Coronavirus-Pandemie Ticker: Erstes Corona-Impfzentrum in Sachsen gestartet

In Sachsen hat das erste Corona-Impfzentrum seinen Betrieb aufgenommen. Inzwischen sind mehr als 500.000 Menschen in Deutschland gegen das Coronavirus geimpft. Trotzdem fordert der Städtetag mehr Tempo bei den Impfungen. Auch Thüringen hat den Lockdown verlängert, erlässt aber keine 15-Kilometer-Beschränkung für seine Bürger. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie in unserem Coronavirus-Ticker.

Unser Ticker am Samstag, 9. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:58 Uhr | Papst Franziskus lässt sich gegen Corona impfen

Papst Franziskus lässt sich nach eigener Aussage "in der nächsten Woche" gegen das Coronavirus impfen. Das sagte er in einem Interview mit dem italienischen Sender Canale 5. Der Papst sagte, er glaube, dass aus ethischer Sicht jeder den Impfstoff nehmen sollte. Wer es nicht tue, setze nicht nur das eigene, sondern auch das Leben anderer aufs Spiel. Der Argentinier verwies auf seine Kindheitserfahrung während der Polio-Krise: Nicht nur damals habe sich ein Impfstoff als segensreich erwiesen.

Eigenen Angaben zufolge hat der Vatikan rund 10.000 Dosen des Mittels von Biontech/Pfizer bestellt. Diese Zahl reiche, um den internen Bedarf zu decken. Impfberechtigt seien neben Angestellten des Heiligen Stuhls und der Vatikanstadt auch mitversicherte Angehörige
und Pensionäre.

20:27 Uhr | Erstes Corona-Impfzentrum in Sachsen gestartet

In Sachsen ist das erste Corona-Impfzentrum früher als geplant an den Start gegangen. Es handelt sich um das Zentrum in Treuen im Vogtlandkreis. Der Pressesprecher des Deutschen Roten Kreuzes, Kai Kranich, sagte dem MDR, man habe sich dazu entschlossen, das Zentrum für Mitarbeiter und Ehrenamtliche im Rettungsdienst sowie im ambulanten Pflegedienst zu öffnen. Grund sei, dass die Impfteams wegen Corona-Fällen vier Pflegeeinrichtungen nicht hätten betreten können. Rund 300 Ampullen mit dem Impfstoff würden deshalb morgen verfallen und müssten weggeworfen werden. Offizieller Start in den sächsischen Impfzentren ist am Montag, den 11. Januar.

19:13 Uhr | Sorge in Frankreich wegen Virus-Mutation

In der französischen Stadt Marseille sind 21 Menschen positiv auf die zuerst in England entdeckte, ansteckendere Variante des Coronavirus getestet worden. Die infizierten Personen gehören nach Polizeiangaben zum Umfeld einer Familie. In Bagneux bei Paris gab es eine großangelegte Testaktion, nachdem dort ebenfalls die mutierte Form aufgetreten war.

Unterdessen haben weitere französische Départements den Beginn der nächtlichen Ausgangssperre von bisher 20 Uhr auf 18 Uhr vorgezogen. Dazu zählen unter anderem auch die an Deutschland grenzenden Regionen Haut-Rhin und Bas-Rhin. Den Menschen ist es dann nicht mehr gestattet, an der frischen Luft spazieren zu gehen, Sport zu machen oder einzukaufen. Frankreich ist schwer von der Covid-19-Pandemie getroffen, mehr als 67.000 Menschen sind dort bisher gestorben.

18:22 Uhr | Halle/Saale erstmals Inzidenz von über 300

Halle hat beim Sieben-Tage-Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erstmals die Marke von 300 überschritten. Wie Oberbürgermeister Bernd Wiegand sagte, liegt die Inzidenz nun bei 307. Nach Angaben des Sozialministeriums haben in Sachsen-Anhalt neben Halle auch der Saale- und der Burgenlandkreis Werte von mehr als 300. Einwohner in diesen Kreisen dürfen sich nicht weiter als 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen.

17:20 Uhr | Queen Elizabeth II. und Prinz Philip haben Impfung erhalten

Die britische Königin Elizabeth II. und ihr Mann Prinz Philip haben sich gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilte der Buckingham-Palast mit.

Königin Elisabeth II. von Großbritannien und Prinz Philip, Herzog von Edinburgh
Die Queen ist 94 Jahre alt, ihr Mann Philip 99 Jahre. Damit zählen beide zur Hochrisikogruppe. Bildrechte: dpa

Die beiden gelten wegen ihres hohen Alters als besonders gefährdet durch die Lungenkrankheit Covid-19. Die Queen und ihr Mann hatten sich auf Schloss Windsor zurückgezogen, die Queen selbst nahm nur wenige Auftritte in der Öffentlichkeit wahr.

Bislang sind in Großbritannien nach Angaben der Regierung etwa 1,5 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft worden. Das Tempo der Impfkampagne soll jedoch deutlich beschleunigt werden. Ziel ist es, bis Mitte Februar den besonders gefährdeten 15 Millionen Briten eine erste Impfung anzubieten.

16:42 Uhr | Thüringen erlässt keine 15-Kilometer-Beschränkung

Die Thüringer müssen aufgrund der nach wie vor hohen Infektionszahlen ihre Kontakte weiter einschränken. Ab Sonntag, den 10. Januar, sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur noch mit einer weiteren Person erlaubt. Das sieht die neue Corona-Verordnung des Landes vor. Auch der Lockdown mit geschlossenen Geschäften, Schulen und Einrichtungen wird bis Ende Januar verlängert. Der Freistaat setzt damit die vereinbarten Bund-Länder-Beschlüsse um.

Trotz der Einigung von Bund und Ländern gibt es aber keine Verpflichtung für die Thüringer, ihren Bewegungsradius auf 15 Kilometer um ihren Wohnort einzuschränken. Die Verordnung empfiehlt nur, Einkäufe, Besorgungen, Sport und Freizeitaktivitäten im Umkreis von 15 Kilometern zu erledigen.

Die einzelnen Kreise und kreisfreien Städte können aber teilweise ihre eigenen Regeln erlassen. So hält der Kreis Hildburghausen am 15-Kilometer-Radius fest und begründet die Entscheidung mit den steigenden Corona-Fallzahlen.

16:29 Uhr | Wöchentliche Corona-Tests für Österreichs Schulen

Österreich stellt seinen Schulen fünf Millionen Corona-Test-Sets zur Verfügung. Damit soll die Pandemie an den Schulen eingedämmt werden, die größtenteils vorerst bis zum 15. Januar für den Präsenzunterricht geschlossen sind. Bildungsminister Heinz Faßmann erklärt, Schülern und Lehrern solle mindestens einmal wöchentlich ein freiwilliger Test ermöglicht werden. Diesen könnten die größeren Schüler auch selbst durchführen.

Dabei handelt es sich Medienberichten zufolge um sogenannte Anteriornasal-Tests - mit einem wesentlich kürzeren Abstrichstäbchen. Das Test-Sekret wird dabei nicht wie sonst im Nasen-Rachen-Bereich, sondern aus der vorderen Nase entnommen. Das ist laut Bericht nicht schmerzhaft, aber genauso zuverlässig.

15:53 Uhr | Spahn: Bürger können nicht zwischen Impfstoffen wählen

Wer vom Staat eine Impfung gegen Covid-19 angeboten bekommt, kann sich den verabreichten Impfstoff vorerst nicht aussuchen. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einer Online-Diskussionsrunde. Eine solche Auswahl zu treffen, sei aufgrund der derzeit noch herrschenden Knappheit "im Moment und auch absehbar" nicht möglich, betonte er.

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, sagte, die beiden bislang in Europa zugelassenen Impfstoffe der Firmen Biontech und Moderna seien "äquivalent in Wirksamkeit und Sicherheit". Auf die Frage, ob es möglich wäre, einer Person Impfstoffe verschiedener Hersteller zu verabreichen, sagte Mertens, dies sei auch bei Impfstoffen, die auf einem gleichen Wirkprinzip basierten, "auf keinen Fall" möglich. Dazu gebe es bislang "null Daten".

15:11 Uhr | Mehr als 500.000 Menschen in Deutschland geimpft

In Deutschland sind nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bislang mehr als 500.000 Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Es klappe Zug um Zug immer besser, sagt Spahn in einer Diskussionsrunde im Bundesgesundheitsministerium. Der Chef des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, ergänzte, die Kontaktbeschränkungen müssten trotzdem weiter konsequent befolgt werden.

14:09 Uhr | Oberharz: Weniger Besucher als vor einer Woche

An diesem Wochenende gibt es bisher keinen Ansturm auf den Oberharz. Wie die Polizei mitteilte, wollen zwar viele Menschen rodeln oder wandern. Einen Ansturm wie vor einer Woche könne man aber nicht beobachten. Im Vogtland kündigte die Polizei Kontrollen in Schöneck und Klingenthal an. Im Erzgebirge wird ein Schwerpunkt Augustusburg sein. Im Thüringer Wald will die Polizei vor allem verhindern, dass nach der Abriegelung von Oberhof andere Ausflugsziele von Tagestouristen überrannt werden.

13:48 Uhr | Söder: Brauchen längeren und härteren Lockdown

Wenige Tage nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern fordert nun auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder weitere Maßnahmen. Man müsse den derzeitigen Lockdown verlängern und an einigen Stellen auch noch vertiefen, sagte der CSU-Chef auf dem Neujahrsempfang der CDU in Nordrhein-Westfalen. Die Pandemie werde das Land "noch Monate beschäftigen". Zudem warnte er vor der Gefahr, dass sich Virus-Mutationen ausbreiten.

Erst gestern hatte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow ein deutlich strikteres Herunterfahren der Wirtschaft gefordert. Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer räumte inzwischen Fehler ein.

13:35 Uhr | Hohe Impfbereitschaft an Unikliniken

Die Unikliniken in Leipzig und Dresden haben unter ihrem Personal eine hohe Bereitschaft zur Impfung gegen das Coronavirus registriert. Laut Sprecherin Helena Reinhardt vom Uniklinikum Leipzig gibt es mehr Anfragen nach Impfterminen als man im Moment anbieten kann. Der Medizinische Vorstand der Uniklinik in Dresden, Michael Albrecht, betonte, in seinem Haus liege die Bereitschaft "in einzelnen Bereichen über 90 Prozent". Laut Albrecht gibt es beim sächsischen Krankenhauspersonal eine überdurchschnittlich hohe Bereitschaft, sich impfen zu lassen. Mit Stand Donnerstag seien bereits 21 Prozent der Klinik-Beschäftigten im Freistaat geimpft worden. Das sei deutlich mehr als der Bundesschnitt von 16 Prozent.

12:48 Uhr | Corona-Langzeitfolgen oft noch nach sechs Monaten

Ein Großteil der Corona-Kranken leidet laut einer Studie noch ein halbes Jahr nach der offiziellen Genesung unter Krankheitssymptomen. Das berichtet die medizinische Fachzeitschrift "The Lancet". Für die Studie seien rund 1.600 ehemalige Corona-Patienten untersucht worden, die zwischen Januar und Mai in der chinesischen Stadt Wuhan im Krankenhaus gewesen seien. 76 Prozent von ihnen hätten auch sechs Monate nach ihrer Entlassung die Krankheit nicht vollständig überwunden. Am häufigsten litten die ehemaligen Patienten noch unter Müdigkeit und Muskelschwäche. Viele klagten über Schlafstörungen.

11:22 Uhr | Sachsen-Anhalt: 260.000 Einsatzstunden durch Corona-Kontrollen

In Sachsen-Anhalt haben Polizistinnen und Polizisten seit Beginn der Pandemie Tausende Stunden lang die Einhaltung der Corona-Maßnahmen kontrolliert. Nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei wurden bis kurz vor Weihnachten 260.000 Einsatzstunden für Corona-Kontrollen gezählt. Das zeige eine Statistik des Innenministeriums.

Seit Beginn der Pandemie sei die Belastung für viele Beamte deutlich gestiegen. Zwar hätten sie seltener Demos, Fußballspiele und Großveranstaltungen absichern müssen. Im Gegenzug seien aber viele zusätzliche Einsatzstunden für Corona-Kontrollen angefallen. So werde seit dem vergangenen Frühjahr kontrolliert, ob sich die Menschen an die Kontaktbeschränkungen hielten und Läden geschlossen blieben. Dieses Wochenende etwa seien verstärkt Polizeikräfte im Einsatz, um große Menschenansammlungen in beliebten Rodel- und Skigebieten zu verhindern.

10:56 Uhr | Merkel: "Besonnenheit und Rücksicht werden sich auszahlen"

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat erneut die Notwendigkeit der zum Teil verschärften Corona-Eindämmungsmaßnahmen hervorgehoben. In ihrem ersten Podcast des Jahres sagte sie, die kommenden Winterwochen würden die wohl schwierigsten der Pandemie werden. Die Einschränkungen seien "hart, aber auch zwingend erforderlich". Zugleich betonte Merkel, Besonnenheit und Rücksicht aufeinander würden sich auszahlen. "Je konsequenter wir heute sind, desto schneller werden wir den Zustand der Kontrolle wiederherstellen können", sagte sie. Auch könne die Dauer der Einschränkungen durch konsequentes Handeln verkürzt werden.

Zudem gebe es durch den Start der Impfungen Anlass zur berechtigten Hoffnung auf Besserung.

10:43 Uhr | Städtetag fordert mehr Tempo bei Impfungen

Der Deutsche Städtetag hat Bund und Länder zu mehr Tempo bei den Corona-Impfungen aufgefordert. Präsident Burkhard Jung sagte, in den Impfzentren könnten pro Tag bundesweit einige hunderttausend Menschen geimpft werden. Das sei aber nur möglich, wenn mehr Impfstoff vor Ort ankomme. Im Moment stünden die Zentren leer. Dafür seien mobile Teams in Pflege- und Altenheimen unterwegs. Laut Jung müssen die Länder klar kommunizieren, welche Personengruppen ab wann geimpft werden können. Außerdem sei wichtig zu erfahren, wann und wo wie viele Dosen ankämen. Jung ist auch Oberbürgermeister von Leipzig.

10:23 Uhr | Zoos brechen Besucher und Einnahmen weg

Die Auszeit während des Corona-Lockdowns im Frühjahr und Herbst hat den Zoos und Tierparks in Sachsen heftige Einbußen beschert. Leipzigs Zoodirektor und Präsident des Verbandes Zoologischer Gärten, Jörg Junhold, sagte, vor allem für große Zoos sei es ein schwieriges Jahr gewesen. Beim Zoo Leipzig sind die Besucherzahlen um etwa 400.000 auf 1,35 Millionen Besucher eingebrochen. Der Zoo Dresden verzeichnete mit rund 630.000 Besucher ein Minus von etwa 270.000.

10:17 Uhr | Lauterbach: Flächendeckendes Impfangebot wohl erst ab drittem Quartal

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet nicht mit einem Impfangebot für alle Deutschen vor dem dritten Quartal. Er sagte der "Bild"-Zeitung, vorher werde es nicht genügend Impfstoff gegen das Coronavirus geben. Dass die EU 300 Millionen weitere Dosen von Biontech und Pfizer bestellt habe, ändere daran nichts.

09:19 Uhr | Bewegungsradius wird nicht anlasslos kontrolliert

In Sachsen wird der eingeschränkte Bewegungsradius nur bei konkretem Verdacht ermittelt. Das teilte das Landespolizeipräsidium MDR AKTUELL mit. Zur 15-Kilometer-Regelung werde es keine besonderen Kontrollen an Bundesstraßen oder Autobahnen geben. Auswärtige Autokennzeichen seien kein ausreichendes Indiz, weil auch Arbeitspendler oder Familien darunter sein könnten. Solche Verstöße würden bei allgemeinen Kontrollen wie etwa in Wintersportgebieten mit hohen Besucherzahlen erfasst. Gleiches gelte für die neue Kontaktregelung, nach der nur eine weitere Person aus einem anderen Hausstand getroffen werden kann.

08:37 Uhr | DGB kritisiert Vorgehen bei Grenzpendler-Tests

Der DGB Sachsen hat die geplante Testpflicht für Grenzpendler trotz Anpassungen kritisiert. Landesvorsitzender Markus Schlimbach sagte, nach wie vor werde der Gleichbehandlungsgrundsatz nicht eingehalten. Er sehe die geänderte Testpflicht juristisch auf wackligen Beinen und sprach von einer drohenden Klagewelle. Dabei verwies er auf eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts in Bayern, das eine ähnliche Regelung dort außer Vollzug gesetzt hatte. "Es ist unverständlich, dass nach diesem Urteil in Sachsen eine Testpflicht eingeführt wird", sagte Schlimbach.

Sachsen will ab dem 18. Januar eine Testpflicht für Grenzpendler einführen - eine Woche später als zunächst geplant. Zudem soll die Testung nur einmal statt zweimal pro Woche erfolgen.

08:20 Uhr | "Das Problem sind die, die gar keine Maske tragen"

Wie schützt man sich gegen die Virus-Mutation? Muss man sich jedes Jahr immer mit dem gleichen Impfstoff impfen lassen? Was nutzt der CT-Wert? Schützen brennende Kerzen vor Ansteckung? Antworten gibt der Virologe Alexander Kekule in der neuen Podcast-Folge.

07:39 Uhr | Inzidenz steigt wieder deutlich

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben am Freitag 25.819 Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 gemeldet. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Der Sieben-Tage-Schnitt stieg damit auf 18.940 tägliche Fälle. Die Inzidenz sprang im Vergleich zum Vortag um zehn auf 159 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Unter den Bundesländern hat weiterhin Sachsen die höchste Inzidenz mit 383. Auch Thüringen (290) und Sachsen-Anhalt (238) liegen deutlich über dem Bundesschnitt. Den niedrigsten Wert hat Bremen mit 80.

Rund um die Feiertage und den Jahreswechsel wurde insgesamt weniger getestet und gemeldet. Der Anteil positiver Fälle unter allen Corona-Tests stieg jedoch kontinuierlich an: von zwölf Prozent in der Woche vor Weihnachten auf 16 Prozent vergangene Woche. Je niedriger diese Positivenquote ist, desto beherrschbarer ist das Infektionsgeschehen.

06:43 Uhr | Verstärkte Kontrollen in Wintersportgebieten

Auch in Sachsen-Anhalt und Thüringen will die Polizei am Wochenende verstärkt unterwegs sein, um einen erneuten Besucheransturm auf die Wintersportgebiete zu unterbinden. Das kündigten die Behörden in beiden Bundesländern an. Im Harz soll der Schwerpunkt der Kontrollen in Schierke, Drei Annen Hohne und Friedrichsbrunn liegen. Ein Polizeisprecher sagte in Halberstadt, die Beamten hätten dabei die Verkehrslage genauso im Blick wie die Einhaltung der Corona-Auflagen.

Im Thüringer Wald will die Polizei vor allem verhindern, dass nach der Abriegelung von Oberhof andere Ausflugsziele von Tagestouristen überrannt werden. Schon in den vergangenen Tagen hatte die sächsische Polizei ihre Kontrollen im Erzgebirge und Vogtland intensiviert.

06:24 Uhr | Kretschmer räumt Fehler ein

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer hat Fehler beim Corona-Krisenmanagement eingeräumt. Der CDU-Politiker sagte der Chemnitzer "Freien Presse", im Herbst sei die Landesregierung zu zögerlich gewesen. Wegen der allgemeinen Stimmung in der Bevölkerung habe sie es zunächst vermieden, mit harten Maßnahmen auf die steigenden Infektionszahlen zu reagieren. Rückblickend betrachtet wäre es besser gewesen, das Land deutlich früher herunterzufahren. Kretschmer sagte, ihm selbst sei die ganze Dramatik der Lage erst durch den Besuch mehrerer Krankenhäuser am 11. Dezember bewusst geworden. Ihm sei nicht klar gewesen, dass das Personal schon Wochen vorher am Limit gearbeitet habe. Da hätte er sich eine frühere Warnung gewünscht.

06:15 Uhr | Virologe: Suche nach Mutationen schwierig

Fehlendes Geld und eine Überlastung der Labore behindern die Suche nach Mutationen des Coronavirus. Der frühere Chef-Virologe des Leipziger Universitätsklinikums, Uwe Liebert, sagte MDR AKTUELL, man sei mit den Aufgaben am Anschlag. Zudem würden Erbgut-Analysen nicht bezahlt. Noch könne man sich das leisten, aber nicht ewig. Das Sozialministerium in Dresden räumte auf Anfrage ein, bisher sei nicht erkannt worden, wie notwendig die Tests auf Mutationen seien. Zuständig für die Finanzierung seien Bund und Länder.

In Sachsen wurde in dieser Woche erstmals das mutierte Coronavirus bei einer Person aus Dresden nachgewiesen. Der positive Befund war zufällig in einer Stichprobe entdeckt worden.  

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 9. Januar 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 09. Januar 2021 | 06:00 Uhr

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