Coronavirus-Pandemie Ticker vom Mittwoch: Bayern und Baden-Württemberg beenden Impfpriorisierung für Hausärzte

Bayern und Baden-Württemberg heben ab der kommenden Woche die Impfpriorisierung für Hausärzte auf. Diese können dann bei allen Impfstoffen frei entscheiden, wen sie wann impfen wollen. Die weltweite Verbreitung des Coronavirus hätte nach Ansicht einer von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingesetzten Expertenkommission vermieden werden können. NRW öffnet bei Inzidenzen unter 100 ab 15. Mai Außengastronomie, Hotels und Messen. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Der Hausarzt Robin John (r) verabreicht dem 85-jährigen Hans-Joachim Nettelbeck in einem Behandlungszimmer die erste Impfung mit dem Corona-Impfstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.
Ab kommender Woche müssen sich Hausärzte in Bayern und Baden-Württemberg nicht mehr an die bisherigen Prioritätsregeln beim Impfen halten. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Mittwoch, 12. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Ministaat San Marino bietet Sputnik-Impfung für Touristen an

Der Ministaat San Marino bietet Touristen künftig eine Corona-Impfung mit dem russischen Mittel Sputnik V an. Das Außenministerium der kleinen Republik, die vollständig von italienischem Staatsgebiet umschlossen ist, hat entsprechende Impftourismus-Pläne bestätigt. Die Details zu dem Angebot sollen einer Ministeriumssprecherin zufolge in Kürze publiziert werden.

Wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtet, soll mit der Aktion der Tourismus in San Marino angekurbelt werden. Ansa zufolge soll die Buchung eines Hotels plus Impfung vom kommenden Montag an möglich sein. Für die Impfreisen sei es nötig, mindestens zwei Mal jeweils drei Hotel-Übernachtungen im Abstand von 21 Tagen zu buchen. Die zwei Impfungen würden von staatlichen Stellen beaufsichtigt. Nach Angaben der Zeitung "Corriere della Sera" liegt der Preis für die zwei Impfdosen bei 50 Euro.

San Marino hat nach zwischenzeitlich hohen Corona-Zahlen die Infektionslage in den Griff bekommen. Laut offiziellen Angaben wurden in der 33.000 Einwohner zählenden Republik am 11. Mai keine neuen Fälle mehr registriert. Sehr viele Bürger von San Marino sind bereits geimpft, viele mit Sputnik V. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hat den russischen Impfstoff bisher nicht für die Europäische Union zugelassen. San Marino ist allerdings nicht Mitglied der EU.

21:45 Uhr | Hausbootvermieter verlegt Flotte von Meck-Pom nach Brandenburg

Einer der führenden deutschen Hausbootvermieter verlegt aus Protest einen Teil seiner Flotte von Mecklenburg-Vorpommern nach Brandenburg. Der Chef der Kuhnle Tours GmbH aus Rechlin, Harald Kuhnle, sagte, Grund sei die Ankündigung von Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, den Lockdown im Tourismus um einen weiteren Monat zu verlängern. In Brandenburg hingegen habe man verstanden, dass es unterschiedliche Urlaubsformen mit unterschiedlichen Infektionsrisiken gebe, sagte Kuhnle.

In Brandenburg soll Bootstourismus in Teilen bereits ab 21. Mai wieder möglich sein, in Mecklenburg-Vorpommern hingegen erst ab dem 14. Juni.

21:34 Uhr | Pflegekräfte fordern bessere Entlohnung

Immer noch sind Überlastung und Unterbezahlung in Kliniken und Pflegeheimen Alltag. Die Corona-Pandemie hat die Lage noch zusätzlich verschärft. Gewerkschafter, Beschäftigte und Wohlfahrtsverbände haben deshalb am Tag der Pflege Alarm geschlagen.

19:35 Uhr | Gericht bestätigt Demo-Verbot für "Querdenker" in Dresden

Das Dresdner Verwaltungsgericht hat das Verbot von "Querdenker"-Demonstrationen bestätigt. Wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte, ist das Verbot durch die Stadt rechtens. Ein Eilantrag des Anmelders sei abgelehnt worden. Grund sei das anhaltend hohe Corona-Infektionsgeschehen in Dresden und in Sachsen.

Nach Angaben der Stadt war für den kommenden Samstag eine "Querdenken"-Kundgebung mit mindestens 3.000 Teilnehmern am Königsufer gegenüber der Altstadt angemeldet worden. Als Alternative seien außerdem Versammlungen auf drei großen Plätzen in der Innenstadt mit jeweils 1.000 Teilnehmern beantragt worden. Auch das hatte die Stadt verboten, was das Gericht bestätigte.

19:31 Uhr | Maas hält Italien-Urlaub für Ungeimpfte für möglich

Bundesaußenminister Heiko Maas zeigt sich zuversichtlich, dass auch ungeimpfte Deutsche im Sommer in Italien ihren Urlaub verbringen können. Der SPD-Politiker sagte nach einem Gespräch mit dem italienischen Außenminister Luigi Di Maio, er gehe davon aus, dass dies mit entsprechenden Hygienekonzepten machbar sein werde. Italien als eines der beliebtesten deutschen Reiseziele habe daran natürlich ein hohes Interesse, ergänzt Maas.

19:27 Uhr | Norwegen will kein Astrazeneca mehr verimpfen

Norwegen will den Impfstoff von Astrazeneca nicht mehr verimpfen. Man wolle das Impfprogramm mit dem Mittel nicht wieder aufnehmen, sagt Ministerpräsidentin Erna Solberg. Die Regierung spende die Astrazeneca-Dosen womöglich an andere Länder. Eine Entscheidung, ob der Impfstoff von Johnson & Johnson (J&J) überhaupt zum Einsatz komme, sei noch nicht getroffen worden. Eine von der Regierung ernannte Kommission hatte empfohlen, dass beide Impfstoffe wegen des Risikos von seltenen schädlichen Nebenwirkungen aus Norwegens Impfprogramm ausgeschlossen werden sollten.

Junger Mann wird geimpft 3 min
Bildrechte: IMAGO / Antonio Balasco

18:13 Uhr | Tschechien sieht keine Hindernisse für kleinen Grenzverkehr

Tschechien sieht derzeit keine Hindernisse für die Wiederaufnahme des kleinen Grenzverkehrs mit Deutschland. Ein Sprecher des Innenministeriums in Prag sagte, Einkaufsfahrten beiderseits der Grenze stehe nichts im Wege. Nach den geltenden Verordnungen seien Touren, die nicht länger als zwölf Stunden dauerten, ohne triftigen Grund möglich. Touristische Reisen nach Tschechien bleiben indes untersagt. Bayern hatte am Dienstag angekündigt, den kleinen Grenzverkehr mit den Nachbarländern wieder zu erlauben. In Tschechien ist die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit niedriger als in Deutschland.

18:08 Uhr | WHO-Expertenkommission: Pandemie hätte verhindert werden können

Die weltweite Verbreitung des Coronavirus mit ihren verheerenden Folgen hätte nach Ansicht einer von der Weltgesundheitsorganisation WHO eingesetzten Expertenkommission vermieden werden können. Dafür aber hätten die Warnsignale sofort beachtet, die WHO früher Alarm schlagen und die einzelnen Länder konsequenter reagieren müssen, heißt es in einem in Genf vorgelegten Bericht des Gremiums.

Ein "toxischer Cocktail" aus Zaudern, fehlender Vorbereitung sowie schlechter Reaktion auf die Krise sei für das dramatische Ausmaß verantwortlich, erklärte die Ko-Präsidentin der Expertenkommission, Ellen Johnson Sirleaf. Das Gremium aus 13 internationalen Experten war nach heftiger Kritik an der WHO von dieser ins Leben gerufen worden.

17:55 Uhr | Kekulés Corona-Kompass vom 12. Mai 2021

Eine Studie wirft die Frage auf, ob das Coronavirus ins menschliche Erbgut, in unsere DNA, gelangen kann. Außerdem: Ist die dritte Welle endgültig gebrochen? Und: Warum gelten Genesene nur ein halbes Jahr als immun? Der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekulé beantwortet diese und andere Fragen in seinem aktuellen Corona-Kompass.

17:52 Uhr | Scholz will Corona-Hilfen bis Jahresende verlängern

Bundesfinanzminister Olaf Scholz will die Corona-Hilfen für die Wirtschaft bis zum Jahresende verlängern, darunter auch das Kurzarbeitergeld. Der SPD-Kanzlerkandidat sagte, mehr als 100 Milliarden Euro an Hilfgeldern seien bereits ausbezahlt worden.

17:35 Uhr | Slowakei will Sputnik V ohne EU-Zulassung einsetzen

Der von der EU noch nicht zugelassene russische Corona-Impfstoff Sputnik V soll in der Slowakei ab Anfang Juni zum Einsatz kommen. Dafür seien nur noch einige organisatorische Vorbereitungen notwendig, erklärte der slowakische Gesundheitsminister Vladimir Lengvarsky. Schon Anfang März hatte die Slowakei aus Russland 200.000 Dosen des Impfstoffs erhalten, setzte ihn aber wegen der fehlenden Zulassung bisher nicht ein.

16:03 Uhr | Armutsbericht: Gering- und Durchschnittsverdiener von Pandemie am stärksten betroffen

Gering- und Durchschnittsverdiener haben durch die Corona-Pandemie in Deutschland die stärksten Einbußen erlitten. Das geht aus dem 6. Armuts- und Reichtumsbericht hervor, den das Bundeskabinett heute gebilligt hat.

Demnach gaben knapp ein Drittel der einkommensärmsten Haushalte in Befragungen an, sie könnten kaum noch die laufenden Ausgaben decken. Dem Bericht zufolge haben die Corona-Sozialpakete und das großzügigere Kurzarbeitergeld eine weitere Verarmung zwar gebremst. Für die Betroffenen ist die Situation dennoch bitter, zumal bis zum Beginn der Corona-Pandemie auch die Verdienste im unteren Bereich laut dem Papier gestiegen waren. Dem Armutsbericht zufolge bleiben 70 Prozent der Haushalte, die als arm gelten, auch in den kommenden fünf Jahren in dieser Lage.

15:41 Uhr | NRW öffnet Außengastronomie, Hotels, Messen und Kongresse

Nordrhein-Westfalen will die Corona-Maßnahmen in Gebieten mit niedrigen Inzidenzen lockern. Wie Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart mitteilte, sollen in Gebieten mit einer stabilen Inzidenz unter 100 ab dem 15. Mai die Außengastronomie wieder öffnen können. Hotels sollen mit einer Auslastung von bis zu 60 Prozent wieder private Gäste beherbergen dürfen. Auch für den Einzelhandel soll es Lockerungen geben. Bei einer Inzidenz von unter 50 sollen nach Angaben des FDP-Politikers auch Messen wieder öffnen dürfen. NRW sei das erste Bundesland, das Messen wieder eine Perspektive eröffne. Auch für Kongresse und Tagungen sollen die gleichen Regeln gelten.

15:10 Uhr | Bayern und Baden-Württemberg beenden Impfpriorisierung für Hausärzte

Bayern und Baden-Württemberg beenden für alle zugelassenen Corona-Impfstoffe die staatliche Priorisierung für Hausarztpraxen. Ab der kommenden Woche können laut einem Beschluss der beiden Landesregierungen niedergelassene Ärzte ohne staatliche Vorgaben entscheiden, wen sie wann impfen.

Wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte, werde man "im Laufe der nächsten Woche" die Priorisierung bei den Hausärzten aufheben. In den Impfzentren soll es laut dem CSU-Politiker jedoch vorerst bei dem bisherigen Verfahren der Priorisierung nach Impfgruppen bleiben. Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manfred Lucha von den Grünen erklärte, mit der aktuellen Entscheidung werde den Hausärzten mehr Flexibilität bei der Organisation der Impfungen und der Terminvergabe gegeben.

13:55 Uhr | Spahn und Wieler mahnen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, mahnen trotz der deutlich gesunkenen Zahl an Neuinfektionen zu anhaltender Vorsicht. Spahn sagte am Mittwoch in Berlin, die Menschen sollten weiter zurückhaltend mit ihren Kontakten sein. Das Verhalten in den kommenden Wochen entscheide darüber, wie der Sommer werde.

Wieler sagte, Deutschland befinde sich auf einem guten Weg. Bei aller Zuversicht dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Pandemie nicht vorbei sei. Es werde noch einige Zeit dauern, bis ein ausreichender Anteil der Bevölkerung geimpft sei. Wieler forderte insbesondere Zurückhaltung bei den nächsten Öffnungsschritten. "Wenn wir zu früh öffnen, würde sich das Virus wieder verbreiten."

13:50 Uhr | Deutschlandweite Inzidenz sinkt auf 118

Deutschlandweit sinkt die Zahl der aktiven Corona-Fälle. Das geht aus Zahlen des Risklayer-Projekts in Karlsruhe hervor. Demnach lag die bundesweite Inzidenz am Dienstag bei 118. Ein Woche zuvor waren noch 145 Personen pro 100.000 Einwohnern infiziert.

Noch deutlicher ist der Trend bei den Neuinfektionen. Am Dienstag registrierten die Gesundheitsämter bundesweit rund 9.700 neue Ansteckungen. In der Vorwoche waren es noch über 12.300.

Mitteldeutschland bleibt Brennpunkt der Pandemie. In Sachsen wurden 707 neue Fälle gemeldet, in Sachsen-Anhalt 383 und in Thüringen 342.

13:24 Uhr | Informationen aus den Ländern

Auch heute informieren Sie die Kolleginnen und Kollegen in unseren drei mitteldeutschen Ländern wieder über die jeweils aktuellen Entwicklungen vor Ort:

13:13 Uhr | Leipziger Biergärten öffnen am Freitag

Als erste Kommune in Sachsen kann Leipzig ab Freitag die Corona-Regeln deutlich lockern. Wie die Stadt mitteilte, dürfen dann Biergärten und Außengastronomie unter Auflagen wieder öffnen. Die geltende Verordnung sieht vor, dass die Kontakte nachverfolgt werden. Wenn mehr als zwei Hausstände an einem Tisch sitzen, müssen ungeimpfte Gäste einen negativen Schnelltest vorweisen.

In der Messestadt fallen außerdem die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen weg. In Baumärkten kann ab Freitag wieder ohne Termin und Negativtest eingekauft werden. Zudem gelten Erleichterungen beim Kinder- und Jugendsport.

In Leipzig ist die Sieben-Tage-Inzidenz heute den fünften Werktag in Folge unter der Marke 100 geblieben. Magdeburg hat das bereits vergangene Woche geschafft.

13:08 Uhr | Bundesregierung beschließt Reiseerleichterungen

Die Bundesregierung hat eine neue Einreiseverordnung gebilligt. Sie soll vor allem Familien das Reisen in Europa erleichtern. Vollständig Geimpfte und Corona-Genesene brauchen demnach bei der Einreise aus einem Risikogebiet keinen Test mehr und müssen auch nicht in Quarantäne. Das gilt auch für Kinder. Menschen, die nicht geimpft sind, können sich freitesten. Dafür reicht ein Schnelltest, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Bei der Ankunft aus einem Virusvariantengebiet wie Indien müssen sich aber auch Geimpfte und Genesene testen und in Quarantäne.

12:08 Uhr | Sommerurlaub an der Ostsee für alle erlaubt

Gäste aus ganz Deutschland dürfen ab 14. Juni Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern machen. Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte am Dienstagabend, dass dies auch für Menschen ohne Corona-Impfung und für Kinder gelte.

Selbstverständlich gilt Urlaub in Mecklenburg-Vorpommern für alle, insbesondere für Kinder.

Manuela Schwesig, SPD Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommern

11:04 Uhr | Abmahnungen wegen zu günstiger PCR-Tests

Bundesweit erhalten Betreiber von Corona-Testzentren derzeit Abmahnungen, weil sie PCR-Tests günstig anbieten. Das ergaben Recherchen des ARD-Magazins "Plusminus". Anwälte eines Labors aus Sachsen drohen demnach mit Schadenersatzklagen, weil die Betreiber der Testzentren die Vorgaben der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) unterschreiten. Die GOÄ schreibt Preise für PCR-Tests ab rund 128 Euro pro Test vor. Einige Labore verlangen hingegen nur knapp 25 Euro.

Die in der GOÄ genannte Preis beruht auf Vorgaben von vor 30 Jahren. Die Bundesregierung hatte zwar im Zuge der Pandemie die GOÄ für PCR-Tests außer Kraft gesetzt und in der Corona-Testverordnung geregelt. Doch diese Änderung bezieht sich nur auf Tests von Personen mit Corona-Symptomen. Im aktuellen Streit der Labore geht es jedoch um Tests von Menschen ohne Symptome.

Karsten Olzmann, Geschäftsführer eines Testcenters in Dresden, sagte: "Wir sollten eigentlich alle versuchen, die Tests so günstig wie möglich anzubieten, nicht um Preisdumping zu betreiben, sondern um einer breiten Bevölkerungsschicht die Chance zu geben, sich testen zu lassen."

10:51 Uhr | Dynamo-Spiel wegen Demo verschoben

Das für kommenden Samstag geplante Heimspiel von Fußball-Drittligist Dynamo Dresden gegen Türkgücü München wird auf Sonntag verlegt.
Grund ist eine ebenfalls für Samstag angekündigte Demonstration der Initiative "Querdenken" in der Stadt, die allerdings verboten wurde. Die Polizei befürchtet dennoch ein mögliches Zusammentreffen von Fußballfans und Corona-Demonstranten. Der Deutsche Fußball-Bund folgte mit der Verschiebung der Vorgabe der Sicherheitsbehörden.

10:02 Uhr | Brysch: Haftstrafen für Impfvordrängler

Patientenschützer Eugen Brysch fordert für Impfbetrüger bis zu fünf Jahre Haft. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz sagte dem Bayerischen Rundfunk, wenn der Betrug organisiert und kriminell sei, müsse das hart bestraft werden. Es könne nicht sein, dass das Falschparken vor dem Impfzentrum als Ordnungswidrigkeit gelte, das bewusste Täuschen im Impfzentrum aber keine Konsequenzen habe. Brysch sprach sich dafür aus, die Impf-Priorisierung beizubehalten.

8:20 Uhr | Brit Awards vor Publikum verliehen

In London sind am Dienstagabend die Brit Awards vergeben worden. Es war die erste Preisverleihung mit Live-Publikum seit Beginn der Corona-Pandemie. Im Saal befanden sich 4.000 zuvor negativ getestete Zuschauer. Zwei Preise gingen an die britische Sängerin Dua Lipa. US-Popstar Billie Eilish und der Kanadier The Weeknd wurden als beste internationale Künstler ausgezeichnet.

Die Brit Awards sind das größte jährlich stattfindende Event in der Pop-Branche Großbritanniens. Ursprünglich sollte die große Gala bereits vor drei Monaten stattfinden – wegen der Corona-Pandemie musste sie verschoben werden.

8:03 Uhr | Verband: Beschäftigtenplus in der Pflege mit Vorsicht zu genießen

An den gestiegenen Beschäftigtenzahlen in der Pflege werden Zweifel laut. Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe erklärte, die jüngsten Zahlen seien mit Vorsicht zu genießen. Präsidentin Christel Bienstein sagte MDR AKTUELL, sie gehe davon aus, dass mehr in Teilzeit gearbeitet werde. Offenbar würden die Köpfe gezählt und nicht die Vollzeitstellen. Auch die Gewerkschaft Verdi äußerte sich kritisch. In der Altenpflege fehlten 36 Prozent Personal, um bedarfsgerecht zu pflegen.

Nach den jüngsten Daten der Bundesagentur für Arbeit hatten im Herbst 45.000 Menschen mehr in der Pflege gearbeitet als ein Jahr zuvor.

Eine Frau steht in roter Jacke des Deutschen Roten Kreuzes vor einem Dienstwagen und schaut in die Kamera. 5 min
Bildrechte: MDR/Luca Deutschländer

7:00 Uhr | Kontrollen zu Himmelfahrt

Die Polizei hat vor Christi Himmelfahrt am Donnerstag an die Menschen appelliert, sich verantwortungsvoll an die Corona-Regeln zu halten. Sprecher mehrerer Polizeidirektionen in Sachsen kündigten Kontrollen an. Ein Sprecher der Polizeidirektion Zwickau sagte etwa: "Himmelfahrt ist unter den derzeitigen Umständen eine besondere Herausforderung für uns alle." Die Beamten würden mit "Augenmaß" an "örtlichen Schwerpunkten" im Vogtland sowie im Landkreis Zwickau Präsenz zeigen, hieß es. Die Chemnitzer Polizei teilte mit, dass man festgestellte Verstöße und Straftaten selbstverständlich ahnden werde.

Männer stehen auf der Straße in Zwönitz und betrachtene inenHandwagen. Der ist voller Bier und Colaflaschen.
Himmelfahrt ist normalerweise ein Tag, an dem sich viele Menschen treffen. Bildrechte: André März

Das Landratsamt Zwickau rief die Menschen ebenfalls auf, die Regeln einzuhalten. Prinzipiell sei etwa Wandern und Laufen erlaubt – auch mit Bollerwagen, hieß es. Auch Alkohol in der Öffentlichkeit ist nicht mehr verboten. Bei Nicht-Geimpften dürfe sich aber nur ein Hausstand mit einer weiteren Person zum Ausflug treffen. Zudem sind wegen der Ausgangsbeschränkungen Ausflüge nur bis 22 Uhr möglich. Für Geimpfte und Genesene hingegen würden keine Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren gelten. Das Amt verwies auf notwendige Nachweise, etwa den Impfausweis.

Auch die Polizeien in Sachsen-Anhalt und Thüringen richten sich auf reichlich Arbeit ein. Kontrolliert werde nicht nur an bekannten größeren Treffpunkten, sagte der Sprecher der Thüringer Landespolizeidirektion Patrick Martin. Die Polizei in Sachsen Anhalt kündigte an, mit ausreichend Kräften im Einsatz zu sein.

Heike Werner; DIE LINKE,  Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie in Thüringen 6 min
Bildrechte: Heike Werner

06:34 Uhr | Parlament in Frankreich stimmt gegen "Gesundheitspass"

Die französische Nationalversammlung hat überraschend gegen den von der Regierung geplanten Corona-"Gesundheitspass" gestimmt. Das Vorhaben, das Teil eines schrittweisen Ausstiegs aus dem Gesundheitsnotstand sein sollte, wurde am Dienstagabend mit 108 zu 103 Stimmen abgelehnt. In dem Pass sollten nach Vorstellung der Regierung neben Negativ-Tests auch Impfungen oder eine überstandene Covid-19-Erkrankung verzeichnet werden. Der Pass sollte Reisen außerhalb Frankreichs und den Besuch Veranstaltungen mit großen Menschenmengen ermöglichen. Ein Kritikpunkt von Abgeordneten lautete, dass die genaue Verwendung des Passes unklar geblieben sei.

06:28 Uhr | Viele Langzeitarbeitslose durch Pandemie

In der Pandemie ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Mitteldeutschland deutlich gestiegen. Nach MDR-AKTUELL-Recherchen waren im April mehr als 115.000 Menschen länger als ein Jahr ohne Arbeit. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr liegt in Sachsen-Anhalt bei 29 Prozent, in Thüringen bei 38 Prozent und in Sachsen bei 41 Prozent. Der Geschäftsführer der Arbeitsagentur Sachsen, Klaus-Peter Hansen, sagte, das Risiko, arbeitslos zu werden, sei dank Kurzarbeitergeld nicht viel größer als vor der Pandemie. Das Risiko, arbeitslos zu bleiben, sei dagegen um ein Vielfaches gestiegen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Mitwoch, 12. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Mai 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland