Coronavirus-Pandemie Ticker: Reisewarnung für ganz Spanien

Mit den Kanaren ist Spanien nun komplett Corona-Risikogebiet. Italiens Ex-Premier Berlusconi ist mit dem Virus infiziert. Bundesgesundheitsminister Spahn schließt neue Besuchsverbote in Heimen aus. Zweitligist Aue darf sein Stadion zu 25 Prozent füllen. Die Leipziger Buchmesse findet im kommenden Jahr erst im Mai statt. SPD-Chefin Esken darf Corona-Demonstranten "Covidioten" nennen. Klinikärzte bezeichnen die Corona-Lage im Land als beruhigt. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Unser Ticker am Mittwoch, 2. September 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:46 Uhr | Corona-Fall an Dresdner Gymnasium

Wegen eines Corona-Falls an einem Gymnasium in Dresden müssen rund 100 Schülerinnen und Schüler in den Online-Unterricht. Das teilte die Stadt am Mittwochabend mit. Es handle sich um das St. Benno-Gymnasium. Der Corona-Fall sei in der 11. Klasse aufgetreten. Zur Ansteckung sei es außerhalb der Schule gekommen. Derzeit ermittle das Gesundheitsamt die Kontaktpersonen.

20:35 Uhr | Weitere Region an kroatischer Küste Risikogebiet

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat die Bundesregierung eine weitere kroatische Region zum Risikogebiet erklärt. Am Mittwoch wurde der Verwaltungsbezirk Zadar um die gleichnamige Hafenstadt auf die Liste gesetzt. Sie ist auf den Seiten des Robert Koch-Institut einsehbar.  

Zuvor galt bereits eine Reisewarnung der Bundesregierung für die beiden Verwaltungsbezirke Šibenik-Knin mit dem Nationalpark Krka sowie Split-Dalmatien mit der Hafenstadt Split und den Inseln Brac und Hvar.

Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet für heimkehrende Urlauber eine Testpflicht auf das Coronavirus. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Bei einer Reisewarnung können Buchungen kostenlos storniert werden.

20:03 Uhr | Berlusconi mit Coronavirus infiziert

Italiens ehemaliger Premierminister Silvio Berlusconi ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das bestätigte sein Arzt am Mittwoch. Der 83-Jährige sei symptomfrei und befinde sich in Quarantäne.

Silvio Berlusconi, Präsident der Partei Forza Italia, nimmt an einer Nationalversammlung der Partei teil.
Mit dem Coronavirus infiziert: Silvio Berlusconi Bildrechte: dpa

Seine Partei Forza Italia teilte mit, Berlusconi werde "weiter von seinem Wohnsitz in Arcore aus arbeiten". Von dort werde er seine  Kampagne für die Regional- und Kommunalwahlen am 20. und 21. September mit täglichen Interviews in Zeitungen, Fernsehsendern und bei sozialen Medien fortsetzen.

Berlusconi hatte sich wegen eines Aufenthalts auf Sardinien testen lassen. Auf der Insel hatte Berlusconi auch Kontakt mit dem ehemaligen Formel-1-Chef Flavio Briatore, der ebenfalls vor kurzem positiv auf das Virus getestet worden war.

19:25 Uhr | Spanien nun komplett Risikogebiet

Spanien gilt ab sofort komplett als Corona-Risikogebiet. Wegen der gestiegenen Zahl von Neuinfektionen auf den Kanarischen Inseln stuften die zuständigen Bundesministerien die Region im Atlantik als Risikogebiet ein. Auf den Seiten des Robert Koch-Instituts gibt es eine aktualisierte Liste aller Risikogebiete. Noch am Abend sprach das Auswärtige Amt auch eine Reisewarnung aus.

Observatorio del Teide, Sternwarte im Teide-Nationalpark auf Teneriffa, Kanaren
Spaniens höchster Berg, der Teide auf der Kanaren-Insel Teneriffa Bildrechte: imago/blickwinkel

Auf den Kanaren beträgt die Zahl der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche 95,71. Bereits bei 50 ist die Grenze zum Risikogebiet erreicht. Vor Reisen in den Rest des Landes samt der Ferieninsel Mallorca warnt das Auswärtige Amt bereits seit Mitte August.
Die Einstufung als Risikogebiet bedeutet für heimkehrende Urlauber derzeit eine Testpflicht auf das Coronavirus. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben. Bei einer Reisewarnung können  Buchungen kostenlos storniert werden.

19:19 Uhr | EU-Staaten wollen Reisebeschränkungen besser abstimmen

Die EU-Staaten wollen ihre Corona-Reisebeschränkungen innerhalb der Europäischen Union besser abstimmen. Nach einem Treffen der Botschafter der Mitgliedsländer hieß es aus Teilnehmerkreisen, es habe "vollständige Übereinstimmung" gegeben, "dass ein gemeinsames Interesse an einer engeren Koordinierung in der EU besteht". Die Beratungen würden am Montag fortgesetzt und sich zunächst auf die "Vergleichbarkeit von epidemiologischen Daten sowie Kommunikation" konzentrieren.

Auch EU-Parlamentspräsident David Sassoli mahnte eine einheitliche Linie für Corona-Reisewarnungen in der EU an. Es herrsche zu viel Verwirrung. Um Chaos zu vermeiden, müssten die  EU-Staaten die EU-Kommission bitten zu koordinieren.  

Zuletzt hatte Ungarn einseitig seine Grenze für EU-Bürger geschlossen, dann aber Ausnahmen für Polen, Tschechien und die Slowakei erlassen. Die EU-Kommission hatte die Ungleichbehandlung bereits gerügt und für die kommenden Tage einen Vorschlag für gemeinsame Regeln angekündigt.

17:14 Uhr | Zweitligist Aue darf vor 4.400 Zuschauern spielen

Sonne und Wolken am Himmel über dem Erzgebirgsstadion
Darf zu einem Viertel gefüllt sein: Erzgebirgsstadion in Aue Bildrechte: dpa

Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue kann zum ersten Heimspiel der Saison am 25. September gegen die SpVgg Greuther Fürth mit 4.411 Zuschauern planen. Das teilte das Landratsamt des Erzgebirgskreises mit. Man habe das überarbeitete Hygienekonzept des Clubs unter Auflagen bestätigt.

Demnach dürfen im Erzgebirgsstadion nur Sitzplätze genutzt werden. Zudem muss der Verein die Einhaltung der Mindestabstände von 1,50 Metern sicherstellen sowie für separate Ein- und Ausgänge zu den Fanblöcken, ein generelles Alkoholverbot und eine datenschutzkonforme Kontaktnachverfolgung sorgen.

16:27 Uhr | Spahn gegen pauschale Besuchsverbote in Heimen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht nach seinem Besuch im Krankenhaus Bethanien zur Presse.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn Bildrechte: dpa

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn schließt neue Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen aus. Spahn sagte, es brauche keine Verbote mehr, sondern Beschränkungen und Konzepte. Bei jedem Corona-Ausbruch müsse lokal und regional reagiert werden. Spahn verteidigte zugleich die im Frühjahr getroffenen Entscheidungen. Die Besuchsverbote seien richtig gewesen, um die Schwächsten der Gesellschaft zu schützen. Man könne nicht die Lage im März mit dem Wissen von heute bewerten.

16:21 Uhr | Bayerns Polizei nutzte Gästelisten bei Kleinkriminalität

Bayerns Polizei hat die in der Gastronomie erfassten Gästedaten nicht nur bei schweren Straftaten und Notfällen genutzt, sondern auch für Ermittlungen zu Kleinkriminellen. Das geht nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" aus einer Antwort des bayerischen Innenministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor. Danach befinden sich unter insgesamt 24 Fällen bis Ende Juli neben Kapitaldelikten wie Mord und schwerer Raub auch Diebstahl, Beleidigung und Fahrerflucht. Zudem seien laut der Antwort des Innenministeriums Daten Unbeteiligter erhoben und gespeichert worden.

FDP-Landtagsfraktionschef Martin Hagen erklärte, er halte das für "hochproblematisch". Die Gästelisten seien ausschließlich zur Pandemiebekämpfung eingeführt worden - eine Zweckentfremdung zerstöre das Vertrauen der Bürger in staatliches Handeln und die Akzeptanz für die Corona-Regeln. Das bayerische Innenministerium erklärte, der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit sei berücksichtigt worden.

15:37 | Verbände fordern Aufarbeitung der Corona-Vorschriften

Der Verein "Mehr Demokratie", der BUND, Foodwatch und der Bund der Steuerzahler fordern ein klares Signal von der Politik, wie die Corona-Vorschriften des vergangenen halben Jahres ausgewertet werden sollen. "Mehr Demokratie"-Chef Rolf-Uwe Beck sagte MDR AKTUELL, man erlebe eine Krise der Superlative, bei der in kürzester Zeit Grundrechte eingeschränkt worden seien. Nun sei es an der Zeit, diese Maßnahmen unaufgeregt zu beurteilen.

"Mehr Demokratie" habe sich deshalb zusammen mit den anderen Vereinen an die Bundestagsfraktionen gewandt. Man schlage eine Parlamentskommission vor, deren Ergebnisse dann in einem Bürgerrat beraten werden sollten. Beck betonte, es gehe nicht darum, die Bundesregierung an den Pranger zu stellen. Man wolle eine sachliche Debatte. Darin unterscheide man sich von denjenigen, die am Wochenende in Berlin protestiert hätten.

14:42 Uhr | Esken darf Demonstranten "Covidioten" nennen

Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken darf Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen der Bundesregierung nach Auffassung der Berliner Staatsanwaltschaft als "Covidioten" bezeichnen. Nach Prüfung von Hunderten Strafanzeigen gegen Esken wegen des Verdachts der Beleidigung wurden sämtliche Verfahren ohne Aufnahme von Ermittlungen eingestellt. Die Behörde erklärte auf Twitter: "Die zugespitzte Bezeichnung 'Covidiot' ist als Meinungsäußerung in der politischen Auseinandersetzung in der Corona-Pandemie nicht strafbar und von der verfassungsrechtlich geschützten Meinungsfreiheit gedeckt."

Esken hatte auf Twitter Teilnehmer einer Demonstration am 1. August in Berlin als "Covidioten" bezeichnet, weil sie gegen geltende Hygiene- und Abstandsvorschriften verstoßen hatten.

14:33 Uhr | Klinikärzte-Verband: Corona-Lage hat sich beruhigt

Die Corona-Lage in Deutschland hat sich nach Auffassung des Verbands Leitender Krankenhausärzte auf relativ niedrigem Niveau stabilisiert. Verbandspräsident Michael Weber sagte MDR AKTUELL, derzeit befänden sich in Deutschland 235 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen, 132 von ihnen würden beatmet. Das seien weit weniger als in der Hoch-Zeit der Pandemie im Frühjahr. Generell habe sich der Altersdurchschnitt von Corona-Infizierten enorm nach unten verschoben. Dadurch gebe es nun viel mehr milde Verläufe.

Weber hält es deshalb für richtig, verstärkt über die Zulassung von großen Veranstaltungen im Sport- und Kulturbereich nachzudenken. Wenn beispielsweise in einer Arena mit 70.000 Plätzen die Zuschauerzahl auf 10.000 begrenzt würde, dann wäre das aus seiner Sicht zu verantworten.

14:07 Uhr | Wenige Lehrer in Sachsen lassen sich vom Unterricht befreien

In Sachsen lassen sich wegen der Corona-Pandemie nur wenige Lehrer mit Risikoerkrankung vom Unterricht befreien. Wie aus Zahlen des Kultusministeriums hervorgeht, legten zu Beginn des neuen Schuljahres 668 von mehr als 33.000 Lehrerinnen und Lehrern ein Attest vor. Gut 330 von ihnen wollten auf den Präsenzunterricht dennoch nicht verzichten. Damit fehlte dem Ministerium zufolge coronabedingt nur ein Prozent der Lehrkräfte. Sachsens Kultusminister Christian Piwarz sprach von einem bemerkenswerten Signal.

12:53 Uhr | Höchster Tages-Neuwert in Israel

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden gestern 2.183 Fälle registriert. Das sei der bisher höchste Ein-Tages-Wert im Land. In Israel hatte gestern das neue Schuljahr begonnen. Die Regierung wollte die Zahl der Neuinfektionen bis dahin eigentlich deutlich senken. Prekär auch: Mitte September stehen wichtige jüdische Feiertage an, darunter der höchste Feiertag überhaupt, Jom Kippur. Wegen der steigenden Fallzahlen stehen nun allerdings härtere Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus im Raum, bis hin zu einem Lockdown.

12:36 Uhr | Erster Corona-Fall im Flüchtlingslager Moria

Im überfüllten Migrantenlager von Moria auf der griechischen Insel Lesbos ist erstmals ein Mensch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium mitteilte, handelt es ich um einen 40-Jährigen aus Somalia, dem im Juli Asyl gewährt worden sei. Er sei danach nach Athen gefahren, habe dort aber keine Arbeit gefunden und sei letztlich nach Moria zurückgekehrt. Die Gesundheitsbehörden gehen dem Ministerium zufolge allen Kontakten des Mannes nach, um auch sie auf das Virus zu testen. Das Lager wurde für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

12:00 Uhr | Ausnahmen beim Insolvenzrecht sollen verlängert werden

Unternehmen, die wegen der Corona-Krise überschuldet sind, sollen bis Jahresende von der Pflicht zum Insolvenzantrag befreit bleiben. Das hat die Bundesregierung beschlossen. Eigentlich sollte die Ausnahmeregelung nur bis Ende September gelten. Bedingung ist, dass die Zahlungsunfähigkeit Folge der Corona-Krise ist. Bundesjustizministerin Christine Lambrecht sagte zur Begründung, die Corona-Pandemie mache vielen Unternehmen weiter zu schaffen. Die Rückkehr zu einer strikten Anwendung der Überschuldungsregeln wäre zum jetzigen Zeitpunkt kontraproduktiv.

11:54 Uhr | Corona-Soforthilfen dürfen nicht gepfändet werden

Corona-Soforthilfen dürfen von der Bank nicht gepfändet werden. Das geht aus einer Entscheidung des Bundesfinanzhofs hervor. Die Richter in München bekräftigten damit ein vorheriges Urteil des Finanzgerichts Münster. Im konkreten Fall ging es um einen Solo-Selbstständigen, der wegen der Corona-Pandemie keinen Aufträge für seinen Hausmeisterservice erhielt. Das Land Nordrhein-Westfalen überwies ihm eine Soforthilfe von 9.000 Euro. Die Sparkasse verweigerte aber die Auszahlung, weil das Konto des Mannes wegen früherer Umsatzsteuerschulden gepfändet war.

11:31 Uhr | Sachsen-Anhalt: Größere Feiern nur noch mit Partymanager

Bis zu 500 Menschen können in Sachsen-Anhalt wieder zusammen feiern. Ab 50 Gästen muss es allerdings ein Hygienekonzept geben. Geschrieben werden muss das von einem Profi. Britta Veltzke fasst zusammen, was das bedeutet.

11:14 Uhr | Leipziger Buchmesse 2021 wird verschoben

Die Buchmesse in Leipzig soll im kommenden Jahr erst im Mai stattfinden. Direktor Oliver Zille sagte, das neue Datum in der wärmeren Jahreszeit gebe den Messemachern in der Corona-Pandemie mehr Flexibilität. So könne der Außenbereich des Messegeländes mit genutzt werden. Zudem gebe es mehr Möglichkeiten für das begleitende Lesefestival "Leipzig liest" und die Comicmesse "Manga-Comic-Con". Die Buchmesse soll nun vom 27. bis 30. Mai veranstaltet werden. Eigentlich findet die Leipziger Buchmesse immer im März statt. In diesem Jahr war die Leipziger Buchmesse eine der ersten großen Messen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise abgesagt wurde.

10:35 Uhr | Experte: Mehr Forschung zu Corona-Verläufen nötig

Die Zahlen zu neuen Corona-Infektionen werden viel diskutiert. Doch wie aussagekräftig sind sie? Der Lungenexperte Prof. Klaus Rabe erklärt bei MDR AKTUELL, was man bisher weiß und was nicht. Er sagt, dass es keine genauen Zahlen darüber gibt, wie viele Corona-Infizierte überhaupt erkrankt sind. Experten gingen davon aus, dass 80 Prozent der Infizierten keine oder kaum Symptome haben.

10:15 Uhr | Studie: Stoffmaske besser als Plastikvisier

Mund-Nase-Bedeckungen aus Stoff sind als Coronaschutz einer US-Studie zufolge effektiver als Plastik-Gesichtsschilder sowie Masken mit Ventil. Forscher der Florida Atlantic University maßen die Bewegung von Tröpfchen beim Husten und Niesen mithilfe von Laserlicht in einem dunklen Raum. Demnach blockt ein Plastikschild zwar zunächst die Vorwärtsbewegung der austretenden Luft, die Tröpfchen verteilten sich dann aber um das Visier herum. Bei Masken mit einem Ventil wurde die Luft ungefiltert herausgedrückt und verteilte sich ebenfalls. Den Forschern zufolge wird nur die eingeatmete Luft gefiltert. Spezielle Atemschutzmasken (N95-Standard) und einfache Stoffmasken ließen in dem Test weniger Tröpfchen durch.

07:59 Uhr | Corona-Tests an Schulen in Salzwedel negativ

In Salzwedel kann an der Lessing-Ganztags-Gemeinschaftsschule sowie am Jahn-Gymnasium heute der Unterricht wieder aufgenommen werden. Wie das Gesundheitsamt der Stadt mitteilte, sind alle 230 Corona-Tests bei Schülern und Lehrern negativ ausgefallen. Vergangene Woche war bei zwei Schülern eine Coronavirus-Infektion nachgewiesen worden. Die beiden Jungen hatten sich während einer Ferienfreizeit in Ungarn mit dem Coronavirus infiziert. Die zwei und ihre direkten Kontaktpersonen befinden sich in Quarantäne.

07:28 Uhr | Experte: Maskenpflicht bei Demos rechtens

In Berlin soll es bei Demonstrationen mit mehr als 100 Teilnehmern künftig eine Maskenpflicht geben. Der Verwaltungsrechtler Tristan Barczak hält das mit der Versammlungsfreiheit für vereinbar. Die Maskenpflicht sei ein milderes Mittel als ein Verbot von Demonstrationen.

07:03 Uhr | Erstmals seit 1991 wieder Rezession in Australien

Wegen der Corona-Pandemie ist die Wirtschaft in Australien im zweiten Quartal so stark eingebrochen wie noch nie und das Land ist erstmals seit 1991 in eine Rezession gerutscht. Wie die die nationale Statistikbehörde in Canberra mitteilte, ist das Bruttoinlandsprodukt zwischen April und Ende Juni im Vergleich zum ersten Quartal um sieben Prozent gefallen. Der Rückgang fiel damit höher aus als von Experten erwartet. Grund für den starken Rückgang im zweiten Quartal war vor allem der Einbruch beim privaten Konsum.

06:52 Uhr | Peru bei Corona-Sterblichkeit weltweit an der Spitze

Gemessen an der Bevölkerungszahl sterben in keinem anderen Flächenstaat der Erde so viele Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 wie in Peru. Das südamerikanische Land registrierte zuletzt 89,99 Tote je 100.000 Einwohner. Damit liegt Peru bei der Sterblichkeit vor Belgien, Andorra und Großbritannien. Bislang haben sich in Peru mehr als 652.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, etwa 28.000 Patienten sind im Zusammenhang damit gestorben.

06:32 Uhr | Online-Lebensmittelhandel hofft auf langfristigen Zuwachs

Der Online-Handel mit Lebensmitteln hofft darauf, Kunden auch nach der Corona-Krise zu halten. Der Leipziger Gründer von food.de, Karsten Schaal, sagte MDR AKTUELL, im März habe sich der Umsatz schlagartig vervierfacht. Die meisten Kunden aus der ersten große Welle seien dabeigeblieben. Vor allem bei Familien mit Kindern habe sich das Online-Bestellen etabliert. Konsum Leipzig erklärte, ein Drittel der Neukunden aus dem Frühjahr ordere noch immer online. Der Experte für digitalen Handel, Erik Maier, sieht weitere Online-Zuwächse allerdings skeptisch. Der Internet-Handel mit Lebensmitteln sei weiter ein nicht profitables Nischengeschäft. Zudem schreckten hohe Liefergebühren potenzielle Kunden ab.

Die Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. September 2020 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland