Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: EU will Einreise für Geimpfte erlauben

Die EU-Staaten wollen vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte aus aller Welt wieder einreisen lassen. Unternehmen, die bislang bei anderen Hilfsprogrammen durchs Raster gefallen sind, können nun den Härtefallfonds beantragen. Die Sieben-Tage-Inzidenz geht weiter zurück. In Leipzig liegt sie wieder unter 50. In Thüringen öffnen immer mehr Kitas und Schulen. Dresdner Freisitze und Museen dürfen wieder Gäste empfangen. Alle aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Symbofoto Impfprivilegien, Smartphone mit digitalem europäischen Impfpass mit QR-Code, Strandleben
Wer vollständig geimpft ist, soll bald wieder in die EU einreisen dürfen. Bildrechte: IMAGO / Michael Weber

Unser Ticker am Mittwoch, 19. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:59 Uhr | Ärztevertreter sorgen sich um Regelversorgung

Ärztevertreter sorgen sich wegen des Impf-Ansturms um die Regelversorgung in den Praxen. Der Vorsitzende des bayerischen Hausärzteverbandes, Markus Beier, sagte der "Welt", es gebe bereits Engpässe bei der Versorgung von Patienten, die nicht im Zusammenhang mit Corona stünden. Er habe Verständnis dafür, dass viele nun schnell geimpft werden wollten, gerade im Vorfeld der Urlaubszeit. Aber er appelliere an die Menschen, jetzt die Füße stillzuhalten. Sie sollten nicht die Praxen abtelefonieren und mit Impfanfragen überhäufen. Beier zufolge gibt es nicht genug Termine und nicht genug Impfstoff. Das werde sich voraussichtlich erst Mitte Juni ändern.

20:58 Uhr | Mehrere angekündigte Demonstrationen in Berlin verboten

Die Berliner Versammlungsbehörde hat fünf Demonstrationen verboten, die für Pfingsten angemeldet wurden. Nach Angaben der Polizei ist darunter auch eine Demonstration von Kritikern der Corona-Maßnahmen mit 16.000 angemeldeten Teilnehmern. Sie sollte am Sonntag am S-Bahnhof Tiergarten starten. Außerdem seien drei weitere Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen am Montag verboten worden. Die Polizei will morgen weitere Angaben zu den Gründen machen.

20:46 Uhr | Betriebsärzte müssen Impfstoff-Bestellungen abgeben

Betriebsärzte müssen einem Medienbericht zufolge schon Ende dieser Woche ihre Bestellungen für Covid-19-Impfstoffe abgeben, wenn sie sich gleich nach Öffnung der Kampagne im Juni daran beteiligen wollen. Das sähen die Pläne des Bundesgesundheitsministeriums und des Arbeitgeberverbands BDA vor, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe). Der neuen Impfverordnung zufolge könnten die Werksärzte vom 7. Juni an die Belegschaft ihres jeweiligen Unternehmens impfen. Aus einer Handreichung des BDA gehe hervor, dass dafür zunächst nur das Präparat des Herstellers Biontech/Pfizer zur Verfügung steht.

20:27 Uhr | Hamburg hält an Priorisierung in Impfzentren fest

Hamburg wird die Impfpriorisierung auch über die vom Bund zum 7. Juni angekündigte Aufhebung hinaus im zentralen Impfzentrum beibehalten. Dort würden kurzfristig nur noch Termine an Menschen vergeben, "die gemäß der Impfpriorisierung einen Anspruch auf eine bevorzugte Schutzimpfung haben und bereits zur Terminvereinbarung aufgerufen wurden", sagte Gesundheitssenatorin Melanie Leonhard am Mittwochabend. Dort stünden aber vor allem Zweitimpfungen an. Leonhard sagte, das von Bundesgesundheitsminister Spahn verkündete Ende der Priorisierung komme zu früh. Es sei absehbar, dass am 7. Juni noch zu wenig Impfstoff vorhanden sei.

19:49 Uhr | Britische Studie zur Auffrischungsimpfung

Mit einer neuen Studie wollen britische Forscher die Effektivität einer Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus prüfen. Dabei sollen insgesamt sieben verschiedene Impfstoffe getestet werden, teilte Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch mit. Die ersten Ergebnisse werden im September erwartet. Davon erhoffen sich die Wissenschaftler Klarheit für ein von Herbst an geplantes Auffrischungsprogramm. Die 2.886 Probanden würden den Impfstoff frühestens zehn bis zwölf Wochen nach der zweiten Dosis erhalten, betonte das Ministerium. Dabei könnten Teilnehmer auch einen anderen Impfstoff erhalten als den, den sie bei den ersten beiden Impfungen bekommen haben.

19:24 Uhr | Cafés in Frankreich und Österreich wieder offen

Nach mehreren Monaten Lockdown sind in Frankreich und Österreich heute Lockerungen in Kraft getreten. In beiden Ländern dürfen Cafés und Restaurants wieder Gäste empfangen. Neben Gastro-Betrieben dürfen in Frankreich auch Kultureinrichtungen wieder öffnen.

19:12 Uhr | Wie verändert Corona die Innenstädte?

Die Lockdowns der Corona-Pandemie haben die deutschen Innenstädte verwaisen lassen. Viele Läden mussten schließen. Vor allem große Geschäfte werden nach Ansicht des Hamburger Stadtplaners Thomas Krüger auch nicht wiederkommen. Er plädiert für neue Konzepte. Hören Sie das ganze Interview:

19:03 Uhr | Studie zur Doppelbelastung in Pandemie-Zeiten

Laut einer Studie der TU Chemnitz sind es vor allem Frauen, die in der Pandemie unter der Doppelbelastung Arbeit und Familie leiden. Bertolt Meyer, Leiter der Studie, erklärt im Interview mit MDR SACHSEN die Hintergründe.

18:52 Uhr | Sächsische Aufbaubank zieht Bilanz nach Corona-Jahr

Die Sächsische Aufbaubank hat nach eigener Einschätzung die Auszahlung der Corona-Hilfen gut bewältigt. Sprecher Volker Stößel sprach bei MDR AKTUELL von einer großen Herausforderung. Man habe es aber auch dank des Engagements der Beschäftigten sehr gut geschafft. Laut Stößel hatte die Bank keinen Einfluss auf den späten Start der bundesweiten Hilfen. Dann aber seien Anträge meist noch am selben Tag bearbeitet worden. 2020 bewilligte die Sächsische Aufbaubank rund 105.000 Anträge auf Corona-Hilfen, mit einem Volumen von knapp 1,6 Milliarden Euro. Laut Finanzminister Olaf Scholz will die Bundesregierung schon bald über eine Verlängerung der Corona-Hilfen entscheiden.

18:39 Uhr | Sachsen hat zu wenig Impfstoff erhalten

Sächsische Ärzte haben nach MDR-Recherchen im April weniger Corona-Impfstoff erhalten, als dem Bundesland eigentlich zusteht. MDR exakt liegen Unterlagen vor, die das belegen. Demnach hätten die niedergelassenen Ärzte insgesamt 202.000 Impfdosen bekommen sollen. Tatsächlich geliefert wurden rund 27.500 Dosen weniger. Im selben Zeitraum erhielt Mecklenburg-Vorpommern fast 62.000 Dosen mehr als vereinbart. Die Impfdosen werden den Bundesländern nach einem Verteilungsschlüssel zugeteilt. Danach soll Sachsen 4,9 Prozent des verfügbaren Impfstoffes erhalten. Warum das zuletzt weniger war, ist unklar.

17:38 Uhr | Buga Erfurt: Testpflicht entfällt ab Freitag

Nachdem rund einen Monat eine Testpflicht für einen Besuch der Bundesgartenschau (Buga) in Erfurt galt, entfällt diese ab Freitag. Für die derzeit geöffneten Freiflächen sei dann kein amtlicher negativer Corona-Test oder Impfnachweis mehr notwendig, sagte eine Sprecherin am Mittwoch in Erfurt. Das sei aufgrund der anhaltenden Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 in der thüringischen Landeshauptstadt möglich. Die Inzidenz in Erfurt lag am Mittwoch bei 67,8 – und damit den fünften Werktag in Folge unter dem Grenzwert von 100.

17:11 Uhr | Indische Corona-Variante verbreitet sich in Großbritannien

Die zunächst in Indien entdeckte Corona-Variante breitet sich in Großbritannien rasch aus. Es gebe 2.967 bestätigte Fälle im Land, sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Mittwoch in London. Das ist ein deutlicher Sprung von 28 Prozent im Vergleich zum Montag, als die Regierung 2.323 Fälle gemeldet hatte. Betroffen sind vor allem mehrere Städte in Mittelengland, aber auch der Westlondoner Bezirk Hounslow sowie die schottische Großstadt Glasgow.

17:00 Uhr | Ryanair meldet sich zur Sommersaison zurück

Der Billigflieger Ryanair fährt kurz vor dem Start der Reisesaison sein Flugangebot in Deutschland wieder hoch. Ab sofort seien 250 Verbindungen von zehn deutschen Abflugorten zu zwei Dutzend Zielen buchbar, erklärte die Airline am Mittwoch.

16:07 Uhr | EU will Einreise erleichtern

Angesichts großer Impf-Fortschritte in Ländern wie den USA oder Israel will die Europäische Union die Einschränkungen bei der Einreise aus Drittstaaten deutlich lockern. Touristen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind, können bald wieder einfacher in die EU einreisen. Für sie sollen die zu Beginn der Pandemie verhängten Einschränkungen für nicht zwingend notwendige Einreisen wegfallen, wie die Deutsche Presse-Agentur von mehreren EU-Diplomaten erfuhr. Dies solle dann gelten, wenn die EU-Staaten einen Impfnachweis auch für das Reisen innerhalb der Union akzeptierten. Die Entscheidung muss noch formell von den EU-Staaten bestätigt werden. Parallel dazu arbeitet die EU daran, das Reisen innerhalb Europas mithilfe eines Impfzertifikats einfacher zu machen. Die Verhandlungen zwischen EU-Staaten und Europaparlament am Dienstagabend brachten jedoch kein Ergebnis und gehen am Donnerstag in die nächste Runde

14:45 Uhr | Schweiz will "Covid-Zertifikate" ausstellen

Die Schweiz will ab dem 7. Juni mit der Ausstellung sogenannter Covid-Zertifikate beginnen. Dank dieses Nachweises für geimpfte, genesene und negativ auf Covid-19 getestete Personen sollen Großveranstaltungen wieder möglich werden und Orte mit erhöhtem Ansteckungsrisiko wie etwa Diskotheken und Clubs wieder öffnen können. Auch bei internationalen Reisen dürfte ein Nachweis verlangt werden.

14:02 Uhr | Brandenburg will im Herbst Hochschulen öffnen

Brandenburg hat angekündigt, die Hochschulen im Land mit Beginn des Wintersemesters im Herbst wieder voll zu öffnen. Wissenschaftsministerin Manja Schüle sagte im Landtag in Potsdam, entwickelten sich die Zahlen weiterhin so gut, dann würden die Hochschulen in die Präsenz gehen. Ein konkreter Stufenplan soll Anfang Juni ausgearbeitet werden. Hochschulen und Universitäten – nicht nur in Brandenburg – sind seit drei Semestern überwiegend im Online-Betrieb.

13:28 Uhr | Karliczek: Impfung für Kinder dauert noch

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat Erwartungen gedämpft, dass Kinder schnell geimpft werden können. Karliczek sagte RTL/ntv, das werde noch etwas länger dauern. Es gehe darum, die Dosis herauszufinden. Kinder reagierten in der Regel stärker auf Impfstoffe als Erwachsene. Die Ministerin erklärte, sie sei daher auch vorsichtig beim Thema Präsenzunterricht in den Schulen. Man werde die Teststrategie und das Maskentragen beibehalten müssen. Je mehr Menschen geimpft seien, desto sicherer werde aber das Schulgeschehen für die Kleineren.

13:23 Uhr | Leipzig mit Inzidenz unter 50

Als erste sächsische Region liegt Leipzig bei der Inzidenz wieder unter der Grenze von 50. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts betrug der Wert am Morgen knapp 49. Bleibt es an fünf Werktagen so, sind weitere Lockerungen möglich: Dann könnten Hotels und Pensionen wieder öffnen. Für die Außengastronomie in der Stadt fielen dann Testpflicht und Terminbuchungen weg.

Update 12:02 Uhr | EU will Einreise für Geimpfte erlauben

Die EU-Staaten wollen vollständig gegen das Coronavirus Geimpfte aus aller Welt wieder einreisen lassen. Wie die Agentur Reuters berichtet, haben die Botschafter der 27 Mitgliedsstaaten einem entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission zugestimmt. Demnach sollen die zu Beginn der Pandemie verhängten Einschränkungen für nicht zwingend notwendige Einreisen noch vor der Sommerurlaubssaison gelockert werden. Dpa-Informationen zufolge soll die Einreiseerlaubnis dann gelten, wenn die EU-Staaten einen Impfnachweis auch für das Reisen innerhalb der EU akzeptierten.

Unterdessen sind die Verhandlungen über ein europäisches Impfzertifikat für Reisen im Sommer erneut ohne Ergebnis geblieben. Vertreter aus Europaparlament und EU-Staaten vertagten ihre Gespräche auf Donnerstag. Das Zertifikat, auch als grüner EU-Pass bekannt, soll europaweit Impfungen, überstandene Covid-19-Erkrankungen und negative Tests nachweisen und so den Grenzübertritt erleichtern.

10:38 Uhr | Start für Härtefallhilfen

Unternehmen und Selbstständige können ab sofort sogenannte Härtefallhilfen beantragen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums stehen dafür 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Fonds ist gedacht für Firmen, die bislang bei anderen Programmen durchs Raster gefallen und durch die Krise in eine existenzbedrohende Lage geraten sind. Anträge könnten in allen Bundesländern gestellt werden, sagte ein Ministeriumssprecher: "Die Entscheidung, ob eine solche Härte vorliegt, treffen die Länder in eigener Regie."

Sachsen stellt nach Angaben des Wirtschaftsministeriums über 37 Millionen Euro für die Härtefallhilfen bereit, derselbe Betrag kommt noch einmal vom Bund. In Sachsen-Anhalt umfasst der Fonds von Bund und Land insgesamt 40 Millionen Euro. Nach Angaben ds Wirtschaftsministeriums in Magdeburg kann die Unterstützung bis zu 100.000 Euro betragen, in Ausnahmefällen seien auch höhere Beträge möglich. Anträge können den Angaben nach bis Ende Oktober 2021 über Wirtschaftsprüfer, Steuerberater oder vereidigte Buchprüfer gestellt werden. Auch in Thüringen sollen insgesamt rund 40 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

10:22 Uhr | In immer mehr Regionen öffnen die Schulen

In acht Thüringer Landkreisen und Städten können ab Freitag Schulen und Kindergärten wieder öffnen. Das betrifft in Ostthüringen die Landkreise Greiz, Altenburger Land, Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt sowie die Stadt Gera. Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz dem Robert Koch-Institut zufolge stabil unter dem Wert von 165. Ebenfalls öffnen dürfen die Einrichtungen in Eisenach, im Wartburgkreis und im Landkreis Nordhausen. Bereits heute sind Schulen und Kitas im Landkreis Schmalkalden-Meiningen wieder geöffnet. Die Schüler werden im Wechselunterricht betreut.

09:26 Uhr | IOC bietet Japan Unterstützung an

Das Internationale Olympische Komitee hat Japan medizinisches Personal für die Olympischen Spiele und die Paralympics angeboten. Präsident Thomas Bach sagte, damit solle sichergestellt werden, dass der medizinische Betrieb und die Einhaltung von Corona-Schutzmaßnahmen im Olympischen Dorf und den Wettkampfstätten in Tokio gewährleistet seien. Das zusätzliche medizinische Personal sei als Teil der nationalen Delegationen angeboten worden. Japans Organisationschefin Seiko Hashimoto begrüßte das Angebot. Man werde jetzt besprechen, wie es umgesetzt werden könne.

In Japan gab es zuletzt immer mehr Rufe nach einer Absage der Spiele. So erklärte der japanische Ärzteverband in einem Brief an das IOC und das Organisationskomitee, er halte es für die richtige Wahl, ein Ereignis abzusagen, das die Anzahl der Infektionen und Todesfälle erhöhen könnte. Die Krankenhäuser seien jetzt schon voll. Die Olympischen Spiele und die Paralympics sollen in gut zwei Monaten, am 23. Juli, beginnen. Sie waren wegen der Pandemie bereits um ein Jahr verschoben worden.

08:16 Uhr | Lockerungen in Dresden und Anhalt-Bitterfeld

In Dresden und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld werden ab heute Corona-Beschränkungen gelockert. So dürfen in der sächsischen Landeshauptstadt unter anderem Museen, Bibliotheken und Galerien sowie Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser öffnen. Auch sind Kulturveranstaltungen im Außenbereich wieder erlaubt. Freisitze dürfen wieder Gäste empfangen. Die Lockerungen gelten außerdem für Botanische Gärten und Zoos sowie für den Betrieb von Campingplätzen und die Vermietung von Ferienwohnungen.

Als zweite Kommune in Sachsen-Anhalt kann der Landkreis Anhalt-Bitterfeld ab heute die Bundesnotbremse lösen. Damit fallen die nächtlichen Ausgangssperren weg, auch darf die Außengastronomie wieder öffnen. Das ist in Sachsen-Anhalt bislang nur in Magdeburg der Fall. Öffnungen werden möglich, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Tage hintereinander unter der Schwelle von 100 liegt.

08:02 Uhr | Indien meldet neuen Höchstwert an Toten

Indien verzeichnet mit 4.529 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus einen neuen Höchstwert. Zudem meldet das Gesundheitsministerium 267.334 Neuinfektionen. Damit bleibt die Zahl den dritten Tag in Folge unter der Schwelle von 300.000. Zwischenzeitlich hatte es sogar Tage mit mehr als 400.000 Neuinfektionen gegeben. Mit insgesamt 25,5 Millionen bestätigten Ansteckungen weist Indien nach den USA weltweit die meisten Infektionen auf. Zudem sind mehr als 283.000 Todesfälle registriert. Einige Experten befürchten aber, dass die tatsächlichen Zahlen fünf bis zehn Mal höher liegen könnten.

07:29 Uhr | Bericht: Mehr als 2.700 Demonstrationen

Die Bundesregierung geht davon aus, dass seit August vergangenen Jahres bundesweit mehr als 2.700 Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen stattgefunden haben. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland und beruft sich auf eine Antwort der Regierung auf eine Anfrage der Linksfraktion. Demnach werden 28 der Demonstrationen vom Verfassungsschutz als von Rechtsextremen organisiert oder dominiert eingestuft. Allein 15 davon hätten in Halle stattgefunden. Die als rechtsextrem eingestuften Versammlungen seien größtenteils von Einzelpersonen, aber auch von Neonazi-Parteien angemeldet worden.

07:11 Uhr | Zwei Bundesländer unter Schwelle von 50

Die Gesundheitsämter melden weiterhin sinkende Corona-Zahlen. Nach Zahlen des Risklayer-Projekts weisen mit Schleswig-Holstein und Hamburg inzwischen zwei Bundesländer eine Sieben-Tage-Inzidenz unterhalb der Schwelle von 50 Infektionen je 100.000 Einwohnern auf. Das Robert Koch-Institut (RKI) führt in seiner Liste auch Niedersachsen mit auf.

Dem Risklayer-Projekt zufolge liegen nur noch Thüringen (126) und Sachsen (119) über der Schwelle von 100. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus angesteckt haben. Bei einer Inzidenz unter 100 sind Lockerungen erlaubt, noch mehr gibt es bei einem Wert unter 50.

07:00 Uhr | Handelsverband: Hilfsgelder für Innenstädte nötig

Der Handelsverband Deutschland hat einen Hilfsfonds für die Innenstädte gefordert. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte den Funke-Medien, durch die Corona-Krise könnten bis zu 120.000 Geschäfte schließen. Um dem entgegenzuwirken, brauche es einen Innenstadt-Fonds von jährlich 500 Millionen Euro. So könnten Kommunen ihre aktuelle Lage analysieren und individuelle Konzepte erstellen.

06:45 Uhr | Datenschutz-Bedenken gegen Impfnachweis-Pilotprojekt

Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Lutz Hasse hat beim Pilotprojekt zum elektronischen Corona-Impfnachweis Bedenken angemeldet. Hasse sagte MDR AKTUELL, er sehe vor allem den QR-Code kritisch, der für das Dokument erstellt werde. Wenn ein Gastwirt diesen Code zur Echtheits-Kontrolle abscanne, werde eine Verbindung zu einem Server der Kassenärztlichen Vereinigung hergestellt. Es sei aber noch nicht abschließend geklärt, ob diese Verbindung sicher sei. Im geplanten EU-weiten Impfzertifikat seien solche Datenflüsse gar nicht vorgesehen. In Thüringen läuft seit vergangener Woche ein Pilotprojekt zum elektronischen Impf-Nachweis.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 19. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 18. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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