Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Marokko stellt Flüge nach Deutschland ein

Wegen der aktuellen Corona-Lage stellt Marokko den Flugverkehr mit Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden ein. Die Maßnahme tritt in der Nacht zum Donnerstag in Kraft. Europa ist nach Angaben der WHO aktuell die einzige Weltregion mit einem Anstieg der Neuinfektionen. In allen anderen Regionen der Welt sei die Zahl rückläufig gewesen. Der Städte- und Gemeindetag unterstützt den Vorschlag, die epidemische Notlage zu beenden. Aktuelle Entwicklungen zur Corona-Pandemie in unserem Ticker.

Wartebereich mit Schildern zum Social Distancing.
Marokko stellt den Flugverkehr unter anderem mit Deutschland ein. Bildrechte: imago images/Future Image

Unser Ticker am Mittwoch, 20. Oktober 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

20:56 Uhr | Newsletter: Das Für und Wider für ein mögliches Ende der "epidemischen Lage"

Im multimedialen Corona-Daten-Update geht es diesmal um die Debatte über ein mögliches Ende der "epidemischen Lage". Was würde das bedeuten? Was spricht dafür und was dagegen? Außerdem blickt der Newsletter auf die aktuellen Corona-Zahlen.

20:23 Uhr | Thüringen: Weimar führt 3G-Regel ein

Die Stadt Weimar verschärft ihre Corona-Maßnahmen und führt die 3G-Regel ein. Sie soll nach MDR-Informationen ab morgen gelten und vorerst bis 31. Oktober. Die Regel gilt dann in Restaurants, Hotels, bei öffentlichen Veranstaltungen und Sportangeboten. Die Stadt setze damit die Landesvorschrift um, sagte Oberbürgermeister Peter Kleine. Seiner Meinung nach ist der Wegfall der Testpflicht an Schulen daran schuld, dass es derzeit so hohe Infektionszahlen in Weimar gebe.

18:46 Uhr | Tschechien: Neue Corona-Maßnahmen beschlossen

Angesichts steigender Infektionszahlen hat die Regierung in Tschechien neue Corona-Maßnahmen angekündigt. Ab dem 1. November müssen Restaurants, Clubs und Diskotheken die Impfbescheinigungen, Corona-Tests oder Nachweise über eine Genesung ihrer Gäste überprüfen. Das teilte das tschechische Gesundheitsministerium mit. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes werde schon ab kommender Woche in Innenräumen Pflicht, auch am Arbeitsplatz. Die Regierung wird außerdem Corona-Tests ab November nur noch kostenpflichtig anbieten und deren Gültigkeitsdauer verkürzen. Sie hofft, damit der ins Stocken geratenen Impfkampagne wieder Auftrieb zu geben. Allein am Dienstag waren circa 3.200 Corona-Infektionen gemeldet worden, mehr als doppelt so viele wie am gleichen Tag der Vorwoche.

18:40 Uhr | New York: Impfpflicht für städtische Angestellte

Die US-Metropole New York erlässt in der Pandemie eine Impfpflicht für ihre städtischen Angestellten. Bis zum 1. November müssten rund 160.000 betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter etwa Polizisten und Mitarbeiter von Behörden und der Feuerwehr, mindestens eine erste Impfdosis nachweisen, teilte Bürgermeister Bill de Blasio mit. Wer das nicht tut, wird ohne Gehalt freigestellt, bis er oder sie eine Impfung nachweisen kann.

Für rund die Hälfte der etwa 300.000 städtischen Angestellten, darunter auch Lehrerinnen und Lehrer, besteht bereits seit einigen Wochen eine Impfpflicht. Von den nun betroffenen Mitarbeitern sind städtischen Angaben zufolge rund 46.000 noch ungeimpft. Wenn sie bis zum 29. Oktober mindestens eine Impfdosis nachweisen, bekommen sie eine Prämie von 500 Dollar. Mehrere Verbände, beispielsweise die Gewerkschaft der Feuerwehr, haben Widerstand gegen die Verordnung angekündigt.

18:28 Uhr | Marokko stellt Flüge nach Deutschland ein

Wegen der aktuellen Corona-Lage stelltt Marokko den Flugverkehr mit Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden ein. Die Maßnahme trete in der Nacht zum Donnerstag in Kraft und gelte "bis auf Weiteres", teilte die marokkanische Flughafenbehörde mit. Betroffen sind demnach sämtliche Flüge aus den drei europäischen Staaten sowie alle Flugverbindungen aus Marokko in diese Länder. Die Infektionszahlen in Deutschland und den Niederlanden steigen seit Tagen kontinuierlich an. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland erhöhte sich binnen einer Woche von 65 auf 80. Auch in Großbritannien werden täglich Zehntausende Neuinfektionen verzeichnet. In Marokko ist die Zahl der Neuinfektionen hingegen rückläufig.

18:06 Uhr Update | Test-Betrug: Razzien in Berlin, Dessau und Schwarzenberg

Wegen Betrugsverdacht bei Corona-Schnelltests hat die Polizei mehrere Objekte durchsucht. Wie die Generalstaatsanwaltschaft in Berlin mitteilte, gab es Razzien in Berlin, Dessau und Schwarzenberg. Dabei seien unter anderem Geschäftsunterlagen und eine fünfstellige Summe Bargeld gesichert worden. Unter Verdacht stehe der Geschäftsführer einer Firma, die vor allem im Berliner Stadtteil Wedding Testzentren betrieben habe. Dort soll er mit weiteren Beschuldigten für Mai und Juni dieses Jahres Tests abgerechnet haben, die entweder gar nicht oder nicht im angegebenen Umfang durchgeführt worden seien. Bei der Kassenärztlichen Vereinigung seien knapp 3,2 Millionen Euro zu Unrecht eingelöst worden.

18:00 Uhr | Brasilien: Schwere Vorwürfe gegen Bolsonaro wegen Corona-Politik

In Brasilien hat ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Corona-Politik der Regierung schwere Vorwürfe gegen Präsident Jair Bolsonaro erhoben und eine Anklage empfohlen. Bolsonaro werden neun teilweise schwere Verbrechen während der Pandemie zu Last gelegt. Insgesamt sollen laut der Empfehlung weitere 65 Personen und Geschäftsleute sowie zwei Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden. Die Vorwürfe gegen Bolsonaro reichen von Scharlatanerie über die Anstiftung zu Straftaten bis hin zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Das geht aus dem vorgestellten Abschlussbericht hervor. Dieser soll in der kommenden Woche verabschiedet werden. Erst dann kann er an Institutionen wie die Generalstaatsanwaltschaft geschickt werden.

17:15 Uhr | Intensivregister: Lage in Sachsen nicht besorgniserregend

Das Intensivregister Divi sieht trotz steigender Inzidenzwerte in Sachsen keinen Grund zur Beunruhigung. Divi-Sprecherin Nina Meckel sagte MDR AKTUELL, die Lage auf den Intensivstationen im Freistaat sei derzeit nicht besorgniserregend. Es gebe zwar Kreise, wo relativ viele Betten belegt seien. Das liege aber nicht vorrangig an den Covid-Patienten, sondern entspreche der normalen Lage im Herbst und Winter. In allen sächsischen Kreisen gebe es noch freie Kapazitäten.

Thomas Grünewald, Leiter der Klinik für Infektions- und Tropenmedizin am Klinikum Chemnitz, sieht allerdings keinen Anlass zur Entwarnung. Mit der geringen Impfquote sei in Sachsen im Sommer die Chance verpasst worden, den Anstieg stationärer Behandlungen von Covid-Patienten abzumildern.

17:12 Uhr | Russland: Putin ordnet arbeitsfreie Tage an

Angesichts dramatisch hoher Infektionszahlen hat Russlands Präsident Wladimir Putin ab Ende Oktober eine arbeitsfreie Woche angeordnet. Putin stimmte damit dem entsprechenden Vorschlag von Vize-Regierungschefin Tatjana Golikowa zu. Vom 30. Oktober bis zum 7. November sollen Arbeitnehmer in ganz Russland demnach zu Hause bleiben, ihren Lohn aber weiterhin ausgezahlt bekommen. Regionen, in denen die Lage besonders schlimm ist, können den Zeitraum auch erweitern. Russland hat in den vergangenen Wochen immer neue Höchstwerte bei den Corona-Zahlen verzeichnet. Heute wies die Statistik 1.028 Corona-Tote binnen 24 Stunden aus - so viele wie noch nie zuvor. Im selben Zeitraum wurden mehr als 34.000 Neuinfektionen gezählt.

17:06 Uhr | Bayern: Sieben Landtagsabgeordnete positiv getestet

Im bayerischen Landtag sind zuletzt sieben Abgeordnete positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach vier Fällen in der vergangenen Woche seien nun noch einmal drei dazugekommen, sagte eine Sprecherin in München. Landtagspräsidentin Ilse Aigner ordnete deshalb für die Plenarsitzung kommende Woche wieder eine Maskenpflicht an. Die CSU-Politikerin mahnte: "Auch wenn die meisten Abgeordneten doppelt geimpft sind, kann das Coronavirus übertragen werden. Die Maskenpflicht am Platz ist ein effektives Mittel und hilft uns allen."

16:27 Uhr | Long Covid bei Kindern und Jugendlichen

Bis Anfang Oktober haben sich in Deutschland 4,2 Millionen Menschen mit Covid-19 angesteckt, so auch weit über 700.000 Kinder und Jugendliche. Von ihnen waren mehr als 1.800 in stationärer Behandlung. Zudem gehen Experten davon aus, dass mehr als 7.400 Kinder und Jugendliche an den Spätfolgen von Covid-19 leiden. Einer von ihnen ist Tim aus Thüringen, der sich im sächsischen Kreischa zurück ins Leben kämpft:

16:12 Uhr | Thüringen Schlusslicht bei Impfung von Jugendlichen

In der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen hat Thüringen eine der niedrigsten Impfquoten bundesweit. Mit Stand Mittwoch waren nur 26 Prozent der Jugendlichen im Freistaat vollständig geimpft, wie aus Zahlen des RKI hervorgeht. Bundesweit sind es 39 Prozent. Die höchste Impfquote in dieser Altersgruppe verzeichnet Schleswig-Holstein mit 52 Prozent vollständig geimpften Jugendlichen. Mindestens einmal geimpft sind in Thüringen in dieser Altersgruppe knapp 29 Prozent, bundesweit sind es circa 44 Prozent. Nur noch in Sachsen und Sachsen-Anhalt sind weniger 12- bis 17-Jährige geimpft.

16:02 Uhr | IWF: Hohe Impfquote begünstigt Konjunkturplus in Europa

In Europa beschleunigt sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds die Konjunkturerholung. Als Grund sieht der IWF, dass Europa der Kontinent mit der höchsten Impfquote ist. Allerdings gebe es auch hier große Unterschiede, vor allem die Schwellenländer hinkten hinterher. Dem IWF zufolge erleben unter anderem Italien und Frankreich schon in diesem Jahr einen kräftigen Konjunkturschub. An der Spitze liege aber Irland mit einem wirtschaftlichen Plus von 13 Prozent. In Deutschland verlagere sich die Erholung stärker ins nächste Jahr. Dann wird die deutsche Wirtschaft nach der Prognose des IWF um 4,6 Prozent zulegen.

15:24 Uhr | Rumänien: Weltweit höchste Sterberate

In Rumänien verschärft sich die Corona-Notlage weiter. Das Gesundheitswesen wird kaum noch mit der Versorgung von Patienten fertig. Wie aus Daten des Portals "ourworldindata.org" hervorgeht, war am Mittwoch die Sterberate in Rumänien durch das Coronavirus weltweit am höchsten: Demnach starben 19 Menschen pro eine Million Einwohner im Zusammenhang mit Covid-19. Die 14-Tage-Inzidenz von rund 860 Neuansteckungen gehört EU-weit zu den höchsten.

Allein in den vergangenen 24 Stunden sind in Rumänien mehr mit dem Virus infizierte Menschen gestorben als in der gesamten EU im selben Zeitraum: 574. Im Bukarester Universitätsklinikum gab es deswegen zeitweise sogar im Kühlraum der Leichenhalle keinen Platz mehr. Staatspräsident Klaus Iohannis wollte am Mittwochabend gemeinsam mit der Regierung verschärfte Vorsichtsmaßnahmen beschließen.

15:06 Uhr | WHO: Europa einzige Weltregion mit mehr Neuinfektionen

Europa ist in der vergangenen Woche nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation die einzige Weltregion mit einem Anstieg der Corona-Neuinfektionen gewesen. Die WHO erklärte in ihrer wöchentlichen Einschätzung zur Pandemie-Lage, es habe einen Anstieg von sieben Prozent bei den europaweiten Neuinfektionen gegeben. Global stabilisierte sich die Zahl der registrierten Neuinfektionen in einem ähnlichen Bereich wie in der vorangegangenen Woche. Demnach wurden 2,7 Millionen neue Corona-Fälle registriert und in dem Zusammenhang mehr als 46.000 Todesfälle. Die Neuinfektionengingen weltweit um vier Prozent zurück – abgesehen von Europa verzeichneten auch alle anderen Regionen in der Welt einen Rückgang der Neuinfektionen.

14:30 Uhr | Corona-Ausbruch in Seniorenheim in Zella-Mehlis

Nach einem Corona-Ausbruch in einem Seniorenheim in Zella-Mehlis ist die Zahl der Infektionen auf 17 gestiegen. Das Landratsamt bestätigte heute vier weitere Fälle. Von allen Betroffenen seien drei nicht geimpft gewesen. Eine ungeimpfte Person mit Vorerkrankungen sei ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben. Die meisten anderen zeigen nach Angaben der Heimleiterin nur leichte Symptome. Der betroffene Bereich des Heims sei isoliert worden.

13:37 Uhr | Kuba bietet Touristen Impfung an

Kuba will ausländischen Gästen eine Impfung gegen das Coronavirus ermöglichen – mit dem eigenen Impfstoff Soberana 2. Tourismusminister Juan Carlos García kündigte an, dass ab 15. November wieder die Grenzen für Urlauber geöffnet würden. Das Impfangebot sei ein "Alleinstellungsmerkmal im Vergleich mit anderen Reisezielen".  

Soberana 2 wird im Regelfall dreifach im Abstand von jeweils 28 Tagen verabreicht. Da Touristen meist nicht so lange blieben, könnten sie sich einmal in Kuba impfen lassen und die anderen beiden Dosen bei Abreise mitnehmen, sagte García. Die kubanischen Impfstoffe sind bislang nur in Kuba zugelassen. Eine Zulassung bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurde beantragt.

13:00 Uhr | Anklage wegen Betrug bei Corona-Tests

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat Anklage gegen zwei Männer wegen Betruges in Coronatest-Centern erhoben. Durch manipulierte Abrechnungen soll ein Schaden von mindestens 25 Millionen Euro verursacht worden sein. Recherchen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" hatten den Betrug aufgedeckt. Demnach wurden in Centern der Firma MediCan sehr viel mehr Kunden abgerechnet als tatsächlich getestet wurden. Außerdem wurden die einzelnen Tests zu einem höheren Preis als gerechtfertigt abgerechnet und fiktive Sachkosten in Rechnung gestellt.

12:05 Uhr | Erfurt reaktiviert Pandemiestab

Thüringens Landeshaupstadt Erfurt hat wegen sprunghaft gestiegener Infektionszahlen ihren Corona-Pandemiestab wieder aktiviert. Nach Angaben der Stadtverwaltung wurden gestern 30 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet, das war der bislang stärkste Anstieg. Nachgewiesen wurden unter anderem 20 Infektionen im Umfeld eines Pflegeheims. Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte auf 185. Mehr regionale Corona-News im Thüringen-Ticker.

11:32 Uhr | Mobiles Impfteam in Eich stark gefragt

Drei Wochen nach der offiziellen Schließung herrscht im Impfzentrum im vogtländischen Eich noch reger Betrieb. Ein mobiles Impfteam verabreicht dort täglich bis zu 200 Impfungen. Ein DRK-Mitarbeiter sagte dem MDR, zuletzt habe man sogar Überstunden machen müssen, weil Impfwillige Schlange gestanden hätten.

09:05 Uhr | Britischer Gesundheitsdienst schlägt Alarm

Vertreter des britischen Gesundheitsdienstes haben nach einem starken Anstieg der Corona-Fallzahlen schnelle Gegenmaßnahmen gefordert. Demnach wird die Regierung aufgerufen, ihren Plan B zur Wiedereinführung der Maskenpflicht in Innenräumen sowie einer Homeoffice-Empfehlung in Kraft zu setzen. Außerdem könnten Impfnachweise bei größeren Veranstaltungen eingeführt werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei etwa 450. In England gibt es seit dem "Freedom Day" im Juli offiziell kaum noch Infektionsschutzmaßnahmen.  

07:38 Uhr | Ruf nach einheitlichen Maßnahmen aus den Ländern

Mehrere Bundesländer fordern weiter bundesweit einheitliche Corona-Maßnahmen. Hintergrund ist der Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn, die epidemische Lage Ende November auslaufen zu lassen. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, die Maßnahmen sollten angesichts steigender Infektionszahlen zunächst fortgeführt werden. Auch aus Sachsen und Niedersachsen hieß es, es sei zu früh, die epidemische Lage zu beenden. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch forderte vom Bund eine geordnete Übergangsregelung.

07:00 Uhr | Bundesweite Inzidenz überspringt Marke 80

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist erneut gestiegen und liegt nun bei 80,4. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 17.015 Neuansteckungen, gut 5.100 Mehr als vor einer Woche. Die Inzidenz erhöhte sich damit seit letzten Mittwoch von 65 auf 75 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion stieg um 92 Fälle auf insgesamt 94.808.

Nach den aktuelleren Zahlen des Risklayer-Datenprojekts liegt die bundesweite Inzidenz bei 81. Die höchsten Werte weisen demnach Thüringen mit 156 und Sachsen mit 131 auf, Bayern folgt mit 124. Sachsen-Anhalt liegt bei 77.

06:41 Uhr | Thüringer Schulen nutzen kaum mobile Impfteams

Thüringens Schulen haben kaum Interesse an mobilen Impfangeboten. Dem Bildungsministerium zufolge haben nur eine staatliche und zwei freie Schulen die Teams der Kassenärztlichen Vereinigung angefragt. Die Teams kommen an die Schulen, um Schüler ab 12 Jahren gegen das Coronavirus zu impfen. Die meisten Impfungen in dieser Altersgruppe werden in den Impfzentren, den Impfstellen und bei Kinderärzten durchgeführt. Generell gehört Thüringen beim Impfen im bundesweiten Vergleich zur Schlussgruppe. Laut RKI lag der Freistaat bei den vollständig Geimpften mit einer Quote von etwas weniger als 60 Prozent vor Sachsen und Brandenburg auf dem drittletzten Platz.

06:25 Uhr | Kommunen für Ende der pandemischen Lage

Der deutsche Städte und Gemeindebund spricht sich für ein Ende der pandemischen Lage in Deutschland aus. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der Zeitung "Rheinischen Post": "Den Ausnahmezustand nach bald zwei Jahren Pandemie weiter fortzuschreiben, halte ich für falsch." Wie lange solle das noch gehen bei einer Impfquote von rund 80 Prozent? Landsberg zufolge bedeute das ja nicht, dass Corona komplett vorbei sei. Aber es sei "ein wichtiges Signal an die Menschen, die Gesellschaft und die Wirtschaft". Sollte sich die Lage im Winter verschlimmern, könne ein neu gewählter Bundestag sich notfalls erneut Gedanken machen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will die nationale Pandemie-Notlage am 25. November beenden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 20. Oktober 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 20. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland