Coronavirus-Pandemie Ticker: Schulen und Kitas im Kreis Hildburghausen schließen

Der Landkreis Hildburghausen in Thüringen ist aktuell der bundesweite Corona-Hotspot. Ab Mittwoch sollen dort Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Im sächsischen Mügeln gibt es mehr als 60 Coronafälle an einer Grundschule. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet noch im Dezember mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 23. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:14 Uhr | Ärzte weiter für Einsatz von Remdesivir

Trotz einer kritischen WHO-Studie wollen Mediziner in Deutschland das Medikament Remdesivir zunächst weiter zur Behandlung bestimmter Corona-Patienten einsetzen. Das geht aus neuen Leitlinien zur stationären Behandlungen von Covid-19-Patienten hervor. Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, sagte, bei hospitalisierten, nicht beatmeten Patienten mit Covid-19-Pneumonie und Sauerstoffbedarf, könne eine Therapie mit Remdesivir erfolgen. Die WHO war zuletzt zu dem Urteil gekommen, dass Remdesivir keine Wirkung zeige und hatte sich gegen einen Einsatz bei einer Behandlung im Krankenhaus ausgesprochen.

21:31 Uhr | Neuinfektionen in Frankreich sinken

Erstmals seit Wochen haben die Gesundheitsbehörden Frankreichs weniger als 5.000 Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Die Behörden teilten mit, es seien rund 4.450 Neuinfektionen registriert worden. Das sei der niedrigste Wert seit Ende September. Gleichzeitig wurden 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in den Krankenhäusern gemeldet. Die Behörden gehen aber davon aus, dass der Höhepunkt der zweiten Welle überschritten ist. Zeitweise wurden im Herbst um die 60.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet.

18:13 Uhr | Dosierungsfehler erhöht im Test Wirksamkeit

Ein Dosierungsfehler bei der Entwicklung des Corona-Impfstoffs hat in den Versuchsreihen des Herstellers AstraZeneca zu einer besseren Wirksamkeit geführt.

Eine Ärztin gibt einer Frau eine Spritze als Grippeschutzimpfung.
Imfpstoffforschung mit überraschendem Ergebnis Bildrechte: imago images / Kirchner-Media

Mene Pangalos von AstraZeneca teilte bei der Vorstellung der ersten Zwischenergebnisse mit, die Wissenschaftler hätten den britischen Studienteilnehmern eine nur halb so hohe Dosis des Impfstoffkandidaten wie geplant verabreicht. Allerdings habe sich gerade diese niedrigere Dosierung bei der ersten von zwei Impfungen als besonders wirksam im Schutz gegen Covid-19 herausgestellt.

Der Impfstoff wurde Tausenden Probanden nach einer Erstimpfung vier Wochen später ein zweites Mal gespritzt. Dabei zeigte die Versuchsanordung mit der Kombination halbe Dosis/volle Dosis eine Wirksamkeit von 90 Prozent. Die Anordnung volle Dosis/volle Dosis erreichte dagegen nur eine Wirksamkeit von 62 Prozent.

18:51 Uhr | WHO fordert mehr Geld für Impfkampagne

Die Weltgesundheitsorganisation WHO benötigt weitere 4,3 Milliarden Dollar für ihre weltweite Impfkampagne. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus sagte, es bestehe das Risiko, dass die Armen und besonders Gefährdeten im weltweiten Rennen um einen Corona-Impfstoff unter die Räder kämen. Über die Initiative Covax werden Impfstoffdosen für Länder bereitgestellt, die sich die Medikamente auf anderem Weg nicht beschaffen können. Bislang haben die Geberländer fünf Milliarden Dollar zugesagt.

16:26 Uhr | Schulen und Kitas im Kreis Hildburghausen schließen

Aufgrund steigender Corona-Infektionszahlen werden im Landkreis Hildburghausen ab Mittwoch alle Schulen und Kitas auf unbestimmte Zeit geschlossen. Nach Informationen von MDR THÜRINGEN ist das das Ergebnis eines Krisenstreffens von Landrat Thomas Müller und Gesundheitsministerin Heike Werner.

Der Landkreis Hildburghausen weist laut Robert-Koch-Institut aktuell den bundesweit höchsten Inzidenzwert auf. Innerhalb einer Woche wurden 396 neue Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner registriert. Bis zum Ende der Woche wird mit einem weiter steigenden Inzidenzwert gerechnet, weil dem Gesundheitsamt zufolge viele Corona-Tests noch nicht analysiert werden konnten. Müller sagte MDR AKTUELL, die Daten aus den Laboren ließen darauf schließen, dass der Inzidenzwert bereits morgen an die 500 reichen könne. Inzwischen gebe es im Landkreis flächendeckend Infektionsfälle. Müller betonte, nur strengere Beschränkungen könnten helfen.

16:05 Uhr | Luxemburg geht in Teil-Lockdown

Luxemburg verschärft die Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Die Regierung brachte ein Gesetz auf den Weg, dass die Schließung von Gastronomie sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen bis zum 15. Dezember vorsieht. Das Parlament soll am Mittwoch darüber abstimmen, sodass die neuen Regeln in der Nacht zum Donnerstag in Kraft treten könnten. Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel sagte, man ziehe die Notbremse. Die sozialen Kontakte müssten für drei Wochen auf ein Minimum reduziert werden.

Laut Gesetz müssen Kinos, Theater und Fitnessstudios schließen, Museen und Bibliotheken bleiben offen. Luxemburg mit seinen rund 600.000 Einwohnern kämpft seit Wochen gegen hohe Corona-Infektionszahlen. Bettel zufolge haben die bisherigen Maßnahmen nicht gereicht, um einen Trend nach unten zu bekommen.

15:40 Uhr | Studenten fordern Änderungen bei Überbrückungshilfe

Studentenvertretungen aus Sachsen und vier weiteren Bundesländern fordern Nachbesserungen bei der Corona-Nothilfe. Sie begrüßten zwar, dass der Bund das Hilfsprogramm bis zum Ende des Wintersemesters verlängert hat. Der maximale Betrag von 500 Euro im Monat sei aber zu gering und realitätsfern. Die durchschnittlichen Ausgaben lägen monatlich bei 819 Euro. Studierende können bis Ende März ein zinsloses Darlehen beantragen, wenn sie zum Beispiel durch einen wegbrechenden Nebenjob in eine finanzielle Notlage geraten sind.

15:21 Uhr | Weitere Tests in Mügeln nach Ausbruch an Grundschule

In Mügeln im Landkreis Nordsachsen werden die Coronatests nach einer Massen-Infektion an einer Grundschule ausgeweitet. In der Grundschule waren vergangene Woche drei Lehrer und drei Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Testung aller anderen Lehrer und Schüler ergab, dass 57 weitere Kinder und Erwachsene infiziert sind. Damit gibt es an der Grundschule insgesamt 63 Fälle, bei etwa 130 Schülern und Lehrern.

Die Grundschule in Mügeln ist bis zum 30. November geschlossen. Auch die Oberschule im Ort ist zu und zwar bis Mittwoch. Nun sollen Eltern und Geschwister der positiv getesteten Schüler ebenfalls getestet werden.

14:35 Uhr | Gastgewerbe fordert weitere Finanzhilfen

Das Gastgewerbe fordert mehr finanzielle Unterstützung des Bundes im Falle einer Verlängerung des Corona-Lockdowns. "Wenn die Politik am Mittwoch eine weitere Schließung von Hotels und Restaurants beschließt, muss es zeitgleich auch eine Zusage zur Fortführung dieser Hilfen geben. Aus der Novemberhilfe muss eine Winterhilfe werden", sagte die Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga, Ingrid Hartges, der "Rheinischen Post". Bereits von März bis Ende November habe der Umsatzverlust für die Branche 32 Milliarden Euro betragen. Bei einer weiteren Schließung im Dezember drohten neue hohe Verluste, da für die meisten Betriebe das Weihnachtsgeschäft eine "hohe Relevanz" habe. Ohne Hilfen sei der Verlust von Hunderttausenden Arbeitsplätzen zu befürchten.

14:14 Uhr | Unionsgeführte Länder gegen generelles Feuerwerksverbot

Zwischen den Bundesländern gibt es Streit um ein mögliches Feuerwerksverbot zu Silvester. In der Beschlussvorlage des Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller, heißt es, der Verkauf von Feuerwerk solle wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr untersagt werden. Ziel sei es, größere Gruppenbildungen zu vermeiden und die Krankenhäuser nicht zusätzlich zu belasten. Die sieben unionsgeführten Bundesländer wollen hingegen lediglich ein Feuerwerksverbot auf belebten Plätze aussprechen. Auch die Gewerkschaft der Polizei sieht ein generelles Verbot skeptisch. Der Berliner GDP-Chef Norbert Cioma sagte, damit sei es nicht getan. Die Polizei müsse auch in der Lage sein, Verstöße zu ahnden.

14:07 Uhr | Mediziner fordern Strategiewechsel in Corona-Politik

Mehrere Mediziner fordern einen Strategiewechsel bin der Corona-Politik. In einem entsprechenden Thesenpapier kritisieren sie, dass die aktuellen Kontaktbeschränkungen wenig wirkten.

Einer der Autoren ist der emerierte Professor für Innere Medizin, Matthias Schrappe, der auch früher im Sachverständigenrat zur Begutachtung im Gesundheitswesen saß.

Schrappe sagte MDR AKTUELL, eine Epidemie, die größtenteils von nicht-symptomischen Personen übertragen werde, könne man nicht allein durch Kontaktbeschränkungen bekämpfen. Man brauche immer auch ein Schutzprogramm für besonders Betroffene. Schrappe schlug vor, mehr Corona-Schnelltests zu machen, etwa wenn Enkel ihre Großeltern besuchen wollten. So etwas wäre umsetzbar, müsste aber von der Regierung gefördert werden.

14:00 Uhr | Kretschmer wirbt für feste Corona-Regeln bis März 2021

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hat für feste Corona-Regeln bis ins Frühjahr hinein 2021 geworben. Der CDU-Politiker sagte dem "Handelsblatt", man wolle nicht nur die nächsten 14 Tage in den Blick nehmen, sondern bis zum März denken und sagen, "wie kommen wir über die Zeit, wie müssen die Hilfen aussehen für die Unternehmen für die Gastronomen für die Hotellerie, und unter welchen Umständen können wir dann auch wieder von Lockerungen reden".

Beim Thema Schulen hatte Kretschmer nach Angaben seines Regierungssprechers Ralph Schreiber bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass er daran nicht rütteln möchte. Dem Ministerpräsidenten sei es wichtig, dass die Schulen geöffnet blieben.

11:05 Uhr | Dessauer Firma rechnet mit Impfstoff-Zulassung 2021

Das Dessauer Pharma-Unternehmen IDT Biologika peilt die Zulassung des von ihm entwickelten Corona-Impfstoffes für Ende 2021 an. Damit kommt ein weiteres Pharma-Unternehmen aus Deutschland einem Impfstoff gegen das Coronavirus näher. Firmenchef Jürgen Betzing sagte, 2021 solle ein beschleunigtes Zulassungsverfahren beantragt werden. Eine zweite Phase der klinischen Prüfung sei bereits für Ende dieses Jahres, eine dritte Phase für Mitte 2021 vorgesehen. Wenn diese Tests erfolgreich verliefen, könne es den Zulassungsantrag Ende kommenden Jahres geben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte IDT Biologika zu, fünf Millionen Dosen seines Corona-Impfstoffs abzunehmen. Der Bund zahle aus dem Kaufpreis vorab 30 Millionen Euro, erklärte der CDU-Politiker bei einem Besuch in Dessau. Mit dem Geld soll der Aufbau von Produktionskapazitäten unterstützt werden.

10:48 Uhr | Ost-Ministerpräsidenten gehen von Corona-Verschärfungen aus

Ministerpräsidenten der ostdeutschen Bundesländer gehen von einer Verlängerung des Teil-Lockdowns bzw. einer Verschärfung der Corona-Einschränkungen und -Verbote aus.

Nach Angaben von Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff sind sich die deutschen Bundesländer weitgehend einig, dass es zu weiteren Corona-Verschärfungen kommen muss. Der CDU-Politiker sagte, auch die unionsgeführten Länder hätten sich - wie die SPD-geführten Bundesländer - am Sonntag über das weitere Vorgehen verständigt. Die Differenzen seien sehr gering. Man sehe die "grundsätzliche Notwendigkeit", die Einschränkungen etwa um drei Wochen zu verlängern.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow sagte dem Bayerischen Rundfunk (BR), er gehe davon aus, dass der Teil-Lockdown in Deutschland verlängert wird. Der Linke-Politiker zeigte sich alarmiert, dass sein Bundesland mit dem Landkreis Hildburghausen der neue Corona-Hotspot in Deutschland sei. Er appellierte an die Bürger, vorsichtig zu sein.

10:11 Uhr | FDP-Chef Lindner erwartet Scheitern der Lockdown-Strategie

Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner erwartet ein Scheitern der Lockdown-Strategie von Bund und Ländern. Der Liberalen-Chef sagte der "Bild"-Sendung "Die richtigen Fragen" zu der sich abzeichnenden Verlängerung und Verschärfung des sogenannten Teil-Lockdowns: "Ich glaube, dass diese Strategie nicht funktioniert."

Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP begründet warum er einen Untersuchungsausschuß in der "BAMF-Affaire" für nötig hält
Lindner: "Ich glaube, dass diese Strategie nicht funktioniert." Bildrechte: Imago-Stock

Lindner betonte, solange es keinen Impfstoff und damit in der Bevölkerung keine große Resistenz gegen das Coronavirus gebe, drohe "die nächste, die dritte Welle" und damit eine "Stop-and-go-Politik". Der FDP-Chef forderte, es müsse in einer "nationalen Kraftanstrengung" darum gehen, die wirklichen Risikogruppen zu schützen, in denen Hospitalisierungsquote und Sterblichkeit besonders hoch seien. Benötigt werde zudem eine Öffnungsperspektive mit einem klaren Regelwerk, welche Hygienestandards Gaststätten und andere erfüllen müssten.

09:32 Uhr | Länder planen Lockdown-Verlängerung bis 20. Dezember

Bund und Länder werden am Mittwoch mit großer Sicherheit weiterreichende Corona-Maßnahmen beschließen. In einem Beschluss-Entwurf des Vorsitzenden der Ministerpräsidenten-Konferenz, Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller (SPD), ist von einer weiteren Schließung von Gastronomie und Freizeiteinrichtungen bis zum 20. Dezember die Rede. Wenn in einem Bundesland die sogenannte Sieben-Tages-Inzidenz jedoch unter 35 fällt, sollen dort Restaurants auch vorher wieder öffnen dürfen. Die wichtigsten Details der Vorlage im Überblick:

08:34 Uhr | Astrazeneca-Impfstoff zu 70 Prozent wirksam gegen Covid-19

Mit dem britisch-schwedischen Pharmakonzern Astrazeneca hat ein weiteres Unternehmen positive Daten zu einem für Europa relevanten Corona-Impfstoff vorgelegt. Das Vakzin vermeide mit rund 70-prozentiger Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 zu erkranken, teilte das Unternehmen mit. Damit liegt die Wirksamkeit des mit der Universität Oxford entwickelten Vakzins hinter der der Präparate von Pfizer/Biontech und Moderna.

08:06 Uhr | Landkreis Hildburghausen bundesweiter Spitzenreiter bei Inzidenzwert

Der Landkreis Hildburghausen ist bundesweiter Spitzenreiter beim Inzidenzwert der Corona-Neuinfektionen. Am Montagmorgen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz auf 396 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. Nach Daten des Robert-Koch-Instituts ist das der bundesweit höchste Wert. Bis zum Abend lagen die Südthüringer auf Platz zwei hinter dem Kreis Sächsische-Schweiz-Osterzgebirge. Dort ist der Inzidenzwert über Nacht auf 387 gesunken.

07:08 Uhr | Spahn erwartet erste Impfungen noch in diesem Jahr

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rechnet noch im Dezember mit ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Der CDU-Politiker sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, es gebe Anlass zum Optimismus, dass es noch in diesem Jahr eine Zulassung für einen Impfstoff in Europa geben werde. Dann könne man sofort loslegen. Er habe die Länder gebeten, dass die Impfzentren Mitte Dezember einsatzbereit seien. Auch Finanzminister Olaf Scholz machte in der "Bild"-Zeitung Hoffnungen auf Impfungen noch in diesem Jahr. Man habe die Vorbereitungen dafür getroffen, sagte der SPD-Poiltiker.

06:45 Uhr | Ethikratsvize Nida-Rümelin fordert nachhaltige Strategie

Der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Ethikrats, Julian Nida-Rümelin, fordert eine nachhaltige Strategie in der Corona-Pandemie. Er sagte MDR AKTUELL, man könne nicht nur auf die Neuinfektionen schauen. Stattdessen müsse man auf die achten, die am meisten gefährdet seien. Menschen über 75 Jahren hätten ein 2.000 mal höheres Risiko an Covid-19 zu sterben als Menschen unter 35 Jahren. Er sei zudem fest davon überzeugt, dass man eine Tracking-App brauche. Nida-Rümelin kritisierte, Deutschland habe sich auf eine zweite Welle nicht vorbereitet. Jetzt stecke man in einer Sackgasse.

06:30 Uhr | Patientenschützer verlangen Prüfung von Schnelltests

Patientenschützer verlangen staatlich geprüfte Corona-Schnelltests. Der Vorstand der Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sagte, bisher verlasse man sich allein auf die Angaben der Hersteller. Es müsse aber unbedingt verhindert werden, dass mindere Qualität zum Einsatz komme. Schließlich könne schon ein einziges falsches Ergebnis mehrere Todesfälle zur Folge haben.

Die neue Nationale Teststrategie sieht vor, etwa in Pflegeeinrichtungen verstärkt Schnelltests einzusetzen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte listet derzeit mehr als 200 Produkte auf, die laut Herstellerangaben die Mindestkriterien erfüllen.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 23. November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt unterhalb.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 23. November 2020 | 06:00 Uhr

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