Coronavirus-Pandemie Ticker: Bund lässt nach Virus-Mutationen suchen

Der Bund will Labore verpflichten, gezielt nach den erstmals in Großbritannien und Südafrika entdeckten hochansteckenden Coronavirus-Mutationen zu suchen. 200 Millionen Euro sollen dafür ausgeben werden. Trotz Knallhart-Lockdown weiter steigende Infektionszahlen in Großbritannien. In Sachsen-Anhalt müssen gegen Corona Geimpfte nach einer Reiserückkehr aus einem Risikogebiet nicht mehr in Quarantäne. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Forschung im Labor
200 Millionen Euro will der Bund in die Suche nach hochansteckenden Virus-Mutationen stecken. Bildrechte: imago images/Cavan Images

Unser Ticker am Montag, 11. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:22 Uhr | Gorillas im Zoo von San Diego positiv getestet

Im Zoo von San Diego sind Gorillas positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie die Einrichtung in der kalifornischen Stadt mitteilte, wurde die Infektion bei zwei Tieren, die gehustet hätten, festgestellt. Es sei nicht auszuschließen, dass weitere Tiere der Gruppe infiziert seien. Die Gorillas befänden sich in Quarantäne. Sie würden essen und trinken und es gehe ihnen abgesehen von Husten und leichten Beschwerden gut, sagte Zoo-Leiterin Lisa Peterson. Es wird vermutet, dass sich die Tiere bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt haben. Der Zoo ist seit Anfang Dezember für Besucher geschlossen.

21:55 Uhr | Dramatische Hilferufe von Sachsens Einzelhändlern

Unter dem Motto "Wir machen auf_merksam" haben Sachsens Einzelhändler auf ihre schwierige Lage im Corona-Lockdown hingewiesen. Der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes René Glaser sagte, es sei dringend nötig, dass Unterstützungsprogramme schnellstmöglich angepasst würden. "Ansonsten drohen noch mehr Insolvenzen und in der Folge verödete Innenstädte." Der Verband fordert unter anderem, dass Bedingungen für eine Wiederöffnung der Geschäfte klar benannt werden und es schnellstmöglich wirksame Hilfen gibt. Außerdem mahnt er die Zulassung von kontaktlosen Abholservices an.

21:40 Uhr | Südafrika schließt seine Landgrenzen

Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, schließt die Republik Südafrika ab sofort seine Landgrenzen. Wie Präsident Cyril Ramaphosa in einer Fernsehrede sagte, sollen alle 20 Grenzübergänge zu den Nachbarstaaten bis zum 15. Februar geschlossen bleiben. Ausnahmen gebe es lediglich für Versorgungstransporte, Diplomaten, Heimkehrer aus dem Ausland und einige bestimmte Pendler. Viele Menschen hätten sich innerhalb kurzer Zeit infiziert. Das setze das Gesundheitssystem unter Druck. Aktuell würden rund 15.000 Covid-19-Patienten in südafrikanischen Kliniken behandelt, knapp ein Drittel davon mit Sauerstoffgeräten.

21:24 Uhr | Politik macht Firmen Druck wegen mehr Homeoffice

In der Debatte um mehr Homeoffice wegen der Corona-Pandemie steigt der Druck auf die Wirtschaft. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder kündigte an, Firmen und Gewerkschaften zu einem "Homeoffice-Gipfel" einzuladen. Dieser werde voraussichtlich am Mittwoch stattfinden. Ziel seien mehr Angebote, von zu Hause aus zu arbeiten. Nach Angaben des CSU-Chefs geht es zunächst darum, die vorhandenen Potenziale besser auszuschöpfen. Auch Bundesarbeitsminister Hubertus Heil forderte die Unternehmen auf, Beschäftigten Homeoffice zu gewähren. Wo das nicht möglich sei, müssten Hygiene-Auflagen strikt beachtet werden. Sonst könne er einen Stillstand in der Produktion nicht ausschließen, so der SPD-Politiker.

21:07 Uhr | Spahn erwartet Herdenimmunität "Richtung Sommer"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass in Deutschland "Richtung Sommer" eine Herdenimmunität erreicht werden kann. Der CDU-Politiker sagte bei einer virtuellen Veranstaltung der IHK Düsseldorf, für die Bundesrepublik sei genug Impfstoff bestellt. Zwar sei der Wirkstoff wegen begrenzter Produktionskapazitäten zu Beginn der Impfkampagne knapp. Bis zum Sommer werde aber allen Deutschen, die geimpft werden wollen, ein Angebot gemacht. "Das Ziel ist die sogenannte Herdenimmunität und die werden wir Richtung Sommer erreichen."

20:57 Uhr | Trotz hartem Lockdown droht Corona-Notstand in Großbritannien

Trotz des harten Lockdowns bleiben die Corona-Fallzahlen in Großbritannien mit einer Inzidenz von 600 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche sehr hoch. Auch die Zahl der Covid-19-Patienten, die in britischen Kliniken behandelt werden, steigt weiter an. Gesundheitsminister Matt Hancock warnte, dass das Gesundheitssystem aufgrund der neuen hochansteckenden Virus-Variante unter "erheblichen Druck" geraten könnte.

Die Regierung in London plant Berichten zufolge, den ohnehin schon harten Lockdown weiter zu verschärfen. So könnte die Maskenpflicht ausgeweitet und Kindertagesstätten komplett geschlossen werden. Außerdem soll die Polizei noch schärfer gegen Regelbrecher vorgehen.

19:45 Uhr | Drei Viertel der Hotels und Gaststätten fürchten um Existenz

Wegen des Corona-Lockdowns fürchten immer mehr deutsche Gastronomen und Hoteliers um ihre Existenz. In einer Umfrage des Branchenverbands Dehoga gaben drei Viertel von etwa 12.000 Betrieben an, sich entsprechende Sorgen zu machen. Jedes vierte Unternehmen denkt sogar schon konkret über eine Schließung nach. Dehoga-Chef Guido Zöllick machte dafür maßgeblich die Politik verantwortlich. Von den versprochenen November- und Dezemberhilfen seien bisher nur Abschlagszahlungen angekommen, und bei vielen Unternehmen noch nicht einmal die. Man fühle sich von der Politik im Stich gelassen.

19:15 Uhr | Auszahlung von Novemberhilfen verzögert sich weiter

In Sachsen-Anhalt müssen Tausende Unternehmer weiter auf die Auszahlung der Novemberhilfen warten. Das sagte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. Anders als angekündigt habe die landeseigene Investitionsbank auch bis zum Nachmittag keine der mehr als 3.500 Anträge auf die Corona-Hilfen bearbeiten können. Die vom Bund bereit gestellte Online-Plattform habe nicht funktioniert.

Mit den Novemberhilfen sollen Unternehmen vom Staat für Umsatzausfälle entschädigt werden, wenn sie wegen der angeordneten Corona-Maßnahmen schließen mussten. Bisher bekamen Unternehmen Abschläge auf die tatsächlich beantragte Summe ausbezahlt. Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Armin Willingmann sagte, das Online-Verfahren für die Corona-Hilfen entwickele sich langsam zur Farce.

18:15 Uhr | Nachbesserungen bei Impfterminen gefordert

Der Landrat des Salzlandkreises, Markus Bauer, fordert Nachbesserungen bei der Terminvergabe für die Corona-Impfungen. Bauer sagte MDR AKTUELL, zum Start im Bernburger Impfzentrum seien 25 bis 30 Prozent der zentral vergebenen Termine an Menschen aus anderen Regionen gegangen. Der SPD-Politiker erklärte, das stelle den Kreis natürlich vor Probleme. Dadurch könne man viele Hoffnungen der eigenen Bevölkerung nicht erfüllen.

Bauer warnte zugleich vor einem "Windhund-Prinzip" bei den Impfungen. Derzeit würden Termine nur für die Zeit vergeben, für die Impfstoff bereitstehe. Nicht jeder habe aber die Mobilität, gut mit einer Internet-Plattform oder einer Hotline umgehen zu können. Gerade für die älteren Bürger brauche man ein vereinfachtes System.

17:34 Uhr | Pandemie verschärft Situation pflegender Angehöriger

Die Corona-Pandemie hat auch die Situation der Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen extrem verschärft. Ein Beispiel aus Meißen zeigt, wo die Probleme liegen:

17:20 Uhr | Sachsens Ärztekammer sieht kein Kommunikationsproblem mit Kretschmer

Sachsens Ärztekammer sieht kein Kommunikationsproblem zwischen den Kliniken und Ministerpräsident Michael Kretschmer. Hintergrund ist eine Aussage des CDU-Politikers, ihm sei der Ernst der Lage erst durch einen Besuch von Krankenhäusern am 11. Dezember bewusst geworden. Ärztekammer-Präsident Erik Bodendieck sagte MDR AKTUELL, natürlich habe der Ministerpräsident von der Situation vor Ort gewusst. Er sei mehrfach mündlich informiert worden. Bodendieck erklärte zudem, immer wieder sei aber ein gewisser Unterschied zwischen offiziellen Mitteilungen und der Situation vor Ort zu merken. Wenn man mit den Menschen einer Station in Kontakt komme, dann entstünden noch einmal ganz andere Eindrücke. Er gehe davon aus, dass das der Grund dafür sei, warum sich der Ministerpräsident so geäußert habe.

16:53 Uhr | Bund ordnet Suche nach hochansteckenden Virus-Mutationen an

Die Bundesregierung will Labore verpflichten, gezielt nach hochansteckenden Virus-Mutationen zu suchen. Laut einer Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums zur sogenannten Gen-Sequenzierung sollen dafür 200 Millionen Euro zur Verfügung gestellt werden. Demnach soll bei positiven Corona-Tests überprüft werden, ob es sich um die in Großbritannien oder Südafrika entdeckten Virusmutationen handelt. Sie gelten als deutlich ansteckender als die bislang bekannten Variationen des Erregers. Die Mutationen haben sich in Großbritannien und Irland stark ausgebreitet und sorgen für ein Anschwellen der Infektion. Auch in Deutschland sind bereits einzelne Fälle festgestellt worden.

16:27 Uhr | Jeder vierte Klinik-Mitarbeiter im Raum Leipzig geimpft

Von den knapp 23.000 Klinik-Mitarbeitern von 18 Einrichtungen im Raum Leipzig haben bereits 23 Prozent eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das hat das Universitätsklinikum Leipzig mitgeteilt. Demnach übersteige die Nachfrage derzeit das Angebot an vorhandenem Impfstoff. Dennoch hätten damit bereits Mitarbeiter in besonders gefährdeten Bereichen wie Covid-Stationen oder Notaufnahmen eine erste Immunisierung erhalten können. Impfskepsis unter den Beschäftigten sei dabei nicht zu beobachten gewesen, hieß es.

16:00 Uhr | Sachsen-Anhalt sieht Ausnahmen für Geimpfte bei Quarantäne vor

Menschen, die aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet nach Sachsen-Anhalt einreisen, müssen nicht mehr automatisch in häusliche Quarantäne. Das geht aus der jüngsten Änderung der Quarantäne-Verordnung hervor. Demnach ist seit Freitag vom Quarantänezwang befreit, wer nachweisen kann, mindestens 14 Tage vor der Einreise eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus erhalten zu haben. Menschen, die nachweislich vor mindestens drei Wochen und vor maximal sechs Monaten mit Covid-19 infiziert waren, sind ebenfalls von der Quarantänepflicht ausgenommen.

Das Sozialministerium in Magdeburg teilte mit, damit werde die entsprechende Quarantäne-Musterverordnung des Bundes umgesetzt. Laut Bundesgesundheitsministerium ist die aber noch gar nicht beschlossen. Ein Sprecher von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, die Verordnung sei noch Gegenstand von regierungsinternen Beratungen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums betonte die Haltung von Bundesinnenminister Horst Seehofer, wonach es keine "Privilegien" für Geimpfte und damit auch keine "Impfpflicht durch die Hintertür" geben solle.

14:05 Uhr | Thüringer Grüne offen für Wahl-Verschiebung

Wegen hoher Corona-Infektionszahlen ist die Thüringer Grünen-Fraktion offen für eine Verschiebung der bisher für den 25. April geplanten Landtagswahl. Fraktionschefin Astrid Rothe-Beinlich erklärte, angesichts der Lage sei es ein "Gebot der Vernunft, auch über den bisher anvisierten Neuwahltermin neu nachzudenken". Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Bodo Ramelow angeregt, die Landtagswahl zu verschieben.

13:50 Uhr | Details zu Neuregelung der Kinderkrankentage am Mittwoch

Eltern, die auf Informationen zu den geplanten zusätzlichen Kinderkrankentagen warten, können auf Details dazu bis Mitte der Woche hoffen. Ein Sprecher der Gesundheitsministeriums sagte, er gehe davon aus, dass die geplante Verdopplung der Krankentage, um Mütter und Väter wegen der coronabedingten Einschränkungen an Schulen und Kitas zu entlasten, voraussichtlich am Mittwoch im Bundeskabinett auf den Weg gebracht wird. Zu Einzelheiten der Pläne äußerte er sich mit Verweis auf noch laufende Abstimmungen innerhalb des Kabinetts.

13:10 Uhr | Sachsen können Impftermine vereinbaren

In Sachsen können Termine für eine Corona-Impfung heute ab 14:00 Uhr vereinbart werden. Wie das sächsische Sozialministerium mitteilte, ist eine Anmeldung zunächst nur online möglich - unter sachsen.impfterminvergabe.de. Im Laufe der Woche werde dann noch eine telefonische Anmeldung eingerichtet. Geimpft würden erst einmal nur Mitarbeiter in Pflege- und Rettungsdiensten sowie Menschen über 80 Jahre. Heute haben in Sachsen und Sachsen-Anhalt die Impfzentren ihre Arbeit aufgenommen.

12:30 Uhr | Prozess um großangelegten Betrug bei Corona-Hilfen

In München hat einer der ersten großen Prozesse um Betrug bei Corona-Soforthilfen begonnen. Vor dem Landgericht muss sich ein 31-Jähriger verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten vor, in mindestens 91 Fällen versucht zu haben, sich Hilfeleistungen zu erschleichen. Unter Angabe von Scheinidentitäten habe er Anträge über mehr als 2,5 Millionen Euro in sechs Bundesländern gestellt. Rund 67.000 Euro davon seien ihm tatsächlich ausgezahlt worden. Bei den restlichen Anträgen habe man die Auszahlung verhindern können.

11:54 Uhr | Alzheimer Gesellschaft: Demente Menschen in häuslicher Pflege berücksichtigen

Menschen mit Demenz in häuslicher Pflege fallen nach Ansicht der Deutschen Alzheimer Gesellschaft bei der Covid-19-Impfkampagne derzeit vielfach durchs Raster. Vorsitzende Monika Kaus sagte in Berlin, für Betroffene sei der Weg in ein Impfzentrum oft nicht zu bewältigen. Auch die Anmeldung per Internet oder über eine Hotline sei ohne Hilfe von Dritten eine große Herausforderung. Es müsse daher schnellstmöglich auch eine mobile Impfung zu Hause durch Hausärzte möglich gemacht werden - vor allem in ländlichen Regionen. Darüber hinaus sollten die pflegenden Angehörigen die Möglichkeit zur Impfung erhalten, auch wenn sie nicht in der höchsten Priorisierungsstufe seien.

11:03 Uhr | Kritik am Präsenzunterricht an Polizeischule in Meiningen

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Präsenzunterricht am Bildungszentrum der Thüringer Polizei in Meiningen kritisiert. Landesjugendvorstand Jana Henschel teilte dem MDR mit, für den Unterricht reisten Schüler aus ganz Deutschland an, teilweise für nur zwei Unterrichtsstunden. In der Polizeischule kämen so mehrere Hundert Menschen zusammen. Sie absolvierten Sport und Zweikampf. Zudem würden Unterkünfte, Kantine und Sanitäranlagen gemeinsam genutzt. Zum Schutz aller sollten schnellstens die technischen Voraussetzungen für Online-Unterricht geschaffen werden.

10:44 Uhr | Wohl noch keine Urlaubsreisen zu Ostern

Der Tourismus-Beauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist skeptisch, ob angesichts der Corona-Einschränkungen Urlaub in den Osterferien wieder möglich sein wird. Der Sendergruppe RTL/ntv sagte Bareiß, Reisen sei für die "nächsten zwei, drei Monate noch sehr schwer vorstellbar". Mit Besserung rechne er erst für das zweite Vierteljahr. Ab den Pfingstferien werde es besser. "Und ich hoffe, dass dann der Sommer ein ganz großer Reisezeitraum wird."

10:10 Uhr | 240 Bundeswehr-Soldaten in Sachsen-Anhalt im Corona-Einsatz

In Sachsen-Anhalt unterstützt die Bundeswehr derzeit mit gut 240 Soldatinnen und Soldaten die Gesundheitsämter, Alten- und Pflegeheime sowie Impfzentren in der Corona-Pandemie. Wie das Landeskommando in Magdeburg mitteilte, nehmen heute 110 Kräfte in den Impfzentren ihre Arbeit als Helfer auf. Diese Unterstützung sei bis Ende März geplant.

10:03 Uhr | Deutlich mehr Firmenpleiten

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist im Dezember stark angestiegen. Nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes nahmen die Insolvenzen im letzten Monat des vergangenen Jahres im Vergleich zum Vormonat um 18 Prozent zu. Im Vergleich zum Vorjahreswert seien sie neun Prozent niedriger.

Wegen der Corona-Krise hatte die Bundesregierung die Insolvenzantragspflicht für überschuldete Unternehmen bis zum 31. Dezember 2020 ausgesetzt; die Regelung wurde bis Ende Januar verlängert. Für zahlungsunfähige Unternehmen gilt seit Oktober 2020 die Insolvenzantragspflicht aber wieder.

09:40 Uhr | Altkleiderflut drückt Preise - Branche fürchtet um Existenz

Die wachsenden Mengen an Altkleidern lässt die Preise am Markt nach Angaben der Verwertungsbranche drastisch sinken. Die Qualität leide und ein Ende der Altkleiderflut sei nicht absehbar, sagen Vertreter. Viele Unternehmen sähen mittlerweile ihre Existenz gefährdet.

09:02 Uhr | Spahn: Moderna-Impfstoff ab morgen in den Bundesländern

Der Corona-Impfstoff des US-Herstellers Moderna soll nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn noch heute an einen zentralen Punkt in Deutschland geliefert werden und morgen an die Bundesländer gehen. Dann könnten die Impfzentren beginnen, auch dieses Präparat zu impfen, sagte Spahn im ZDF-"Morgenmagazin". Spahn betonte erneut, dass das Impfen mit der Öffnung der Impfzentren beschleunige, wenn auch unter Bedingungen der Knappheit. Bis Ende März rechnet Spahn mit knapp zwei Millionen Dosen von Moderna, im Laufe des Jahres mit 50 Millionen.

08:51 Uhr | GdP will Infektionen als Dienstunfall werten

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) will vor Gericht durchsetzen, dass eine Corona-Infektion von Polizisten während des Dienstes künftig generell als Dienstunfall anerkannt wird. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf die GdP. 

Die Anerkennung einer Corona-Infektion als Dienstunfall sei "ein Akt der Wertschätzung für die Beamten, die im Dienst jeden Tag ihren Kopf hinhalten und der Gefahr einer Infektion mit dem Virus in besonderer Weise ausgesetzt sind", sagte GdP-Vizechef Dietmar Schilff dem Blatt.

Die Einstufung einer Corona-Infektion als Dienstunfall ist für die Pensionsansprüche von Bedeutung. Bei manchen Beamten gehe es um viele tausend Euro Pension im Jahr, schreibt die Zeitung.

08:32 Uhr | WHO-Experten dürfen nun doch nach China reisen

Mit einiger Verzögerung hat China einem internationale Expertenteam der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Einreise erlaubt. Die Forscher wollen in der Volksrepublik die Ursprünge des Coronavirus erkunden. Sie sollen am Donnerstag in China eintreffen und werden mit chinesischen Kollegen zusammenkommen, hieß es in einer Mitteilung der Nationalen Gesundheitskommission. Ursprünglich sollte das Team bereits Anfang Januar für die Untersuchung nach China einreisen, doch die Ankunft verzögerte sich, weil die Behörden keine Einreisegenehmigung erteilten. Das neuartige Virus war Ende 2019 erstmals in der zentralchinesischen Provinzhauptstadt Wuhan festgestellt worden.

08:17 Uhr | Umfrage: Corona-Krise führt zu Einkommensverlust

Jeder vierte Einwohner in Sachsen hat laut einer Umfrage durch die Corona-Krise Einkommen eingebüßt. Das hat das INSA-Institut im Auftrag der "Leipziger Volkszeitung" ermittelt. Demnach sind besonders häufig Selbstständige, Freiberufler und Studenten betroffen. Fast jeder zweite Freischaffende gab an, weniger Geld einzunehmen. Bei den Studenten waren es 35 Prozent.

07:42 Uhr | Ramelow stellt Termin für Landtagswahl in Frage

Wegen der hohen Infektionszahlen in Thüringen regt Ministerpräsident Bodo Ramelow eine Verschiebung der Landtagswahl an. Der Linke-Politiker sagte am Abend im ZDF, es müssten 30.000 Wahlhelferinnen und Wahlhelfer geschützt werden. Wenn im Januar, Februar keine Bewegung sei, dann müsse das auch mitentschieden werden. Das Virus fange jetzt erst an, richtig Fahrt aufzunehmen. Die vorgezogene Landtagswahl soll am 25. April 2021 stattfinden.  Die Spitzen von Linker, SPD, CDU und Grünen wollen am Donnerstag über die Wahl beraten.

07:10 Uhr | Lockerung für Thüringer Einzelhändler

Einzelhändler in Thüringen dürfen ab heute bestellte Waren abgeben, wenn sie das Bezahlen und Abholen kontaktlos außerhalb ihrer Läden organisieren. Das sieht die neue Corona-Verordnung des Landes vor. Kunden müssen dafür zuvor telefonisch oder online bestellen. Bisher galt das in Thüringen nur für Buchhandlungen.

06:45 Uhr | Impfzentren in Sachsen und Sachsen-Anhalt starten

In Sachsen nehmen heute die Impfzentren den Betrieb auf. In den 13 Zentren werden zuerst Beschäftigte von Rettungsdiensten und ambulanten Pflegediensten geimpft. Der Paritätische Wohlfahrtsverband kritisierte, es gebe in Sachsen zu wenig Impfzentren. Geschäftsführer Michael Richter sagte MDR AKTUELL, die Anfahrtswege in den Landkreisen seien teilweise sehr lang und nicht jeder sei mobil genug. Als weiteres Problem nannte Richter die Terminvereinbarung. Besonders die Online-Terminvergabe könnte für ältere Menschen eine Hürde sein.

Auch in Sachsen-Anhalt öffnen heute die ersten der insgesamt 14 Impfzentren, zunächst für über 80-Jährige. In Thüringen geht es am Mittwoch in 29 Impfstellen los. Das Gesundheitsministerium veröffentlichte am Sonntag eine Webseite mit den Standorten der Thüringer Corona-Impfstellen.

06:25 Uhr | Adler-Modemärkte offenbar durch Lockdown insolvent

Die Adler Modemärkte haben Insolvenz beantragt. Das Unternehmen teilte am Abend mit, Grund seien erhebliche Umsatzeinbußen durch die Geschäftsschließungen im Zuge des Lockdowns seit Mitte Dezember. Ziel sei es, das Unternehmen in Eigenverantwortung zu sanieren. Dabei soll der Geschäftsbetrieb fortgeführt werden. Adler beschäftigt mehr als 3.300 Mitarbeiter in rund 170 Filialen, unter anderem in Leipzig.

06:10 Uhr | Bundesweit strengere Regeln in Kraft

Die verschärften Corona-Auflagen gelten ab heute in ganz Deutschland. Nachdem am Wochenende bereits sechs Länder die neuen Beschränkungen Regeln in Kraft setzten, ziehen die übrigen Länder jetzt nach, darunter auch Sachsen-Anhalt und Sachsen. Angehörige eines Haushalts dürfen nun nur noch eine weitere Person treffen. In Sachsen dürfen sich allerdings zwei Familien bei der Kinderbetreuung zusammentun. Schulen und Kitas bleiben weitgehend geschlossen. In Regionen mit einem Wochen-Inzidenz-Wert über 200 kann die Mobilität der Bürger auf einen Radius von 15 Kilometer begrenzt werden. In Sachsen gilt das landesweit. Der verschärfte Lockdown dauert zunächst bis 31. Januar, in Sachsen sogar bis 7. Februar.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 11. Januar 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 11. Januar 2021 | 06:00 Uhr

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