Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Drei Viertel der Infektionen mit Delta-Variante

In Deutschland liegt der Anteil der durch die Delta-Variante verursachten Corona-Infektionen inzwischen bei etwa 74 Prozent. Der Einzelhandel warnt vor einem zu frühen Ende der Maskenpflicht. Der Lehrerverband begrüßt die Förderung von Luftfiltern, hält sie aber nicht für ausreichend. Slowenien verschärft sein Grenzregime. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Symbolfoto - Blutprobe mit Coronavirus Delta-Variante
Die Delta-Variante ist in Deutschland weiter auf dem Vormarsch und wurde inzwischen in 74 Prozent der untersuchten Proben nachgewiesen. Bildrechte: imago images/Christian Ohde

Unser Ticker am Mittwoch, 14. Juli 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:53 Uhr | Tausende trotz doppelter Impfung erkrankt

In Deutschland sind bisher mehr als 5.000 Menschen trotz vollständigem Impfschutz an Covid-19 erkrankt. Das geht aus dem jüngsten Lagebericht des Robert Koch-Instituts hervor. Demnach wurden seit dem 1. Februar 5.374 sogenannte Impfdurchbrüche - also symptomatische Coronainfektionen mindestens zwei Wochen nach vollständiger Impfung - registriert. Die Impfung bewertet das RKI trotzdem als zwischen 88 und 89 Prozent effektiv.

21:34 Uhr | Ganztägige Ausgangssperre in Spanien war verfassungswidrig

Das spanische Verfassungsgericht hat die zu Beginn der Corona-Pandemie von März bis Mai 2020 angeordnete ganztägige Ausgangssperre für verfassungswidrig erklärt.

Kaum Menschen auf der Via Laietana in Barcelona
Ende März 2020 waren die Straßen von Barcelona fast menschenleer. Bildrechte: imago images/ZUMA Wire

Medien berichten unter Berufung auf den Gerichtshof, für eine solche Einschränkung der Freiheitsrechte hätte es der Verhängung des Ausnahmezustands bedurft.

Als Folge des Urteils könnte es zu einer Welle von Schadensersatzklagen von Bürgern kommen, die ohne gesetzliche Grundlage gezwungen wurden, zu Hause zu bleiben. Zudem könnten Bürger Bußgelder zurückfordern, die ihnen damals bei Verstößen gegen die Sperre auferlegt wurden. Die Polizei soll in dem besagten Zeitraum rund eine Million Bußgelder verhängt haben.

21:12 Uhr | Katalonien plant nächtliche Ausgangssperre

Wegen sehr hoher Corona-Infektionszahlen will die katalanische Regionalregierung eine nächtliche Ausgehsperre für die Touristenmetropole Barcelona und 157 weitere Gemeinden der Region anordnen.

Junge Menschen sitzen mit Abstand voneinander am Strand.
Für Barcelona ist eine Ausgangssperre geplant. Bildrechte: dpa

Die Sperre würde bedeuten, dass die Menschen in Städten ab 5.000 Einwohnern und einer Sieben-Tage-Inzidenz ab 400 zwischen 1:00 Uhr und 6:00 Uhr nur aus triftigen Gründen das Haus verlassen dürfen. Nun muss das Oberste Landesgericht darüber entscheiden.

Die Einschränkung zielt auf junge Leute, die davon abgehalten werden sollen, an Stränden, in Parks und auf öffentlichen Plätzen feuchtfröhliche Partys zu feiern. Gerade die Infektionen junger Leute unter 30 haben die Ansteckungszahlen in Spanien und vor allem in Katalonien in die Höhe schnellen lassen.

21:01 Uhr | Demos von Ungeimpften in Griechenland

In Griechenland haben am Mittwochabend Tausende Menschen gegen ein Bündel von Corona-Maßnahmen demonstriert. Die konservative Regierung hatte am Montag angekündigt, dass sich nur noch Geimpfte in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben sowie in Stadien aufhalten dürfen. Außerdem wird eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege sowie für Wehrpflichtige und Berufssoldaten eingeführt. Die Demonstranten betonten, es sei ihr Recht, sich nicht impfen zu lassen.

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Griechenland in den vergangenen zehn Tagen nach umfassenden Lockerungen in die Höhe geschnellt. Die Ursache sehen Forscher vor allem im Nachtleben und bei feiernden Jugendlichen.

20:05 Uhr | Tourismusbeauftragter fordert Ende der kostenlosen Tests für Ungeimpfte

Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß (CDU), hat sich für ein Ende kostenloser Corona-Tests ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben. Er begründete: "Die kostenlosen Schnelltests ermöglichen derzeit allen die in einer Pandemie größtmögliche Freiheit. Diese Kosten werden von der Allgemeinheit getragen und das ist auch richtig, solange nicht jeder die Möglichkeit hat, einen vollumfänglichen Impfschutz zu erhalten." Klar sei aber auch, dass Impfverweigerer sich ihrer Verantwortung bewusst sein müssten und zukünftig die Kosten für dann noch notwendige Tests selbst tragen sollten. Das sei eine Frage der Gerechtigkeit.

Am Dienstag hatte sich Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ähnlich geäußert. Gesundheitsminister Jens Spahn hatte argumentiert, man sei aktuell noch in einer Phase des Überzeugens; in einer späteren Phase könne man über das Ende der kostenlosen Corona-Tests in Deutschland für Ungeimpfte sicherlich nachdenken.

19:15 Uhr | Drei Viertel der Infektionen mit Delta-Variante

In Deutschland liegt der Anteil der durch die Delta-Variante verursachten Corona-Infektionen inzwischen bei etwa 74 Prozent. Das hat das Robert Koch-Institut mitgeteilt. In den Wochen zuvor hatte sich der Delta-Anteil erst von 18 auf 39 und dann auf 60 Prozent erhöht. Infektionen mit der zuvor vorherrschenden Alpha-Variante hingegen nahmen sehr schnell ab, auf inzwischen nur noch rund 22 Prozent.

Weitere als besorgniserregend eingestufte Varianten des Coronavirus spielen unverändert eine untergeordnete Rolle in Deutschland. Es werden allerdings nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht.

18:59 Uhr | Hoher Anstieg der Infektionszahlen im Nahen Osten

Die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich wegen des raschen Anstiegs der Corona-Fälle in mehreren Ländern des Nahen Ostens besorgt. Von der Organisation hieß es, die Lage werde noch dadurch verschlechtert, dass zu wenig Impfstoff verfügbar sei und Virusvarianten grassierten. Zudem wird in der kommenden Woche der muslimische Feiertag Eid al-Adha begangen, an dem sich traditionell zahlreiche Menschen versammeln. Die WHO befürchtet hier nach eigenen Angaben einen Höhepunkt der Ansteckungen.

Nach einem Rückgang der Neuinfektionen und Todesfälle waren in den vergangenen acht Wochen die Zahlen in Libyen und Tunesien sowie im Iran und Irak wieder deutlich angestiegen. Im Libanon und in Marokko rechnet die WHO ebenfalls mit einem starken Zuwachs.

18:51 Uhr | Großbritannien wieder bei Fallzahlen aus dem Winter

Wenige Tage nach dem EM-Finale in London verzeichnet Großbritannien mit 42.302 nachgewiesenen Neuinfektionen binnen eines Tages den höchsten Wert seit dem 15. Januar. Gestern waren es nach offiziellen Daten noch 36.660 Neuinfektionen.

18:12 Uhr | Maskenaffäre: Löbel hat nicht gegen Gesetz verstoßen

Der Ex-Bundestagsabgeordnete und frühere CDU-Politiker Nikolas Löbel aus Mannheim hat laut Bundestagsverwaltung in der Maskenaffäre nicht gegen das Abgeordnetengesetz verstoßen und darf seine Provisionen behalten.

Nikolas Löbel
Löbel hatte nach den Vorwürfen sein Mandat niedergelegt. Bildrechte: dpa

Die Verwaltung bestätigte am Mittwoch den Abschluss des Verfahrens, Löbel habe nicht gegen den Paragrafen 44a im Abgeordnetengesetz verstoßen, der Zuwendungen an die Parlamentarier regelt.

In der Masken-Affäre ging es um Provisionen von rund 250.000 Euro für Löbels Firma. Diese soll die Gelder kassiert haben, weil sie Kaufverträge über Corona-Schutzmasken zwischen einem baden-württembergischen Lieferanten und zwei Privatunternehmen in Heidelberg und Mannheim vermittelte. Politiker und Bürger hatten Löbel aufgefordert, das Geld zurückzugeben oder zu spenden.

18:05 Uhr | Verdacht auf Zusammenhang zwischen Autoimmunkrankheit und Vakzin

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA hat bei der Verimpfung des Vakzins von Moderna in neun Fällen eine Autoimmunerkrankung des Blutes festgestellt. Die Behörde teilte mit, ein "klarer Zusammenhang" zwischen der Erkrankung und der Impfung habe zwar nicht hergestellt werden können, der Sachverhalt werde aber weiter beobachtet.

17:40 Uhr | Mahnung an Deutschland zur Freigabe der Impfstoff-Patentrechte

Wirtschaftswissenschaftler und Gesundheitsexperten drängen Deutschland, sich für eine Freigabe der Patente für Corona-Impfstoffe einzusetzen. Harvard-Professorin Joia Mukherjee sagte, mit ihrer Blockade der Freigabe bei der Welthandelsorganisation nehme die Bundesregierung den Tod von Tausenden Menschen in armen Ländern in Kauf. Angesichts der steigenden Corona-Zahlen in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern müsse die Weltbevölkerung so schnell wie möglich geimpft werden. Zudem sollten reiche Länder den Aufbau weiterer Produktionsstätten finanzieren.

Mehr als 100 Länder engagieren sich bei der Welthandelsorganisation für eine Aussetzung der Patente auf Corona-Impfstoffe und setzen sich wegen der Pandemie für eine zeitweise Lockerung der Rechte an geistigem Eigentum ein. Die Bundesregierung hingegen will am Patentschutz für Corona-Impfstoffe festhalten.

17:29 Uhr | Berliner Krisenstab will sich wegen Überlastung auflösen

Der Corona-Krisenstab der Berliner Gesundheitsverwaltung steckt nach Angaben der Personalräte selbst in einer tiefen Krise und will sich auflösen. In einer Art Brandbrief heißt es, seit Beginn der Pandemie Anfang 2020 sei der Alltag der Beschäftigten von "Mehrarbeit, Überstunden, Rufbereitschaft, Dienst an Sonn- und Feiertagen, an Wochenenden und zu ungünstigen Zeiten" geprägt. Die Beschäftigten seien inzwischen am Ende ihrer Kräfte.

Neben zu vielen Aufgaben und und mangelnder Unterstützung durch andere Senatsverwaltungen werden auch Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) und ihre Staatssekretärin Barbara König kritisiert. Ihnen werfen die Personalvertreter "respektloses und unangemessenes Verhalten" in der Kommunikation mit Mitarbeitern sowie "spontane Wutausbrüche" und "persönliche Anfeindungen" vor. Als Konsequenz schlagen sie in ihrem Brief vor, den Krisenstab aufzulösen und die Aufgaben in die zuständigen Abteilungen zu überführen.

16:44 Uhr | Andere Symptome bei Geimpften

Die Symptome einer Covid-19-Erkrankung verändern sich nicht nur je nach der Mutationsvariante, sondern werden offenbar auch davon beeinflusst, ob jemand geimpft ist. Das zeigt eine aktuelle Studie zur Deltavariante aus Großbritannien. Demnach berichten doppelt Geimpfte nicht vorrangig über die als bisher typisch geltenden Symptome Fieber und Husten, sondern eher über Kopfschmerzen, eine laufende Nase, Niesen und Halsschmerzen. Erst auf Platz fünf der am häufigsten beobachteten Symptome folgt der Geruchs- und Geschmacksverlust. 

15:50 Uhr | Tschechien meldet weiter steigende Zahlen

In Tschechien hat die Zahl der nachgewiesenen täglichen Neuansteckungen erstmals seit fünf Wochen wieder die Marke von 300 überstiegen. Die Gesundheitsbehörden des Landes registrierten binnen 24 Stunden 317 Infektionen. Der R-Wert liegt aktuell bei 1,45. So hoch war er zuletzt im Januar. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt derzeit 16 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

15:30 Uhr | Lehrerverband: Luftfilter-Geld reicht nicht aus

Der Deutsche Lehrerverband hält die angekündigte Fördersumme für Luftfilter in Schulen für unzureichend. Verbandschef Hans-Peter Meidinger sagte dem "Handelsblatt", grundsätzlich sei erst einmal alles zu begrüßen, was dem Gesundheitsschutz nutze. Insgesamt müssten aber circa 1,5 Milliarden Euro investiert werden, um über 650.000 Unterrichtsräume auszustatten. Außerdem bezweifle er, dass das Geld in der Urlaubszeit rechtzeitig vor dem neuen Schuljahr ankomme.

14:40 Uhr | Slowenien verlangt wieder Test- oder Impfnachweis

Slowenien verschärft seine Corona-Einreise-Regeln wieder. Ab Donnerstag müssen Reisende grundsätzlich nachweisen, dass sie entweder gegen Corona geimpft, genesen oder negativ getestet sind. Ausgenommen sind lediglich Kinder unter 15 Jahren. Die neuen Regeln gelten auch für Transit-Reisende, also etwa deutsche Urlauber, die mit Auto oder Zug nach Kroatien wollen.

14:10 Uhr | Steinmeier-Appell: Lassen Sie sich impfen!

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat an die Bundesbürger appelliert, das Angebot der Impfung gegen Covid-19 zu nutzen. In einer Videobotschaft bat er, "all diejenigen, die noch unsicher sind: Lassen Sie sich impfen!"

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier während einer Ansprache.
Bundespräsident Steinmeier Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nur wenn noch mehr Menschen den vollständigen Impfschutz erhalten hätten, würden Mutationen wie die aktuelle Delta-Variante nicht zu neuen Beschränkungen zwingen. Durch die Impfungen seien auch die ungeimpften Kinder geschützt und könnten nach den Sommerferien wieder in die Schule gehen. Und ebenso seien jene geschützt, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen könnten.

Auch könnten Geschäfte, Betriebe, Kultureinrichtungen und Restaurants geöffnet bleiben. Steinmeier erklärte: "Ich bin stolz und glücklich, wenn ich sehe, was diese Gesellschaft in den vergangenen anderthalb Jahren bewiesen hat: Solidarität, Vernunft, Disziplin, Erfindergeist und gegenseitige Hilfe. Gerade jetzt zählt all das noch einmal ganz besonders. Auf uns alle, auf die Gemeinschaft aller kommt es an."

12:50 Uhr | Anstieg der Corona-Fälle vor allem bei jungen Erwachsenen

Der leichte Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland vorherige Woche scheint vor allem auf Corona-Infektionen bei jungen Erwachsenen zurückzugehen. Das geht aus dem aktuellen Lagebericht des Robert Koch-Instituts hervor. Während sich die Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in fast allen Altersgruppen über mehrere Wochen hinweg ungefähr konstant oder rückläufig entwickeln, haben sie bei den 20- bis 29-Jährigen vor allem in der vergangenen Woche zugenommen.

Am deutlichsten ist der Anstieg bei den 20- bis 24-Jährigen, bei denen die Sieben-Tage-Inzidenz von 10 auf 19 binnen zwei Wochen angestiegen ist. Zum Vergleich: Bei Senioren zwischen 75 und 84 Jahren stagnierte der Wert im gleichen Zeitraum bei 1.

12:28 Uhr | "Lange Nacht des Impfens" in Berlin geplant

Das Land Berlin will künftig neue und kreativere Wege bei den Impfungen gegen das Coronavirus gehen. "Wir wollen eine lange Nacht des Impfens in der Arena machen", sagte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci im rbb. Auch die Clubszene wolle man beim Impfen einbinden, um verstärkt auch jüngere Leute anzusprechen.

In Deutschland sind derzeit rund 43 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Zuletzt kamen die Impfungen allerdings nicht mehr ganz so zügig voran wie noch vor einigen Wochen.

12:00 Uhr | Einzelhandel warnt vor zu frühem Ende der Maskenpflicht

Der Einzelhandel warnt vor einem zu frühen Ende der Maskenpflicht. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland (HDE), Stefan Genth, sagte, es müsse alles getan werden, damit man nicht noch einmal in einen Lockdown komme. Die Maskenpflicht habe zur Eindämmung der Corona-Pandemie beigetragen. So eine Maßnahme dürfe nicht vorschnell aufgegeben werden. Genth warnte, die Pandemie sei noch lange nicht zu Ende.

In Sachsen soll die Maskenpflicht ab Freitag wegfallen. Voraussetzung ist eine Wocheninzidenz von unter zehn. Ein Mund-Nasen-Schutz muss aber weiter in Bus und Bahn, in Krankenhäusern und Pflegeheimen getragen werden.

11:24 Uhr | Studie: Pandemie hat Situation in Berufsschulen massiv verschlechtert

In den Berufsschulen hierzulande habe sich die Situation massiv verschlechtert, berichteten 71 Prozent der Auszubildenden, die die Studie "Plan B" befragt hat. Demnach hat die Corona-Krise jungen Berufstätigen und Auszubildenden in Deutschland heftig zugesetzt.

Zum Jahresbeginn 2021 gaben 61 Prozent der Befragten an, dass sich ihre psychische Gesundheit verschlechtert habe. 55 Prozent klagten über negative Auswirkungen auf ihre Freundschaften und 51 Prozent meinten sogar, ihr eigenes Leben nicht mehr kontrollieren zu können.

"Die Jugendlichen haben sich wirklich eingeigelt", sagte Jugendforscher und Mitautor der Studie, Simon Schnetzer. Auch habe bei vielen das Selbstwertgefühl gelitten. Sie bräuchten jetzt neue Anreize wie beispielsweise Mentorenprogramme, um wieder durchzustarten.

Junge am Schreibtisch 29 min
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11:00 Uhr | Utrecht: Rund 1.000 Festival-Besucher mit Corona infiziert

Bei einem Open-Air-Musikfestival im niederländischen Utrecht haben sich rund 1.000 Besucher und Besucherinnen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden könnte die Zahl noch steigen. Das Organisationsteam des Festivals reagierte geschockt und betonte, sie hätten sich an alle Auflagen gehalten.

Die Besucher und Besucherinnen hätten einen negativen Test oder einen Impfnachweis vorlegen müssen. Zudem seien am Eingang Zeitfenster eingerichtet worden, um Andrang zu verhindern. Zu dem Festival am ersten Juli-Wochenende waren etwa 20.000 Menschen gekommen.

10:37 Uhr | Ab heute neue Corona-Regeln in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind neue Corona-Regeln in Kraft getreten. Die Landesregierung hat die bisherigen Vorgaben nochmals gelockert. Das betrifft unter anderem die Testpflicht. So müssen sich Hotelgäste nicht mehr alle 72 Stunden testen lassen, sondern nur noch bei der Anreise.

Zudem gelten auch neue Regeln für Kultur- und Sportveranstaltungen. Die zulässige Zuschauerzahl soll anhand der jeweiligen Kapazitäten festgelegt werden. Zum Beispiel bei Veranstaltungen ab 5.000 Besucherinnen und Besuchern darf höchstens die Hälfte der Sitzplätze belegt werden.

09:55 Uhr | Lufthansa rechnet mit Wartezeiten wegen Corona-Maßnahmen

Im zunehmenden Sommer- und Ferien-Reiseverkehr rechnet die Lufthansa mit längeren Bearbeitungszeiten beim Check-In. Die Überprüfung der Impfpässe, Testnachweise und weiterer Einreisevoraussetzungen bei jedem einzelnen Passagier nehme zusätzliche Zeit in Anspruch, teilte das Unternehmen mit.

Die Lufthansa fliegt zwar im Moment nur rund halb so viele Passagiere wie vor der Krise - dennoch kann es wegen der zusätzlichen Corona-Auflagen am Flughafen lange dauern. Zudem wird empfohlen, neben dem digitalen Nachweis auch die ausgedruckten Originalzertifikate weiterhin dabei zu haben.

09:28 Uhr | Bund will Einbau mobiler Luftfilter fördern

Die Bundesregierung will den Einbau mobiler Luftfilter in Schulen mit 200 Millionen Euro fördern. Ein entsprechender Beschluss des Bundeskabinetts wird am Mittwoch erwartet. Das Geld soll den Ländern zur Verfügung gestellt werden. Bisher fördert der Bund nur den Einbau fester Anlagen.

Seit Mitte Juni können Schulen und Kitas Fördermittel für den Einbau von festen Luftfilteranlagen beantragen, wie das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitgeteilt hatte. Die Förderung ist begrenzt auf Räume und Einrichtungen für Kinder bis 12 Jahren, da für diese Altersgruppe bisher kein Impfstoff gegen Corona zugelassen ist. Es gibt maximal 500.000 Euro je Standort.

08:23 Uhr | Großbritannien führt Impfpflicht für Altenpflegekräfte ein

Das britische Parlament hat einer Corona-Impfpflicht für Altenpflegekräfte in England zugestimmt. Von Oktober an müssen Heim-Mitarbeiter, aber auch Friseure und andere Dienstleister, die ein Pflegeheim betreten, zwei Impfungen gegen das Virus vorweisen. Die Corona-Krise hatte in Großbritannien vor allem zu Beginn die Pflege- und Altersheime getroffen. Dort starben in den ersten Monaten der Pandemie fast 30.000 Bewohner mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Impfpflicht gilt nur in England. Die Regierungen der anderen britischen Landesteile Schottland, Wales und Nordirland, die für die Gesundheitspolitik selbst verantwortlich sind, haben aktuellen Aussagen zufolge keine entsprechenden Pläne.

Eine Impfpflicht für Beschäftigte im Gesundheitswesen hatten in der EU zuvor Frankreich, Griechenland und Italien erlassen – in Griechenland ab Mitte August für Altenpflegekräfte und ab September für den Gesundheitsbereich. In Frankreich müssen sich alle Mitarbeiter von Krankenhäusern, Alten- oder Pflegeheimen spätestens bis zum 15. September impfen lassen. In Italien gilt schon seit März eine Impfpflicht für Ärzte und Pflegekräfte. Dagegen haben etwa 300 Betroffene geklagt. In Deutschland lehnt die Kanzlerin eine Impfpflicht ab.

08:13 Uhr | Inzidenz in Deutschland erneut gestiegen

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist erneut gestiegen. Nach Daten des Risklayer-Projekts des Karlsruher Instituts für Technologie liegt sie nun bei 7. Sachsen und Thüringen weisen eine Inzidenz von 3 auf, Sachsen-Anhalt liegt noch bei 2. Stand gestern wurden 1.000 Neu-Infektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 720.

Das Robert Koch-Institut gab den Wert am Morgen mit 7,1 an. Gestern hatte er bei 6,5 gelegen. Die Gesundheitsämter meldeten dem RKI binnen eines Tages 1.548 Neuinfektionen und damit 563 mehr als vor einer Woche. Zudem wurden 28 weitere Todesfälle verzeichnet.

06:34 Uhr | Städtetag ruft Pflegekräfte und Lehrer zu Impfung auf

In der Debatte um eine sinkende Impfbereitschaft hat der Deutsche Städtetag an das Verantwortungsbewusstsein der Menschen in sozialen Berufen appelliert. Städtetagspräsident Burkhard Jung sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, die Pandemie lasse sich nur mit einer deutlich höheren Impfquote besiegen. "Es wäre gut, wenn vor allem Beschäftigte im Gesundheitswesen, in der Altenhilfe und auch im pädagogischen Bereich die Impfung als eine Selbstverständlichkeit ansehen – im Sinne der ihnen anvertrauten Menschen." Impfen sei auch eine Frage der Solidarität.

Jung betonte, er sehe bisher keinen Anlass für eine Impfpflicht gegen das Coronavirus. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte gestern eine Impfpflicht noch einmal ausdrücklich abgelehnt. die Bundesregierung lehnt dies weiterhin ab. Aber man müsse möglichst viele Menschen fürs Impfen motivieren, die bisher zurückhaltend seien, sagte Jung. Dann sei man besser für einen Herbst mit Delta und anderen Virusvarianten gewappnet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 14. Juli

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, epd, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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