Coronavirus-Pandemie Ticker: Erste Impfungen wohl ab 27. Dezember

In Deutschland können voraussichtlich ab dem 27. Dezember erste Impfungen gegen Sars-CoV-2 stattfinden. In Ostsachsen geraten Kliniken zunehmend an ihre Grenzen. Zittaus Oberbürgermeister schlägt Alarm. Aktuelle Entwicklungen im Coronavirus-Ticker:

Utensilien für eine Impfung auf einem Tisch
Bis genügend Menschen geimpft sind, um die Pandemie zu beenden, dürfte es Monate dauern. Wer im Falle einer Infektion besonders gefährdet ist, hat bevorzugten Anspruch auf eine Impfung. Bildrechte: imago images/Political-Moments

Unser Ticker am Mittwoch, 16. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:43 Uhr | Mehrere Erzgebirgs-Kommunen mit Inzidenz über 1.000

Im Erzgebirgskreis haben mehrere Kommunen eine Inzidenz von 1.000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche überschritten. Nach Daten des sächsischen Sozialministeriums hat Stollberg mit einer Inzidenz von 1.204 den höchsten Wert. Breitenbrunn folgt mit einer Inzidenz von 1.076, in Lauter-Bernsbach liegt der Wert bei 985. Im gesamten Landkreis liegen nur drei Kommunen unter einem Inzidenzwert von 250. Der sachsenweite Durchschnitt liegt derzeit bei 483 - mit Abstand der höchste Wert in Deutschland. Der bundesweite Sieben-Tages-Schnitt liegt bei 199 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

22:10 Uhr | Knapp 138.000 Menschen in Großbritannien geimpft

In Großbritannien haben bislang fast 138.000 Menschen die erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das teilte das Gesundheitsministerium in London mit. Notwendig sind zwei Impfungen im Abstand von mindestens 21 Tagen. Insgesamt sollen in der ersten Phase 800.000 Dosen verabreicht werden, insbesondere an über 80-Jährige, an Beschäftigte in Pflegeheimen sowie besonders gefährdetes medizinisches Personal.

Großbritannien hatte die Impfkampagne vor wenigen Tagen mit einer Notfallzulassung begonnen. Auch in den USA und Kanada ist der Impfstoff bereits per Notfallzulassungen auf dem Markt. Die Europäische Arzneimittelagentur EMA will nach einem umfassenden Prüfverfahren kommenden Montag über die Zulassung entscheiden.

21:31 Uhr | Bundestag beschließt Homeoffice-Pauschale

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die in der Corona-Krise von zu Hause aus arbeiten, sollen die Kosten künftig leichter steuerlich absetzen können. Der Bundestag hat dazu am Abend eine Homeoffice-Pauschale von maximal 600 Euro pro Jahr beschlossen. Sie soll für die Steuererklärungen der Jahre 2020 und 2021 gelten. Damit die Regelung in Kraft tritt, muss am Freitag noch der Bundesrat zustimmen. Pro Heimarbeitstag können künftig fünf Euro bei der Steuer angerechnet werden, maximal aber für 120 Tage im Jahr. Allerdings wird die neue Pauschale in die Werbungskosten eingerechnet. Nur wer berufliche Ausgaben von über 1.000 Euro geltend machen kann, profitiert damit von der Steuerregelung für das Homeoffice.

21:09 Uhr | Alle Corona-Intensivbetten in Dresden belegt

In den Dresdner Kliniken sind derzeit keine Intensivbetten für Covid-19-Kranke mehr frei. Wie die Stadt auf ihrer Corona-Übersicht im Internet mitteilte, sind alle 87 zur Verfügung stehenden Corona-Intensivbetten in der Landeshauptstadt belegt. Auch auf den Normalstationen steigt die Auslastung durch Covid-19-Patienten. Der Stadt zufolge sind dort 363 von 400 Betten bereits belegt - das entspricht 91 Prozent. Das städtische Krankenhaus Friedrichstadt in Dresden nimmt schon seit Anfang Dezember keine Corona-Patienten mehr auf.

20:49 Uhr | Impfstart in Deutschland wohl am 27. Dezember

Die Gesundheitsminister der Länder stellen sich auf einen Beginn der Corona-Impfungen am 27. Dezember ein. Zuvor hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Länder über die zu erwartende Zulassung und Lieferung des Biontech-Impfstoffes informiert. Die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit erklärte, für die Bundesländer ergebe sich daraus der 27. Dezember als Starttermin für die Impfungen gegen Sars-CoV-2. Insbesondere solle mit der Impfung in den Pflegeheimen begonnen werden.

Fachleute betonen allerdings, dass die Corona-Präventionsregeln wie Abstand, Maske, Lüften und Hygiene noch eine Weile entscheidend sein werden bei der Pandemie-Bekämpfung. Bis ausreichend Menschen geimpft sind, dauert es wohl Monate.

19:13 Uhr | Lehrerverband fordert Rechtssicherheit

Der Landesverband Bildung und Erziehung hat den Ausfall der Lernplattform "Moodle" in Sachsen-Anhalt kritisiert. Verbands-Chef Torsten Wahl sagte MDR AKTUELL, trotz der Erfahrungen aus dem Frühjahr sei die Menge der Zugriffe nicht richtig eingeschätzt worden. Das Programm müsse innerhalb kürzester Zeit bis zu 250.000 Zugriffe realisieren. Bei alternativen Plattformen gebe es immer wieder datenschutzrechtliche Bedenken. Wahl forderte in dieser Sache vom Land mehr Rechtssicherheit für Lehrerinnen und Lehrer. Zudem solle eine Positivliste zu den Alternativen erstellt werden.

Zu Beginn der bundesweiten Schulschließungen konnten heute viele Schülerinnen und Schüler nicht auf den Medienserver des Landes zugreifen. Dort können Lehrkräfte ihre Aufgaben einstellen. Auch aus anderen Bundesländern wurden Probleme mit digitalen Lernplattformen gemeldet. Die sächsische Seite Lernsax war am Montag und teilweise noch gestern lahmgelegt. Als Grund gab das Bildungsministerium eine Hackerattacke an.

18:15 Uhr | Tschechien will Ski-Touristen kontrollieren

Die tschechische Polizei plant angesichts der Öffnung der Skigebiete in den Mittelgebirgen von Freitag an schärfere Kontrollen im Grenzgebiet zu den Nachbarstaaten. Das kündigte Innenminister Jan Hamacek an. Die Papiere ausländischer Wintersportler sollen zudem auch direkt an den Pisten überprüft werden. Für sie gilt, dass sie einen negativen Corona-PCR-Test vorlegen müssen, der nicht älter als 72 Stunden ist. "Wir sind bereit, das durchzusetzen und zu kontrollieren", betonte der Sozialdemokrat. Das betrifft ausschließlich den Tagestourismus. Längere Aufenthalte sind gar nicht möglich, weil die Hotels geschlossen sein werden.

17:54 Uhr | WHO empfiehlt Masken auch für Familienfeiern

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auch bei Weihnachtsfeiern in der Familie. Das WHO-Regionalbüro für Europa erklärte, selbst bei kleinen häuslichen Zusammenkünften könne das Risiko hoch sein, sich mit dem Coronavirus anzustecken. Deshalb sollte auch bei solchen Feiern Abstand gehalten und regelmäßig gelüftet werden.

17:41 Uhr | Zittauer Oberbürgermeister schlägt Alarm

Weil die Krankenhäuser in Ostsachsen überlastet sind, schlägt Oberbürgermeister Thomas Zenker Alarm. Zenker sagte am Abend, schnelle Hilfe sei nötig für die Verlegung von Patienten in andere Krankenhäuser. Die Kapazitäten der regionalen Rettungsdienste reichten dafür nicht mehr aus. Aus eigener Kraft komme man in dieser Lage nicht weiter. Nach Angaben der Leitstelle wurden in den vergangenen Tagen Corona-Patienten aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz nach Dresden und Leipzig verlegt. Die regionalen Kliniken hätten keine Patienten mehr aufnehmen können.

Das Klinikum Oberlausitzer Bergland erklärte, die Kapazität der beiden Corona-Stationen könne nicht ausgeschöpft werden, weil Personal fehle. Der Zittauer Landtagsabgeordnete Stephan Meyer forderte rasche Hilfe für das Klinikum. Er schlug vor, Personal aus regionalen Spezialkrankenhäusern abzuziehen.

17:28 Uhr | Urteil: Pandemie kein Argument gegen Führerscheinentzug

Führerscheinentzug bei zu vielen Punkten in Flensburg ist auch in Corona-Zeiten möglich. Das Verwaltungsgericht Koblenz entschied in dieser Sache in einem Eilverfahren (Aktenzeichen: 4 L 1078/20.KO). Die Richter urteilten, dass ungeeignete Kraftfahrer das Leben und die körperliche Unversehrtheit der übrigen Verkehrsteilnehmer gefährdeten. Dies gelte auch während der Corona-Krise.

Ein Autofahrer, der im Fahrregister acht Punkte angesammelt hatte, musste seinen Führerschein abgeben. Dagegen hatte er das Eilverfahren angestrengt. Der Mann begründete dies damit, dass er in der Corona-Pandemie seine Tochter zur Schule fahren und Besorgungen für seine Eltern übernehmen müsse.

17:23 Uhr | Corona-Warn-App mehr als 24 Millionen mal heruntergeladen

Ein halbes Jahr nach Bereitstellung der Corona-Warn-App hat die Bundesregierung die Menschen in Deutschland aufgerufen, die App zu nutzen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, inzwischen sei die App mehr als 24 Millionen mal heruntergeladen worden. Jeder, der hinzukomme, helfe. 171 von 180 Testlaboren seien an die Warn-App angeschlossen. Mehr als 5,6 Millionen Testergebnisse seien übermittelt worden, mehr als 130.000 User hätten positive Ergebnisse über die App geteilt. Das seien allerdings erst 54 Prozent der entsprechend Getesteten.

16:55 Uhr | Lernplattform Moodle in Sachsen-Anhalt lahmgelegt

Zahlreiche Schüler und Lehrer in Sachsen-Anhalt haben zu Beginn der bundesweiten Schulschließungen nicht auf die Lernplattform Moodle zugreifen können. Das Bildungsministerium in Magdeburg bestätigte dem MDR technische Schwierigkeiten. Grund sei ein erheblicher Zugriff auf die Plattform gewesen. Das Ministerium versprach, noch heute die Fehler mit IT-Spezialisten auszuwerten. Auch aus anderen Bundesländern wurden Probleme mit digitalen Lernplattformen gemeldet. Die sächsische Seite Lernsax war am Montag und teilweise noch gestern lahmgelegt. Als Grund gab das Bildungsministerium eine Hackerattacke an.

16:35 Uhr | Magdeburg: Strafanzeige wegen Feier wird geprüft

Der Staatsanwaltschaft Magdeburg liegt eine Strafanzeige der Stadt wegen eines großen Festes vor. Es soll Ausgangspunkt für viele Corona-Infektionen gewesen sein. Ein Justizsprecher sagte, die Kommune werfe den drei Veranstaltern Körperverletzung vor. In Magdeburg hatten am 17. Oktober rund 120 Menschen zusammen gefeiert. Im Anschluss wurden mehr als 80 Corona-Infektionen nachgewiesen. Oberbürgermeister Lutz Trümper hatte bereits erklärt, es solle nicht einfach ein Ordnungsgeld verhängt, sondern Ermittlungen geprüft werden.

16:10 Uhr | Görlitz überschreitet Inzidenz von 700

Der Kreis Görlitz hat die Marke von 700 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Auch der Kreis selbst meldet auf seiner Webseite einen Wert von 701. Mehrere weitere Landkreise in Sachsen haben Inzidenzen von deutlich über 600. Fachleute betonen imme wieder, dass der Wert unter 50 sinken muss, damit Gesundheitsämter die Infektionsketten nachvollziehen können und damit die Pandemie eingedämmt werden kann.

15:55 Uhr | Russland verzeichnet höchste Todeszahl seit zehn Jahren

In der Corona-Pandemie verzeichnet Russland inzwischen den höchsten Wert bei Sterbefällen seit zehn Jahren. Das berichtet die Moskauer Wirtschaftszeitung RBK unter Berufung auf das Statistikamt. Demnach starben von April bis Oktober 1,2 Millionen Menschen - 140.000 mehr als im Schnitt der vergangenen fünf Jahre. Das wäre ein Anstieg um 13,21 Prozent für den Sieben-Monats-Zeitraum. Zuletzt sei im Hitzesommer 2010 eine sehr hohe Sterberate zu verzeichnen gewesen. Grund für die aktuelle hohe Übersterblichkeit sei die Corona-Pandemie.

15:43 Uhr | Kretschmer: Sachsen sind zu viel unterwegs

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat weitere Corona-Maßnahmen nicht ausgeschlossen. Der CDU-Politiker sagte im Landtag in Dresden, die Sachsen seien trotz Corona-Regeln nach wie vor zu viel unterwegs. Das sei pures Gift für die Bekämpfung der Pandemie. Die Landesregierung beobachte die Entwicklung und werde gegebenenfalls über weitere Maßnahmen entscheiden. Nach der jüngsten Auswertung des Robert Koch-Instituts ist die Binnenmobilität in Thüringen und Sachsen am größten.

In Sachsen spitzt sich die Corona-Lage weiter zu. Die Inzidenz liegt inzwischen bei 464 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

15:03 Uhr | Klinikum Zittau zurückhaltend zu Triage-Bericht

Das Oberlausitzer Bergland-Klinikum in Zittau hat Berichte zur Triage bei Covid-Patienten nicht bestätigt. Allerdings sei die Versorgungssituation extrem angespannt, teilte das Klinikum mit. Der Geschäftsführung zufolge musste die Zahl der Betten für Covid-Erkrankte deutlich reduziert werden. Grund dafür seien Personalengpässe, da mehrere Beschäftigte ausfielen. Das Gesundheitszentrum des Landkreises Görlitz als Träger des Klinikums betonte, alle Patienten der Einrichtung erhielten "die bestmögliche Therapie".

Sollten die Corona-Stationen keine Patienten mehr aufnehmen können, würden die Erkrankten in die umliegenden Krankenhäuser geflogen. Der Chef der zuständigen Leitstelle, Christian Kleber, bestätigte, dass in den vergangenen Tagen verstärkt Patienten aus den Landkreisen Bautzen und Görlitz nach Dresden und Leipzig verlegt worden seien. Bislang seien es Einzelfälle. Es sei aber davon auszugehen, dass die Fälle in den kommenden Tagen zunehmen würden.

Zuvor hatte der Ärztliche Direktor des Klinikums, Mathias Mengel, Berichten zufolge in einem Online-Forum von Triage gesprochen. Triage bedeutet, dass Mediziner aufgrund von knappen Ressourcen entscheiden müssen, wem sie zuerst helfen.

13:45 Uhr | Merkel spricht morgen mit Biontech

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht am Donnerstag mit führenden Vertretern des Impfstoff-Herstellers Biontech per Videokonferenz. Nach Angaben ihres Regierungssprechers werden auch Gesundheitsminister Jens Spahn und Forschungsministerin Anja Karliczek dabei sein.

13:34 Uhr | Wittenberg: Ausgangsbeschränkung auch für Gäste

Die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen im Landkreis Wittenberg gelten auch für Menschen aus anderen Regionen. Wie ein Sprecher des Kreises heute erläuterte, darf von 21:00 bis 05:00 Uhr nicht mehr aus der Wohnung, wer zu Weihnachten im Landkreis etwa seine Eltern besuche. Nach draußen dürfe in der dieser Zeit nur, wer triftige Gründen habe, etwa um zur Arbeit zu gehen, zum Arzt, zur Begleitung hilfsbedürftiger Menschen und Minderjähriger sowie mit dem Hund.

13:06 Uhr | Bestatter für Anerkennung als "systemrelevant"

Der Bundesverband Deutscher Bestatter hat eine bundesweite Anerkennung des Berufs als "systemrelevant" gefordert. Bestatter könnten Schutzkleidung und Desinfektionsmittel so leichter bekommen und Notbetreuungen für ihre Kinder, sagte Generalsekretär Stephan Neuser der "Rheinischen Post": Weder Homeoffice noch ein Mitlaufen der Kinder bei der Arbeit sei für diese Berufsgruppe möglich.

12:48 Uhr | Verdienstausfall für Eltern geplant

Wenn Eltern durch verlängerte Ferien oder die Aussetzung der Präsenzpflicht in der Schule wegen ihrer Kinder nicht arbeiten können, sollen sie für längstens zehn Wochen 67 Prozent des Verdienstausfalls vom Staat ersetzt bekommen, maximal 2.016 Euro monatlich. Das sieht nach Angaben der Agentur Reuters eine Gesetzesänderung vor, die vom Kabinett beschlossen worden sei. Alleinerziehende sollen demnach die Entschädigung doppelt so lange bekommen. Der Bundestag solle die Regelung, die ab heute greifen solle, vor Weihnachten beschließen.

12:06 Uhr | Bergzoo in Halle schließt über die Feiertage

Aus Sorge vor großem Andrang während der Feiertage schließt der Bergzoo in Halle vorübergehend für Besucher. Wie die Einrichtung mitteilte, sollen so Mitarbeiter geschützt und die Versorgung der Tiere möglich bleiben. Zudem nehme der Tierpark seine gesellschaftliche Verantwortung wahr. Gemäß der Eindämmungsverordnung in Sachsen-Anhalt dürfen Zoos, Tierparks und botanische Gärten weiter öffnen. Da viele andere Freizeiteinrichtungen geschlossen sind, wäre laut Bergzoo über die Feiertage aber mit vielen Besuchern zu rechnen gewesen.

11:44 Uhr | Schnelltests in Sachsen-Anhalt ausgeliefert

In Sachsen-Anhalt sind nach Angaben des Bildungsministeriums kostenlose Schnelltests für Lehrer und das Kindergarten-Personal ausgeliefert worden. Die Tests gingen demnach an landesweit 14 Standorte, von wo aus die weitere Verteilung erfolge. Anfang Januar sollen sich rund 27.000 Lehrkräfte an allen 941 öffentlichen und freien Schulen, pädagogische und andere Beschäftigte freiwillig testen lassen können, zudem rund 21.000 Angestellte in Kindertagesstätten.

Der Schnelltest soll laut Ministerium eigenständig gemacht werden, wozu den Einrichtungen entsprechende Anleitungen vorliegen sollen. Ziel der Tests sei es, den Schul- und Kitabetrieb abzusichern, sollte der Lockdown nach dem 10. Januar für sie nicht verlängert werden.

10:37 Uhr | Berichte über Triage in Sachsen

In Sachsen ist es bei der Versorgung von Covid-19-Patienten offenbar schon zur Triage gekommen. Das heißt, dass Ärzte entscheiden mussten, wer zuerst mit Beatmung versorgt wird und wer später.

Mathias Mengel, Ärztlicher Direktor des Klinikums Oberlausitzer Bergland, sagte laut "t-online.de" in einem Videoforum, dass in dem Krankenhaus in Zittau schon mehrfach "triagiert" werden musste. Zitiert wird er so: "Wir waren in den vergangenen Tagen schon mehrere Male in der Situation, dass wir entscheiden mussten, wer Sauerstoff bekommt und wer nicht." Es sei versucht worden, Patienten in andere Kliniken zu verlegen. Die "Leipziger Volkszeitung" berichtete, einige seien nach Dresden und Leipzig geflogen worden. Als erster hatte Deutschlandfunk-Reporter Alexander Moritz über das Thema berichtet.

Eine Sprecherin des Gesundheitszentrums im Landkreis Görlitz, zu welchem das Krankenhaus gehört, hat angekündigt, die Berichte über die Aussagen des ärztlichen Leiters zu prüfen.

10:00 Uhr | Wieder viele neue Infektionen vor allem in Sachsen

Gesundheitsämter in Deutschland haben gestern insgesamt 21.377 weitere Coronavirus-Infektionen registriert. Das geht aus den Daten des Risklayer-Projekts am Instutut für Technologie in Karlsruhe hervor. Aus Sachsen wurden demnach 3.249 neu bestätigte Infektionsfälle gemeldet sowie 700 aus Thüringen und 551 aus Sachsen-Anhalt.

09:40 Uhr | Weitere 153 Todesfälle in Sachsen

In der vom Robert Koch-Institut neu gemeldeten Todesfallzahl (siehe weiter unten) sind auch 153 neue Fälle, die aus Sachsen übermittelt wurden. RKI-Chef Lothar Wieler geht bei den Todesfällen aber generell von einer hohen Dunkelziffer aus, da das Coronavirus beispielsweise auch Schlaganfälle fördern könne, ohne dass diese mit dem Virus in Zusammenhang gebracht würden.

09:10 Uhr | Hunderte Impfzentren in Deutschland bereit

In ganz Deutschland sind etwa 440 Zentren eingerichtet, in denen die erwarteten Impfungen gegen das Coronavirus zunächst gebündelt anlaufen sollen – unter anderem in Messehallen, Sportzentren, Hotels: Zehntausende Ärztinnen, Ärzte sowie weitere Helfer haben sich für Einsätze gemeldet. Die Personalrekrutierung läuft aber noch.

Bund und Länder hatten vereinbart, die Zentren bis Mitte Dezember weitgehend einsatzbereit zu haben. Das ist bis auf wenige Ausnahmen laut Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auch gelungen. Spahn setzt auf eine EU-Zulassung des ersten Impfstoffs kurz vor Weihnachten. Danach könnten Impfungen innerhalb von zwei bis vier Tagen beginnen. Über die Impfzentren nimmt der Staat die Immunisierung vorerst direkt in die Hand. Grund daür ist auch, dass der vermutlich erste verfügbare Impfstoff – der von Biontech und Pfizer – bei minus 70 Grad gekühlt werden muss, was nicht in jeder Arztpraxis und Apotheke geht.

08:32 Uhr | Thüringen: Werner dämpft Erwartungen

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner dämpft gleich zu Beginn des Lockdowns auch in ihrem Bundesland die Erwartungen an größere Lockerungen im Januar. Wie die Linke-Politikerin sagte, rechnet sie nicht damit, dass nach dem 10. Januar vieles wieder öffne. 

08:10 Uhr | Harzklinikum sucht freiwillige Helferinnen

Aus Sachsen-Anhalt ist heute zu hören, dass das Harzklinikum jetzt dringend freiwillige Helferinnen und Helfern für die Pflege sucht. Es fallen dort immer mehr reguläre Pflegekräfte aus. Zudem steigt die Zahl der künstlich beatmeten Covid-19-Patienten im Land. Mehr dazu und weitere Meldungen im Morgenticker aus Sachsen-Anhalt:

08:00 Uhr | Bundestag beginnt seine letzte Sitzungswoche

Auch in der letzten Sitzungswoche des Bundestags in diesem Jahr geht es um die Coronavirus-Pandemie. Zum Auftakt beantwortet Kanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Regierungsbefragung heute eine Stunde lang wieder Fragen der Abgeordneten. Ein zentrales Thema dürfte dabei der Kurs in der Pandemie sein. Auf Antrag von CDU/CSU und SPD debattiert der Bundestag auch über die Umsetzung der nationalen Impfstrategie. Mit den Folgen der Pandemie befasst sich auch das Jahressteuergesetz der Bundesregierung für 2020, das dem Bundestag nun vorliegt.

07:30 Uhr | Keine kostenlosen Tests für Reiserückkehrer mehr

Tests auf das Coronavirus sind für Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit hohen Infektionszahlen im Ausland seit heute nicht mehr kostenlos. Ein im Sommer eingeführter Anspruch darauf ist jetzt ausgelaufen.

07:00 Uhr | Zahl der Covid-19-Toten auf Höchststand

Das Robert Koch-Institut hat einen neuen Höchststand bei den Corona-Toten gemeldet. Binnen 24 Stunden sind in Deutschland demnach 952 Todesfälle von Menschen verzeichnet worden, die an oder mit dem Coronavirus gestorben sind. Damit wurde der bisherige Höchststand von 598 vom vergangenen Freitag deutlich übertroffen. Insgesamt sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 23.427 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben.

Laut RKI werden hier Fälle gezählt, bei denen das Virus ursächlich für den Tod war oder durch Vorerkrankungen wahrscheinlich ist, dass der Tod im direkten Zusammenhang mit Covid-19 steht. Die Zahl der Fälle bedeutet, dass diese Toten am jeweiligen Tag erstmals in der Statistik auftauchen. Sie können aber mehrere Wochen zurückliegen, weshalb diese Zahl meist die Todesfälle vor ein bis zwei Wochen abbildet.

06:30 Uhr | Länder wollen mehr Krankenhaushilfen

Thüringen und Sachsen-Anhalt fordern, dass der Bund die Mindereinahmen von Krankenhäusern ausgleicht. Nach Willen der beiden Länder soll die Bundesregierung das verbindlich erklären. Verlangt werden vor allem Änderungen bei Freihaltepauschalen.

06:15 Uhr | Bundesweiter Lockdown in Kraft

In Deutschland ist der neue harte Corona-Lockdown in Kraft getreten. Seit Mittwoch muss ein Großteil der Geschäfte geschlossen bleiben. Das gleiche gilt für die Schulen und die meisten Kindergärten.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte sich am Dienstag erneut besorgt über die Infektionszahlen gezeigt. In einer Sitzung der Unions-Bundestagsfraktion wies sie auf die hohe Zahl der Einkaufenden kurz vor dem Lockdown hin, Sie hoffe, "dass das Einkaufsverhalten jetzt am Montag und Dienstag uns nicht nach hinten wirft", wurde die Kanzlerin zitiert. Den Lockdown hatten der Bund und die Länder am Sonntag beschlossen. Die Maßnahmen sind vorerst bis 10. Januar befristet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 16. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 16. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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