Coronavirus-Pandemie Ticker: Spanien will Namen von Impfverweigerern erfassen

Spanien plant ein Register über Impfverweigerer, wenngleich die Impfung gegen Covid-19 freiwillig bleiben soll. Kanzleramtschef Braun und Thüringens Regierungschef Ramelow gehen davon aus, dass der Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert werden muss. Für Silvester haben Dresden und Chemnitz ein Feuerwerksverbot, Leipzig geht einen etwas anderen Weg. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Bislang ist in der EU nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer auf dem Markt. Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

Unser Ticker am Montag, 28. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:31 Uhr | Russischer Impfstoff in Ungarn eingetroffen

Ungarn hat am Montag 6.000 Dosen des russischen Corona-Impfstoffs erhalten. Wie der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf Facebook mitteilte, soll die Sendung nach Budapest geschickt werden, um über die Verwendung der Präparate zu entscheiden. Weitere Angaben zur möglichen Nutzung des Sputnik V genannten Impfstoffs machte er nicht. Im November hatte es die EU-Kommission Ungarn freigestellt, den russischen Corona-Impfstoff zu nutzen. Normalerweise sei zwar die Europäische Arzneimittelagentur EMA für die Zulassung von Impfstoffen zuständig, hieß es damals. Aber ein Mitgliedsstaat könne sich dazu entschließen, ein Notfallverfahren einzuleiten. Das Mittel dürfe dann ausschließlich in diesem Mitgliedsstaat zum Einsatz kommen.

Ein Fläschchen des Corona-Impfstoffs Sputnik V
Ein Fläschchen des Corona-Impfstoffs Sputnik V Bildrechte: dpa

21:50 Uhr | Gericht bestätigt bundesweites Verkaufsverbot für Böller

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg hat das bundesweite Verkaufsverbot für Silvester-Feuerwerk bestätigt. Das teilte das Gericht am Montagabend mit. Die Richter begründeten, dass unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerk zu akuten Verletzungen führe. Sie seien eine zusätzliche Belastung für das Krankenhauspersonal. Ähnlich hatte das Bundesinnenministerium sein Verbot begründet. Es war am 22. Dezember in Kraft getreten. Demnach dürfen Raketen und Böller zu Jahresende nicht verkauft werden. Feuerwerkshersteller hatten vor Gericht dagegen geklagt.

21:44 Uhr | Chinesische Bloggerin wegen Corona-Berichten verurteilt

Wegen ihrer kritischen Berichterstattung über die Ausbreitung des Coronavirus in der Millionen-Metropole Wuhan ist die chinesische Bloggerin Zhang Zhan zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt worden. Nach Angaben ihres Anwaltes war das Urteil gegen die 37-Jährige bei einem Gerichtstermin am Montag in Shanghai erlassen worden. In ihren Berichten aus Wuhan, wo die Corona-Epidemie erstmals in großem Stil ausbrach, hatte Zhang geschrieben, die Regierung gebe den Menschen "nicht genug Informationen". Dies sei eine "gewaltige Verletzung der Menschenrechte". Ihre Berichte fanden auf Online-Plattformen ein breites Echo. Von China aus verbreitete sich das Virus in die ganze Welt.

Ein pro-demokratischer Aktivist zeigt zwei Plakate vor dem Verbindungsbüro der chinesischen Zentralregierung.
Ein Aktivist hält ein Plakat, dass die Bloggerin Zhang Zhan zeigt (links). Bildrechte: dpa

21:26 Uhr | Sachsen: Impfzentren nehmen Arbeit erst später auf

Das Deutsche Rote Kreuz in Sachsen hat die Hoffnungen auf eine schnelle Ausweitung der Impfungen gegen das Coronavirus gedämpft. DRK-Sprecher Kai Kranich sagte dem MDR, die Impfzentren in Sachsen könnten erst ab Mitte Januar Termine an Angehörige von Risikogruppen außerhalb von Heimen und Krankenhäusern vergeben. Grund sei, dass es deutschlandweit bislang zu wenig Impfstoff gebe.

20:56 Uhr | Corona-Mutation bereits im November in Niedersachsen

Die womöglich infektiösere Coronavirus-Mutation, die in Großbritannien grassiert, ist bereits im November in Niedersachsen aufgetreten. Wie die Agentur dpa unter Bezug auf das niedersächsische Sozialministerium berichten, ist das Virus bereits im November bei einem älteren Mann festgestellt worden. Man habe die Probe nachträglich auf die Mutation hin untersucht und sei fündig geworden. Das Referenzlabor der Berliner Charité habe das Ergebnis bestätigt.

Der Mann sei inzwischen gestorben. Nach Bekanntwerden der Mutation hatte Frankreich vor Weihnachten kurzzeitig seine Grenzen zu Großbritannien geschlossen. Jetzt muss für die Einreise ein negativer Corona-Test vorgelegt werden.

20:47 Uhr | Experte: Pleitewelle folgt erst noch

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle warnt davor, dass mehrere tausend Firmen Insolvenz anmelden könnten, wenn die staatlichen Hilfen für sie ausliefen. Mehr dazu im folgenden Video:

20:00 Uhr | Spanien will Namen von Impfverweigerern erfassen

Spanische Behörden planen ein Register mit den Namen von Menschen, die das Angebot einer Impfung gegen das neuartige Coronavirus abgelehnt haben. Das Register sei nicht öffentlich zugänglich, werde aber an andere europäische Länder weitergegeben, sagte der spanische Gesundheitsminister Salvador Illa am Montag in einem Interview mit dem Fernsehsender "La Sexta". Den Zweck des Registers erklärte Illa nicht näher. Noch vor Tagen hieß es, man wolle mit dem Register, die "möglichen Gründe für eine Ablehnung in den verschiedenen Bevölkerungsgruppen verstehen". Die Behörden würden "mit dem allergrößten Respekt für den Datenschutz" vorgehen, versicherte der Minister. Er betonte erneut, dass keine Impfpflicht in seinem Land eingeführt werde.

19:05 Uhr | Verband: Impfstoff-Entwickler vergeben Lizenzen

Der Verband Forschender Arzneimittelhersteller ist dagegen, den Patentschutz auszusetzen, um Corona-Impfstoffe schneller verfügbar zu machen. Verbandssprecher Rolf Hömke sagte MDR AKTUELL, die Impfstoff-Entwickler hätten schon vor Monaten andere Firmen gesucht, die bei der Produktion helfen könnten. Belegschaften seien geschult und Anlagen umgerüstet worden. Über Lizenzen werde so das Knowhow der Erfinder an die Hersteller weitergegeben. Das sei der einfachste Weg, die Kapazitäten hochzufahren. Das gesamte Interview können Sie hier hören.

18:51 Uhr | Russland korrigiert Zahl der Corona-Toten

Russland hat die Zahl seiner Corona-Toten drastisch nach oben korrigiert und damit nun offiziell die dritthöchste Opferzahl weltweit. Wie aus Zahlen der russischen Statistikbehörde Rosstat vom Montag hervorgeht, wurden seit Jahresbeginn mehr als 186.000 Corona-Tote im Land verzeichnet. An Heiligabend hatten die russischen Behörden die Zahl der Corona-Toten seit Beginn der Pandemie noch mit gut 53.000 angegeben. In die Bilanz flossen nur Fälle ein, bei denen Covid-19 durch eine Autopsie als Todesursache zweifelsfrei bestätigt wurde. Die korrigierte Opferbilanz ist nun also rund dreieinhalb Mal so hoch. Nur die USA und Brasilien haben bislang mehr Corona-Tote gemeldet.

18:09 Uhr | Halle: Krankenhäusern fehlt zunehmend Personal

In der Region Halle verschlechtert sich die Lage in den Kliniken durch die hohe Zahl an Covid-19-Patienten. Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, in vier der sechs Krankenhäuser stehe die Ampel auf Rot, in zwei auf Dunkelgelb. Das bedeute, dass medizinisches Personal fehle, weil immer mehr Patienten dazukämen. Wiegand appellierte an Studierende, Ruheständler und Hilfsorganisationen, die Kliniken zu unterstützen. Dies betreffe alle fünf Krankenhäuser in Halle und ein Krankenhaus in Merseburg. Den Angaben zufolge werden in Halle derzeit 194 Menschen wegen einer Corona-Infektion im Krankenhaus behandelt, 42 Menschen auf einer Intensivstation.

17:13 Uhr | Umfrage: Mittelstand gibt sich optimistisch

Der deutsche Mittelstand geht trotz der anhaltenden Coronakrise zuversichtlich ins neue Jahr. Das zeigen die aktuellen Umfrageergebnisse des Bundesverbands. Demnach ist die große Mehrheit der Befragten optimistisch, was das eigene Unternehmen angeht. Über 70 Prozent schätzten die Geschäftslage als befriedigend oder besser ein. Pessimistisch blickten die Unternehmer dagegen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Über 60 Prozent erwarteten eine Rezession in Deutschland. Viele wollten daher ihre Investitionspläne überdenken.

16:45 Uhr | Schneekanonen in Oberwiesenthal außer Betrieb

Der Bürgermeister von Oberwiesenthal, Mirko Ernst, hat an die Wintersportler appelliert, den Skigebieten fernzubleiben. Ernst sagte MDR AKTUELL, die Schneekanonen und Lifte am Fichtelberg seien außer Betrieb. Die Feiertage hätten gezeigt, dass sich die meisten an die Corona-Schutzauflagen hielten. Man sei ganz andere Gästezahlen gewohnt, als die Besucher, die dennoch auf den Fichtelberg gekommen seien. Die Polizei hatte über die Feiertage rund 100 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt und Anreisende zurückgeschickt.

16:32 Uhr | Unstrut-Hainich-Kreis verschärft noch einmal Corona-Auflagen

Der Unstrut-Hainich-Kreis hat noch einmal seine Ausgangsbeschränkungen verschärft. Wie das Landratsamt am Montag mitteilte, ist jetzt auch tagsüber das Verlassen der Wohnung nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Kauf von Lebensmitteln, der Weg zur Arbeit und Notfälle. Außerdem dürfen sich in der Öffentlichkeit nur noch Menschen des eigenen Haushalts treffen. Schon am 22. Dezember hatte der Kreis Spielplätze geschlossen. Besuche in Krankenhäusern sind nur noch in Ausnahmefällen erlaubt.

Grund für die strengeren Regeln im Unstrut-Hainich-Kreis sind die hohen Corona-Infektionszahlen. Die Inzidenz liegt bei 431 und hat damit den dritthöchsten Wert aller Kreise und kreisfreien Städte im Land. Die neue Verordnung gilt bis einschließlich 10. Januar. In ganz Thüringen gilt eine Ausgangsbeschränkung – allerdings nur nachts.

leere Schaukel auf Spielplatz
Spielplätze wurden im Unstrut-Hainich-Kreis schon vor Weihnachten geschlossen. Bildrechte: imago images/Lichtgut

15:57 Uhr | Leipzig untersagt Feuerwerk nur in drei Zonen

Die Stadt Leipzig plant für Silvester kein generelles Feuerwerksverbot – jedoch soll es in drei Zonen gelten. Das berichtet die "Leipziger Volkszeitung" unter Berufung auf den Sprecher der Stadt. Demnach gilt das Feuerwerksverbot in der Leipziger Innenstadt einschließlich Ring, am Connewitzer Kreuz sowie am Lindenauer Markt. Ein stadtweites Böllerverbot sei nicht kontrollierbar, deshalb sehe man davon ab, hieß es zur Begründung. In den für Leipzig gültigen Verbotszonen würden Polizei und Ordnungsamt die Lage jedoch überwachen, so der Sprecher. Damit geht Leipzig einen anderen Weg als Dresden und Chemnitz. In beiden letztgenannten Städten darf zu Silvester und am Neujahrstag kein Feuerwerk gezündet werden.

Vor Weihnachten hatte das Bundesinnenministerium den Verkauf von Silvesterfeuerwerk bereits deutschlandweit untersagt.

15:34 Uhr | Regierungssprecherin: Impfungen bleiben freiwillig

Seit dem Wochenende wird in Deutschland gegen Covid-19 geimpft. Die Impfungen sind kostenlos und freiwillig. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer versicherte am Montag, dass niemand gezwungen werde, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Es werde hier keine Impfpflicht geben. Auch würden für die geimpften Personen weiterhin die allgemeingültigen Abstandsregeln gelten, sagte Demmer. Bislang ist unklar, ob geimpfte Personen das Coronavirus weitergeben und damit andere Menschen anstecken können.


15:04 Uhr | Ramelow und Braun gehen von längerem Lockdown aus

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow geht davon aus, dass der Corona-Lockdown über den 10. Januar hinaus verlängert wird. Dem Redaktionsnetzwerk Deutschland sagte der Linken-Politiker, wenn die Länderchefs am 5. Januar erneut beraten, werde nichts auf Lockerungen hindeuten. Er selbst richte sich darauf ein, dass die Menschen bis März mit Einschränkungen leben müssten. Auch Kanzleramtschef Helge Braun geht von einer Verlängerung des Lockdowns aus. Braun sagte der Sendergruppe RTL/ntv, man werde am 5. Januar die Entwicklung noch nicht genau beurteilen können, so dass man deswegen den Lockdown noch fortsetzen müsse. Die Kultusminister der Länder wollen noch vor dem Treffen der Länderchefs darüber beraten, wie und wann es mit dem Schulunterricht weitergehen soll. Das sagte die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig am Montag.

15:00 Uhr | Deutscher Skissprung-Betreuer positiv getestet

Im deutschen Skisprung-Team ist ein Mitglied des erweiterten Betreuerkreises positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab der Deutsche Skiverband (DSV) am Montag bekannt. Die zwölf Athleten und das Trainerteam seien aber nicht betroffen. Der infizierte Betreuer ist laut Verbandsangaben bereits wieder aus Oberstdorf abgereist. Wenige Stunden zuvor war das komplette polnische Skisprung-Team nach einem positiven Coronatest des Skispringers Klemens Muranka von der Tournee ausgeschlossen worden.

13:20 Uhr | Sachsen-Anhalt setzt weiter auf Home-Schooling

In Sachsen-Anhalt müssen viele Schülerinnen und Schüler wohl auch im Januar weiter von zu Hause aus lernen. Bildungsminister Marco Tullner sagte MDR SACHSEN-ANHALT, er gehe davon aus, dass der vor den Weihnachtsferien geltende Modus zunächst beibehalten werde. Wegen hoher Infektionszahlen waren die Schulen Mitte Dezember teilweise zum Distanzunterricht zurückgekehrt. Tullner zufolge könnte das bis zu den Winterferien im Februar verlängert werden. Er räumte ein, betreuungsrelevante Jahrgänge müssten anders behandelt werden.

Für Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt ist der erste Schultag am 11. Januar geplant. Am 5. Januar wollen die Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über den bisherigen Stand der Corona-Maßnahmen beraten.

12:45 Uhr | Polen von Vierschanzentournee ausgeschlossen

Nach einem positiven Coronatest des polnischen Skispringers Klemens Muranka ist das komplette Team von der Vierschanzentournee ausgeschlossen worden. Das gaben die Veranstalter am Montag kurz vor der Qualifikation zum Auftaktspringen in Oberstdorf bekannt. Damit sind zwei Mitfavoriten aus dem Rennen: Titelverteidiger Dawid Kubacki und der zweimalige Sieger Kamil Stoch.

11:35 Uhr | Kritik an Impf-Reihenfolge

Der frühere Ethikrats-Vorsitzende Peter Dabrock kritisiert die Reihenfolge bei den Corona-Impfungen in Deutschland. Der Theologe sagte dem SWR, man hätte Berufsgruppen mit vielen Kontakten und damit hohem Infektionsrisiko besser berücksichtigen müssen, etwa Beschäftigte im Supermarkt. Deren Infektionsrisiko sei höher als das allgemeine Risiko von 60- bis 75-Jährigen, die laut Impfplan in der zweiten Runde geimpft werden sollen.

10:48 Uhr | Böllerverbot in Dresden und Chemnitz

In Dresden und Chemnitz darf zu Silvester kein Feuerwerk gezündet werden. Beide Städte erließen dazu Allgemeinverfügungen. Demnach ist das Mitführen und Abbrennen von Pyrotechnik am Donnerstag und Freitag ganztägig untersagt. In Dresden gilt das Verbot auf allen öffentlichen und privaten Flächen für pyrotechnische Gegenstände der Kategorie 2 und höher, also Böller, Raketen und ähnliches Feuerwerk. In Chemnitz bezieht es sich auf alle öffentlichen Flächen sowie auf private, die für jedermann zugänglich sind, wie Parkplätze von Supermärkten.

Beide Städte begründeten das Feuerwerksverbot damit, dass beim Böllern Kontaktbeschränkungen schnell vergessen würden und eine erhöhte Verletzungsgefahr bestehe. Man müsse verhindern, dass Notfälle durch Pyrotechnik die durch die Pandemie angespannte Lage in den Kliniken verschärfe. Mehr im Regional-Ticker Sachsen.

10:12 Uhr | Biontech prüft Wirksamkeit gegen Mutation

In ein bis zwei Wochen sollen verlässliche Daten vorliegen, ob der derzeit in Deutschland verteilte Corona-Impfstoff auch gegen die in Großbritannien aufgetauchte Mutation wirkt. Der Chef der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, zeigte sich zuversichtlich. Nach den bisher vorliegenden Informationen scheine das Vakzin von Biontech-Pfizer auch gegen die Sars-CoV-2-Mutation zu helfen. Man müsse dazu aber noch abschließende Untersuchungen unter anderem vom Impfstoff-Entwickler Biontech selbst abwarten.

09:25 Uhr | Spahn - Wollen Impfstoffproduktion schnell steigern

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist zuversichtlich, dass die Impfstoffproduktion in Deutschland schon bald deutlich steigt. Er sagte im ZDF, die Bundesregierung tue zusammen mit den Herstellern Biontech und Pfizer alles, um zusätzliche Produktionsstätten zu schaffen. So solle etwa im hessischen Marburg ab Februar/März Impfstoff hergestellt werden. Biontech hat in Marburg ein Werk vom Schweizer Pharmariesen Novartis übernommen und rüstet es derzeit für die Produktion seines Impfstoffs um. Spahn wies Kritik zurück, das dauere in Deutschland alles zu lange. Er betonte, die Herstellung von Impfstoffen sei hochkomplex und könne nicht beliebig in drei vier Wochen hochgefahren werden. Für das Vertrauen sei es wichtig, alle Qualitätsanforderungen einzuhalten.

08:10 Uhr | Schärferer Lockdown im Eichsfeld

Im Thüringer Landkreis Eichsfeld gilt wegen hoher Corona-Infektionszahlen ab heute ein verschärfter Lockdown. Damit darf nun auch tagsüber das Haus nur aus triftigem Grund verlassen werden, etwa für den Arbeitsweg oder zum Einkaufen. Bislang galt die Ausgangsbeschränkung nur in der Nacht. Die Inzidenz liegt aktuell bei etwa 370 Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

07:22 Uhr | Vierschanzentournee: Coronafall stoppt polnisches Team

Bei der Vierschanzentournee der Skispringer gibt es den ersten Corona-Fall: Der Pole Klemens Muranka wurde vor dem Auftakt in Oberstdorf positiv auf das Virus getestet. Im Skisprung-Weltcup hatte es zuvor schon einige Infektionen gegeben. Neben dem deutschen Flug-Weltmeister Karl Geiger waren unter anderem auch die Österreicher Stefan Kraft und Michael Hayböck positiv getestet worden.

07:05 Uhr | Debatte um indirekte Impfpflicht

Der Humangenetiker Wolfram Henn vom Deutschen Ethik-Rat warnt vor Versuchen von Privatunternehmen, eine indirekte Corona-Impfpflicht für ihre Kunden einzuführen. Henn sagte MDR AKTUELL, man dürfe es nicht übertreiben. Zwar sei es in jeder Hinsicht unvernünftig und unsozial, sich nicht impfen zu lassen. Es dürfe aber nicht dazu kommen, dass Ungeimpfte zum Beispiel nicht mehr mit der Bahn fahren oder Fliegen dürften. Ausnahmen kann sich Henn jedoch für Klinikpersonal in ganz besonderen Risikolagen vorstellen. Da sei denkbar, dass der Arbeitgeber eine Impfung verlange. Das würde dann aber auf der arbeitsrechtlichen Ebene laufen und nicht auf der staatsrechtlichen.

06:50 Uhr | Mehr als 30.000 Corona-Tote in Deutschland

Seit Pandemiebeginn sind in Deutschland mehr als 30.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Nach Daten des Robert Koch-Instituts erhöhte sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle binnen 24 Stunden um mehr als 300 auf 30.126. Das aktuellere Risklayer-Projekt geht sogar von bundesweit mehr als 30.600 Corona-Toten aus. Hinzu kommen weitere Fälle, die durch Verzögerungen über die Feiertage und am Wochenende noch nicht in die Statistik einflossen.

Als Corona-Todesfälle werden jene gezählt, bei denen Covid-19 ursächlich für den Tod war oder durch Vorerkrankungen wahrscheinlich ist, dass der Tod im direkten Zusammenhang steht.

06:35 Uhr | Virus-Mutation in Südkorea – Einreisestopp in Japan

In Südkorea ist nun auch die neue Variante von Sars-CoV-2 nachgewiesen worden. Bei den Infizierten handelt es sich laut Seuchenschutzbehörde um drei koreanische Staatsbürger. Sie waren vergangene Woche aus Großbritannien zurück nach Südkorea geflogen. Die neue Virus-Variante ist offenbar deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Japan reagierte nach ersten Fällen der neuen Virusvariante mit einem Einreiseverbot für Ausländer bis Ende Januar.

06:10 Uhr | Trump unterschreibt Konjunkturpaket

US-Präsident Donald Trump hat das Corona-Konjunkturpaket für die USA in Kraft gesetzt. Wie ein Sprecher  mitteilte, unterzeichnete der Präsident das Gesetzespaket im Umfang von rund 900 Milliarden US-Dollar. Trump hatte mehrfach mit seinem Veto gedroht. Er kritisierte Teile des Entwurfs als verschwenderisch und forderte zugleich höhere Hilfen für Arbeitslose. Das Paket hatten Demokraten und Republikaner im US-Kongress nach monatelangem Streit ausgehandelt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 28. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 28. Dezember 2020 | 21:00 Uhr

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