Coronavirus-Pandemie Ticker: Spahn erlaubt Abweichungen von Impfreihenfolge

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine geänderte Impfverordnung vorgelegt. Das Bundeskabinett verlängert die Regelungen zum Homeoffice bis Ende April. Biontech liefert der EU zusätzliche Impfdosen. Mehrere große Open-Air-Festivals sind erneut abgesagt worden. Aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Eine Frau öffnet eine Tür, hinter ihr sitzen Menschen auf Stühlen
Von der festgelegten Impfreihenfolge darf künftig in Ausnahmefällen abgewichen werden. Bildrechte: MDR/Karina Heßland-Wissel

Unser Ticker am Mittwoch, 9. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:38 Uhr | Entscheidung über Impfstoff von Johnson & Johnson an Donnerstag

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA will am Donnerstag über eine Zulassung des Corona-Impfstoffs des US-Unternehmens Johnson & Johnson befinden. Sollte die in Amsterdam ansässige Behörde grünes Licht geben, wäre eine endgültige Zulassung durch die EU-Kommission erfahrungsgemäß reine Formsache. Es wäre der vierte Corona-Impfstoff nach den Vakzinen von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca, der eine EU-weite Zulassung erhält.

21:46 Uhr | Gigantisches Hilfspaket in den USA

Das US-Repräsentantenhaus hat ein Corona-Hilfspaket im Umfang von 1,9-Billionen-Dollar beschlossen. Nach der Unterzeichnung durch Präsident Joe Biden, die für Freitag vorgesehen ist, können die Maßnahmen des Pakets damit umgesetzt werden. Vorgesehen sind unter anderem Einmalzahlungen von bis zu 1.400 US-Dollar an einen Großteil aller Haushalte. Außerdem wird das Arbeitslosengeld staatlich aufgestockt und es gibt Steuervergünstigungen für Menschen mit Kindern.

20:44 Uhr | Kostenlose Schnelltests weiter schwer zu bekommen

Ein Coronavirus-Schnelltest pro Woche, kostenlos und für jeden – so lautet die Zusage der Politik. Vielerorts läuft die Umsetzung nur langsam an. MDR SACHSEN berichtet über die Lage im Freistaat:

19:45 Uhr | Impfungen in Arztpraxen flächendeckend wohl erst ab Mitte April

Die Corona-Impfungen in den Hausarztpraxen können routinemäßig wohl erst Mitte April starten. Das teilten Bund und Länder am Mittwochabend nach den Beratungen der Gesundheitsminister mit. Die bestehenden Impfzentren sollten weiterhin parallel über zwei Millionen Impfungen pro Woche verabreichen, hieß es. Der darüber hinaus vorhandene Impfstoff solle dann den Arztpraxen zur Verfügung gestellt werden.

Bund und Länder verwiesen nach den Beratungen darauf, dass in den kommenden Wochen noch mit Engpässen bei der Impfstoff-Belieferung zu rechnen sei. Beide Seiten seien sich einig, "dass so schnell wie möglich auch die Arztpraxen in die Impfkampagne einbezogen werden sollen", hieß es aus dem Bundesministerium. "Dafür braucht es aber auch eine gewisse wöchentliche Mindestmenge an Impfstoff."

Am Nachmittag hatte es lediglich gehießen, die Entscheidung über das Impfen in Arztpraxen solle zeitnah fallen.

18:37 Uhr | Merkel erwartet noch "drei, vier schwere Monate"

Angela Merkel
Angela Merkel Bildrechte: dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet noch bis Juni eine angespannte Corona-Lage in Deutschland. Merkel sagte in einem digitalen Gespräch mit Mitarbeitenden von Seelsorgediensten, es werde noch "drei, vier schwere Monate" geben. Danach würden die Effekte des Impfens deutlich werden. "Dann wird es deutlich besser, aber im Augenblick fällt jeder Tag schwer. Das merkt man ja jedem an", sagte die scheidende Regierungschefin. Der Frühling mache manches leichter, lasse aber auch die Einschränkungen mehr spüren.

18:18 Uhr | Sachsen-Anhalt impft bei Polizei

Sachsen-Anhalt hat damit begonnen, seine Polizistinnen und Polizisten zu impfen. Nach Angaben des Innenministeriums bekamen am Mittwoch 80 Männer und Frauen den Impfstoff von Astrazeneca, darunter Beamte der Bereitschaftspolizei sowie Einsatzbeamte aus Magdeburg und dem Harz. Auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei in Magdeburg sei ein Impfzentrum eingerichtet worden.

18:11 Uhr | Spahn ändert Impfverordnung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat eine geänderte Impfverordnung vorgelegt. Diese erlaubt künftig Abweichungen von der Impf-Reihenfolge. Spahn sagte, man müsse die Balance finden: möglichst viele und möglichst zielgerichtet impfen.

Die Neuregelung ermöglicht prioritäre Impfungen in Corona-Brennpunkten, wie sie unter anderem im sächsischen Vogtlandkreis geplant sind.

In der neuen Impfverordnung wird außerdem beim Impfstoff von Astrazeneca keine Altersbegrenzung mehr genannt. Um möglichst viele Erstimpfungen zu ermöglichen, sollen bei den Impfstoffen die Abstände zur Zweitimpfung ausgeschöpft werden. Dies gilt jedoch nicht für bereits ausgemachte Termine. Die geänderte Verordnung soll bereits am Donnerstag in Kraft treten.

17:36 Uhr | Zeitnahe Entscheidung über Impfstart in Arztpraxen

Über den Start von Impfungen in den Arztpraxen sollen Kanzlerin Angela Merkel sowie die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten entscheiden. Das teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit. Die Entscheidung solle "zeitnah" noch vor den nächsten Bund-Länder-Beratungen am 22. März fallen. Als Basis dafür sollten die Gesundheitsminister der Länder eine Empfehlung vorlegen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte zuvor im Kabinett für dieses Vorgehen geworben. Eine Ministeriumssprecherin erklärte, Ziel sei weiterhin, Anfang April mit den Impfungen in den Praxen zu beginnen – und zwar bundeseinheitlich.

In einigen Bundesländern laufen schon Modellprojekte, bei denen Hausärzte ihre Patienten gegen das Coronavirus impfen.

15:33 Uhr | Geschäfte in Weimar sollen ab Montag öffnen

In Weimar sollen ab kommenden Montag die Geschäfte wieder Kunden empfangen. Oberbürgermeister Peter Kleine stellte dazu ein "Weimarer Modell zur Normalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens" vor. Statt ausschließlich auf Inzidenzwerte zu schauen, soll das Vorgehen gegen das Virus an einer "Betten-Inzidenz" festgemacht werden. Solange nicht mehr als 20 Patienten im Sophien- und Hufelandklinikum mit einer Coronainfektion behandelt werden, soll gelockert werden. Wie vom Bund vorgesehen, sollen zunächst Geschäfte, Museen und Galerien öffnen. Auch Außensport soll möglich sein. Seit mehr als drei Wochen werden im Weimarer Krankenhaus nicht mehr als fünf Coronapatienten behandelt, die Kapazität umfasst 50 Betten. Den Plänen muss das Gesundheitsministerium noch zustimmen.

15:18 Uhr | Hilfen sollen wieder ausgezahlt werden

Die gestoppten Zahlungen bei den Corona-Hilfen sollen in den nächsten Tagen wieder aufgenommen werden. Das kündigte ein Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums an. Wegen des Verdachts auf Betrugsfälle hatte das Ministerium Auszahlungen Ende vergangener Woche eingestellt. Daran hatte es Kritik gegeben.

14:04 Uhr | "Leipzig liest" in kleinerer Version geplant

Trotz der abgesagten Leipziger Buchmesse soll das Lesefest "Leipzig liest" stattfinden. Nach Angaben der Leipziger Messe sind rund 300 Veranstaltungen in der Innenstadt geplant. Die Lesungen vom 27. bis zum 30. Mai sollten auch mit Publikum stattfinden – unter Einhaltung der Hygienmaßnahmen. Wie genau diese Begegnungen zwischen Publikum und Autorinnen und Autoren aussehen werde, hänge vom Pandemie-Geschehen und den Corona-Regeln ab. Das detaillierte Programm werde Anfang Mai veröffentlicht. Buchmessendirektor Oliver Zille sagte, der Branche fehle die persönliche Begegnung.

Im Januar hatten die Organisatoren die Buchmesse abgesagt. Sie war zuvor vom März in den Mai verschoben worden. Damit fällt sie wegen der Corona-Pandemie zum zweiten Mal in Folge aus.

13:26 Uhr | Homeoffice-Verordnung bis Ende April verlängert

Die Regelungen zum Homeoffice gelten weiter bis Ende April. Das Bundeskabinett verlängerte die entsprechende Corona-Arbeitsschutzverordnung. Sie verpflichtet Arbeitgeber, ihren Beschäftigten Homeoffice anzubieten, sofern nicht zwingende betriebliche Gründe dagegen sprechen. Außerdem müssen sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor Ort Schutzmasken bereitstellen. Laut Bundesarbeitsminister Hubertus Heil ist durch die Verordnung der Anteil der Beschäftigten im Homeoffice noch einmal gesteigert worden. Das helfe, die Ansteckungsgefahr zu verringern.

Die Steuer muss an das Finanzamt gezahlt werden. 10 min
Bildrechte: Colourbox.de

Im vergangenen Jahr haben viele Menschen Teile ihres Arbeitsalltages im sogenannten Homeoffice verbracht. Aenne Riesenberg von Finanztest erklärt, was man davon steuerlich geltend machen kann.

MDR THÜRINGEN - Das Radio Di 23.02.2021 11:50Uhr 09:31 min

https://www.mdr.de/mdr-thueringen/audio-service-steuer-homeoffice-absetzen-heimarbeit-buero-kosten-100.html

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12:45 Uhr | Datenbericht: Pandemie trifft Ärmere besonders hart

Die Pandemie hat Menschen mit niedrigem Einkommen finanziell besonders hart getroffen. Das zeigt ein neuer Datenbericht, den das Statistische Bundesamt, das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung veröffentlichten. Demnach waren im ersten Lockdown Menschen mit höherem Einkommen zwar häufiger von Einbußen betroffen. Die Pandemie-Folgen für Menschen mit Niedrigeinkommen seien aber härter gewesen. Etwa jeder Fünfte habe angegeben, in Finanznöten zu stecken oder dies zu befürchten. Alleinerziehende seien mit 25 Prozent am häufigsten von finanziellen Problemen betroffen gewesen. Der Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, Thomas Krüger, sagte bei der Vorstellung des Berichts, die bundesdeutsche Gesellschaft sei durch Corona ungleicher geworden.

12:32 Uhr | Lego verzeichnet in der Pandemie Rekordumsätze

Die Spielwarenkonzern Lego profitiert von der Corona-Krise. Nach eigenen Angaben erreichte das dänische Unternehmen im vergangenen Jahr erstmals seit 2017 wieder ein zweistelliges Wachstum. Der Umsatz sei auf umgerechnet 5,9 Milliarden Euro gestiegen.

12:09 Uhr | Masken-Skandal: Unionsspitze fordert von Abgeordneten Erklärung

Im Skandal um Geschäfte mit Schutzmasken hat die Führung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion allen Unionsabgeordneten ein Ultimatum gesetzt. In einem Brief, den "Spiegel"-Korrespondent Florian Gathmann auf Twitter verbreitete, heißt es, die Fraktionsmitglieder hätten bis Freitag 18 Uhr Zeit, sich zu möglichen finanziellen Vorteilen im Zusammenhang mit pandemiebezogenen Geschäften zu äußern. Bis dahin müssten sie eine Erklärung darüber abgeben, dass sie keine solchen Vorteile erzielten.

Vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der CSU-Abgeordnete Georg Nüßlein und der CDU-Abgeordnete Nikolas Löbel Provisionen in sechsstelliger Höhe für die Vermittlung von Masken-Geschäften kassiert haben sollen.

11:40 Uhr | Biontech/Pfizer liefern zusätzliche Impfdosen

Biontech und Pfizer wollen in den nächsten zwei Wochen vier Millionen Impfdosen zusätzlich an die EU liefern. Kommissionschefin Ursula von der Leyen teilte mit, man habe das Zusatz-Paket ausgehandelt, damit die EU-Staaten gezielt in Corona-Brennpunkten impfen könnten. Zudem wolle man die aggressiven Mutationen in Griff bekommen. Nach dem EU-Verteilungsschlüssel könnte Deutschland von dem Kontingent rund 740.000 Impfdosen bekommen. Die Bundesregierung muss entscheiden, ob sie von dieser Option Gebrauch macht und wie die zusätzlichen Mengen auf die Bundesländer verteilt würden.

11:24 Uhr | Sieben große Open-Air-Festivals abgesagt

Wegen der Pandemie müssen Musikfans auch in diesem Jahr auf größere Festivals verzichten. Wie das Veranstaltungsnetzwerk Eventim Live mitteilte, wurden sieben große Open-Air-Festivals in Deutschland und der Schweiz erneut abgesagt. Dazu zählen Deichbrand, Hurricane, Southside, Rock am Ring, Rock im Park, SonneMondSterne und Greenfield. Wer schon ein Ticket gekauft habe, könne dies 2022 nutzen, hieß es.

Das SonneMondSterne-Festival findet normalerweise im August an der Bleiloch-Talsperre im Saale-Orla-Kreis statt und zählt zu den größten Elektro-Open-Airs in Europa.

11:10 Uhr | Caritas drängt auf Impfungen für Menschen ohne Aufenthaltsstatus

Die Caritas fordert Corona-Tests und -Impfungen für Menschen ohne regulären Aufenthaltsstatus - ohne diese Menschen an die Ausländerbehörden zu melden. Die Verpflichtung öffentlicher Stellen, solche Zugewanderten zu melden, müsse im Gesundheitsbereich zumindest während der Pandemie ausgesetzt werden, erklärte der Deutsche Caritasverband. Nur so könnten sich die Betroffenen angstfrei testen und impfen lassen. Verbandspräsident Peter Neher verwies auf die "äußerst prekären Verhältnisse", in denen Betroffene leben und arbeiten.

Test- und Impfmöglichkeiten für Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität hat unter anderem auch der Kölner Weihbischof Ansgar Puff gefordert.

10:42 Uhr | Krawalle bei Demo gegen Polizeigewalt in Athen

In Griechenland ist es bei einer Demonstration gegen Polizeigewalt zu schweren Ausschreitungen gekommen. Es gab Verletzte und Festnahmen. Auslöser ist ein Fall von Polizeigewalt bei Corona-Kontrollen vor drei Tagen.

10:27 Uhr | Höheres Interesse an Kleingärten

In Sachsen-Anhalt ist die Nachfrage nach Kleingärten gestiegen. Nach Angaben des Landesverbandes der Gartenfreunde gab es zum Jahresanfang 87.000 Pächter. Im Vergleich zum Vorjahr seien das gut 1.000 mehr. Rund 17.000 Gärten stünden noch leer.

09:36 Uhr | Stiko-Chef rechnet mit EU-Zulassung für Sputnik V

Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, ist zuversichtlich, dass der russische Impfstoff Sputnik V auch in der EU zugelassen wird. In der "Rheinischen Post" sagte er, das sei ein guter Impfstoff. Die russischen Forscher seien sehr erfahren mit Impfungen. Sputnik V sei clever gebaut.

09:15 Uhr | MDRfragt: Mehrheit glaubt nicht an Krisenende in diesem Jahr

Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer von MDRfragt sind aktuell recht pessimistisch, was das Ende der Corona-Krise anbelangt. Fast zwei Drittel gehen davon aus, dass uns die Pandemie auch 2022 noch beschäftigen wird. Auch von den Schnelltests erwarten die meisten keine großen Sprünge. Etwas mehr als die Hälfte geht aber davon aus, dass die Tests helfen würden, dass Hotels, Gaststätten, Freizeiteinrichtungen und Läden schneller wieder öffnen können. Gut ein Fünftel der Befragten gab an, die kostenlosen Schnelltests künftig selbst regelmäßig nutzen zu wollen.

08:45 Uhr | Spahn billigt Aufweichung von Impfpriorität im Vogtland

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat den Plan der sächsischen Landesregierung gebilligt, im Vogtlandkreis von der Impfpriorität abzuweichen. Er habe mit Ministerpräsident Michael Kretschmer gesprochen und vereinbart, dass dort ein "Schutzriegel" durch Impfungen möglich sei, sagte Spahn im ZDF. Kretschmer hatte zuvor angekündigt, im Vogtland möglichst allen Erwachsenen eine Impfung zu ermöglichen. Wegen der Grenze zu Tschechien mit den dort sehr hohen Infektionszahlen und verbreiteten Virusmutationen wird eine stärkere Ausbreitung auch im Vogtland befürchtet. Bereits jetzt hat der Landkreis mit fast 250 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen die höchste Inzidenz in Sachsen und einen der höchsten Werte bundesweit.

08:04 Uhr | Kassenärzte optimistisch zu Immunisierung bis Ende August

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hält es für machbar, ab April in den Arztpraxen monatlich 20 Millionen Menschen gegen das Coronavirus zu impfen. Vorsitzender Andreas Gassen sagte der Zeitung "Welt", bis Mitte Juni könnte die erwachsene Bevölkerung eine Erstimpfung erhalten haben. Wenn es genug Nachschub an Impfdosen gebe, könne die weitgehende Immunisierung Anfang August abgeschlossen sein - und nicht erst Ende September, wie Kanzlerin Angela Merkel gesagt habe.

Gassen beklagte, derzeit werde die Impfkampagne durch die deutsche Neigung gebremst, den Bürokratie-Oscar gewinnen zu wollen. Man sollte nicht alles bis ins Kleinste regeln wollen. Zudem sollte die strenge Priorisierung der Ständigen Impfkommission schrittweise zurückgezogen werden.

07:31 Uhr | Weitere Impfzentren in Sachsen und Thüringen starten

Sachsen nimmt heute in Plauen ein weiteres Impfzentrum in Betrieb. Im Vogtlandkreis sollen wegen der hohen Infektionszahlen alle Menschen ab 18 geimpft werden können. Auch in Thüringen starten heute zwei neue Impfzentren - und zwar in Erfurt und in Gera.

07:14 Uhr | Connemann: CDU in schwerster Krise seit Spendenaffäre

Unionsvizefraktionschefin Gitta Connemann sieht ihre Partei wegen der Maskenaffäre in der schwersten Krise seit der Spendenaffäre. Sie sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", nur wenn die Partei mit aller Konsequenz und Härte reagiere, werde man wieder Vertrauen zurückgewinnen können. Die Fraktionsführung plant Maßnahmen, um eine Wiederholung von Fällen wie Georg Nüßlein (CSU) und Nikolas Löbel (CDU) zu verhindern. Sie sollen für die Vermittlung von Corona-Schutzmasken Provisionen in sechsstelliger Höhe kassiert haben. Gegen Nüßlein ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen des Anfangsverdachts der Bestechlichkeit. Bei Löbel prüft sie, ob ein hinreichender Anfangsverdacht zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens gegeben ist.

Beide Politiker haben inzwischen ihre Partei verlassen. Löbel hat sein Bundestagsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt. Nüßlein will im Herbst nicht mehr für den Bundestag kandidieren.

06:52 Uhr | Datenschutz-Probleme bei Lern-App für digitale Schulen

Bei der Lern-App "Anton" für Grundschüler hat es massive Sicherheitslücken gegeben. Das geht aus einer Recherche des Bayerischen Rundfunks hervor. Danach standen Namen von Schulkindern, Klassenzugehörigkeit und Lernfortschritte ohne Passwortschutz und andere Sicherheitsvorkehrungen im Internet. Betroffen gewesen seien mehrere tausend Schulen aus Deutschland und auch dem europäischen Ausland. Der Anbieter habe die Lücke umgehend behoben.

Über die Anton-App können unter anderem Lernaufgaben verteilt und Klassen organisiert werden.

06:37 Uhr | Kritik an Auszahlungsstopp bei Soforthilfen

Der Stopp von Corona-Soforthilfen stößt in der Wirtschaft auf Kritik. Der Mittelstandsverband BVMW forderte, die Zahlungen wieder aufzunehmen. Viele Unternehmen warteten seit Wochen auf die Hilfen. Aufgrund von Einzelfällen dürfe es keinen Generalverdacht gegen den gesamten Mittelstand geben. Der Verband warf der Bundesregierung Versäumnisse bei der Verhinderung von Missbrauch vor, für die nun notleidende Unternehmen den Kopf hinhalten müssten.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Abend mitgeteilt, die Abschlagszahlungen für die November- und Dezember-Hilfen sowie für Überbrückungshilfen seien gestoppt worden. Es gebe den Verdacht, dass Hilfsgelder erschlichen worden seien. Medienberichten zufolge sollen sich Unbekannte etwa als Steuerberater registriert und Hilfen für echte Unternehmen beantragt haben. Die Millionen-Summen seien aber auf die Konten der Betrüger geflossen.

06:24 Uhr | Krankenkassen droht Finanzierungslücke in Milliardenhöhe

Den gesetzlichen Krankenkassen droht nach Einschätzung ihres Spitzenverbands eine Finanzierungslücke in Milliardenhöhe. Grund sei, dass sämtliche Reserven während der Corona-Pandemie aufgebraucht werden, teilte der GKV-Spitzenverband mit. Vorsitzende Doris Pfeiffer sagte, für dieses Jahr sei sie noch optimistisch, dass die Zusatzbeiträge nicht weiter angehoben werden müssten. Im kommenden Jahr drohe aber eine Finanzierungslücke im zweistelligen Milliardenbereich.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 10. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. März 2021 | 06:00 Uhr

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