Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: WHO lenkt bei Booster-Impfung ein

Die WHO empfiehlt nun auch eine Corona-Auffrischungsimpfung, zumindest für Immungeschwächte. Kinder haben in Thüringen eine Inzidenz von 290. Der Chef des Kassenärzteverbandes fordert eine Aufhebung der Corona-Beschränkungen. Corona-Schnelltests sind jetzt für die meisten Menschen nicht mehr kostenlos. Was heißt das für das Infektionsgeschehen? Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 11. Oktober 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

20:29 Uhr | Erster Tag ohne Gratistest

Seit heute sind die Corona-Schnelltests im allgemeinen nicht mehr gratis. Kritiker befürchten mehr Ungerechtigkeiten für Menschen mit wenig Geld und größere Ansteckungsgefahr, weil Tests aus finanziellen Gründen gemieden werden könnten. Zudem ist die Umsetzung der neuen Regeln schwierig.

18:38 Uhr | WHO lenkt bei Booster-Impfungen ein

Die Weltgesundheitsorganisation hat für Menschen mit "mittel bis schwer geschädigtem" Immunsystem eine zusätzliche Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus empfohlen. Damit weicht die WHO von ihrer bisherigen Auffassung ab, dass zunächst in ärmeren Ländern die Impfquote erhöht werden sollte, ehe in den reichen eine dritte Impfung verabreicht wird.

Eine Booster-Impfung für alle lehnt die WHO weiterhin ab. Eine Ausnahme machte sie für Über-60-Jährige, die mit einem Vakzin der chinesischen Hersteller Sinovac oder Sinopharm geimpft wurden. Hier sei eine Auffrischung sinnvoll. In der EU wurde der chinesische Impfstoff u.a. in Ungarn eingesetzt. 

In Deutschland hatte die Ständige Impfkommission kürzlich eine grundsätzliche Empfehlung für eine Corona-Auffrischungsimpfung für Menschen ab 70 Jahren abgegeben sowie für alle, die mit dem Mittel von Johnson & Johnson geimpft wurden.

17:24 Uhr | Erste Preise für Corona-Schnelltests bekannt

Seit Montag sind Corona-Schnelltests im allgemeinen nicht mehr gratis. Die Preise unterscheiden sich erheblich. In Leipzig etwa von 6,90 Euro für Studenten in der Innenstadt bis zu 24,99 Euro am Flughafen. Am Dresdner Flughafen wurde der Preis zu Wochenbeginn auf 12,99 Euro gesenkt, in Jena kosten Tetst zwischen 10 und 14 Euro.

17:02 Uhr | Keine einheitliche Testpflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt

Für Beschäftigte in Unternehmen mit Publikumsverkehr wird es keine bundeseinheitliche Testpflicht geben. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern konnten sich nicht auf eine allgemeine Testpflicht für Beschäftigte ohne Impf- oder Genesungsnachweis einigen und überlassen es den Ländern, entsprechende Regelungen zu treffen. Bisher gibt es in den Corona-Verordnungen der Länder unterschiedlich konkrete Regelungen.

In Sachsen ist zum Beispiel die Testpflicht von Beschäftigten in derartigen Unternehmen an einen Inzidenzwert von mehr als 35 gekoppelt.

16:50 Uhr | Kinder in Thüringen haben Inzidenz von 290

Schüler einer Grundschule warten an einer Tür.
Kinder in Thüringen stecken sich derzeit drei mal so häufig an wie der Durchschnitt Bildrechte: dpa

Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren sind derzeit in Thüringen am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffen. Das geht aus einer Übersicht des Thüringer Gesundheitsministeriums hervor. Demnach lag die Sieben-Tage-Inzidenz in dieser Altersgruppe bei 290,6. Für die Gesamtbevölkerung gab das RKI die Inzidenz am Montag mit 96,1 an, das Datenprojekt Risklayer mit 100. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es derzeit keinen zugelassenen Corona-Impfstoff. Eine Infektion führt allerdings auch nur selten zu schwerten Verläufen. Auch in der Altersgruppe der 15- bis 34-Jährigen ist die Inzidenz höher als im Gesamtdurchschnitt. Sie lag am Montag bei 126,8. Am geringsten war die Inzidenz mit 36,1 bei den 60- bis 79-Jährigen.

16:40 Uhr | Ema prüft Zulassung von Antikörper-Therapie

Die europäische Arzneimittelbehörde Ema prüft die Zulassung eines weiteren Corona-Medikaments. Laut Ema hat das Schweizer Pharmaunternehmen Roche einen Antrag auf Zulassung seiner Antikörper-Therapie Ronapreve gestellt.

Mit dem aus zwei Wirkstoffen (Casirivimab und Imdevimab) bestehenden Mittel sollen Menschen ab 12 Jahre behandelt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sind und ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben. Zusätzlich kann das Mittel nach Angaben der Hersteller auch bei Menschen eingesetzt werden, die ein akutes Ansteckungsrisiko haben.

Bisher ist in der EU nur das Arzneimittel Remdesivir als spezielles Corona-Medikament zugelassen. In Deutschland wird allerdings eine Kombination der beiden Wirkstoffe Casirivimab und Imdevimab bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt

16:20 Uhr | Weltbank: Nach-Corona-Aufschwung dramatisch ungleich

Die Weltbank hat davor gewarnt, dass ärmere Länder kaum von der wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise profitieren. Weltbank-Präsident David Malpass sagte, der gegenwärtige Aufschwung sei dramatisch ungleich. Während in den Industrieländern das Pro-Kopf-Einkommen in diesem Jahr um fast fünf Prozent wachse, seien es in den armen Ländern nur 0,5 Prozent.

Hauptgrund ist laut Malpass die Verschuldung, die in den armen Ländern 2020 um 12 Prozent auf 860 Milliarden Dollar gewachsen sei. Sie bremse die Entwicklung vieler ärmerer Staaten aus. Daher werde eine "umfassende Herangehensweise" an das Schuldenproblem gebraucht, inklusive Schuldenreduzierungen.

15:48 Uhr | Gratistests für Wohnungslose gefordert

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe fordert bundesweit kostenlose Corona-Tests für Obdachlose. BAGW-Chefin Susanne Hahmann sagte, wohnungslose Bürgerinnen und Bürger seien aufgrund ihrer Lebensumstände nicht immer in der Lage, eine Impfung nachzuweisen oder Ausweispapiere vorzulegen. Sie bräuchten die Möglichkeit, sich bevorzugt in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe testen zu lassen. Andernfalls drohten Menschen ohne festen Wohnsitz noch stärker vom öffentlichen Leben ausgeschlossen zu werden.

Das Land Berlin hatte zuvor angekündigt, dass Empfänger staatlicher Transferleistungen weiterhin die Möglichkeit zu kostenlosen Corona-Test haben sollen. Es gebe Menschen, für die zwölf oder 15 Euro sehr viel seien, sagte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz im RBB.

15:05 Uhr | Gesundheitsminister beraten über Testpflicht für Beschäftigte

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten derzeit über einheitliche Vorschriften für eine Testpflicht für Mitarbeiter in Unternehmen mit Publikumsverkehr. In einem Entschlussentwurf heißt es, die Länder seien sich einig, dass die 3G-Nachweispflicht als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben oder Einrichtungen mit direktem Kundenkontakt auch für Beschäftigte gelten solle.

Demnach müssten sich alle Menschen, die weder geimpft noch genesen sind oder keinen Nachweis für eine Genesung haben, testen lassen, wenn sie zur Arbeit in eine solche Einrichtung gehen. Die Testpflicht könne an weitere Parameter wie Inzidenzen geknüpft werden. Das Papier soll noch heute beschlossen werden. Nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA gibt es unter den Ländern aber bisher noch keine einheitliche Linie.

14.30 Uhr | Gratistests in Freiberg und Stollberg

In Freiberg und Stollberg werden noch bis zum 31. Dezember kostenfreie Schnelltests für alle angeboten. Der MDR hat in beiden Städten nachgefragt.

14:00 Uhr | Besuchsverbot in Klinik in Pößneck

Auch in den Thüringen Kliniken in Pößneck (Saale-Orla-Kreis) gibt es jetzt ein Besuchsverbot. Ein Sprecher des Krankenhauses nannte als Grund die aktuelle Corona-Inzidenz im Saale-Orla-Kreis. Außerdem sei die Zahlen stationär zu betreuender Patienten weiter gestiegen. Die Thüringen Kliniken hatten bereits Ende September ein Besuchsverbot für ihre Krankenhausstandorte in Saalfeld und Rudolstadt ausgesprochen. Mit dem Besuchsverbot sollen vor allem Patienten mit Risikofaktoren vor dem Coronavirus geschützt werden. Vorerst ausgenommen von der Regel sind Väter bei der Geburt ihrer Kinder und der Besuch schwerstkranker Patienten. Diese Besuche seien mit dem jeweiligen Stationsteam abzustimmen, heißt es.

10:21 Uhr | Astrazeneca: Studie zu Antikörper-Kombination erfolgversprechend

Der britische Pharmakonzern Astrazeneca hat nach eigenen Angaben positive Ergebnisse mit einer experimentellen Antikörper-Kombination erzielt. Dem Unternehmen zufolge hat das die Spätphase einer Studie gezeigt. Das Medikament trägt den Namen "AZD7442". Astrazeneca zufolge hat die Antikörper-Kombination in der Untersuchung die Zahl der Schwerkranken und Toten unter Corona-Infizierten verringert. Bei Patienten, die seit sieben Tagen oder weniger Symptome zeigten und keine Krankenhaus-Behandlung benötigten, sei das Risiko, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu entwickeln oder an ihr zu sterben, um 50 Prozent reduziert worden. Astrazeneca-Manager Mene Pangalos sagte, ein frühzeitiges Eingreifen "mit unserem Antikörper kann das Fortschreiten der Krankheit deutlich verringern und bietet über sechs Monate lang Schutz". Der Konzern hat bereits bei den US-Behörden eine Notfallgenehmigung für die Zulassung des Antikörper-Cocktails als Präventionsmittel beantragt.

09:30 Uhr | Thüringer Hausärzteverband: Meiste Impfstellen sollten schließen

Der Thüringer Hausärzteverband hält den Weiterbetrieb der meisten Corona-Impfstellen im Freistaat für unnötig. Verbandschef Ulf Zitterbart sagte, die Impfungen gehörten jetzt in die Regelversorgung, also in die Arztpraxen. Da seien sie gut aufgehoben. Zitterbart zufolge sollten die zentralen Impfstellen nur noch dort bestehen bleiben, wo noch mehr als 100 Menschen pro Tag eine Impfung bekämen.

Mehrere Bundesländer haben ihre großen Impfzentren Ende September geschlossen. Die 29 regionalen Impfstellen in Thüringen sollen aber vorerst in Betrieb bleiben. Nur die Impfstellen in Eisenberg (Saale-Holzland-Kreis) und Blankenhain (Weimarer Land) sollen wegen zu geringer Auslastung Ende Oktober den Betrieb einstellen.

09:03 Uhr | Sieben-Tage-Inzidenz so hoch wie seit fast drei Wochen nicht

Die 7-Tage-Inzidenz ist so hoch wie seit fast drei Wochen nicht mehr. Das geht aus aktuellen Daten des Projekts Risklayer hervor. Demnach lag der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche gestern bei 69,4. Zuletzt war er am 22. September mit 70,1 höher gewesen.

Die höchste Inzidenz bundesweit hat Bremen mit 101 vor Thüringen mit einer Inzidenz von 100. Danach folgen Bayern (99) und Sachsen (94). In Sachsen-Anhalt liegt der Wert bei 52.

Auch bei der Hospitalisierungsinzidenz liegt Thüringen hinter Bremen. Die Hospitalisierungsinzidenz bildet die ins Krankenhaus eingewiesenen Covid-19-Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ab. Bundesweit liegt sie jetzt bei 1,58.

08:39 Uhr | Neuseeland führt Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheits- und Bildungswesen ein

Die neuseeländische Regierung hat eine weitgehende Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie für Lehrer angekündigt. Bildungsminister Chris Hipkins sagte, man können nichts dem Zufall überlassen. Er ist im Kabinett von Regierungschefin Jacinda Ardern auch für das Corona-Krisenmanagement zuständig. Den neuen Regelungen zufolge müssen Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen bis zum 1. Dezember zweifach gegen das Coronavirus geimpft sein. Menschen im Bildungssektor mit direktem Kontakt zu Schülern haben bis zum 1. Januar Zeit, um sich vollständig immunisieren zu lassen. Weiterführende Schulen werden dazu verpflichtet, eine Datenbank über den Impfstatus ihrer Schüler zu führen. Eine Entscheidung zu einer möglichen Impfpflicht an Hochschulen steht noch aus.

07:56 Uhr | Nordsachsens Landrat Emanuel positiv getestet

Kai Emanuel/CDU-Landratskandidat Nordsachsen
Nordsachsens Landrat Kai Emanuel. Bildrechte: CDU-Landesverband Sachsen

Der Landrat des Kreises Nordsachsen, Kai Emanuel, ist nach Informationen der "Leipziger Volkszeitung" positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Zeitung beruft sich auf das Landratsamt. Demnach befindet sich Emanuel in Quarantäne. Es gehe ihm gut, der Verlauf sei bisher unauffällig. Er habe "nur ganz leichte Erkältungssymptome".

Wann Emanuel positiv getestet wurde, teilte das Landratsamt dem Zeitungsbericht zufolge nicht mit. Die Behörde erklärte lediglich, Emanuel wolle sich heute erneut testen lassen. Er gehe davon aus, dass er die Kreistagssitzung am Mittwoch wieder planmäßig leiten könne. Zu seinem Impfstatus wollte sich der 53-Jährige auf Nachfrage nicht äußern.

07:08 Uhr | Lockdown für Großraum Sydney aufgehoben

Nach mehr als drei Monaten ist der Lockdown im australischen Bundesstaat New South Wales und seiner Hauptstadt Sydney beendet worden. Der Bundesstaat hob die Beschränkungen auf, weil inzwischen mehr als 70 Prozent der Menschen in New South Wales doppelt geimpft sind. Unter anderem dürfen sich vollständig geimpfte Personen jetzt in Gruppen von bis zu 30 Menschen treffen. Friseure dürfen wieder Kunden empfangen, allerdings nur unter Einhaltung der Distanzregeln, was auch für Museen, Fitnessstudios oder Kinos gilt. Der Regierungschef des Bundesstaates, Dominic Perrottet, sprach von einem Tag der Freiheit. Er warnte aber zugleich, dass die Zahl der Neuinfektionen jetzt wieder ansteigen könnte.

06:45 Uhr | Kassenärzte-Chef für Ende der Beschränkungen

Andreas Gassen
Kassenärztechef Andreas Gassen fordert ein Ende der Corona-Beschränkungen. Bildrechte: dpa

Der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, fordert angesichts der hohen Impfquote in Deutschland ein rasches Ende der Corona-Beschränkungen. Gassen sagte der "Bild"-Zeitung, es sei an der Zeit. Als Vorbild nannte er Dänemark. Die Lage in Deutschland sei derzeit wie in Dänemark am 10. September, als dort die Corona-Regeln beendet worden seien, "wenn nicht sogar besser". Gassen sagte wörtlich: "Was die Dänen können, müssen wir auch können." Das Robert Koch-Institut hatte Ende vergangener Woche eingeräumt, dass die Impfzahlen in Deutschland vermutlich deutlich höher sind als bislang angenommen.

06:33 Uhr | Buga in Erfurt trotz Corona-Pandemie mit 1,5 Millionen Besuchern

Nach der Bundesgartenschau in Erfurt haben die Thüringer Gastronomen und Hoteliers eine gemischte Bilanz gezogen. Der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands Dehoga, Dirk Ellinger, sagte MDR AKTUELL, mit dem Geschäft im Juli, August und September sei man weitestgehend zufrieden. Das gelte auch für die Außenstandorte der Buga. Im April und Mai habe allerdings so gut wie gar nichts stattgefunden. Die Sprecherin der Thüringer Tourismus GmbH, Mandy Neumann, sagte, die Buga sei Werbung für ganz Thüringen gewesen. So hätten kürzlich etwa der Schlosspark Altenstein und die Dornburger Schlösser mehr Gäste gemeldet als vor Corona. Die Buga war gestern zu Ende gegangen. Nach Angaben der Ausrichter kamen seit April 1,5 Millionen Besucher.

Blumen im Egapark 3 min
Bildrechte: MDR/Martin Moll

Zufriedene Gesichter überall

MDR AKTUELL Mo 11.10.2021 06:17Uhr 03:12 min

https://www.mdr.de/mdr-aktuell-nachrichtenradio/audio/audio-1857240.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

06:23 Uhr | Im Saale-Orla-Kreis gelten die 3G-Regeln

Im Saale-Orla-Kreis gelten ab heute strengere Corona-Regeln. Wie das Landratsamt in Schleiz mitteilte, gilt in Gaststätten, Hotels, Schwimmbädern, Fitnessstudios und bei öffentlichen Veranstaltungen die 3G-Regel. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen negativen Corona-Test vorlegen. Bei Schülern genügt dem Landratsamt zufolge die Bescheinigung eines in der Schule durchgeführten Tests. Ansonsten sei auch ein Selbsttest unter Aufsicht möglich. Geimpfte, Genesene und Kinder bis sechs Jahre sind von der Testpflicht befreit. Grund für die strengeren Regeln: Der Saale-Orla-Kreis hatte die Warnstufe 1 des Thüringer Frühwarnsystems erreicht.

06:16 Uhr | Werner rechtfertigt kostenpflichtige Corona-Tests

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner geht nicht davon aus, dass nach dem Ende der kostenlosen Corona-Tests mehr Infektionen übersehen werden. Die Linken-Politikerin sagte MDR AKTUELL, wer Symptome habe, gehe sowieso zum Arzt und werde dort getestet. Außerdem benötige jeder einen Test, der Angebote mit 3G-Regelung nutze. Deshalb glaube sie nicht, dass das Infektionsgeschehen aus dem Blick gerate. Werner betonte, wer ein Zertifikat fälsche, müsse mit einer Geld- oder sogar Freiheitsstrafe rechnen.

Seit heute müssen Corona-Tests grundsätzlich selbst bezahlt werden. Sie kosten zwischen 12 und 25 Euro. Ausgenommen von der Regelung sind Menschen, die sich nicht impfen lassen können. Die sächsischen Städte Freiberg und Stollberg wollen bis Jahresende weiter kostenlose Tests anbieten.

Bürgertest 3 min
Bildrechte: dpa

Freiberg und Stollberg halten an Tests fest

MDR AKTUELL Mo 11.10.2021 06:11Uhr 02:56 min

https://www.mdr.de/mdr-aktuell-nachrichtenradio/audio/audio-1857238.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Audio

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 11. Oktober 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 11. Oktober 2021 | 06:00 Uhr

Mehr aus Panorama

Mehr aus Deutschland