Coronavirus-Pandemie Ticker: Erste Lockerungen in Österreich ab nächster Woche

Österreich lockert seinen strengen Lockdown ab nächstem Montag. Dann dürfen in dem Land Schulen und Friseure wieder öffnen. Die Impfstoffhersteller Biontech/Pfizer und Astrazeneca kündigten kurz vor dem Impfgipfel heute in Berlin eine massive Ausweitung der Produktion an. Auch der Bayer-Konzern will ein Vakzin produzieren. Der Einzelhandel legte 2020 trotz Pandemie zu, doch zum Jahreswechsel gab es wieder mehr Kurzarbeit. Die aktuellen Entwicklungen im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 1. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:49 Uhr | EMA prüft Antikörper-Medikament gegen Corona

Die Europäische Arzneimittelagentur hat mit der Prüfung eines neuen Corona-Medikaments begonnen, das Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kürzlich für Deutschland eingekauft hat. Wie die EMA mitteilte, wird das auf der Kombination von zwei Antikörpern beruhende Mittel REGN-COV2 untersucht. Das Medikament der Hersteller Regeneron und Hoffman-La Roche soll die im Blut vorhandene Menge an Corona-Viren reduzieren können. Nach Angaben der EMA erfolgt die Wirksamkeitsprüfung im Rahmen eines sogenannten Rolling-Review-Verfahrens. Dabei bewerten Experten Daten aus Studien, auch wenn diese Versuche noch nicht abgeschlossen sind und noch kein Antrag auf Zulassung gestellt wurde. Das Zulassungsverfahren kann auf diese Weise verkürzt werden.

21:30 Uhr | AOK Plus: Verteilung von Maskengutscheinen läuft noch

In Sachsen und Thüringen müssen viele AOK-Versicherte aus Risikogruppen weiter auf ihre Gutscheine für verbilligte FFP2-Masken warten. Als Grund nannte AOK-Plus-Sprecherin Hannelore Strobl bei MDR AKTUELL Verzögerungen in der Bundesdruckerei. Nach der ersten Coupon-Lieferung habe sich eine ganze Weile nichts getan. Erst Ende voriger Woche habe man die noch fehlenden 500.000 Gutscheine erhalten. Deren Verteilung laufe noch. Strobel bat die bislang leer ausgegangenen Versicherten deshalb weiter um Geduld. Sie sollten noch zwei Wochen abwarten. Zugleich erklärte die AOK-Plus-Sprecherin, es komme auch vor, dass Gutscheine an Personen gingen, die aktuell keine Gesundheitsprobleme hätten. Das liege daran, dass etwa ein Jahre zurückliegender Asthmaanfall noch verschlüsselt im Datensystem hinterlegt sei.

21:20 Uhr | Europol warnt vor gefälschten Coronatest-Bescheinigungen

Europol warnt vor kriminellen Banden, die an Flughäfen und im Internet gefälschte Coronatest-Bescheinigungen anbieten. Wie die europäische Polizeibehörde in Den Haag mitteilte, wurden bereits mehrere Verdächtige festgenommen. Sie hätten Reisenden in Großbritannien, Frankreich, Spanien und den Niederlanden falsche negative Testzeugnisse verkauft. Dafür seien bis zu 300 Euro verlangt worden.

20:05 Uhr | Nächster Bund-Länder-Gipfel am 10.2.

Der nächste Bund-Länder-Gipfel über die weitere Gestaltung der Corona-Maßnahmen findet voraussichtlich am 10. Februar statt. Das sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel im Anschluss an die Beratungen zur laufenden Impf-Kampagne gegen das Coronavirus. Die derzeit geltenden Maßnahmen waren zwischen Bund und Ländern mit einer Gültigkeit bis zum 14. Februar verabredet worden.

19:53 Uhr | Impfgipfel im Kanzleramt zu Ende

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht für Bund und Länder nach dem Impfgipfel eine "Berechenbarkeit" für die Lieferung von Impfstoff-Dosen in den verschiedenen Quartalen des Jahres. Sie erneuerte auf Grundlage dessen ihr Versprechen, bis zum Ende des Sommers jedem Impfwilligen ein Angebot machen zu können. Selbst wenn weitere aussichtsreiche Kandidaten für die Entwicklung eines Impfstoffes – etwa der Firmen Johnson & Johnson und Curevac – keine Zulassung erhielten, sei dieser Plan zu halten.

18:21 Uhr | Österreich: Erste Lockdown-Lockerungen ab nächster Woche

Ab nächstem Montag sollen in Österreich Schulen, Handel und Friseure wieder öffnen dürfen. Dafür gelten strenge Auflagen, teilte die Regierung mit. So soll der Unterricht an den Schulen etwa in einem Schichtbetrieb erfolgen. Daran teilnehmen dürfen nur Schüler, die sich auf das Coronavirus testen lassen. Auch wer zum Friseur will, muss einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter ist als 48 Stunden. Die Ausgangsbeschränkungen werden auf die Zeit zwischen 20 Uhr und 6 Uhr eingegrenzt. Tagsüber dürfen sich zwei Haushalte treffen. Verschärft werden hingegen die Einreisebestimmungen.

16:27 Uhr | Unregelmäßigkeiten bei Corona-Schutz-Impfungen in Thüringen

In Thüringen hat es offenbar Unregelmäßigkeiten bei Corona-Impfungen gegeben. Wie das Thüringer Gesundheitsministerium auf Anfrage mitteilte, werden die Fälle derzeit von der Kassenärztlichen Vereinigung geprüft. Weitere Einzelheiten wurden mit Verweis auf laufende Verfahren nicht genannt. Nach MDR-Informationen handelt es sich in einem Fall um einen leitenden Angestellten eines Pflegeheimes im Weimarer Land. Er soll mehrere Bekannte auf die Impfliste gesetzt haben.

Aktuell werden nur Menschen gegen Corona geimpft, die entweder im medizinischen Bereich arbeiten oder älter als 80 Jahre sind. Ausnahmen gelten, wenn aus der sogenannten Prioritätengruppe 1 niemand mehr verfügbar ist, aber die Impfflaschen bereits angebrochen sind.

14:48 Uhr | Dezember-Hilfen können gezahlt werden

Nach wochenlanger Verzögerung können ab sofort die regulären Dezemberhilfen für Firmen ausgezahlt werden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Die technischen Voraussetzungen stünden jetzt bereit. Bisher waren nur erste Vorschüsse möglich. Dem Minsterium zufolge wurden diese stark in Anspruch genommen. Der Bund habe schon mehr als 1,56 Milliarden Euro überwiesen. Das Geld kann von Firmen, Selbstständigen und Vereinen beantragt werden, die im Lockdown schließen mussten. Sie können bis zu drei Viertel ihres Umsatzes vom Dezember 2019 erhalten. Die Mittel stellt der Bund bereit. Die Länder bearbeiten und prüfen die Anträge. Außderdem zahlen sie das Geld aus.

14:38 Uhr | Museen in Italien wieder geöffnet

In Italien sind die meisten Museen seit heute wieder geöffnet. Hintergrund sind Lockerungen der Corona-Einschränkungen. Das Gesundheitsministerium in Rom ließ in Regionen mit niedrigeren Infektionszahlen die Öffnung von Museen, aber auch von Restaurants zu. In Rom sind etwa die Vatikanischen Museen wieder zugänglich, in Florenz die Uffizien. Lediglich auf Sizilien und Sardinien sowie in Umbrien, Apulien und in der Provinz Bozen bleiben die verschärften Maßnahmen in Kraft.

14:00 Uhr | Biontech weitet Impfstoffproduktion massiv aus

Die Pharmaunternehmen Pfizer und Biontech wollen die Impfstoffproduktion in diesem Jahr von bisher geplanten 1,3 Milliarden auf zwei Milliarden Dosen steigern. Die Unternehmen wollen zudem die vereinbarte Liefermenge an die EU im ersten Quartal erfüllen. Im zweiten Quartal sollen dann zusätzlich 75 Millionen Dosen geliefert werden, davon etwa 14 Millionen nach Deutschland. Biontech erklärte MDR AKTUELL die erhöhten Produktionsmengen damit, dass die Umstellung im Pfizer-Werk in Belgien abgeschlossen sei. Außerdem starte in der neuen Produktionsstätte in Marburg im Februar die Produktion.

13:25 Uhr | Portugal mit 5.500 Corona-Toten im Januar

In Portugal sind allein im Januar 5.576 Menschen nach einer Corona-Infektion gestorben. Das ist fast die Hälfte aller Todesopfer im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 seit Ausbruch der Pandemie vor knapp einem Jahr. Viele Krankenhäuser sind überlastet. Krankenwagen müssen oft vor den Kliniken warten, bis ein Bett frei wird. Wegen der angespannten Lage hilft die Bundeswehr Portugal mit medizinischem Personal und Material aus.

12:32 Uhr | Urteil – Krebskranke haben bei Impfung keinen Vorrang

Krebskranke haben nach Beschlüssen des Berliner Verwaltungsgerichts keinen Anspruch auf eine vorgezogene Impfung gegen das Coronavirus. Das Gericht wies die Eilanträge eines Lungenkrebs- bzw. Knochenkrebs-Patienten zurück. Beide verlangten eine sofortige Impfung, da sie sich besonders gefährdet sehen, schwer an Covid-19 zu erkranken. Sie werden nicht stationär behandelt. Das Gericht zählte sie nicht zu den Menschen mit höchster Impfpriorität. Auch Einzelfallentscheidungen seien in der Impfverordnung nicht vorgesehen. Gegen die Beschlüsse kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg eingelegt werden.

12:02 Uhr | Bayer will Impfstoff produzieren

Der Pharmariese Bayer will in die Produktion von Covid-19-Impfstoffen einsteigen. Der Konzern verfügt nach eigenen Angaben über "die erforderlichen Fähigkeiten und Möglichkeiten, den mRNA-basierten Impfstoff von Curevac herstellen zu können". Das Präparat vom Tübinger Biotechnologie-Unternehmen Curevac ist in der dritten Testphase, es fehlt noch die Zulassung. Curevac-Chef Franz-Werner Haas kündigte für dieses Jahr mehrere hundert Millionen Dosen des Covid-Vakzins an und für 2022 mindestens eine Milliarde.

11:40 Uhr | Söder warnt vor "Lockerungswettbewerb"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat sich gegen eine umfassende Lockerung des bundesweiten Lockdowns ab Mitte Februar ausgesprochen. Er warnte vor einem "überstürzten Lockerungswettbewerb" und einem neuen Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen. Zur Beseitigung des Mangels an Corona-Impfstoffen bekräftigte der CSU-Chef seine Haltung, dass der Staat notfalls Vorgaben machen müsse. Das sei nach deutschem Verordnungsrecht möglich.

11:15 Uhr | Einzelhandel legt 2020 zu

Trotz Pandemie haben Deutschlands Einzelhändler im vergangenen Jahr ihren Umsatz  im Vergleich zu 2019 deutlich gesteigert. Das Statistische Bundesamt registrierte ein Rekordplus um 3,9 Prozent. Besonders gute Geschäfte machte demnach der Onlinehandel. Doch auch Lebensmittelhändler sowie Möbel- und Baumärkte legten zu. Der Textilhandel dagegen brach um 23 Prozent ein.

11:00 Uhr | Kurzarbeit steigt wieder

Durch den jüngsten Corona-Lockdown ist die Kurzarbeit in Deutschland nach Schätzung des Ifo-Instituts wieder stark gestiegen. Im Januar waren demnach 2,6 Millionen Arbeitnehmer in Kurzarbeit, 400.000 mehr als im Dezember. Das entspricht 7,8 Prozent aller sozialversicherungspflichtig beschäftigten Arbeitnehmer. Besonders hart getroffen sind Hotels und Gaststätten, in der Branche ist mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer in Kurzarbeit. Im Handel gab es nach Ifo-Angaben 556.000 Kurzarbeiter, das sind gut zwölf Prozent der Beschäftigten und mehr als doppelt so viele wie Anfang Dezember.

10:45 Uhr | Impfstoff-Fälscher in China festgenommen

In China sind etwa 80 Verdächtige wegen der Fälschung von Corona-Impfstoffen festgenommen worden. Der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge hatten die Betrüger eine unwirksame Kochsalzlösung als Impfstoff verkauft. Insgesamt seien 3.000 Impfdosen beschlagnahmt worden. Der Polizeieinsatz fand demnach an mehreren Orten im Land statt. China hat mehrere eigene Impfstoffe entwickelt, bis Mitte Februar sollen 50 Millionen Menschen geimpft werden.

10:23 Uhr | SPD gegen Verkauf von Staatsbeteiligungen

Die SPD kritisiert den von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vorgeschlagenen Verkauf staatlicher Unternehmensanteile zur Bewältigung der Corona-Krise. Parteichef Norbert Walter-Borjans sagte der Funke-Mediengruppe, das sei "ein alter Hut der Konservativen", in Krisen das Tafelsilber zu verticken. Die Union habe einfach keinen Plan für die Zeit nach Corona, weil ihnen ihre Privatisierungsideologie den Blick für langfristige Investitionen des Staates verstelle. Der SPD-Chef forderte stattdessen eine angemessene Beteiligung von Krisengewinnlern an der Finanzierung des Gemeinwesens.

Dagegen begrüßte das Institut für Weltwirtschaft den Verkauf von Staatsbeteiligungen. Viele Anteile könne der Bund problemlos sehr schnell verkaufen, etwa die an der Deutschen Telekom, an der Deutschen Post oder an 50Hertz. Altmaier hatte am Wochenende vorgeschlagen, den Verkauf milliardenschwerer Staatsbeteiligungen zur Finanzierung der Corona-Krise zu prüfen.

09:52 Uhr | Arzt: Jedes fünfte Kind mit Entwicklungsstörung

Kinderärzte warnen vor Entwicklungsstörungen durch den Lockdown. Der Kinderarzt Thomas Buck sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung": "Wir laufen derzeit Gefahr, etwa 20 Prozent der Kinder einfach von ihrer weiteren Entwicklung abzuhängen - in sprachlicher und in gesundheitlicher Hinsicht." In den Arztpraxen sehe man die Folgen des Lockdowns: Bewegungsmangel, Sprachentwicklungsstörungen, psychische Probleme, Depression und Traurigkeit. Buck warnt: "Viele Jugendliche verlieren ihre Kontakte in der Schule und damit ihre Jugend."

09:11 Uhr | Illegaler Faschingsumzug in Thüringen

Die Polizei hat am Sonntag im thüringischen Jüchsen eine illegale Faschingsfeier aufgelöst. Nach Polizeiangaben versammelten sich in dem Ortsteil von Grabfeld etwa 90 Menschen. Dabei gilt der Landkreis Schmalkalden-Meiningene als bundesweiter Hotspot mit hoher Inzidenz. Die Teilnehmer hatten sich der Polizei zufolge über Soziale Netzwerke verabredet, auch Pferde und teils geschmückte Fahrzeuge waren am Umzug beteiligt. Wie der MDR berichtet, wurden Mindestabstände und Hygienevorschriften nicht eingehalten. Gegen Nachmittag sei die illegale Versammlung von der Polizei aufgelöst worden. Demnach gab es mehrere Strafanzeigen wegen Beleidigung und Widerstand gegen Polizeibeamte.

08:40 Uhr | Bierabsatz eingebrochen

Die Pandemie hat den Deutschen den Appetit auf Bier verdorben. Nach einer Umfrage des Deutschen Brauer-Bundes verzeichneten Brauereien 2020 ein Umsatzminus von im Schnitt 23 Prozent. Der Verband teilte mit: Der mehrmonatige Lockdown der Gastronomie, das Verbot von Veranstaltungen und der Kollaps wichtiger Auslandsmärkte habe die Brauwirtschaft schwer getroffen. Das Statistische Bundesamt meldete für das Gesamtjahr ein Absatzminus um 5,5 Prozent. Doch es gibt auch Ausnahmen, wie die sächsische Landskron-Brauerei.

07:35 Uhr | Zwangsmaßnahmen gegen Pharmakonzerne?

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke lehnt Zwangsmaßnahmen gegen Pharmakonzerne ab, um die Impfstoff-Produktion zu erhöhen. Der SPD-Politiker sagte der ARD, erst einmal sollte man mit den Herstellern darüber reden, wie die Impfstoffproduktion ausgeweitet werden könne. Woidke plädiert dafür, auch Vakzine aus Russland und China für die Anwendung in Deutschland zu prüfen. Die Grünen hatten zuvor eine "Notimpfstoffwirtschaft" gefordert, um staatlich gelenkt mehr Impfstoff zu produzieren. Über die Probleme beim Corona-Impfprogramm beraten am Nachmittag Bund und Länder mit Vertretern der Pharmabranche.

07:04 Uhr | Lauterbach empfiehlt Astrazeneca-Impfstoff für Ältere

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisiert die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, das Corona-Vakzin von Astrazeneca nicht bei über 65-Jährigen zu verwenden. Bei MDR AKTUELL verwies er darauf, dass die EU-Kommission den Impfstoff ohne Altersobergrenze freigegeben habe. Diese Einschätzung finde er richtig. Gesundheitsminister Jens Spahn erklärte hingegen, dass sich die Regierung an die Empfehlung der Impfkommission halten werde.

Unterdessen wurde bekannt, dass Astrazeneca nun doch mehr Impfstoff bereitstellt als erwartet. Laut EU-Kommission liefert das Unternehmen zusätzlich neun Millionen Einheiten. Die Gesamtmenge beläuft sich damit auf 40 Millionen Dosen. Heute beraten Bund und Länder mit Impfstoff-Herstellern über Verbesserungen beim Impfprogramm.

06:40 Uhr | Biontech will Impfstoffproduktion um 50 Prozent steigern

Biontech will im kommenden Quartal die Lieferung seines Covid-19-Impfstoffs an die Europäische Union deutlich steigern. Manager Sierk Poetting kündigte die Lieferung von bis zu 75 Millionen zusätzlichen Impfeinheiten ab April an. Wegen der weltweiten Nachfrage planten Biontech und sein Partner Pfizer in diesem Jahr zwei Milliarden Dosen Impfstoff herzustellen. Die zuvor geplante Produktion von 1,3 Milliarden Impfdosen werde um mehr als 50 Prozent erhöht. Die Maßnahmen zur Produktionssteigerung liefen nach Plan.

06:25 Uhr | IHK Leipzig fordert Lockdown-Lockerung im Einzelhandel

Die Leipziger Industrie- und Handelskammer drängt darauf, die Corona-Auflagen für den Einzelhandel spätestens Mitte Februar zu lockern. IHK-Präsident Kristian Kirpal sagte MDR AKTUELL, zumindest solle wie in anderen Bundesländern das Abholen vorbestellter Waren ermöglicht werden. Dann könne das verkauft werden, was noch in den Lagern sei. Die Politik müsse aber auch bald dafür sorgen, dass wieder eine begrenzte Anzahl Kunden in die Geschäfte dürfe. Natürlich müssten dabei Infektionsschutzmaßnahmen eingehalten werden, betonte Kirpal. Wegen des langen Lockdowns warnen Branchenverbände, Gewerkschaften und Konjunkturforscher vor einer Pleitewelle im Einzelhandel.

06:15 Uhr | Notaufnahmen haben weniger Patienten

Die Notaufnahmen in Deutschland melden im aktuellen Lockdown ein Drittel weniger Notfall-Patienten im Vergleich zu den Vorjahren. Felix Walcher von der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) sagte der Zeitung "Augsburger Allgemeinen", eine Theorie sei, dass die Menschen aus Angst vor einer Covid-19-Ansteckung die Notaufnahme der Kliniken mieden. Dann sei zu befürchten, dass Patienten später und kränker in die Notaufnahmen kämen. Möglich sei auch, dass die Bevölkerung derzeit weniger aktiv sei und weniger Unfälle passierten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 1. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 01. Februar 2021 | 07:00 Uhr

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