Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Laschet für zwei bis drei Wochen langen "Brücken-Lockdown"

Ministerpräsident Laschet hat sich für einen harten Lockdown bis Ende des Monats ausgesprochen, bis mehr Menschen geimpft seien. Das Kuratorium der Deutschen Altershilfe kritisierte den Umgang mit Pflegeheim-Bewohnern als "Eskalation des Wegschließens". Der Deutsche Lehrerverband ist gegen einen Ausfall der Abiturprüfungen, wofür die GEW plädiert hatte.

Armin Laschet, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, spricht während einer Pressekonferenz im Aachener Impfzentrum.
NRW-Ministerpräsident Laschet bei der Pressekonferenz nach seinem Besuch in einem Impfzentrum: Eine "Ausnahmesituation" brauche rasches Handeln. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Ostermontag, 5. April 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:37 Uhr | Ramelow sieht Laschet-Vorschlag skeptisch

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat skeptisch auf den Vorschlag von NRW-Regierungschef Armin Laschet reagiert, noch diese Woche mit Bund und Ländern einen "Brücken-Lockdown" zu beschließen. Dem "Spiegel" sagte der Linke-Politiker: "Da muss auch vorher was auf dem Tisch liegen, was wir dann auch wirklich gemeinsam beschließen und vor allem auch alle umsetzen." Zu dem Vorstoß des CDU-Bundeschefs sagte Ramelow: "Die aktuellen Wortmeldungen sind wieder Stückwerk und von Hektik geprägt."

21:17 Uhr | Hausärzteverband verlangt Klarheit

Zum Start der Impfungen in vielen Hausarztpraxen hat deren Verbandschef Ulrich Weigeldt mehr Klarheit über Nebenwirkungen des Präparats von Astrazeneca gefordert. "Impfen darf nicht zur Mutprobe werden", sagte Weigeldt der "Bild"-Zeitung von morgen. Hintergrund sind einige Fälle von Blutgerinnseln (Thrombosen) in Hirnvenen. Es fehle an Klarheit, welche Vorerkrankungen und Prädispositionen die Betroffenen gehabt hätten.

20:15 Uhr | Tiefensee kündigt höhere Wirtschaftshilfen an

Thüringen stockt die Wirtschaftsförderung auf. Wirtschaftsminister Tiefensee sagte der "Thüringer Allgemeinen", vor allem Gastgewerbe und Veranstaltungsbranche würden stärker subventioniert. So könnten Investitionsvorhaben von Kleinbetrieben nun mit bis zu 40 Prozent aus EU- und Landesmitteln unterstützt werden. Für große Unternehmen werde der Höchstfördersatz auf 20 Prozent verdoppelt. Laut Tiefensee kann zudem der Digital-Bonus für IT-Zuschüsse nun auch von Händlern, Gastronomen und Veranstaltern genutzt werden. Man wolle damit jenen Betrieben helfen, die unter dem Lockdown besonders zu leiden hätten.

20:00 Uhr | Ostermärsche wieder draußen

Die Friedensbewegung hat eine positive Bilanz der diesjährigen Ostermärsche gezogen. Nachdem 2020 fast nur online demonstriert worden war, ging es in diesem Jahr auch wieder nach draußen.

19:15 Uhr | "60 plus" räumt Astrazeneca-Termine ab

In Nordrhein-Westfalen sind alle Impftermine für über 60-Jährige mit dem Mittel von Astrazeneca vergeben. Bereits Sonntagmittag waren sie nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Düsseldorf in vielen Kreisen und Städten ausgebucht. Insgesamt seien 369.658 Termine im Buchungssystem registriert. Weitere 80.342 Termine für Astrazeneca-Impfungen wurden oder werden demnach über kommunale Strukturen oder Hausärzte vergeben, die ab morgen in dem Bundesland an der Impfkampagne teilnehmen können.

19:03 Uhr | Müller gegen Vorschlag von Laschet

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller ist gegen den Beschluss eines "Brücken-Lockdowns" von Bund und Ländern noch in dieser Woche. "Es ist, glaube ich, noch sehr viel unklar, was Herr Laschet damit meint", sagte der SPD-Politiker und Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz dem ARD-Hauptstadtstudio zu dem Vorschlag von NRW-Regierungschef Armin Laschet (CDU).

"Ein Brücken-Lockdown für eine Übergangszeit und dann mit welchen Maßnahmen? Und das soll so lange gelten, bis viele Menschen geimpft sind. Was heißt das alles?", fragte Müller. Er glaube, viele Überlegungen seien noch nicht abgeschlossen.

18:02 Uhr | Lockerungen in England angekündigt

Der britische Premierminister Boris Johnson stellt angesichts sinkender Infektionszahlen in seinem Land jetzt Lockerungen ab kommenden Montag in Aussicht. In England dürften Geschäfte, Fitnessstudios, Friseure und die Pubs ihre Außenbereiche wieder öffnen, sagt der Regierungschef heute. Auch er selbst werde dann in einen Pub gehen. Die Menschen sollten allerdings vorerst weiter möglichst zu Hause aus arbeiten und Reisen unterlassen.

18:00 Uhr | Sachsens Krankenhäuser füllen sich

In Sachsen haben sich die Krankenhäuser weiter mit Covid-19-Patienten gefüllt. Nach der Übersicht des Sozialministeriums vom Sonntag waren landesweit 1.002 Betten auf Normalstationen mit Covid-19-Patienten belegt, nach 949 am Tag zuvor. Damit lag die Auslastung zuletzt landesweit bei 64,4 Prozent, in der Chemnitzer Region indes schon bei 72,2 Prozent. Der kritische Belastungswert wird bei 1.300 Patienten landesweit gesehen.

17:11 Uhr | Neue Schnelltests in Erfurt gelandet

Am Flughafen in Erfurt ist am Ostermontag ein weiteres Frachtflugzeug mit Coronavirus-Schnelltests abgefertigt worden. Die Boeing einer russischen Frachtfluggesellschaft habe 17 Tonnen geladen, teilte der Flughafen Erfurt-Weimar mit. Die Tests seien für ganz Deutschland bestimmt. Der Regionalflughafen setzt in der Pandemie verstärkt auf das Frachtgeschäft. Über ihn waren bereits Lieferungen mit Schutzausrüstungen abgewickelt worden.

17:05 Uhr | Grüne wollen "radikalen Wellenbrecher"

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt verlangt von der Bundesregierung ein härteres Vorgehen gegen die Pandemie. "Wir brauchen jetzt einen radikalen Wellenbrecher", sagte Göring-Eckardt der Zeitung "Die Welt". Die Bundesregierung dürfe nicht noch mehr wertvolle Zeit verlieren. Die Grünen unterstützten einen "verbindlichen bundeseinheitlichen Stufenplan, eingebettet in das Infektionsschutzgesetz und vom Bundestag beschlossen".

16:46 Uhr | Noch kein neuer Termin für Bund und Länder

Für das von NRW-Ministerpräsident Armin Laschet geforderte Vorziehen der Bund/Länder-Beratungen über einen "Brücken-Lockdown" gibt es noch keinen Termin. Der Bund sei immer bereit zu Beratungen, wenn es sich als erforderlich erweise, hieß es am Montag in Regierungskreisen. Eine solche Runde müsse aber gut vorbereitet und vorher klar sei, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Ein schnelles Treffen mit unterschiedlichen Vorstellungen unter den Ländern dürfe es nicht noch einmal geben. Bislang ist für die Beratungen der 12. April vorgesehen.

16:38 Uhr | Berlin: Brandstiftung an Testzentrum

Im Berliner Stadtbezirk Tiergarten sind durch Brandstiftung an einem Testzentrum ein Container und ein Zelt beschädigt worden. Nach Polizeiangaben waren auch sechs Bannerwerbungen auf dem Gelände betroffen. Eine politische Motivation werde geprüft.

16:01 Uhr | Laschet will Impfungen "unter Hochdruck"

Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet hat sich bei dem von ihm so angestrebten "Brücken-Lockdown" für ein Impfen "unter Hochdruck" ausgesprochen. Das bleibe die stärkste Waffe gegen das Coronavirus, sagte der CDU-Politiker im Impfzentrum in Aachen. Noch vor den Sommerferien werde mehr als die Hälfte der Deutschen mindestens ein Mal geimpft sein. Bis Ende April sollten 20 Prozent mindestens eine erste Impfung erhalten haben.

15:50 Uhr | Augustusburg mit Versuch zufrieden

Im sächsischen Augustusburg ist das Modellprojekt für Lockerungen aus Sicht der Stadt gut angelaufen. Unter wissenschaftlicher Begleitung wird in der sächsischen Stadt seit Donnerstag die kontrollierte Öffnung von Cafés, Restaurants und Hotels erprobt. Bürgermeister Dirk Neubauer (SPD) sagte dem MDR, aus ganz Deutschland seien Gäste gekommen. Alle seien sehr vorsichtig, hielten Abstand und trügen Masken. Von mehr als 3.500 Corona-Tests seien bis gestern Abend 13 positiv gewesen. Neubauer betonte, sollte die Bettenbelegung in Krankenhäusern den kritischen Wert überschreiten, werde das Projekt sofort beendet.

15:25 Uhr | Angst vor Corona-Strafe: Mann fällt von Balkon

Um einer Corona-Strafe zu entgehen, ist ein junger Mann in Wipperfürth in Nordrhein-Westfalen von einem Balkon im vierten Stock gestürzt. Wie die Polizei mitteilte, wurde der 22-Jährige schwer verletzt. Er gehörte zu einer Gruppe von vier jungen Männern, die sich am Freitagabend in einer Wohnung getroffen hatten, um gemeinsam zu feiern. Nachdem ein Nachbar die Polizei gerufen hatte und die Beamten klingelten, versteckten sich zwei der Männer auf dem Balkon. Während die Polizisten mit den beiden anderen Männern sprachen, stürzte der 22-Jährige in die Tiefe, vermutlich beim Versuch, auf einen benachbarten Balkon zu klettern.

14:43 Uhr | Laschet für harten "Brücken-Lockdown"

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet will einen harten und kurzen "Brücken-Lockdown" im April. Damit solle die Zeit überbrückt werden, bis viele Menschen geimpft seien, sagte der CDU-Bundeschef am Ostermontag beim Besuch eines Impfzentrums der Städteregion Aachen. Private und auch Kontakte am Arbeitsplatz müssten weiter verringert werden, möglicherweise auch durch Ausgangsbeschränkungen.

Laschet sprach von einer "Ausnahmesituation", weshalb die für nächsten Montag geplante neue Runde von Bund und Ländern auf die nächsten Tage vorgezogen werden solle. Bei Schulen und Kitas sei auf das "Notwendigste" zu fokussieren, mit flächendeckenden und eng getakteten Tests. Auch müsse es mehr Homeoffice geben. In den zwei bis drei Wochen des "Brücken-Lockdowns" müsse die "Homeoffice-Offensive der Wirtschaft" vorankommen. Lockerungen etwa bei der Gastronomie oder im Freizeitbereich schloss Laschet vorerst aus, auch in der Form von Modellversuchen.

14:09 Uhr | Saarland öffnet ab Dienstag

Mit dem Saarland geht ab Dienstag ein ganzes Bundesland als Corona-Modellprojekt an den Start. Neben der Außengastronomie dürfen Kinos, Theater, Konzerthäuser, Fitnessstudios und Tennishallen im kleinsten deutschen Flächenland öffnen. Voraussetzung ist ein negativer Schnelltest, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Zudem können sich im Freien bis zu zehn Menschen treffen. Der saarländiche Ministerpräsident Tobias Hans hatte zur Einführung des "Saarland-Modells" gesagt, nach einem Jahr Pandemie müsse den Verantwortlichen "mehr einfallen als nur zu schließen und zu beschränken". Zudem solle keine "Corona-Infektion" unentdeckt bleiben. Denn je mehr getestet werde, desto mehr werde auch aufgedeckt.

12:50 Uhr | Papst erinnert an Menschen in Pflegeheimen

Papst Franziskus hat sein öffentliches Mittagsgebet am Ostermontag besonders den alten und kranken Menschen sowie den Bewohnern von Pflegeheimen gewidmet. Gerade diesen Menschen wolle er ein Zeichen der Hoffnung und Ermutigung senden, sagte er. Im Vatikan klangen mit dem sogenannten Regina-Caeli-Gebet die Zeremonien zum Osterfest aus. Es war das zweite Mal nach 2020, dass das katholische Kirchenoberhaupt die Auferstehungsfeiern Christi unter starken Corona-Einschränkungen begehen musste.

12:42 Uhr | Lehrerverband gegen Ausfall der Abiturprüfungen

Der Deutsche Lehrerverband lehnt die Forderung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ab, die Abiturprüfungen wegen der Corona-Krise in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen und durch bisher erzielte Noten zu ersetzen. Verbandschef Heinz-Peter Meidinger sagte der "Rheinischen Post", die GEW habe diese Forderung bereits im letzten Jahr erhoben und es sei richtig gewesen, dass die Länder der Forderung nicht gefolgt seien.

Maidinger sagte, die Abiturprüfungen hätten 2020 trotz ähnlich hoher Inzidenzen sicher und weitgehend problemlos stattgefunden. Die Ergebnisse seien "ähnlich, sogar insgesamt leicht besser ausgefallen als die Jahre vorher". Aus seiner Sicht spreche gegen ein Ersetzen der Prüfungen durch bisherige Noten, dass bereits in einem Bundesland die Abiturprüfungen komplett abgeschlossen seien und in anderen Ländern schon liefen.

12:14 Uhr | Spahn will bis Mai jeden Fünften geimpft haben

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat zugesagt, bis Anfang Mai 20 Prozent der Deutschen geimpft zu haben. Der CDU-Politiker sagte bei einem Besuch eines Berliner Impfzentrums, seit Jahresanfang seien drei Monate benötigt worden, um etwa zehn Prozent der Bevölkerung zu impfen. Angesichts der zu erwartenden Lieferungen, werde man in einem Monat die nächsten zehn Prozent schaffen können. Die Impfgeschwindigkeit werde im zweiten Quartal immer weiter zulegen, versprach Spahn.

10:04 Uhr | Shoppen in Griechenland unter strengen Auflagen

In weiten Teilen Griechenlands dürfen von heute an wieder Geschäfte nach wochenlangem Lockdown öffnen. Allerdings ist das Einkaufen mit etlichen Auflagen verbunden.

Ein Mann geht im Stadtteil Plaka an geschlossenen Geschäften vorbei, Griechenland
Geschlossene Geschäfte im Athener Stadtteil Plaka: Unter strengsten Auflagen dürfen ab heute wieder Läden öffnen. Bildrechte: dpa

So müssen Verbraucher zunächst eine SMS mit ihrem Namen an den griechischen Zivilschutz senden. Die SMS ist drei Stunden gültig und darf nur einmal pro Tag genutzt werden. Einkaufen darf in den Läden nur, wer zuvor einen Termin vereinbart hat. Erlaubt ist ein Kunde je 25 Quadratmeter Ladenfläche bei maximal 20 Kunden gleichzeitig. Kartenzahlung ist Pflicht. Große Häuser haben angekündigt, nicht zu öffnen, weil es sich nicht lohne.

Von den Öffnungen ausgenommen sind wegen hoher Corona-Zahlen die nordgriechischen Städte Thessaloniki und Kozani sowie die Stadt Patras auf der Halbinsel Peloponnes.

09:26 Uhr | Handel gegen Ausgangssperren vor 22 Uhr

Der Handelsverband HDE plädiert dafür, mögliche Ausgangssperren erst nach 22 Uhr anzusetzen. Griffen sie zu früh, gäbe es in den Stunden davor ein erhöhtes Kundenaufkommen, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth der "Wirtschaftswoche". Das müsse im Sinne einer wirkungsvollen Bekämpfung der Pandemie verhindert werden. Bei Sperren ab 22 Uhr wären die Auswirkungen für den Einzelhandel sicherlich überschaubar. In jedem Fall müsse es Sonderregelungen für die Angestellten im Lebensmittelhandel für den Weg zur Arbeit und nach Hause geben.

08:43 Uhr | Kritik an "Eskalation des Wegschließens"

Der Umgang mit Pflegeheim-Bewohnern in der Hochphase der Corona-Pandemie entspricht nach Ansicht des Kölner Psychologie-Professors und Mitglieds im Kuratorium Deutsche Altershilfe, Frank Schulz-Nieswandt, einer "Eskalation des Wegschließens". Man habe das Recht auf Selbstbestimmung und Selbstständigkeit der alten Menschen vergessen, sagte er MDR AKTUELL. In "übertriebener Angst" sei alles abgeschlossen worden, statt darüber nachzudenken, wie über "intelligente Hygienekonzepte" die soziale Teilhabe dieser Menschen über Besuche und Kontakte hätte gesichert werden können. Dabei hätten Fachverbände von vornherein gewarnt, dass die älteren Menschen nach dem Verlust ihrer sozialen Kontakte schon nach wenigen Monaten einbrechen würden.

08:10 Uhr | Kommunen skeptisch wegen Bundesgesetz

Der Städte- und Gemeindebund reagiert mit Skepsis auf den Vorstoß von Bundesinnenminister Horst Seehofer, einheitliche Corona-Regeln per Bundesgesetz durchzusetzen. Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg sagte den Zeitungen der "Funke Mediengruppe", mehr Einheitlichkeit zwischen den Bundesländern wäre zwar wünschenswert, für die jetzt laufende dritte Welle komme aber eine gesetzliche Festlegung durch den Bund nicht mehr in Betracht. Bund und Länder könnten sich aber kurzfristig auf strengere gemeinsame Regeln verständigen. Das wäre rascher umzusetzen.

06:45 Uhr | GEW schlägt Verzicht auf Abitur-Prüfungen vor

Abiturienten während des Zentralabiturs, 2009.
Abiturienten während des Zentralabiturs: Die GEW kann sich auch vorstellen, die Prüfungen in diesem Jahr einfach mal ausfallen zu lassen. Bildrechte: IMAGO

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft spricht sich dafür aus, wegen der Corona-Pandemie die Abiturprüfungen in diesem Jahr notfalls ausfallen zu lassen. GEW-Chefin Marlis Tepe sagte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland", sollte das Infektionsgeschehen dramatisch ansteigen, müssten die Länder flexibel reagieren und von Prüfungen absehen. Grundlage der Notengebung könnten dann etwa Leistungen aus dem Unterricht sein.

Tepe betonte, in diesem Fall müssten die Abiturleistungen von den Bundesländern dennoch gegenseitig anerkannt werden. Das Abitur 2021 brauche die volle Wertschätzung.

06:40 Uhr | Tschechien lässt Corona-Notstand auslaufen

Tschechien will den Corona-Notstand nicht noch einmal verlängern. Wie Ministerpräsident Andrej Babis mitteilte, laufen die Regeln am 11. April aus. Dann würden unter anderem nächtliche Ausgangssperren und Reise-Einschränkungen im Inland aufgehoben. Auch könnten die Bürger ihre Landkreise wieder verlassen. Der Notstand war vor einem halben Jahr beschlossen worden, als sich in Tschechien hochansteckende Coronavirus-Mutationen rasant ausbreiteten. Zuletzt sind die Infektionszahlen nach Behördenangaben deutlich gesunken, ebenso die Belegung der Krankenhäuser mit Covid-19-Patienten.

06:30 Uhr | Portugal lockert Corona-Verbote

Portugal lockert weitere Corona-Auflagen. Seit heute dürfen Straßencafés, kleinere Geschäfte und Museen wieder öffnen. An weiterführenden Schulen geht der Präsenzunterricht wieder los. Allerdings sind die Menschen nach wie vor aufgerufen, ihre Wohnungen nur aus einem triftigen Grund zu verlassen. Wer kann, muss von zuhause aus arbeiten.

Portugal hatte vor zwei Monaten noch die höchsten Fallzahlen in Europa. Nach einem harten, langen Lockdown sind es inzwischen mit die niedrigsten. Am Ostersonntag registrierten die Behörden des Zehn-Millionen-Einwohner-Landes 193 Neuinfektionen sowie vier Todesfälle.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 5. April 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 05. April 2021 | 06:00 Uhr

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