Coronavirus-Pandemie Ticker: Sachsen-Anhalt und Thüringen lockern Weihnachtsregeln

Sachsen-Anhalt und Thüringen lockern die Corona-Regeln für Weihnachten etwas. In den USA hat die Impfung gegen das Coronavirus begonnen. In der EU dauert die Prüfung an. Für Risikogruppen beginnt morgen die Ausgabe von FFP2-Masken. Bundespräsident Steinmeier verteidigt den Lockdown. In Sachsen gilt er seit heute. Die Infektionsdynamik ist weiter hoch und sorgt für eine Debatte um den Besuch von Weihnachtsgottesdiensten. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Unser Ticker am Sonntag, 13. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:40 Uhr | Sachens erster Tag im Lockdown

Sachsen ist zweit Tage früher als die anderen Bundesländer in den harten Lockdown gegangen. Ein Stimmungsbild vom ersten Tag.

22:30 Uhr | Schule im Lockdown

Lockdown bedeutet auch: keine Schule. Aber das ist etwas anderes, als schulfrei. Denn lernen müssen Schüler trotzdem. Eine Unterstützung für sie: Nachhilfe via Video-Chat. Die bietet die Plattform "Corona School" an.

21:27 Uhr | Einsamkeit in der Pandemie

Wochenlange Isolation zum eigenen Schutz war schon im Frühjahr das Schicksal vieler Senioren. Das ist nun wieder der Fall.

21:02 Uhr | Cororona-Newsletter am Montag

Der heutige Corona-Newsletter aus Magdeburg beschäftigt sich mit dem bevorstehenden bundesweiten Lockdown. Auch die Situation an den Schulen und die Zahl der täglich registrierten Toten sind ein Thema.

20:42 Uhr | Handel leidet unter Weihnachtsgeschäft

Der Handel leidet unter dem Wegfall des Weihnachtsgeschäfts. In Sachsen haben die Geschäfte seit heute zu, bald sind bundesweit die Innenstädte leer. Eine Momentaufnahme.

20.40 Uhr | Tschechien verschärft Corona-Regeln wieder

Auch Tschechien verschärft seine Corona-Regeln. Ab Freitag müssen die erst vor eineinhalb Wochen geöffneten Gaststätten und Hotels wieder schließen. Die Betreiber sollen Entschädigungszahlungen erhalten. In Innenräumen und im Freien dürfen sich nur noch maximal sechs Personen treffen. Es gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Die Weihnachtsferien der Schulen werden vorgezogen. Einzelhandel und Dienstleister bleiben mit Einschränkungen geöffnet. Ministerpräsident Andrej Babiš sagte. " Es war eine sehr schwierige Entscheidung, denn wir wissen selbstverständlich, welche Auswirkungen das für das Leben der Menschen hat." Tschechien war Anfang November in einen harten Lockdown gegangen und hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen von zum Teil mehr als 15.000 auf deutlich unter 5.000 gesenkt. Seit der vorsichtigen Lockerung des Lockdowns am 3. Dezember stiegen die Zahlen wieder .

20:30 Uhr | Niederlande gehen in den Lockdown

Die niederländische Regierung hat einen harten Lockdown beschlossen. Ministerpräsiden Marc Rutte erklärte in einer TV-Ansprache: "Die Niederlande machen für fünf Wochen zu." Bereits ab morgen müssen alle Geschäfte schließen, die keine Lebensmittel oder andere Waren des täglichen Bedarfs verkaufen. Ab Mittwoch werden die Schulen geschlossen. Auch Museen, Zoos, Kinos und Fitnessstudios müssen schließen. Rutte rief die Niederländer auf, möglichst zu Hause zu bleiben und sich mit höchstens zwei Menschen pro Tag zu treffen. Am Sonntag wurden fast 10.000 Neuansteckungen verzeichnet und damit bezogen auf die Bevölkerung etwa doppelt so viele wie in Deutschland.

20:12 Uhr | Sachsen-Anhalt lockert Beschränkung zu Weihnachten minimal

Sachsen-Anhalt lockert über Weihnachten doch etwas die Kontaktbeschränkungen. Wie Ministerpräsident Reiner Haseloff nach einer Kabinettssitzung zur neuen Corona-Landesverordnung mitteilte, sind vom 24. bis 26. Dezember private Zusammenkünfte und Feiern über den eigenen Hausstand hinaus mit bis zu vier weiteren Personen aus höchstens zwei weiteren Hausständen zugelassen. Noch am Sonntag hatte Haseloff angekündigt, es werde bei der bisherigen Beschränkung auf maximal fünf Personen bleiben. Sozialministerin Petra Grimm-Benne erläuterte, dass sich nun über die Feiertage z.B. eine fünfköpfige Kernfamilie mit Großeltern und beispielsweise einem Bruder und seiner Ehefrau treffen dürfe. Das wären dann mindestens sechs Erwachsene.

Haseloff sagte, Ziel der erweiterten Regel sei, die Akzeptanz und Mitwirkungsbereitschaft der Menschen zu erhalten. Man bleibe aber hinter den Möglichkeiten zurück, die Bund und Länder am Sonntag verabredet hatten, danach wären Besucher aus bis zu vier weiteren Hausständen möglich gewesen.

20:10 Uhr | Thüringen lockert Weihnachtsregeln ein wenig

Thüringen lockert an den Weihnachtstagen ein wenig die strengen Kontaktbeschränkungen. Nach der am Montag veröffentlichten neuen Corona-Verordnung dürfen sich Menschen eines Haushalts vom 24. bis 26. Dezember mit vier engen Familienangehörigen aus weiteren Haushalten treffen. Als Beispiele für den engsten Familienkreis sind in der Verordnung unter anderem Ehepartner, Geschwister und Verwandte in gerader Linie aufgeführt. Auch deren jeweilige Haushaltsmitglieder sind von der Regelung eingeschlossen. Kinder bis 14 Jahren, die zu den jeweiligen Haushalten gehören, werden nicht mitgezählt.

19:20 Uhr | MDRfragt - für Mehrheit kommt Lockdown zu spät

Einer Umfrage des MDR-Meinungsbarometers MDRfragt zufolge finden 80 Prozent, dass der Lockdown zu spät kommt. Mehr als drei Viertel gaben an, die beschlossenen Einschränkungen seien richtig oder gingen nicht weit genug. Knapp 90 Prozent der Befragen glauben nicht daran, dass der Lockdown tatsächlich am 10. Januar beendet werden wird. An der nicht repräsentativen Umfrage haben sich 23.000 Menschen beteiligt.

19:00 Uhr | Mallorca zieht Zügel wieder an

Angesichts wieder steigender Corona-Zahlen hat Mallorcas Regionalregierung die Corona-Schutzmaßnahmen für Weihnachten verschärft. Ab morgen gilt erneut die höchste Stufe des fünfstufigen Corona-Protokolls. Über die Festtage sind nur noch Treffen von maximal sechs Personen erlaubt. In geschlossenen Räumen dürfen sich zudem nur Personen aus zwei Haushalten zusammenfinden. Das ist strenger als im Rest Spaniens, wo die Obergrenze meist bei zehn Personen aus maximal zwei Haushalten liegt. Die Ausgangssperre von 22 bis 6 Uhr wird über Weihnachten nicht wie eigentlich geplant gelockert.

Die Regierungschefin der Balearen, Francina Armengol, sagte, die Einschränkungen sollten zunächst bis zum 28. Dezember gelten und kämen danach wieder auf den Prüfstand. Auf den Nachbarinseln Menorca und Ibiza fallen die Maßnahmen milder aus, da die Zahlen dort nicht so hoch sind.

Wer aus dem Ausland und dem Rest Spaniens auf die Balearen reist, muss einen negativen PCR-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen; das Testergebnis kann auch auf Deutsch abgefasst sein.

18:06 Uhr | Österreich zieht Bilanz von Massentests

In Österreich haben deutlich weniger Menschen an einem Corona-Massentest teilgenommen als von der Regierung erhofft. Wie Gesundheitsminister Rudolf Anschober mitteilte, beteiligten sich  in den vergangenen zwei Wochen zwei Millionen Menschen. Österreich hat rund neun Millionen Einwohner. Die Regierung in Wien hatte auf eine Beteiligung von 60 Prozent gehofft. Ziel der freiwilligen und unentgeltlichen Tests war es, rechtzeitig vor Weihnachten unentdeckte Fälle herauszufinden.

Anschober sagte, bei den Tests seien 4.200 Menschen ausfindig gemacht worden, bei denen auch bei einem Zweittest eine Infektion nachgewiesen worden sei. Da die Antigen-Schnelltests deutlich unsicherer sind als PCR-Tests, wurden alle positiven Fälle im Labor auf Virus-Erbgut nachgetestet.

17:40 Uhr | Dresden verbietet Pegida-Kundgebung

Die Stadt Dresden hat eine für den Abend geplante Versammlung der Pegida-Bewegung auf dem Altmarkt untersagt. Sie begründete das Verbot mit der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit, die sich aus der aktuellen Corona-Lage und der erwartenden hohe Teilnehmerzahl ergebe.

 In Dresden sind aufgrund eines Inzidenzwertes von mehr als 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche Versammlungen auf maximal 200 Teilnehmer begrenzt. Die Stadt erklärte, sie gehe davon aus, dass mit der drei- bis vierfachen Teilnehmerzahl zu rechnen gewesen sei.

17:14 Uhr | EMA: Zulassung in der EU kaum schneller möglich

Das Zulassungsverfahren für einen Corona-Impfstoff in der EU ist nach Angaben der Europäischen Arzneimittel-Behörde EMA kaum zu beschleunigen. EMA-Direktorin Emer Cooke sagte; "Wir arbeiten rund um die Uhr." Es werde aber keine Abstriche bei der Sicherheit geben: "Die europäischen Bürger haben uns gesagt, dass sie eine schnelle Zustimmung wollen, aber viel wichtiger, sie wollen eine gründliche Überprüfung von Nutzen und Risiken des Impfstoffs." Emer sagte, spätestens am 29. Dezember werde das Ergebnis der Gutachter vorliegen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte eine Beschleunigung des Verfahrens gefordert. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte, es sei erklärungsbedürftig, "dass Großbritannien schon einen deutschen Impfstoff einsetzen kann, wir aber noch nicht". Deutschland hätte neben dem europäischen Zulassungsverfahren gleichzeitig ein nationales laufen lassen sollen.

16:50 Uhr | Krankenschwester als Erste in USA geimpft

Sandra Lindsay bekommt eine Impfung
Die New Yorker Krankenschwester Sandra Lindsay erhält die erste Impfung in den USA Bildrechte: imago images/UPI Photo

In den USA haben die Impfungen gegen das Corona-Virus begonnen. Als Erste hat eine New Yorker Krankenschwester den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer erhalten. Ihre Impfung wurde live im US-Fernsehen übertragen. Sie fühle sich großartig und erleichtert, sagte sie im Anschluss: "Ich hoffe, das markiert den Anfang vom Ende dieser sehr schmerzhaften Zeit in unserer Geschichte."

New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo sprach von "Licht am Ende des Tunnels" und warnte zugleich, es handle sich noch um einen "langen Tunnel". Präsident Donald Trump jubelte im Kurzbotschaftendienst Twitter: "Erste Impfung verabreicht. Herzlichen Glückwunsch USA! Herzlichen Glückwunsch Welt!"

Der Pfizer-Biontech-Impfstoff hatte am Freitag eine Notfallzulassung in den USA erhalten. Die USA sind das sechste Land, in dem dieser Impfstoff grünes Licht erhielt. In Großbritannien hatten die flächendeckenden Impfungen am Dienstag vergangener Woche begonnen. In der EU wird das Serum noch geprüft.

16:35 Uhr | Erinnerung an Spanische Grippe

Vor rund 100 Jahren erfasste schon einmal eine Pandemie die ganze Welt: die spanische Grippe. Sie kam wie aus dem Nichts. Wie die Menschen die Pandemie damals erlebt haben, erzählt Jörg Burger, Autor des "ZEIT-Magazins".

16:13 Uhr | Verteilung von FFP2-Masken für Risikogruppen ab morgen

Ab Dienstag können rund 27 Millionen Menschen aus Corona-Risikogruppen die ersten kostenlosen FFP2-Masken erhalten. Eine entsprechende Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums soll nach Angaben eines Ministeriumssprechers morgen  in Kraft treten. Anspruchsberechtigt sind Menschen über 60 Jahre und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen. Die Ausgabe der Schutzmasken erfolgt in einem stufenweisen Verfahren. Die ersten drei Masken gibt es gegen Vorlage eines Ausweises, für die restlichen gibt es Coupons der Krankenkasse.

15:45 Uhr | Lernplattform durch Hackerangriff gestört

In Sachsen ist die Lernplattform Lernsax des Kultusministeriums durch einen Hackerangriff gestört worden. Wie das Ministerium mitteilte, galt der Angriff nicht Lernsax, sondern einer anderen Lernplattform, die vom gleichen Rechenzentrum betreut wird. Die Störung bei Lernsax sei ein Kollateralschaden gewesen. Sachsens Schulen sind seit heute geschlossen.

Lernsax ist eine Kommunikationsplattform, auf der über das Internet unter anderem Informationen ausgetauscht werden, Unterricht erteilt wird und Lernstoff multimedial abgerufen werden kann. Lernsax war erst in der vergangenen Woche Ziel eines Hackerangriffs gewesen. Auch während des Lockdowns im Frühjahr gab es eine Störung.

15:22 Uhr | Magdeburg bietet ab Freitag Corona-Tests an

Ab Freitag startet in Magdeburg ein Massentest auf das Corona-Virus. Der Chef des Uniklinikums, Hans-Jochen Heinze, teilte mit, dazu werde ein Zelt am Alten Markt aufgebaut. Die Tests seien unentgeltlich, das Ergebnis liege nach 15 Minuten vor. Oberbürgermeister Lutz Trümper appellierte an die Magdeburger, das Angebot zu nutzen. Bislang stünden 1.700 Tests bereit. Trümper sagte: "Wenn noch mehr Bedarf ist als die 1.700, besorge ich noch ein paar Schnelltests."

Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff und Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch riefen dazu auf, sich so schnell wie möglich testen zu lassen. Haseloff sagte, das sei "eine der belastbarsten Möglichkeiten, eine Infektion zu vermeiden". Das Land werde dafür sorgen, dass möglichst viele Menschen im Land Zugriff auf solche Tests haben.

14:51 Uhr | Privater Weihnachtsmarkt in Riesa aufgelöst

Die Polizei hat in Riesa einen privaten Weihnachtsmarkt aufgelöst. Wie die Polizei am Montag mitteilte, trafen Beamte auf einem Hof im Ortsteil Poppritz auf mehr als hundert Weihnachtsmarktbesucher. Der Markt wurde von der Polizei umgehend beendet. Der Veranstalter sowie 80 Besucher erhielten eine Anzeige wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung.

14:40 Uhr | Pfizer verhandelt mit USA über weitere Impfdosen

Der Pharma-Konzern Pfizer verhandelt mit der US-Regierung über die Lieferung weiterer Einheiten des zusammen mit der Mainzer Firma Biontech entwickelten Impfstoffs. Pfizer-Chef Albert Bourla sagte dem Sender CNN, es gehe um 100 Millionen zusätzliche Dosen. Am Sonntag hat Pfizer in den US mit der Auslieferung der Arznei begonnen.

13:50 Uhr | Böller-Hersteller Weco fordert hohe Entschädigung

Nach dem Verkaufsverbot für Silvesterböller fordert der Pyrotechnik-Hersteller Weco Staatshilfe für Umsatzverluste. Die Firma in Eitorf in Nordrhein-Westfalen sprach von einer dreistelligen Millionensumme. Nachdem zunächst Feuerwerke erlaubt werden sollten, habe die Hauptauslieferung an die Kunden begonnen. Weco beklagte, "am Ende wird der wirtschaftliche Schaden vollumfänglich von der pyrotechnischen Industrie getragen werden müssen". Es seien sofortige Hilfsgelder notwendig.

13:38 Uhr | CDU-Parteitag Mitte Januar

Nach fast einjähriger Hängepartie wegen der Corona-Pandemie hat die CDU sich nun auf einen Parteitag am 15./16. Januar verständigt. Der CDU-Vorstand beschloss in einer Schaltkonferenz, dass der Parteitag überwiegend digital ausgerichtet und anschließend per Briefwahl über die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer entschieden wird. Bewerber sind NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenexperte Norbert Röttgen.

13:08 Uhr | Viele Anzeigen nach illegaler Corona-Demo in Erfurt

Bei illegalen Protesten gegen die Anti-Corona-Maßnahmen am Samstag in Erfurt hat die Polizei Personalien von rund 400 Demonstranten aufgenommen. Nach Angaben vom Montag wurden 21 Strafanzeigen und 382 Ordnungswidrigkeiten erfasst. Bei den Strafanzeigen gehe es zumeist um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und um Beleidigungen. Bei den Ordnungswidrigkeiten handelte es demnach vor allem um Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz und gegen die Coronaschutz-Auflagen in Erfurt. Auch Demonstranten stellten Strafanzeigen gegen Polizisten – zum Beispiel wegen Körperverletzung.

12:41 Uhr | Kaserne in Niedersachsen soll zentrales Impfstoffdepot werden

Eine Bundeswehrkaserne im niedersächsischen Quakenbrück wird als zentrales Corona-Impfstofflager in Deutschland vorbereitet. Nach Informationen von NDR und "Spiegel" sollen die Impfdosen im Versorgungs- und Instandsetzungszentrum für Sanitätsmaterial gesichert und von dort auf die Bundesländer verteilt werden. Vom Verteidigungsministerium gibt es bislang keine offizielle Bestätigung.

Flaggen wehen an der Einfahrt zur Artlandkaserne am Stadtrand.
Die Artlandkaserne in Quakenbrück soll offenbar Deutschlands Impfstoff-Zentrale werden. Bildrechte: dpa

12:20 Uhr | Ansturm bei Friseuren

Kurz vor dem ab Mittwoch geltenden Lockdown verzeichnen Friseure noch einmal einen Kundenansturm. Nach Verbandsangaben verlängerten viele Salons am Montag und Dienstag ihre Öffnungszeiten, um möglichst viele Kunden zu bedienen. Viele Friseure seien "absolut verzweifelt" und in Existenznot. Normalerweise sei der Dezember der umsatzstärkste Monat im Jahr, da sich vor den Feiertagen viele Menschen die Haare schneiden ließen.

11:55 Uhr | Singapur genehmigt Biontech-Impfstoff

Singapur hat den Covid-19-Impfstoff von Biontoch/Pfizer zugelassen. Regierungschef Lee Hsien Loong zufolge werden die ersten Impfdosen in den nächsten Tagen erwartet. Der südostasiatische Stadtstaat hat nach eigenen Angaben genügend Impfstoff für alle seiner 5,7 Millionen Einwohner bestellt. Der Biontech-Impfstoff wurde unter anderem bereits in Großbritannien, den USA, Kanada, Mexiko und Bahrain zugelassen.

11:15 Uhr | Steinmeier: Lage ist bitterernst

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den anstehenden Lockdown als Prüfung für das gesamte Land bezeichnet. Er sagte: "Wir sind ein starkes Land, weil in dieser schweren Krise so viele Menschen füreinander da sind und über sich hinauswachsen."

Steinmeier nannte die Lage bitterernst. Wenn sich Tag für Tag Zehntausende ansteckten, es Hunderte Todesfälle gebe und Ärzte und Pfleger an die Belastungsgrenze gerieten, reichten die bisherigen Anstrengungen nicht aus. Die Kontakte müssten in den nächsten Wochen radikal reduziert werden, mahnte das Staatsoberhaupt. Ein Kollaps des Gesundheitssystems müsse verhindert werden. Es gebe auch Hoffnung: Im neuen Jahr starteten die Impfungen. Feiern und Treffen könnten dann nachgeholt werden.

10:56 Uhr | VW drosselt Produktion

Der Autobauer Volkswagen drosselt heute mit Beginn der Nachtschicht seine Produktion. Nach Konzernangaben ist vor allem das Stammwerk Wolfsburg betroffen. Grund seien Probleme eines deutschen Zulieferers wegen Corona-Fällen. VW hat für seine betroffenen Beschäftigten Kurzarbeit angemeldet. Wie viele es sind, blieb zunächst offen.

10:30 Uhr | Polizei löst Hochzeitsfeier auf

Die Polizei hat im thüringischen Arnstadt eine Hochzeitsfeier wegen Missachtung der Corona-Auflagen beendet. Die Beamten wurden nach eigenen Angaben am Wochenende wegen Ruhestörung gerufen. Sie fanden demnach eine Feier mit mindestens 20 Teilnehmern vor, die weder die geltenden Abstandsregelungen einhielten noch eine Mund-Nase-Bedeckung trugen. Gegen die Feiernden wurden Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet.

10:18 Uhr | Kanzleramt rät zu Online-Gottesdiensten

Kanzleramtsminister Helge Braun hat an die Religionsgemeinschaften appelliert, Weihnachts-Gottesdienste möglichst online zu feiern. Er sagte im rbb-Inforadio, angesichts der Corona-Lage sollten Wege zur Kontaktreduzierung bei Gottesdiensten geprüft werden. Zugleich betonte der CDU-Politiker, die Religionsfreiheit sei ein geschütztes Grundrecht und Weihnachten nicht irgendein Fest. Braun empfahl Hybrid-Gottesdienste, bei denen ein Teil der Gemeinde in die Kirche geht und andere die Messe per Video-Stream verfolgen.

09:55 Uhr | Griechenland lockert Auflagen

Griechenland lockert nach fast sechs Wochen seinen strengen Lockdown. Buchhandlungen und Friseure dürfen wieder öffnen. Kleine Geschäfte können auf Bestellung arbeiten: Wer im Schaufenster oder im Internet ein Produkt entdeckt und kaufen möchte, muss das Geschäft kontaktieren und kann seinen Einkauf dann abholen. Bezahlt wird per Kartenlesegerät.

09:12 Uhr | Curevac startet große Impfstoff-Studie

Das Tübinger Biotechunternehmen Curevac startet die entscheidende Phase-3-Studie mit seinem Covid-19-Impfstoff. Nach Unternehmensangaben wird die Wirksamkeit und Verträglichkeit des Impfstoffkandidaten CVnCoV an etwa 35.000 Probanden in Europa und Lateinamerika getestet. Der Bund fördert das Impfstoff-Projekt von Curevac mit bis zu 250 Millionen Euro und ist über die KfW-Bank an der Firma beteiligt. Die EU hat sich bereits bis zu 405 Millionen Impfdosen gesichert.

08:45 Uhr | Längere Ladenöffnungszeiten vor dem Lockdown?

Angesichts eines drohenden Kundenansturms im Einzelhandel vor dem Lockdown ab Mittwoch werden Rufe nach einer Öffnung der Geschäfte rund um die Uhr laut. Der CDU-Bundestagsabgeordnete und Hamburger Landeschef Christoph Ploß forderte, die "Shopping-Zeiten bis in den Abend" zu strecken, um Gedränge vor Geschäften zu vermeiden. Auch die Berliner CDU-Fraktion sprach sich für Ladenöffnungszeiten von 0 bis 24 Uhr aus, ebenso die FDP. Deren Fraktionsvize Michael Theurer argumentierte, mit einer 48-Stunden-Öffnung bis zum Lockdown könne man lange Warteschlangen verhindern und das Infektionsrisiko senken. Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels bezeichnete eine Ausweitung der Öffnungszeiten vor dem Lockdown in der "Bild"-Zeitung als "sinnvoll".

08:10 Uhr | Kretschmer und Haseloff raten von Kirchgang ab

Die Ministerpräsidenten von Sachsen und Sachsen-Anhalt raten davon ab, Weihnachten in die Kirche zu gehen. Der sächsische Regierungschef Michael Kretschmer sagte MDR AKTUELL, jeder müsse Kontakte reduzieren. Er werde in diesem Jahr den Gottesdienst erstmals nicht besuchen. Auch Maria und Josef seien Weihnachten alleine gewesen. Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff verzichtet in diesem Jahr ebenfalls auf den Gottesdienst. Er wolle sich stattdessen die Mitternachtsmesse des Papstes im Fernsehen ansehen.

07:50 Uhr | Weiter hohe Infektionsdynamik in Sachsen

Die Infektionslage in Deutschland und besonders in Sachsen bleibt unverändert angespannt. Das Risklayerprojekt am Karlsruher Institut für Technologie erfasste am Sonntag bundesweit 17.893 neue Infektionen. Davon entfielen 2.139 auf Sachsen, 652 auf Thüringen und 400 auf Sachsen-Anhalt. Dabei sind die Zahlen am Wochenende meist niedriger als an Werktagen, weil von den Gesundheitsämtern nicht alle neuen Ansteckungen sofort erfasst und gemeldet werden.

07:25 Uhr | Sechs Prozent mehr Haushaltsmüll

Während der Corona-Pandemie haben die Privathaushalte ín Deutschland mehr Müll verursacht. Die eingesammelte Menge von Plastik und anderen Leichtverpackungen sowie von Glas stieg in diesem Jahr um jeweils rund sechs Prozent. Das ergab eine Umfrage des Bundesverbandes der Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft. Der Hauptgrund: In Pandemiezeiten gehen die Menschen zum Essen weniger oder gar nicht mehr in Restaurants, stattdessen kaufen sie mehr verpacktes Essen ein oder bekommen es geliefert.

07:05 Uhr | Sachsen ab heute im harten Lockdown

In Sachsen gilt ab sofort ein harter Lockdown. Neben den meisten Geschäften bleiben auch Kitas, Schulen und Horte zu. Der Wohnsitz soll nur in dringenden Fällen wie Arbeit, Einkauf oder Individualsport verlassen werden. Grund sind die drastisch steigenden Corona-Zahlen. Sachsen ist in bundesweiter Hotspot mit einem durchschnittlichen Inzidenzwert von knapp 400 Infektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert für ganz Deutschland liegt bei etwa 180.

06:30 Uhr | Landesbischof Bilz: Kirchen sollen offen bleiben

Der sächsische Landesbischof Tobias Bilz wünscht, dass die Kirchen auch Weihnachten offen bleiben. Er sagte MDR AKTUELL, noch seien die Feiertage ein Stück hin. Es wäre auch das falsche Signal an Christen und die ganze Bevölkerung, wenn Weihnachten nichts stattfände. Bilz betonte zugleich, dass die evangelisch-lutherische Kirche ihrer Verantwortung in der Corona-Pandemie gerecht werde. Manche Gemeinden verteilten Tickets, andere verlegten ihre Gottesdienste nach draußen. Es werde nicht zusammen gesungen, auch wenn das für viele schwer sei.

06:10 Uhr | USA und Kanada starten Corona-Impfungen

In Nordamerika sind die ersten Chargen des Corona-Impfstoffs des Pharmaunternehmens Pfizer und seines deutschen Partners Biontech ausgeliefert worden. Bereits am Montag sollen die ersten US-Bürger eine Impfung erhalten. Von den insgesamt 6,4 Millionen verfügbaren Impfdosen soll die Hälfte sofort ausgeliefert werden. Die andere Hälfte ist für die zweite Impfrunde in drei Wochen vorgesehen, dann müssen alle Geimpften erneut immunisiert werden. Als erstes sollen das medizinische Personal und Bewohner von Altenheimen immunisiert werden. Auch in Kanada startet das Impfprogramm.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 14. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 14. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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