Coronavirus-Pandemie Ticker: Neue Corona-Variante breitet sich in England aus

In Großbritannien breitet sich eine neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 derzeit rasch aus. Die Bundesregierung hat sich laut einem Zeitungsbericht zusätzliche Biontech-Impfdosen gesichert. Der rasche Anstieg an Neuinfektionen in Deutschland ist ungebrochen - am Freitag wurde erstmals die Marke von 31.000 Corona-Fällen an einem Tag überschritten. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie hier im Ticker.

Dieses mit dem Elektronenmikroskop gemachte und nachträglich eingefärbte Bild zeigt den Erreger SARS-CoV-2 (gelb eingefärbt). Das Foto hat das National Institute of Allergy and Infectious Diseases der USA bereits im Januar veröffentlicht.
Der Erreger SARS-CoV-2 unter dem Elektronenmikroskop Bildrechte: imago images / ZUMA Wire / NIAID-RML

Unser Ticker am Samstag, 19. Dezember 2020, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:41 Uhr | Israel startet Corona-Impfung

Benjamin Netanjahu (r), Ministerpräsident von Israel, wird im Schiba-Krankenhaus gegen Corona geimpft
Benjamin Netanjahu wird geimpft Bildrechte: dpa

Zum Auftakt der Corona-Impfkampagne in Israel hat Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sich als erster das Serum der Mainzer Firma Biontech und ihres US-Partners Pfizer spritzen lassen. Der 71-Jährige bekam die Spritze am Abend vor laufender Kamera in einem Krankenhaus bei Tel Aviv. Danach war Gesundheitsminister Juli Edelstein an der Reihe. Mit der Aktion will die politische Führung die Menschen ermutigen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

In Israel mit seinen neun Millionen Einwohnern haben sich seit Pandemie-Beginn mehr als 370.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, mehr als 3.000 von ihnen starben. Die Impfungen sollen nach Angaben des Gesundheitsministeriums am Sonntag in zehn Krankenhäusern und Impfzentren im ganzen Land starten. Zuerst wird medizinisches Personal geimpft, gefolgt von Menschen über 60 Jahren.

20:13 Uhr | Skigebiete in der Schweiz geschlossen

Das Oldenhorn überragt den Tsanfleurongletscher
Das Oldenhorn am Tsanfleurongletscher am Skigebiet Les Diableret Bildrechte: IMAGO

In der Schweiz werden ab Dienstag nun doch viele Skigebiete geschlossen. Die Kantone Zürich, St. Gallen, Luzern und andere gehen damit über die Corona-Schutzmaßnahmen hinaus, die die Regierung vorgegeben hatte. Demnach müssen Restaurants, Kinos und Museen schließen, nicht aber Geschäfte und Skigebiete. Das hatte über die Landesgrenzen hinaus für Kritik gesorgt. Offen bleiben die Ski-Betriebe vorerst in Bern und im Wallis. Graubünden will noch entscheiden.

19:23 Uhr | Züge der Deutschen Bahn fahren drei Viertel leer

Frau mit Mundschutzmaske sitzt in Zug
Züge deutlich leerer Bildrechte: imago images / imagebroker

Die Züge der Deutschen Bahn sind im beginnenden Weihnachtsverkehr zu 20 bis 25 Prozent ausgelastet. Das teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Wegen der Corona-Pandemie habe man rund 100 Sonderzüge im Einsatz. Das sind ungefähr doppelt so viele wie sonst im Weihnachtsverkehr. Damit soll den Fahrgästen möglichst viel Platz geboten werden. Zudem verteilt die Bahn in 14 Bahnhöfen FFP2-Masken an ältere Reisende.

17:37 Uhr | Ruhige Lage in Leipzig

Trotz Aufrufen im Internet ist es in Leipzig bisher zu keinem Protest von Kritikern der Corona-Maßnahmen gekommen. Eine Polizeisprecherin sagte, die Lage in der Stadt sei sehr ruhig. Nur vereinzelt habe es Anreisen von Anhängern der "Querdenken"-Bewegung gegeben. Ein Bus mit etwa 30 Insassen sei gestoppt worden. Die Stadt hatte eine "Querdenker"-Versammlung untersagt, weil die Anmeldefrist nicht eingehalten worden war.

16:19 Uhr | Bundesregierung sichert sich weitere Impfdosen

Die Bundesregierung hat sich laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" zusätzliche Impfdosen von Biontech gesichert. Dabei gehe es um 30 Millionen Dosen auf Grundlage nationaler Vereinbarungen, berichtete das Blatt unter Berufung auf Angaben des Bundesgesundheitsministeriums. Dazu kommen demnach 55,8 Millionen Biontech-Dosen, die über das von der EU bestellte Kontingent nach Deutschland gehen. Zudem solle Deutschland über die EU 50,5 Millionen Impfdosen des US-Herstellers Moderna erhalten.

Alle bislang zusammen 136,3 Millionen Impfdosen von Biontech und Moderna sollen im Laufe des kommenden Jahres zur Verfügung stehen. Da jeweils zwei Impfungen erforderlich sind, könnten damit gut 68 Millionen Menschen in Deutschland gegen Covid-19 geimpft werden. Dies würde nach den bisherigen Annahmen ausreichen, um das Ziel der "Herdenimmunität" zu erreichen.

15:23 Uhr | Neue Coronavirus-Variante breitet sich aus

In Großbritannien breitet sich eine neue Variante des Coronavirus Sars-CoV-2 derzeit rasch aus. Das Vereinigte Königreich habe die Weltgesundheitsorganisation WHO darüber informiert, sagte der medizinische Regierungsberater Chris Whitty. Bereits am Montag hatten die Behörden mitgeteilt, dass eine neue Variante des Virus entdeckt worden sei. Eine ähnliche Mutation breitet sich auch in Südafrika aus.

Boris Johnson
Boris Johnson. Bildrechte: dpa

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson sagte, derzeit gebe es keine Beweise, dass die neue Variante mehr oder schwerere Krankheitsverläufe auslöse. Auch eine höhere Sterblichkeit sei durch die Virus-Variante VUI2020/12/01 bisher nicht festgestellt worden. Wegen der Coronavirus-Mutation verschärfte die Regierung aber die Beschränkungen. Johnson erklärte: "Wenn das Virus seine Angriffsmethode ändert, müssen wir unsere Verteidigungsmethode ändern." In London und einigen Regionen im Südosten Englands dürfen die Bewohner nur noch aus wichtigen Gründen ihre Wohnung verlassen. Zu Weihnachten sind keine Besuche anderer Haushalte erlaubt. Alle nicht lebensnotwendigen Geschäfte müssen schließen.

14:50 Uhr | Slowakei zieht Lockdown vor

In der Slowakei hat ein ursprünglich für nächste Woche geplanter Lockdown begonnen. Seit dem Morgen gelten Ausgangsbeschränkungen. Die Polizei kontrolliert verstärkt auf Straßen und Bahnhöfen. Erlaubt sind dringend notwendige Besorgungen sowie der Weg zur Arbeit. Nicht möglich sind Weihnachtseinkäufe. Offen sind Lebensmittelläden, Apotheken und Tankstellen. Supermärkte dürfen zwar Lebensmittel verkaufen, müssen aber die Bereiche mit anderen Waren absperren.

14:01 Uhr | Polizei-Großaufgebot in Leipzig gegen mögliche illegale Versammlungen

In Leipzig ist die Polizei mit einem Großaufgebot im Einsatz, um eine Protestkundgebung der "Querdenken"-Bewegung zu unterbinden. Die Stadt hat zwar eine "Querdenker"-Versammlung untersagt, weil die Anmeldefrist nicht eingehalten wurde. Dennoch stellt sie sich auf die Anreise von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen ein. Ein Hubschrauber ist im Einsatz, mehrere Wasserwerfer stehen bereit. Die Polizei kontrolliert die Zufahrten in die Stadt und stoppt Autos mit auswärtigen Kennzeichen. Wie die Leipziger Volkszeitung meldet, wurde auch ein Bus gestoppt. Genehmigt wurden von der Stadt vier Gegendemonstrationen mit insgesamt 1.000 Teilnehmern.

12:10 Uhr | Auch Schweiz lässt Biontech-Impfstoff zu

Die Schweiz hat dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer eine Zulassung erteilt. Wie die Arzneimittelbehörde Swissmedic mitteilte, handelt es sich um die erste Zulassung in einem ordentlichen Verfahren. Der Impfstoff sei seit Mitte Oktober bei laufend eingereichten Unterlagen begutachtet worden. Die Daten zeigten, dass der Impfschutz sieben Tage nach der zweiten Impfung bei über 90 Prozent liege. Die häufigsten Nebenwirkungen seien vergleichbar mit denen einer Grippeimpfung gewesen.

Unter anderem in den USA und Großbritannien wird der Impfstoff bereits mit einer Notzulassung verwendet. Die europäische Arzneimittelbehörde will am Montag ihre Empfehlung abgeben.

11:48 Uhr | Festivalbranche schlägt Alarm

Die Corona-Krise kann Veranstaltern zufolge der Festivalszene nachhaltig schaden. Carsten Müller, Vorstandsmitglied in der Thüringer Allianz für Veranstaltungswirtschaft und Mitglied der Werkleitung bei Jenakultur, sagte, man rechne in den nächsten zwei Monaten mit den ersten Absagen von Festivals. Wegen der finanziellen Einbußen bestehe die Gefahr, dass es 2022 einige Festivals gar nicht mehr geben werde.

Neben den Veranstaltern sind auch viele oft kleine Unternehmen in ihrer Existenz bedroht, etwa aus den Bereichen Technik, Sicherheit und Catering. Eine Sprecherin des Rudolstadt-Festivals erklärte, die Unterstützung durch Festival-Fans sei zwar goß, könne aber die Verluste nicht ausgleichen.

11:40 Uhr | Mann für absichtliches Anhusten in der Pandemie verurteilt

Das Amtsgericht Braunschweig hat einen Mann wegen absichtlichen Anhustens zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Mann hatte im April dieses Jahres in einer Warteschlange den Sicherheitsabstand von mindestens 1,50 Metern missachtet. Als ein Angestellter ihn darauf hinwies, wurde der Kunde wütend, beschimpfte den Angestellten und hustete ihm bewusst ins Gesicht. Vor Gericht nannte er sein Handeln eine Bagatelle. Das Gericht widersprach dem entschieden. Angesichts der Corona-Pandemie sei das Verhalten als vorsätzliche Gesundheits- und Körperverletzung zu qualifizieren.

11:17 Uhr | Fachärzte: Intensivstationen mindestens bis März stark belastet

Nach Einschätzung von Intensivmedizinern wird sich die angespannte Lage auf den Intensivstationen noch über viele Wochen fortsetzen. Das sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der "Rheinischen Post". Positive Auswirkungen der Impfungen für die Intensivstationen seien in geringem Umfang erst ab März oder April zu erwarten. In der ersten Gruppe der Impfpersonen seien knapp neun Millionen Menschen. Insgesamt gebe es aber 15 bis 21 Millionen Menschen in Deutschland, die im Falle einer Corona-Infektion besonders gefährdet seien für schwere bis tödliche Krankheitsverläufe.

Das Divi-Register führt mit Stand von gestern Mittag 4.899 Covid-19-Patientinnen und -Patienten in intensivmedizinischer Behandlung. Davon werden 2.603 Personen invasiv beatmet. Am 18. November waren es noch insgesamt 3.561 Intensivpatienten. Fachleute betonen zudem, dass sich ein schwerer Krankheitsverlauf in der Regel erst ein bis zwei Wochen nach Symptombeginn abzeichnet. Teilweise erfolgt die Verlegung auf die Intensivstation sogar noch später.

10:43 Uhr | Elternrat fordert Konzept für Rückkehr zum Präsenzunterricht

Der Bundeselternrat hat Schulkonzepte für eine möglichst rasche Rückkehr zum Präsenzunterricht gefordert. Vize-Ratschefin Sabrina Wetzel sagte der "Rheinischen Post", es müsse alles für einen Neustart des Präsenzunterrichts nach dem Jahreswechsel in die Wege geleitet werden. Eine Möglichkeit sei, Lüftungsgeräte in den Klassenräumen zu installieren. Wetzel forderte zudem eine Notbetreuung für Kinder, deren Eltern berufstätig oder mit der Betreuung überfordert seien.

10:26 Uhr | Sächsische Gemeinden mit Inzidenz über 2.000

In Sachsen kommen kleinere Gemeinden auf Rekordwerte von deutlich über 2.000 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. Mit einem Wert von 2.922 weist Käbschütztal bei Meißen derzeit den höchsten Wert auf. Bürgermeister Uwe Klingor appellierte "an die Vernunft der Bürger, dass sie ihre Maske tragen, Abstand halten und ihre Kontakte zurückfahren". Auch Neukirch bei Bautzen kommt auf einen ähnlich hohen Wert. Hier liegt der 7-Tage-Inzidenzwert pro 100.000 Einwohner bei 2.409.

Da die Gemeinden nur wenige tausend Einwohner haben, unterliegt der Inzidenzwert besonders starken Schwankungen. Die jeweiligen Landkreise haben jedoch auch alarmierend hohe Inzidenzen: in Bautzen lag der Wert am Freitag bei 711,9, in Meißen bei 597,8.

09:21 Uhr | Sachsen-Anhalt schaltet Hotline gegen Pflegenotstand

Sachsen-Anhalt sucht dringend zusätzliches Personal für Altenheime und Behinderteneinrichtungen. Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne erklärte, durch die Corona-Pandemie habe sich die Personalnot massiv verschärft. Ab Montag werde das Land eine Telefon-Hotline gegen den Pflegenotstand schalten. Man wolle damit auch Arbeitslose, Menschen in Kurzarbeit und Freiwillige mit anderem beruflichen Hintergrund ansprechen. Sie könnten das vorhandene Fachpersonal unterstützen und entlasten.

09:13 Uhr | Erste Abschlagszahlungen für Dezemberhilfen im Januar

Unternehmen sollen spätestens Anfang Januar die ersten Abschlagszahlungen der Dezemberhilfen erhalten. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit. Unternehmen, die wegen der Corona-Krise schließen mussten, können bis zu 50.000 Euro erhalten, Solo-Selbständige bis zu 5.000 Euro.

Der Bundesverband der mittelständischen Wirtschaft übte erneut heftige Kritik an der schleppenden Umsetzung. In einem Schreiben an Wirtschaftsminister Peter Altmaier heißt es, viele Klein- und Mittelbetriebe stünden unmittelbar vor der Insolvenz.

08:32 Uhr | Erneut mehr als 30.000 Neuinfektionen

Deutschlandweit sind am Freitag 31.553 neue Ansteckungen mit Sars-CoV-2 gemeldet worden. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Der rasche Anstieg an Neuinfektionen nach dem vorübergehenden Stagnieren im November setzt sich damit ungebrochen fort. Der Sieben-Tages-Durchschnitt an neuen Fällen stieg weiter auf 24.459 pro Tag. Vor zwei Wochen lag der Wert noch bei 18.262. Die Inzidenz stieg im selben Zeitraum von 154 auf nun 206 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

In Mitteldeutschland liegt der Wert mit 364 deutlich über dem Bundesschnitt. Besonders stark ist Sachsen betroffen: hier liegt die Inzidenz bei 491. Den zweithöchsten Wert hat Thüringen mit 283 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

07:53 Uhr | Mehr als zehn Millionen Corona-Fälle in Indien

In Indien haben sich insgesamt mehr als zehn Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Neu Delhi sind innerhalb von 24 Stunden rund 25.000 neue Ansteckungen registriert worden. Nach den USA hat Indien derzeit die zweitmeisten Corona-Fälle.

07:44 Uhr | Pflegekräfte besonders oft an Covid-19 erkrankt

Pflegekräfte erkranken besonders häufig an Covid-19. Das geht laut dem Redaktionsnetzwerk Deutschland aus Daten der Krankenkasse Barmer hervor. Demnach waren seit Beginn der Pandemie 2,5 Prozent der bei der Barmer versicherten Pflegekräfte wegen Covid-19 krankgeschrieben. In allen anderen Berufsgruppen waren es im Schnitt nur 1,6 Prozent.

06:58 Uhr | Milliarden-Verluste bei der Bahn

Die Bundesregierung erwartet für die Deutsche Bahn Corona-Verluste von mindestens 13 Milliarden Euro. Das sagte der Bahn-Beauftragte Enak Ferlemann der "Welt". Damit trete das schlechteste Szenario ein, das man zu Beginn der Pandemie errechnet habe. Sollten die Corona-Beschränkungen länger dauern, könne es auch noch teurer werden.

06:45 Uhr | Notfallzulassung für weiteren Impfstoff in den USA

In den USA kann ein weiterer Corona-Impfstoff eingesetzt werden. Wie die Arzneimittelbehörde FDA am Abend mitteilte, hat sie dem Präparat des Herstellers Moderna eine Notfallzulassung erteilt. Nach Angaben des Weißen Hauses soll umgehend damit begonnen werden, das Serum zu verteilen.

Vor rund einer Woche war in den USA bereits der Impfstoff von Biontech und Pfizer zugelassen worden. In der EU ist noch kein Genehmigungsverfahren abgeschlossen worden. Die europäische Arzneimittelbehörde will am Montag ihre Empfehlung dazu abgeben.

06:36 Uhr | Auch Italien verhängt erneuten Lockdown

Auch Italien schickt seine Bürger wieder in einen weitgehenden Corona-Lockdown. Wie Ministerpräsident Giuseppe Conte am späten Abend in Rom mitteilte, gelten die neuen Einschränkungen von Heiligabend bis zum 6. Januar. Die meisten Geschäfte müssen in dieser Zeit schließen, Restaurants dürfen nur noch Essen zum Mitnehmen verkaufen. Die Bürger dürfen ihre Häuser nur noch aus triftigem Grund verlassen - etwa zum Einkaufen, Arbeiten oder für Arztbesuche. Reisen in andere Regionen werden untersagt.

Zuvor hatte bereits Österreich einen erneuten Lockdown verkündet. Dort sollen die Beschränkungen erst nach Weihnachten in Kraft treten, dafür aber bis zum 24. Januar dauern.

06:15 Uhr | Ärztepräsident lobt schnellere Entscheidung zu Impfstoff

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat die bevorstehenden Corona-Schutzimpfungen als große Chance bezeichnet. Reinhardt sagte, er begrüße es außerordentlich, dass nun bereits vor Weihnachten über die Zulassung entschieden werde. Der Impfstoff von Biontech/Pfizer sei nach den üblichen Kriterien geprüft worden. Das Verfahren sei nur durch eine laufende Datenübermittlung an die EU-Arzneimittelbehörde EMA beschleunigt worden.

Es gebe keine Hinweise, dass von dem Impfstoff eine Gefahr ausgehe. Reinhardt betonte, natürlich hätte man gerne noch ein, zwei Jahre beobachtet, wie die Langzeitwirkung sei. In einer Pandemie mit vielen Toten müsse man aber zügig handeln. Dass Menschen persönlich skeptisch seien, könne er nachvollziehen. Im Internet kursierten aber auch völlig irrwitzige Vorstellungen. Ihnen müsse man mit Aufklärungskampagnen entgegentreten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 19. Dezember 2020

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 19. Dezember 2020 | 06:00 Uhr

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