Coronavirus-Pandemie Ticker: Teil-Lockdown wird bis 10. Januar verlängert

Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das hat Kanzlerin Merkel nach einer Beratung mit den Ministerpräsidenten mitgeteilt. Im Schweine-Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels gibt es einen Corona-Ausbruchmit über 170 Infizierten. Gesundheitsminister Spahn hat das längere Verfahren bei der Impfstoff-Zulassung in der EU verteidigt. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Bundeskanzlerin Merkel bei Kabinettssitzung
Merkel: "Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist." Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 2. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:34 Uhr | Schwarzenberg und Weißenfels sind die aktuellen Corona-Hotspots

Schwarzenberg im Erzgebirgskreis und Weißenfels im Burgendlandkreis sind momentan die Corona-Hotspots in Mitteldeutschland. Doch warum sind gerade diese Städte so stark betroffen?

22:15 Uhr | Bartsch kritisiert Lockdown-Verlängerung nach "Gutsherrenart"

Der Fraktionschef der Linken im Bundestag, Dietmar Bartsch, hat die von Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten beschlossene Verlängerung des Teil-Lockdowns bis zum 10. Januar scharf kritisiert. "Entscheidungen, die so weitreichend Grundrechte einschränken, können nicht nach Gutsherrenart nach einer Videokonferenz verkündet werden", erklärte Bartsch. Dass Merkel und die Länderchefs den Lockdown ohne demokratische Debatte bis 2021 verlängert hätten, schade der Pandemie-Bekämpfung. "Die Kanzlerin sollte mit den Verabredungen der Ministerpräsidenten in den Bundestag kommen, darüber debattieren und entscheiden lassen", forderte Bartsch.

Die Oppositionsparteien AfD, FDP und Linke kritisieren seit Wochen das Vorgehen der Regierungschefs von Bund und Ländern in der Corona-Krise und fordern eine stärkere Einbindung der Parlamente bei Entscheidungen über Corona-Maßnahmen.

21:35 Uhr | Der Corona-Daten-Newsletter, Mittwoch, 2. Dezember 2020

Was kann man gegen die "Corona-Müdigkeit" tun? Immer und überall das selbe Thema. Das kann zu einem Gefühl der Gleichgültigkeit führen. Dagegen gibt es einen kleinen psychologischen Kniff. Dies und andere Themen im aktuellen Corona-Newsletter:

20:15 Uhr | Teil-Lockdown wird bis in den Januar verlängert

Der sogenannte Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch beschlossen, wie Merkel im Anschluss mitteilte. "Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist", sagte die CDU-Politikerin.

Merkel betonte, Deutschland sei der Corona-Pandemie noch "sehr weit entfernt" von Zielwerten. Man habe eine sehr hohe Zahl von Todesopfern zu beklagen. Dies zeige, welche Verantwortung Bund und Länder hätten. Erreicht werden solle ein Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen.

19:48 Uhr | Ab Freitag Massen-Schnelltests in Sachsen

Sachsen setzt verstärkt auf Schnelltests, um die hohen Infektionszahlen in den Griff zu bekommen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums stehen ab kommender Woche 20.000 Tests für die fünf am meisten betroffenen Landkreise zur Verfügung. Die Landkreise entscheiden, wo diese am ehesten benötigt werden - etwa in Kitas, Schulen oder Pflegeheimen. Bei der Organisation werde das Rote Kreuz helfen. In der Gemeinde Rathmannsdorf in der Sächsichen Schweiz soll es bereits am Freitag flächendeckende Schnelltests geben. Laut Gesundheitsministerium sind die Tests freiwillig und kostenfrei. Gibt es ein positives Ergebnis, muss es von einem sogenannten PCR-Test bestätigt werden.

18:33 Uhr | Leipziger Epidemiologe sieht mehrere Ursachen für Corona-Hotspot Sachsen

Der Leipziger Epidemiologe Markus Scholz sieht mehrere Ursachen für die hohen Infektionszahlen in Sachsen. Der Wissenschaftler sagte MDR AKTUELL, der Freistaat habe bundesweit den höchsten Altersdurchschnitt. Ältere Menschen würden sich auch untereinander stärker anstecken. Eine weitere Ursache sei die geographische Lage und der Grenzverkehr zu Polen und Tschechien. In diesen Nachbarländern seien die Zahlen bereits früher gestiegen. Scholz nannte auch eine hohe Dunkelziffer als mögliche Erklärung. Diese lasse sich aus der hohen Positivenquote bei den Corona-Tests ableiten.

Scholz analysiert mit seinen Kollegen vom Institut für Medizinische Informatik und Epidemiologie an der Uni Leipzig regelmäßig die aktuelle Corona-Entwicklung in Sachsen.

17:40 Uhr | Mehr als 170 Corona-Infektionen bei Tönnies in Weißenfels

Ein Lkw fährt mit einem Anhänger der Firma Tönnies aus einem Zerlegebetrieb von Tönnies
Ein Lkw verlässt den Tönnies-Zerlegebetrieb in Weißenfels (Archivbild). Bildrechte: dpa

Beim Schweine-Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels gibt es erneut einen Corona-Ausbruch. Bei einem Reihentest wurden 172 infizierte Mitarbeiter ermittelt. Eine Sprecherin des Burgenlandkreises sagte, das Unternehmen wolle die Betroffenen in einer gesonderten Quarantäneeinrichtung unterbringen. Ende der Woche werde es erneut Tests geben. Das Tönnies-Werk im Süden Sachsen-Anhalts soll vorerst offen bleiben. Das Unternehmen beschäftigt in Weißenfels eigenen Angaben zufolge rund 2.200 Mitarbeiter.

17:15 Uhr | Wohl Corona-Verbote bis 10. Januar geplant - Kretschmer droht mit härteren Maßnahmen

Bund und Länder planen angesichts eines neuen Höchstwerts an positiv auf das Coronavirus getesteten Gestorbenen bereits eine Verlängerung des sogenannten Teil-Lockdowns bis zum 10. Januar. Wie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, besteht darüber weitgehend Einigkeit. Ein Regierungssprecher erklärte jedoch, dass bei der heutigen Beratung zwischen Kanzlerin Merkel und den 16 Ministerpräsidenten aus formalen Gründen kein Beschluss erfolgen sollte. Dies werde erst Mitte des Monats geschehen.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer kündigte unterdessen einen noch härteren Lockdown an, falls die Corona-Infektionszahlen bis Weihnachten nicht runtergehen sollten. "Dann werden wir nach Weihnachten die Kindergärten nicht mehr öffnen können. Dann werden die Schulen länger geschlossen bleiben. Dann müssen wir darüber sprechen, ob die Geschäfte für eine gewisse Zeit lang geschlossen bleiben", sagte der CDU-Politiker bei Instagram. Im ZDF erklärte Kretschmer: "Es wird nicht schnell zu Lockerungen kommen. Auch in den Januartagen kann es so weitergehen." In Sachsen, dem Land mit dem stärksten Anstieg an Corona-Neuinfektionen, gelten mittlerweile in allen Landkreisen Ausgangsbeschränkungen.

16:50 Uhr | Österreich verhängt Zehn-Tage-Quarantäne für alle Nachbarstaaten

Österreich verhängt für Einreisende aus Corona-Risikogebieten eine zehntägige Quarantänepflicht. Wie die Regierung in Wien erklärte, gilt die Regelung vom 7. Dezember bis 10. Januar. Ziel sei es, den Tourismus weitgehend einzudämmen. Das Coronavirus solle nicht durch Rückkehrer oder Touristen ins Land getragen werden. Als Risikogebiete gelten demnach alle Länder, die auf Basis einer 14-Tage-Inzidenz einen Wert von über 100 verzeichnen. Damit gilt die Quarantänepflicht praktisch für alle Nachbarstaaten Österreichs, auch für Deutschland. Für ausländische Gäste, die ihren Skiurlaub in Österreich planen, bedeutet das eine weitere Hürde. Ohnehin werden Skipisten in der Alpenrepublik erst ab dem 24. Dezember und Hotels erst ab dem 7. Januar geöffnet.

16:37 Uhr | Diakonie spricht von Katastrophe in der Pflege

Die Diakonie Mitteldeutschland schlägt wegen der Zustände in den Pflegeheimen Alarm. Diakonie-Sprecher Frieder Weigmann sagte dem MDR, aus einer Krise werde jetzt eine Katastrophe. Stellenweise fehlten bereits bis zu 60 Prozent des Pflegepersonals in den Heimen. Die Verbliebenen seien völlig überfordert, entkräftet und hätten Angst, selbst krank zu werden. Weigmann forderte die Landesregierungen auf, zu handeln. Er schlug vor, dass Sanitäter der Bundeswehr in den Pflegeheimen aushelfen.

16:25 Uhr | 3.000 Freiwillige bei Corona-Massentest in Hildburghausen

Im Thüringer Corona-Hotspot, dem Landkreis Hildburghausen, wollen sich nach Angaben von Landrat Thomas Müller rund 3.000 Kinder, Lehrer und Erzieher an freiwilligen Corona-Schnelltests beteiligen. Das sei ein Drittel der Anspruchsberechtigten. Bei der bundesweit einmaligen Testaktion sind laut dem CDU-Politiker am ersten Tag rund 900 Schnelltests vorgenommen worden, von denen acht positiv ausgefallen seien. Weitere 800 bis 1.000 Tests sollten am Mittwoch folgen. Durch die vom Land bereitgestellten 11.000 Antigen-Tests soll eine schrittweise Öffnung von Schulen und Kitas ermöglicht werden. Wer von den getesteten Kindern und Erziehern negativ sei, dürfe zurückkehren. Der Südthüringer Landkreis Hildburghausen war tagelang die Region in Deutschland mit der höchsten Inzidenz mit bis zu 630 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in sieben Tagen.

15:45 Uhr | Interpol warnt vor gefälschten Corona-Impfstoffen

Interpol warnt vor gefälschten Corona-Impfstoffen. Die internationale Polizeiorganisation veröffentlichte eine Warnmitteilung an die 194 Mitgliedstaaten. Generalsekretär Jürgen Stock sagte, während Regierungen die Ausgabe von Impfstoffen vorbereiteten, planten kriminelle Organisationen, die Lieferketten zu unterwandern oder zu unterbrechen. Konkret seien Cyberangriffe auf Impfstofffirmen oder auf die Versorgungs- und Kühlketten zu befürchten. Sicherheitsbehörden verzeichneten generell immer mehr Hackerangriffe auf Gesundheitseinrichtungen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, BSI, reagierte bereits. Laut BSI-Präsident Arne Schönbohm wurde das Abwehrzentrum gegen Cyberangriffe in Alarmbereitschaft versetzt.

Vor einigen Tagen hatte bereits die europäische Polizeibehörde Europol vor möglichen Betrugsdelikten im Zusammenhang mit Corona-Impfstoffen gewarnt.

14:03 Uhr | Spahn verteidigt EU-Verfahren zu Impfstoff-Zulassung

Jens Spahn
Gesundheitsminister Spahn: "Es geht nicht darum, irgendwie erster zu sein." Bildrechte: dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Zulassungsverfahren für Corona-Impfstoffe in der EU angesichts einer bereits erfolgten Zulassung in Großbritannien verteidigt. "Es geht nicht darum, irgendwie Erster zu sein, es geht darum, dass wir sichere und wirksame Impfstoffe haben", sagte der CDU-Politiker nach einer Videokonferenz mit EU-Kollegen. Das sei auch für das Vertrauen wichtig. Dennoch müssten die Verfahren natürlich "schnellstmöglich" vorangetrieben werden. Man dürfe auch von der EU-Zulassungsbehörde erwarten, dass sie schnellstmöglich zu einer Entscheidung über entsprechende Anträge komme.

Die britischen Gesundheitsbehörden hatten zuvor die Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer erteilt. Das Mittel soll ab kommender Woche zur Verfügung stehen. Die Europäische Arzneimittelbehörde Ema, die für die Verfahren in der EU verantwortlich ist, strebt hingegen derzeit eine Zulassung des Biontech-Impfstoffes frühestens Ende Dezember an.

12:47 Uhr | EU-Gesundheitsbehörde warnt vor Lockerungen

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt dringend vor einer zu raschen Lockerung der Corona-Beschränkungen in Europa. "Ich möchte unterstreichen, dass es keine Hinweise gibt, dass die Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit gelockert werden können", sagte ECDC-Direktorin Andrea Ammon in einer Videokonferenz der EU-Gesundheitsminister. Würden die Auflagen kurz vor Weihnachten gelockert, könnte es zu einer Zunahme von Klinikeinweisungen in der ersten Januarwoche kommen. Nehme man die Beschränkungen früher zurück, könnte dies sogar während der Weihnachtsfeiertage geschehen, sagte Ammon.

11:48 Uhr | Bundeswehr erhöht Corona-Kontingent

Die Bundeswehr verstärkt ihre Unterstützung für Gesundheitsämter im Kampf gegen die Corona-Pandemie. "Wir haben das Kontingent aufgestockt für 20.000", sagte Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) den Sendern RTL und n-tv. Wie viele Soldatinnen und Soldaten tatsächlich zum Einsatz kommen, hänge jetzt davon ab, was angefordert werde.

Aktuell seien rund 10.000 Soldatinnen und Soldaten im Corona-Einsatz, sagte Kramp-Karrenbauer. Die meisten von ihnen arbeiteten in den Gesundheitsämtern mit, viele aber auch in Krankenhäusern und Pflegeheimen.

11:21 Uhr | Mehr als eine Millionen Infektionen in Polen

In Polen sind mittlerweile in mehr als einer Million Fällen Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nach Daten des Gesundheitsministeriums liegt die Zahl nun bei 1.013.747. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Insgesamt starben dort bislang 18.208 Menschen, die positiv getestet wurden.

11:07 Uhr | Bahn: Doppelt so viele Sonderzüge zu Weihnachten wie sonst üblich

Die Deutsche Bahn setzt wegen der Corona-Abstandsregeln doppelt so viele Extra-Züge zu Weihnachen ein wie in den vergangenen Jahren. Insgesamt sollen rund 100 Sonderzüge zwischen dem 18. und 27. Dezember eingesetzt werden, teilte der Staatskonzern mit. Bis Jahresende stünden so rund 13.000 Sitzplätze zusätzlich zur Verfügung. Möglich mache dies unter anderem, dass im Dezember 15 neue ICE in Dienst gestellt werden könnten. In fast der Hälfte der Züge werde zudem Sicherheitspersonal unterwegs sein, um beispielsweise die Maskenpflicht zu kontrollieren.

10:54 Uhr | Erste Coronafälle bei Haustieren in Deutschland

Erstmals seit der Einführung der bundesweiten Meldepflicht für an Corona erkrankte Haustiere sind zwei Vierbeiner gemeldet worden. Es handelt sich dabei um eine Katze aus Frankfurt und einen Hund aus München, wie Thomas Mettenleiter, Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte. Bei der Katze seien bereits Antikörper nachgewiesen worden. Grund zur Sorge sind die tierischen Coronafälle Mettenleiter zufolge nicht. Zwar habe die Vergangenheit gezeigt, dass Menschen Tiere mit dem Virus anstecken könnten – auf den umgekehrten Fall gebe es bisher aber keine Hinweise. Im Vergleich zu den Corona-Infektionen beim Menschen seien die Fallzahlen bei Tieren ohnehin "verschwindend gering".

10:51 Uhr | Corona bringt Schub für bargeldloses Bezahlen

Die Virus-Pandemie hat im Euro-Währungsgebiet laut einer Erhebung der EZB das bargeldlose Bezahlen beim Einkaufen kräftig angeschoben. Vierzig Prozent der Befragten gaben an, seit Beginn der Virus-Pandemie Scheine und Münzen weniger häufig verwendet zu haben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Umfrage der Europäischen Zentralbank (EZB) hervorgeht. Von diesen wollen fast 90 Prozent dies auch nach der Pandemie beibehalten. Als Hauptgrund sei genannt worden, dass elektronisches Zahlen – etwa kontaktlos mittels EC-Karte – während der Pandemie zweckdienlicher geworden sei.

10:34 Uhr | Studie: Optimismus wegen Corona "erdrutschartig verschwunden"

Der andauernde Ausnahmezustand durch die Corona-Pandemie belastet einer Studie zufolge in Deutschland die mehr als 35 Millionen 30- bis 59-Jährigen stark. Der Zukunftsoptimismus der vergangenen Jahre sei "erdrutschartig verschwunden", heißt es in einer Allensbach-Umfrage für den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft . "Die 'Generation Mitte' befindet sich in einem Stimmungstief. Jeder Zweite fühlt sich heute schlechter als vor der Krise", sagte Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach. Die große Mehrheit sehe außerdem mehr Aggressionen und Egoismus als wachsende Solidarität.

Die mehr als 35 Millionen 30- bis 59-Jährigen in Deutschland stehen mitten im Berufsleben und erziehen Kinder. Sie stellen zudem 70 Prozent der Erwerbstätigen dar und erwirtschaften über 80 Prozent der steuerpflichtigen Einkünfte.

09:22 Uhr | Diskussion über Gastronomieschließungen im Januar

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer geht davon aus, dass Gastronomie und Hotels noch bis in den Januar geschlossen bleiben müssen. Der CDU-Politiker sagte im ZDF, man müsse vorausdenken. Dazu gehöre, Gastronomen und Hoteliers zu sagen, dass es keine schnellen Lockerungen geben wird. Das gelte für den Dezember und könne im Januar so weitergehen.

Der Städte- und Gemeindebund fordert dagegen, Gaststätten ab Januar vorsichtig wieder zu öffnen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte der "Rheinischen Post", Vorbild könnte die Schweiz sein. Dort sind die Gaststätten nicht geschlossen, von 21 Uhr an gilt aber eine Sperrstunde.

09:07 Uhr | Intensivmediziner warnen vor Anstieg der Corona-Zahlen über Feiertage

Auf der Covid-19-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig, stehen der Leiter der Klinik, Prof. Dr. Sebastian Stehr (2.v.l) mit dem Oberarzt Dr. Sven Laudi dem Stationsarzt Dr. Alexander Leitner und der Leitenden Bereichsleitung Sylvia Köppen (r-l) am Bett eines schwerkranken Patienten.
Die Versorgung der Corona-Patienten sei eine enorme physische, aber auch physische Herausforderung für die Mitarbeiter in den Kliniken, sagte Janssens. Bildrechte: dpa

Der Verband der deutschen Intensivärzte hält die derzeitige Belastung der Krankenhäuser in der Corona-Pandemie für noch beherrschbar. Es sei eine "hohe Stabilisierungsphase auf deutschen Intensivstationen" zu beobachten, sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Uwe Janssens, im ZDF-"Morgenmagazin". Aufgrund des Teil-Lockdowns sei der Anstieg der Infektionszahlen gebremst worden.

Kritisch sehe er die Lockerung der Corona-Beschränkungen über Weihnachten und Neujahr. Er habe Sorge, dass im Januar "eine dritte Welle" über die Intensivmedizin hereinbrechen könnte, sagte Janssen.

08:25 Uhr | Weiter viele Neuinfektionen in Sachsen

In Sachsen haben inzwischen fast alle Kreise und Städte die Schwelle von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in den vergangenen sieben Tagen überschritten. Lediglich in Leipzig lag die Inzidenz am Mittwoch nach Zahlen des Risklayer-Projekts bei 128.

In Sachsen wurden insgesamt 1.843 Corona-Neuinfektionen gemeldet. In Thüringen waren es 277, in Sachsen-Anhalt 439. Mehr dazu in den regionalen Tickern.

08:15 Uhr | Großbritannien lässt Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer zu

Die britische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel hat nach Angaben des Mainzer Pharma-Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt. Das teilten die beiden Unternehmen am Mittwoch mit. Damit bekommen die Briten früher grünes Licht für einen Corona-Impfstoff als die EU und die USA.

Großbritannien will ab Beginn kommender Woche mit Impfungen mit dem Biontech-Impfstoff beginnen. Das kündigt Gesundheitsminister Matt Hancock im Gespräch mit dem Sender Sky News an.

07:53 Uhr | Koalition will Steuerbefreiung von Corona-Prämie verlängern

Die Koalition will die Steuervorteile für Corona-Bonuszahlungen an Arbeitnehmer bis Mitte nächsten Jahrs verlängern. Das teilten die Fraktionen von Union und SPD mit. Bislang sind die Corona-Prämien von bis zu 1.500 Euro nur bis Ende Dezember steuerfrei. Unionsfraktionsvize Andreas Jung begründete die Verlängerung damit, dass die Sonderleistung verpuffen würde, wenn Einrichtungen wie etwa in der Pflege den Bonus erst später bezahlen. Sein SPD-Kollege Achim Post erklärte, man hoffe, dass noch weitere Arbeitgeber die Corona-Bonuszahlung nutzten. Das wäre ein starkes Signal der Wertschätzung.

06:47 Uhr | Hotel-Verband: Weihnachtsübernachtungen lohnen nicht

Die Öffnung von Hotels über Weihnachten lohnt sich laut dem sächsischen Hotel- und Gaststättenverband kaum. Hauptgeschäftsführer Kleine sagte MDR AKTUELL, viele Hotels hätten Personal freigestellt oder in Kurzarbeit. Diese Häuser würden nicht extra über die Feiertage aufmachen. Für Hotels, die weiter für geschäftliche Übernachtungen geöffnet seien, fielen wiederum ein paar Gäste mehr nicht ins Gewicht.

06:31 Uhr | Höchstwert: 501 Corona-Todesfälle binnen 24 Stunden

Die Gesundheitsämter haben innerhalb eines Tages 501 Corona-Todesfälle gemeldet - und damit so viele wie nie zuvor. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Zudem meldeten die Gesundheitsämter 15.898 Neuinfektionen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mittwoch, 2. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland