Coronavirus-Pandemie Ticker: Regierungssprecherin – Corona-Tests bleiben "noch eine Weile" gratis

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich am Montag auf ein Impfangebot für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren geeinigt. Nächste Woche folgen Beratungen, ab wann Corona-Schnelltests kostenpflichtig werden sollen. Die Gesundheitsämter klagen derweil weiter über akuten Personalmangel. Die aktuellen Entwicklungen in unserem Corona-Ticker:

Auf einem Schild weißt ein Pfeil nach links. Darüber steht "Zum Test".
Ein Hinweisschild für einen Schnelltest-Drive-In in Magdeburg. Bildrechte: MDR/Fabian Frenzel

Unser Ticker am Montag, 02. August 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Harz: Hunderte Mitarbeiter haben Hotel- und Gastrobranche verlassen

Supermarktkasse statt Küche, Büro statt Rezeption – in den vergangenen Monaten habenzahlreiche Mitarbeiter des Hotel- und Gaststättengewerbes ihre Jobs aufgekündgt. Jeder Achte hat somit der Branche den Rücken gekehrt. Das geht aus Arbeitsmarktdaten hervor. Mehr dazu können Sie im folgenden Beitrag lesen:

22:27 Uhr | Sachsen-Anhalt verlängert Corona-Schutzverordnung

In Sachsen-Anhalt bleiben die aktuellen Regeln zur Eindämmung der Pandemie im Wesentlichen bestehen. Die Landesregierung verlängerte die entsprechende Verordnung bis zum 26. August. Sozialministerin Petra Grimm-Benne ( SPD ) erklärte aber, es sei zu befürchten, dass der Reiseverkehr zu einem Anstieg der Fallzahlen führen wird. Es gelte angesichts der Gefahr der Ansteckung mit Virusmutationen weiter vorsichtig zu sein.

21:05 Uhr | USA: Fast die Hälfte aller US-Amerikaner vollständig geimpft

In den USA sind nach Angaben der Seuchenbehörde CDC 70 Prozent aller Erwachsenen mindestens einmal geimpft worden. Fast die Hälfte aller Amerikaner (49,7 Prozent) haben demnach zwei Impfungen erhalten. US-Präsident Joe Biden hatte im März angekündigt, bis zum Unabhängigkeitstag - dem 4. Juli - sollten 70 Prozent der erwachsenen Amerikaner mindestens eine Spritze erhalten haben.

20:14 Uhr | Berliner Polizei spricht von rund tausend Festnahmen

Die frühere Bundesjustizministerin, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, hat das Verbot der Corona-Demos von Berlin als richtig bezeichnet. Zwar sei das Versammlungsrecht ein hohes Gut, sagte die FDP-Politikerin bei MDR AKTUELL, doch hätten die Organisatoren am Sonntag bewusst zur Verletzung der Regeln aufgerufen. Damit sei ein gerichtliches Verbot der Demos gerechtfertigt gewesen.

Die Berliner Polizei gab am Montag bekannt, dass bei den illegalen Demonstrationen der "Querdenken"-Bewegung am Wochenende in Berlin knapp tausend Menschen festgenommen worden seien. Mehr als 60 Polizeibeamte seien verletzt worden, einige von ihnen schwer. Ein Demonstrant starb laut Oduktionsbericht an einem Herzinfarkt. Alleine am Sonntag seien mehr als 500 Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, unter anderem wegen des Verdachts auf Landfriedensbruch sowie wegen Verstößen gegen die Infektionsschutzvorschriften. Das gesamte Interview mit FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger können Sie hier hören:

19:55 Uhr | Großbritannien: Corona-App soll weniger anschlagen

Wegen der hohen Zahl von Corona-Kontaktpersonen in Quarantäne hat die britische Regierung Einstellungen in der Corona-App entschärfen lassen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, schlägt die App künftig nur noch an, wenn es in den vergangenen zwei Tagen einen Corona-Kontakt gab. Bisher ging die Suche fünf Tage zurück. In England und Wales waren zuletzt wöchentlich Hunderttausende aufgefordert worden, sich wegen Kontakts mit einer infizierten Person in Selbstisolation zu begeben. Wegen der Regelung fehlte in vielen Betrieben Personal. Pubs und Gaststätten blieben geschlossen und Lebensmittelregale leer.

19:18 Uhr | Kommentar: Minister verspielen Vertrauen

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern würden ihr Vertrauen bei den Eltern verspielen – mit ihrer Impfentscheidung für Kinder und Jugendliche, meint Reporterin Eva Ellermann bei MDR AKTUELL. Zwar bekämen die jungen Impfwilligen jetzt mehr Möglichkeiten, sich immuniserieren zu lassen. Doch ob das die Impfungen auch gut seien, bliebe umstritten. Hier können Sie den gesamten Kommentar zum Beschluss der Minister vom heutigen Montag hören.

18:18 Uhr | Gesundheitsminister für Impfangebot für Kinder und Jugendliche

Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben sich auf Corona-Impfangebote für Jugendliche geeinigt. Demnach sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern ein Impfangebot bekommen, ob im Impfzentrum oder beim Hausarzt. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sagte, die Entscheidung sei beim Treffen am Montag einstimmig gefallen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt jedoch aktuell, in dieser Altersgruppe nur bei bestimmten Vorerkrankungen zu impfen. Stiko-Chef Thomas Mertens sagte MDR AKTUELL, das Thema der Corona-Impfungen für Kinder sei medienwirksam, aber im Augenblick nicht das Problem. Die Impfungen der 18- bis 59-Jährigen seien relevanter. Deren Quote entscheide, wie die vierte Welle ablaufen werde. In Deutschland sind gut 4,5 Millionen Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren alt. Laut Robert Koch-Institut hat bereits ein Fünftel von ihnen eine Erstimpfung erhalten.

17:39 Uhr | Beratungen über Ende kostenloser Corona-Schnelltests

Der Bund will in der nächsten Woche mit den Ländern über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests beraten. Die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer sagte, darüber solle in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel und den Ministerpräsidenten am 10. August gesprochen werden. Die Tests werden nach Angaben von Demmer aber nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig werden, sondern noch eine ganze Weile gratis bleiben.

Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche. Die Kosten für Entnahme und Material belaufen sich laut Bundesgesundheitsministerium derzeit auf maximal 24 Euro pro Test. Angesichts der schwächeren Nachfrage nach Corona-Impfungen wird darüber diskutiert, dass man für Tests künftig bezahlen soll.

Eine Regierungssprecherin bei einer Pressekonferenz
Regierungssprecherin kündigt Beratungen von Bund und Länder über ein Ende kostenloser Corona-Schnelltests an. Bildrechte: Reuters

16:45 Uhr | Geimpfte haben bei Corona-Infektion andere Symptome

Ein Corona-Infektion ist bei vollem Impfschutz seltener – aber sie ist möglich. Insbesondere die deutlich ansteckendere Delta-Variante erwischt auch Menschen, die längst einen Impfschutz aufgebaut haben. Schwere Verläufe mit Krankenhausaufenthalten oder gar dem Tod kommen dabei kaum vor und auch die Symptome sind anders als bei Ungeimpften. Die "Brisant"-Redaktion liefert einen Überblick, worauf Sie achten sollten:

16:35 Uhr | Lordi-Sänger lässt sich in Monster-Dress impfen

Mr. Lordi, Sänger der finnischen Hardrock-Horror-Band Lordi, hat sich in seinem furchterregenden Bühnen-Outfit gegen Corona impfen lassen. Der Frontmann des Siegers des Eurovision Song Contests 2006 bekam am Sonntag bei einer Impfveranstaltung im nordfinnischen Rovaniemi seine zweite Corona-Impfung verpasst. "Sie haben eine große Nadel in meinen Arm gesetzt, und genau deshalb bin ich hierhergekommen", wurde Mr. Lordi, der bürgerlich Tomi Petteri Putaansuu heißt, im Anschluss vom Rundfunksender Yle zitiert. Die Veranstaltung war dazu gedacht, vor allem jüngere Menschen zur Corona-Impfung zu ermutigen.

Mr. Lordi, Sänger der finnischen Hard-Rock-Band Lordi, wird von der Krankenschwester Paula Ylitalo die zweite Dosis eines Corona-Impfstoffs injiziert.
Mr. Lordi, Sänger der finnischen Hardrock-Horror-Band Lordi, wird gegen Corona geimpft. Bildrechte: dpa

15:50 Uhr | Wieder Maskenpflicht in Leipzig

Drei Tage nachdem wegen der anhaltenden Inzidenz von über 10 in Dresden beim Einkaufen wieder Masken getragen werden müssen, gilt ab Dienstag auch in Leipzig wieder eine Maskenpflicht in Supermarkt und Co. Grund ist, dass in Leipzig die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner seit mehr als fünf Tagen über dem Wert von 10 liegt – derzeit liegt sie laut RKI bei 12,8. Neben der Wiedereinführung der Maskenpflicht beim Einkaufen gilt zudem eine Pflicht zur Erfassung von Kontaktdaten in der Innengastronomie sowie eine Beschränkung privater Treffen auf zehn Personen – hier werden Geimpfte und Genesene jedoch nicht mitgezählt.

13:40 Uhr | Grüne für Impfoffensive an Schulen

Die Grünen im Bundestag fordern zum Beginn des neuen Schuljahres den Einsatz von Impfteams in Schulen. Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sagte Zeitungen der Funke-Gruppe, Kinder und Jugendliche gehörten in den Mittelpunkt der Corona-Strategie. Impfungen seien der wichtigste Teil im Kampf gegen Corona. Dazu brauche es jetzt einfache, auch unkonventionelle Wege, wie Impfteams an Schulen und Schulhöfen.

13:05 Uhr | Thüringen: Viele Jugendliche geimpft

In Thüringen haben nach Zahlen des Robert Koch-Instituts deutlich mehr 12- bis 17-Jährige den vollen Corona-Impfschutz als in den meisten anderen Bundesländern. Demnach liegt im Freistaat der Anteil bei 12,3 Prozent, nur in Baden-Württemberg (13,2%) sind es mehr. Bundesweit liegt die Quote in der Altersgruppe bei etwa 10 Prozent. Etwas anders sieht es bei den Erstimpfungen aus. Da liegt Thüringen mit 15,9 Prozent unter dem bundesweiten Schnitt von 20,5 Prozent. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten am Nachmittag über die Impfung von Kindern und Jugendlichen.

12:38 Uhr | Zahlreiche lokale Ausbrüche in China

In China sind Millionen Menschen nach Corona-Ausbrüchen im Lockdown, darunter in Metropolen wie Peking und Nanjing. Die Behörden meldeten am Montag Dutzende neue lokale Fälle in mehr als 30 Städten und Provinzen. Die Behörden führen die steigenden Zahlen auf die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurück. Die Millionenstadt Zhuzhou in der Provinz Hunan wurde für drei Tage abgeriegelt, in der Zeit sollen alle Menschen getestet werden.

12:04 Uhr | Thüringer SPD pocht auf Tests in Schulen

Die SPD im Thüringer Landtag ist gegen ein Ende der regelmäßigen Corona-Tests an Schulen und Kindergärten. Der bildungspolitische Sprecher der Fraktion, Thomas Hartung, sagte dem MDR, es sei widersinnig, ein etabliertes und akzeptiertes System in dem Moment zu zerschlagen, in dem die vierte Pandemie-Welle anrolle und vor allem jüngere Menschen bedroht seien. Bildungsminister Helmut Holter will, dass nach dem Start des neuen Schuljahres nur noch zwei Wochen lang getestet wird. Danach soll nur noch bei Symptomen getestet werden. Der Linke-Politiker begründete das unter anderem mit den hohen Kosten für pauschale Massentests.

11:25 Uhr | Impfzahlen stark rückläufig

Das Tempo bei Covid-Impfungen in Deutschland ist weiter rückläufig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zufolge sind die Zahlen bei Erstimpfungen so niedrig wie zuletzt im Februar. Er appellierte auf Twitter: "Damals hatten wir nicht genug Impfstoff, das ist heute anders: bitte impfen lassen!". Offen blieb dabei, welchen Einfluss die Sommerferien auf die Impfzahlen haben.

 

Mittlerweile haben nach RKI-Daten 61,7 Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis bekommen, gut 51,3 Millionen Menschen. 52,3 Prozent der Menschen sind demnach vollständig geimpft. Bei den Bundesländern liegt Bremen mit gut 70 Prozent Erstgeimpften und 61,5 Prozent vollständig Geimpften vorn. Schlusslichter sind weiter die ostdeutschen Bundesländer. In Sachsen sind erst 52,2 Prozent der Menschen erstgeimpft. Auch in Thüringen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt liegen die Quoten deutlich unter 60 Prozent. Sachsen hat auch bei Komplettimpfungen mit 47,4 Prozent die Rote Laterne vor Brandenburg und Hamburg.

10:25 Uhr | Rekord bei Neuinfektionen in Tokio

In Tokio haben die Behörden binnen 24 Stunden 2.195 neue Corona-Ansteckungen erfasst. Das ist der höchste Tageswert, der jemals in der japanischen Hauptstadt registriert wurde. Die Rekordzahlen heizen die Kritik an der Ausrichtung der Olympischen Sommerspiele mitten in der Pandemie weiter an. Landesweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 48.

Sophie Scheder 30 min
Bildrechte: MDR/Florian Weichert

09:49 Uhr | Corona-Hilfen für Zoos in Sachsen

Der Zoo Leipzig und der Tiergarten Delitzsch bekommen heute Zuwendungsbescheide vom sächsischen Kultur- und Tourismusministerium. Mit dem Geld sollen pandemiebedingte Einnahmeausfälle ausgeglichen werden. Der Leipziger Zoo erhält demnach 900.000 Euro, der Delitzscher Tiergarten 175.000 Euro. Insgesamt werden drei Millionen Euro an 20 Tierparks ausgereicht. Das Geld stammt aus dem sächsischen Corona-Fonds. Kulturministerin Barbara Klepsch sagte dem MDR, besonders die Zoos stünden vor großen wirtschaftlichen Herausforderungen. Sie könnten im Gegensatz zu Unternehmen ihre Mitarbeiter nicht in Kurzarbeit schicken, weil die Tiere weiter versorgt werden müssten.

09:18 Uhr | England – Geimpfte von Quarantäne befreit

England lockert ab heute seine Regeln für Einreisende aus EU-Ländern und den USA. Für komplett Geimpfte entfällt die Quarantänepflicht. Von der Lockerung ausgenommen sind Reisende aus Frankreich, da dort noch die Beta-Variante des Coronavirus stark verbreitet ist. Die neuen Regeln gelten allerdings nur für die Einreise nach England. Die Regionalregierungen in Schottland, Wales und Nordirland haben eigene Einreisebestimmungen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien liegt mit knapp 280 höher als in den meisten EU-Ländern.

08:55 Uhr | Impfung von Kindern – Lauterbach sieht Stiko als Außenseiter

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begrüßt den Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, auch Kindern und Jugendlichen ab zwölf Jahren ein Impfangebot zu machen. Er nannte es im "Deutschlandfunk" richtig, dass "die Politik Fakten schafft". Schließlich wolle man Schulausfall und Covid-Erkrankungen verhindern. Die Zurückhaltung der Ständigen Impfkommission in der Frage wertet Lauterbach als Außenseiterposition. Die Stiko habe sich da "früh festgelegt und verrannt". International sprächen immer mehr Studien für eine Impfung junger Menschen. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern beraten heute über ein Impfangebot für Jugendliche ab 12 Jahren.

08:34 Uhr | Lehrer beklagen anhaltende Probleme

Der Deutsche Lehrerverband ist unzufrieden mit den Vorbereitungen auf das neue Schuljahr. Präsident Heinz-Peter Meidinger beklagte im ARD-Morgenmagazin, man stehe nicht viel besser da als im vergangenen Jahr – etwa bei der Nachrüstung mit Luftfiltern. Das Bundesprogramm im Juli sei zu spät gekommen. Besser sehe es bei den Schnelltests aus. 

Probleme sieht Meidinger auch beim milliardenschweren Bundesprogramm für Aufholförderung. Es gebe in einigen Regionen nicht genügend Personal, um Kindern versäumten Unterrichtsstoff zu vermitteln. Hoffnung machen dem Chef des Lehrerverbands die Infektionszahlen. Die Inzidenzen erlaubten vorerst vollständigen Präsenzunterricht. Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein starten heute als erste Bundesländer ins neue Schuljahr.

07:52 Uhr | RKI – Weniger Neuinfektionen als vor einer Woche

Das Robert Koch-Institut hat bundesweit 847 neue Corona-Infektionen registriert – 111 weniger als vor einer Woche. Allerdings gibt es am Wochenende oft Verzögerungen in der Meldekette. Außerdem sind die Zahlen durch die Ferienzeit beschränkt aussagekräftig. Die Wocheninzidenz stieg leicht von 17,5 auf 17,8 Neuansteckungen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Das Risklayer-Datenprojekt gibt die aktuelle deutschlandweite Inzidenz mit 18 an, wie am Sonntag.

Die mitteldeutschen Länder haben im Bundesvergleich weiter die niedrigste Neuinfektionsrate. Laut Risklayer liegt sie in Sachsen und Sachsen-Anhalt bei 7, in Thüringen bei 6. Spitzenreiter ist demnach Hamburg mit 39.

07:05 Uhr | Unternehmer Hipp sieht Bio-Boom durch Pandemie

Der bayerische Babykost-Hersteller Stefan Hipp sieht als positiven Nebeneffekt durch die Corona-Krise eine Bewusstseinsveränderung in der Gesellschaft. Viele Menschen seien demütiger geworden und fragten sich jetzt, was wirklich wichtig im Leben sei. Hipp sagte der "Augsburger Allgemeinen", mehr Menschen machten sich jetzt Gedanken, wie sie eine bessere Welt für sich und ihre Kinder schaffen könnten. Eine Folge sei der Boom von Bioprodukten. Der Bio-Markt sei im vergangenen Jahr doppelt so stark gewachsen wie die Jahre zuvor. Auch habe sich seine Sorge nicht bestätigt, dass während der Pandemie die Klimaschutz-Bewegung aus dem Fokus gerate. Vielmehr habe sich bei vielen Menschen das Bewusstsein geschärft.

06:45 Uhr | Kliniken fordern vom RKI klares Modell zu Richtwerten

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert vom Robert Koch-Institut einen konkreten Vorschlag für die künftigen Richtwerte in der Corona-Pandemie. Präsident Gerald Gaß sagte MDR AKTUELL, die Infektionslage habe sich durch die Impfungen deutlich verändert. Es gebe weniger schwere Verläufe, das müsse irgendwie auch in Maßzahlen ausgedrückt werden. Beim RKI würden alle Daten gesammelt, aber bisher nicht strukturiert ausgewertet und veröffentlicht. Das müsse sich dringend verbessern. Wenn die Inzidenzen wieder deutlich stiegen, sei es zu spät, sich über ein Modell Gedanken zu machen. Die Krankenhausgesellschaft hat bereits ein Konzept vorlegt, in dem die Inzidenz nur einer von insgesamt zwölf Indikatoren ist. So soll zum Beispiel nach Altersstufen differenziert werden.

06:35 Uhr | Gesundheitsämter noch nicht aufgestockt

In der Coronapandemie haben die Gesundheitsämter bislang kaum zusätzlichen Stellen bekommen. Das bestätigte die Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Dienst, Ute Teichert, MDR AKTUELL. Wegen der bürokratischen Abläufe würden die meisten Ausschreibungen erst jetzt starten. Innerhalb von fünf Jahren sollen 5.000 dauerhafte neue Stellen in den Gesundheitsämtern entstehen.

Teichert forderte zudem, die Kontaktnachverfolgung anders zu organisieren. Man sollte Prioritäten setzen und auf Cluster und sensible Bereiche achten, wie etwa medizinische Einrichtungen. Weiterhin bei jedem Infizierten die Kontakte nachzuverfolgen, wäre für die Ämter ein erhebliches Problem. Einige Gesundheitsämter in Mitteldeutschland berichten demnach schon jetzt über steigende Fallzahlen und Belastungen durch Reiserückkehrer.

06:10 Uhr | GMK berät über Impfangebot für Kinder

Die Gesundheitsminister der Länder beraten heute über Corona-Impfangebote für Jugendliche. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums. Danach sollen 12- bis 17-Jährige in allen Bundesländern ein Impfangebot bekommen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt aktuell, in dieser Altersgruppe nur bei bestimmten Vorerkrankungen zu impfen. Chef Thomas Mertens sagte MDR AKTUELL, das Thema der Corona-Impfungen für Kinder sei medienwirksam, aber im Augenblick nicht das Problem. Die Impfungen der 18- bis 59-Jährigen seien relevanter. Deren Quote entscheide, wie die vierte Welle ablaufen werde. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtbüros wird die Gesundheitsministerkonferenz auch über Corona-Auffrischungs-Impfungen ab September für Risikogruppen beraten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Montag, 2. August 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 02. August 2021 | 19:35 Uhr

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