Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Erster Corona-Impfstoff für Kinder in der EU zugelassen

Kinder ab zwölf Jahren können in der EU jetzt nach Empfehlung der EMA mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Nach Berichten über Betrug in Testzentren sollen schärfere Vorgaben gemacht werden. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet, dass bis Mitte Juli "an die 90 Prozent" der impfwilligen Erwachsenen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Mehr zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Ein Mädchen bekommt eine Corona-Impfung
EMA empfiehlt Biontech/Pfizer auch für Kinder ab zwölf Jahren Bildrechte: imago images/Sven Simon

Unser Ticker am Montag, 31. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:13 Uhr | Virus-Varianten werden umgetauft

Indische Virus-Mutation B.1.617
Die indische Virus-Mutation B.1.617 Bildrechte: imago images/Christian Ohde

Die Varianten des Coronavirus bekommen neue Namen. Wie die Weltgesundheitsorganisation WHO bekanntgab, sollen die Mutationen künftig nach griechischen Buchstaben benannt werden - und zwar in der Reihenfolge ihrer Entdeckung: So wird aus der britischen Variante "Alpha", aus der südafrikanischen "Beta", aus der brasilianischen "Gamma" und aus der indischen "Delta". "Kein Land soll für die Entdeckung und die Meldung von Varianten stigmatisiert werden", betonte die WHO-Epidemiologin Maria Van Kerkhove.

19:49 Uhr | 40 Prozent der Sachsen-Anhalter geimpft

Trotz Lieferengpässen bei den Corona-Impfstoffen ist die Quote der Erstimpfungen in Sachsen-Anhalt über die Marke von 40 Prozent gestiegen. Über 888.000 Menschen sind damit einmal gegen das Coronavirus geimpft. Mehr als 370.000 Sachsen-Anhalter haben bereits ihre zweite Impfung bekommen.

19:20 Uhr | EU-Kommission für Reisefreiheit von Geimpften

Lufthansa-Flugzeug 2019 in der Luft
EU-Kommission für weitgehende Reisefreiheit Bildrechte: IMAGO / Hartenfelser

Die EU-Kommission hat sich für eine weitgehende Reisefreiheit für vollständig Geimpfte in Europa ausgesprochen. Sie sollten nicht mehr in Quarantäne und auch keine Tests mehr vorweisen müssen, so die Kommission. Für Genesene solle dies ein halbes Jahr lang gelten.

Brüssel schlägt weiter vor, dass Kinder unter sechs Jahren in Begleitung ihrer geimpften oder genesenen Eltern nicht in Quarantäne müssen. Von älteren könne aber ein Test verlangt werden. Für Reisende aus Ländern mit einer Inzidenz unter 25 soll es keinerlei Beschränkungen mehr geben. Mit den vorgeschlagenen Regeln will die EU die zahlreichen Einzelregelungen der Länder aufheben.

18:33 Uhr | Ende der nächtlichen Ausgangssperren auf Mallorca

Lokal in Palma mit leere Tischen und Stühlen.
Lokal in Palma de Mallorca Bildrechte: IMAGO / Eibner

Auf der Ferieninsel Mallorca gehen die nächtliche Ausgangssperren zu Ende. Die Regierung der Balearen teilte mit, angesichts fallender Corona-Zahlen gelte die Vorschrift nur noch bis Sonntag. Bisher mussten Touristen und Einheimische zwischen Mitternacht und 6 Uhr im Hotel oder Zuhause sein.

Erleichterungen gibt es auch bei privaten Treffen. So dürfen nun im Freien Gruppen von bis zu 15 Personen zusammenkommen, in Innenbereichen sind maximal zehn Leute erlaubt. Die Maskenpflicht im Freien bleibt allerdings bestehen.

17:27 Uhr | Biontech/Pfizer für Kinder zugelassen

Auch Kinder ab zwölf Jahren können in der Europäischen Union nun mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer geimpft werden. Nach einer Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA erteilte die EU-Kommission nach eigenen Angaben heute offiziell die Zulassung. In Deutschland hat allerdings die Ständige Impfkommission (Stiko) noch keine Empfehlung ausgesprochen.

17:03 Uhr | Olympia-Teilnehmer sollen Covid-Passus unterschreiben

Das Maskottchen der Olympischen Spiele 2020 in Tokio, Miraitowa
Das Maskottchen der Olympischen Spiele in Tokio, Miraitowa Bildrechte: IMAGO / ZUMA Wire

Die Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Tokio sollen per Unterschrift auf sämtliche Schadenersatzforderungen im Fall einer Corona-Infektion verzichten. Das Papier dazu postete der ARD-Dopingexperte Hajo Seppelt auf Twitter. Das Internationale Olympische Komitee habe in seine Teilnahmebedingungen einen neuen Passus aufgenommen. Darin erklären Sportler und Offizielle, auf eigenes Risiko an den Spielen teilzunehmen, einschließlich schwerer körperlicher Verletzungen oder sogar des Todes, unter anderem durch eine Corona-Erkrankung.

16:17 Uhr | Bund will Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen fördern

Luftreinigungsfilter in einem leeren Klassenzimmer
Luftreinigungsfilter in einem Klassenzimmer Bildrechte: imago images/Bernd Friedel

Der Bund wird nach Angaben von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek den Einbau von Luftfiltern in Klassenräumen jüngerer Schüler fördern. Die CDU-Politikerin bezog sich dabei auf festinstallierte Filter in Räumen, in denen unter 12-Jährige unterrichtet werden, die noch nicht geimpft werden können. Karliczek sagte, man unterstütze jetzt nochmal die Länder oder Kommunen, damit über den Sommer feste Installationen eingebracht werden könnten.

Einen konkreten Betrag nannte Karliczek nicht. Bisher wird bereits der Einbau von Luftfiltern in öffentlichen Gebäuden, Theatern, Museen und auch Schulaulen unterstützt.

14:57 Uhr | Bundes-Notbremse könnte Ende Juni beendet werden

Angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen stellt die Bundesregierung ein baldiges Ende der bundesweiten Notbremse in Aussicht. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, aus heutiger Sicht könne sie Ende Juni auslaufen. Voraussetzung sei, dass die sehr erfreuliche Entwicklung der letzten Wochen anhalte.

Die Notbremse wurde im April mit dem Ziel verabschiedet, in Gebieten mit hoher Corona-Inzidenz bundesweit einheitliche Vorgaben durchzusetzen. Dazu zählen Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen. Die derzeit gültige Regelung ist bis zum 30. Juni befristet. Sie müsste vom Parlament verlängert werden, wenn sie weiter gelten soll.

13:51 Uhr | Israel meldet nur vier Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist in Israel auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gesunken. Wie das Gesundheitsministerium am Montag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden lediglich vier neue Fälle verzeichnet. In dem Zeitraum wurden 22.360 Tests vorgenommen. Weniger Neuinfektionen waren zuletzt Anfang März 2020 registriert worden, also zu Beginn der weltweiten Pandemie. Das Neun-Millionen-Einwohner-Land setzt seit dem 19. Dezember erfolgreich eine Impfkampagne um. Neuinfektionen und schwere Erkrankungen sind stark zurückgegangen.

13:39 Uhr | Wartburg öffnet wieder Innenhöfe

Ein Sprecher der Wartburg-Stiftung sagte, die Höfe und Außenanlagen könnten ab sofort wieder täglich besucht werden. Die Innenräume blieben noch geschlossen. Auf den Außenanlagen ist ein Teil der Sonderausstellung "Luther im Exil. Wartburgalltag 1521" zu sehen. Grund für die Öffnung seien die gesunkenen Corona-Zahlen. In Eisenach liegt die Inzidenz nach Angaben des Datenprojekts Risklayer bei 37,9

13:17 Uhr | Vietnam setzt internationalen Flugverkehr aus

Vietnam will von morgen an eine Woche lang keine internationalen Flüge in der Hauptstadt Hanoi landen lassen. Wie die Regierung mitteilte, unterliegen Starts vom Noi Bai International Airport der Regelung aber nicht. Zu Inlandsflügen wurden keine Angaben gemacht. Die Maßnahme soll dabei helfen, die Coronavirus-Pandemie im Zaum zu halten. Auch ankommende Flüge am Tan Son Nhat Airport von Ho-Chi-Minh-Stadt sind nach Regierungsangaben ausgesetzt – und zwar bereits seit Donnerstag.

Vietnam war es bis Ende April gelungen, die Pandemie weitgehend unter Kontrolle zu halten. Doch seitdem sind die Fallzahlen angestiegen. Mehr als die Hälfte aller bislang 7.236 bestätigten Infektionen wurden in diesem Zeitraum registriert. Erst vor wenigen Tagen gab die Regierung die Entdeckung einer neuen, leicht über die Luft übertragbaren Variante des Coronavirus bekannt. Es soll sich dabei um eine Kombination aus der indischen und der britischen Variante handeln.

Update 13:02 Uhr | Betrug mit Corona-Tests: Bund und Länder wollen schärfere Regeln

Wegen der Betrugsvorwürfe bei Corona-Tests hat die Bundesregierung beschlossen, die maßgebliche Verordnung zu reformieren. Das teilte das Gesundheitsministerium nach den Beratungen von Minister Spahn mit seinen Länderkollegen mit. Ein Sprecher sagte: "Man hat sich darauf geeinigt, dass man sehr kurzfristig jetzt die Testverordnung anpassen will." Es gebe sehr viele seriöse Anbieter bei den Tests. Kriminelle Machenschaften seien aber nicht hinnehmbar, deshalb würden die Kontrollen verschärft. Zudem würden die Preise für die Test-Kits deutlich sinken.

Erwogen wird dem Sprecher zufolge, den Kassenärztlichen Vereinigungen bei der Abrechnung von Schnelltests die Möglichkeit zu geben, geltend gemachte Sachkosten mit der Zahl der abgerechneten Tests zu vergleichen. Dabei würde dann beispielsweise auffallen, wenn nur 200 Testkits abgerechnet wurden – dann aber angeblich 400 Tests vorgenommen worden seien. Auch eine Weitergabe von Steuer-Daten durch die Finanzämter sei im Gespräch. Weitere Details sollen folgen.

12:24 Uhr | Fast 50 Millionen Impfdosen verimpft

Die Zahl der verabreichten Corona-Impfungen nähert sich der Marke von 50 Millionen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Montag sind bis Sonntagabend seit Beginn der Impfkampagne 49,9 Millionen Impfungen verabreicht worden. 14,6 Millionen Menschen in Deutschland sind demnach inzwischen vollständig geimpft.

Insgesamt haben den Angaben zufolge 35.755.407 Menschen (43 Prozent der Bevölkerung) mindestens eine Impfdosis erhalten. "Es geht voran: Ab der nächsten Woche impfen dann erstmalig auch flächendeckend die Betriebsärzte mit", teilte Gesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchste Quote an mindestens Erstgeimpften verzeichnet das Saarland mit 46,2 Prozent. Sachsen liegt mit 37,9 Prozent etwas hinter den anderen Bundesländern zurück.

11:27 Uhr | Frankreich öffnet Corona-Impfung für alle Erwachsenen

Seit heute können sich in Frankreich alle Menschen über 18 Jahren gegen das Coronavirus impfen lassen. Der nationale Impfbeauftragte Alain Fischer sagte dem Fernsehsender LCI, er rechne mit einem großen Andrang. In Frankreich haben bisher 25,4 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten, das entspricht gut 48 Prozent der Erwachsenen. Fast elf Millionen Menschen sind vollständig geimpft. "Ich bin überzeugt, dass viele weitere Menschen sich impfen lassen werden", betonte Fischer.

Deutschland stuft Frankreich derzeit als Risikogebiet ein. Für Urlauber aus der EU sind ein negativer PCR-Test und eine Erklärung zur Symptomfreiheit Pflicht zur Einreise in Frankreich. In Deutschland soll die Impfpriorisierung am Montag in einer Woche fallen, dann sollen sich zudem erstmals auch Kinder ab zwölf Jahren impfen lassen können.

11:07 Uhr | Bund fördert Forschung zu Corona-Langzeitfolgen mit fünf Millionen Euro

Um die Erforschung von Langzeitfolgen einer Corona-Infektion zu fördern, will das Bundesforschungsministerium fünf Millionen Euro bereitstellen. Ressortchefin Anja Karliczek (CDU) wies in Berlin darauf hin, dass etwa zehn Prozent der Infizierten auch Wochen und Monate nach der überstandenen Akut-Infektion an zum Teil schweren Symptomen litten. Dazu fehlten aber immer noch fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse zu den Spätfolgen, um die Betroffenen bestmöglich behandeln zu können. "Wir kennen das Sars-CoV-2-Virus erst seit gut einem Jahr", unterstrich Karliczek.

Zum heutigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wer nach einer Ansteckung Langzeitfolgen entwickeln wird und warum.

Anja Karliczek

In Deutschland haben inzwischen etwa 3,5 Millionen Menschen eine Covid-19-Infektion überstanden. Da bei rund zehn Prozent der Infizierten Langzeitfolgen auftreten, wären rund 350.000 Menschen von den so genannten Long-Covid-Symptomen betroffen. Als häufigste Spätsysmptome nennt das Forschungsministerium extreme Erschöpfung, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Atemnot sowie den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns.

10:25 Uhr | Betrug mit Corona-Tests: Bund und Länder wollen schärfere Regeln

Nach Berichten über Abrechnungsbetrug in privaten Corona-Testzentren planen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern schärfere Vorgaben. Dafür werden kurzfristig Neuregelungen in der Testverordnung angestrebt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur nach Beratungen der Ressortchefs mit Hinweis auf Teilnehmerkreise. Es solle nun mit kommunalen Spitzenverbänden beraten werden, wie Betrug weiter erschwert werden könne – verschiedene konkrete Maßnahmen seien in der Diskussion.

Wie es aus den Teilnehmerkreisen weiter hieß, wurde zugleich betont, dass es gelungen sei, schnell eine funktionierende Testinfrastruktur mit vielen seriösen Anbietern aufzubauen. Testzentren würden auch schon kontrolliert und seien teils geschlossen worden. Ein Missbrauch des Testangebots sei nicht hinnehmbar.

10:09 Uhr | Lockerung der Testpflicht gefordert

Angesichts der sinkenden Zahl von Corona-Neuinfektionen fordern Politiker aus Koalition und Opposition eine Lockerung der Testpflichten. CDU-Politiker Carsten Linnemann plädierte in der "Welt" für eine Abschaffung der Testpflicht beim Einkaufen im Einzelhandel, sobald die Inzidenz unter 100 liege. Auch FDP-Gesundheitspolitikerin Christine Aschenberg-Dugnus hält eine Testpflicht für "kaum mehr angemessen" und fordert ebenfalls eine Lockerung – allerdings erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50.

Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Steffen Kotré, erklärte, er sei für "eine sofortige Abschaffung der Testpflicht". Deutlich zurückhaltender reagierten die Grünen. "Das Testen ist im Gesamtpaket der Pandemiebekämpfung eine Maßnahme, die einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung leisten kann", sagte die Gesundheitspolitikerin Kordula Schulz-Asche. Es brauche einen Stufenplan mit bundesweit einheitlichen und an das regionale Geschehen angepasste Maßnahmen.

08:04 Uhr | Schulen in Sachsen-Anhalt starten wieder im Regelbetrieb

Von heute an können alle Schüler in Sachsen-Anhalt wieder in die Schule gehen. Eine Woche früher als geplant beginnt der reguläre Unterricht in voller Klassenstärke. Grund dafür ist, dass die Corona-Inzidenz in allen Landkreisen unter 100 liegt. Unklar ist, ob alle Schulen schon vorbereitet sind. Das Bildungsministerium hatte es ihnen freigestellt, ob sie heute schon in den Regelbetrieb starten wollen. Weiter gelten aber Testpflicht und Hygieneauflagen.

07:53 Uhr | Copa América wegen Corona nicht in Argentinien

Weil Argentinien unter einer starken zweiten Welle an Corona-Infektionen leidet, soll das südamerikanische Fußballturnier Copa América nicht dort stattfinden. Nur zwei Wochen vor dem geplanten Beginn schrieb der südamerikanische Fußballverband Conmebol auf Twitter, in Anbetracht der derzeitigen Umstände habe man beschlossen, die Organisation der Copa América in Argentinien abzusagen. "Die Conmebol analysiert die Angebote anderer Länder, die Interesse daran gezeigt haben, das Turnier auszurichten."

Die Copa América soll vom 13. Juni bis 10. Juli – parallel zu den Fußball-Europameisterschaften – ausgetragen werden. Sie ist die traditionsreiche Kontinentalmeisterschaft der Nationalmannschaften in Südamerika. Argentinien als usprüngliches Gastgeberland hat derzeit stark mit Corona zu kämpfen. Am Donnerstag registrierte das Land mit 41.080 eine Höchstzahl an Corona-Neuinfizierten – trotz eines harten Lockdowns.

07:37 Uhr | Lauterbach befürchtet Zunahme an Patienten mit Covid-Langzeitfolgen

Die Zahl der Patienten mit chronischer Erschöpfung und psychischen Problemen bis hin zur Suizidgefahr könnte sich nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach durch Corona-Langzeitfolgen verdoppeln. Der SPD-Politiker sagte dem Redaktions Netzwerk Deutschland, es gebe zahlreiche Formen von Long Covid. Besonders schwerwiegend sei aber das Chronic Fatigue Syndrom (CFS) – Myalgische Enzephalomyelitis (ME) genannt – das sich durch Schmerzen, Schwäche, extreme Müdigkeit und Konzentrationsschwierigkeiten äußere. "Es handelt sich um eine völlig unnormale physische und psychische Erschöpfung schon nach kleinsten körperlichen Anstrengungen." Auch die Arbeitswelt werde dieses Krankheitsbild zu spüren bekommen. Vor Corona habe die Zahl der CFS-Kranken bei 250.000 gelegen. "Mit der Pandemie könnte sich diese Zahl verdoppeln."

07:32 Uhr | Neue Corona-Verordnung in Sachsen in Kraft getreten

In Sachsen ist heute eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft getreten. Danach können bei stabiler Inzidenz unter 100 Freibäder und Freizeitparks öffnen. Einkaufen ist ohne Terminvergabe möglich. Kunden brauchen aber einen tagesaktuellen negativen Corona-Test oder müssen genimpft oder genesen sein.

Bei stabiler Inzidenz unter 50 ist auch wieder Innengastronomie möglich. Auch Hotels dürfen wieder öffnen. Ab dem 14. Juni plant die Landesregierung bei sinkender Inzidenz weitere Lockerungen.

06:52 Uhr | Spahn: Bis Mitte Juli 90 Prozent der Impfwilligen geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erwartet, dass bis Mitte Juli "an die 90 Prozent" der impfwilligen Erwachsenen in Deutschland eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Das sagte er am Sonntagabend in der ARD-Talkshow "Anne Will". Dabei gehe er von einer Impfbereitschaft von 70 bis 75 Prozent der Erwachsenen aus. Spahn verwies zugleich auf die Dynamik der Impfungen in Deutschland. Seien zu Ostern erst zwölf Prozent der Bürger geimpft gewesen, so sei die Zahl bis Pfingsten auf knapp 40 Prozent gestiegen. Zuletzt lag die Impfquote nach Angaben des Robert Koch-Instituts bei 42,2 Prozent, vollständige geimpft waren demnach 17,1 Prozent.

06:36 Uhr | Thüringen: Bislang keine Hinweise auf Betrugsverdacht

In Thüringen gibt es bislang keine Hinweise auf Abrechnungsbetrug in Corona-Teststellen. Wie das Gesundheitsministerium in Erfurt mitteilte, können nur Testzentren über die Kassenärztliche Vereinigung abrechnen, die dazu offiziell von den Gesundheitsämtern beauftragt worden seien.

Heute wollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern über den Betrugsverdacht bei Corona-Teststellen beraten. In Bayern und Nordrhein-Westfalen war bekannt geworden, dass einige private Testcenter offenbar mehr Corona-Schnelltests abgerechnet hatten als tatsächlich durchgeführt worden waren. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kündigte stichprobenartig mehr Kontrollen an.

06:27 Uhr | Müller fordert gerechte weltweite Verteilung von Impfstoff

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat eine gerechtere Verteilung der Corona-Impfstoffe angemahnt. Der Minister sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, in ganz Afrika seien weniger als zwei Prozent der Menschen geimpft, ein Drittel der Entwicklungsländer habe noch keine einzige Impfdosis erhalten. "Es kann nicht sein, dass einige reiche Länder sich vier oder gar acht Impfdosen pro Kopf sichern. Diese Überkapazität global gerecht zu verteilen ist der schnellste Weg, um so viele Menschen wie möglich zu impfen." Zugleich rief der Entwicklungsminister dazu auf, die Herstellung von Corona-Impfstoffen weltweit auszubauen. So könne Südafrika zu einem Produktionsstandort für das gesamte südliche Afrika werden. Die deutsche Entwicklungspolitik führe dazu bereits Gespräche und stelle zum Anschub eine Kreditfinanzierung bereit.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 31. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 31. Mai 2021 | 06:00 Uhr

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