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Die Hannover Messe wird um fünf Wochen verschoben (Archivbild von 2019). Bildrechte: IMAGO / Arnulf Hettrich

Coronavirus-PandemieTicker vom Mittwoch: Hannover Messe auf Ende Mai verschoben

von MDR AKTUELL

Stand: 19. Januar 2022, 22:45 Uhr

Die Hannover Messe als weltweit wichtigste Industrieschau wird coronabedingt um fünf Wochen verschoben. Um die Messe in Präsenz ausrichten zu können, soll sie nun vom 30. Mai bis 2. Juni stattfinden. Tschechien nimmt die geplante Impfpflicht zurück. Genesenennachweise, die älter als ein Vierteljahr sind, genießen nach Angaben des Bundesgesundheitsministerium keinen Bestandsschutz und verlieren ihre Gültigkeit. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Unser Ticker am Mittwoch, 19. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:35 Uhr | Dauerleuchten bei Corona-Warn-App wegen Omikron

Die Omikron-Variante hat der Corona-Warn-App zu neuer Bedeutung verholfen. Sie signalisiert in immer mehr Fällen Gefahr. Was sollten Betroffene tun, wenn sie die bis zu 14 Tage lang anhaltende rote Warnung sehen?

22:30 Uhr | Kein EM-Rückzug: Deutsche Handballer nominieren drei Spieler nach

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft wird sich trotz weiterer Corona-Fälle vorerst nicht von der Europameisterschaft zurückziehen. Stattdessen nominiert Bundestrainer Alfred Gislason drei weitere Spieler für das Turnier in der Slowakei und Ungarn nach. Rechtsaußen Tobias Reichmann (MT Melsungen) sowie die Rückraumspieler David Schmidt und Lukas Stutzke (beide Bergischer HC ) sollen am Donnerstag zum Team in Bratislava stoßen. Ob sie schon in der ersten Hauptrunden-Partie am Donnerstag gegen Titelverteidiger Spanien zum Einsatz kommen, ist aber noch offen.

Wenige Stunden zuvor hatte der Verband drei weitere Corona-Fälle in der deutschen Mannschaft bekanntgegeben. Zudem wurde auch noch ein Mitglied des Funktionsteams positiv getestet.

22:06 Uhr | Österreich lockert Einreisebestimmungen

Österreich lockert ab kommenden Montag seine Einreisebestimmungen. Wie mehrere österreichische Zeitungen berichten, werden dann 14 Omikron-Vorreiterstaaten von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Den Angaben zufolge handelt es sich dabei um Dänemark, die Niederlande, Norwegen, Großbritannien sowie zehn Staaten des südlichen Afrikas. Damit können künftig Drittgeimpfte aus aller Welt ohne Auflagen nach Österreich einreisen.

21:49 Uhr | Spaniens Corona-Zahlen sinken weiter

In Spanien ist die Corona-Infektionsrate nach zuvor elfwöchigem Anstieg den zweiten Tag in Folge gesunken. Wie das Gesundheitsmisterium in Madrid mitteilte, ging die 14-Tage-Inzidenz auf 3.286 Fälle pro 100.000 Einwohner zurück. Einen Tag zuvor waren es noch 3.306 Fälle gewesen. Die Omikron-Variante mache inzwischen 70 bis 90 Prozent der "Neuinfektionen" aus.

21:20 Uhr | NRW-Gesundheitsminister will Novavax zuerst im Gesundheitssektor verimpfen

Corona-Impfungen mit dem Präparat des US-Herstellers Novavax sollten nach Ansicht des nordrhein-westfälischen Gesundheitsministern Karl-Josef Laumann bei großer Nachfrage zuerst im Gesundheitswesen angeboten werden. Der im Volksmund auch "Totimpfstoff" genannte Corona-Impfstoff könnte gerade im Gesundheitsbereich eine Brücke für den einen oder anderen sein, der sich bisher noch nicht hat impfen lassen, sagte der CDU-Politiker im Gesundheitsausschuss des Düsseldorfer Landtages.

21:04 Uhr | Untreue-Ermittlungen gegen Grünen-Vorstand wegen Corona-Boni

Gegen den Bundesvorstand der Grünen wird wegen des Anfangsverdachts der Untreue ermittelt. Das hat die Berliner Staatsanwaltschaft bestätigt. Es geht um "Corona-Boni" über 1.500 Euro, die rechtlich nicht abgedeckt waren.

20:53 Uhr | Hans fordert Erklärung für verkürzten Genesenen-Status

Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans fordert eine Erklärung des Robert-Koch-Instituts zur Verkürzung des Genesenen-Status von sechs auf drei Monate. "Es reicht nicht, eine Regeländerung auf seine Website zu schreiben", sagt der CDU-Politiker der "Welt". "Dass in der Schweiz der Genesenen-Status zwölf Monate gilt, hierzulande aber nur drei, das muss man den Menschen erklären."

19:30 Uhr | Optimismus trotz neuem Höchstwert

Omikron ist weiter auf dem Vormarsch. In Deutschland wurden erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen gemeldet. Unterdessen glauben immer mehr Experten, dass die Welle schon im Februar abflachen könnte.

17:44 Uhr | Champagner-Hersteller feiern im zweiten Corona-Jahr Rekordumsatz

Frankreichs Champagner-Hersteller haben im zweiten Corona-Jahr einen Rekordumsatz eingefahren. Wie der Branchenverband mitteilte, verkauften sie 2021 mehr als 320 Millionen Flaschen und erzielten einen Umsatz von über 5,5 Milliarden Euro. Die Konsumenten hätten entschieden, "es sich zuhause schön zu machen". Im ersten Corona-Jahr 2020 war der Umsatz der Champagner-Hersteller noch um 20 Prozent gefallen. 2021 sprang die Nachfrage wieder an und brachte manche Hersteller in Lieferschwierigkeiten.

17:22 Uhr | Halles OB Wiegand bleibt suspendiert

Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand bleibt suspendiert. Das hat das Oberverwaltungsgericht Sachsen-Anhalt in Magdeburg entschieden und damit eine Beschwerde des parteilosen Politikers zurückgewiesen. Nach Angaben des Gerichts ist der OVG-Beschluss nicht anfechtbar. Wiegand könne sich damit nicht an das Bundesverwaltungsgericht wenden. Ihm bliebe noch der Weg einer Verfassungsbeschwerde.

Gegen Wiegand läuft ein Disziplinarverfahren des Landesverwaltungsamtes. Er hatte sich bereits im Januar gegen einen schweren Verlauf von Covid-19 impfen lassen und damit gegen die damals gültigen Priorisierungsvorgaben verstoßen. Außerdem werden ihm tarif- und haushaltsrechtliche Verstöße vorgeworfen.

Update 17:14 Uhr | Vier weitere Corona-Fälle in Handball-Nationalmannschaft

In der deutschen Handball-Nationalmannschaft gibt es vier weitere Corona-Fälle. Wie der Deutsche Handballbund mitteilte, wurden die Spieler Sebastian Heymann, Djibril M'Bengue und Christoph Steinert sowie ein Mitglied des Funktionsteams positiv getestet.

Die DHB-Auswahl hatte ihr letztes Vorrundenspiel gestern gegen Polen trotz des Ausfalls von neun positiv getesteten Spielern mit 30:23 gewonnen und sich als Gruppenerster für die Hauptrunde qualifiziert. Nächster Gegner ist am Donnerstag Titelverteidiger Spanien. Am freiwilligen Training in der slowakischen Hauptstadt Bratislava nahmen nach DHB-Angaben nur zwölf der 16 Spieler teil, die gegen Polen einsatzbereit gewesen sind.

16:56 Uhr | Hannover Messe 2022 wird um fünf Wochen verschoben

Die Hannover Messe als weltweit wichtigste Industrieschau wird coronabedingt um fünf Wochen verschoben. Um die Schau in Präsenz ausrichten zu können, soll sie nun vom 30. Mai bis 2. Juni stattfinden. Das haben die Veranstalter mitgeeilt. Ursprünglich war die Hannover Messe für Ende April geplant gewesen und sollte einen Tag länger dauern.

15:52 Uhr | Doch keine Impfpflicht in Tschechien

Die neue tschechische Regierung macht die Entscheidung der Vorgängerregierung für eine Impfpflicht für Senioren und bestimmte Berufsgruppen wieder rückgängig. Ministerpräsident Petr Fiala sagte nach einer Kabinettssitzung in Prag, es werde unter seiner Regierung keine Impfpflicht geben. Man wolle die Gräben in der Gesellschaft nicht vertiefen.

Die Vorgängerregierung unter Andrej Babis hatte die begrenzte Impfpflicht im Dezember als eine ihrer letzten Handlungen beschlossen. Die Verordnung sollte eigentlich im März in Kraft treten. Die Impfpflicht sollte unter anderem für Menschen ab 60 Jahren, Polizisten, Feuerwehrleute, Soldaten und Mitarbeiter im Gesundheitswesen und in Pflegeheimen gelten.

15:26 Uhr | Bayern: Verwaltungsgerichtshof kippt 2G im Einzelhandel

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die 2G-Zugangsbeschränkungen für Einzelhandelsgeschäfte im Freistaat vorläufig außer Vollzug gesetzt. Nach der 15. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung dürfen bislang nur Geimpfte und Genesene Ladengeschäfte betreten. Ausgenommen sind Geschäfte, die der Deckung des täglichen Bedarfs dienen. Dagegen hatte die Inhaberin eines Lampengeschäfts in Oberbayern geklagt. Sie sah sich unter anderem in ihrer Berufsfreiheit verletzt.

Der Verwaltungsgerichtshof erklärte nun, aus der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gehe nicht klar genug hervor, welche Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs von der 2G-Regelung ausgenommen seien und welche nicht. Bayerns Staatskanzleichef Florian Herrmann erklärte, man werde die 2G-Regel im Einzelhandel nicht weiter anwenden. Die FFP2-Maskenpflicht im Handel gelte aber weiter.

14:57 Uhr | Maskenpflicht in England fällt weg

In England soll ab kommender Woche Donnerstag die Maskenpflicht wegfallen. Das hat der britische Premierminister Boris Johnson im Parlament angekündigt. Auch Homeoffice sei dann nicht mehr nötig. Experten gingen davon aus, dass der Höhepunkt der Omikron-Welle im Land überschritten sei. Die Bevölkerung habe sich gut verhalten, zudem laufe die Booster-Kampagne.

Für März plane die Regierung das Ende der Isolation für positiv getestete Menschen. Johnson steht derzeit wegen Lockdown-Partys am Regierungssitz in der Downing Street heftig unter Druck. Beobachter gehen davon, dass er versucht, mit den weitreichenden Lockerungen Mitglieder seiner Partei zu besänftigen.

14:15 Uhr | Ministerium: Kein Bestandsschutz für ältere Genesenennachweise

Für Genesenennachweise, die schon vor der jüngsten Verkürzung der Geltungsdauer vorlagen, gibt es keinen Bestandsschutz. Das hat ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums klargestellt. Die Regelung zur Verkürzung sei schon umgesetzt worden und gelte direkt.

Seit Samstag gilt der Genesenenstatus nur noch für eine Zeitspanne zwischen 28 und 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test. Vorher galt er etwa doppelt so lange. Nachweise von Anfang Oktober zum Beispiel sind damit jetzt abgelaufen.

14:02 Uhr | Thüringer OVG bestätigt Beschränkungen für Ungeimpfte

Die Corona-Beschränkungen für Ungeimpfte in Thüringen haben Bestand. Das Oberverwaltungsgericht in Weimar wies einen Eilantrag ab, mit dem die aktuelle Corona-Verordnung des Landes außer Vollzug gesetzt werden sollte. Die Richter erklärten, die Verordnung verfolge legitime Ziele des Gesundheitsschutzes. Die stärkeren Beschränkungen für Ungeimpfte seien gerechtfertigt. Der Einwand, die Impfung sei gefährlich, erweise sich als stark überzeichnet und stehe im Widerspruch zu den Bewertungen von Experten.

13:51 Uhr | Über 30.000 neue Fälle in Polen

In Polen sind rund 30.500 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden. Das teilte Gesundheitsminister Adam Niedzielski in Warschau mit. Das sind fast doppelt so viele Fälle wie Ende vergangener Woche. Niedzielski sagte, die fünfte Welle sei nicht mehr nur auf dem Weg. Polen befinde sich bereits mitten drin. Mehr dazu im Audio.

13:24 Uhr | Grünen-Politiker für FFP2-Maskenpflicht im Nahverkehr

Der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen ist dafür, die Maskenpflicht zu verschärfen. Dahmen sagte, seines Erachtens sollte etwa im Nah- und Fernverkehr landesweit FFP2-Maskenpflicht gelten. In Innenräumen, in denen keine FFP2-Maske getragen werden könnten, wäre die Ausweitung der 2G+-Regel sinnvoll.

Die erwartete "Omikron-Wand" habe Deutschland nun erreicht, die Fallzahlen würden "wohl noch weitere Wochen" steigen. "In den Krankenhäusern wird die Omikron-Wand frühestens in zwei Wochen ankommen." Man müsse damit rechnen, dass die bisherigen Maßnahmen zum Gegensteuern nicht ausreichten.

12:19 Uhr | Deutlich weniger Anmeldungen in Fitnessstudios

Die Zahl der Neuanmeldungen in Fitnessstudios ist im Vergleich zum Vorkrisenniveau deutlich gesunken. Der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen gab bekannt, dass die Neueintritte zu Jahresbeginn um 67 Prozent unter denen im Vergleichszeitraum Januar 2020 lagen. In der Regel verzeichnen die Studios insbesondere zu Jahresbeginn einen starken Mitgliederzuwachs - auch aufgrund guter Vorsätze fürs neue Jahr.

Dem Verband zufolge ist klar zu erkennen, dass bei umfangreicheren Auflagen die Ergebnisse weitaus negativer ausfielen als bei weniger strengeren Regeln. Derzeit gilt für Fitnessstudios ein Flickenteppich von Regeln. In einigen Bundesländern gilt allein die 2G-Regel (nur für Geimpfte und Genesene), in anderen wird zusätzlich ein Schnelltest verlangt, in manchen entfällt dieser für Menschen mit Auffrischungsimpfung.

11:58 Uhr | Volkshochschulen wieder mit Präsenzunterricht

Nach knapp zwei Monaten Schließzeit bieten die Volkshochschulen in Sachsen wieder erste Veranstaltungen in Präsenz an. Der Volkshochschulverband teilte mit, die seit dem 14. Januar gültige Corona-Schutzverordnung ermögliche Präsenzveranstaltungen unter 2G-Bedingungen. Trotzdem wollen die VHS weiterhin viel im Internet anbieten. Online-Kurse seien etabliert und nicht mehr nur Überbrückung pandemiebedingter Pausen.

10:05 Uhr | Thüringen holt Intensivpatienten zurück

Erste zur Behandlung in andere Bundesländer verlegte Covid-19-Patienten aus Thüringen können in den Freistaat zurückkehren. Das teilte der Jenaer Intensivmediziner Michael Bauer mit. Er sagte, die Situation auf den Intensivstationen in Thüringen habe sich deutlich entspannt. Zugleich seien die Kliniken der norddeutschen Bundesländer, die Thüringer Patienten aufgenommen hätten, jetzt deutlich stärker durch Corona-Infektionen mit der Omikron-Variante des Virus belastet.

Wegen überlasteter Intensivstationen an Thüringer Krankenhäusern waren im November und Dezember mehr als zwei Dutzend schwer kranke Covid-19-Patienten zur Behandlung nach Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein gebracht worden.

09:36 Uhr | Immunologen begrüßen verkürzten Genesenenstatus

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie begrüßt die Entscheidung des Robert Koch-Instituts, den Genesen-Status auf drei Monate zu verkürzen. Vizepräsident Reinhold Förster sagte MDR AKTUELL, mit Omikron habe sich alles geändert. Menschen, die sich mit anderen Virusvarianten infiziert hätten, bildeten so gut wie nie neutralisierende Mengen von Antikörpern gegen Omikron. Das habe sein Institut für Immunologie an der Medizinischen Hochschule Hannover auch bei einer eigenen Studie festgestellt.

09:12 Uhr | Planungen für Leipziger Buchmesse laufen

Die Leipziger Buchmesse soll nach zwei coronabedingten Absagen in diesem Jahr stattfinden. Messe-Direktor Oliver Zille sagte, er sei entschlossen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Die Branche wolle die Frühjahrsschau. Bislang lassen die Corona-Regeln in Sachsen eine Messe noch nicht wieder zu. Zille betonte aber, dass es von Gesundheitsministerin Petra Köpping positive Signale für die Buchmesse gebe. Mit der nächsten Corona-Schutzverordnung ab 7. Februar würden Weichenstellungen erwartet. Darum werde weiter geplant. Auch für das Lesefest "Leipzig liest" laufen Zille zufolge die Vorbereitungen. Rund 160 Veranstaltungsorte stünden bereit. Bisher geplant ist, dass die Buchmesse am 17. März öffnet.

08:32 Uhr | Mediziner fordert mehr Daten zu "Kollateralschäden"

Intensivmediziner Uwe Janssens. Bildrechte: MDR/Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI)

Der Intensivmediziner Uwe Janssens hat die bessere Erfassung und Zusammenführung von Krankenhausdaten gefordert. Der Zeitung "Die Welt" sagte er, derzeit gebe es keinerlei Daten über die "Kollateralschäden dieser Pandemie". So habe die Frage, wie viele Vorsorgeuntersuchungen und Operationen im Vergleich zu der Zeit vor Corona noch durchgeführt würden, "enorme Auswirkungen auf den Verlauf der Gesundheit in der Gesamtbevölkerung für die kommenden Jahre".

Der Mediziner, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin, sprach von "unglaubliche Restriktionen" beim Umgang mit entsprechenden Daten. Die Krankenkassen verfügten über eine Fülle, diese würden aber oft nicht anonymisiert veröffentlicht, geschweige denn zusammengeführt. Dabei seien diese Informationen dringend für eine Analyse der aktuellen epochalen Pandemie nötig.

08:07 Uhr | Sachsens Linke fordert Digital-Schulungen für Lehrer

Die Linke in Sachsen fordert, die Lehrerausbildung digitalisierungsfest zu machen. Die bildungspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion, Luise Neuhaus-Wartenberg, verwies bei MDR AKTUELL auf die neuen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie. Die meisten Lehrerinnen und Lehrer hätten in den vergangenen zwei Jahren Großartiges geleistet. Dennoch seien sie für die jetzige Form des Digital-Unterrichts gar nicht ausgebildet. Alles, was sie jetzt in diesem Bereich machten, hätten sich die Lehrkräfte entweder selbst angeeignet, oder es habe eine Art Schnellbesohlung gegeben.

07:55 Uhr | TK: Kinderkrankengeld-Anträge mehr als verdoppelt

Aufgrund der Pandemie ist die Zahl der Kinderkrankengeldanträge deutlich gestiegen. Allein die Techniker Krankenkasse (TK) verzeichnete nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr rund 786.000 solcher Anträge. Im Jahr zuvor seien es 353.000 gewesen. Wegen der Pandemie war die Zahl der Kinderkrankentage 2021 von zehn auf 30 pro Elternteil verdreifacht worden. Außerdem wurde der Leistungsumfang erweitert: So können jetzt auch für die Tage Kinderkrankengeld beantragt werden, an denen die Kinder wegen eingeschränkten Schul- oder Kitabetriebs zu Hause betreut werden müssen. Das Kinderkrankengeld beträgt bis zu 90 Prozent des Nettoverdienstes. Die Techniker Krankenkasse hat nach eigenen Angaben knapp elf Millionen Versicherte.

06:45 Uhr | Erstmals mehr als 100.000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro Tag hat einen neuen bundesweiten Rekord erreicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Mittwochmorgen 112.323 Neuinfektionen. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz stieg auf 584,4, laut RKI ebenfalls ein Rekordhoch. Am Dienstag lag dieser Wert noch bei 553,2 und vor einer Woche noch bei 407,5. Die Zahl der Corona-Toten stieg um 239 auf 116.081.

Das Datenprojekt Risklayer meldet mit knapp 95.000 Infektionen ebenfalls einen Rekordwert. In den Zahlen des RKI sind wegen des längeren Meldeweges noch einige Nachmeldungen vom Wochenende enthalten. Risklayer meldet für Deutschland eine Inzidenz von 612. Die Inzidenzen für die mitteldeutschen Länder gibt Risklayer deutlich geringer an.

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06:30 Uhr | Lauterbach erwartet Höhepunkt von Omikron Mitte Februar

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erwartet den Höhepunkt der Omikron-Welle für Mitte Februar. Lauterbach sagte dem Fernsehsender RTL, Deutschland sei noch nicht auf dem Höhepunkt der Omikron-Welle angekommen. Außerdem liegt dem Minister zufolge die Dunkelziffer bei der Inzidenz ungefähr beim Faktor zwei. Mit Blick auf eine fünfte Welle in diesem Jahr und einer angestrebten Impfpflicht sagte er: "Es muss schnell geschehen, damit ich die Welle im Herbst noch abwenden kann". Wer noch gar nicht geimpft ist, müsse noch drei Impfzyklen durchlaufen, und dann sei man schon im September oder Oktober. Im Bundestag ist noch im Januar eine Orientierungsdebatte zur allgemeinen Impfpflicht geplant, die Beratungen dazu könnten dann im Februar oder März erfolgen.

Derzeit sind knapp 73 Prozent der Deutschen grundimmunisiert, rund 48 Prozent haben auch eine Auffrischungsimpfung erhalten. Sachsen ist in dieser Statistik mit knapp 62 Prozent bei der Grundimunisierung Schlusslicht.

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06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 19. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

INFORMATIONEN ZU REGELN UND IMPFUNG

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 19. Januar 2022 | 06:00 Uhr