Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Kein Beleg für falsche Angaben bei Intensivbetten

In Sachsen und Thüringen gibt es bislang keine Hinweise auf frisierte Zahlen bei Intensivbetten. Das Bundesgesundheitsministerium widerspricht einem Medienbericht zu Impfstoff-Lieferkürzungen von Biontech im Juli. Bei einer Frau in Jena ist die Delta-Variante entdeckt worden. Die Warn-App ist ein Jahr alt – eine Zwischenbilanz. Die EU lässt US-Bürger wieder einreisen. Die EU-Zulassung des russischen Impfstoffs Sputnik V verzögert sich. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Ärztinnen auf der Covid-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig.
Der Bundesrechungshof hat kritisiert, dass Kliniken bei der Zahl der Intensivbetten manipuliert hätten. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 16. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:17 Uhr | Delta-Variante breitet sich aus

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Ihr Anteil an den positiven Corona-Tests stieg in der Woche vom 31. Mai bis 06. Juni nach Angaben des Robert Koch-Instituts auf 6,2 Prozent nach 3,7 Prozent in der Vorwoche.

Die Variante wurde zunächst in Indien nachgewiesen und ist Experten zufolge deutlich ansteckender als die Alpha-Variante, die dem RKI zufolge mit über 86 Prozent in Deutschland gegenwärtig dominiert.

20:31 Uhr | Spontane Impfaktion nach Kühlpanne

Wegen einer Panne in der Kühlkette sind im Landkreis Friesland in Niedersachsen kurzfristig 600 Impfdosen zusätzlich verabreicht worden. Der Kreis hatte am Nachmittag Menschen ohne Impftermin aufgerufen, sich schnellstmöglich auf den Weg ins Impfzentrum zu machen. Einer Sprecherin zufolge kamen 1.000 Menschen dem Aufruf nach. Wegen der Hitze seien die Wartenden von Helfern mit Wasserflaschen versorgt worden. Da nicht für alle spontan Gekommenen ausreichend Impfdosen verfügbar waren, mussten dann doch viele wieder weggeschickt werden.

Beim Eintreffen der Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer war festgestellt worden, dass die Kühltemperatur nicht konstant geblieben war. Daher musste das Vakzin sofort verabreicht werden.

19:27 Uhr | Testpflicht nach Auslandsreisen bleibt

Flugreisende, die im Ausland Urlaub machen, müssen sich vor der Rückkehr nach Deutschland weiter auf das Coronavirus testen lassen. Das hat die Gesundheitsministerkonferenz beschlossen. Hintergrund ist die Ausbreitung der hochansteckenden Virusvariante Delta. Die Ländergesundheitsminister und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verständigten sich zudem darauf, weiter flächendeckend zwei Mal pro Woche in Schulen und Kitas zu testen. Zudem sollen die Impfzentren auch über den September hinaus finanziell unterstützt werden.

17:04 Uhr | Ein Viertel der ITS-Patienten entwickelt PTBS

Ein Viertel der sehr schwer an Covid-19 Erkrankten entwickelt später eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Das hat eine Studie der Uni Duisburg-Essen ergeben. Dafür waren von April 2020 bis März 2021 mehr als 30.000 Menschen untersucht worden.

Ärzte und Intensivpfleger kümmern sich um die schwerkranken Covid-Patienten auf der Covid-Intensivstation der Dresdner Uniklinik.
Covid-Intensivstation der Uni Dresden Bildrechte: imago images/Max Stein

Demnach stieg bei den Menschen, die auf der ITS behandelt wurden, etwa um den hundertsten Tag nach ihrer Entlassung die Traumasymptomatik an. Das massiv bedrohliche Erlebnis, keine Luft mehr zu bekommen, löse beispielsweise Flashbacks mit einem plötzlichen massiven Gefühl der Hilflosigkeit und des Ausgeliefertseins sowie des Erlebens von Kontrollverlust aus, hieß es. Die einschneidende Erfahrung auf der Intensivstation sei unstrukturiert als Emotion im Unterbewusstsein abgespeichert.

16:07 Uhr | Kekulé: Corona-Warn-App ist Erfolgsgeschichte für nächste Pandemie

Der Virologe Alexander Kekulé hat nach einem Jahr Corona-Warn-App eine gemischte Bilanz gezogen. Er sagte MDR AKTUELL: "Für diese Pandemie hat sie ehrlich gesagt nichts oder fast nichts gebracht." Es seien nur sehr wenige Kontakte nachverfolgt worden. Außerdem wisse man nicht, wie hoch die Fehlerquote sei. Es sei unklar, ob Menschen wegen der App zum Corona-Test gegangen seien oder ob sie das auch ohne getan hätten.

Bei der Bilanz sei auch nicht sauber gerechnet worden, kritisierte Kekulé: "Die Erhebung wurde mitten in der dritten Welle gemacht", so Kekulé. Den Anteil der herausgefundenen Infektionen könne man nicht einfach auf das Jahr hochrechnen.

Kekulé lobte zugleich die Verbesserungen der App und nannte sie "eine Erfolgsgeschichte für die nächste Pandemie". Man habe "jetzt wirklich was Schönes zusammengebastelt".

15:55 Uhr | Paketbranche hat deutlich zugelegt

Die Corona-Pandemie hat der Paketbranche im vergangenen Jahr einen sprunghaften Anstieg beim Sendungsvolumen beschert.

Ein DHL-Paketzsteller legt Paket in ein Fach einer Packstation.
Mehr Arbeit für die Paketzusteller Bildrechte: imago images / Sven Simon

Wie der Bundesverband Paket und Expresslogistik mitteilte, wurden 2020 gut vier Milliarden Sendungen transportiert – ein Plus von 400 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Nach Angaben des Verbandes markiert das einen neuen Höchstwert.

Zudem sei das Wachstum mit einem Plus von 10,9 Prozent erstmals in den vergangenen 20 Jahren zweistellig ausgefallen. Ähnlich entwickelte sich auch der Gesamtumsatz der Branche: Er nahm um 10,5 Prozent zu und stieg auf 23,5 Milliarden Euro. Die Zahl der Beschäftigen sei um mehr als 10.000 Mitarbeiter gestiegen.

15:33 Uhr | Frankreich hebt Maskenpflicht im Freien auf

In Frankreich ist ab morgen das Tragen von Masken im Freien nicht mehr Pflicht. Premier Jean Castex sagte, Masken müssten dann nur noch bei größeren Menschenansammlungen getragen werden. Ab Sonntag entfalle auch die nächtliche Ausgangssperre. Sie sollte eigentlich noch bis Ende des Monats gelten.

Ein Mann hängt ein Schild für eine Covid-19-Teststelle in der Lille Zenith Arena auf.
Covid-19-Teststelle in der Lille Zenith Arena Bildrechte: dpa

Der Regierungschef sagte, die Lockerungen seien möglich, weil sich die Corona-Lage schneller als erwartet verbessert habe. Zuletzt war die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz auf Werte um 40 zurückgegangen.

Dem Premierminister zufolge sollten bis Ende August 35 Millionen Menschen in Frankreich vollständig geimpft sein. Bis Mitte Juni hätten etwa 30 Millionen der rund 67 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner mindestens eine erste Impfdosis erhalten.

13:07 Uhr | Sachsen und Thüringen: Kein Belege für falsche Angabe bei Intensivbetten

Dem sächsischen Sozialministerium liegen bisher keine Belege für falsche Angaben bei Intensivbetten vor. Das teilte das Ministerium MDR AKTUELL mit. Hintergrund ist der Vorwurf, Kliniken hätten falsche Angaben zur Auslastung ihrer Intensivbetten gemacht, um höhere Ausgleichszahlungen zu erhalten. Dazu erklärte das sächsische Ministerium, bevor eine Klinik die Pauschale von 50.000 Euro bekommen habe, sei geprüft worden, ob sie die personellen, medizinisch-technischen und räumlichen Voraussetzungen erfülle. Außerdem habe man Stichproben vor Ort gemacht. Auch das Thüringer Sozialministerium teilte mit, ihm lägen keine Informationen über frisierte Zahlen bei den Intensivbetten vor.

12:48 Uhr | Ministerium: Biontech liefert wie vereinbart

Das Bundesgesundheitsministerium widerspricht einem Medienbericht zu Impfstoff-Lieferkürzungen von Biontech im Juli. Das Unternehmen habe Lieferungen aus späteren Quartalen auf Juni vorgezogen, sagt ein Sprecher. Im Vormonat waren rund 50 Millionen Dosen nach Deutschland gegangen. Im dritten Quartal und damit auch im Juli werde die Dosenanzahl wie vertraglich vereinbart geliefert, so der Sprecher. Im Wochenschnitt für das dritte Quartal rechne man danach mit rund 3,3 Millionen Dosen - das sei den Bundesländern auch mitgeteilt worden. In der letzten Juniwoche waren 5,7 Millionen Dosen geliefert worden.

12:10 Uhr | Delta-Variante bei Frau in Jena entdeckt

Die Delta-Variante des Corona-Virus ist nun auch in Jena angekommen. Wie ein Stadtsprecher mitteilte, wurde die Virus-Mutation bei einer Frau festgestellt. Sie war am Freitag positiv getestet worden, nachdem sie von einer Reise aus Osteuropa zurückkehrte. Die Kontaktnachverfolgung laufe noch. Gestern war bekannt geworden, dass die als hoch ansteckend geltend Delta-Variante an zwei Schulen und einer Kita in Dresden nachgewiesen wurde.

11:50 Uhr | Studie: Junge Menschen in Europa belastet

Die Lebenssituation junger Menschen in Deutschland hat sich in der Corona-Pandemie deutlich verschlechtert. Das ergab die neue TUI-Jugendstudie, für die im April mehr als 6.000 junge Europäer zwischen 16 und 26 Jahren befragt wurden. Danach verloren vier von zehn Befragten ihren Job oder erlitten finanzielle Einbußen. In Deutschland waren es 29 Prozent, die von Kurzarbeit oder Arbeitslosigkeit betroffen waren, in Griechenland sogar 58 Prozent. Fast jeder Zweite beschrieb seinen Gefühlszustand als "müde", "unsicher", "genervt" oder "gestresst". 72 Prozent der jungen Menschen empfanden vor allem das fehlende öffentliche und soziale Leben als belastend.

11:37 Uhr | WHO prüft Virus-Variante in Lateinamerika

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine weitere Coronavirus-Variante mit dem Namen Lambda unter besondere Beobachtung gestellt. Wie die WHO berichtet, tritt die Virus-Version bisher vor allem in Lateinamerika auf. Belastbare Studien zu Ansteckungspotential und Immunabwehr lägen noch nicht vor. Lambda wurde erstmals im August vergangenen Jahres in Peru identifiziert. Inzwischen werden in dem Land mehr als 80 Prozent aller analysierten Corona-Fälle der Variante zugeordnet. In Argentinien und Chile waren es in den vergangenen Monaten rund ein Drittel der Fälle.

11:07 Uhr | EU lässt US-Bürger wieder einreisen

US-Touristen können in Kürze wieder leichter in die EU einreisen: Die Botschafter der EU-Staaten haben sich darauf geeinigt, die wegen der Pandemie verhängten Reisebeschränkungen für die USA und sieben weitere Drittstaaten und Gebiete aufzuheben. Das bestätigte die portugiesische Ratspräsidentschaft. Das gilt demnach auch für nicht Geimpfte. Die Mitgliedsländer können aber weiterhin negative Corona-Tests oder eine Quarantäne vorschreiben.

10:30 Uhr | Noch weniger Biontech-Lieferungen als angekündigt

Der Impfstoffhersteller Biontech wird seine Impfstofflieferungen für Deutschland im Juli deutlich reduzieren. Das wurde der Deutschen Presse-Agentur aus Kreisen der Gesundheitsministerkonferenz bestätigt, die per Videokonferenz tagte. Eine Reduzierung der Biontech-Lieferungen war für das dritte Quartal bereits vor längerer Zeit angekündigt worden, allerdings nur ein leichter Rückgang.

Das Bundesministerium prognostiziert nun für die erste volle Juliwoche 3,2 Millionen Biontech-Dosen – nach 5,7 Millionen für die letzte Juniwoche. Auch für die zweite bis vierte Juliwoche erwartet das Ministerium jeweils nur noch drei Millionen Dosen.

10:18 Uhr | Mit Warn-App mehr als 100.000 Infektionsketten unterbrochen

Heute vor einem Jahr hat die Bundesregierung die Corona-Warn-App gestartet. Bislang wurde sie mehr als 28 Millionen Mal heruntergeladen, hat fast eine halbe Million Menschen vor einer möglichen Infektion gewarnt und wohl mehr als 100.000 Infektionsketten unterbrochen. Inzwischen können Nutzer auch den Impfnachweis in die App laden.

09:35 Uhr | Elbe-Dampfschiffe wieder auf Ausflugskurs

Die Sächsische Dampfschiffahrt kehrt schrittweise zum Ausflugsverkehr auf der Elbe zurück. Seit heute werden zunächst Fahrten im Dresdner Stadtgebiet angeboten. Fahrten in die Sächsische Schweiz oder in das Weinbaugebiet Diesbar-Seußlitz sind laut Unternehmen erst einmal nicht geplant. Zum einen kämen noch nicht genügend Touristen in die Region, um die Schiffe auslasten zu können. Zum anderen, so die Dampfschiffahrt, werde noch um die Arbeitsfähigkeit der 120 Mitarbeiter gerungen. Viele müssten aus der Kurzarbeit zurückgeholt werden. Im Gastronomiebereich seien Beschäftigte inzwischen abgewandert. Das Projekt öffentlicher Personennahverkehr auf der Elbe wird damit beendet.

08:43 Uhr | 91 gemeldete Neuinfektionen in Mitteldeutschland

Binnen eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Daten des Risklayer-Projekts 1.239 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Das sind 1.086 neue Fälle weniger als am selben Tag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut Risklayer bundesweit bei 16. In Sachsen liege der Wert bei 13, in Sachsen-Anhalt bei sechs und in Thüringen bei 15. Insgesamt wurden aus Mitteldeutschland in den vergangenen 24 Stunden 91 Neuinfektionen gemeldet:

  • Sachsen: 46
  • Sachsen-Anhalt: 12
  • Thüringen: 13

Die unterschiedlichen Zahlen von Risklayer und RKI ergeben sich aus einem Meldeverzug bei den RKI-Zahlen. Risklayer recherchiert die Daten in den 401 deutschen Kreisen und Städten mittels teilweise automatisierter Verfahren selbst. Beim RKI melden die Kreise und Städte ihre Zahlen zunächst an das Land, von wo sie später an das RKI weitergegeben werden. Dabei kann ein Verzug von bis zu 48 Stunden entstehen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts starben 137 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 90.074.

08:18 Uhr | Testpflicht bei Flugreisen bis zum Herbst geplant

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen die Testpflicht für Flugreisende aus dem Ausland bis Mitte September beibehalten. Das geht aus einer der Nachrichtenagentur Reuters vorliegenden Beschlussvorlage für die Beratungen im Tagesverlauf hervor. Hintergrund ist vor allem die Sorge vor dem Einschleppen von Virus-Varianten. Die unterschiedlichen Quarantäneregeln für Einreisen aus Risikogebieten, Hochrisikogebieten und Virus-Variantengebieten werden bestätigt. Zudem wird eine zweite negative Testung nach fünf bis sieben Tage nach der Einreise erwähnt. Im Straßenverkehr und bei Bahn-Verbindungen aus ausländischen Risikogebieten soll es im Sommer "im grenznahen Bereich verstärkt stichprobenhafte Kontrollen" geben. Grenz-Bundesländer sollen Testmöglichkeiten an Bahnhöfen und Raststätten anbieten, für die der Bund die Kosten übernimmt.

07:14 Uhr | Mehr Gewalt gegen Bahnbeschäftigte

Trotz sinkender Fahrgastzahlen hat die Gewalt gegen Zugbegleiterinnen und Zugbegleiter hat im vergangenen Jahr zugenommen. Nach Angaben der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken wurden 2.070 Gewaltdelikte gegen Bahnbeschäftige gezählt - 421 mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr seien allein in den ersten Monaten schon gut 740 Gewalttaten registriert worden. Die Linken-Abgeordnete Sabine Zimmermann kritisierte, mit der Durchsetzung der Maskenpflicht seien den Bahnbeschäftigten faktisch polizeiliche Aufgaben aufgebürdet worden.

06:50 Uhr | Sputnik-V-Zulassung verzögert sich weiter

Die Zulassung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V in der EU verschiebt sich deutschen Regierungskreisen zufolge "voraussichtlich auf September, vielleicht sogar auf Ende des Jahres". Wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen erfuhr, haben russische Hersteller bislang nicht die nötigen Daten der klinischen Studien bei der europäischen Arzneimittelbehörde EMA eingereicht habe. Das klinische Dossier habe eigentlich bis 10. Juni vorliegen sollen.

In Deutschland hatten unter anderem die ostdeutschen Länderchefs einen Einsatz von Sputnik V gefordert – allerdings erst, wenn die Zulassung durch die EMA vorliegt. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hatte bei einem Besuch in Moskau gesagt, dass Deutschland insgesamt 30 Millionen Sputnik-V-Impfdosen habe kaufen wollen.

06:30 Uhr | Gesundheitsminister beraten

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über verschiedene Corona-Themen. Im Zentrum der Videoschalte sollen unter anderem Probleme von Kindern und Jugendlichen in der Pandemie stehen. Beraten wird auch über Long Covid, also Langzeitfolgen einer Covid-Erkrankung. Das kündigte der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz und bayerische Ressortchef Klaus Holetschek an. Nähere Festlegungen werden zur Zukunft der Impfzentren erwartet.

06:15 Uhr | Bislang 15 Millionen Euro für Impfzentren in Thüringen

Der Betrieb der Corona-Impfzentren und regionalen Impfstellen hat in Thüringen bislang mindestens rund 15,3 Millionen Euro gekostet. Nach Angaben des Gesundheitsmininisteriums in Erfurt fiel dieser Betrag im Zeitraum von November bis Ende März an. Etwas mehr als die Hälfte davon seien Personalkosten, gut eine Million Euro Mieten und Nebenkosten und weitere rund 5,4 Millionen Euro Sachkosten. In Thüringen gibt es aktuell vier große Impfzentren sowie 29 kleinere Impfstellen.

Die Länder tragen die Kosten für den Betrieb der Einrichtungen zur Hälfte; der Rest wird aus dem Gesundheitsfonds, in den Beiträge der gesetzlichen Krankenkassen sowie Steuermittel fließen, und von den privaten Krankenversicherungen finanziert. Der Bund hat den Ländern die Mitfinanzierung der Impfzentren bis Ende September zugesichert. Sachsen will bis dahin am Betrieb der 13 Impfzentren festhalten. Das Sozialministerium in Sachsen-Anhalt teilte mit, dass die Finanzierung der Impfzentren bis Ende September stehe und sie voraussichtlich bis dahin weiterarbeiteten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 16. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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