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Erst gestern stufte die WHO die neue Variante Omikron als "besorgniserregend" ein, nun sind erste Fälle auch in Deutschland bestätigt. Bildrechte: dpa

Coronavirus-PandemieTicker vom Samstag: Erste Omikron-Fälle in Deutschland bestätigt

von MDR AKTUELL

Stand: 27. November 2021, 22:51 Uhr

In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante in Deutschland bestätigt worden. Die Nationale Akademie der Wissenschaften empfiehlt angesichts der Infektionsdynamik, die Kontakte sofort zu reduzieren. Weltweit sind bereits mehr als 5,4 Millionen Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Weitere aktuelle Meldungen im Ticker.

Unser Ticker am Samstag, 27. November 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:33 Uhr | Unternehmen beklagen Schwierigkeiten bei Beschaffung von Schnelltests

In Thüringen haben Unternehmen vermehrt Schwierigkeiten, Corona-Schnelltests zu beschaffen. Das ergab eine Umfrage der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen. Von den 200 befragten Unternehmen hätten rund zwei Drittel angegeben, dass es bei Corona-Schnelltests Lieferschwieirgkeiten gebe.

22:07 Uhr | Impfschutz lässt nach - Ungeimpfte in Kliniken aber weiterhin stark überrepräsentiert

Ein steigender Anteil von vollständig geimpften Covid-19-Patienten ist zum Teil mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu erklären. Aber auch abnehmender Impfschutz spielt eine Rolle. Dennoch zeigen aktuelle Zahlen: Die Impfungen wirken auch in höheren Altersgruppen weiterhin, insbesondere vor schweren Verläufen. So waren in der Altersgruppe ab 60 Jahren zuletzt knapp 88 Prozent vollständig geimpft. Wären die Impfungen wirkungslos, müssten vollständig Geimpfte der Altersgruppe etwa den gleichen Anteil an symptomatischen Infektionen sowie schweren Verläufen ausmachen. Bei den symptomatischen Corona-Infektionen lag der Anteil vollständig Geimpfter jedoch mit rund 71 Prozent darunter. Noch größer war der Unterschied bei schweren Verläufen: Von allen Hospitalisierungsfällen der Altersgruppe waren 56 Prozent vollständig geimpft, auf den Intensivstationen war ihr Anteil noch geringer. Ungeimpfte sind damit deutlich überrepräsentiert. In jüngeren Altersgruppen kommt es zudem deutlich seltener zu Impfdurchbrüchen.

Update 21:27 Uhr | Erste Omikron-Fälle in Deutschland bestätigt

In München sind die ersten beiden Fälle der neuen Omikron-Variante des Coronavirus in Deutschland bestätigt worden. Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek sagte, die beiden Reisenden seien am 24. November mit einem Flug aus Südafrika eingetroffen. Der Leiter des zuständigen Max-von Pettenkofer-Instituts, Oliver Keppler erklärte, eine Genomsequenzierung stehe zwar noch aus. Es sei aber "zweifelsfrei bewiesen, dass es sich um diese Variante handelt". Die Kombination aus einem mutationsspezifischen PCR-Test und der Reiseanamnese lasse keinen Zweifel zu.

Ein weiterer Verdachtsfall aus Frankfurt am Main wurde dagegen noch nicht bestätigt. Hessens Sozialminister Kai Klose sprach von einem "hochgradigen Verdacht". Die vollständig geimpfte Person war den Angaben zufolge am 21. November aus Südafrika eingereist und hatte im Laufe der Woche Symptome entwickelt. Das Ergebnis der vollständigen Sequenzierung wird am Montag erwartet.

20:35 Uhr | Berliner Gesundheitssenatorin für neuen Lockdown

Die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci fordert einen neuen Lockdown, um den rasanten Anstieg der Corona-Infektionen zu stoppen. Kalayci sagte der "Berliner Morgenpost", dazu müsse die Bundesnotbremse eingesetzt werden. Die Menschen in der Hauptstadt forderte sie auf, größere Veranstaltungen zu meiden. Dies gelte insbesonders für Innenräume.

20:29 Uhr | Großbritannien verschärft Einreisebestimmungen wegen Omikron

Großbritannien verschärft zum Schutz vor der neuen Corona-Variante Omikron die Einreisebedingungen. Wie Premierminister Boris Johnson mitteilte, müssen alle Einreisenden künftig zwei Tage nach ihrer Ankunft einen PCR-Test machen und bis zum Ergebnis in Quarantäne. Zudem müssten in Geschäften wieder Masken getragen werden. Zuvor waren in dem Land zwei Infektionsfälle mit Omikron bestätigt worden. Laut Gesundheitsministerium stehen die Fälle im Zusammenhang mit Reisen nach Südafrika.

17:54 Uhr | Zwei Omikron-Fälle in Großbritannien bestätigt

In Großbritannien haben sich zwei Infektionsfälle mit der neuen Corona-Variante Omikron bestätigt. Das gab am Nachmittag Gesundheitsminister Sajid Javid bekannt. Beide Fälle stünden in Zusammenhang mit Reisen nach Südafrika. Für die betroffenen Haushalte sei Quarantäne angeordnet worden. 

Zuvor waren auch in Deutschland bei einem Südafrika-Heimkehrer mehrere für Omikron typische Mutationen festgestellt worden. Nach Angaben des hessischen Sozialministers Klose sind die Untersuchungen aber noch nicht abgeschlossen. In den Niederlanden wird bei rund 60 infizierten Südafrika-Rückkehrern geprüft, ob sie sich mit der neuen Variante angesteckt haben. Auch in Tschechien wird ein erster Verdachtsfall untersucht. Die Variante gilt als besorgniserregend, weil unklar ist, ob bisherige Corona-Impfstoffe ausreichend dagegen wirken.

17:24 Uhr | Impfallianz Gavi: Omikron ist Zeichen für ungerechte Impfstoff-Verteilung

Die neue Corona-Variante Omikron unterstreicht aus Sicht der globalen Impfallianz Gavi den Mangel an Impfdosen in vielen Teilen der Welt. Gavi-Chef Seth Berkley sagte, solange große Teile der Weltbevölkerung ungeimpft blieben, könne das Virus mutieren und sich so die Pandemie verlängern. "Wir werden die Entstehung von Varianten nur verhindern können, wenn wir alle Menschen auf der Welt schützen, und nicht nur die Reichen."

Auch Fachleute wie der Berliner Virologe Christian Drosten warnen seit längerem, dass sich weitere Mutationen bilden, je ungebremster das Virus sich ausbreiten kann. Eine Impfung bietet zwar keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Ansteckung, macht diese jedoch deutlich unwahrscheinlicher und schützt insbesondere vor schweren Krankheitsverläufen.

17:04 Uhr | Holetschek für schnelles Bund-Länder-Treffen

Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Ressortchef Klaus Holetschek, hat sich für ein schnelles Bund-Länder-Treffen ausgesprochen. Mit Blick auf die jüngsten Forderungen der Leopoldina sagte der CSU-Politiker, die Äußerungen des wissenschaftlichen Beratergremiums könnten nicht ignoriert werden. "Das ist ein Weckruf par excellence der Leopoldina", sagte Holetschek.

Bereits gestern waren angesichts der Corona-Lage Forderungen laut geworden, das Bund-Länder-Treffen vorzuziehen. Nach bisheriger Planung ist es für den 9. Dezember angesetzt. Die Infektionszahlen steigen aber weiterhin deutlich an. Fachleuten zufolge dauert es bis zu zwei Wochen, bis neue Maßnahmen sich auf das Infektionsgeschehen auswirken.

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16:48 Uhr | Steinmeier sagt Reise in Golfregion ab

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat seine dreitägige Reise in die Golfregion kurzfristig abgesagt. Nach Angaben des Bundespräsidialamts ist der Grund dafür die Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland. Ursprünglich wollte Steinmeier morgen in die Vereinigten Arabischen Emirate fliegen. Kommenden Mittwoch war ein Besuch in Katar geplant.

16:09 Uhr | Spahn: Booster nicht schon nach zwei Monaten

Gesundheitsminister Jens Spahn hat die Bundesbürger aufgefordert, nicht bereits zwei oder drei Monate nach der Zweitimpfung eine Auffrischung zu verlangen. Solche Anfragen seien eine zunehmende Belastung für die Arztpraxen. Auffrischimpfungen sollten etwa sechs Monate nach der Zweitimpfung erfolgen.

Zuletzt häufte sich die Kritik am Management rund um die Impfungen. Niedergelassene Ärzte beklagten, bereits vereinbarte Impftermine wegen verringerter Liefermengen wieder absagen zu müssen.

15:46 Uhr | Rathäuser in Aue und Bad Schlema bleiben ab Montag zu

Die Rathäuser in Aue und Bad Schlema im Erzgebirgskreis bleiben ab Montag weitgehend geschlossen. Grund ist laut Stadtverwaltung das dramatische Corona-Infektionsgeschehen. Zum Schutz der Mitarbeiter werde der Publikumsverkehr eingestellt. Alle Ämter seien zu den üblichen Zeiten telefonisch und elektronisch erreichbar.

Bundesweit hat der Erzgebirgskreis das höchste Infektionsgeschehen. Nach Daten des Risklayer-Projekts lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag bei 2.444 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

15:25 Uhr | Deutschland fehlen mindestens 35.000 Pflege-Fachkräfte

In Deutschland fehlen mindestens 35.000 Fachkräfte in der Pflege. Wie die "Welt am Sonntag" berichtet, zeigen das neue Berechnungen, die das Bundeswirtschaftsministerium beim Institut der deutschen Wirtschaft in Auftrag gegeben hatte. Seit 2011 sei die Zahl der offenen Stellen in der Kranken- und Altenpflege um knapp 40 Prozent gestiegen. Pflegehelfer seien hier nicht inbegriffen.

14:38 Uhr | Leopoldina für sofortige Kontaktbeschränkungen

Die Nationale Akademie der Wissenschaften, Leopoldina, fordert wegen der Zuspitzung der Corona-Lage ein sofortiges Gegensteuern. In einer Stellungnahme erklärten die Spitzenwissenschaftler, unumgänglich seien jetzt massive Kontaktbeschränkungen, auch für Geimpfte und Genesene. In allen öffentlichen Einrichtungen sollte eine FFP2-Maskenpflicht und konsequent 2G gelten. Hauptproblem sei aber die geringe Impfquote in Deutschland. Deshalb müssten mehr Berufsgruppen Impfungen verabreichen und die Impfzentren wieder umfassend geöffnet werden. Notwendig seien zudem eine schnelle Impfpflicht im Gesundheitsbereich und die Vorbereitung einer allgemeinen Impfpflicht.

Die Leopoldina sprach sich zugleich dafür aus, die Sondersituation von Kindern zu berücksichtigen. Deshalb sollten die Schulen mit einer konsequenten Maskenpflicht und dreimal wöchentlichen Testungen offengehalten werden. Zudem empfehlen die Wissenschaftler, Kinder ab fünf Jahren zu impfen.

13:45 Uhr | Südafrika kritisiert Reisebeschränkungen

Südafrika hat die von mehreren Staaten verhängten Verbote von Einreisen aus dem Land kritisiert. Das Außenministerium erklärte, die Maßnahme, die Tourismus und andere Wirtschaftszweige treffe, sei ungerechtfertigt. Südafrika werde für seine Aufklärungsarbeit bestraft. Die neue, nach dem griechischen Buchstaben Omikron benannte Variante des Coronavirus mit zahlreichen Mutationen war diese Woche erstmals in Südafrika festgestellt worden.

13:29 Uhr | Dahmen: Patienten-Verlegungen ins Ausland

Die bisherige Verlegung von Intensivpatienten in Deutschland könnte nach der Ansicht des Grünen-Gesundheitsexperten Janosch Dahmen wegen der regionalen Überlastung von Intensivstationen womöglich nicht ausreichen. Der "Welt am Sonntag" sagte Dahmen: "Anhand der Neuinfektionszahlen müssen wir davon ausgehen, dass Hunderte Intensivpatienten verlegt werden müssen" und dies dann möglicherweise auch in die näher liegenden EU-Nachbarstaaten.

13:20 Uhr | Niedergelassene Ärzte wollen mehr Biontech

Auch die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt hat jetzt kritisiert, dass weniger Biontech-Impfstoff zur Verfügung stehe als geplant. Wie die KVSA erklärte, werfen kurzfristige Änderungen auf Bundesebene die Impfaktion zurück. Praxen bekämen weniger als bestellt und könnten auch nicht nachbestellen. "Das muss dringend geändert werden", forderte Vorstandschef Jörg Böhme. Zuvor hatten auch Arztpraxen in Sachsen über gekürzte Lieferungen berichtet.

Zwar könne der gleichwertige mRNA-Impfstoff von Moderna ohne Begrenzung bestellt werden. Dieser habe in den Praxen bislang aber kaum eine Rolle gespielt. Deshalb steige der Beratungsbedarf. Das koste Zeit, die für das Impfen, Testen und die Behandlungen fehle. "Die Vertragsärzte und ihre Praxisteams impfen und testen derzeit im Akkord", sagte Böhme. Dies müsse durch mobile und stationäre Impfteams der Landkreise und Städte noch unterstützt werden.

13:00 Uhr | Unangemeldete Versammlung in Rudolstadt

In Rudolstadt haben gestern Abend etwa 200 Menschen gegen die derzeitigen Pandemie-Auflagen demonstriert. Die unangekündigte Versammlung sei konsequent durch die Polizei begleitet worden, sagte ein Sprecher heute Vormittag. Die Versammlung sei auf den Marktplatz von Rudolstadt begrenzt, und bei acht Personen seien Verstöße gegen die Corona-Auflagen festgestellt worden.

12:45 Uhr | Impfquote in medizinischen Berufen unklar

Das Bundesgesundheitsministerium hat nach eigenen Angaben keine Informationen, wie hoch die Impfquote in medizinischen Berufen ist. Das berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland heute unter Berufung auf die Antwort des Ministeriums zu einer Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Konstantin Kuhle.

12:30 Uhr | Impfprobleme in der Ukraine

Die Ukraine hat mit nur 23 Prozent eine der niedrigsten Impfquoten in Europa. Und während in den meisten Regionen nun ebenfalls 3G-ähnliche Regeln gelten, könnten viele Impfnachweise nach offiziellen Angaben auch noch gefälscht sein. Denis Trubetskoy aus Kiew:

12:00 Uhr | Kein Einfluss von mRNA-Impfstoffen auf Sperma

Nicht nur in Sachsen zögern viele Menschen, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Auch in den USA ist die Impfquote mit 58 Prozent zu niedrig, um die Pandemie wirklich unter Kontrolle zu bekommen. Eine Vermutung, die dort im Internet immer wieder geäußert wurde: Die mrRNA-Impfungen von Biontech/Pfizer und Moderna könnten irgendwie die männliche Fruchtbarkeit schädigen. US-Mediziner in Florida haben das nun untersucht – und Entwarnung gegeben.

11:55 Uhr | Mehr als 5,44 Millionen Corona-Tote

Weltweit haben sich bislang mehr als 260 Millionen Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergab eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten. Mehr als 5,44 Millionen Menschen weltweit starben demnach mit oder an dem Virus, das im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan erstmals nachgewiesen worden war.

11:45 Uhr | "Omikron"-Verdacht auch in Tschechien

Auch im Nachbarland Tschechien gibt es einen ersten Verdachtsfall einer Infektion mit der neuen "Omikron"-Variante des Coronavirus. Wie das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit mitteilt, ist eine Person betroffen, die sich in Namibia aufgehalten hat. Weitere Tests würden noch unternommen, hieß es von der Behörde.

10:59 Uhr | Zehn Prozent der Deutschen mit Booster-Impfung

In Deutschland haben mehr als zehn Prozent der Bevölkerung bereits eine Auffrischungsimpfung. Das entspreche 8,6 Millionen Dosen, teilte der amtierende Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) per Twitter mit. Allein in den vergangenen fünf Tagen habe es neben 2,7 Millionen Booster-Impfungen auch rund 450.000 Menschen in dieser Woche zu einer ersten Impfung entschlossen.

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10:46 Uhr | "Omikron"-Variante vermutlich schon hier

Die "Omikron" genannte neue Variante des Coronavirus ist nach Angaben des hessischen Sozialministers Kai Klose "mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit" in Deutschland angekommen, durch einen Reiserückkehrer aus Südafrika. Das teilte der Grünen-Politiker heute auf Twitter mit. Der sichere Nachweis stehe aber noch aus.

Die zuerst im südlichen Afrika nachgewiesene Variante des Coronavirus mit dem numerischen Namen B.1.1.529 wurde von der Weltgesundheitsorganisation als "besorgniserregend" eingestuft. Welche genauen Auswirkungen sie haben könnte, ist allerdings noch nicht geklärt. Das kann laut WHO noch Wochen dauern.

09:55 Uhr | Grüne erwarteten Nachschärfung

Wegen der "Notlage" in der vierten Pandemie-Welle erwarten die Grünen noch eine Nachschärfung des Infektionsschutzgesetzes. "Es war und ist völlig klar, dass die beschlossenen Änderungen im Infektionsschutzgesetz allenfalls ein erster Schritt sein können", erklärte der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen der "Rheinischen Post". Die Lage sei noch nicht unter Kontrolle.

Für besonders betroffene Regionen müssten jetzt "noch flächendeckendere und weitreichende Maßnahmen beschlossen werden", sagte Dahmen dazu weiter. Dabei plädierte er für regionale Anpassungen. Die Situation etwa in Schleswig-Holstein müsse von der in Bayern unterschieden werden.

09:40 Uhr | Tschechien: Erster Rückgang der Fallzahlen

In Tschechien haben die Gesundheitsbehörden jetzt 20.315 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gezählt. Das ist der erste Rückgang im Wochenvergleich seit zwei Monaten. Vor einer Woche war in dem Land mit rund 10,7 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern noch 22.957 Neuinfektionen registriert worden, einer der höchsten Infektionsraten weltweit. Seit Freitag sind nun Bars und Clubs geschlossen, Weihnachtsmärkte verboten. Auch in Tschechien sind die Krankenhäuser überlastet.

09:37 Uhr | Niederlande: Positiv getestete Flugreisende

In den Niederlanden sind 61 Flugpassagiere aus Südafrika positiv auf das Coronavirus getestet worden, bei der Ankunft am Flughafen in Amsterdam. Wie die niederländische Gesundheitsbehörde GGD mitteilte, kamen die Passagiere mit zwei Flügen aus Südafrika. Sie seien in einem Quarantänehotel nahe dem Flughafen untergebracht worden. Es werde nun untersucht, ob sie die neue Virusvariante B.1.1.529 mitgebracht haben. Davon abgesehen gilt ab morgen im ganzen Land ein am Abend beginnender nächtlicher Lockdown.

09:25 Uhr | Intensivpatienten aus Sachsen verlegt

Ein Intensivpatient aus Sachsen ist am späten Freitagabend nach Mecklenburg-Vorpommern verlegt worden. Der 45 Jahre alte Mann sei in der Nacht unter Beatmung per Hubschrauber angekommen, teilte die Universitätsmedizin Greifswald heute Morgen mit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Schwerin wurden dieses Wochenende insgesamt vier Intensivpatienten aus überlasteten Kliniken in Sachsen erwartet, zwei weitere in der Universitätsklinik Rostock und einer noch in den Helios-Kliniken Schwerin.

08:53 Uhr | Sächsische Kultur vom Lockdown überrascht

Für sächsische Kulturschaffende ist der Lockdown in der Kultur überraschend gekommen. Die Leiterin des Leipziger Lofft-Theaters Anne-Cathrin Lessel sagte MDR AKTUELL, sie habe mit 2G oder 2G+ gerechnet, nicht aber mit einem weiteren Lockdown. Der Generalintendant der Chemnitzer Bühnen, Christoph Dittrich, hofft jetzt noch, dass es am 13. Dezember weitergehe. Für die Bühnen sei die Vorweihnachtszeit die besucherstärkste Zeit des Jahres.

08:43 Uhr | Handel für Impfpflicht - Brief an Kanzlerin

Der deutsche Einzelhandel spricht sich für eine Impfpflicht aus. In einem Brief an die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) schreibt der Handelsverband HDE, angesichts der einschränkenden Maßnahmen für Gesellschaft und Wirtschaft brauche es jetzt eine Impfpflicht. Zugleich hoffte der Handel auf ein gutes Geschäft am ersten Adventswochenende. Der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte, man sei optimistisch, trotz vielerorts geschlossener Weihnachtsmärkte und der in manchen Bundesländern gültigen 2G- oder 3G-Einschränkungen. Für viele Unternehmen gehe es darum, ein schwieriges Jahr jetzt doch noch einigermaßen zu retten.

08:30 Uhr | Ausgangssperren für Ungeimpfte in Sachsen

In Sachsen gilt seit heute in allen zehn Landkreisen eine nächtliche Ausgangssperre für nicht geimpfte und nicht genesene Bürger. Als letzter hatte gestern der Kreis Görlitz angekündigt, dass ab heute die sogenannte Hotspot-Regel greife. Hintergrund ist die seit Montag geltende Pandemie-Notfallverordnung. Danach dürfen Ungeimpfte bei Coronavirus-Inzidenzen über 1.000 von 22:00 bis 06:00 Uhr ihre Wohnungen nur noch aus bestimmten Gründen verlassen. Nur in den Städten Chemnitz, Dresden und Leipzig gilt das noch nicht.

08:01 Uhr | Hohe Inzidenzen auch im Harz

Während im sächsischen Erzgebirgskreis die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner am Freitag schon die Marke von 2.000 Fällen überschritten hat, ist die 1.000er-Marke nun auch in zwei Landkreisen in Sachsen-Anhalt gerissen worden – im Harz und im Landkreis Mansfeld-Südharz. Laut Landratsamt in Halberstadt gilt ab heute im ganzen Landkreis Harz für weite Teile des öffentlichen Lebens die 2G+-Regel: Zutritt hat also nur noch, wer geimpft oder genesen und zudem negativ getest ist.

07:55 Uhr | Weniger neue Fälle in den USA als in Deutschland

In den USA haben die Gesundheitsbehörden laut einer Reuters-Zählung mindestens 54.175 Sars-Cov-2-Neuinfektionen innerhalb eines Tages gezählt. Das sind aktuell weniger als in Deutschland, wo das Robert Koch-Institut am Freitag 76.414 neue Fälle meldete.

Fälle der in Südafrika entdeckten neuen und mutierten Sars-Cov-2-Variante sind in den USA bisher nicht festgestellt worden. Das teilte das US-Zentrum für Seuchenkontrolle und -prävention (CDC) mit.

07:20 Uhr | Brinkhaus: Vorziehen der Weihnachtsferien

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) dringt auf weitere rasche Maßnahmen, um die vierte Pandemie-Welle zu brechen. Die "Welt am Sonntag" zitiert ihn mit den Worten: "Sollte sich die Lage noch verschlimmern, muss meines Erachtens auch darüber nachgedacht werden, die Weihnachtsferien überall ein bis zwei Wochen früher beginnen zu lassen, um die Kontakte zum Beispiel in den Schulen zu reduzieren." Notfalls müsse es auch einen Teil-Lockdown geben: "Die Bundestagsfraktion der Union ist jedenfalls bereit, für zusätzliche Maßnahmen innerhalb von 24 Stunden zu einer Sondersitzung des Bundestags nach Berlin zu kommen."

07:00 Uhr | Hohe Nachfrage nach Testkits

Seit Mittwoch gilt 3G am Arbeitsplatz. Wer nicht geimpft oder genesen ist, muss einen gültigen Testnachweis erbringen. Einige Arbeitgeber bieten ihren Angestellten das Testen an. Die Nachfrage nach Testkits explodiert. Unternehmen befürchten Engpässe. 

06:43 Uhr | EU-Gesundheitsbehörde besorgt

Auch die EU-Gesundheitsbehörde ist wegen der neuen Coronavirus-Variante Omikron besorgt. Nach Angaben der Behörde könnten die Impfstoffe weniger wirkam gegen die im südlichen Afrika entdeckte Variante sein und das Risiko neuer Infektionen erhöhen. Zuvor hatte auch die Weltgesundheitsorganisation WHO die Omikron-Variante als besorgniserregend eingestuft. Deutschland und mehrere weitere EU-Länder sowie die USA verhängten bereits Beschränkungen für Reisende aus dem südlichen Afrika. Das Robert Koch-Institut stufte jetzt Südafrika, Namibia, Simbabwe, Botswana, Mosambik, Lesotho, Eswatini und Malawi als Virusvariantengebiete ein.

06:10 Uhr | Weltärztebund: Weihnachtsmärkte verbieten

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, hat eine strikte Reduzierung der Kontakte gefordert, um den Anstieg der Zahl von Coronavirus-Infektionen zu bremsen. In den Zeitungen den Funke-Mediengruppe sprach sich Montgomery dafür aus, die Weihnachtsmärkte bundesweit zu schließen. Es bringe nichts, sie in einer Region zu verbieten, wenn Leute dann die Märkte in anderen Regionen besuchten. Die Länder und die Kommunen sollten zudem größere Feiern und Feuerwerk zu Silvester verbieten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 27. November 2021

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

INFORMATIONEN ZU REGELN UND IMPFUNG

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Dieses Thema im Programm:MDR AKTUELL RADIO | 27. November 2021 | 06:00 Uhr

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