Coronavirus-Pandemie Ticker: Erste Impfstoff-Lieferung am 26. Dezember

Auch die EU-Kommission genehmigt den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer – die erste Lieferung soll am 26. Dezember kommen. Impfstoffe aus Großbritannien und Russland sollen kombiniert werden. Die neue Variante des Coronavirus ist in Deutschland nach Angaben des RKI noch nicht nachgewiesen worden. Und die Deutsche Post DHL befördert vorerst keine Pakete mehr auf die Insel. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie hier im Ticker.

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Der Impfstoff von Biontech ist zugelassen, am 27. Dezember sollen die Impfungen in Deutschland starten. Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

Unser Ticker am Montag, 21. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:06 Uhr | Biden gegen Corona geimpft

Der künftige US-Präsident Joe Biden hat sich vor laufenden Kameras gegen das Coronavirus impfen lassen. Auch seine Frau und künftige First Lady, Jill Biden, wurde geimpft. Der Gewinner der US-Präsidentschaftswahl appellierte an alle Amerikaner, sich ebenfalls impfen zu lassen, sobald ein Impfstoff für sie verfügbar sei. Die Bidens wurden mit dem Impfstoff der Unternehmen Pfizer und Biontech geimpft. Vergangene Woche hatte sich bereits der amtierende US-Vizepräsident Mike Pence vor laufenden Kameras impfen lassen.

21:11 Uhr | Erste Moderna-Impfungen in den USA

In den USA haben die ersten Menschen den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna verabreicht bekommen. Der Fernsehsender CNN zeigte, wie Impfdosen in einem Krankenhauses in Houston im Bundesstaat Texas verabreicht wurden. Die Vereinigten Staaten sind das weltweit erste Land, in dem der Stoff abseits von Tests regulär zum Einsatz kommt. In Europa ist die Sitzung zu einer möglichen Zulassung für den 6. Januar angesetzt. Es ist nach dem Impfstoff von Biontech/Pfizer das zweite Präparat, das in den USA im Einsatz ist.

Ein großer Unterschied zwischen den beiden Präparaten ist der Transport der Mittel. Biontech/Pfizers Impfstoff erfordert Temperaturen von bis zu minus 70 Grad Celsius. Der Moderna-Impfstoff muss dagegen nur bei Kühlschranktemperaturen aufbewahrt werden.

20:35 Uhr | 125 Corona-Fälle in Amazon-Verteilzentrum bei Hannover

In einem Verteilzentrum des Online-Händlers Amazon in Garbsen bei Hannover sind 125 Mitarbeiter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Behördenangaben zufolge sind unter ihnen viele Zeitarbeiter. Laut zuständigem Gesundheitsamt sollen bis morgen knapp 700 Frauen und Männer getestet werden. Etwa zehn Prozent der Mitarbeiter würden einen Test verweigern. Sie dürften das Firmengelände nicht mehr betreten. Typische Infektions-Schwerpunkte seien der Raucherbereich sowie die An- und Abreise der Beschäftigten. Amazon teilte mit, dass weiterhin nur Mitarbeiter mit einem negativen Test im Gebäude arbeiten dürften.

19:57 Uhr | Johnson: Mehr als 500.000 Menschen gegen Corona geimpft

In Großbritannien sind nach Angaben von Premierminister Boris Johnson bislang mehr als 500.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. "Das ist ein Grund zur Hoffnung und zur Zuversicht", sagte Johnson. Die Massenimpfung mit dem Mittel des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech und dessen US-Partners Pfizer hatte vor zwei Wochen begonnen. Sorgen bereitet allerdings die neue Variante des Coronavirus, über die die britischen Behörden am Wochenende informiert hatten. Der Eindruck, dass sich das Virus rascher übertrage, habe sich "verstärkt", sagte der Wissenschaftsberater der Regierung, Patrick Vallance.

19:31 Uhr | Dax deutlich im Minus

Aufgrund von neuen Risiken für die Wirtschaft wegen der in England aufgetauchten Virus-Mutation hat der Dax zu Wochenbeginn deutlich an Wert verloren. Der Leitindex schloss mit einem Verlust von 2,82 Prozent bei 13.246 Punkten und machte damit einen Großteil seines knapp vierprozentigen Gewinns aus der Vorwoche wieder zunichte. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor letztlich 1,77 Prozent auf 29.866 Zähler.

19:25 Uhr | WHO: Bisher keine Hinweise auf schwere Verläufe wegen Mutation

Die Weltgesundheitsorganisation WHO erwartet in den kommenden Tagen und Wochen weitere Informationen über die neue Virus-Variante aus England. Entsprechende Untersuchungen liefen, sagte die WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Nach den bisherigen Erkenntnissen aus Großbritannien gebe es keine Hinweise auf einen schwereren Verlauf nach einer Infektion.

19:16 Uhr | Eine Milliarde Euro an November-Hilfen ausgezahlt

Im Rahmen der November-Hilfen sind bislang Abschlagszahlungen im Umfang von gut einer Milliarde Euro ausbezahlt worden. Dies teilte eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums auf Anfrage mit. Insgesamt seien bisher 240.493 Anträge eingegangen – rund ein Viertel davon von Selbstständigen. Vom Teil-Shutdown im November betroffene Unternehmen können einen Großteil ihrer Umsatzausfälle ersetzt bekommen. Insgesamt sind dafür rund 15 Milliarden Euro im Bundeshaushalt eingeplant.

19:08 Uhr | Erste Impfstofflieferung am 26. Dezember

Nach der Zulassung des Corona-Impfstoffs durch die EU-Kommission soll Deutschland die erste Lieferung am zweiten Weihnachtsfeiertag erhalten. Das teilte die Berliner Gesundheitsverwaltung mit. Demnach hatte Bundesgesundheitsminister Spahn zuvor die Gesundheitsministerkonferenz informiert. Erwartet würden zunächst rund 151.000 Impfdosen der Firma Biontech. Am 28. Dezember solle gut eine halbe Million weitere Impfdosen folgen, zwei Tage später weitere knapp 700.000.

18:36 Uhr | EU-Kommission genehmigt Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer

In der Europäischen Union ist der erste Impfstoff gegen das Coronavirus zugelassen worden. Die EU-Kommission erteilte dem Präparat des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer die bedingte Marktzulassung, wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte. Somit können die Impfungen gegen das Coronavirus jetzt auch in der EU beginnen. Zuvor hatte die EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des Impfstoffes empfohlen.

17:08 Uhr | Supermärkte in Sachsen dürfen doch wieder alles verkaufen

In Sachsen müssen Supermärkte jetzt doch nicht ihr Sortiment einschränken. Alle Märkte, die derzeit überwiegend Waren des täglichen Bedarfs verkaufen, dürfen auch andere Produkte ihres Sortiments verkaufen. Das sagte der Staatssekretär und Amtschef des Wirtschaftsministeriums Hartmut Mangold.

16:34 Uhr | EU-Krisentreffen zu Virus-Mutation ohne konkrete Ergebnisse

Ein Krisentreffen der EU-Staaten zu der in Großbritannien entdeckten Variante des Coronavirus ist ohne konkrete Ergebnisse geblieben. Nach der mehrstündigen Sitzung hieß es aus EU-Kreisen, die Teilnehmer hätten Informationen über die bislang verhängten nationalen Maßnahmen ausgetauscht, wie die Nachrichtenagentur DPA schrieb. Dabei sei es vor allem um den Transport etwa von Passagieren und Fracht aus Großbritannien gegangen.

Mit Blick auf Verbindungen mit Großbritannien hätten Teilnehmer Unterstützung für ein schnelles und koordiniertes Handeln auf EU-Ebene ausgedrückt. Man habe die EU-Kommission dazu aufgefordert, Leitlinien dazu vorzulegen. Zudem hätten EU-Staaten betont, wie wichtig es sei, die Grenzen im Schengenraum offenzuhalten. Auch die Rückführung von Menschen, die aus Großbritannien in andere EU-Staaten zurückkehren wollten, sei Thema gewesen.

16:18 Uhr | Spahn euphorisch wegen Zulassung

Die Bundesregierung hat das grundsätzliche grüne Licht für einen Corona-Impfstoff in der EU begrüßt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte, die ordentliche Zulassung eines Impfstoffes sei "ein Meilenstein in der Pandemiebekämpfung". Impfen ebne den Weg aus der Krise. "Und wir tun alles dafür, diesen Weg so schnell wie möglich zu gehen." Am Tag nach Weihnachten sollten die ersten Pflegebedürftigen in der stationären Altenpflege geimpft werden. "Denn wir schützen die Verwundbarsten zuerst", sagte Spahn.

15:47 Uhr | Söder feiert Weihnachten in Quarantäne

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder muss über Weihnachten in Corona-Quarantäne. Söder sagte, nach einem positivenTest seines Staatskanzleichefs Florian Herrmann habe er sich als Kontaktperson eins umgehend in Quarantäne begeben. Er werde die Amtsgeschäfte nun digital weiterführen, Herrmann wünsche er einen milden Verlauf.

15:33 Uhr | EU-Kommission will Impfstoff noch heute zulassen

Die EU-Kommission will noch heute den Covid-19-Impfstoffs von Biontech und Pfizer zulassen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schrieb auf Twitter: "Wir werden jetzt schnell handeln. Ich erwarte eine Entscheidung der EU-Kommission bis zum heutigen Abend."

15:25 Uhr | Leipziger Virologin: Mutiertes Coronavirus wohl bereits in Deutschland

Die Leipziger Chefvirologin Corinna Pietsch geht davon aus, dass die in England grassierende Coronavirus-Variante auch bereits in Deutschland auftritt. Die Wirksamkeit von Covid-Impfstoffen sieht sie nach bisherigen Erkenntnissen nicht gefährdet. Viele Fragen zur Mutation seien jedoch noch offen.

15:06 Uhr | EU-Behörde empfiehlt Zulassung von Corona-Impfstoff von BioNTech

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA gibt grünes Licht für den Einsatz des Covid-19-Impfstoffs von BioNTech und Pfizer. Der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA empfahl eine Zulassung des Impfstoffs. Die finale Entscheidung muss nun von der Europäischen Kommission gefällt werden, ihre Zustimmung gilt allerdings als sicher.

15:01 Uhr | Russen und Briten arbeiten bei Impfstoffsuche zusammen

Der russische Impfstoff "Sputnik V" und das Vakzin des britischen Pharmakonzerns Astrazeneca sollen kombiniert werden und dadurch zu einem hochwirksamen Schutz führen. Das teilten beide Seiten bei der Unterzeichnung eines Memorandums für eine Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Impfstoffen mit. Kremlchef Wladimir Putin lobte im Staatsfernsehen die Kooperation als beispielhaft.

Russland hat neben "Sputnik V" noch zwei weitere Impfstoffe entwickelt. Russlands staatlicher Direktinvestmentfonds RDIF hatte Astrazeneca nach eigenen Angaben eine Zusammenarbeit angeboten. Während in Russland bereits Massenimpfungen mit "Sputnik V" laufen, ist das Vakzin von Astrazeneca bisher nicht zugelassen. Der Chef des Gamaleja-Forschungszentrums für Epidemiologie und Mikrobiologie, Alexander Ginzburg, sagte in Moskau, dass beide Impfstoffe zusammenpassten. Die klinischen Studien könnten sofort beginnen.

14:39 Uhr | Tausende Anträge auf Entschädigung wegen Verdienstausfall

Das Thüringer Landesverwaltungsamt hat nach eigenen Angaben sechs Millionen Euro Entschädigung für Verdienstausfälle wegen der Corona-Pandemie ausbezahlt. Nach Angaben der Behörde wurden bislang rund 7.000 Anträge auf Entschädigung abschließend bearbeite. Ab dem 1. Januar 2021 könnten entsprechende Anträge nur noch in digitaler Form entgegengenommen werden.

Beantragen können eine Entschädigung Arbeitnehmer, wenn sie wegen angeordneter Quarantäne, Betriebsschließung oder Kinderbetreuung wegen geschlossener Schulen oder Kindergärten Verdienst eingebüßt haben. Sie erhalten die Entschädigung in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung direkt vom Arbeitgeber. Ab der siebten Woche müssten sie dann selbst einen Antrag bei der zuständigen Behörde stellen, um weiterhin eine Entschädigung zu erhalten.

13:36 Uhr | Krankenhausgesellschaft alarmiert

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert, den Lockdown zu verschärfen, sollte sich die neue Variante des Coronavirus in Deutschland ausbreiten. Präsident Gerald Gaß sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, wenn sich das mutierte Virus in Deutschland verbreite, "könnte das im schlimmsten Fall bedeuten, dass wir unsere Kontakte noch einmal stärker einschränken müssten". "Der Lockdown müsste länger und noch intensiver sein." Nur so ließen sich deutlich niedrigere Inzidenzen erreichen. Das sei die bittere Wahrheit.

12:56 Uhr | Lufthansa fliegt weiter nach Großbritannien

Die Lufthansa will vorerst ihre Flüge nach Großbritannien fortsetzen. Wie ein Konzernsprecher sagte, sind bei den Rückflügen nach Deutschland dann aber keine Passagiere an Bord. Sollten in Großbritannien gestrandete Deutsche zurückgeholt werden, stünde die Airline zur Verfügung. Details dazu müssten allerdings die Bundesregierung und die zuständigen Behörden entscheiden.

12:34 Uhr | RKI: Noch kein Nachweis von neuer Virus-Variante

Die neue Variante des Coronavirus aus Großbritannien ist nach Angaben des Robert Koch-Instituts bislang in Deutschland noch nicht nachgewiesen worden. Das RKI schreibt zugleich auf seiner Internetseite, ein Vorkommen könne aber auch nicht ausgeschlossen werden. Es sei auch noch nicht abschließend geklärt, wie sich die neue Variante auf das Infektionsgeschehen auswirke, ob sie etwa ansteckender sei oder wie schwer sie verlaufe.

11:50 Uhr | DHL befördert keine Pakete mehr nach Großbritannien

Die Deutsche Post DHL nimmt wegen der unterbrochenen Verkehrswege keine Paketsendungen nach Großbritannien und Irland mehr an. Das teilte das Unternehmen mit. Ein Sprecher sagte, der Eurotunnel für den Reise- und Güterverkehr sei derzeit geschlossen und werde das für voraussichtlich mindestens 48 Stunden bleiben. Gleiches gelte für die Fährhäfen. Damit könnten Lastwagen nicht mehr über den Ärmelkanal setzen. Briefe und Postkarten nach Großbritannien und Irland sollen dagegen weiter befördert werden.

Mit der Schließung der französischen Grenze sitzen viele Lkw-Fahrer im britischen Dover fest. Imke Köhler berichtet im Audio.

11:30 Uhr | Indien stoppt Flüge aus Großbritannien

Indien untersagt alle Flüge aus Großbritannien. Das Luftfahrtministerium twitterte, auch Flüge nach Großbritannien würden vorübergehend ausgesetzt. Die Maßnahme gelte ab Mittwoch bis zum 31. Dezember. Wer bis dahin aus Großbritannien in Indien einreise, werde bei der Ankunft auf das Coronavirus getestet.

11:27 Uhr | Saudi-Arabien schottet sich vorübergehend ab

Als Reaktion auf die in Großbritannien entdeckte Variante des Coronavirus setzt Saudi-Arabien eine Woche lang alle internationalen Passagierflüge aus. Wie die Nachrichtenagentur des Landes unter Berufung auf das Innenministerium meldet, wird auch die Einreise über Land und über See vorübergehend gestoppt. Mit der Maßnahme solle die Gesundheit der Bürger geschützt werden. Sie könne bei Bedarf verlängert werden. Zudem ordnete die Regierung eine zweiwöchige Quarantäne für alle an, die aus Europa oder einem anderen betroffen Land eingereist sind.

10:52 Uhr | Auch Norwegen verbietet Flüge aus Großbritannien

Inzwischen hat auch Norwegen Flüge aus Großbritannien wegen der dort aufgetretenen Variante des Coronavirus untersagt. Dies gelte ab sofort und für mindestens 48 Stunden, teilt das Gesundheitsministerium in Oslo mit. Zahlreiche weitere Länder in Europa haben ebenfalls verboten, dass Flüge aus Großbritannien landen. Der Zeitraum für den das gilt, ist allerdings von Land zu Land unterschiedlich.

10:31 Uhr | Nachfrage nach Masken-Maschinen hilft Firma aus Thüringen

Der Maschinenbauer Ruhlamat in Marksuhl im Wartburgkreis hat in diesem Jahr rund 70 Maschinen verkauft, mit denen FFP2-Masken und OP-Masken hergestellt werden können. Die Maschine war vom chinesischen Tochterunternehmen von Ruhlamat entwickelt worden. Wie eine Unternehmenssprecherin sagte, konnten mit dem Verkauf der Spezialmaschinen fehlende Aufträge aus dem Automobilbereich kompensiert werden. Das habe das Geschäftsjahr gerettet und Kurzarbeit reduziert. Die Nachfrage halte weiter an. Die meisten Kunden seien deutsche Unternehmen, die einen Quereinstieg in die Maskenproduktion suchten.

10:02 Uhr | Thüringen: Gewerbliche Mieter mit Zahlungsproblemen

In Thüringen bitten immer mehr Gewerbetreibende um die Stundung ihrer Mieten. Als Grund dafür nannte der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft die finanziellen Einbußen durch die Coronakrise. Die großen Vermieterverbände versuchten daher, den Betroffenen entgegenzukommen. Inzwischen hätten rund sieben Prozent der gewerblichen Mieter eine Stundung beantragt. Andere hätten sich darauf geeinigt, zunächst nur die Nebenkosten zu begleichen oder in Raten zu zahlen. Bei privaten Mietern gebe es bisher kaum coronabedingte Probleme.

09:17 Uhr | Weitere Länder stoppen Flüge aus Großbritannien

Nach dem Auftreten einer neuen Variante des Coronavirus wollen auch Dänemark, Schweden und Finnland keine Flugzeuge aus Großbritannien mehr landen lassen. Norwegen wollte im Laufe des Tages entscheiden. Auch in Schweden soll der formelle Beschluss im Laufe des Tages gefasst werden. Auch die Türkei stoppte alle Flüge aus Großbritannien. Zudem verfügte Ankara, dass der Flugverkehr mit Südafrika und den Niederlanden vorerst eingestellt wurde. Zuvor hatten schon zahlreiche andere Staaten die Flugverbindungen zu Großbritannien stillgelegt, darunter Frankreich. Das Land schloss auch den Euro-Tunnel und unterbrach den Fährverkehr nach Dover.

08:51 Uhr | Curevac weitet Phase-3-Studien für Covid-Impfstoff aus

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac weitet seine klinischen Studien für einen Impfstoff aus. Wie das Unternehmen mitteilte, sollen ab morgen mehr als 2.500 Probanden ab 18 Jahren in die Phase-3-Studien aufgenommen werden, die in der Universitätsmedizin Mainz im Gesundheitswesen tätig sind.

Die Leiterin des Bereichs Infektionskrankheiten bei Curevac, Lidia Oostvogels, sagte, die Mitarbeiter des Gesundheitswesens seien in besonders hohem Maße von Viren-Befall bedroht. "Wir erhoffen uns von dieser Studie zusätzliche Erkenntnisse für einen wirksamen Schutz gegen Covid-19 für diese besonders gefährdete Bevölkerungsgruppe."

08:03 Uhr | Kekulé: Neue Impfstoffe können angepasst werden

Der Virologe und Epidemiologe Alexander Kekulé aus Halle geht davon aus, dass die Corona-Impfstoffe auch bei Virus-Mutationen wirken. Kekulé sagte MDR AKTUELL, theoretisch sollte der Impfstoff noch wirken. Es bestehe aber auch die Gefahr, dass Varianten entstünden, die durch eine Impfung nicht abgedeckt seien. Kekulé wies in diesem Zusammenhang aber auf einen Vorteil der neu entwickelten RNA-Impfstoffe hin. Sie könnte man in kürzester Zeit etwa von einer Charge zur nächsten anpassen.

07:17 Uhr | Virus-Mutation möglicherweise schon in Deutschland

Der CDU-Europaabgeordnete Peter Liese hat vor zu großen Erwartungen an die Einstellung des Flugverkehrs mit Großbritannien gewarnt. Der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion sagte MDR AKTUELL, ob Deutschland dadurch sicher vor der neuen Virus-Mutation sei, müsse sich erst zeigen. Es sei nicht klar, ob die neue Variante nicht längst schon hier sei. Außerhalb Großbritanniens wurde die Virus-Mutation bereits in Dänemark, Italien, den Niederlanden und Australien nachgewiesen.

07:10 Uhr | Köpping: Ärzte sollten auf Weihnachtsurlaub verzichten

Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping hat wegen der angespannten Corona-Lage in vielen Kliniken die niedergelassenen Ärzte gebeten, ihre Praxen über die bevorstehenden Feiertage geöffnet zu lassen. Die SPD-Politikerin sagte der "Leipziger Volkszeitung", "mit diesem solidarischen Beitrag könnten die Notfallzentren und Kliniken unterstützt werden."

Auch für die Impfteams in Sachsen wird nach Angaben der Gesundheitsministerin noch zusätzliches Personal benötigt. Neben den Ärzten brauche es weitere Mitarbeiter, die die Daten erfassten und jede einzelne Impfung vorbereiteten. "Wer helfen kann und will, möge sich bitte beim Deutschen Roten Kreuz in Sachsen melden", sagte Köpping.

06:39 Uhr | Weitere Soldaten helfen im Altenburger Land

Das Gesundheitsamt des Altenburger Landes wird ab heute von weiteren sieben Bundeswehrsoldaten unterstützt. Sie sollen auch in der Seniorenresidenz Schlossblick in Altenburg eingesetzt werden. Dort sind mindestens 26 Bewohner und Pflegekräfte mit dem Coronavirus infiziert. Aufgrund der Quarantäne dürfen die Heimbewohner auch keine Besucher empfangen. Bereits in der vergangenen Woche verstärkten zehn Soldaten das Team des Pflegeheimes in Altenburg. Die Bundeswehr ist jetzt mit insgesamt 52 Soldatinnen und Soldaten im Altenburger Land im Einsatz.

06:32 Uhr | US-Kongress einigt sich auf Corona-Hilfspaket

In den USA haben sich Republikaner und Demokraten nach monatelangem Ringen auf ein Corona-Hilfspaket geeinigt. Das bestätigten in der Nacht die Fraktionschefs beider Parteien, Mitch McConnell und Chuck Schumer. Nach ihren Worten sind Hilfen im Gesamtumfang von 900 Milliarden Dollar vorgesehen. So soll es Geld für kleine Betriebe geben. Die Arbeitslosenhilfe soll um wöchentlich 300 Dollar aufgestockt werden. Im Paket ist auch Geld für Schulen, Kinderbetreuung und die Logistik für Impfungen eingeplant. Beide Kammern des Kongresses sollen heute über das Hilfspaket und damit zugleich über den neuen Staatshaushalt der USA abstimmen.

06:20 Uhr | Passagierflüge von und nach Großbritannien ausgesetzt

Deutschland hat den Passagier-Flugverkehr mit Großbritannien komplett eingestellt. Seit Mitternacht dürfen nur noch Frachtmaschinen landen. Die Bundesregierung will damit verhindern, dass die neue hochansteckende Coronavirus-Variante eingeschleppt wird. Auf mehreren Flughäfen wurden Einreisende aus Großbritannien schon vor Inkrafttreten des Verbotes einem Schnelltest unterzogen, so in Berlin und Stuttgart. Anschließend wurden sie in häusliche Quarantäne geschickt. In Hannover mussten 63 Flugreisende aus London die Nacht auf dem Flughafen verbringen, um auf das Ergebnis regulärer Corona-Tests zu warten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 21. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses mit dem Elektronenmikroskop gemachte und nachträglich eingefärbte Bild zeigt den Erreger SARS-CoV-2 (gelb eingefärbt). Das Foto hat das National Institute of Allergy and Infectious Diseases der USA bereits im Januar veröffentlicht. mit Video
Dieses mit dem Elektronenmikroskop gemachte und nachträglich eingefärbte Bild zeigt den Erreger SARS-CoV-2 (gelb eingefärbt). Das Foto hat das National Institute of Allergy and Infectious Diseases der USA bereits im Januar veröffentlicht. Bildrechte: imago images / ZUMA Wire / NIAID-RML

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 21. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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