Coronavirus-Pandemie Ticker: Keine Oster-Prognose aus dem Kanzleramt

An Prognosen über die Einschränkungen zu Ostern will sich die Bundesregierung noch nicht beteiligen. Die wegen der Coronavirus-Mutationen auch an den Grenzen zu Tschechien eingeführten Kontrollen sorgen für lange Staus. Die Bahn stellte nach ihrem Fernverkehr nun auch den Regionalverkehr nach Österreich und Tschechien ein, während in Deutschland die sonst üblichen Faschingsumzüge am Rosenmontag ausfallen. Alle weiteren aktuellen Entwicklungen auch heute hier im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 15. Februar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:12 Uhr | Laschet warnt vor Folgen der Grenzschließung

Armin Laschet
Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet Bildrechte: dpa

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hat vor negativen Auswirkungen geschlossener Grenzen auf die Wirtschaft gewarnt. Laschet sagte bei einer virtuellen Veranstaltung des Wirtschaftsrates Baden-Württemberg, man erlebe momentan, dass Lieferketten vor allem für die Automobilindustrie wieder gefährdet würden. Eine Grenzschließung verursache riesige Schäden. Das sehe man bereits jetzt an der tschechischen Grenze. Man müsse aufpassen, dass man die Fehler aus dem vergangenen Frühjahr nicht wiederhole.

Seit Sonntag gelten an den Grenzübergängen aus Tschechien und Österreich verschärfte Kontrollen, um die Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen zu verhindern. Infolge dessen entstand auf der A17 in Sachsen ein kilometerlanger Staus, der sich erst am Abend wieder auflöste.

21:10 Uhr | Hohe Impfrate in Großbritannien

In Großbritannien haben mehr als 90 Prozent der über 70-Jährigen eine erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Premier Boris Johnson sprach von einem einzigartigen nationalen Erfolg. Damit sei das Ziel seiner Regierung erreicht worden, bis Mitte Februar etwa 15 Millionen Menschen mit der ersten Dosis zu versorgen. Insgesamt hat mehr als jeder vierte Erwachsene im Königreich die erste Impfung bekommen.

Johnson warnte gleichzeitig vor Nachlässigkeit. Die Gefahr bleibe sehr real. Noch immer würden mehr Menschen mit Covid-19 in britischen Krankenhäusern behandelt als während der ersten Corona-Welle im April. In Großbritannien nimmt die Zahl der Neuinfektionen seit einigen Wochen ab. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag zuletzt bei knapp 150.

18:52 Uhr | Existenzangst bei Thüringer Gastronomen und Hoteliers

Die Mehrheit der Gastronomen und Hoteliers in Thüringen sind in ihrer Existenz bedroht. Nach Angaben des Thüringer Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) befürchten 60 Prozent, dass sie die Corona-Einschränkungen nicht überleben werden. Jedes fünfte Unternehmen denke über die Aufgabe des Betriebes nach. Debatten über den ausfallenden Osterurlaub verstärkten das noch. Die Situation sei dramatisch, weil die versprochenen Finanzhilfen zu schleppend ausgezahlt würden.

Die Verzweiflung und vor allem die existenziellen Sorgen unserer Kollegen sind sehr groß.

Mark Kühnelt Dehoga-Präsident

Den Angaben nach verlangen 90 Prozent der Unternehmen eine Öffnung rechtzeitig vor Ostern, knapp die Hälfte bereits zum 7. März.

18:45 Uhr | Lockerungen in Österreich nicht vor Ostern

Österreich will frühestens zu Ostern weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen umsetzen. Eine Entscheidung darüber will die Regierung nach Beratungen mit Experten am 1. März treffen. Die Infektionslage ist nach Angaben von Kanzler Sebastian Kurz trotz der leichten Lockerungen vor einer Woche weiterhin stabil. Man habe aber damit zu kämpfen, dass die Mutationen zugenommen hätten und weiter zunehmen würden. Das Land will nun noch stärker auf Tests setzen. Ab 1. März können in den Apotheken kostenlos Selbsttests abgeholt werden.

17:58 Uhr | Erstes Corona-Impfzentrum in einem Flüchtlingslager

Jordanien hat als erstes Land der Welt ein Corona-Impfzentrum in einem Flüchtlingslager eröffnet. Mohammed Hawari vom UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge (UNHCR) sagte, die Einrichtung im Saatari-Camp für syrische Flüchtlinge sei die erste dieser Art weltweit. In Jordanien werden zunächst über 65-Jährige, Menschen mit Vorerkrankungen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft. Das Land hat insgesamt 663.000 bei der UNO registrierte syrische Flüchtlinge aufgenommen.

17:30 Uhr | Sächsische Städte heben Ausgangssperre und Radius auf

Die Stadt Leipzig hebt die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr sowie weitere Ausgangsbeschränkungen auf. Das hat Oberbürgermeister Burkhard Jung mitgeteilt. Somit sind auch wieder Wege außerhalb des 15-Kilometer-Radius erlaubt, wenn sie der Grundversorgung dienen. Auch Individualsport und Bewegung im Freien sind unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln wieder erlaubt. Hintergrund ist, dass in Leipzig bereits an fünf Tagen in Folge die 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner unterschritten wurde.

 "Alle für Alle" steht auf einem Schild am Eingang zu einer EinkaufsstraŸe in der Innenstadt von Leipzig.
Leipziger City Bildrechte: dpa

In Chemnitz dürfen die Einwohner ab Mittwoch diesen Radius auch zur sportlichen Betätigung verlassen. Die nächtliche Ausgangssperre wird ebenfalls aufgehoben. Auch in den Landkreisen Bautzen und Nordsachsen darf man ab morgen auch nachts wieder unterwegs sein. In Dresden gilt die Aufhebung der Ausgangsbeschränkungen schon seit heute.

16:42 Uhr | Mehr als 17.000 freie Impftermine in Sachsen

Ein Mitarbeiter in einem Impfzentrum bereitet einen Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen Corona vor
Noch freie Termine in den Impfzentren Bildrechte: dpa

In Sachsen gibt es in dieser Woche 17.700 freie Termine für eine Corona-Schutzimpfung. Das teilte das Deutsche Rote Kreuz mit, das die Impfungen organisiert. Die Termine seien über die Webseite oder die Hotline für die insgesamt 13 Impfzentren buchbar. Die Erfahrung habe aber gezeigt, dass die Termine meist innerhalb weniger Stunden ausgebucht seien. Mit dem dritten Impfstoff von Astrazeneca können nun den Angaben zufolge mehr Impftermine vergeben werden. Seit dem 13. Februar wird damit auch in Sachsen geimpft - 544 Dosen wurden seither gespritzt.

Bisher werden nach wie vor zunächst Menschen über 80 geimpft. Wie bisher soll die Hälfte der Dosen für die Zweitimpfung zurückgelegt werden. Wer sich impfen lassen möchte, kann sich den Impfstoff nicht aussuchen.

16:13 Uhr | Pro und Contra zur Öffnung von Grundschulen und Kitas in Sachsen

Mit Einschränkungen und erhöhten Hygienemaßnahmen hat in Sachsen nach rund zwei Monaten Lockdown der Unterricht für 151.000 Grundschüler begonnen. Auch für die kleineren Kinder öffneten heute die Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb. Die Gewerkschaft für Erziehung und Wissenschaft findet die Öffnungen in Sachsen zu früh.

Im Gegensatz zur GEW hält das Kultusministerium in Dresden den Termin für gut gewählt und verteidigt die Öffnung von Schulen und Kitas.

Obwohl Schulen und Kitas wieder geöffnet haben, gibt es für Kinder und Jugendlichekeinen Impfstoff gegen das Coronavirus. Doch nun plant der Hersteller Astrazeneca eine Studie, mit der es zeitnah losgehen soll.

14:53 Uhr | Israel bescheinigt Impfstoff gute Wirksamkeit

Drei Ampullen mit Impfstoff, davor eine Spritze
Impfstoff von Biontech/Pfizer Bildrechte: imago images/Laci Perenyi

Eine Datenanalyse in Israel bescheinigt dem Impfstoff von Biontech/Pfizer eine hohe Wirksamkeit. Eine Krankenkasse hatte 600.000 Menschen in die Untersuchung einbezogen, deren zweite Impfung mindestens eine Woche zurücklag. Nach deren Angaben gibt es in der Gruppe der Geimpften 94 Prozent weniger symptomatische Infektionen wie in einer Kontrollgruppe noch nicht geimpfter Menschen. Von den 600.000 Menschen in jeder Gruppe waren etwa 430.000 zwischen 16 und 59 Jahren alt, die übrigen 60 und älter.

13:45 Uhr | NRW-Innenminister Reul positiv getestet

Innenminister Herbert Reul (CDU) ist als erster Minister der Landesregierung in Nordrhein-Westfalen bei einem Schnelltest positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Eine Sprecherin des Ministeriums sagte heute Mittag: "Dem Minister geht es den Umständen entsprechend gut, er führt die Amtsgeschäfte von zu Hause aus."

13:10 Uhr | Verstärkte Suche nach Mutationen

In Baden-Württemberg werden zwei Wochen lang alle Coronavirus-Proben auf Mutationen untersucht. Das Wissenschaftsministerium teilte mit, es solle herausgefunden werden, wie stark sich die neuen Varianten ausgebreitet haben. Dabei sei Baden-Württemberg ein Vorreiter.

12:53 Uhr | Österreich verärgert über die Grenzkontrollen

Die Grenzkontrollen haben in Österreich für Unmut gesorgt. Außenminister Alexander Schallenberg sagte heute, der deutsche Botschafter in Wien, Ralf Beste, sei am Sonntagabend auf die klare "Unverhältnismäßigkeit" der Kontrollen hingewiesen worden.

12:35 Uhr | Keine Prognose für Ostern aus dem Kanzleramt

Die Bundesregierung gibt – anders als etwa der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer – noch keine Prognosen zu möglichen Einschränkungen in den Osterferien ab. Die Aussagen von Kretschmer hatten zu heftigen Diskussionen geführt.

Die Bundesregierung insgesamt arbeitet daran, dass Ostern 2021 schon wieder ein etwas anderes Fest wird, als Ostern 2020 es war.

Steffen Seibert, Sprecher der Bundesregierung am 15. Februar 2021

Es spreche vieles dafür, die Entwicklungen in den nächsten Wochen abzuwarten, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert heute: "Wir haben zurzeit eine Lage, die sich in vieler Hinsicht positiv entwickelt." Allerdings sei die Lage wegen der Mutationen noch unsicher.

12:13 Uhr | Regierung verteidigt die Grenzkontrollen

Das Bundesinnenministerium hat die Grenzkontrollen zu Tschechien und Tirol als "absoluten Ausnahmefall" verteidigt. Sie seien vorübergehend notwendig, um die Gesundheitssysteme nicht mit mutierten Coronaviren zu überfordern. Die Bundespolizei habe bislang etwa 10.000 Personen kontrolliert und die Hälfte von ihnen zurückgewiesen. Ab Mitte der Woche sollten behördliche Bescheinigungen für systemrelevante Berufspendler vorliegen. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums erklärte, der grenzüberschreitende Lieferverkehr müsse weiter rollen. Das werde ständig beobachtet. Bei Problemen müsse es Anpassungen geben.

Bundespolizei-Sprecher Christian Meinhold sagte MDR AKTUELL, viele Reisende hätten keine digitale Einreiseanmeldung oder keinen negativen Corona-Test. Das müsse vor Ort nachgeholt werden, was die Kontrollen und die aktuellen Wartezeiten an den Grenzen erheblich verlängere.

12.02 Uhr | Schnelltest-Zulassungen ab März

Das Bundesgesundheitsministerium erwartet nach Angaben eines Sprechers eine Zulassung von privaten Coronavirus-Schnelltests ab März. Man wolle bei der Qualität solcher Tests sichergehen.

11:56 Uhr | VW sieht bisher keine Einschränkungen

Nach Einschätzung von Volkswagen halten sich Verzögerungen in der Belieferung wegen der Grenzkontrollen von Lkw-Fahrern bisher in einem überschaubaren Rahmen. "Noch gibt es an unseren Standorten keine Einschränkungen, aber wir beobachten das natürlich weiter", sagte ein Konzernsprecher am Montag. Der Branchenverband VDA hatte befürchtet, dass die seit Sonntag geltenden Einreisebschränkungen an den Übergängen aus Tschechien und dem österreichischen Bundesland Tirol den Lieferverkehr erheblich ausbremsen könnte.

11.46 Uhr | Deutsche Bahn stellt Regionalverkehr ein

Die Deutsche Bahn hat nach dem Fern- nun auch den Regionalverkehr nach Tschechien und Tirol wegen der neuen deutschen Grenzregelungen eingestellt. Damit fahren unter anderem die Regionalzüge zwischen Garmisch und Innsbruck beziehungsweise Reutte in Tirol nicht mehr. Nach Tschechien gilt das der Bahn zufolge für die Strecken von Rumburk nach Děčín sowie von Nürnberg nach Cheb. Dass die ICE und EC von München nach Verona in Italien und die von Hamburg nach Prag jetzt nicht mehr fahren, hatte die Bahn schon angekündigt. Der Güterverkehr läuft.

11:15 Uhr | Diakoniewerk widerspricht Wiegand

Der Streit um vorgezogene Coronavirus-Impfungen auch für Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand geht weiter. Das Diakoniewerk Halle widersprach ihm in der Frage, wer diese Impfungen zu verantworten habe: Das Diakoniewerk besitze keine Übersicht von Personen, die mit einem "Zufallsgenerator" angerufen werden könnten. Die Entscheidung, Wiegand zu kontaktieren, habe das Impfteam getroffen. Wiegand hatte am vergangenen Freitag gesagt: Das Krankenhaus sei verantwortlich für die Verteilung übrig gebliebener Impfdosen, und weil das Diakonie-Krankenhaus von der Prioritätenliste niemanden mehr habe erreichen können, sei er eingeladen worden. Der Sprecher des Diakoniewerks hatte dem MDR schon vor einigen Tagen gesagt, dass die Stadt mit ihren mobilen Impfteams für das Impfen verantwortlich sei.

10:53 Uhr | Noch keine Entspannung in Berliner Kliniken

Die Berliner Krankenhausgesellschaft sieht noch keinen Grund zur Entwarnung. Im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses sagte BKG-Geschäftsführer Marc Schreiner heute, die Zahl der Menschen, die sich in einer Woche mit dem Coronavirus infiziert hätten, sei in Berlin zwar unter 57 pro 100.000 Einwohner gesunken: "Aber rückläufige Zahlen sehen wir in den Krankenhäusern nur bedingt." Auch für das Personal habe sich die Lage noch nicht verbessert und "jetzt haben wir noch zusätzliche Entwicklungen durch Virusmutationen". Es gebe erste Infektionsfälle mit Virus-Mutanten in zwei Berliner Krankenhäusern.

10:24 Uhr | Dresdner Filmfest auf Juli verschoben

Auch das Dresdner Filmfest 2021 wird wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Die 33. Ausgabe soll nach Angaben der Veranstalter statt im April nun vom 13. bis 18. Juli stattfinden. Es war bereits im Frühjahr 2020 verschoben worden und dann im September über die Bühne gegangen.

10:15 Uhr | Grundschulen und Kitas in Sachsen geöffnet

Trotz verlängerten Lockdowns sind in Sachsen viele Grundschulen und Kindertagesstätten seit Montag wieder im eingeschränkten Regelbetrieb geöffnet. Die Kinder sollen dabei in strikt getrennten Gruppen mit festen Bezugspersonen bleiben. Die Schulbesuchspflicht bleibt ausgesetzt. Bei Kindertagesstätten ist mit verkürzten Öffnungszeiten zu rechnen.

10:00 Uhr | Frankreich: Grenzkontrollen sind "hart"

Frankreichs Europaminister Clement Beaune hat die deutsche Entscheidung für Grenzkontrollen als "hart" bezeichnet. Eine solche Entscheidung in der Mitte Europas habe weitreichende Folgen, sagte er im Sender France Info. Er hoffe nicht, dass man selbst zu solchen Maßnahmen greifen müsse. Stärkere Kontrollen an den Grenzen zu Frankreich hat die Bundesregierung derzeit nicht vor.

Gleichwohl sagte der saarländische Regierungschef Tobias Hans (CDU) bereits eine enge Abstimmung mit den Nachbarländern zu, wozu auch Luxemburg gehört. Sollten auch hier Kontrollen nötig werden, werde man Berufspendlern auf keinen Fall neue Erschwernisse zumuten. Kontrollen sollten auch nicht "entlang der ehemaligen Schlagbäume", sondern etwa durch Nachweise regelmäßiger Tests erfolgen.

09:55 Uhr | Dehoga kritisiert Kretschmer

Der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga kritisiert Warnungen von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer, der Osterurlaub müsse wegen der Coronavirus-Pandemie dieses Jahr ausfallen. Solche Aussagen sorgten für Verunsicherung und seien völlig inakzeptabel, sagte Dehoga-Chefin Ingrid Hartges den Fernsehsendern RTL und ntv heute Vormittag. "Darüber hinaus ist es auch rechtlich fragwürdig", meinte Hartges.

09:35 Uhr | EU will Impfangebot für alle

Die EU will bis Ende des Sommers allen Bürgern, die das wollen, ein Impfangebot unterbreiten. Das sagt EU-Binnenmarktkommissar Thierry Breton dem französischen Fernsehsender BFM. Zusätzlicher Impfstoff zu den bereits bestellten und geplanten Mitteln sei dazu nicht nötig.

09:30 Uhr | Wirtschaft fürchtet gestörte Lieferketten

Wegen der Kontrollen an den Grenzen zu Österreich und Tschechien warnt der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) vor Folgen für die Wirtschaft. Beschäftigte im Transportsektor müssten ihre Einreise selbst bei Transitfahrten anmelden und negative Ergebnisse zertifizierter Coronavirus-Tests vorweisen. Dadurch drohten erneut Staus an den Grenzen, weiträumige Umfahrungen und gestörte Lieferketten.

Vor Autobahn-Grenzübergängen nach Deutschland bildeten sich heute vor allem in Tschechien kilometerlange Staus. Auf der E55/D8 Prag-Dresden stauten sich Lastwagen am Vormittag gut 20 Kilometer bis nach Usti nad Labem zurück. Auch auf der E50/D5 in Richtung Nürnberg stand zeitweise eine mehr als 20 Kilometer lange Lkw-Kolonne.

Tschechiens Zulieferer-Betriebe gelten als "verlängerte Werkbank" für viele deutsche Unternehmen. Die hiesige Autoindustrie etwa befürchtet Produktionsausfälle. Seit Sonntag dürfen aus Tschechien und Österreich nur noch Menschen mit Aufenthaltserlaubnis und deutschem Wohnsitz einreisen. Ausnahmen gibt es für Gesundheitspersonal, Lkw-Fahrer und andere Pendler aus bestimmten, festgelegten Berufsgruppen.

Alle jedoch müssen sich digital anmelden und an der Grenze einen negativen Corona-Test zeigen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Tschechische Behörden haben deshalb die Kapazitäten ihrer Testzentren in den Grenzgebieten erhöht und unter anderem Feuerwehren darum zusätzliche Abstrichstellen eingerichtet.

Die Bundesregierung hatte die stationären Grenzkontrollen zu Tschechien und Österreich wieder eingeführt, um das Einschleppen von ansteckenderen Varianten des Coronavirus einzudämmen. Diese gelten im Vergleich zu Deutschland in Tschechien und im österreichischen Bundesland Tirol als wesentlich stärker verbreitet.

09:02 Uhr | Zahl der Neuinfektionen in den USA rückläufig

In den USA geht die Zahl der täglich erfassten Coronavirus-Neuinfektionen weiter zurück. Die Behörden meldeten am Sonntag 64.194 neue Fälle. Am Sonntag vor einer Woche waren es noch 89.581. Der bisherige Tagesrekord war am 2. Januar mit 300.282 gemeldet worden. Wie aus den Daten der Johns-Hopkins-Universität weiter hervorging, sank auch die Zahl der täglichen Todesfälle weiter – auf 1.084 am gestrigen Sonntag, nach dem bisherigen Höchstwert am 13. Februar mit landesweit 5.443 in 24 Stunden gemeldeten Toten.

08:38 Uhr | Fasching: Rosenmontag im Lockdown

Die deutschen Karnevalisten erleben dieses Jahr einen traurigen Rosenmontag: Wegen der Coronavirus-Pandemie fallen die großen Umzüge aus. In Düsseldorf und Mainz geschah das zuletzt 2016, aus Sorge vor orkanartigen Böen. In Köln verzichteten die Jecken zuletzt 1991 auf ihren Umzug, wegen des Golfkriegs. In Köln rollt heute nur ein Puppenzug mit Persiflage-Wagen vor einer Altstadt-Kulisse aus Pappe durch das Karnevalsmuseum. "Der ausgefallenste Zoch" wird ab 14 Uhr vom WDR übertragen. Aus Düsseldorf zeigt das Fernsehen zudem Zusammenschnitte vergangener Rosenmontagszüge.

In Thüringens Karnevalshochburgen will die Polizei heute verstärkt kontrollieren, um die Einhaltung der Pandemie-Regeln durchzusetzen. Der Verband der Thüringer Karnevalsvereine hatte dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Von illegalen Umzügen distanzierte er sich.

08:00 Uhr | Italien stoppt Öffnung der Skigebiete

Kurz vor der geplanten Öffnung vieler Skiregionen in Italien hat die Regierung in Rom diese wieder gestoppt. Gesundheitsminister Roberto Speranza verlängerte das Wintersport-Verbot für Freizeitsportler wegen erhöhter Risiken durch neue Virus-Varianten. Zuvor hatte die Regierung den Skibetrieb in den sogenannten gelben Zonen des Landes ab morgen erlaubt, in denen das Infektionsrisiko als eher mäßig gilt.

07:35 Uhr | Rücktritt wegen vorzeitiger Impfung in Peru

Nach Ärger um vorzeitige Impfungen für Politiker in Peru ist die Außenministerin der Übergangsregierung zurückgetreten. Sie habe am 22. Januar eine erste Dosis bekommen, räumte Ministerin Elizabeth Astete eine. Sie sei ihr angeboten worden, nachdem sie Kontakt mit Menschen gehabt habe, die positiv auf das Coronavirus getestet worden seien. Die Reaktionen auf die Enthüllung, dass Ex-Präsident Martín Vizcarra und seine Ehefrau sich hatten impfen lassen, hätten ihr aber gezeigt, dass sie einen schweren Fehler begangen habe.

Perus Impfungen hatten am vergangenen Dienstag begonnen. Zuerst sollten Gesundheitspersonal, Sicherheitskräfte und Interimspräsident Francisco Sagasti geimpft werden, nicht aber andere Angehörige der Regierung. Menschen ab einem Alter von 60 Jahren sollen in der zweiten Phase an die Reihe kommen. Das südamerikanische Land in den Anden hat mit gut 30 Millionen Einwohnern und bisher rund 43.700 Todesfällen eine der weltweit höchsten Todesraten in der Pandemie.

07:03 Uhr | Illegale Ski-Faschingsfeier in Marienberg

In Marienberg in Sachsen haben sich nach Polizeiangaben etwa 100 Menschen zu einem Ski-Fasching versammelt, ohne dabei Mund-Nase-Bedeckungen zu tragen und Abstand zu halten. Als Beamte eingetroffen seien, sei ein Großteil der Gruppe auf Skiern verschwunden. Deshalb gebe es auch keine genauere Angabe zur Zahl der Personen. Es werde wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung ermittelt.

06:50 Uhr | Staus an sächsisch-tschechischer Grenze

An der Grenze zwischen Sachsen und Tschechien kommt es wegen der verschärften Grenzkontrollen weiter zu Verzögerungen. Betroffen ist der Grenzübergang Breitenau-Schönwald auf der Autobahn 17 in Richtung Dresden. Schon gestern, am ersten Tag der Grenzkontrollen, wurden an den Übergängen aus Tschechien und aus Österreich nach Angaben der Bundespolizei mehr als 2.200 Menschen abgewiesen. Für heute wird erwartet, dass vor allem Berufspendler über die Grenze wollen. Dies dürfen jedoch nur Menschen, die in Medizin, Pflege oder bestimmten Berufen arbeiten und mit negativen Testergebnissen. Die verschärften Kontrollen wurden wegen der Ausbreitung von Coronavirus-Mutationen in Tschechien und im österreichischen Bundesland Tirol eingeführt.

06:32 Uhr | Sächsischer Handel sieht "Click & Collect" skeptisch

Auch die Sachsen dürfen nun vorbestellte Waren in eigentlich geschlossenen Geschäften abholen. Als letztes Bundesland hat der Freistaat den Abholservice "Click and Collect" zugelassen. Nach Einschätzung des sächsischen Handelsverbands werden davon allerdings nicht alle Branchen profitieren. Hauptgeschäftsführer René Glaser sagte MDR AKTUELL, die Regelung sei sicher mehr etwas für Baumärkte, Möbelhäuser und Elektronikmärkte. Beim Kauf von Kleidung komme es dagegen aufs Anprobieren an. Das Centermanagment der Altmarkt Galerie Dresden rechnet damit, dass vielleicht ein Viertel der 200 Geschäfte den Abholservice anbieten wird.

06:14 Uhr | Debatte um Osterurlaub

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff ist gegen einen pauschalen Verzicht auf Osterurlaub. Der CDU-Politiker plädierte in der ARD für ein abgestuftes Vorgehen, abhängig von Inzidenzwerten. So könne etwa Urlaub im eigenen Bundesland in Ferienwohnungen zuerst zugelassen werden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller sagte im ZDF, für eine pauschale Aussage zu den Osterferien sei es zu früh. Er verwies dabei auf die Infektionszahlen, die in den vergangenen Wochen deutlich gesunken sind. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer hatte dagegen gesagt, mit Osterurlauben riskiere man, alles zu zerstören, was man seit Dezember erreicht habe.

06:10 Uhr | Spahn räumt Fehler bei Impfvorbereitungen ein

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Fehler bei den Vorbereitungen auf die Corona-Impfungen eingeräumt. Der CDU-Politiker sagte der "Süddeutschen Zeitung", der europäische Bestellprozess sei teilweise nicht schnell genug gewesen. Auch habe man nicht genug erklärt, wie schwierig der Start sein würde. Das liege auch an der Struktur. Das Vergaberecht bei Aufträgen in Europa sei zu stark von Sicherheit und Routinen geprägt. Dadurch sei man langsamer als nötig. In den nächsten Wochen werde sich die Situation verbessern.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 15. Februar 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 15. Februar 2021 | 06:00 Uhr

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