Coronavirus-Pandemie Ticker vom Montag: "Report Mainz" – Ärzte mit Impfdränglern überfordert

Einem Medienbericht zufolge klagen mehrere Impfzentren über zahlreiche Versuche, eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Derweil soll der Impfstoff Johnson & Johnson ohne Priorisierung verimpft werden, allerdings empfiehlt die Stiko das Vakzin nur bei über 60-Jährigen einzusetzen. Thüringen startet derweil einen Testlauf für den elektronischen Corona-Impfpass. Alle aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie und einen Rückblick auf die vergangenen Tage in unserem Coronavirus-Ticker.

Impfdosen werden vorbereitet
Mitarbeiterinnen eines mobilen Impfteams bereiten die Impfdosen für die Corona-Schutzimpfung auf. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Montag, 10. Mai 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:18 Uhr | Witt: Sport für alle Altersgruppen wichtig

Die aus Brandenburg stammende einstige Eiskunstläuferin Katarina Witt kritisiert, dass der Sport in der Corona-Pandemie viel zu kurz komme. Was die heutige Fitnessstudio-Besitzerin über die Krise denkt, erfahren Sie hier:

22:04 Uhr | Indien: Corona-Tote am Ufer von Fluss gefunden

Im Norden Indiens sind zahlreiche Leichen an den Ufern des Ganges angespült worden, bei denen es sich mutmaßlich um Corona-Tote handelt. Rund 40 Leichen wurden im Bezirk Buxar nahe der Grenze zwischen den Bundesstaaten Bihar und Uttar Pradesh entdeckt, zwei der ärmsten Regionen des Landes, wie ein Behördensprecher am Montag mitteilte. Sie sollten nun begraben oder eingeäschert werden. Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur AFP, vermutlich seien die Toten wegen der überfüllten Krematorien in den Fluss geworfen worden. In Indien sterben derzeit täglich rund 4.000 Menschen an Infektionen mit dem Coronavirus.

21:43 Uhr | Großbritannien: Fußballfans dürfen ab Mitte Mai in Stadien zurückkehren

Der Rückkehr von Fußball-Fans in Großbritannien steht nichts mehr im Weg: Premierminister Boris Johnson bestätigte am Montag, dass ab dem 17. Mai Zuschauer bei Veranstaltungen im Freien wieder zugelassen seien. Damit dürfen die letzten beiden Spieltage der laufenden Premier-League-Saison wieder vor  Publikum ausgetragen werden – erstmals seit Dezember 2020. Je nach Größe dürfen sich bis zu 10.000 Fans im jeweiligen Stadion aufhalten.

21:16 Uhr | Wie hoch ist das Infektionsrisiko für Pendler?

Wer beim regelmäßigen Bus- und Bahnfahren die Corona-Regeln einhält, hat einer Studie zufolge kein höheres Corona-Infektionsrisiko als andere Pendler. Zu diesem Ergebnis kommt das Forschungsinstitut Charité Research Organisation. Mehr zur Studie können Sie hier erfahren:

19:59 Uhr | Schleswig-Holstein übernimmt Astrazeneca-Dosen von Dänemark

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat von Dänemark 55.000 Dosen des Astrazeneca-Impfstoffes entgegengenommen. Der CDU-Politiker sprach von einem großen Tag der Freude. Er wolle sich auch mit dem Präparat impfen lassen und hoffe, dass möglichst viele seinem Beispiel folgten. Der Impfstoff solle bis zum 7. Juli zurückerstattet werden. Dänemark hat den Einsatz des Astrazeneca-Impfstoffes aufgrund der Gefahr seltener Thrombosen ausgesetzt. Außerdem hieß es, die Pandemie sei im Land unter Kontrolle und es stünden andere Impfstoffe zur Verfügung.

19:22 Uhr | Bericht: Tausende Menschen erschleichen Impfung

Viele Impfzentren klagen einem Medienbericht zufolge über Aggressivität von Impfwilligen und zunehmende Versuche, sich mit falschen Angaben eine vorzeitige Impfung zu erschleichen. Die SWR-Sendung "Report Mainz" berichtete von mehreren tausend Fällen. Allein das Hamburger Impfzentrum meldete demnach zuletzt 2.000 Vordrängler in einer Woche. Um vorzeitig an einen Impftermin zu kommen, würden etwa falsche Alters- oder Berufsangaben gemacht. In München würden bis zu 350 Vordrängler in der Woche erwischt, in Saarbrücken bis zu 140. "Report Mainz" hatte bei den Impfzentren der Landeshauptstädte nachgefragt, allerdings erfassen nicht alle Zahlen zu Impfvordränglern.

18:55 Uhr | WHO stuft indische Variante als "besorgniserregend" ein

Die Weltgesundheitsorganisation ( WHO ) hat die in Indien aufgetretene Mutante des Coronavirus als "besorgniserregende Variante" eingestuft. Das gab die leitende WHO-Wissenschaftlerin Maria Van Kerkhove am Montagabend bekannt. Bislang hatte die UN-Behörde in Genf nur die sogenannten britischen, südafrikanischen und brasilianischen Varianten so bezeichnet. Hintergrund für die Einstufung ist, dass die Variante ansteckender ist. Bisherigen Studienergebnissen zufolge reagiert aber das menschliche Immunsystem weniger stark auf diese Variante. Außerdem gibt es laut Van Kerkhove noch keine Hinweise, dass Virustests, Medikamente oder Impfstoffe weniger wirksam gegen die indische Variante seien.

Ein Patient atmet mit Hilfe von Sauerstoff, der von einem Gurdwara, einer Sikh-Anbetungsstätte, bereitgestellt wird, in einem Auto.
Ein Patient bekommt Sauerstoff in einem Auto bereitgestellt. Bildrechte: dpa

18:02 Uhr | Altmaier zieht Zwischenbilanz bei Coronahilfen

Die staatlichen Wirtschaftshilfen in der Corona-Krise haben nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier inzwischen die 100-Milliarden-Euro-Marke erreicht. Nach Angaben seines Ministeriums wurden von März 2020 bis zum heutigen Montag Hilfen in Höhe von insgesamt 99,97 Milliarden Euro bewilligt und außerdem rund 30 Milliarden Euro an Kurzarbeitergeld gezahlt. Zu den Corona-Wirtschaftshilfen zählen unter anderem KfW-Kredite und direkte Zuschüsse wie die Soforthilfen und Überbrückungshilfen. Altmaier erklärte, dass die Hilfen die Wirtschaft "in schwerer Zeit stabilisiert", Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung aktuell mit einem Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent. Wem die Wirtschaftshilfe bislang zugute kam, können Sie hier erfahren.

17:53 Uhr | Schrittweise Öffnungen in Tschechien

In Tschechien dürfen die Restaurants ab kommenden Montag erstmals in diesem Jahr ihre Außenbewirtung öffnen. Das kündigt Industrieminister Karel Havlicek an. Nach monatelangen Schließungen sind seit vom heutigen Montag an auch wieder alle Geschäfte geöffnet. Außerdem startet an allen Grundschulen der Wechselunterricht.

17:05 Uhr | Seehofer mit Coronavirus infiziert

Bundesinnenminister Horst Seehofer hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der Minister sei positiv auf das Virus getestet worden und befinde sich aktuell in häuslicher Isolation, teilte sein Sprecher am Montag mit. Der CSU-Minister habe derzeit keine Krankheitssymptome. Seehofer hatte Mitte April seine erste Impfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten. Das Vakzin von Astrazeneca hatte er zuvor abgelehnt, obwohl Seehofer über 60 Jahre alt ist und Astrazeneca damit für ihn ohne Einschränkung empfohlen wird. Er begründete später, er habe sich beim Impfstoff nicht bevormunden lassen wollen.

16:15 Uhr | Keine Priorisierung bei Impfstoff von Johnson & Johnson

Der Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland ohne Priorisierung eingesetzt werden. Das teilte Gesundheitsminister Spahn nach einem Gespräch mit seinen Amtskollegen der Länder mit. Voraussetzung dafür sei eine ärztliche Aufklärung und eine individuelle Entscheidung über den Impfstoff. Beim Impfstoff von Johnson & Johnson reicht bereits eine Spritze für den vollen Schutz aus, das Vakzin kann aber ähnlich wie der Impfstoff von Astrazeneca in seltenen Fällen zu schweren Nebenwirkungen führen. Minister Spahn sagte, die größten Lieferungen vom US-Pharmaunternehmen erwarte man im Juni und Juli.

15:58 Uhr | Großbritannien senkt Corona-Alarmstufe

Großbritannien hat seine Corona-Alarmstufe gesenkt. Nach Angaben der Regierung gilt auf der fünfstufigen Skala nun Gefährdungsstufe drei. Demnach ist das Virus in dem Land zwar weiterhin aktiv, das Wachstum aber nicht mehr exponentiell. Damit drohe keine Überlastung des Gesundheitssystems mehr. Premierminister Boris Johnson will am Abend weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorstellen. So könnten in einer Woche etwa Pubs und Restaurants wieder ihre Innenbereiche für Gäste öffnen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Großbritannien derzeit bei 21. Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung haben mindestens eine Corona-Impfung erhalten.

13:54 Uhr | Lockerungen in vier Regionen Sachsen-Anhalts möglich

Auch in Sachsen-Anhalt sinkt die Zahl der Corona-Neuinfektionen. Nach Risklayer-Zahlen beträgt die aktuelle Inzidenz im Land 130. Vor einer Woche lag diese noch bei 170. Deswegen dürfen nun einige Regionen noch in dieser Woche die Beschränkungen lockern. So sind beispielsweise in Halle und im Kreis Anhalt-Bitterfeld die Kitas wieder geöffnet. Auch andere Kreise lockern in den kommenden Tagen. Darunter sind Stendal, Dessau-Roßlau und Mansfeld-Südharz.

13:45 Uhr | Mit Panini-Album Geld für Kulturszene in Hamburg gesammelt

Das neue Panini-Sammelalbum "#Team Hamburg" und vier Tütchen mit Sammelstickern liegen auf einem Tisch.
Der Verkauf des Panini-Sammelalbums "#Team Hamburg" hat mehr als 150.000 Euro für Kulturschaffende in Hamburg eingebracht. Bildrechte: dpa

Um die Kulturszene in Hamburg zu unterstützen haben Prominente mit einem Panini-Album rund 156.000 Euro gesammelt. Nach Angaben der Initiatoren beteiligten sich mehr als 200 Hamburger bei der Aktion, bei der sie mit und ohne Schutzmaske fotografiert wurden. Mit dabei waren unter anderem Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD), Udo Lindenberg, Fernsehkoch Tim Mälzer, Musiker Jan Delay und Moderator Tobi Schlegl.

Den Angaben zufolge waren 50.000 Alben und 2,5 Millionen Aufkleber für die Aktion über die Original-Panini-Druckmaschinen in Italien gelaufen. Die Druckkosten übernahmen rund 20 Marken und Unternehmen der Stadt. Das eingenommene Geld soll Ende Mai über ein 15-köpfiges Gremium an Künstler und Kulturschaffende in Hamburg verteilt werden.

13:18 Uhr | Schulen und Kitas im Vogtland und Nordsachsen dürfen wieder öffnen

In den Landkreisen Vogtland und Nordsachsen dürfen am Mittwoch die Schulen wieder im Wechselunterricht und die Kindertageseinrichtungen im eingeschränkten Regelbetrieb öffnen. In beiden Landkreisen liegt die Sieben-Tage-Inzidenz seit fünf Werktagen unter 165. Nach der "Bundesnotbremse" können danach am übernächsten Tag die Einrichtungen wieder öffnen.

12:32 Uhr | Corona-Impfung auf Dracula-Schloss

In Rumänien wird vor gruseliger Kulisse geimpft - um möglichst viele Menschen zur Corona-Impfung zu bewegen. Auf dem "Dracula-Schloss" Bran können sich Besucherinnen und Besucher in besonderem Ambiente impfen lassen. Am Wochenende standen hunderte Menschen vor der Burg Schlange. Jeder Impfling erhielt am Ende ein Zertifikat, das ihm oder ihr "Kühnheit und Verantwortungsbewusstsein" bescheinigte, sowie eine kostenlose Führung durch die Folterkammer.

Schloss Bran wird mit dem rumänischen Fürsten Vlad Tepes in Verbindung gebracht, der als "Der Pfähler" bekannt war und im 15. Jahrhundert lebte. Die Geschichte des Fürsten inspirierte den irischen Autor Bram Stoker zu seinem Vampir-Roman "Dracula".

11:54 Uhr | Thüringen startet Testlauf für elektronischen Corona-Impfpass

Thüringen startet einen Testlauf zum elektronischen Nachweis für Corona-Impfungen. Das teilte die Kassenärztliche Vereinigung mit. Demnach soll ab Mittwoch über das Terminvergabeportal ein elektronisches Impfzertifikat abrufbar sein. Der Leiter des KV-Pandemiestabs, Jörg Mertz, sagte, den Nachweis könnten Personen erhalten, die sich in den regionalen Impfstellen und den großen Impfzentren des Landes immunisieren ließen. Das Zertifikat könne entweder per QR-Code auf dem Smartphone ausgelesen oder aber ausgedruckt werden. Thüringen testet den elektronischen Impfnachweis in einem Pilotprojekt, an dem auch Brandenburg beteiligt ist.

11:14 Uhr | Hamburg kündigt Aufhebung der Corona-Notbremse an

Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) hat die Aufhebung der Corona-Notbremse in der Hansestadt angekündigt. Das soll ab ab Mittwoch gelten. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Hamburg am Montag bei knapp über 83 und damit den fünften Werktag in Folge unter 100. Die Behörde gab die Zahl der Neuinfektionen in der Stadt mit 192 an.

10:39 Uhr | Corona-Kurzarbeit rettet offenbar Jobs

Die Kurzarbeit hat einer Studie zufolge auf dem Höhepunkt der Corona-Krise 2,2 Millionen Jobs in Deutschland gesichert. Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung" und beruft sich auf Zahlen des Instituts für Makroökonomie in Kiel und Münster.

Dem Bericht zufolge zeigt die Untersuchung aber auch, dass es für manche Beschäftigte finanziell knapp werde. Nach den Angaben musste zum Höhepunkt der Krise im April 2020 ein Single trotz Kurzarbeitergelds im Schnitt auf ein Fünftel seines Einkommens verzichten. In den Branchen Kultur und Gastgewerbe lagen die Einbußen demnach bei durchschnittlich 30 Prozent.

10:01 Uhr | Kinderschutzbund: Kinder werden in der Corona-Pandemie diskriminiert

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, hat den Umgang der Politik mit Kindern in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Im Deutschlandfunk sagte er, Kinder würden ohnehin schon in dem gesamten Verfahren, das wir haben, diskriminiert. Die neuen Erleichterungen für Geimpfte und Genesene würden Kinder erneut benachteiligen. Kinder zeigten bereits Zeichen, dass sie von der Pandemie stark belastet seien.

Dass Kinder verpflichtend getestet würden und Erwachsene nicht, stehe in einem Ungleichheitsverhältnis. Dass die Infektionszahlen bei Kindern anstiegen, sei logisch. Hilgers sagte: "Jedes Kind, das zur Schule oder in die Kita geht, wird verpflichtet, sich zweimal die Woche testen zu lassen. Wenn Sie das im Bereich der Wirtschaft machen würden, hätten Sie ganz andere Zahlen". Er forderte, dass die über 12-Jährigen bis zum Ende der Sommerferien geimpft werden könnten, damit danach wieder normalerer Unterricht stattfinden könne. Außerdem forderte der Kinderschützer eine "gemeinsame Kraftanstrengung", um ein Ferienprogramm für Kinder auf die Beine zu stellen.

09:58 Uhr | Biontech kündigt weiteres Impfstoff-Werk in Singapur an

Der Mainzer Pharmahersteller Biontech expandiert: Wie das Unternehmen mitteilte, ist noch dieses Jahr ein weiteres Werk in Singapur geplant. In der Fabrik soll eine Bandbreite an neuen mRNA-Impfstoffen und -Therapeutika gegen Infektionskrankheiten und Krebs hergestellt werden. Das soll nach Aussage von Biontech eine "schnelle Reaktionsfähigkeit bei potenziellen zukünftigen Pandemien für Südostasien" ermöglichen. Die Fabrik in Singapur soll mit Unterstützung der dortigen Wirtschaftsförderungsbehörde gebaut werden und voraussichtlich 2023 in Betrieb gehen.

09:14 Uhr | Impfstoff von Johnson & Johnson für Menschen ab 60

Der Impfstoff von Johnson & Johnson soll in Deutschland in der Regel bei Menschen ab 60 eingesetzt werden. Das haben die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beschlossen. Sie folgen damit der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko). Nach ärztlicher Aufklärung könnten sich aber auch Jüngere dafür entscheiden. Die Priorisierung für diesen Impfstoff werde in Arztpraxen und bei Betriebsärzten aufgehoben.

08:44 Uhr | Infektionszahlen sinken weiter

In Deutschland geht die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus weiter zurück. Das Risklayer-Datenprojekt registrierte 10.275 neue Fälle. Das sind 2.721 weniger als vor einer Woche. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz verringerte sich demnach auf 123. Den niedrigsten Wert verzeichnet Schleswig-Holstein mit etwa 50 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Schlusslichter sind weiter Sachsen mit 190 und Thüringen mit 188. Landkreise und Städte können die Corona-Beschränkungen lockern, wenn die Inzidenz fünf Tage stabil unter 100 gelegen hat. Aktuell liegen in Mitteldeutschland laut Robert Koch-Institut nur Magdeburg, Leipzig und das Jerichower Land unter diesem Wert. In Magdeburg konnte daher am Wochenende der Öffnungsschritt gegangen werden, in Leipzig könnte dies Ende der Woche soweit sein.

08:13 Uhr | Thüringen: Fördermittel für Luftfilteranlagen kaum genutzt

In Thüringen werden die Fördermittel für Luftfilter-Anlagen an Schulen bisher angeblich kaum genutzt. Ein Sprecher des Infrastruktur-Ministeriums sagte, bislang sei noch kein Geld abgerufen worden. Das Land hatte den staatlichen Schulträgern Ende Februar dafür fünf Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen zur Verfügung gestellt. Die Gelder wurden - aufgeschlüsselt nach Schüler-Anzahl - auf die staatlichen Schulträger verteilt. Offenbar gebe es bei einigen Landratsämtern aber Zweifel am Nutzen solcher Anlagen. Von Seiten des Landkreistages hieß es dagegen, die Landkreise hätten erst Ende April die erforderlichen Zuwendungsbescheide erhalten. Daher könnten die Gelder erst in den kommenden Tagen und Wochen verwendet werden.

07:58 Uhr | Berlin startet Pilotprojekt zum Impfen in Betrieben

In Berlin beginnt heute ein Pilotprojekt zum Impfen in Betrieben. Wie Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) miteilte, stellt die Senatsverwaltung für Gesundheit dafür insgesamt 13.000 Impfdosen aus dem Landeskontingent zur Verfügung. Gestartet werde mit 5.000 Impfdosen in sechs Betrieben der kritischen Infrastruktur wie etwa den Berliner Verkehrsbetrieben, Vattenfall und den Berliner Wasserbetrieben. Mit weiteren 8.000 Impfdosen sollen Unternehmen in der Hauptstadt einbezogen werden.

Die Senatsverwaltung bezeichnete die Möglichkeit als weiteren "Meilenstein" des Impfmanagements neben den Zentren und Arztpraxen. Mit dem Pilotprojekt soll die Zeit bis zum bundesweiten Impfbeginn in Betrieben überbrückt werden. Der Bund hat den Beginn des Impfens in den Betrieben für den 7. Juni angekündigt.

07:39 Uhr | Krankenstand trotz Pandemie auf Rekordtief

Der Krankenstand unter den Beschäftigten in Deutschland ist im ersten Quartal auf ein Rekordtief gesunken. Wie aus Daten der Techniker Krankenkasse (TK) hervorgeht, betrug der Krankenstand in den ersten drei Monaten 3,8 Prozent. In den vergangenen Jahren hatte er im gleichen Zeitraum stets bei etwa fünf Prozent gelegen. TK-Chef Jens Baas sagte, die Fehltage seien besonders bei Erkältungskrankheiten zurückgegangen. Die Diagnose Covid-19 spielte den Daten zufolge eine untergeordnete Rolle. Von etwas mehr als einer Million Krankschreibungen entfielen rund 9.300 auf Covid-19.

07:04 Uhr | Neue Corona-Verordnung in Sachsen tritt in Kraft - Zoo öffnet wieder

In Sachsen gelten ab heute neue Corona-Regeln. Die Verordnung erlaubt Lockerungen in jenen Städten und Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf Tagen in Folge unter 100 liegt. Aktuell liegt nur Leipzig unter dieser Marke. Hält der Trend an, dürfen dort ab Ende der Woche zum Beispiel Außenbereiche von Restaurants öffnen und wieder Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel stattfinden. Unabhängig davon öffnet nach sechs Monaten bereits heute wieder der Leipziger Zoo seine Türen für Besucher - aber nur für die Außenbereiche. Zoo-Shops und Tierhäuser müssen weiter geschlossen bleiben.

06:45 Uhr | Kommunen fordern klaren Öffnungsfahrplan

Für weitere Corona-Lockerungen haben die Kommunen einen Fahrplan von Bund und Ländern gefordert. Wie der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte, sollten sich Bund und Länder bereits jetzt auf einen klaren Öffnungskatalog verständigen. "Darauf warten nicht nur die Menschen, sondern auch die Hotels, Gaststätten und die Tourismuswirtschaft."

Die gesunkenen Inzidenzen in Deutschland führen dazu, dass mehrere Städte bereits unter den Schwellenwert von 100 Infektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen fallen. Dort sind den Landesverordnungen zufolge Lockerungen möglich, zum Beispiel darf die Außengastronomie unter Auflagen wieder öffnen, wie seit Sonntag in Magdeburg. In Mitteldeutschland verzeichnen dem Robert Koch-Institut zufolge nur Magdeburg, Leipzig und das Jerichower Land eine Inzidenz unter 100.

06:21 Uhr | Drosten: "Sommer kann ganz gut werden"

Angesichts der sinkenden Corona-Infektionszahlen hat Virologe Christian Drosten den Menschen in Deutschland Mut gemacht. Im ZDF-"Heute-Journal" sagte er, der Sommer könne ganz gut werden in Deutschland. Der 48-Jährige zeigte sich zuversichtlich angesichts der Entwicklungen.

Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité in Berlin
Bildrechte: dpa

Ich denke, dass wir zum Juni hin erstmalig Effekte sehen, die der Impfung zuzuschreiben sind.

Die aktuelle Entspannung sei indes "wahrscheinlich" noch auf verantwortungsbewusstes Verhalten der Bevölkerung zurückzuführen. Gleichzeitig warnte der Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité vor zu früher Euphorie. Deutschland sei noch nicht so weit wie andere Länder: "Wir müssen länger warten, weil wir noch nicht so weit sind mit unserem Impffortschritt." Sobald eine Impfquote wie in Großbritannien erreicht werde, könne gerade im Außenbereich wieder vieles zugelassen werden.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 10. Mai 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 10. Mai 2021 | 21:30 Uhr

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