen die Rückkehr von gleich vier Musicals nach der Corona-Pandemie gefeiert. Neben dem Polit-Musical "Hamilton" und der Disney-Adaption "The Lion King", kehrten auch das Hexen-Musical "Wicked" und "Chicago" zurück aus der Pandemie-Pause. In allen Theatern müssen Zuschauer und Zuschauerinnen am Eingang einen vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus nachweisen und während der Vorstellung Masken tragen. Seit März 2020 hatten die Theater am Broadway geschlossen.

07:50 Uhr | Neue Bewertungskriterien für Corona-Lage in Kraft

In Deutschland gelten ab heute neue Bewertungskriterien für die Pandemie-Lage. Die Neuregelungen waren gestern im Bundesgesetzblatt verkündet worden und treten damit heute in Kraft. Statt der Infektionszahlen soll nun die Zahl der Corona-Patienten und -Patientinnen in den Kliniken wesentliche Messlatte sein. Berücksichtigt werden sollen aber auch weitere Indikatoren. Kritische Schwellen sollen die Länder selbst festlegen. Zudem sollen Beschäftigte in Kitas, Schulen und Pflegeheimen vom Arbeitgeber gefragt werden können, ob sie geimpft sind.

07:36 Uhr | WHO fordert mehr Gerechtigkeit bei Impfstoff-Verteilung

Die Weltgesundheitsorganisation hat mehr Gerechtigkeit bei der Verteilung der Impfstoffe im Kampf gegen die Corona-Pandemie angemahnt und dabei vor allem auf Versorgungslücken in Afrika hingewiesen. "Weltweit wurden mehr als 5,7 Milliarden Dosen verabreicht, aber nur 2 Prozent davon in Afrika", sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus via Twitter. Das schade nicht nur den Menschen in Afrika, sondern allen.

Die schlimmste Pandemie der letzten hundert Jahre werde erst dann beendet sein, wenn es eine echte globale Zusammenarbeit bei der Versorgung mit und dem Zugang zu Impfstoffen gebe, hieß es weiter. Impfziel der WHO sei weiter, dass 70 Prozent der Bevölkerung aller Länder bis Mitte 2022 geimpft sein sollten.

07:20 Uhr | Deutsche Hersteller von Schutzmasken stellen Produktion ein

Deutsche Hersteller von Corona-Schutzmasken haben ihre Produktion fast vollständig eingestellt. Der Sprecher des Maskenverbandes Deutschland, Stefan Bergmann, sagte dem "General-Anzeiger", bis auf wenige Ausnahmen stünden alle Maschinen still. Wegen des großen Angebots billiger Masken aus China gebe es keine Großaufträge etwa aus dem Gesundheitswesen.

Bergmann erklärte, bleibe die Nachfrage länger aus, stünden die Maschinen vermutlich nicht mehr zur Verfügung. Er forderte die Länder auf, die Behörden anzuweisen, Aufträge nicht nur nach dem Preis zu vergeben.

07:10 Uhr | Bundesweite Inzidenz stagniert

Bundesweit liegt die Inzidenz auch am Dienstag bei 87 Infektionen pro 100.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. Das geht aus den Daten des Karlsruher Projekts Risklayer hervor. Demnach stagniert der Inzidenzwert seit ein paar Tagen. Vor einer Woche lag die Inzidenz zudem noch bei 89 – damit ist sie auch leicht rückläufig.

Demnach steht Sachsen-Anhalt im Ländervergleich am besten da – mit einem Wert von 32. Gefolgt von Sachsen mit einer Wocheninzidenz von 45 und Thüringen mit 52 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Einwohnerinnen. Damit liegen die mitteldeutschen Länder noch unter dem Bundesdurchschnitt – bundesweiter Spitzenreiter ist laut Risklayer der Stadtstaat Bremen mit 118.

06:52 Uhr | Mehr Selbstständige stocken mit Hartz IV auf

Die Zahl der Selbstständigen, die mit Hartz IV aufstocken müssen, ist seit Beginn der Corona-Pandemie kontinuierlich gestiegen und bleibt seit Anfang 2021 auf einem hohen Niveau. Das geht aus Daten der Bundesagentur für Arbeit hervor, die dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vorliegen. Im April 2021 mussten demnach 79.027 Selbständige aufstocken.

Den Daten der Bundesagentur für Arbeit zufolge erreichte die Zahl der selbstständigen Aufstocker ihren Höhepunkt im März 2021: Zu diesem Zeitpunkt waren es 80.010 Selbstständige, die aufstockende Leistungen bekommen haben. Die Zahlen befinden sich demnach seit Anfang 2021 in etwa auf diesem Niveau.

06:40 Uhr | Frankreich: Impfpflicht für bestimmte Berufe ab heute

In Frankreich gilt ab heute eine Corona-Impfpflicht für alle Mitarbeiter im Gesundheitswesen. Das betrifft Krankenhäuser, Alten- oder Pflegeheime, Pflegedienste sowie Rettungsdienste, Feuerwehr und Gendarmie. Menschen aus diesen Berufsgruppen müssen bis Mitte Oktober vollständig geimpft sein.

Wer bislang nur die erste Impfdosis erhalten hat, muss zudem einen negativen Test auf der Arbeit vorlegen, bis er einen vollständigen Impfschutz hat. Ihre Impftermine dürfen die Beschäftigten ausdrücklich in die Arbeitszeit legen, um die Impfung zu erleichtern, hieß es. Sobald sie die Impfung erhalten haben, endet auch die Sanktion, betonten die Behörden. Eine Entlassung wegen einer fehlenden Corona-Impfung sei nicht möglich.

06:26 Uhr | Corona-Welle in China weitet sich aus

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in der südostchinesischen Provinz Fujian weiter aus. Wie die Behörden am mitteilten, wurden in der Provinz 50 weitere Infektionen entdeckt. Seit dem Ausbruch der Delta-Variante am vergangenen Freitag gab es damit 152 Infizierte. In zwei Großstädten der Provinz, Putian und Xiamen, war daraufhin ein Lockdown angeordnet worden.

Die chinesische Regierung verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es jedoch trotz strenger Maßnahmen eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben.

Ein medizinischer Angestellter entnimmt einem Kind eine Abstrichprobe für einen Corona-Nukleinsäuretest in einem Testzentrum im Distrikt Siming. 2 min
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Ansässige 5 Millionen Einwohner sollen auf Virus getestet werden

MDR AKTUELL Di 14.09.2021 13:22Uhr 01:31 min

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06:15 Uhr | Landkreise werten kaum Impfdaten aus

In Mitteldeutschland liegt die Impfquote besonders niedrig. Auf einige Regionen könnten im Herbst und Winter deshalb besonders hohe Infektionszahlen zukommen. Allerdings: Wie viele Menschen genau in den einzelnen Landkreisen geimpft sind, ist zumindest in zwei Bundesländern nicht bekannt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 15. September 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten:

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 15. September 2021 | 06:00 Uhr

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