Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Debatte um Covid-19-Impfung für Kinder entbrannt

Der Vorschlag von Gesundheitsminister Spahn, Kinder auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission gegen Covid-19 zu impfen, sorgt für Diskussionen. Politiker verschiedener Lager forderten, sich an die Stiko-Empfehlungen zu halten. Auch eine Impfung als Voraussetzung zum Präsenzunterricht wird abgelehnt. Sachsen plant unterdessen Corona-Lockerungen in den Schulen und der Öffentlichkeit. Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

Ein Mädchen bekommt eine Corona-Impfung
Ein Mädchen bekommt eine Covid-19-Impfung. Bildrechte: imago images/Sven Simon

Unser Ticker am Mittwoch, 26. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:45 Uhr | Digitale Buchmesse mit Publikum

Die Corona-Pandemie hat auch die Buchmesse 2021 beeinflusst. Aber es gibt ein Lesefest Extra, sogar Veranstaltungen mit Publikum und viele digitale Möglichkeiten - etwa um die mörderischen Schwestern kennen zu lernen.

20:45 Uhr | Nida-Rümelin skeptisch zu Corona-Impfungen für Kinder

Der Philosoph Julian Nida-Rümelin sieht Forderungen nach Corona-Impfungen für Kinder und Jugendliche skeptisch. Der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats und frühere Kulturstaatsminister sagte MDR AKTUELL, darüber müsse man gründlich nachdenken. Das Hauptargument für diese Überlegungen sei bisher das Ansteckungsrisiko für die Älteren gewesen. Durch den Impffortschritt sei das aber nicht mehr gegeben. Man müsse auch die konkrete Bedeutung berücksichtigen. Für jüngere Menschen, erst recht für Kinder, sei eine Infektion ungefährlich. Erst mit dem Alter und den Vorerkrankungen gehe das Risiko nach oben.

20:10 Uhr | Corona-Daten-Newsletter vom 26. Mai 2021

Heute im Corona-Daten-Update: Wie ansteckend sind Kinder und Jugendliche? Ergebnisse dazu liefert eine neu erschienene Studie mit 25.000 Probanden. Und: Wann sollen Schüler geimpft werden?

19:50 Uhr | Slowakei gibt russischen Impfstoff frei

Die slowakische Regierung hat beschlossen, den russischen Corona-Impfstoff Sputnik V auch ohne EU-Zulassung einzusetzen. Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky erhielt den Auftrag, den Impfstart bis zum 7. Juni sicherzustellen. Zur Begründung erklärte die Regierung in Bratislava, es gebe immer noch Bürger, die sich erklärtermaßen nur mit Sputnik V impfen lassen wollten. Das dürfe man nicht ignorieren, wenn man eine ausreichende Durchimpfung der Bevölkerung erreichen wolle.

Bei der europäischen Arzneimittelbehörde schleppt sich das Zulassungsverfahren für den russischen Wirkstoff seit Monaten hin, weil Russland der EMA zufolge nicht genug Daten geliefert hat. Vor der Slowakei hatte bereits Ungarn beschlossen, nicht auf eine EU-Zulassung zu warten und Sputnik V zu verwenden.

19:30 Uhr | SPD-Abgeordneter Richter sieht Grundrechte trotz Einschnitten nicht gefährdet

Die Situation der Grundrechtseinschnitte sieht Frank Richter, SPD-Landtagsabgeordneter in Sachsen und Ex-DDR-Bürgerrechtler, als höchst problematisch. Doch das Rechtssystem habe sich bewährt.

19:25 Uhr | Biden für weitere Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus

US-Präsident Joe Biden spricht sich für weitere Untersuchungen zum Ursprung des Coronavirus aus. Er habe die Geheimdienste darum geben, ihre Bemühungen nochmals zu verstärken, entsprechende Informationen zu sammeln, sagte er. Zu den weiteren Nachforschungen könnten auch spezielle Fragen an China gehören. Es gebe derzeit noch nicht genügend Informationen, um zu bestimmen, ob das Virus auf natürlichem Wege entstanden sei oder aus dem Labor stamme. Bei den Geheimdiensten gebe es dazu kein einheitliches Bild.

19:05 Uhr | Lieferverzögerung bei Biontech-Impfstoff

In Deutschland kommt es bei den Lieferungen mit Biontech-Impfstoff zu Verzögerungen. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, hat das Mainzer Unternehmen die Liefermenge für die kommenden beiden Wochen reduziert. Die ausgefallenen Mengen würden Ende Juni zusätzlich geliefert und ausgeglichen. Damit werde die Zusage für das laufende Quartal eingehalten. Biontech und der US-Partner Pfizer haben für das zweite Quartal insgesamt 50 Millionen Impfdosen in Aussicht gestellt.

18:56 Uhr | EMA gibt am Freitag Entscheidung über Corona-Impfung für Kinder bekannt

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Freitag mitteilen, ob sie den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren zulässt. Das kündigte die Behörde heute an. Ursprünglich war die Zulassungsentscheidung erst für Juni erwartet worden, das Verfahren wurde der EMA zufolge jedoch beschleunigt. Sollte der Impfstoff Comirnaty für 12- bis 15-Jährige grünes Licht bekommen, wäre es der erste Corona-Impfstoff für Kinder mit EU-Zulassung. Bislang darf der Biontech/Pfizer-Impfstoff ab einem Alter von 16 Jahren verabreicht werden. In Deutschland sorgt eine mögliche Corona-Schutzimpfung für Kinder und Jugendliche aktuell für Kontroversen. Die Ständige Impfkommission ist skeptisch, ob sie sich einer möglichen EMA-Zulassung von Corona-Impfungen für Kinder anschließt.

18:02 Uhr | Kabinett billigt Kultur-Sonderfonds über 2,5 Milliarden Euro

Das Bundeskabinett hat einen Sonderfonds über 2,5 Milliarden Euro für die Kulturbranche gebilligt. Wie das Bundesfinanzministerium und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien mitteilten, sollen damit Konzerte, Theateraufführungen, Kinovorstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen trotz Pandemie-Risiken wieder anlaufen können.

Aus dem Topf sollen Wirtschaftlichkeitshilfen für kleinere Veranstaltungen fließen, wenn sie coronabedingt vor weniger Publikum abgehalten werden müssen. Das Angebot gilt für Veranstaltungen ab dem 1. Juli mit bis zu 500 und für Veranstaltungen ab dem 1. August mit bis zu 2.000 Personen. Ferner gibt es eine Ausfallabsicherung für größere Kulturveranstaltungen, die für die Zeit ab dem 1. September 2021 geplant werden. Dazu gehören Konzerte und Festivals mit mehr als 2.000 Besuchern, die einen langen Planungsvorlauf haben.

17:17 Uhr | Debatte um Covid-19-Impfung für Kinder entbrannt

Um die Frage, ob Kinder ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission gegen Covid-19 geimpft werden sollen, ist eine Debatte entbrannt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte dem Redaktionsnetzwerks Deutschland, wegen offener medizinischer Fragen müsse die Empfehlung der Stiko abgewartet werden. Der Linke-Politiker schloss zugleich aus, dass es nur geimpften Kindern möglich sein sollte, am Präsenzunterricht teilzunehmen. "Impfen lassen müssen, das geht gar nicht", sagte Ramelow. Bundesfamilienministerin Christine Lambrecht (SPD) lehnt eine Corona-Impfpflicht als Bedingung für den Schulbesuch ebenfalls ab.

Auch NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin empfahl, sich in der Frage einer Impfung von Kindern und Jugendlichen an die Empfehlungen der Stiko zu halten. Sein CDU-Parteifreund, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, hatte sich am Morgen für eine Einbeziehung von Kindern in die Covid-19-Impfungen auch ohne Stiko-Empfehlung ausgesprochen.

Die Stiftung Patientenschutz bezeichnete Spahns Handeln als "unverantwortlich". Stiftungsvorstand Eugen Brysch sagte den Funke Medien, bei der Vergabe von Vakzinen dürften nur wissenschaftliche Fakten gelten.

16:48 Uhr | Johnson soll Lage laut Ex-Chefberater unterschätzt haben

Der britische Premierminister Boris Johnson hat nach Aussagen seines ehemaligen Chefberaters Dominic Cummings das Coronavirus zu Beginn völlig unterschätzt. Cummings sagte vor einem Untersuchungsausschuss im Londoner Unterhaus, als er der Regierung seinen ersten dringlichen Report angekündigt habe, seien einige Minister in den Ski-Urlaub abgereist. Johnson habe ihm vorgehalten, er erzähle Gruselgeschichten. Der Regierungschef habe vorgeschlagen, sich im Fernsehen live mit Corona infizieren zu lassen, um zu zeigen, dass das Virus nicht gefährlich sei. Als Johnson später die Lage begriffen habe, habe er die Frage gestellt, wen man nicht rette.

16:15 Uhr | Weitere Lockerungen an sächsischen Schulen

An den Schulen und Kitas in Sachsen werden die Corona-Einschränkungen ab der kommenden Woche weiter gelockert. Das sieht die neue Coronaschutz-Verordnung vor, die vom Kabinett in Dresden beschlossen wurde. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping mitteilte, ist bei Sieben-Tage-Inzidenzen unter 50 eine weitgehende Rückkehr zum Regelbetrieb möglich. Auch Schüler ab der 5. Klasse könnten dann wieder täglich in den Unterricht kommen. Masken- und Testpflicht blieben aber vorerst bestehen. Die Regelung gilt nach Angaben der SPD-Politikerin vom 31. Mai bis 13. Juni. Anschließend sei eine Sommer-Verordnung mit mehr Freiheiten für alle geplant.

16:02 Uhr | Stiko-Mitglied: Keine Sicherheit über Komplikationen

Die Ständige Impfkommission will in den nächsten zwei Wochen festlegen, ob sie Corona-Impfungen für Kinder empfiehlt. Kommissionsmitglied Rüdiger von Kries spricht im Interview über den Prozess und die Knackpunkte bei der Bewertung:

15:07 Uhr | Sachsen plant Corona-Lockerungen in zwei Schritten

Sachsen plant schrittweise weitere Lockerungen von Corona-Beschränkungen. Wie Gesundheitsministerin Petra Köpping mitteilte, soll ein Teil bereits mit der neuen Schutzverordnung am kommenden Montag in Kraft treten. Nach Angaben der SPD-Politikerin betrifft das je nach Inzidenz Erleichterungen im Sport, bei Kontaktbeschränkungen und bei der Testpflicht. Freibäder könnten mit Hygienekonzept und Kontakterfassung öffnen.

Köpping zufolge sind ab 14. Juni weitere Lockerungen geplant. Dann sollen unter anderem Messen, Kongresse und Konferenzen wieder möglich. Kontaktbeschränkungen im privaten Bereich sollen völlig wegfallen. Groß- und Sportveranstaltungen seien dann mit genehmigten Hygienekonzepten möglich. Auch Kantinen und Mensen sollen wieder öffnen. Gleiches gilt für Hotels und Pensionen, wenn die Inzidenz unter 100 sinkt. Auch Gesang in der Kirche und Chorsingen sollen wieder erlaubt werden. Bei geringen Inzidenzen sollen Tests überflüssig werden.

14:03 Uhr | Thüringen lockert noch keine Corona-Regeln

Trotz deutlich sinkender Inzidenzen sollen in Thüringen bis Mitte kommender Woche die Corona-Vorschriften nicht gelockert werden. Ein Sprecher der Staatskanzlei sagte dem MDR, es bleibe bei dem Ziel, die neue Verordnung erst am nächsten Dienstag zu veröffentlichen und Mittwoch in Kraft treten zu lassen. Bis dahin seien noch einige Punkte abzustimmen. Dazu gehöre unter anderem die Frage der Öffnung der Gastronomie im Innenbereich. Außerdem müssten noch Landtag und Kommunen an der Corona-Verordnung beteiligt werden.

12:00 Uhr | Klassik Stiftung Weimar öffnet erste Häuser

Sechs Häuser der Klassik Stiftung Weimar sollen ab Freitag wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen. Wie die Stiftung mitteilte, zählen dazu das Bauhaus-Museum und Goethes Gartenhaus. Im Rahmen des Modellprojekts der Stadt Weimar sei der Schritt möglich. Besucherinnen und Besucher benötigen entweder einen negativen Coronatest, den Nachweis einer vollständigen Impfung oder als Genesene den Nachweis einer überstandenen Corona-Infektion.

Weimar gehört zu den Thüringer Regionen, die seit vergangener Woche bereits wieder Außengastronomie anbieten und in denen Läden uneingeschränkt öffnen dürfen. Die Stadt nutzt ein System zur digitalen Kontaktnachverfolgung per App, das viele Geschäfte ihren Kunden anbieten.

10:13 Uhr | Keine Impfungen in sächsischen Schulen

In Sachsen laufen Vorbereitungen auf Covid-19-Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren und Jugendliche. Reihenimpfungen oder Impfungen in Schulen seien aber nicht vorgesehen, teilte das Gesundheitsministerium in Dresden mit. Bei niedergelassenen Ärzten oder in Impfzentren sollen sie aber möglich sein.

10:00 Uhr | Lockerungen im Altenburger Land und in Eisenach

Auch im Altenburger Land und in Eisenach sind ab morgen die Infektionsschutz-Regeln wieder etwas gelockert. Mit dem Ende der sogenannten Bundesnotbremse dürfen die Außenbereiche von Gaststätten wieder öffnen, Touristen auf Campingplätze oder in Ferienwohnungen. Nächtliche Ausgangssperren fallen weg.

09:39 Uhr | Spahn hält an Impfungen für Kinder fest

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für eine Einbeziehung von Kindern in die Covid-19-Impfungen auch ohne Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) ausgesprochen. Eltern und Kinder könnten gemeinsam mit Ärzten trotzdem eine individuelle Entscheidung treffen, sagte der CDU-Politiker heute im "Frühstart" von RTL und ntv.

Jens Spahn (CDU), Bundesminister für Gesundheit, besucht das Serumwerk Bernburg.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Dienstag dieser Woche während eines Besuchs bei der Serumwerk Bernburg AG in Sachsen-Anhalt Bildrechte: dpa

Die EU-Arzneimittelbehörde EMA prüft derzeit eine Zulassung des Impfstoffs von Biotech/Pfizer für Kinder ab zwölf Jahre. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet. Für Jugendliche ab 16 Jahren ist er schon zugelassen.

Die Stiko berät parallel über eine mögliche Empfehlung. Das Fachgremium könnte Berichten zufolge aber auf eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder verzichten, unter anderem weil es ein Risiko von Nebenwirkungen gebe, ohne dass klar sei, ob und wie Kinder selbst von der Impfung profitierten. Eine Herdenimmunität könne durch die Impfung von Erwachsenen erreicht werden.

09:00 Uhr | Streit um Impfaufruf am Leipziger Amtsgericht

Der Präsident des Leipziger Amtsgerichts, Michael Wolting, hat seinen Mitarbeitern in einem Rundschreiben eine Covid-19-Impfung dringend empfohlen und deutlich gemacht, dass sie ohne Impfung "vielleicht sogar Nachteile haben" könnten. Das Rundschreiben hat Folgen, wie Sie hier lesen oder im Radio-Beitrag hören können:

08:39 Uhr | Infektionen: Meldeverzug nach Pfingsten

Die bundesweiten Infektionszahlen sinken weiter – sind wegen der Feiertage aber wenig aussagekräftig. Deutschlandweit wurden nach Daten des Risklayer-Projekts rund 2.500 neue Coronavirus-Fälle gemeldet, gut zwei Drittel weniger als vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt demnach bei 56 – auf dem niedrigsten Stand seit Mitte Oktober. Allerdings sind die aktuellen Zahlen und Meldungen mit Vorsicht zu interpretieren, weil sie nach Aussagen der Risklayer-Experten stark von den Pfingstfeiertagen beeinflusst sind.

08:24 Uhr | Abiturprüfungen in Thüringen gestartet

Für knapp 6.500 Schülerinnen und Schüler in Thüringen haben heute die Abiturprüfungen begonnen. Wegen der Coronavirus-Pandemie wurden sie drei Wochen nach hinten verschoben. Zudem gibt es 15 Minuten mehr Zeit für die Prüfung als sonst. Wie 2020 wird es Nachholtermine für jedes Fach geben. Neu ist dieses Mal, dass die Abiturienten vor den Prüfungen getestet werden. Wer das ablehnt, muss die Prüfung in einem separaten Raum ablegen.

07:10 Uhr | Unklarheit über Unterrichtsausfall

In der Coronavirus-Pandemie ist in den Schulen viel Unterricht ausgefallen, wie viel ist aber noch unklar. Genaue Zahlen kennen aber weder der Lehrerverband noch die Bundesländer. Wie MDR-Recherchen und Anfragen bei den Bildungs- und Kultusministerien in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ergaben, gibt es derzeit auf Länderebene noch keine genaue Erfassung. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, hatte kürzlich der "Bild"-Zeitung gesagt, dass seit Beginn der Pandemie zwischen 350 und 800 Stunden schulischer Präsenzunterricht ausgefallen seien, im Schnitt also etwa ein halbes Schuljahr.

06:45 Uhr | Studie: Kinder verbreiten weniger Aerosole

Einer Studie zufolge verbreiten Kinder beim Sprechen und Singen weniger Aerosole als Erwachsene. Die feinen Partikel in der Luft gelten als bedeutsam für eine Übertragung von Viren. Wie eine noch nicht in einer Fachzeitschrift publizierte Untersuchung der Berliner Charité und der TU Berlin unter Federführung des Phoniaters Dirk Mürbe jetzt ergeben hat, emittieren Kinder im Grundschulalter "beim Sprechen eine Anzahl von Partikeln in der Größenordnung wie Erwachsene beim Atmen. Und beim Singen emittierten sie ähnlich viele Partikel wie Erwachsene beim Sprechen."

Wie Mürbe weiter sagte, hängt die Anzahl der Aerosole von der Lautstärke ab. Die Befunde der Studie könnten bei Entscheidungen über den Präsenzunterricht an Schulen wie auch für die Arbeit von Kinderchören wichtig werden. Bislang war vor allem der Aerosol-Ausstoß von Erwachsenen untersucht worden.

06:30 Uhr | Beratung über Impfungen für Jugendliche

In Thüringen wird heute über das Impfen von Jugendlichen und Kindern ab zwölf Jahren beraten. Ministerpräsident Bodo Ramelow, Bildungsminister Helmut Holter und Gesundheitsministerin Heike Werner gehen dazu in eine digitales Treffen mit Lehrkräften, Eltern, Ärzten sowie Vertretern von Schulen und Kommunen. Denkbar für das Bildungsministerium ist, dass Heranwachsende in Impfzentren und regionalen Impfstellen geimpft werden. Auch sollen Kinder- und Jugendmedizin-Praxen und mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Noch ist in der EU kein Impfstoff für Kinder zugelassen, während die Ständige Impfkommission in Deutschland offenbar skeptisch ist, ob Covid-19-Impfungen für Kinder überhaupt nötig sind.

06:15 Uhr | Neue Corona-Regeln für Sachsen

Sachsen stellt bei aktuell sinkenden Infektionszahlen weitere Lockerungen in Aussicht. Die neue Landesverordnung will Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) heute nach dem Mittag im Anschluss an die Kabinettssitzung in Dresden vorstellen. Die derzeit gültige Verordnung läuft zum 30. Mai aus.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 26. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. Mai 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland