Coronavirus-Pandemie Ticker: EU ordert 300 Millionen weitere Biontech-Impfdosen

Die EU-Kommission hat bei Biontech/Pfizer zusätzlich bis zu 300 Millionen Corona-Impfdosen geordert aufgegeben. Laut einem Sprecher sind 200 Millionen Dosen fest bestellt, auf weitere 100 Millionen habe man eine Option. Die Bundesregierung will Klinik-Mitarbeitern für insgesamt 450 Millionen Euro eine zweite staatliche Corona-Prämie zahlen. Israel und Griechenland wollen Reisen für Corona-Geimpfte erlauben. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Impfstoff des Herstellers Pfizer-BioNTech ist in einem Kühlschrank vom Impfzentrum der Stadt zu sehen.
Die EU-Kommission hat bei Biontech-Pfizer weitere 300 Millionen Impfdosen geordert. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Montag, 8. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:40 Uhr | 15-Kilometer-Bewegungsradius in Mansfeld-Südharz aufgehoben

Im Landkreis Mansfeld-Südharz ist der 15-Kilometer-Bewegungsradius aufgehoben worden. Das teilte eine Sprecherin der Gebietskörperschaft in Sangerhausen mit. Die entsprechende Rechtsverordnung sei außer Kraft getreten. Zuletzt habe der Sieben-Tage-Wert der Corona-Neuinfektionen anhaltend unter dem Grenzwert von 200 gelegen. Damit dürften sich die Bürger wieder frei bewegen.

21:47 Uhr | Corona-Daten-Newsletter vom Montag, 8. Februar 2021

21:20 Uhr | Wie sich das Winterwetter auf die Impfzentren auswirkt

Verschobene Lieferungen, geschlossene Impfzentren – der Wintereinbruch beeinträchtigt auch das Impfen gegen Covid-19. Doch manche haben es trotz abenteuerlicher Anreise zur Impfung geschafft, wie sich in Weimar zeigt.

20:27 Uhr | EU ordert 300 Millionen weitere Impfdosen von Biontech/Pfizer

Die EU-Kommission hat weitere 300 Millionen Impfdosen von Biontech und Pfizer geordert. Ein Sprecher sagte, die Brüsseler Behörde habe eine entsprechende Abmachung mit den beiden Unternehmen abschließend angenommen. Die EU-Kommission hatte die Bestellung bereits Anfang Januar vorgeschlagen. Konkret geht es um die feste Bestellung von 200 Millionen Impfdosen und eine Option auf 100 Millionen weitere. Insgesamt kann die EU damit bis zu 600 Millionen Dosen von dem deutsch-amerikanischen Präparat beziehen.

19:17 Uhr | Staatsanwaltschaft Halle prüft Anzeigen gegen OBM Wiegand

Die Staatsanwaltschaft Halle prüft nach der Covid19-Impfung von Oberbürgermeister Bernd Wiegand mehrere Anzeigen. Oberstaatsanwalt Ulf Lenzner sagte, es werde geprüft, ob der Verdacht einer Straftat oder Ordnungswidrigkeit vorliege. Wiegand hatte sich und einige Stadträte außer der Reihe impfen lassen und dies damit begründet, es habe angebrochene Impfdosen gegeben. Mehrere Kommunalpolitiker warfen dem parteilosen OBM vor, die Unwahrheit zu sagen. Anders als von ihm behauptet, seien die meisten Stadträte nicht in das Verfahren einbezogen worden. Mit den geimpften zehn Stadträten müsse es daher andere Absprachen gegeben haben.

18:55 Uhr | Kretschmer mahnt zu Zurückhaltung bei Corona-Lockerungen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer rät zur Zurückhaltung beim Lockern der Corona-Auflagen. Bei einem Online-Forum mit Experten und Bürgern sagte der CDU-Politiker, gerade Sachsen habe erlebt, was passiere, wenn sich das Virus zu stark in der Bevölkerung ausbreite. Das Eis, auf dem man sich bewege, sei dünn. Deshalb müsse man vorsichtig sein, um nicht einzubrechen. Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen am Mittwoch beraten, wie es mit dem Lockdown weitergeht.

18:50 Uhr | Israel und Griechenland wollen Reisen für Geimpfte erlauben

Israel und Griechenland wollen Reisen für Corona-Geimpfte erlauben. Das vereinbarten die Regierungschefs Netanjahu und Mitsotakis. Grundlage soll die gegenseitige Anerkennung sogenannter Grüner Impfpässe sein. Sobald die Flugbeschränkungen aufgehoben sind, sollen Bürger mit diesem Impfnachweis ohne Auflagen und Quarantäne ins jeweils andere Land reisen dürfen. Eine ähnliche Vereinbarung strebt die griechische Regierung auch mit Großbritannien an.

18:03 Uhr | Keine weiteren Südafrika-Mutationen in Leipzig

Am Leipziger Universitätsklinikum sind seit Januar keine weiteren Fälle der sogenannten Südafrika-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Das teilte ein Sprecher des Klinikums MDR AKTUELL auf Anfrage mit. Am 21. Januar war bei einer Frau die Virusvariante B.1.351 nachgewiesen worden, es war der erste Fall dieser Mutation in Sachsen. Insgesamt wurde es in Leipzig in acht Tests nachgewiesen. Zwei weitere Fälle, die damit zusammenhängen, gab es in Halle. Laut Uniklink sind alle Leipziger Infizierte inzwischen wieder genesen.

16:58 Uhr | Leitfaden für Schulöffnungen unter Corona-Bedingungen vorgelegt

Forscher und Vertreter aus dem Schulbetrieb haben einen Plan zum Schulbetrieb unter Corona-Bedingungen vorgelegt. Zugleich warnte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) vor schnellen Lockerungen. Doch die Länder haben über dieses Thema zu entscheiden und nicht der Bund.

16:41 Uhr | Testpflicht für Einreisende aus mehr als 20 Staaten

Die Bundesregierung führt eine Testpflicht für Einreisende aus über 20 Staaten ein. Wie das Robert-Koch-Institut mitteilte, werden innerhalb der EU Estland, Lettland, Litauen, Portugal, Slowenien, Spanien und Tschechien zu "Hochinzidenzgebieten" erklärt. Personen aus solchen Staaten müssen ab Sonntag bei ihrer Einreise nach Deutschland einen negativen Corona-Test vorweisen. Die Vorgabe wurde auch auf Staaten außerhalb der EU wie etwa die USA ausgeweitet. Bislang galt die Testpflicht lediglich für Reisende aus Großbritannien, Irland, Südafrika und Brasilien, da dort Virus-Mutationen aufgetreten sind. Als "Hochinzidenzgebiete" zählen laut RKI Staaten mit einer Inzidenz über 200.

16:09 Uhr | Britische Mutation in Deutschland bei fast sechs Prozent

Das Robert Koch-Institut legt erste Daten aus der Überwachung von mutierten Coronaviren vor. Die britische Variante kommt demnach in 5,8 Prozent der untersuchten Proben vor und breitet sich damit schnell aus.

15:11 Uhr | Regierung beschließt neue Corona-Prämie für Klinik-Mitarbeiter

Die Bundesregierung zahlt erneut eine staatliche Corona-Prämie für Mitarbeiter in Krankenhäusern, die Corona-Patienten behandeln. Das teilte Gesundheitsminister Jens Spahn nach Beratungen der Bundesregierung mit.

Auf der Covid-19-Station, einem Bereich der Operativen Intensivstation vom Universitätsklinikum Leipzig, stehen der Leiter der Klinik, Prof. Dr. Sebastian Stehr (2.v.l) mit dem Oberarzt Dr. Sven Laudi dem Stationsarzt Dr. Alexander Leitner und der Leitenden Bereichsleitung Sylvia Köppen (r-l) am Bett eines schwerkranken Patienten.
Ärzte auf der Covid-19-Station der Uniklinik Leipzig. Bildrechte: dpa

Nach Angaben des CDU-Politikers sollen 450 Millionen Euro und damit doppelt so viel wie im Frühjahr vergangenen Jahres für die Prämien zur Verfügung gestellt werden. Über tausend Krankenhäuser könnten davon profitieren. Laut Zeitungsberichten könnten Klinikmitarbeiter jeweils bis zu 1.500 Euro Prämie bekommen. Unklar ist, ob die Prämien erneut nur an Beschäftigte fließen, die dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes unterliegen. Klinikpersonal, für das ein Haustarifvertrag gilt, würde in dem Fall wieder leer ausgehen.

14:45 Uhr | Thüringen: Online-Terminvergabe für Impfung startet wieder

Die Lieferung des Corona-Impfstoffs von Astrazeneca ist in Thüringen eingetroffen und die Impfungen können wieder aufgenommen werden. Seit Montag können Termine über das Impfportal vereinbart werden.

Die Terminvergabe war Ende Januar wegen Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen gestoppt worden. Am Samstag waren die ersten 9.600 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffs eingetroffen, weitere Lieferungen werden laut Gesundheitsministerium für diesen und nächsten Freitag sowie den 2. März erwartet.

14:08 Uhr | Reisewarnung für Tirol ausgegeben

Für das österreichische Bundesland Tirol gilt aufgrund der als brisant eingeschätzten Corona-Lage jetzt eine Reisewarnung. Das erklärte die österreichische Regierung in Wien. Alle nicht notwendigen Reisen nach Tirol sollten unterlassen werden. Zudem fordert die Regierung alle Urlauber zu einem Corona-Test auf, die sich in den vergangenen zwei Wochen in Tirol aufgehalten haben.

In dem Bundesland hatte sich zuletzt die südafrikanische Coronavirus-Variante stark ausgebreitet. Bundeskanzler Kurz sagte, es müsse alles getan werden, um zu verhindern, dass sich diese Mutation weiter ausbreite.

13:53 Uhr | Curevac öffnet Studie für alle Gesundheitsberufe

Die klinische Studie mit dem Covid-19-Impfstoff des Tübinger Biotech-Unternehmens Curevac mit der Universitätsmedizin Mainz soll schneller als geplant abgeschlossen werden. Die im Dezember begonnene Phase-3-Studie, in der der Impfstoff an mehr als 2.500 Mitarbeitern im Gesundheitswesen der Universitätsmedizin getestet werden sollte, soll nun auch für Angehörige aller Gesundheitsberufe in der Region Mainz geöffnet werden.

Damit könne die Dauer der Studie um drei Wochen verkürzt und dieser Abschnitt bereits Ende März abgeschlossen werden, teilte die Universitätsmedizin am Montag mit. Curevac rechnet damit, im zweiten Quartal die Zulassung für das Mittel beantragen zu können.

13:36 Uhr | Virologe Stöhr: Mit Stufenplan zu Corona-Lockerungen

Der Virologe und ehemalige Sars-Forschungskoordinator der WHO, Klaus Stöhr, hat sich für schrittweise Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen ausgesprochen. Stöhr sagte MDR AKTUELL, es müsse ein Kompromiss zwischen Gesundheit, Wirtschaft und Freiheitsrechten gefunden werden. Das Ziel einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 sei im Winter nicht sinnvoll. Ein Stufenplan, wie er bei der Seuchenbekämpfung üblich sei, könne helfen, die richtigen Anpassungen vorzunehmen.

Vor dem Bund-Länder-Treffen am Mittwoch herrscht in der großen Koalition Uneinigkeit über den weiteren Fahrplan in der Pandemie. Vize-Kanzler Scholz spricht sich für Öffnungskonzepte aus. Gesundheitsminister Spahn lehnt schnelle Lockerungen ab und hält am Inzidenzwert unter 50 fest

13:18 Uhr | Impfstellen in Thüringen öffnen ab 14 Uhr

Update: Bis auf Sömmerda werden alle Impfstellen in Thüringen ab 14 Uhr wieder regulär öffnen. Trotz der schwierigen Wetterlage wollen die Einrichtungen die Impftermine in den nächsten Tagen wie geplant durchführen.

Ersatztermine für Impfwillige, die aufgrund der Witterungs- und Verkehrsbedingungen nicht zu den Einrichtungen kommen können, werden entweder direkt durch die Impfstellen-Teams vor Ort organisiert oder es erfolgt im Laufe der Woche eine Kontaktaufnahme mit den Betroffenen, um einen zeitnahen Ersatztermin zu vereinbaren.

11:59 Uhr | Hälfte der Corona-Hilfen ausgezahlt

Etwas mehr als die Hälfte der von Unternehmen beantragten November- und Dezemberhilfen sind bis Anfang Februar tatsächlich ausgezahlt worden. Bis heute wurden für diese Hilfen Anträge für ein Fördervolumen von rund 9,4 Milliarden Euro gestellt, teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Ausgezahlt wurden davon - entweder als Abschlagszahlung oder als reguläre Auszahlung - bisher knapp 5,2 Milliarden Euro. Das entspricht rund 55 Prozent der beantragten Summe. Für November fällt der Anteil der ausgezahlten Mittel mit knapp 63 Prozent höher aus als für Dezember mit 46 Prozent.

11:45 Uhr | Corona führt zu sinkenden CO2-Emissionen

Die Pandemie beschleunigt nach Einschätzung von Klimaforschern das Ende klimaschädlicher Stromerzeugung. Covid-19 habe nicht nur zu einem vorübergehenden Rückgang der weltweiten CO2-Emissionen geführt, sondern auch den Anteil der Kohleverstromung reduziert, teilte das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung unter Berufung auf eine neue Studie am Montag mit.

Dass die Kohle von der Corona-Krise härter getroffen werde als andere Stromquellen, liege an den Kosten der Kohleverbrennung, hieß es weiter. Wenn die Nachfrage nach Strom sinke, würden in der Regel zuerst die Kohlekraftwerke abgeschaltet, weil der Prozess der Verbrennung ständig Kosten verursache. Auf diese Weise wurden fossile Brennstoffe im Jahr 2020 teilweise aus dem Stromerzeugungsmix verdrängt und die globalen CO2-Emissionen des Stromsektors sanken um rund 7%.

11:25 Uhr | Deutsche Industrie produzierte 2020 weniger

Die deutsche Industrie hat im Corona-Jahr 2020 deutlich weniger produziert. Im gesamten produzierenden Gewerbe, also inklusive der Baubranche und dem Energiebereich, lag die Produktion im Vorjahresvergleich um 8,5 Prozent niedriger, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Nach dem Tiefpunkt während des ersten Corona-Lockdowns im April hat sich die Lage im weiteren Jahresverlauf kontinuierlich erholt. Im Dezember lag der preisbereinigte Wert der hergestellten Güter nur noch 1,0 Prozent unter dem Vorjahresmonat und stabil im Vergleich zum November.

11:04 Uhr | Genth: "Lockdown bis Ostern werden viele Geschäfte nicht überleben"

Vor dem Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch fordert der Einzelhandelsverband HDE einen schrittweisen Ausstieg aus dem Lockdown. "Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen schleunigst eine realistische Öffnungsperspektive. Ansonsten werden wir zehntausende Geschäfte verlieren", warnt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Alle müssten lernen, mit dem Virus zu leben. "Dazu gehören Öffnungen, schon bevor der Inzidenzwert von 50 erreicht ist." Lebensmittelhändler und Drogerien bewiesen seit Monaten, dass dies unter Einhaltung strikter Hygiene- und Abstandsregeln möglich sei.

Genth äußerte heftige Kritik an Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, der am Wochenende der Gastronomie eine Öffnung womöglich erst Anfang April an Ostern in Aussicht gestellt hatte. "Das kann nicht der Ernst des Wirtschaftsministers sein", sagte Genth der "Welt". Es gehe um die Existenz tausender Unternehmen. "Einen Lockdown bis Ostern werden viele Geschäfte nicht überleben." Bis dahin würden die bislang ohnehin spärlich fließenden staatlichen Hilfen in keinem Fall reichen

10:11 Uhr | Bundeswehrverband kritisiert Corona-Einsätze

Der Deutsche Bundeswehrverband hat den andauernden Einsatz von Soldatinnen und Soldaten in der Corona-Krise scharf kritisiert. Verbandschef André Wüstner sagte der "Rheinischen Post", es sei Wahnsinn, dass die Bundeswehr als nicht zuständige Organisation seit mehr als einem Jahr ununterbrochen innerhalb Deutschlands im Kampf gegen die Pandemie aushelfe, "weil es andere schlichtweg nicht gebacken kriegen".

Daran zeige sich, dass die Strukturen zur Krisenbewältigung systematisch vernachlässigt worden seien. Wüstner sprach von einem Staatsversagen. Es räche sich jetzt, dass Gesundheitsämter und andere Institutionen völlig unzureichend ausgestattet seien. Das Bundeswehr-Kontingent war in der Corona-Krise zuletzt auf 25.000 Einsatzkräfte ausgeweitet worden.

09:55 Uhr | Scholz dringt auf Öffnungskonzepte

Vize-Kanzler Olaf Scholz dringt vor den Bund-Länder-Beratungen auf ein Öffnungskonzept. Im ZDF-"Morgenmagazin" mahnte er mit Blick auf die Virusmutationen, man müsse aber vorsichtig bleiben. Priorität müssten Kitas und Schulen haben. Wenn die Kinder zu lange nichts lernten, sei das ein großes Problem für Deutschland.

Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtet, wurde im Auftrag des Bundesbildungsministeriums ein Leitfaden für Schulöffnungen erarbeitet. Danach können Schulen auch in Pandemie-Zeiten sicher öffnen, wenn Hygieneregeln streng befolgt würden. So sollen etwa bei mäßigem Infektionsgeschehen Kontakte auf eine festgelegte Gruppe beschränkt sein. Bei höherem Infektionsgeschehen soll der Unterricht gestaffelt beginnen, Schüler und Lehrer sollen eine OP-Maske tragen. Bei hohem Infektionsgeschehen wird Wechselunterricht in halbierten Klassen angeraten.

08:31 Uhr | Fernunterricht: Lehrkräfte müssen noch auf Dienst-Laptops warten

In Mitteldeutschland wird es noch einige Monate dauern, bis Lehrerinnen und Lehrer Laptops und Tablets für den Fernunterricht erhalten. Das ergab eine Umfrage von MDR AKTUELL bei den Bildungsministerien der Länder. In Sachsen-Anhalt sollen die Geräte demnach noch im Februar bestellt werden, in Sachsen ist von Mai die Rede. Aus Thüringen heißt es, die Geräte sollten noch dieses Jahr zur Verfügung stehen. Sowohl die Gewerkschaft Wissenschaft und Erziehung als auch die Ministerien gaben zudem an, mit Lieferengpässen zu rechnen.

08:10 Uhr | Impfstellen in Thüringen bleiben am Vormittag zu

Wegen des Winterwetters bleiben die Impfstellen in Thüringen am Montagvormittag geschlossen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Morgen mit. Ob die Impfstellen am Nachmittag öffnen, ist noch unklar. Man werde die Lage beobachten, bewerten und entsprechend darüber informieren, hieß es. Ersatztermine sollen so schnell wie möglich organisiert werden.

07:56 Uhr | Zweiter Lockdown trifft Mittelstand weniger hart

Der aktuelle Corona-Lockdown trifft Deutschlands Mittelständler einer Umfrage zufolge etwas weniger heftig als die Beschränkungen zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020. "Viele haben aus den Erfahrungen des Vorjahres gelernt und neben Geschäftsmodellen offensichtlich auch Kostenstrukturen angepasst", erläuterte Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der staatlichen Förderbank KfW. Zudem dürfte die wirtschaftliche Erholung im Sommer und Herbst geholfen haben, Liquiditätsreserven wieder aufzufüllen. Auch die staatlichen Hilfsmaßnahmen trügen zur Stabilisierung bei.

07:47 Uhr | Neuer Bonus für Klinikpersonal

Als Anerkennung für die besonderen Belastungen in der Corona-Pandemie sollen Klinikmitarbeiter erneut eine Prämie von bis zu 1.500 Euro pro Person bekommen. Insgesamt stellt die Bundesregierung dafür 450 Millionen Euro bereit, wie aus einer Vorlage von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für das Kabinettstreffen an diesem Montag hervorgeht.

"Die zweite Welle der Corona-Pandemie hat viele Krankenhäuser und ihre Beschäftigten vor eine noch größere Belastung gestellt als die erste Welle", heißt es in der Vorlage, aus der die Zeitungen der Funke-Mediengruppe vorab berichten. Die Prämien sollen von den Krankenhäusern bis Ende Juni 2021 an die Beschäftigten ausgezahlt werden.

06:49 Uhr | Österreich öffnet Geschäfte, verschärft aber Grenzkontrollen

Drei österreichische Polizisten kontrollieren den Einreiseverkehr an der Grenze zu Schärding auf der B512.
Österreich öffnet Schulen, Museen und Geschäfte wieder, verschärft aber die Kontrollen an den Grenzen. Bildrechte: dpa

Österreich lockert ab heute seine Corona-Einschränkungen. Schulen, Museen und Geschäfte dürfen nach sechs Wochen wieder öffnen, Besucher und Kunden müssen aber medizinische Masken tragen. Gastronomie und Hotels hingegen bleiben aber bis auf Weiteres geschlossen. Zugleich verschärft Österreich die Grenzkontrollen zu allen Nachbarländern.

06:34 Uhr | Sachsen-Anhalt: Linke fordert Regeln für Impfstoff-Reste

In Sachsen-Anhalt fordert die Linke klare Regeln für den Umgang mit Impfstoff-Resten. Fraktionschef Rico Gebhardt sagte MDR AKTUELL, die Landesregierung müsse jetzt eine Strategie entwickeln. Wenn Impfdosen übrig blieben, könne man diese natürlich nicht wegwerfen. Es brauche aber ein System, damit nicht Leute drankämen, nur weil sie gerade in der Nähe seien.

Zuvor waren mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Polizisten und Kommunalpolitiker entgegen der Priorisierung geimpft wurden, darunter der Oberbürgermeister von Halle, Bernd Wiegand. Dessen Verhalten nannte Gebhardt moralisch verwerflich.

06:20 Uhr | Spahn gegen schnelle Corona-Lockerungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht keine Chance für schnelle Lockerungen bei den Corona-Maßnahmen. In der ARD sagte er am Abend, es müsse bei der Grundstrategie bleiben, die Infektionszahlen deutlich zu senken. Ab einem Inzidenzwert von deutlich unter 50 könne man Zug um Zug über Lockerungen nachdenken. Als frühestmöglichen Termin nannte Spahn Ende März. Auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hatte vor überstürzten Lockerungen gewarnt. Dann sei in zwei, drei Wochen alles schlimmer als vorher.

Sachsens Landesregierung hingegen will sich bei möglichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen nicht nur an der 7-Tage-Inzidenz orientieren. Wirtschaftsminister Martin Dulig sagte MDR AKTUELL, radikale Öffnungen werde es in Sachsen zwar nicht geben. Die Staatsregierung diskutiere aber Perspektiven, um zu einer neuen Normalität und mehr Freiheiten zu kommen. So sollten etwa ein Abholservice beim Einzelhandel und Friseurbesuche zugelassen werden. Da solle auch ein Inzidenzwert unter 100 reichen, solange die Tendenz weiter sinkend sei.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 8. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Februar 2021 | 13:30 Uhr

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