Coronavirus-Pandemie Ticker: Lockdown in Tschechien zeigt Wirkung

Der seit dem 22. Oktober geltende Lockdown in Tschechien zeigt Wirkung. Die Reproduktionszahl sank von 1,5 auf 1. Im Nachbarland sind fast alle Geschäfte sowie Schulen geschlossen. Nachts gilt eine Ausgangssperre. In ganz Deutschland ist heute ein Teil-Lockdown in Kraft getreten, um die zuletzt schnelle Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen.

Unser Ticker am Montag, 2. November 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:27 Uhr | Frankreich und Spanien melden Corona-Höchststände

In Frankreich und Spanien verschlechtert sich die Corona-Lage zusehens. Die Gesundheitsbehörde in Paris meldete am Abend den Höchststand von mehr als 52.500 neuen Infektionen binnen eines Tages. Zudem starben mehr als 400 Covid-19-Patienten. In Frankreich gilt seit Freitag ein kompletter Lockdown. Die Menschen dürfen praktisch nicht mehr aus dem Haus oder müssen sich vorher registrieren lassen. Auch Spanien meldet einen Rekord mit rund 55.000 Neuinfektionen. Die Zahl der Toten stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 379.

20:36 Uhr | Lage der Intensivbetten in Deutschland

Immer mehr Menschen infizieren sich mit dem Coronavirus. Experten erwarten einen neuen Höchststand an Intensivpatienten. Doch nicht nur das: Beim Pflegepersonal drohen ebenfalls Engpässe.

19:06 Uhr | Tschechien: Lockdown wirkt

In Tschechien scheint der Lockdown die Corona-Ausbreitung zu verlangsamen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums fiel die Reproduktionszahl auf 1. Anfang Oktober lag der Wert bei 1,5. Er gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Schnitt ansteckt. Die Regierung sieht in der Verlangsamung einen Erfolg der Gegenmaßnahmen. Anders als in Deutschland sind in Tschechien nahezu alle Geschäfte sowie Schulen geschlossen und es gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Der Lockdown trat am 22. Oktober in Kraft ist soll bis zum 3. November andauern.

18:55 Uhr | Corona-Infektion von Prinz William offenbar verschwiegen

Das britische Königshaus hat offenbar einen weiteren Corona-Fall verschwiegen. Nach übereinstimmenden Medienberichten wurde im Frühjahr nicht nur Kronprinz Charles positiv auf das Virus getestet, sondern auch sein Sohn Prinz William. Dessen Infektion sei aber geheim gehalten worden, um die Öffentlichkeit nicht mit einer weiteren Hiobsbotschaft zu verunsichern. Den Angaben zufolge hat William gewissermaßen im Home-Office weitergearbeitet und Termine von zu Hause aus per Telefon oder Video wahrgenommen. Der Palast äußerte sich zu den Berichten nicht. Bestätigt wurde indessen, dass sich Königin Elizabeth und ihr Gemahl Prinz Philipp auf ihren Wohnsitz Schloss Windsor außerhalb Londons zurückgezogen haben. Dort wolle das Paar die Zeit des erneuten Corona-Lockdowns verbringen. Der tritt in Großbritannien am Donnerstag in Kraft.

18:44 Uhr | Juristischer Widerstand gegen Corona-Beschränkungen

Vor allem Gastronomen und Hoteliers gehen bundesweit juristisch gegen die neuen Corona-Beschränkungen vor. Nach Auskunft des Verwaltungsgerichts Berlin gingen bis zum Nachmittag 39 Eilanträge ein. Die meisten Antragsteller hätten sich dagegen gewandt, die Lokale für vier Wochen schließen zu müssen. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München registrierte nach eigenen Angaben mehr als ein Dutzend Klagen gegen die Vorschriften. Hauptsächlich gehe es um die Schließung von Hotels und das Verbot, Touristen in Restaurants zu bewirten. Ähnliches melden Gerichte in Hamburg und Nordrhein-Westfalen. Auch Veranstalter und Inhaber von Fitness-Studios, Wettbüros, Spielhallen und Schwimmbäder klagten. Bundesweit begann am Montag ein vierwöchiger Teil-Lockdown.

18:22 Uhr | Sänger Clueso fürchtet um Kulturszene

Der Musiker Clueso fürchtet um die deutsche Kulturlandschaft. Im Interview mit MDR JUMP sagte er: "Hier werden Existenzen platt gemacht." Dabei stellte er klar, dass es ihm nicht darum geht, um jeden Preis Konzerte wieder zu erlauben. Ihm sei durchaus bewusst, dass bei den Menschenansammlungen auf seinen Konzerten ein erhöhtes Ansteckungsrisiko gäbe. "Ich rede jetzt wirklich von Subventionierungen, damit man die Kultur rettet", sagte er. Seiner Ansicht nach, würde hier von staatlicher Seite schon viel zu lange weggeschaut werden.

18:00 Uhr | Corona-Lockdown in Thessaloniki

Im Großraum der griechischen Hafenstadt Thessaloniki gilt seit Montagmorgen ein coronabedingter Lockdown. Das hat die Regierung in Athen angeordnet. Der Flughafen von Thessaloniki wurde geschlossen. Wer tagsüber aus dem Haus gehen möchte, muss den Behörden eine SMS schicken. Nachts gilt eine Ausgangssperre.

17:31 Uhr | Dehoga Sachsen-Anhalt ist gegen Corona-Klagen

Der Hotel- und Gaststättenverband Sachsen-Anhalt hat an seine Mitglieder appelliert, auf Klagen gegen die verschärften Corona-Maßnahmen zu verzichten. Dehoga-Landeschef Michael Schmidt sagte, die neuen Schließungen seien zwar unfair. Die angekündigten Entschädigungszahlungen seien jedoch verhältnismäßig. Falls die Bundesmittel schnell und unbürokratisch ausgezahlt würden, könnte die Branche die vierwöchige Schließung verkraften. Seit heute sind bundesweit Hotels und Pensionen für Urlauber geschlossen, Restaurants dürfen nur Speisen außer Haus verkaufen.

17:20 Uhr | Thüringer Kulturminister verteidigt Kultur-Lockdown

Thüringens Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff hält den Kultur-Lockdown für unumgänglich. Der Linken-Politiker sagte MDR KULTUR, man habe eine zweite Corona-Welle und müsse deshalb die Kontakte auf das notwendigste Maß beschränken. Da könnten auch Theater, Konzerthäuser und Kinos nicht offenbleiben, obwohl ihm das das Herz breche. Hoff lobte aber die bisherigen Anstrengungen der Kulturbranche. Sie hätten Hygienemaßnahmen entwickelt, die im Sommer gut funktioniert hätten. In der aktuellen Lage genüge das aber nicht mehr. Hoff forderte zugleich mehr Unterstützung des Bundes für die private Veranstaltungswirtschaft. Festival- und Konzertveranstaltern gehe es unglaublich schlecht.

Benjamin-Immanuel Hoff 8 min
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Kinos, Theater, Konzerthäuser und Museen müssen ab heute erneut schließen. Thüringens Kulturminister Benjamin Immanuel Hoff zeigt trotz "gebrochenem Kulturherz" Verständnis für die Maßnahmen.

MDR KULTUR - Das Radio Mo 02.11.2020 06:00Uhr 07:57 min

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16:52 Uhr | Mehr Homeoffice im Öffentlichen Dienst

Viele Städte in Sachsen haben seit Beginn der Corona-Pandemie die Möglichkeit des mobilen Arbeitens im Öffentlichen Dienst ausgeweitet. Das geht aus einer Befragung von MDR SACHSEN hervor. Inzwischen sei in neun von zehn befragten Städten mobiles Arbeiten zumindest für Teile der Mitarbeiter möglich.

16:00 Uhr | Ab sofort Maskenpflicht in Magdeburg

Die Stadt Magdeburg führt ab sofort eine Maskenpflicht überall dort ein, wo der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Das teilte Oberbürgermeister Lutz Trümper auf einer Pressekonferenz mit. Die Pflicht gelte im Freien und in öffentlichen Gebäuden. Verstöße sollen mit einem Bußgeld von 75 Euro geahndet werden. Trümper erklärte, die Kontaktverfolgung von Corona-Infizierten sei nicht mehr vollständig möglich. In Magdeburg ist der Sieben-Tage-Wert für Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner inzwischen auf über 100 gestiegen. Auch die sächsischen Städte Dresden und Leipzig haben bereits eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen eingeführt.

15:53 Uhr | Sachsen-Anhalt hat Elf Millionen Masken vorrätig

Sachsen-Anhalt hat derzeit ausreichend Masken und Corona-Schutzausrüstung vorrätig. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Magdeburg verfügt das Land aktuell über rund elf Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen, darunter etwa vier Millionen FFP2-Masken. Zudem habe man mehr als 5.000 Liter Desinfektionsmittel und weitere Schutzausrüstung gelagert. Damit würden vorrangig die Gesundheitsämter sowie Einrichtungen der Behindertenhilfe beliefert. Außerdem bekämen die Schule im Land regelmäßig Masken.

15:27 Uhr | Merkel hält weitere Einschränkungen nach November für möglich

Bundeskanzlerin Angela Merkel hält noch keine Voraussage für möglich, ob der Teil-Lockdown im Dezember wieder gelockert werden kann. Merkel sagte in der Bundespressekonferenz. Ziel der neuen Einschränkungen sei, die zweite Corona-Welle zu brechen. Dazu müssten sich die Menschen auch im privaten Bereich an die Regeln halten. Sollte es nicht gelingen, die Zahl der Neuinfektionen deutlich zu senken, könne es auch weitere Maßnahmen geben. Merkel bekräftigte, der Sieben-Tage-Wert der Neuinfektionen müsse wieder unter 50 pro 100.000 Einwohner gedrückt werden. Derzeit liege der Wert aber bei knapp 128. Zudem habe sich die Zahl der Intensivpatienten in zehn Tagen verdoppelt. Das sei exponentielles Wachstum, das die Krankenhäuser auf eine akute Notlage zulaufen lasse.

15:20 Uhr | Weniger Schüler in Sachsen-Anhalt in Quarantäne

In Sachsen-Anhalt sind derzeit weniger Schüler von Corona-Quarantäne betroffen, verteilen sich aber auf mehr Schulen. Laut aktueller Übersicht sind 900 Kinder und Jugendliche auf behördliche Anordnung hin zu Hause, wie das Bildungsministerium mitteilte. Das waren gut 380 weniger als vor den Ferien Mitte Oktober. Im gleichen Zeitraum verdoppelte sich die Zahl der Schulen mit Schülern in Quarantäne von 33 auf 63 nahezu.

Die Behörden schickten zuletzt nach Corona-Fällen häufiger einzelne Schülerinnen und Schüler in Quarantäne, wegen der schulfreien Ferienzeit aber seltener ganze Klassen oder Kohorten. An Sachsen-Anhalt müssen seit diesem Schuljahr feste Gruppen gebildet werden, die einander im Schulalltag möglichst nicht begegnen. So soll die Zahl der Kontaktpersonen von positiv getesteten Schülern und Lehrkräften begrenzt und der Präsenzunterricht möglichst lange gesichert werden.

15:02 Uhr | Maskenverweigerer hustet Frau an

Ein 37 Jahre alter Masken-Verweigerer hat am Wochenende in Dresden einer 24 Jahre alten Frau provokativ ins Gesicht gehustet. Wie die Bundespolizei am Montag mitteilte, wird nun wegen Körperverletzung und Beleidigung gegen ihn ermittelt. Zudem erfolgte eine Mitteilung an das Gesundheitsamt, weil auch ein Verstoß gegen das Infektionsschutzgesetz im Raum steht. Die 24-Jährige hatte den Mann in einem Bus auf seine fehlende Schutzmaske angesprochen.

13:10 Uhr | Sächsische AfD reicht "Corona-Klage" ein

Die sächsische AfD-Landtagsfraktion will die neue Corona-Schutzverordnung des Landes vom Verfassungsgericht überprüfen lassen. Die Normenkontrollklage sollte nach Angaben der Fraktion noch am Montag per Fax nach Leipzig gehen, wie es Ende der vergangenen Woche angekündigt worden war. Nach den Worten von Landespartei- und Fraktionschef Jörg Urban soll wieder eine Mitbestimmung des Landtags erreicht werden – sowie eine Prüfung der von der Landesregierung beschlossenen Einschränkungen. AfD-Rechtsberater Michael Elicker sieht darin rechtliche und verfassungsrechtliche Defizite: Einige Regelungen seien "vielleicht akzeptabel", andere weniger.

12:55 Uhr | Warnung vor Isolation von Heim-Bewohnern

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus hat vor einer Isolierung von Heimbewohnern gewarnt. Ein eingeschränkter Besuchsbetrieb müsse möglich sein, sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post".

Eine Heimbewohnerin sitzt alleine am Fenster und schaut nach draussen.
Politiker gegen Besuchsverbote Bildrechte: imago images / Stefan Trappe

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch forderte ein Konzept von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für soziales Leben in Alten- und Pflegeheimen. Die Bundesregierung habe "den Sommer verschlafen". Schon seit Monaten werde auch darüber gesprochen, aber: "Wo sind die Millionen Schnelltests?"

12:02 Uhr | Spahn warnt vor Überforderung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) warnt vor einer Überforderung des Gesundheitssystems. In drei Wochen habe sich die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten auf mehr als 2.000 verdreifacht, twittert er: "Wir müssen diese Dynamik brechen."

11:25 Uhr | Kramp-Karrenbauer in Quarantäne

Auch die Bundesverteidigungsministerin und CDU-Chefin, Annegret Kramp-Karrenbauer, muss in Quarantäne. Sie sei informiert worden, dass es in ihrem näheren Umfeld eine Coronavirus-Infektion gegeben habe, teilte das Ministerium mit. Sie habe zuletzt vor acht Tagen mit dieser Person in Kontakt gestanden und ihre Corona-Warn-App dies am Sonntag gemeldet. Sie sei zwar negativ getestet worden, begebe sich aber vorsorglich für die kommenden sechs Tage in Quarantäne, bis zu einem zeitlichen Abstand von 14 Tagen zu dem Kontakt.

10:55 Uhr | 12.600 Neuinfektionen am Sonntag gemeldet

Am Sonntag haben die Kreise und Städte in Deutschland 12.624 Neuinfektionen mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Das geht aus der Datenbank des am Karlsruher Institut für Technologie angesiedelten Projekts "Risklayer" hervor. Das sind so viele wie nie zuvor an einem Sonntag. Die über sieben Tage gemittelte Zahl der täglichen Neuinfektionen stieg damit auf über 15.000.

In Mitteldeutschland wurden 993 Fälle gemeldet (Sachsen: 737, Thüringen: 159, Sachsen-Anhalt: 97).

Die Reproduktionszahl lag laut Robert Koch-Institut bei 1,13. Das bedeutet, dass zehn Infizierte etwa elf weitere Menschen anstecken. Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein "Sieben-Tage-R" an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Sonntag ebenfalls bei 1,13. Der R-Wert muss langfristig unter 1 gehalten werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

10:16 Uhr | Zoos in Sachsen-Anhalt bleiben offen

Anders als in Sachsen bleiben in Sachsen-Anhalt die Zoos während des Teil-Lockdowns im November geöffnet, wenn auch mit Einschränkungen. Wie die MDR-Kollegen berichten, müssen in Magdeburg und Halle etwa die Tierhäuser geschlossen bleiben. Beide Zoos baten, sich Tickets online zu besorgen. Auch in Stendal und Dessau bleiben die Tierparks offen.

09:44 Uhr | Sachsen hält am Schulsport fest

Sachsens Kultusminister Christian Piwarz will am Schulsport in Turnhallen festhalten. Der CDU-Politiker sagte dem MDR SACHSEN, Bewegung gehöre zum schulischen Alltag. Allerdings sollte derzeit auf Mannschaftssport verzichtet und auf Individualsportarten gesetzt werden. Auf die Abstands- und Hygieneregeln sei zu achten. Der Landesschülerrat hatte gefordert, den Schulsport vorerst auszusetzen, um das Risiko von Ansteckungen zu verringern. Nach zwei Wochen Herbstferien hat in Sachsen heute wieder der Unterricht begonnen.

09:38 Uhr | Sachsen: 300 Intensivbetten nicht nutzbar

In sächsischen Kliniken können etwa 300 Intensivbetten derzeit nicht genutzt werden, weil Personal fehlt. Das sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping MDR AKTUELL. Engpässe befürchtet die SPD-Politikerin aber nicht. Um den Mangel abzufedern, seien mehr Pflegekräfte für die Intensivmedizin geschult worden. Ein Unsicherheitsfaktor sei aber die Ungewissheit, wie viele wegen eigener Erkrankungen ausfielen.

Weitere Meldungen zur aktuellen-Pandemie-Lage finden Sie auch im Coronavirus-Ticker der MDR-Kollegen in Sachsen:

09:08 Uhr | Demonstration gegen neue Corona-Regeln

In Saalfeld haben am Sonntag hunderte Menschen gegen die neuen Lockdown-Regeln demonstriert, organisiert von CDU-Stadtrat Steffen Teichmann, der ein Fitnessstudio betreibt. Außerdem melden die MDR-Kollegen aus Thüringen heute, dass der Umzug beim größten jährlichen Frühlingsfest in Deutschland, beim "Sommergewinn" in Eisenach im kommenden März, schon jetzt abgesagt worden sei.

08:15 Uhr | Pressekonferenz der Kanzlerin nach dem Mittag

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat heute kurzfristig zu einer Pressekonferenz eingeladen. Nach der Sitzung des Corona-Kabinetts der Bundesregierung will sich die CDU-Politikerin am frühen Nachmittag vor der Bundespressekonferenz in Berlin den Fragen stellen. Seit heute gilt in Deutschland ein vorerst auf vier Wochen beschränkter Teil-Lockdown. Einige der Regelungen dazu stehen auch in der Kritik.

08:00 Uhr | Verständnis für Kontaktbeschränkungen

Die neuen Kontaktbeschränkungen im November stoßen bei den MDRFragt-Mitgliedern auf Verständnis. Wie die aktuelle Befragung des mitteldeutschen Meinungsbarometers zeigt, halten rund 63 Prozent der rund 20.000 beteiligten Mitglieder die Einschränkungen privater Treffen für angemessen. Deutlich weniger Verständnis haben sie indes für die Schließungen in Gastronomie, Kultur- und Tourismus.

07:42 Uhr | Kliniken erwarten Auslastung der Intensivstationen

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, rechnet mit einem Höchststand an Intensivpatienten in Deutschland. Der "Bild"-Zeitung sagte er, in zwei bis drei Wochen werde man die Zahlen aus dem April übertreffen. Das lasse sich nicht mehr verhindern. Wer in drei Wochen ins Krankenhaus eingeliefert werde, sei heute schon infiziert. Gaß kündigte an, auch Pflegepersonal aus anderen medizinischen Bereichen auf den Intensivstationen einzusetzen. Das sei nicht optimal, aber in einer solchen Ausnahmesituation zu rechtfertigen. Derzeit werden bundesweit etwa 2.000 Covid-19-Patienten intensiv- medizinisch behandelt und etwa die Hälfte von ihnen künstlich beatmet.

07:30 Uhr | Keine Wohnungskontrollen in Magdeburg

Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper schließt Kontrollen in Privatwohnungen zur Durchsetzung der neuen Kontaktbeschränkungen aus. Er sagte MDR AKTUELL, das sei nicht zu schaffen und nicht das Ziel. Es werde aber eingeschritten, wenn es Hinweise gebe.

07:14 Uhr | Sächsische Beamte helfen in Gesundheitsämtern

In Sachsen haben sich viele Landesbeamte bereit erklärt, in den Gesundheitsämtern auszuhelfen. Wie die Staatskanzlei MDR AKTUELL mitteilte, hat es bis Freitag rund 170 Rückmeldungen aus Verwaltungen gegeben. Es gebe große Bereitschaft, die Gesundheitsämter in der Pandemie zu unterstützen. Rund 100 Landesbedienstete seien bereits im Einsatz, um bei der Kontaktnachverfolgung zu helfen. Schenk betonte, dass man keine Beamten abkommandieren wolle. Man setzte stattdessen auf Freiwilligkeit.

06:54 Uhr | Lieferengpässe bei Testmaterialien

Die stark gestiegene Zahl von Coronavirus-Tests lässt in einigen Regionen die Test-Materialen knapp werden. Das Landesamt für Verbraucherschutz in Sachsen-Anhalt teilte auf Anfrage von MDR AKTUELL mit, es sei vorübergehend zu Engpässen bei Abstrichtupfern gekommen. In Thüringen meldeten zwei der 15 Labore ebenfalls Probleme. In Sachsen gibt es Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Chemikalien, die zur Auswertung der Abstriche notwendig sind.

06:31 Uhr | 290 Millionen Masken für Pflege-Einrichtungen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will Pflegeheime und ambulante Pflegedienste mit 290 Millionen Masken aus Bundesbeständen unterstützen. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Ein Drittel der Masken seien hochwertige FFP2-Masken. Die Masken würden ab 10. November an über 30.000 Einrichtungen verschickt. Laut den Berichten hat Spahn aber betont, dass sich die Heime und Dienste auch weiter selbst vorausschauend um Schutzausrüstung kümmern müssten.

06:15 Uhr | Verdi fordert zweites Konjunkturpaket

Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft hat ein zweites Konjunkturpaket gegen die Folgen der Coronavirus-Krise gefordert. Verdi-Chef Frank Werneke sagte, Kommunen hätten mit drastisch sinkenden Gewerbesteuereinnahmen zu kämpfen und dem öffentlichen Nahverkehr brächen die Einnahmen weg. Die Senkung der Mehrwertsteuer sollte nach Ansicht des Gewerkschafters aber nicht fortgeführt werden. Er schlug stattdessen die Ausgabe von Konsum-Schecks vor, um den Einzelhandel gegen die Online-Konkurrenz zu unterstützen.

06:10 Uhr | Teil-Lockdown in Deutschland in Kraft

In Deutschland wird von heute an das öffentliche Leben in weiten Teilen heruntergefahren. Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, müssen Kultur- und Freizeitreinrichtungen sowie Restaurants und Hotels zunächst bis Ende November schließen. Auch für persönliche Treffen gelten strengere Regeln.

06:00 Uhr | Der Ticker am 2. November 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Die Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten. 

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. November 2020 | 06:00 Uhr

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