Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Überangebot von Impfstoffen

Deutschland steuert auf ein Überangebot an Corona-Impfstoffen zu. Sachsen-Anhalt will mit "unorthodoxen Methoden" den "Impf-Turbo" anschmeißen. Die EU-Zulassungsbehörde EMA prüft ein weiteres Rheuma-Mittel auf einen Einsatz gegen Covid-19. In England sind so gut wie alle Corona-Beschränkungen gefallen.

Unser Ticker am Montag, 19. Juli 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:35 Uhr | Britischer Regierungsberater revidiert Aussage zu Covid und Impfung

Der britische Regierungsberater Patrick Vallance hat seine Aussagen über geimpfte Covid-Kranke revidiert. Vallance hatte erklärt, 60 Prozent der derzeit mit Covid in ein Krankenhaus Eingewiesenen seien komplett geimpft gewesen. Nun stellte er klar, 60 Prozent der Eingewiesenen seien komplett ungeimpft.

22:20 Uhr | Dresdner Kaisermania fällt erneut aus

Roland Kaiser steht während eines Konzerts auf der Bühne
Darf nicht am Elbufer auftreten: Roland Kaiser Bildrechte: dpa

Die "Kaisermania" fällt auch in diesem Jahr aus. Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen und einem Hygienekonzept habe man keine Genehmigung erhalten, teilten die Veranstalter mit. Die Enttäuschung bei Roland Kaiser und seinem gesamten Live-Team sei riesengroß.

Seit Jahren war der Sänger im Rahmen der Filmnächte am Dresdner Elbufer aufgetreten. Vor der Pandemie kamen regelmäßig 40.000 Fans. In diesem Jahr waren die Shows für den August geplant. Die Konzerte sollen nun im Sommer 2022 nachgeholt werden.

22:05 Uhr | Mallorca will Corona-Regeln verschärfen

Angesichts stark steigender Corona-Zahlen plant Mallorca wieder schärfere Einschränkungen. Wie die "Mallorca Zeitung" berichtet, sollen Strände und Parks künftig von 22.00 Uhr bis 6.00 Uhr geschlossen werden, um Partys unter freiem Himmel zu bekämpfen. Teilnehmern solcher Partys sollen Bußgelder bis zu 1.000 Euro drohen. Wer trotz eines positiven Corona-Tests zu so einer Party gehe, müsse 5.000 Euro zahlen. Die Justiz müsse den Plänen noch zustimmen, heißt es im Bericht der Zeitung.

Angedacht sind laut Zeitung auch eine frühere Schließzeit von Gaststätten und eine stärkere Begrenzung von Lokalbesuchern an einem Tisch. Von 1 Uhr bis 6 Uhr sollen sich nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben bzw. gemeinsam in einem Hotelzimmer oder einem Ferienhaus wohnen.

21:21 Uhr | Update: England am ersten "Tag der Freiheit"

England hat den ersten Tag faktisch ohne Corona-Einschränkungen erlebt. Viele nutzten den "Tag der Freiheit" zum Feiern, angesichts von mehr als 50.000 nachgewiesenen Neuinfektionen pro Tag sprachen manche aber auch von einer Riesendummheit. Premier Boris Johnson appellierte an die Eigenverantwortung und bat eindringlich darum, sich impfen zu lassen.

21:12 Uhr | Kanada öffnet Grenzen - nur für Geimpfte

Nach mehr als einem Jahr weitgehender Einreisebeschränkungen öffnet Kanada wieder seine Grenze. Die Gesundheitsbehörde erklärte, ab dem 9. August werde US-Bürgern und Menschen mit Wohnsitz in den Vereinigten Staaten die Einreise erlaubt, sofern sie seit mindestens zwei Wochen vollständig geimpft seien. Ab dem 7. September sollen auch geimpfte Staatsbürger aller anderen Länder einreisen dürfen. Sie müssten zuvor auf einem Internetportal Reisedaten hinterlegen - eine Quarantäne soll jedoch nicht nötig werden. - In Kanada sind 44 Prozent der 38 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner vollständig geimpft, etwa 69 Prozent haben zumindest eine Dosis verabreicht bekommen.

20:12 Uhr | Chemnitz bietet "Aufholen nach Corona" an

In Chemnitz wird es in den Sommerferien verstärkt Angebote für Kinder und Jugendliche geben. Die Stadtverwaltung erklärte, sie wolle damit das Aktionsprogramm des Bundes "Aufholen nach Corona" umsetzen. Das Sportamt bietet drei Schwimmlernkurse an. Die Basketballclubs ChemCats und NINERS laden zu Sportwochen und einem Abenteuer-Freizeit-Camp. Im Museum für Naturkunde finden Entdeckertage statt. Die Teilnahme-Gebühren werden jeweils aus dem Aktionsprogramm des Bundes finanziert.

19:48 Uhr | Geld für Thüringer Kurorte

Die 18 Kurorte in Thüringen haben weiteres Geld vom Land bekommen. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zusätzliche fünf Millionen Euro ausgezahlt. Mit dem Geld sollen Folgen der Corona-Pandemie abgefedert werden. Die größte Summe floss nach Bad Liebenstein. Der Kurort im Wartburgkreis bekam 735.000 Euro. Bereits im Juni hatten die Kurorte elf Millionen Euro vom Land erhalten. Im vergangenen Jahr verzeichneten sie laut Ministerium einen Rückgang der Übernachtungszahlen von rund 25 Prozent.

18:15 Uhr | Deutschland vor Überangebot an Impfstoffen

Ein reichliches halbes Jahr nach dem Start der Corona-Impfungen steuert Deutschland auf ein Überangebot an Impfstoff zu. Die Gesundheitsministerinnen und -minister von Bund und Ländern erklärten nach einer Videokonferenz, die Verfügbarkeit werde die Nachfrage schon bald "deutlich" übersteigen. Ein sinkende Nachfrage sei sowohl für Impfzentren als auch für Arztpraxen und Betriebsärzten zu verzeichnen.

Die Minister vereinbarten, mit niedrigschwelligen Impfangeboten das Impftempo wieder zu steigern. Dazu zählten mobile Impfteams etwa auf Marktplätzen, vor Kirchen, Supermärkten, Einkaufshäusern sowie bei Kultur-, Sport- und Freizeitaktivitäten.

Der Bund soll zudem nicht genutzte Impfstoffe aus den Verteilzentren der Länder abholen, um zu vermeiden, dass sie weggeworfen werden müssen. Sie sollen u.a. an Drittstaaten gespendet werden.

17:08 Uhr | Sachsen-Anhalt will "Impf-Turbo" anschmeißen

In Sachsen-Anhalt wollen Land und Kommunen mit niedrigschwelligen Angeboten die Impfquote vor dem Herbst noch einmal kräftig steigern. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne sagte, man habe mit Vertretern der 14 Landkreise und kreisfreien Städte beraten, wie man den "Impf-Turbo anschmeißen" könne.

Petra Grimm-Benne spricht während Pressekonferenz.
Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Geplant sind demnach auch "unorthodoxe Aktionen" wie Impfungen in Einkaufszentren, auf Sportfesten und an Berufsschulen. Man müsse mit den Impfungen dahin, "wo die Menschen einkaufen, Spaß haben oder auch zur Schule gehen". Darüber hinaus hat das Land auf seiner Internetseite eine Übersicht über offene Impftermine in den Kreisen zusammengestellt. hat das Land auf seiner Website zusammengestellt.

Grimm-Benne sagte, seit Mitte Juni sei die Impfbereitschaft in Sachsen-Anhalt zurückgegangen. Es werde aber weiterhin keine Impfpflicht geben. Die Impfquote bei den Erstimpfungen lag am Montag laut Landesregierung bei 55,6 Prozent, vollständig geimpft waren 44,5 Prozent.

16:51 Uhr | Island verlangt von allen Touristen Negativ-Test

Bei der Einreise nach Island müssen künftig auch geimpfte und genesene Touristen einen negativen Corona-Test vorlegen. Wie die Regierung in Reykjavik mitteilte, tritt die Regelung am kommenden Montag in Kraft. Nötig ist ein PCR- oder Schnelltest, der höchstens 72 Stunden alt ist. Ungeimpfte müssen einen maximal 72 Stunden alten negativen PCR-Test vorlegen und für fünf Tage in Quarantäne. Danach sind noch zwei weitere Tests Pflicht.

16:32 Uhr | EU-Behörde prüft weiteres Rheuma-Mittel auf Covid-Einsatz

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA überprüft den Einsatz des Arthritis-Mittels Kineret des schwedischen Biotechunternehmens Sobi zur Behandlung von erwachsenen Covid-19-Patienten. Ein Ergebnis wird laut EMA für Oktober erwartet.

Gegenwärtig ist Remdesivir von Gilead das einzige Medikament, das in der EU zur Covid-Behandlung zugelassen ist.  Neben Kineret prüft die EMA noch ein weiteres Mittel, das eigentlich für Patienten mit rheumatoider Arthritis gedacht ist.  Dabei handelt es sich um Olumiant. Die Rheumamittel sollen eine Überreaktion des Immunsystems mildern. Zudem werden mehrere Medikamente mit monoklonalen Antikörpern getestet. Diese sollen das Virus selbst nach einer Infektion außer Gefecht setzen.

15:55 Uhr | Delta dominiert in Tschechien – Infektionszahlen sinken leicht

Auch in Tschechien dominiert inzwischen die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus. Wie die staatliche Gesundheitsbehörde mitteilte, macht sie 70 bis 80 Prozent aller untersuchten Fälle aus.

Die Zahl der Neuinfektionen bleibt bislang auf einem niedrigen Niveau. Die Zahl der Neuinfektionen gab die Behörde heute mit 116 an. Das sind 31 weniger als in der Vorwoche. Der R-Wert lag mit 0,96 erstmals seit mehr als drei Wochen wieder unter 1. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt 15.

15:40 Uhr | Sachsens Verfassungsrichter setzen Verhandlung von AfD-Klage aus

Der sächsische Verfassungsgerichtshof hat eine Klage von AfD-Landtagsabgeordneten gegen die Corona-Regeln vorläufig ausgesetzt. Das Gericht erklärte, es wolle eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts abwarten. Dem Karlsruher Gericht liegen Fragen des Thüringer Verfassungsgerichtshofs zum Parlamentsvorbehalt in der Pandemie vor. Erst wenn das oberste deutsche Verfassungsgericht entschieden hat, soll das sächsische Verfahren fortgesetzt werden. Die AfD-Abgeordneten wollen erreichen, dass die sächsische Corona-Schutzverordnung vom 30. Oktober 2020 nachträglich für verfassungswidrig und nichtig erklärt wird.

15:20 Uhr | Jeder zehnte Gymnasiast hat psychische Probleme

Jeder zehnte Gymnasiast in Bayern braucht einer Umfrage zufolge professionelle Hilfe zur Aufarbeitung der Corona-Krise. Das teilte der bayerische Philologenverband mit. Die Lehrervereinigung hatte ihre Mitglieder befragt. Mehr als 2.000 Pädagogen, vorwiegend an Gymnasien, haben laut Verband geantwortet. Dabei sei herausgekommen, dass es in 85 Prozent der Klassen Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf im psychosozialen Bereich gebe. In der Hälfte der Klassen benötigten drei und mehr Schüler professionelle Hilfe.

14:03 Uhr | Sonderimpf-Aktion im Impfzentrum Wittenberg

Im Impfzentrum in Wittenberg kann sich jeder, der möchte, heute bis 21 Uhr ohne Termin impfen lassen. Wie der Landkreis mitteilte, wird für Personen ab zwölf Jahre Impfstoff des Herstellers Biontech/Pfizer angeboten. Neben Erstimpfungen seien auch Zweitimpfungen für diejenigen möglich, die ihre erste Dosis nicht im Impfzentrum erhalten hätten. Am kommenden Wochenende sei zudem eine weitere Sonderimpf-Aktion mit dem Impfstoff Moderna geplant.

12:56 Uhr | Brüssel genehmigt Corona-Aufbauplan Tschechiens

Die EU-Kommission hat grünes Licht für Tschechiens Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise gegeben. Demnach erhält das Land rund sieben Milliarden Euro aus dem gemeinsamen Corona-Hilfsfonds der EU. Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Prag, es sei noch ein langer Weg bis zur Rückkehr zur Normalität. Ein Großteil des Geldes soll für den Ausbau der Infrastruktur, den sogenannten grünen Wandel und die Digitalisierung eingesetzt werden. Tschechien war stark von der Corona-Pandemie betroffen. Mehr als 30.300 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.

12:09 Uhr | 7-Tage-Inzidenz steigt auf mehr als 10

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist auf 10,4 Ansteckungen pro 100.000 Einwohner gestiegen. Das geht aus Zahlen des Datenprojekts "Risklayer" hervor. Damit hat sich die Inzidenz seit Anfang Juli verdoppelt. Zwischen dem 2. und 5. Juli lag die Inzidenz bei genau 5,2. Das RKI gibt die Inzidenz ähnlich hoch mit 10,3 Fällen in den letzten sieben Tagen pro 100.000 Einwohner an. In Mitteldeutschland liegen die Inzidenz-Werte derzeit deutlich unter dem Bundesschnitt. Risklayer verzeichnet für die mitteldeutschen Länder jeweils Inzidenzen von etwa vier.

11:37 Uhr | Lockdown für Teheran verhängt

Wegen steigender Infektionszahlen im Zusammenhang mit der Delta-Variante des Coronavirus hat die iranische Regierung einen sechstägigen Lockdown in der Hauptstadt Teheran verhängt. Regierungssprecher Ali Rabiei sagte im Staatsfernsehen, Teheran sei zur Roten Zone erklärt worden. Von Dienstag bis Sonntag sollen alle Behörden in der Stadt geschlossen bleiben. Medienberichten zufolge sollen auch der Basar und die Einkaufspassagen in dieser Zeit nicht öffnen. Unklar sei noch, ob auch die Banken schließen müssen.

Nach Angaben des iranischen Gesundheitsministeriums gab es zuletzt pro Tag mehr als 22.000 Neuinfektionen bis zu 200 Tote. Seit Beginn der Pandemie wurden im Iran mehr als 87.000 Todesfälle und über 3,5 Millionen Infektionen registriert. Bislang wurden nur knapp über zehn Prozent der Iraner geimpft, hauptsächlich mit russischen und chinesischen Vakzinen.

10:06 Uhr | Proteste auf Zypern eskaliert

Auf Zypern ist am Sonntagabend eine Demonstration gegen Corona-Maßnahmen eskaliert. Wie zyprische Medien berichten, drangen zahlreiche Menschen in die Räume des Fernsehsenders Sigma ein und zerstörten das Mobiliar. Vor dem Medienhaus wurden Autos der Mitarbeiter angezündet. Es sollen Steine und Brandsätze geworfen worden sein. Mindestens zwölf Polizisten wurden verletzt, zwei von ihnen schwer. Der zyprische Präsident Nikos Anastasiades sprach von einem "Schlag gegen die Demokratie".

Rund 2.000 Demonstranten waren am Nachmittag zunächst vor den Präsidialpalast in Nikosia gezogen und hatten den Rücktritt des Präsidenten gefordert. Sie kritisierten die Corona-Maßnahmen und die teilweise Impfpflicht, die mittlerweile auf Zypern gilt. So müssen beispielsweise Mitarbeiter im Pflege- und Gesundheitssektor geimpft sein, andernfalls werden sie ohne Gehalt von ihrer Arbeit freigestellt. Für Besuche in der Gastronomie, aber auch für Behördengänge muss ein Impfnachweis oder ein Schnelltest vorgelegt werden. Den Test müssen die Bürger selbst zahlen.

09:39 Uhr | "Impfen to go" in Salzwedel gut angenommen

Der Altmarkkreis Salzwedel hat die Aktion "Impfen to go" am Wochenende in Salzwedel als großen Erfolg gewertet. Wie es aus der Verwaltung hieß, wurden 115 Erst- und 53 Zweitimpfungen verabreicht. Dezernentin Kathrin Rösel sagte, zu den Menschen zu gehen und nicht auf sie im Impfzentrum zu warten, sei offensichtlich genau der richtige Weg und komme an. Der Andrang sei so groß gewesen, dass das Impfmobil in der Salzwedeler Innenstadt sogar noch eine Stunde länger geöffnet gewesen sei als geplant. Der Altmarkkreis will das Format "Impfen to go" fortsetzen. So soll das Impfmobil am kommenden Sonnabend beim Fußballcamp in Klötze und am kommenden Sonntag im Freilichtmuseum Diesdorf wieder zum Einsatz kommen.

09:03 Uhr | Vier FFP2-Masken rundum empfehlenswert

FFP2 Maske
Eine FFP2-Maske Bildrechte: Colourbox.de

Die Stiftung Warentest hat zum zweiten Mal FFP2-Masken untersucht. Wie die Zeitschrift "test" berichtet, ist die Filterwirkung bei allen 20 geprüften Masken hoch. Manche könnten aber das Atmen stark beeinträchtigen. Andere säßen nicht bei jedem optimal. "Rundum empfehlen" können die Tester demnach die Maske "Aua 9320" vom Hersteller 3M sowie die Modelle von Lindenpartner, Moldex und Uvex. Alle vier schützten "sehr gut" vor Aerosolen, böten genug Atemkomfort, überzeugten in Passform und Dichtigkeit und schnitten unauffällig in den Schadstoffprüfungen ab. Die Masken stammen von Anbietern, die auf Arbeits- und Atemschutzmasken spezialisiert sind, wie Stiftung Warentest hervorhob.

Sieben Masken sind Stiftung Warentest zufolge wegen geringen Atemkomforts "wenig geeignet". Darunter befinden sich FFP2-Masken von chinesischen Herstellern und welche, die beim Drogerie-Discounter erhältlich sind. Wer sie trage, bekomme eher schlechter Luft als unter Masken mit hohem Atemkomfort. Sieben weitere Masken sind laut "test" wegen der Passform nur eingeschränkt geeignet.

07:24 Uhr | Lockdown für Melbourne wird verlängert

Der Lockdown für die australische Stadt Melbourne läuft nicht wie geplant am Dienstag um Mitternacht aus, sondern wird verlängert. Das teilte der Regierungschef des Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, mit. Als Grund nannte er neue Infektionszahlen. Wie lange der Lockdown jetzt gehen soll, sagte Andrews nicht. Ursprünglich sollten die Beschränkungen nur fünf Tage gelten.

Auch die australische Millionen-Stadt Sydney befindet sich derzeit im Lockdown. Dort wurden am Montag 98 Neuinfektionen registriert. Insgesamt sind in Australien zwölf Millionen Menschen von Corona-Beschränkungen betroffen.

07:05 Uhr | Flughafen Leipzig/Halle will wachsen

Trotz der Corona-Pandemie hält der Flughafen Leipzig/Halle an seinen Ausbauplänen fest. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Mitteldeutschen Flughafen AG, Götz Ahmelmann. Demnach sollen 500 Millionen Euro investiert werden. Aktuell wird für rund 90 Millionen Euro eine der beiden Start- und Landebahnen saniert. Der Flughafen soll vor allem als Logistikstandort ausgebaut werden. Unter anderem plant die Post-Tochter DHL die Erweiterung des Logistik-Drehkreuzes von 60 auf etwa 90 Stellplätze für Flugzeuge. Leipzig/Halle ist inzwischen der zweitgrößte Fracht-Flughafen Deutschlands und die Nummer vier in Europa. 2019 gab es gut 80.000 Starts und Landungen. Für 2032 werden 118.000 prognostiziert.

06:31 Uhr | Impfgipfel in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalts Sozialministerin Petra Grimm-Benne kommt heute in Magdeburg mit Landräten und Oberbürgermeistern zu einem Impfgipfel zusammen. Es soll beraten werden, wie die Impfbereitschaft in der Bevölkerung erhöht werden kann. Die Ministerin sagte, man wolle die Sommerferien nutzen, um möglichst vielen Menschen niedrigschwellige Impfangebote zu unterbreiten. Impfen müsse quasi an der Ecke möglich sein.

Nach Angaben des Sozialministeriums liegt die Quote der in Sachsen-Anhalt vollständig geimpften Personen in der Altersgruppe der 12- bis 59-Jährigen aktuell bei 49 Prozent. Bei den 60-Jährigen sind 79 Prozent vollständig geimpft.

06:23 Uhr | Sachsen: Arbeitgeber uneins über Testpflicht nach Urlaub

Die neue Testpflicht für Arbeitnehmer in Sachsen nach dem Urlaub trifft beim Verband des Groß- und Außenhandels auf Kritik. Geschäftsführer Karsten Zobel sprach bei MDR AKTUELL von einer Form des Aktionismus. In Sachsen habe man in einer Woche 120 positiv getestete Personen. Dafür würden nun rund zwei Millionen Arbeitnehmer dieser Pflicht ausgesetzt. Die Umsetzung bedeute einen großen logistischen Aufwand.

Dagegen sagte der Sprecher der IHK Dresden, Lars Fiehler, es gelte nach wie vor die Verpflichtung für jeden Arbeitgeber, seinen Beschäftigten wöchentlich kostenlose Tests anzubieten. Man müsse diese Tests also eh vorhalten. Ausdrücklich begrüßt wird die neue Regelung vom Hotel- und Gaststättenverband Sachsen. Geschäftsführer Axel Klein sagte, es sei wichtig, dass man die Gastronomie nicht wieder schließen müsse. Deswegen sei jede Aktion für eine geringere Inzidenz eine gute Aktion. In Sachsen muss man ab 26. Juli nach dem Urlaub am Arbeitsplatz einen negativen Test nachweisen oder vor Ort einen Test durchführen. Ausgenommen sind Genesene oder Geimpfte.

06:15 Uhr | Fast alle Corona-Maßnahmen in England aufgehoben

In England sind fast alle Corona-Beschränkungen weggefallen. Dazu gehören die Maskenpflicht und Abstandsregeln. Zudem dürfen Diskotheken wieder öffnen sowie Theater und Sportstadien sämtliche Plätze besetzen. Ausnahmen gelten in London, wo die Maskenpflicht im Nahverkehr bestehen bleibt. Die Lockerungen sind in Großbritannien umstritten. Die Opposition wirft der Regierung von Premierminister Boris Johnson Rücksichtslosigkeit vor. Wissenschaftler befürchten eine weitere große Corona-Welle. Die Regierung begründet die Lockerungen mit der hohen Impfquote und der Eigenverantwortung der Menschen. In Großbritannien breitet sich die Delta-Variante des Coronavirus stark aus.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 19. Juli 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Quelle: dpa, AFP, epd, MDR Aktuell

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Juli 2021 | 06:00 Uhr

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