Coronavirus-Pandemie Ticker am Montag: Erste Lieferungen von Johnson & Johnson im April

Die ersten Dosen des vierten in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson sollen Mitte April geliefert werden. Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass das neuartige Coronavirus von Tieren auf den Menschen übertragen wurde. Die Gesellschaft für Immunologie fordert, keine Vakzine für Zweitimpfungen zurückzuhalten, sondern alles zu verimpfen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson wird in eine Spritze aufgezogen.
Ab Mitte April sollen die ersten Johnson-&-Johnson-Lieferungen in Deutschland ankommen. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Montag, 29. März 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:42 Uhr | Bodo Ramelow über die Corona-Strategie der Bundesregierung

Der Ton im Corona-Krisenmanagement wird rauer: Die Kanzlerin droht damit, die Dinge notfalls im Alleingang zu regeln, falls die Inzidenzen nicht sinken. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow im Interview:

21:40 Uhr | Biden: Großteil der erwachsenen US-Bürger bald impfberechtigt

Der Großteil aller erwachsenen Amerikaner soll schon in drei Wochen impfberechtigt sein. Bis zum 19. April sollen 90 Prozent der Erwachsenen für eine Impfung in Frage kommen, erklärte US-Präsident Joe Biden am Montag im Weißen Haus. Lange Wege sollen die Menschen für die Impfung nicht auf sich nehmen müssen: Für 90 Prozent werde bis zu dem Stichtag ein Impfort in einem Umkreis von fünf Meilen (etwa acht Kilometer) liegen. Möglich werden soll das, indem in fast 40.000 Apotheken des Landes die Impfstoffe gespritzt und weitere Massenimpfzentren aus dem Boden gestampft werden. Angesichts steigender Infektionszahlen ermahnte Biden die Bevölkerung, bei den Anstrengungen zur Eindämmung der Pandemie nicht nachzulassen. Man befinde sich in einem Wettlauf um Leben und Tod.

21:04 Uhr | Staatschefs wollen Vertrag zur Bekämpfung von Pandemien

Mehr als zwanzig Staats- und Regierungschefs aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika schlagen einem Medienbericht zufolge in einem gemeinsamen Aufruf vor, zur Vorbeugung und Bekämpfung künftiger Pandemien einen neuen völkerrechtlichen Vertrag auszuarbeiten. Damit solle die Lehre aus den Fehlern im Umgang mit Covid-19 gezogen werden, heißt es in dem Aufruf, der von der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" veröffentlicht wird. Zu den Unterzeichnern zählten unter anderen Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, EU-Ratspräsident Charles Michel, Chiles Präsident Sebastian Pinera, Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa, Südkoreas Präsident Moon Jae In und Indonesiens Präsident Joko Widodo. Mit dem von ihnen angestrebten Vertrag könnten mehr Zusammenarbeit im Gesundheitswesen, Warnsysteme bei Gefahren und eine bessere Verteilung von Medikamenten, Schutzausrüstungen und Impfstoffen erreicht werden.

20:20 Uhr | CDU-Länderchefs weisen Merkel-Kritik zurück

Mehrere CDU-Länderchefs haben die Kritik von Kanzlerin Angela Merkel an ihrem Corona-Kurs zurückgewiesen. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und sein saarländischer Kollege Tobias Hans verteidigten geplante Lockerungen in Regionen mit niedrigeren Inzidenzwerten. Alle vorsichtigen Öffnungsschritte würden mit vermehrten Tests verbunden. Hessens Regierungschef Volker Bouffier wandte sich gegen Merkels Drohung, wonach der Bund den Ländern verbindliche Vorgaben für weitere Einschränkungen machen könnte. Von einer Zentralisierung des Regelwerks rate er ab. Von anderen Ländern erhielt Merkel dagegen Unterstützung, so von Bayern, Thüringen und Rheinland-Pfalz.

20:00 Uhr | Urlaubsreisen ins Ausland bleiben erlaubt

Urlaubsreisen ins Ausland werden trotz der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich möglich sein. Ein Regierungssprecher verwies auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend auf die geltenden Bestimmungen für Reisende. Ein von Kanzlerin Angela Merkel erteilter Prüfauftrag zur möglichen Unterbindung touristischer Reisen gelte derzeit formal als abgeschlossen.

19:00 Uhr | Situation in Frankreich spitzt sich zu

In Frankreich spitzt sich die Situation auf den Intensivstationen weiter zu. Die Gesundheitsbehörden meldeten am Montag mehr als 4.970 Patientinnen und Patienten mit Covid-19 auf den Intensivstationen im Land. Das sind mehr als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle der Epidemie im Herbst vergangenen Jahres. Damals zählten die Behörden im November etwas mehr als 4.900 Menschen auf den Intensivstationen.

18:50 Uhr | DGB-Chef: Zu wenige Tests bei Unternehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat kritisiert, dass in deutschen Unternehmen noch immer zu wenig auf das Coronavirus getestet wird. Auch Sachsens Unternehmen sind beim Testen ihrer Mitarbeiter ganz unterschiedlich engagiert, sagt DGB-Chef Markus Schlimbach. Hohe Kosten seien dabei nur ein Vorwand. Einigen sei der Gesundheitsschutz nicht so wichtig. Hören Sie das ganze Interview:

17:40 Uhr | US-Studie zur Wirksamkeit von Corona-Impfstoffen

Die Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna reduzieren zwei Wochen nach der zweiten Impfung das Infektionsrisiko von Mitarbeitern im Gesundheitssektor und Ersthelfern um 90 Prozent. Das geht aus einer US-Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörde CDC hervor. Die Impfstoffe seien damit hochwirksam. Die Studie bestätige die Ergebnisse eines großangelegten klinischen Versuchs vor der Notzulassung durch die zuständige US-Behörde FDA.

17: 18 Uhr | Johnson & Johnson will Afrikanische Union beliefern

Der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson will die Länder der Afrikanischen Union ab der zweiten Jahreshälfte mit Hunderten Millionen Impfdosen gegen das Coronavirus versorgen. Das Unternehmen hat sich nach eigenen Angaben vom Montag mit dem Staatenbund darauf verständigt, dass die Lieferung von bis zu 220 Millionen Dosen im dritten Quartal starten werde. Zudem könnten weitere 180 Millionen Impfdosen bestellt werden, sodass 2022 eine Gesamtmenge von 400 Millionen Impfdosen erreicht sei. Die Verfügbarkeit des Impfstoffes hänge von der Zulassung nationaler Behörden in den 55 Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union ab, fügte Johnson & Johnson in einer Erklärung hinzu.

16:50 Uhr | Corona-Lage auf Mallorca noch entspannt

Nach der Ankunft von Tausenden Touristen aus Deutschland bleiben die Corona-Zahlen auf Mallorca und den anderen Balearen-Inseln vorerst weiter relativ niedrig. Binnen 24 Stunden seien in der spanischen Region insgesamt 43 Neuinfektionen und kein einziger Todesfall registriert worden, teilten die balearischen Gesundheitsbehörden am Montag mit. Am Montag vor eine Woche lag der Tageswert der Ansteckungen bei 29.

Auf Mallorca wurden den Angaben zufolge 42 der 43 Neuinfektionen registriert. Eine Ansteckung sei auf Ibiza gemeldet worden. Nach den vorliegenden Informationen wurde bisher kein Tourist aus Deutschland positiv auf das Virus getestet. Die Regionalregierung mahnt jedoch weiter zu großer Vorsicht.

16:32 Uhr | 35.000 zusätzliche Impfdosen für Thüringen

Zur Impfung in den besonders von Corona betroffenen Thüringer Regionen sind am Montag zusätzliche 35.000 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer eingetroffen. Sie werden in den Landkreisen Greiz, Schmalkalden-Meiningen, Saale-Orla, dem Wartburgkreis und der Stadt Gera eingesetzt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Die Impfungen sollen in der Woche nach Ostern beginnen. Dabei können die Kommunen die Prioritätsstufe 3 bei der Immunisierung öffnen, also den Kreis der Impfberechtigten innerhalb der erweiterten Priorisierung eigenständig festlegen, wie es aus dem Ministerium hieß. "So könnten beispielsweise noch in den Osterferien auch Regelschul- und Gymnasiallehrer geimpft werden", erklärte Ministerin Heike Werner.

16:05 Uhr | Verfassungsrechtler: Infektionsschutzgesetz kann Interessen der Bundesregierung durchsetzen

Bundeskanzlerin Angela Merkel will in der Corona-Krise auch gegen den Willen einiger Länderchefs härter durchgreifen. Unter welchen Umständen das überhaupt möglich ist, erklärt Verfassungsrechtler Alexander Thiele von der Uni Göttingen:

15:45 Uhr | Studie: Bereits erste Impfdosis verleiht Schutz

Die beiden in Großbritannien eingesetzten Corona-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Astrazeneca verhindern bereits nach der ersten Dosis mehr als die Hälfte aller zu erwartenden Infektionen bei Pflegeheimbewohnern. Das geht aus einer Studie des University College London hervor. Demnach verhindern beide Präparate vier Wochen nach einer ersten Impfdosis 56 Prozent der Infektionen mit dem Coronavirus. Eine Woche später betrage dieser Impfschutz bereits 62 Prozent, hieß es in einer Mitteilung. Betrachtet wurden mehr als 10.000 Pflegeheimbewohner in England mit einem Durchschnittsalter von 86 Jahren. Dabei wurde verglichen, wieviele Infektionen in einer geimpften Gruppe im Vergleich zu einer ungeimpften Gruppe auftraten.

15:20 Uhr | Deutschland bittet Polen um Verständnis für Einreiseregeln

Der Polen-Koordinator der Bundesregierung, Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke, hat beim Nachbarland um Verständnis für die schärferen Einreisebedingungen geworben. "Wir streben eine Balance zwischen Gesundheitsschutz und praktikablen Regelungen für den Grenzverkehr an. Die getroffenen Maßnahmen sind der aktuellen Lage geschuldet", erklärte Woidke am Montag nach einer Videokonferenz mit dem Deutschland-Koordinator von Polen, Bartosz Grodecki. Die Bundesregierung hatte Polen wegen stark steigender Infektionszahlen als Hochinzidenzgebiet eingestuft. Seit dem 21. März ist die Einreise aus dem Nachbarland nach Deutschland nur mit einem negativen Corona-Test erlaubt.

14:53 Uhr | Erste Lieferungen von Johnson & Johnson im April

Die ersten Lieferungen des vierten in Deutschland zugelassenen Corona-Impfstoffes von Johnson & Johnson sollen ab Mitte April kommen. In der Woche vom 19. April werden 256.800 Dosen erwartet, in der Woche vom 26. April weitere 444.000 Dosen. Das geht aus einer Lieferprognose des Herstellers hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Im Mai sollen 2,3 Millionen Dosen folgen, im Juni 7,1 Millionen. Im dritten Quartal werden demnach 22 Millionen Dosen erwartet, im vierten Quartal dann noch 4,6 Millionen.

Eine weltweite Studie mit fast 40.000 Teilnehmern hatte eine Wirksamkeit von 85,4 Prozent gegen schwere Verläufe von Covid-19 gezeigt, die Wirksamkeit bei moderaten Verläufen lag bei gut 66 Prozent. Der Impfstoff muss im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten nicht so stark gekühlt werden, was Transport und Verteilung erleichtert.

14:35 Uhr | Ramelow fordert einheitliche Corona-Regeln

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow hat sich darüber beklagt, dass die Bundesländer in der Corona-Pandemie unterschiedliche Wege gehen. Ramelow sagte MDR AKTUELL, man brauche einen bundesweit einheitlichen Stufenplan. Die Forderung liege seit Februar auf dem Tisch. Das Kanzleramt habe sich bisher aber geweigert, einen einheitlichen Rahmen vorzulegen. Ramelow zufolge würde Thüringen stärkere Vorgaben durch den Bund mittragen.

13:37 Uhr | 11.700 zusätzliche Impfdosen für Burgenlandkreis

Die Bundesregierung stellt Sachsen-Anhalt zusätzlich 11.700 Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer zur Verfügung. Das sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff der Nachrichtenagentur dpa. Die Dosen sind seinen Angaben zufolge bereits unterwegs und sollen im Burgenlandkreis eingesetzt werden. Der Landkreis im Süden Sachsen-Anhalts ist die am stärksten vom Virus betroffene Region des Bundeslandes.

12:04 Uhr | Arbeitgeber gegen Testpflicht in Unternehmen

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat sich gegen eine Corona-Testpflicht für Firmen ausgesprochen. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sagte, die privaten Unternehmen hätten ihre Testanstrengungen stark ausgeweitet. Ein Gesetz zur Testpflicht schaffe "nicht mehr Schutz, sondern mehr Bürokratie, mehr Kosten, weniger Eigeninitiative und einen Haufen ungeklärter rechtlicher und organisatorischer Fragen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte zuvor erneut eine Testpflicht für Unternehmen ins Gespräch gebracht. Sie sagte, sie habe den Eindruck, dass die Selbstverpflichtung der Wirtschaft, die Mitarbeiter zu testen, doch nicht flächendeckend umgesetzt werde. Man müsse das Testen in den Betrieben "wahrscheinlich" verpflichtend machen.

11:34 Uhr | Impftermine in Freiberg werden vergeben

Über 80-Jährige aus Freiberg und Umgebung können sich ab heute auch einen Impftermin in der Bergstadt holen. Dort öffnet am Donnerstag für fünf Tage ein Impfzentrum. Nach der kurzfristigen Zusage für die Einrichtung hatte Freiberg noch am vergangenen Freitag rund 3.700 Briefe an Impfberechtigte verschickt. Oberbürgermeister Sven Krüger sagte, das Angebot sei wohnortnah und barrierefrei. Nach seinen Angaben will die Stadt weitere Impfangebote machen, wenn zusätzliche Impfdosen zur Verfügung stehen. Den über 80-Jährigen im Raum Freiberg sollen mit dem Angebot Fahrten bis nach Mittweida erspart bleiben, wo das Impfzentrum für die Region Mittelsachsen betrieben wird.

11:02 Uhr | Thüringen impft auch Karfreitag

In den Thüringer Impfzentren und Impfstellen wird sowohl am Karfreitag als auch am Ostermontag geimpft. Das sagte eine Sprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung MDR THÜRINGEN. Am Samstag und Sonntag bleiben die Einrichtungen geschlossen. Die KV-Sprecherin erklärte dazu, dass das Impfen immer von Montag bis Freitag sichergestellt werde. Der KV-Impfmanager Jörg Mertz sagte der Nachrichtenagentur dpa, am Ostersamstag und Ostersonntag sei nur das Impfzentrum auf der Erfurter Messe geöffnet. Dort würden Nachholtermine für Astrazeneca-Impfungen abgearbeitet, die wegen des zwischenzeitlichen Verwendungsstopps für dieses Vakzin kurzfristig abgesagt worden waren. Mertz betonte, man hätte auch am Samstag und Sonntag gern landesweit geimpft. Dafür habe man aber keinen Impfstoff.

Die Thüringer Hausärzte sollen nach Ostern mit dem Impfen beginnen. Laut Kassenärztlicher Vereinigung können sie bis einschließlich 30. März Impfdosen bestellen. Am 6. oder 7. April sollen dann die ersten Hausarztpraxen beliefert werden. Geimpft werde mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer, so die KV.

10:45 Uhr | Kinderärzte sorgen sich um Folgen des Lockdowns

Die Kinderarztpraxen in Sachsen haben bislang keine Fälle von Corona-Spätfolgen bei Kindern und Jugendlichen verzeichnet. Die Kinderärztin Melanie Ahaus vom Verband der Kinder- und Jugendärzte sagte MDR AKTUELL, Informationen über Fälle von Corona-Spätfolgen lägen nicht vor. Tatsächlich gebe es aber eine Zunahme von Corona-Infektionen bei Kindern. Meist handele es sich um Zufallsbefunde. Die Kinder hätten in der Regel keine oder nur leichte Erkältungssymptome. Schwere Verläufe sehe man sehr selten. Sorge bereiteten den Kinderärztinnen und -ärzten vor allem die Begleiterscheinungen des Lockdowns. Der Verband fordere daher eine bessere finanzielle Ausstattung im Bereich Kinderpsychologie und systemischer Familienberatung.

09:38 Uhr | WHO hält Übertragung von Tier auf Mensch für wahrscheinlich

Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass das Coronavirus "sehr wahrscheinlich" von Tier auf Mensch übertragen worden ist. In einem aktuellen Bericht der WHO heißt es, der neuartige Erreger sei "wahrscheinlich bis sehr wahrscheinlich" von der Fledermaus auf ein anderes Tier als Zwischenwirt und von diesem auf den Menschen übergegangen. Ein Labor-Unfall sei als Ursprung von Corona-Pandemie "extrem unwahrscheinlich". Die WHO hatte im Januar ein Expertenteam in die chinesische Region Wuhan geschickt. Sie gilt als Ausgangspunkt der Pandemie. Dort waren Ende 2019 die ersten Corona-Infektionen bei Menschen registriert worden.

09:27 Uhr | Inzidenzen in Mitteldeutschland weiter hoch

Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz bei den Coronavirus-Infektionen ist nach wie vor in den drei mitteldeutschen Bundesländern am höchsten. Das geht aus den Daten des Projekts "Risklayer" hervor, das am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelt ist. Mit 241 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen hat Thüringen weiterhin den bundesweit höchsten Inzidenzwert. In Sachsen beträgt er 212 und in Sachsen-Anhalt 174. Deutschlandweit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 138.

Die Gesundheitsämter in Sachsen meldeten am Sonntag 1.121 neue Coronavirus-Fälle. In Thüringen waren es 638 und in Sachsen-Anhalt 522. Bundesweit registrierten die Gesundheitsämter 13.950 Neuinfektionen.

09:01 Uhr | Zahlreiche Corona-Fälle auf Werft in Bremen

Auf der Bremer Lürssen-Werft sind mehrere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie Radio Bremen berichtet, sind 105 Beschäftigte mehrerer Unternehmen betroffen. Bei dem nachgewiesenen Virus handele es sich fast ausschließlich um die britische Variante. Lürssen bestätigte lediglich, dass es am Bremer Werftstandort mehrere positive Covid-19-Tests gegeben habe. Das Gesundheitsamt habe daraufhin rund 1.000 Menschen aus dem betroffenen Bereich getestet. Die positiv Getesteten würden nun von den Behörden unter Quarantäne gestellt. Der Werftbetrieb werde aber fortgeführt, hieß es.

08:55 Uhr | Ifo-Chef Fuest fordert harten Lockdown

Der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, hat einen harten zweiwöchigen Lockdown über Ostern gefordert. Fuest sagte MDR AKTUELL, Bundeskanzlerin Angela Merkel müsse entschlossen handeln. In einer Notsituation könne man erwarten, dass die Regierungschefin dafür sorge, dass es vorangehe. Merkel müsse noch heute die Länderchefs zusammenrufen und Entscheidungen treffen, die die Infektionszahlen herunterbrächten. Warum man die Osterferien als Zeitfenster dafür nicht nutze, sei ihm absolut schleierhaft, erklärte Fuest. Für die Wirtschaft bedeute der aktuelle Kurs verlängerte Unsicherheit und wachsende Schäden. Kanzlerin Merkel hatte am Abend in der Fernsehsendung "Anne Will" erklärt, sie sehe aktuell keine Notwendigkeit für einen raschen Corona-Gipfel. Man brauche keine Konferenz, sondern ein Handeln in den Ländern.

08:03 Uhr | Immer mehr Teststationen in Sachsen

Das Netz an Corona-Testzentren in Sachsen wird immer dichter. Derzeit gibt es nach Schätzung des Gesundheitsministeriums im Freistaat rund 650 Testzentren und Teststationen. Damit habe sich die Zahl innerhalb einer Woche etwa verdoppelt. Täglich kämen derzeit neue hinzu, hieß es. Neben zahlreichen Apotheken, Landkreisen und Kommunen bieten mittlerweile auch Firmen und Initiativen sowohl Schnell- als auch PCR-Tests an.

06:47 Uhr | Immunologen: Keine Impfdosen zurückhalten

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie fordert angesichts der steigenden Corona-Zahlen, Dosen für Zweitimpfungen nicht mehr zurückzulegen. Generalsekretär Carsten Watzl sagte der "Augsburger Allgemeinen", Impfstoff zurückzulegen, sei angesichts der aktuellen Situation nicht mehr tragbar und koste Menschenleben. Es würde jetzt viel helfen, "alles zu verimpfen, was da ist und die Zweitimpfung dann zu machen, wenn die spätere Lieferung erfolgt". Watzl zufolge wird nach wie vor in vielen Bundesländern und Impfzentren die zweite Impfdosis zurückgelegt. Damit werde oft nur die Hälfte dessen verimpft, was möglich sei.

06:40 Uhr | Gemkow sieht Sachsens Hochschulen gut gerüstet

Eine Woche vor Beginn des Sommersemesters sieht Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow die Hochschulen im Freistaat gut gerüstet. Der CDU-Politiker sagte MDR AKTUELL, die Hochschulen hätten mittlerweile große Erfahrung darin, den Betrieb unter Corona-Bedingungen in den Griff zu bekommen. Auch der Direktor der TU Bergakademie Freiberg, Klaus-Dieter Barbknecht, sagte, die Situation sei entspannter als im vergangenen Jahr. Studierendenvertreter sprachen ebenfalls von Fortschritten beim digitalen Lernen. Der Sprecher der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, Paul Senf, kritisierte allerdings, es gebe weiterhin Luft nach oben. In einigen Kursen sei kein Studium möglich und die Studierenden seien teils auf sich allein gestellt. Senf forderte, auch bei Prüfungen noch stärker auf digitale Formate zu setzen.

06:33 Uhr | Sachsen-Anhalt: Probleme bei Corona-Tests für Schüler

Sachsen-Anhalt hat nicht wie angekündigt allen Schülern bis zu den Osterferien einen Corona-Test anbieten können. Der Vorsitzende des Landesschülerrats, Felix Schopf, sagte MDR AKTUELL, nur einige Schulen hätten die Tests rechtzeitig erhalten. Das bestätigten auch Landeselternrat und Schulleitungsverband. Das Bildungsministerium teilte auf Anfrage mit, vereinzelt sei es bei der Verteilung zu Problemen gekommen. Nach den Osterferien werde das besser laufen. Dann sollen alle Schüler zwei Mal pro Woche getestet werden. Die Vorsitzende des Schulleitungsverbands, Ines Petermann, erklärte, das sei mit normalem Lehrpersonal nicht umzusetzen. Wenn die Lehrer die Tests machten, sei klar, dass Unterrichtszeit verloren gehe. Diese sei aber jetzt schon kostbar genug.

06:26 Uhr | Wirtschaftsverbände beklagen Lieferengpässe

Mehrere Wirtschaftsverbände beklagen coronabedingte Lieferengpässe. Der Geschäftsführer des Verbands der ostdeutschen Maschinen- und Anlagenbauer, Oliver Köhn, sagte MDR AKTUELL, er fühle sich manchmal an die erste Corona-Welle erinnert. Es komme erneut zu Abrissen in den Lieferketten. Zum einen würden Teile nicht oder nur verzögert geliefert, zum anderen gebe es einen massiven Preisanstieg. Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik sprach von einer Mangelwirtschaft. Abteilungsleiter Olaf Holzgrefe sagte, vor allem Stahl sei knapp, aber auch Computerchips und Kartonverpackungen. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen, Thomas Horn, betonte, die Lieferprobleme beträfen nur einzelne Bereiche und Firmen. Flächendeckende Probleme seien nicht bekannt.

06:20 Uhr | Läden in Weimar dürfen öffnen

In Weimar beginnt heute ein befristetes Modellprojekt zur Öffnung von Geschäften und Kultureinrichtungen unter Corona-Bedingungen. Bis Mittwoch können Einwohner in den meisten Geschäften einkaufen und zum Beispiel das Bauhaus-Museum besuchen. Voraussetzung ist ein aktueller Schnelltest. Die neun Testzentren der Stadt sind ab 7 Uhr geöffnet. Zudem müssen sich Kunden und Besucher per App oder manuell registrieren. Die Thüringer Landesregierung hatte den dreitägigen Testlauf genehmigt, da die Inzidenzwerte in Weimar stabil unter 100 liegen. Bereits am Sonntag waren Läden in Weimar geöffnet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 29. März 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 29. März 2021 | 06:30 Uhr

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