Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Gratis-Tests für 12- bis 17-Jährige noch bis Ende November

Das Bundesgesundheitsministerium hat die weitgehende Abschaffung kostenloser Corona-Schnelltests auf den Weg gebracht. Für 12- bis 17-Jährige soll es noch eine Übergangsphase bis Ende November geben. Zudem haben sich die Gesundheitsminister der Länder auf neue Quarantäne-Regeln für Schulen verständigt. Die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie im Ticker.

Corona Schnelltests in der Sporthalle einer Schule
Für 12- bis 17-Jährige bleiben die Corona-Tests noch bis Ende Novenber kostenfrei. Bildrechte: IMAGO / Reichwein

Unser Ticker am Montag, 6. September 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:10 Uhr | Österreich: Kurz schließt Lockdown für Geimpfte aus

In Österreich wird es nach Worten von Bundeskanzler Sebastian Kurz für Geimpfte keinen weiteren Lockdown mehr geben. "Die Zeit der Lockdowns muss vorbei sein, weil wir jetzt die Impfung haben", sagte Kurz am Abend in einem ORF-Interview. Sollten Maßnahmen notwendig werden, etwa wenn es in den Krankenhäusern zu einer Überlastung kommt, soll es allerdings Einschränkungen für Ungeimpfte geben. Als Beispiele nannte der konservative Politiker die Nachtgastronomie und Großveranstaltungen. Am Mittwoch sollen die Details mit den Länderchefs beschlossen werden.

21:18 Uhr | Lebenserwartung in Italien durch Corona gesunken

In Italien ist die durchschnittliche Lebenserwartung infolge der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr um 1,2 Jahre gesunken. In besonders betroffenen Regionen sei sie sogar um mehr als vier Jahre zurückgegangen, teilte die Statistikbehörde Istat mit. 2020 lag die Lebenserwartung landesweit demnach bei 82 Jahren, ein Jahr zuvor waren es noch 83,2 Jahre. Der seit Jahren andauernde Trend zu einer steigenden Lebenserwartung sei durch die Corona-Pandemie "und den daraus resultierenden starken Anstieg der Sterblichkeit" unterbrochen worden, erklärte die Behörde. Am auffälligsten sei die Entwicklung in den norditalienischen Provinzen Bergamo und Cremona, wo Corona im Frühjahr vergangenen Jahres besonders heftig gewütet hatte. Seit Beginn der Pandemie starben in Italien mehr als 129.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus.

20:56 Uhr | NRW: 4,6 Millionen Euro für Forschungsprojekt zu Long Covid

Nordrhein-Westfalen fördert ein Forschungsprojekt zu den Langzeitfolgen von Corona mit 4,6 Millionen Euro. 2.000 Genesene sollen über mehrere Jahre hinweg untersucht werden. Beteiligt sind die Unikliniken in Aachen, Bonn, Düsseldorf, Essen, Köln und Münster. 900.000 Euro gibt es zudem für die Vernetzung der virologischen Institute an den Uniklinik-Standorten.

20:10 Uhr | Der Corona-Newsletter vom Montag

Ab Mitte Oktober werden die Corona-Schnelltests kostenpflichtig. Die Kosten für einen Antigen-Schnelltest stehen noch nicht fest. Unfreiwillig Ungeimpfte können die Tests weiterhin kostenlos nutzen. Mehr dazu im Corona-Newsletter vom Montag:

18:52 Uhr | Gesundheitsminister der Länder einig bei Schul-Quarantäne

Die Gesundheitsminister der Länder haben sich auf neue Quarantäne-Regeln für Schulen verständigt. Das bestätigte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner bei MDR AKTUELL. Demnach soll es künftig möglich sein, die Quarantäne auf fünf Tage zu verkürzen. Bei einem negativen Testergebnis könnten betroffene Schüler und Schülerinnen danach wieder am Unterricht teilnehmen.

Zudem sollten grundsätzlich nur noch direkte Sitznachbarn infizierter Schüler in Quarantäne geschickt werden. Werner erklärte, bei der Anwendung der neuen Regelung müsse aber auch das konkrete Risiko in der jeweils betroffenen Klasse berücksichtigt werden. Bei schlechter Belüftung etwa könne auch entschieden werden, mehr Schüler und Schülerinnen in Quarantäne zu schicken.

18:27 Uhr | G20-Staaten: Bessere Verteilung der Impfstoffe

Die 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) haben sich darauf verständigt, Impfstoffe gegen Covid-19 besser zu verteilen und sich für künftige Gesundheitskrisen zu wappnen. Ziel sei es, die Impfstoffe in die ärmsten Länder der Welt zu bringen, erklärte Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Abschluss des zweitägigen Treffens der G20-Gesundheitsminister in Rom. Auch die Produktion solle ausgeweitet werden, damit weitere Staaten Impfstoffe herstellen könnten.

In ihrer Abschlusserklärung verpflichten sich die 20 Staaten dazu, an einem weltweiten Zugang zu sicheren und erschwinglichen Impfstoffen und Therapien gegen Covid-19 zu arbeiten. Demnach ist ein Ziel, bis Ende dieses Jahres mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung immunisiert zu haben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erklärte dazu, dass Deutschland 100 Millionen Impfdosen zur Verfügung stellen werde. "Das ist so viel, wie wir selbst in unserem Land bisher verimpft haben", sagte der CDU-Politiker.

18:16 Uhr | Gratis-Tests für 12- bis 17-Jährige noch bis Ende November

Das Bundesgesundheitsministerium hat die weitgehende Abschaffung kostenloser Corona-Schnelltests ab 11. Oktober auf den Weg gebracht. So soll es unter anderem für 12- bis 17-Jährige eine Übergangsphase bis Ende November geben, bevor auch bei ihnen Schnelltests bezahlt werden müssen. Das geht Medienberichten zufolge aus einem Entwurf zur Neufassung der Testverordnung hervor.

Anspruch auf kostenlose Tests sollen demnach bis zum 30. November auch Menschen ohne Symptome haben, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Diese Überbrückungszeit soll ihnen ausreichend Zeit geben, sich über Impfangebote zu informieren und einen vollständigen Impfschutz zu erlangen. Generell möglich bleiben sollen Gratis-Tests für alle, die sich nicht impfen lassen können, zum Beispiel Kinder unter zwölf Jahren, für die es bisher keinen zugelassenen Impfstoff gibt, sowie auch Schwangere.

Der Bund hatte seit März 2021 die Kosten für die Gratis-Schnelltests übernommen. Da nun allen Bürgern und Bürgerinnen ein Impfangebot gemacht werden könne, "ist eine dauerhafte Übernahme der Kosten für alle Tests durch den Bund und damit den Steuerzahler nicht länger angezeigt", heißt es in dem Entwurf. Bund und Länder hatten im August beschlossen, dass die Tests ab Mitte Oktober nicht mehr kostenlos sein sollen.

18:00 Uhr | Landkreis Hildburghausen verschärft Corona-Regeln

Im Landkreis Hildburghausen gelten ab morgen wieder strengere Corona-Regeln. Wie das Landratsamt mitteilte, wurde wegen steigenden Infektionszahlen eine neue Allgemeinverfügung erlassen. So werde für Räume in Gaststätten, Hotels, Pensionen oder Sport- und Freizeiteinrichtungen die Test- und Nachweispflicht ausgeweitet. Besucher und Besucherinnen müssten entweder ein negatives Testergebnis vorlegen oder nachweisen, dass sie geimpft oder genesen seien. Der Kreis Hildburghausen hatte mehrere Tage hintereinander die Schwellenwerte bei der Sieben-Tage-Inzidenz und bei der Anzahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern überschritten.

17:20 Uhr | Virologe: "20 Prozent der Ü-60-Jährigen noch nicht geimpft"

Der Virologe und Epidemiologie Klaus Stöhr hat über 60-Jährige aufgerufen, sich impfen zu lassen: "Die haben alle eine sehr hohe Chance – fünf bis 30 Prozent – wenn sie sich infizieren, dann auch tatsächlich zu sterben", sagte Stöhr "MDR um Zwei". Der langjährige Leiter des globalen Influenza-Programms der Weltgesundheitsorganisation bezeichnete die Datenlage dazu als "relativ klar". Er verwies zugleich darauf, dass 20 Prozent in dieser Altersgruppe noch nicht geimpft seien: "Das sind immer noch vier Millionen Menschen, die in dieser Gruppe nicht geimpft sind. Das ist die halbe Bevölkerung von der Schweiz."

17:10 Uhr | Thüringen: Mobile Impfteams starten mit Auffrischungsimpfungen

In Thüringen werden seit heute auch Auffrischungsimpfungen angeboten, die mit Hilfe von mobilen Impfteams verabreicht werden sollen. Dafür wurde nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung die Zahl der Teams von 15 auf 25 aufgestockt. Außerdem wird die zusätzliche Impfung seit dem 1. September auch in den 27 Impfstellen und zwei Impfzentren des Freistaats angeboten. Bisher haben dort schon 1.200 Menschen die dritte Impfdosis erhalten.

16:45 Uhr | EMA überprüft Biontech-Auffrischungsimpfung

Die Europäische Arzneimittelbehörde EMA überprüft derzeit die Auffrischungsimpfung der Hersteller Biontech und Pfizer. Ziel ist es, in den nächsten Wochen die Bewertung abzuschließen. Der Antrag für eine dritte Dosis des Vakzins, die sechs Monate nach der zweiten Dosis bei Personen über 16 Jahren verabreicht werden soll, werde beschleunigt geprüft, teilte die EMA mit. Die Behörde überprüft zudem Daten zu einer dritten Dosis eines der mRNA-Impfstoffe von Biontech und Moderna bei stark immungeschwächten Menschen.

Nach Einschätzung der EMA und besteht in der Allgemeinbevölkerung gegenwärtig keine dringende Notwendigkeit für Booster-Impfungen. Bei stark immungeschwächten Personen sollten sie aber in Betracht gezogen werden.

16:04 Uhr | Verkauf von E-Books während Pandemie gestiegen

Die Umsätze mit E-Books sind während der Corona-Pandemie deutlich gestiegen: Von Januar bis Juni 2021 stieg der Umsatz – verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs – um fast zehn Prozent. Das teilte der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mit. Die Zahl der verkauften Exemplare stieg demnach um circa acht Prozent auf 20 Millionen. Dabei fand das Wachstum nahezu ausschließlich im ersten Quartal statt, das in diesem Jahr fast komplett vom Corona-Lockdown betroffen war. Im Vergleichszeitraum 2020 war das nur zu einem kleinen Teil der Fall gewesen.

15:55 Uhr | Impfappell an Erwachsene aus der Kinder- und Jugendmedizin

Die Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin hat Erwachsene eindringlich dazu aufgefordert, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Verbandspräsident Jörg Dötsch sagte, Erwachsene müssten die Kinder schützen und nicht umgekehrt. Bevor es Impfungen für Kinder gebe, seien Erwachsene in der Verantwortung. Es könne nicht sein, dass sie alle Freiheiten für sich beanspruchten und glaubten, dass Kinder wieder die Rettung seien. Als es noch keinen Impfstoff gegeben habe, hätten die Kinder Erwachsene mit geschützt. Etwa hätten Schulschließungen für weniger schwere Verläufe bei Erwachsenen gesorgt.

15:23 Uhr | Spahn: Einfachere Quarantäne-Regeln für Schulklassen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich für einfachere Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulklassen ausgesprochen. In der Regel solle eine einheitliche Quarantäne von fünf Tagen möglich sein, die dann mit einem negativen Test beendet werden könne, sagte der CDU-Politiker vor den Beratungen mit den Länder-Gesundheitsministern. Gelten solle das zudem nur für "umsitzende" Kinder und nicht die ganze Klasse. Voraussetzung dafür sei aber, dass die Grundregeln umgesetzt würden, wie Maske tragen für alle im Unterricht, regelmäßige Tests und Lüftungskonzepte.

Auch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sprach sich für eine einheitliche Regelung aus. Die CDU-Politikerin sagte, eine große gemeinsame Linie der Länder würde für sehr viel Akzeptanz gerade bei Eltern sorgen. Präsenzunterricht sollte, so weit es gehe, dauerhaft möglich gemacht werden.

15:05 Uhr | Mallorca lockert weiter Corona-Regeln

Angesichts fallender Corona-Zahlen werden die Corona-Maßnahmen auf Mallorca weiter gelockert. Ab Dienstag dürfen wieder Menschen aus verschiedenen Haushalten zu nächtlichen Partys zusammenkommen. Das geht aus einem Amtsblatt der Regionalregierung der Mittelmeerinsel hervor. Seit Ende Juli waren solche Treffen zunächst zwischen 1 Uhr und 6 Uhr verboten. Zudem dürfen in Gaststätten im Innenbereich künftig wieder bis zu acht Personen an einem Tisch bewirtet werden, im Außenbereich bis zu zwölf Personen.

13:22 Uhr | Bund fördert Arznei-Entwicklung mit Millionen

Der Bund unterstützt sechs Projekte zur Entwicklung von Medikamenten gegen Covid-19 mit insgesamt rund 150 Millionen Euro. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sagte: "Corona wird bei uns bleiben. Und wir werden Medikamente benötigen, um an Covid-19 erkrankte Menschen zu behandeln. Deshalb steht neben der Frage, die Pandemie in den Griff zu bekommen, die Frage nach weiterer Medikamentenforschung für uns im Mittelpunkt."

Gefördert werden die deutschen Firmen AdrenoMed, Apogenix, Atriva Therapeutics, Corat Therapeutics, InflaRX sowie das DRK Baden-Württemberg-Hessen, das die Projekte koordiniert. Karliczek zufolge werden Projekte unterstützt, die sich bereits in der fortgeschrittenen klinischen Entwicklung befinden. Sie würden bis zur Zulassung gefördert. Einige der Medikamente sind Karliczek zufolge bereits für Erkrankungen wie Krebs oder Sepsis erforscht worden. Wann sie zur Verfügung stehen werden, ist noch offen.

10:05 Uhr | Caritas wirft Westen Egoismus vor

Die Caritas hat dem Westen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie Egoismus vorgeworfen. Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, sagte im Inforadio des RBB, drei Viertel der weltweit produzierten Impfstoffe seien an genau zehn Länder weltweit gegangen. Das sei egoistisch und nicht nachhaltig. Die Verknappung des Impfstoffes begünstigt Neher zufolge das Entstehen neuer Virusvarianten. Dass Deutschland nun Impfstoff zur Verfügung stelle, sei nur selbstverständlich. "Wir sollten das nicht als generöse Haltung sehen. Den Ländern weltweit stehen diese Impfstoffe genauso zu wie uns", sagte Neher.

08:45 Uhr | Ostbeauftragter warnt vor steigenden Corona-Zahlen im Osten

Der Ostbeauftragte Wanderwitz hat mit Blick auf voraussichtlich stark steigende Corona-Fallzahlen im Osten mehr Einschränkungen für Ungeimpfte gefordert.

Die Impfbereitschaft könnte sich dann wieder erhöhen, wenn sich die Lage deutlich verschlechtert und strengere Maßnahmen für Ungeimpfte kommen. Ein Faktor könnte auch das Ende der kostenlosen Tests sein.

Marco Wanderwitz, Ostbeauftragter (CDU) Funke-Mediengruppe

Im Gespräch mit der Funke-Mediengruppe sagte Wanderwitz, wenn die Schulferien in allen fünf neuen Ländern zu Ende seien, stiegen die Infektionszahlen mit großer Sicherheit deutlich. Grund sei die vergleichsweise hohe Zahl an Ungeimpften. Außerdem gebe es viele, die Schutzmaßnahmen verweigerten. Wanderwitz rechnet deshalb, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen. "Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse haben wie im vergangenen Herbst."

08:00 Uhr | Corona-Streit: Fußballklassiker abgebrochen

Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Brasilien und Argentinien ist im Streit um Corona-Schutzmaßnahmen abgebrochen worden. Kurz nach Anpfiff der Partie in São Paulo holten brasilianische Polizisten drei argentinische Spieler vom Feld. Daraufhin verließ das gesamte Gästeteam den Platz und der Schiedsrichter brach die Partie ab. Zuvor hatten die brasilianischen Behörden gegen vier in England spielende Argentinier eine Corona-Quarantäne verhängt. Drei von ihnen standen dennoch auf dem Platz. Der brasilianische Fußballverband CBF äußerte sich "absolut überrascht" über den Zeitpunkt der Maßnahme. Die Quarantäne-Frage hätte vor der Partie geklärt werden können. Das brasilianische Portal "Globo esporte" schrieb von einer historischen Partie am 5. September 2021: "Das Spiel, das nicht stattgefunden hat."

06:40 Uhr | Amtsärzte für bundesweit gleiche Isolationsregeln für Kinder

Die Amtsärzte haben sich für bundesweit einheitliche Quarantäne-Regeln bei Corona-Fällen in Schulen eingesetzt. Die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im Öffentlichen Dienst, Ute Teichert, sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe, bei Eltern und Lehrerschaft sei die Verunsicherung durch die vielen unterschiedlichen Quarantäne-Regeln groß. Die Verfahren unterschieden sich nicht nur von Bundesland zu Bundesland, sondern auch von Amt zu Amt. "Die Länder müssen sich jetzt dringend auf bundeseinheitliche Quarantäne-Regeln für Schulen einigen. Das schafft Sicherheit und erleichtert die Akzeptanz der Maßnahmen", sagte sie. Ob es eigene Quarantäne-Regeln für Kinder geben soll, darüber beraten heute auch die Gesundheitsminister von Bund und Ländern.

06:30 Uhr | Umfrage: Mehrheit für Einschränkungen für Ungeimpfte

Die Mehrheit der Bundesdeutschen befürwortet strengere Zugangsregeln für Ungeimpfte, etwa bei Veranstaltungen in Innenräumen, als für Geimpfte. Bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov waren 58 Prozent der Befragten dafür. Dabei stieg die Zustimmung mit dem Alter der Befragten, fiel sie in Ostdeutschland niedriger aus als in Westdeutschland. 28 Prozent hielten gleiche Regeln für sinnvoll. Neun Prozent sprachen sich generell gegen Corona-Beschränkungen aus. Für die Umfrage waren Ende August 2.022 Personen befragt worden.

06:20 Uhr | Jugendmediziner befürworten Freitesten von Schülern

Der Berufsverband für Kinder- und Jugendmedizin in Thüringen befürwortet eine verkürzte Quarantäne für Kinder. Ein Sprecher sagte MDR AKTUELL, bis zu 98 Prozent der Kinder seien umsonst in die Quarantäne geschickt worden. Das sei vergeudete Zeit. Wenn nach fünf Tagen ein PCR-Test gemacht werde, sei das Ergebnis mit großer Wahrscheinlichkeit korrekt. Bildungsminister Holter hatte vorgeschlagen, dass auch Kinder in Quarantäne nach fünf Tagen freigetestet werden könnten. Ähnliches plant Sachsen-Anhalt. Die Gesundheitsminister der Länder wollen heute darüber beraten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 6. September 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten:

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 06. September 2021 | 06:00 Uhr

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