Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: Mehrwertsteuer-Senkung hat laut Studie alle entlastet

Ab Juni sollen sich alle Impfwilligen um einen Impftermin bewerben können. Das bekräftige Kanzlerin Merkel am Montag. In einer Studie wird zudem der Nutzen der Mehrwertsteuersenkung vom vorigen Jahr gelobt. Die EU gab am Montag bekannt, rechtlich gegen Astrazenenca vorzugehen. Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Ticker.

Unser Ticker am Montag, 26. April 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:57 Uhr | Nächster Lockdown für Türkei

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan einen mehr als zweiwöchigen kompletten Lockdown angekündigt. Vom 29. April bis 17. Mai sollten alle Betriebe schließen, die keine Ausnahmegenehmigung haben, sagte Erdogan in Ankara. Die Ausnahmen würden noch vom Innenministerium bekanntgegeben. Reisen zwischen Städten sollen nur mit Genehmigung möglich sein.

21:26 Uhr | Spahn: Ende Mai Entscheidung über Freiheiten für Geimpfte

Bis Ende Mai soll nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn entschieden sein, inwieweit Geimpfte weiterhin mit Corona-Beschränkungen belegt werden. Der CDU-Politiker sagte am Montagabend in der ARD, die Bundesregierung werde kommende Woche einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten. Spahn sagte, er gehe davon aus, dass am 28. Mai darüber final entschieden werde. Die Abstimmung erfolgt zunächst im Bundestag und dann im Bundesrat.

20:51 Uhr | Testzentrum für Buga-Gäste

Das neue Corona-Testzentrum für die Bundesgartenschau in Erfurt wird möglicherweise am Dienstag öffnen. In einer Messehalle sind am Montag 20 Kabinen aufgebaut worden. Nach Auskunft des Betreibers wird am Dienstagvormittag ein Probelauf absolviert. Funktioniert alles reibungslos, können sich Buga-Besucher schon dann in der Messehalle testen lassen.

20:05 Uhr | Israel untersucht Entzündungen nach Impfungen mit Biontech

Israel untersucht Fälle von Herzmuskelentzündung nach Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Biontech und Pfizer. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums wurden Dutzende Fälle von Myokarditis bei mehr als fünf Millionen Geimpften registriert. Zumeist sei die Erkrankung nach der zweiten Impfung aufgetreten. Laut dem Hersteller Pfizer sind vor allem junge Männer betroffen.

20:00 Uhr | Ermittlungen gegen Weimarer Richter

Nach einer umstrittenen Entscheidung zur Maskenpflicht an Schulen wird nun gegen einen Familienrichter aus Weimar ermittelt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt sagte, es bestehe der Anfangsverdacht der Rechtsbeugung. Der betroffene Richter habe sich offenbar willkürlich für zuständig erklärt. Er hatte Anfang April auf Antrag einer Mutter angeordnet, in zwei Schulen die Maskenpflicht auszusetzen. Das Verwaltungsgericht Weimar hob das Urteil kurz darauf wieder auf.

18:56 Uhr | Studie: Steuerentlastung kam allen zugute

Die Mehrwertsteuersenkung im vergangenen Jahr hat alle Haushalte entlastet. Das geht aus einer Studie des Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung in Mannheim hervor. Ausgewertet wurden mehr als 100 Millionen Käufe, sowohl im Onlinehandel als auch im stationären Handel. Im Schnitt sanken die Preise um 2,5 Prozent. Studienleiter Siegloch sagte MDR AKTUELL, auch viele Produkte in Supermärkten und Discountern seien billiger geworden. Davon hätten auch Haushalte mit niedrigem Einkommen profitiert. Die Mehrwertsteuersenkung sei deshalb kein Geschenk ausschließlich für Reiche gewesen. Das Institut für Wirtschaftsforschung Halle hatte dagegen im Januar erklärt, von der Steuersenkung hätten vor allen jene profitiert, die sie nicht gebraucht hätten.

17:57 Uhr | Merkel: Impfpriorisierung wird im Juni aufgehoben

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bekräftigt, dass die Impfpriorisierung im Juni aufgehoben werden kann. Das bedeute nicht, dass dann jeder gegen das Coronavirus geimpft werde, sagte Merkel. Vielmehr könne sich ab diesem Zeitpunkt jeder um einen Termin bemühen. Auch sollen dann die Betriebsärzte noch einmal stärker in die Impfkampagne einbezogen werden, sagte Merkel. Die Kanzlerin hatte sich am Montag mit den Länderchefs über die weitere Impfstrategie ausgetauscht.

17:19 Uhr | Corona-Pandemie erschwert Ausbildung bei Feuerwehr

Ausbildung bei der Feuerwehr heißt Ausbildung in Gruppe, doch wegen der Corona-Beschränkungen ist das derzeit nicht möglich. Wir haben Feuerwehrleute im Vogtland besucht.

16:55 Uhr | Zypern hofft auf Touristen

Zypern will ab dem 10. Mai Touristen einreisen lassen, die gegen das Coronavirus geimpft sind. Das zyprische Tourismusministerium teilte mit, dass die Regelung für Reisende aus 65 Ländern gelte. Sie müssten sich weder einer Quarantäne unterziehen noch einen negativen Corona-Test vorweisen. Die einzige Voraussetzung für die Einreise sei ein vollständiger Impfschutz. Die Corona-Pandemie hat den Tourismus auf der Mittelmeerinsel hart getroffen. Nach fast vier Millionen Besuchern im Jahr 2019 kamen im vergangenen Jahr nur 631.609 Touristen nach Zypern.

Blick auf Mönchskloster
Mönchskloster auf Zypern Bildrechte: Colourbox

16:45 Uhr | Weiterer Kinderzuschuss geplant

Bedürftige Familien in Deutschland sollen einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro pro Kind bekommen. Nach Angaben von SPD-Chefin Esken ist dies Teil eines Corona-Aufholpakets, auf das sich die Bundesregierung verständigt habe. Das Zwei-Milliarden-Paket soll am Dienstag ins Kabinett eingebracht werden. Mit einer Milliarde Euro soll das Aufholen von Lernrückständen durch die Pandemie gefördert werden. Eine weitere Milliarde Euro soll dafür verwendet werden, die Teilhabe-Chancen von Kindern aus benachteiligten Familien zu verbessern. Da die Umsetzung des Programms Zeit brauche, werde der Kinderzuschuss vermutlich erst im Herbst ausgezahlt.

16:12 Uhr | Urteil: Geimpfte dürfen keine Ferienwohnung mieten

Ein Ehepaar darf nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern auch weiterhin seine beiden Ferienwohnungen auf der Insel Usedom nicht an Corona-Geimpfte vermieten. Das teilte der Sprecher des Paares mit. Die Besitzer waren schon im Februar mit einem Antrag vor dem Verwaltungsgericht gescheitert. Jetzt wollten sie geltend machen, dass mittlerweile ein gewisser Anteil der Bevölkerung geimpft ist. Das Gericht entschied dagegen, dass die bestehenden Regeln rechtmäßig und verhältnismäßig seien. Die Corona-Verordnung von Mecklenburg-Vorpommern verbietet Besitzern von Ferienwohnungen derzeit die Beherbergung von Gästen.

Blick von Usedom auf die Ostsee
Blick von Usedom auf die Ostsee Bildrechte: Usedom Tourismus GmbH

15:47 Uhr | Gerichte werden neues Infektionsschutz prüfen

Beim Bundesverfassungsgericht sind mehr als 65 Verfahren wegen der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes anhängig. Eine genaue Angabe über die aktuelle Zahl der Eingänge sei nicht möglich, weil ständig neue hinzukommen könnten, teilte ein Sprecher am Montag in Karlsruhe mit. Er machte keine Angaben dazu, wann mit einer Entscheidung zu rechnen sein könnte.

Unklar ist zudem, ob Kläger zunächst Verwaltungsgerichte anrufen und sich dann durch die Instanzen klagen müssen. Bundestag und Bundesrat hatten die umstrittene Neuregelung des Infektionsschutzgesetzes vergangene Woche abgesegnet. Sie sieht bundeseinheitliche Regeln für Regionen vor in denen bestimmte Corona-Kennzahlen überschritten werden.

15:01 Uhr | Rufe nach Erleichterungen für Geimpfte

Vor den zur Stunde laufenden Beratungen zur Impfstrategie mehren sich die Stimmen, Geimpften Erleichterungen bei den Corona-Regelungen zu ermöglichen. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte in Berlin, einen genauen Zeitplan für eine entsprechende Verordnung gebe es aber noch nicht. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer drängt darauf, Geimpften uneingeschränkt Urlaubsreisen zu ermöglichen. Der Thüringer Regierungschef Bodo Ramelow plädiert dafür, Geimpfte, Genesene und Getestete im Alltag gleichzustellen.

Ärztevertreter machen unterdessen Druck, die Impfreihenfolge zu beenden. Der Hausärzteverband nannte es hanebüchen, dass in den Kühlschränken der Impfzentren Millionen Dosen ungenutzt lagerten. Zugleich infizierten sich täglich Tausende mit dem Virus.

13:44 Uhr | EU verklagt Astrazeneca wegen Lieferverzögerungen

Im Streit um ausbleibende Impfstofflieferungen geht die EU-Kommission nun rechtlich gegen den Hersteller Astrazeneca vor. Wie ein Sprecher mitteilte, hat die Kommission bereits am Freitag rechtliche Schritte gegen das britisch-schwedische Unternehmen eingeleitet. Das Vorgehen werde von allen 27 Mitgliedstaaten unterstützt. Astrazeneca hatte unter Verweis auf Produktionsprobleme im ersten Quartal nur 30 Millionen statt der vereinbarten 120 Millionen Impfdosen an die EU geliefert. Die EU erwartet auch im aktuellen Quartal deutliche Engpässe – 70 Millionen statt 180 Millionen Impfdosen. Damit verstößt der Konzern nach Lesart der EU-Kommission gegen einen EU-Rahmenvertrag vom August 2020. Weil beispielsweise Großbritannien von den Lieferproblemen kaum betroffen war, ist das Verhältnis zwischen EU und Konzern schon länger angespannt. Derzeit stammt ein Großteil der in Deutschland verimpften Impfstoffe vom deutsch-amerikanischen Hersteller Biontech/Pfizer.

11: 39 Uhr | Kritik am Corona-Schutz für Erntehelfer

Der Corona-Schutz für Erntehelfer in Thüringen lässt aus Sicht der Gewerkschaften noch zu wünschen übrig. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Ostthüringen erklärte, aussaat- und Erntehelfer trügen ein besonders hohes Risiko, an Covid-19 zu erkranken. Ein Großteil sei in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht. Gefährlich sei auch der Transport im Sammeltransporter zum Einsatz. Die Gewerkschaft forderte die Behörden dazu auf, verstärkt Arbeitsschutz- und Hygieneregeln zu kontrollieren. Die Arbeitgeber müssen die Helfer nach einer vor Kurzem beschlossenen Neuregelung 102 Tage lang nicht sozialversichern.

11:36 Uhr | Vermeer-Ausstellung in Dresden wird verschoben

Die bisher größte Ausstellung in Deutschland über den holländischen Maler Johannes Vermeer wird wegen der Corona-Pandemie um drei Monate verschoben. Wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden heute mitteilten, soll sie nun vom 10. September an in der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister zu sehen sein. Eigentlich sollte die Schau am 3. Juni eröffnet werden. Im Zentrum steht das Dresdner Bild "Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster". Das Werk wurde in den vergangenen vier Jahren restauriert und soll erstmals wieder in der Öffentlichkeit präsentiert werden. Neun weitere Gemälde Vermeers, die eine enge Beziehung zu diesem Bild haben, kommen aus ganz Europa und den USA für die Ausstellung nach Dresden.

Gemälde des holländischen Maler Johannes Vermmer  "Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster" um 1657-1659
Vermeers "Brieflesendes Mädchen am Fenster" wurde vier Jahre lang wiederhergerichtet. Bildrechte: dpa

10:34 Uhr | Sächsische Schweiz-Osterzgebirge muss auch Schulen schließen

Auch im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge müssen ab Mittwoch Schulen und Kindergärten schließen. Grund ist nach Angaben von Landratsamt und Kultusministerium, dass die Wocheninzidenz in dem Landkreis den dritten Tag infolge über dem Wert von 165 liegt. Damit liegen in Sachsen nur noch die Städte Leipzig und Dresden sowie der Landkreis Leipziger Land unter diesem Wert und erfüllen damit die Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes für Schul- und Kitaöffnungen. Überall sonst in Sachsen sind die Schulen seit heute wieder zu – ausgenommen Förderschulen und Abschlussklassen.

Das Robert Koch-Institut hat die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge am Montag mit knapp 212 ausgewiesen, das Risklayer-Datenprojekt sogar mit 240,2. Das Landratsamt meldete dagegen am heutigen Montag zunächst eine Inzidenz von 180, korrigierte im Tagesverlauf die Zahl aber auf 212. Am vergangenen Freitag, als die übergeordneten Behörden über Schulsschließungen in dieser Woche informieren mussten, hatte die Behörde eine Inzidenz von 164,9 ausgewiesen.

09:39 Uhr | Ifo-Forscher plädieren für Pflicht-Onlineunterricht

Forscher vom Ifo-Institut sprechen sich für eine Fortführung des Schulunterrichts als Videounterricht aus. "Wir plädieren für eine Pflicht zum täglichen Online-Unterricht per Videoschalte. Die Entscheidung sollte man nicht den einzelnen Schulen oder Lehrern überlassen, sondern vorgeben", sagte die stellvertretende Leiterin des ifo-Zentrums für Bildungsökonomik in München, Larissa Zierow, dem MDR. Bereits jetzt gebe es Lehrer, die täglich aktiv per Videokonferenz unterrichteten und den Schülern Feedback gäben. In solchen Fällen lernten diese fast so viel wie im Präsenzunterricht. Eine Mail pro Woche mit den neuesten Arbeitsblättern bringe wenig, sondern stelle vor allem leistungsschwächere Schüler vor Probleme. Das vollständige Interview:

09:25 Uhr | Deutlich mehr Sterbefälle 2020

Im vergangenen Jahr sind in Deutschland mehr Menschen gestorben als 2019. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts wurden mit rund 986.000 Sterbefällen etwa 46.000 mehr als 2019 registriert. Die Behörde erklärte den Anstieg um fünf Prozent zwar auch mit Corona, verwies aber auch auf weitere Ursachen wie zum Beispiel das zurückliegende Schaltjahr. Allein daraus ergebe sich ein Anstieg um etwa 3.000 Sterbefälle gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Geburten sank minimal um 0,6 Prozent, die Zahl der Eheschließungen mit einen Minus von 37 Prozent dagegen deutlich.

09:11 Uhr | Weniger Übernahmen in unbefristete Arbeitsverträge

Aufgrund der Corona-Pandemie sind 2020 weniger Arbeitnehmer aus befristeten in unbefristete Arbeitsverhältnisse übernommen worden als in den Jahren zuvor. Wie aus einer Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hervorgeht, sanken sowohl die Zahl als auch der Anteil der befristeten Beschäftigung. Viele befristet Beschäftigte hätten ihre Betriebe verlassen müssen. "Befristungen erweisen sich für die Beschäftigten vor allem in Krisenzeiten als Problem, weil sie dann deutlich seltener als Brücke in unbefristete Beschäftigung dient", sagte IAB-Forscher Christian Hohendanner. Konkret sank der Anteil der Übernahmen in ein unbefristetes Arbeitsverhältnisdem Institut zufolge von 2019 bis 2020 von 44 auf 39 Prozent, der Anteil der nicht verlängerten Verträge sank von 31 auf 29 Prozent und der Anteil der Menschen, die den Betrieb nach Auslaufen ihres Vertrags verließen, stieg von 25 auf 32 Prozent.

08:55 Uhr | Schriftliche Abi-Prüfungen in Sachsen-Anhalt

Unter Pandemie-Bedingungen haben in Sachsen-Anhalt die schriftlichen Abitur-Prüfungen begonnen. Erstes Prüffach ist Geschichte. Es ist der zweite Jahrgang, der die Tests unter Pandemiebedingungen ablegen muss. Wie das Bildungsministerium mitteilte, haben die Prüflinge pro Fach eine halbe Stunde länger Zeit. Mehr Nachrichten aus Sachsen-Anhalt:

08:50 Uhr | Weitere Testzentren für Sachsen

Sachsen verfügt seit Montag über drei weitere Testzentren: Unter anderem wird der Service jetzt auch im vogtländischen Bad Elster angeboten. Außerdem wird in der EnergieVerbund Arena in Dresden ein weiteres Testzentrum eröffnet, das sieben Tage die Woche von 10 bis 21 Uhr kostenlose und kostenpflichtige Tests anbietet. Mehr Corona-Nachrichten aus Sachsen:

08:00 | Uhr: Busunternehmen leiden unter Pandemie-Bedingungen

Die Pandemie hat zu großen wirtschaftlichen Problemen bei den Busunternehmen in Thüringen und Sachsen-Anhalt geführt."Ohne Schutzschirm wäre der ÖPNV schon 2020 zusammengebrochen, sagte der Geschäftsführer des Verbands Mitteldeutscher Omnibusunternehmer, Tilman Wagenknecht, der Deutschen Presse-Agentur. Das gleiche gelte für 2021. Wagenknecht forderte auch für die kommenden Jahr Hilfen. Der Verband Mitteldeutscher Omnibusunternehmer vertritt nach eigenen Angaben die Interessen von etwa 40 Verkehrsunternehmen aus Thüringen und Sachsen-Anhalt. Mehr Corona-Nachrichten aus Thüringen:

07:50 | Homeoffice-Pflicht: DGB befürchtet Abschaffung von Büroflächen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund befürchtet, dass die im Infektionsschutzgesetz verankerte Homeoffice-Pflicht dazu führt, dass Arbeitgeber ihre Büroflächen abschaffen. DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte MDR AKTUELL, es gebe schon jetzt Arbeitgeber, die davon träumten, alles ins Homeoffice zu verlagern. Das sei keine gute Perspektive. Auf Dauer könne Homeoffice keine Pflicht sein. Wenn Beschäftigte ins Unternehmen kämen, müssten sie wissen, wo ihr Arbeitsplatz sei. Der Thüringer Arbeitgeberverband erklärte, dass die Homeoffice-Pflicht nun nicht nur in der Arbeitsschutzverordnung, sondern auch im Infektionsschutzgesetz stehe, führe zu neuer Bürokratie. Dort, wo es möglich sei, werde bereits im Homeoffice gearbeitet.

07:10 Uhr | Beratungen über mehr Freiheiten für Geimpfte

Bund und Ländern beraten am Nachmittag über den Stand der Corona-Impfungen in Deutschland. Im Zentrum der Videoschalte werden Überlegungen stehen, Menschen mit vollständigem Impfschutz sowie eventuell auch Genesenen einige Erleichterungen zu gewähren. Weiteres Thema ist die Impfpriorisierung. Hier hatte es zuletzt Forderungen gegeben, sie aufzuheben und die Impfstoffe für alle freizugeben. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält eine Freigabe im Juni für möglich, Ärztevertreter verlangen einen früheren Zeitpunkt. Gleich nach dem virtuellen Treffen soll über die Ergebnisse informiert werden.

06:55 Uhr | Erneut Rekord an Neuinfektionen in Indien - Deutschland prüft Hilfe

Indien hat fast 353.000 Corona-Neuinfektionen gemeldet – und damit den fünften Tag in Folge einen weltweiten Höchstwert. Binnen 24 Stunden stieg die Zahl der Toten in Indien um mehr als 2.800 auf insgesamt 195.123. Viele Kliniken sind überlastet, außerdem mangelt es an Sauerstoff. Viele Länder haben Indien Hilfe angeboten. Auch Deutschland stellt Hilfe in Aussicht. Bundesaußenminister  Heiko Maas sagte der Zeitung "Rheinische Post" mit Blick auf den Einreisestopp, es sei richtig gewesen, den Eintrag der neuen Mutation nach Deutschland zu stoppen. Genauso wichtig sei es aber, dass Deutschland nun Indien jetzt nach Kräften helfe: "Innerhalb der Bundesregierung und im Gespräch mit Unternehmen setzen wir deshalb gerade alle Hebel in Bewegung, um schnellstmöglich, etwa mit Sauerstoff und Medikamenten, unterstützen zu können."

6:05 Uhr | Viele Schulen in Mitteldeutschland wieder zu

Wegen hoher Inzidenzzahlen müssen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen viele Schulen und Kindertagesstätten ab heute wieder schließen. In Sachsen haben dem Kultusministerium zufolge lediglich in Dresden und Leipzig sowie in den Landkreisen Leipziger Land und Sächsische Schweiz-Osterzgebirge die Schulen weiter geöffnet. In Sachsen-Anhalt schließen die Schulen und Kitas in sechs der 14 Landkreise und kreisfreien Städte. In Thüringen bleiben die Einrichtungen nur in den Kreisen Hildburghausen, Nordhausen, Eichsfeld, dem Unstrut-Hainich-Kreis sowie in Jena, Suhl und Weimar offen. Das neue Infektionsschutzgesetz schreibt vor, dass Schulen und Kitas schließen müssen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 165 liegt.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 26. April 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Die wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 26. April 2021 | 22:00 Uhr

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