Coronavirus-Pandemie Ticker: Regierungschefs wollen frühere Impfung für Lehrer und Kita-Personal

Lehrerinnen und Lehrer sowie Betreuer und Betreuerinnen in Kitas sollen in der Impfreihenfolge nach vorne rücken. Der Impfstoffhersteller Astrazeneca investiert in Dessau. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Mittwoch, 10. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:12 Uhr | Frühere Impfungen für Lehrerinnen und Kitapersonal

Nach dem Willen von Kanzlerin und Länderchefs sollen Lehrerinnen und Lehrer sowie Kita-Personal in der Impf-Reihenfolge weiter nach vorne rücken. Konkret wird im Beschlusspapier zum erneuten Lockdown die zweithöchste Prioritätsstufe genannt.

Als Grund nannte Kanzlerin Angela Merkel am Mittwochabend, dass es für die Berufsgruppen nicht immer möglich sei, den notwendigen Abstand zu halten. Der Beschluss heiße dann zwar nicht, dass Erzieher und Lehrer sofort geimpft würden, sagte die Kanzlerin. Es sei aber ein "Signal" und ein Zeichen dafür, "dass wir eine besondere Schutzpflicht haben". Sie rechne damit, dass die erste Impfung dieser Gruppe bereits vor dem Sommer erfolgen könne.

20:12 Uhr | Lockdown bis 7. März verlängert

Das öffentliche, kulturelle und wirtschaftliche Leben in Deutschland bleibt weiter stark eingeschränkt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder beschlossen am Mittwochabend eine Verlängerung des Lockdowns bis zum 7. März. Über die Öffnung von Schulen und Kitas soll in den Bundesländern entschieden werden. Friseure sollen ab 1. März wieder schneiden. Der übrige Handel und kulturelle Einrichtungen sollen nach dem 7. März nur bei weiter sinkenden Infektionszahlen öffnen dürfen.

18:47 Uhr | Katastrophenstab in Halle erklärt lautere Absichten

Der Katastrophenstab der Stadt Halle hat seine besten Absichten bei der Verteilung von übrig gebliebenem Impfstoff beteuert. Anfang Januar habe man ein Verfahren entwickelt, um Reste von Impfstoff zu verteilen, hieß es in einer Stellungnahme des Stabes am Mittwoch. "Dies geschah in dem aufrichtigen Willen, ein von Bund und Land übersehenes und völlig ungeregeltes praktisches Problem des Impfens zu lösen." Durch "Erarbeitung sachlicher Kriterien" habe man keinen Raum für Kritik lassen wollen. Das sei nicht gelungen, räumte der Stab ein.

Oberbürgermeister Bernd Wiegand hatte am Samstag erklärt, dass er und zehn Stadträte bereits eine Impfung bekommen hätten. Das hatte massive Kritik ausgelöst. Die Politiker hatten die Impfung nach Darstellung des Katastrophenstabes nur bekommen, weil keine Menschen aus der ersten Prioritätsgruppe spontan zur Verfügung standen. Für diesen Fall sei ein Pool aus Rettungskräften, Fachärztinnen und -ärzten, Stadtratsmitgliedern und Angehörigen des Katastrophenstabes gebildet worden.

18:31 Uhr | Schwarze Plakate bei Erfurter Händlern

Mit schwarzen Plakaten in den Schaufenstern machen Erfurter Händler aktuell auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam. Erfahren Sie mehr im Bericht von MDR THÜRINGEN.

18:15 Uhr | Überbrückungshilfen können beantragt werden

Von der Pandemie betroffene Unternehmen können ab sofort die so genannte Überbrückungshilfe III beantragen. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurde die Antragstellung am Mittwochnachmittag freigeschaltet. Unternehmen mit einem Jahresumsatz von bis zu 750 Millionen Euro, die zwischen November 2020 und Juni 2021 Umsatzeinbußen von mindestens 30 Prozent verzeichnen, erhalten demnach Fixkostenzuschüsse - je nach Umsatzrückgang sind zwischen 40 und 90 Prozent der Fixkosten möglich.

18:06 Uhr | NRW: Gericht kippt Maskenpflicht im Umfeld von Geschäften

Das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen hat die Maskenpflicht im Umfeld von Geschäften in dem Bundesland außer Vollzug gesetzt. Der räumliche Geltungsbereich für die Regelung der Coronaschutzverordnung für NRW sei nicht klar genug definiert und genüge daher nicht den rechtsstaatlichen Bestimmtheitsanforderungen, erklärte das Gericht am Mittwoch in Münster in einer Entscheidung über einen Eilantrag. Der Begriff des "unmittelbaren Umfelds" könne sowohl einen Radius von einigen wenigen Metern vom Eingangsbereich des Geschäfts aus als auch einen deutlich größeren Bereich meinen. Der Beschluss ist unanfechtbar.

17:40 Uhr | Landrat im Erzgebirgskreis schon geimpft

Der Landrat des Erzgebirgskreis, Frank Vogel, hat bereits eine Coronaschutzimpfung erhalten. Er bestätigte gegenüber MDR SACHSEN damit einen Bericht der "Freien Presse" von Mittwoch. Warum Vogel die Impfung entgegen der vorgesehenen Reihenfolge erhalten hat, ist nicht klar. Nach Angaben von Vogel habe das Impfzentrum im Erzgebirgskreis ihm die Impfung angeboten, berichtete die "Freie Presse". Kai Kranich, Pressesprecher des DRK Sachsen, widerspricht dieser Darstellung. "Wir haben dem Landrat keine Impfung angeboten. Wie es zu der Impfung kam, entzieht sich daher meiner Kenntnis", sagt er. Nach seinem Kenntnisstand habe der Landrat die Impfung nicht im Impfzentrum erhalten.

17:25 Uhr | Lindner warnt vor Lockdown-Verlängerung

FDP-Chef Christian Lindner hat vor einer Verlängerung der Corona-Maßnahmen bis weit in den März gewarnt. "Jetzt pauschal vier Wochen alles zu verlängern, halten wir für unverhältnismäßig und zu lang", sagte Lindner am Mittwoch vor Journalisten im Bundestag.

Öffnungsorgien erwartet niemand, aber alle erwarten eine Perspektive.

Christian Lindner Bundesvorsitzender der FDP

17:20 Uhr | Schweiz schreibt Sachsen-Anhalt auf Risikoliste

Die Schweiz setzt Sachsen-Anhalt und Brandenburg neu auf die Liste der Corona-Risikogebiete. Das geht aus Angaben des Bundesamts für Gesundheit hervor. Die neue Liste gilt ab 22. Februar. Thüringen war zuvor schon Risikogebiet. Sachsen wird von der Liste gestrichen. Ausschlaggebend ist die 14-Tage-Inzidenz. Wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner um 60 höher liegt als in der Schweiz, kommt ein Land oder eine Region auf die Liste. Reisende müssen sich dann bei den Behörden melden und zehn Tage in Quarantäne. Ab dem 7. Tag kann die Quarantäne mit einem negativen Corona-Test abgekürzt werden.

17:08 Uhr | Thüringen: Mehr Menschen geimpft als infiziert

In Thüringen haben derzeit mehr Menschen eine Erst-Impfung gegen Corona erhalten als es Infizierte gibt. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden seit Beginn der Pandemie 69.000 Corona-Infektionen in Thüringen gemeldet. Mindestens 71.000 Menschen haben inzwischen eine erste Impfung erhalten, etwa 26.000 von ihnen auch bereits die zweite Dosis. Gesundheitsministerin Heike Werner betonte, man sei dennoch nicht am Ziel. Zwar sei das Land beim Impfen besser als der Bundesschnitt. Aktuell ist es aber auch das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tage-Inzidenz.

16:56 Uhr | GEW in Sachsen kritisiert Öffnungspläne von Schulen und Kitas

Die Bildungsgewerkschaft GEW in Sachsen hat die für den 15. Februar geplanten Öffnungen von Grundschulen und Kitas im Freistaat kritisiert. GEW-Landesvorsitzende Uschi Kruse plädierte dafür, die Einrichtungen erst bei einer Inzidenz von unter 50 im jeweiligen Landkreis zu öffnen. Bisher hat kein Landkreis und keine Stadt im Freistaat einen Wert unter 60 erreicht. Im bundesweiten Vergleich ist Sachsen weiterhin unter den Bundesländern mit der höchsten Inzidenz.

Unterdessen ist eine verzögerte Impfstofflieferung mit 35.000 Impfdosen von Biontech und Pfizer angekommen. Ursprünglich sollte die Lieferung bereits am Montag eintreffen, das Winterwetter sorgte dann aber für die Verzögerung.

16:36 Uhr | Debatte über Impfungen für Spitzensportler

Die Diskussion um Impfvorteile für Spitzensportler hält an. Nach Ansicht von Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge könnten Profifußballer als Vorbild bei möglichen Impf-Zweifeln dienen. "Lässt sich beispielsweise ein Spieler des FC Bayern impfen, wächst das Vertrauen in der Bevölkerung", sagte Rummenigge bei "Sport1". Man wolle sich aber nicht vordrängeln.

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes, Alfons Hörmann, sprach sich dafür aus, dass mögliche Olympia-Teilnehmer "im zweiten Quartal möglichst bald an die Reihe kommen – nicht im Sinne einer Bevorzugung, sondern dann, wenn genügend Impfstoff da ist".

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag, hält diese Hoffnung jedoch für wenig realistisch. "Hier trifft ein durchaus nachvollziehbarer Wunsch auf die Wirklichkeit", sagte die SPD-Politikerin der ARD.

Biathlon-Olympiasieger Arnd Peiffer hält Sportler-Impfungen für "schwierig". Peiffer sagte "t-online": "Denn es ist einfach niemandem zu vermitteln, wenn über 80-Jährige oder Pflegekräfte später drankommen, damit die deutsche Olympiadelegation mit 600 Personen geimpft nach Tokio fliegen kann."

Kyoko Ishikawa 1 min
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16:02 Uhr | 2,4 Millionen Deutsche geimpft

Rund sechs Wochen nach dem Impfstart haben in Deutschland bisher rund 2,4 Millionen Menschen eine erste Impfung gegen das Corona-Virus erhalten. Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervor. Rund 1,1 Millionen Bürger haben demnach bereits die zweite Dosis bekommen.

15:27 Uhr | Astrazeneca und IDT Biologika kooperieren

In Dessau-Roßlau soll eine der größten Produktionsstätten für Impfstoffe innerhalb Europas entstehen. Der britisch-schwedische Pharmakonzern Astrazeneca und die lokale Firma IDT Biologika unterzeichneten dazu eine Absichtserklärung, teilte Astrazeneca am Mittwoch mit. Man prüfe Möglichkeiten, im zweiten Quartal die Auslieferung des Covid-19-Impfstoffs von Astrazeneca zu erhöhen, um den Bedarf in Europa decken zu helfen, erklärte der Hersteller. Zudem wollten beide Firmen "große zusätzliche Wirkstoff-Kapazitäten für die Zukunft" aufbauen.

Am IDT-Biologika-Standort in Dessau sollen den Angaben zufolge bis zu fünf 2000-Liter-Bioreaktoren entstehen, in denen eine zweistellige Millionenzahl von Impfdosen pro Monat produziert werden könnten. Die neuen Anlagen sollen jedoch erst Ende 2022 betriebsbereit sein. IDT-Biologika-Chef Jürgen Betzing wird zitiert mit den Worten: "Wir sind stolz, dass Astrazeneca uns als strategischen Partner für die Herstellung seiner Impfstoffe ausgewählt hat."

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußerte sich am Nachmittag erfreut. "Deutschland wird in dieser Pandemie immer mehr zu einem wichtigen Impfstoff-Hub", sagte der CDU-Politiker. Die Zusammenarbeit von Astrazeneca und IDT sei dazu ein weiterer wichtiger Baustein. "Das hilft uns in dieser Pandemie, ist aber auch eine Stärkung des Pharma-Standorts Deutschland für die 20er-Jahre."

15:05 Uhr | Gericht stoppt Zusammenarbeit von Google und Gesundheitsministerium

Das Landgericht München hat eine Kooperation des Bundesgesundheitsministeriums mit Google bei Informationsangeboten vorläufig untersagt. Das Gericht wertete die Zusammenarbeit als Kartellverstoß. Die Vereinbarung bewirke eine Beschränkung des Wettbewerbs auf dem Markt für Gesundheitsportale. Bei Google-Suchanfragen zu Gesundheitsthemen wird bislang eine Info-Box des Bundesgesundheitsministeriums prominent angezeigt. Dagegen hatte der Betreiber des Onlineportals NetDoktor.de geklagt.

14:30 Uhr | Holter: Weiterhin Einschränkungen im Schul- und Kitabetrieb

Thüringens Bildungsminister Helmut Holter rechnet vorerst nicht mit einer Rückkehr zum Regelbetrieb in den Schulen im Freistaat. Holter sagte MDR AKTUELL, unabhängig von den Entscheidungen des Bund-Länder-Treffens habe sich das Thüringer Kabinett auf einen Orientierungsrahmen geeinigt. Dieser beinhalte auch ein Stufenprogramm, das sich an der Sieben-Tage-Inzidenz orientiere. Bei einem Wert zwischen 25 und 100 werde man möglicherweise zu einem eingeschränkten Regelbetrieb zurückkehren können. Derzeit lägen aber nur elf Landkreise und Städte unter der Inzidenz von 100. Holter reagierte zudem verhalten auf den Vorschlag, das laufende Schuljahr bis Weihnachten zu verlängern.

12:05 Uhr | Grünes Licht für EU-Milliarden

Das EU-Parlament hat grünes Licht für die geplante Milliardenhilfe zur Unterstützung der europäischen Wirtschaft gegeben. Eine breite Mehrheit der Abgeordneten stimmte für ein Finanzprogramm in Höhe von rund 672 Milliarden Euro. Es ist das Kernstück des Wiederaufbauplans der EU. Nun müssen noch die Mitgliedstaaten zustimmen. Im vergangenen Jahr hatten die EU-Staats- und Regierungschefs den Fonds beschlossen. Damit sollen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abgefedert werden. Ein Teil des Geldes soll in den Klimaschutz und die Digitalisierung der Länder gehen. Auch die Jugend sowie der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt sollen mit den Mitteln gefördert werden.

11:50 Uhr | Fast jedes dritte Kind psychisch auffällig

Ein knappes Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland zeigt fast jedes dritte Kind psychische Auffälligkeiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Es war bereits die zweite Analyse der Mediziner. Demnach haben die Sorgen und Ängste bei Kindern und Jugendlichen noch einmal zugenommen. Auch depressive Symptome und psychosomatische Beschwerden seien verstärkt zu beobachten. Die Hamburger Studie ist dem Klinikum zufolge die bundesweit erste ihrer Art. Im Dezember und Januar nahmen mehr als 1.000 Kinder und Jugendliche und über 1.600 Eltern per Online-Fragebogen teil. Im Zentrum der Untersuchung standen 7- bis 17-Jährige.

10:39 Uhr | Warnung vor Anrufen zu Impftermin

Das Landratsamt des Erzgebirgskreises warnt vor vermeintlichen Behördenanrufen zu Impfterminen. In den vergangenen Tagen habe es Fälle gegeben, wo Bürger Anrufe von angeblichen Mitarbeitern des Gesundheitsamts erhielten. Dabei sei ihnen ein Impftermin angeboten worden. Das Amt wies darauf hin, dass sich weder das Gesundheitsamt noch das Impfzentrum Annaberg bei den Bürgern melden. Für eine Terminvereinbarung für eine Corona-Schutzimpfung müssten die Bürger von sich aus aktiv werden. Wer einen Anruf hinsichtlich eines Impftermins erhält, soll das der Polizei melden.

10:02 Uhr | Behinderte Menschen haben Sorge vor Triage

Volle Intensivstationen, Ärzte und Schwestern am Limit – die Pandemie zeigt unserem Gesundheitssystem Grenzen auf. Wenn nicht mehr genügend Beatmungsgeräte vorhanden sind, müssen Ärzte entscheiden, wer beatmet wird und wer nicht. Diese sogenannte Triage bereitet vielen Menschen mit Behinderung große Sorge.

09:30 Uhr | Beschlussvorlage: Bund will Lockdown bis Mitte März verlängern

Das Kanzleramt will den Lockdown noch einmal um einen Monat verlängern – bis zum 14. März. Das geht aus der neuen Beschlussvorlage hervor, die dem ARD-Hauptstadtstudio vorliegt. Demnach soll es zuvor aber kleinere Lockerungen geben. So sollen Friseure ab dem 1. März wieder öffnen dürfen. Für die Öffnung des Einzelhandels wird noch kein Datum genannt. Über die Öffnung von Schulen und Kitas sollen die Länder dem Papier zufolge selbst entscheiden. Die Bundeskanzlerin und die Ministerpräsidenten der Länder beraten ab heute Nachmittag 14 Uhr über das weitere Vorgehen. Ursprünglich sollte der Lockdown am 14. Februar enden.

09:10 Uhr | Biontech nimmt Produktion in Marburg auf

Das Mainzer Pharmaunternehmen Biontech hat mit der Impfstoffproduktion in seiner neuen Produktionsstätte im hessischen Marburg begonnen. Dort wird nun der mRNA-Impfstoff gegen das Coronavirus hergestellt. Eine einzelne Charge reicht nach Angaben des Unternehmens für acht Millionen Impfdosen. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffs von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Die ersten Impfstoffe von dort werden nach Unternehmensangaben voraussichtlich Anfang April ausgeliefert.

08:15 Uhr | Giffey will mehr Einsatz von Corona-Selbsttests

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey ruft die Bundesländer zum massiven Einsatz von Corona-Selbsttests auf, um Kitas und Schulen rasch öffnen zu können. Diese neuen Schnelltests durch nichtmedizinisches Personal seien "eine riesige Chance für die Öffnungsstrategien", sagte Giffey der "Neuen Osnabrücker Zeitung". In Bremen und Potsdam würden diese Tests schon durchgeführt, Berlin bereite den Einsatz vor. Österreich habe bereits positive Erfahrungen damit gemacht.

Seit Anfang Februar sind in Deutschland Corona-Schnelltests zur Anwendung durch Laien mithilfe eines Schulungsvideos zugelassen. Giffey zufolge wird in den nächsten Wochen die Zulassung weiterer einfach handhabbarer Schnelltests zur Selbstanwendung erwartet. Sobald Städte und Landkreise die Schnelltestung des Personals und weitere Infektionsschutzmaßnahmen gewährleisteten, könnten bei niedriger Inzidenz Kitas und Schulen schrittweise wieder öffnen.

06:40 Uhr | Handwerkskammer: Lockdown fördert Schwarzarbeit

Der Lockdown treibt Friseure zunehmend in die Schwarzarbeit. Darauf hat die Handwerkskammer Magdeburg bei MDR AKTUELL hingewiesen. Geschäftsführer Burghard Grupe sagte, Kunden riefen ihren Friseur an und machten Druck. Wenn dieser ablehne, gingen die Kunden zu einem anderen Friseur, der ihnen die Haare schneide. Es werde dann in die heimische Küche ausgewichen – ohne Mindestabstand, Maske und dokumentierte Kontaktdaten. Grupe warnte, das werde die Pandemie noch befeuern. Natürlich sei Schwarzarbeit nicht richtig, sie sei aber Realität. Konkrete Zahlen zum Umfang lägen der Handwerkskammer nicht vor.

06:35 Uhr | Städtetagspräsident für Verlängerung des Lockdowns

Vor den Bund-Länder-Beratungen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie hat Städtetags-Präsident Burkhard Jung eine Verlängerung des Lockdowns gefordert. Leipzigs Oberbürgermeister sagte der "Rheinischen Post", man dürfe keinen erneuten Lockdown riskieren, nur weil man sich nach Normalität sehne und jetzt zu schnell die Maßnahmen lockere. Es sei noch zu ungewiss, wie sich die Virus-Mutationen ausbreiteten. Ein Lichtblick sei aber, dass sich der Abwärtstrend bei den Neuinfektionen stabilisiere. Bei einem dadurch gewonnenen Spielraum müssten Kitas und Schulen an erster Stelle stehen.

06:15 Uhr | Lehrer und Intensivmediziner warnen vor zu schnellen Schulöffnungen

Wie das Coronavirus mutiert 1 min
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Lehrer und Intensivmediziner haben vor den Beratungen von Bund und Ländern vor einer zu schnellen Öffnung von Schulen und Kitas gewarnt. Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, gerade wegen der schwer kalkulierbaren Gefahren der Virusmutationen müsse man bei der Öffnung der Schulen vorsichtig vorgehen. Lieber sollte man noch ein, zwei Wochen warten, als zu früh zu viel zu riskieren.

Auch die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin rät dazu, Schulen und Kitas noch bis März geschlossen zu halten. Präsident Gernot Marx sagte dem RND, Schulen und Kitas trügen in großem Maße zur Verbreitung des Virus bei. Durch die Mutationen werde das noch verschärft.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 10. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Februar 2021 | 06:00 Uhr

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