Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Bundesweite Inzidenz steigt auf 86 – Mitteldeutschland weiter unter Bundesdurchschnitt

Die bundesweite Inzidenz liegt bei 86 – die mitteldeutschen Länder liegen immer noch unter dem Bundesdurchschnitt. In Mitteldeutschland werden heute 80.000 Kinder eingeschult. Die Feiern dazu dürfen unter Corona-Auflagen stattfinden. Veranstalter der Weihnachtsmärkte sehen optimisch in die diesjährige Saison. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie lesen Sie hier im Ticker.

Passanten gehen an einem Corona-Testzentrum vorbei
Die bundesweite 7-Tage-Inzidenz steigt weiter – in Mitteldeutschland ist die Lage aber noch vergleichweise entspannt. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 4. September 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:10 Uhr | 127. Kieler Woche eröffnet

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat die 127. Kieler Woche eröffnet. Wegen der Corona-Pandemie fällt die älteste deutsche Regattawoche deutlich kleiner aus als sonst üblich: Es gibt weder große Bühnen noch Flanierbereiche. Der Schwerpunkt liegt diesmal den Angaben zufolge ganz auf dem maritimen Programm. Zu den Segelregatten sind rund 900 Boote gemeldet. Höhepunkt der Kieler Woche ist am 11. September die Windjammerparade mit mehr als 120 Schiffen.

21:03 Uhr | Thüringen: Mann greift Mitarbeiter in Corona-Impfzentrum an

Im Impfzentrum in den Gera-Arcaden ist es am Samstag zu einer heftigen Rangelei gekommen. Wie die Polizei mitteilte, war ein Mann vorbeigekommen und gab an, sich impfen lassen zu wollen. Nachdem der Arzt ihm die Bestätigung in den Impfpass geklebt und ihn aufgeklärt hatte, überlegte es sich der 44-Jährige jedoch anders. Er nahm den Impfausweis und flüchtete. Den Angaben nach versuchten zwei Sanitäter, ihn aufzuhalten. Dabei kam es bis in die Flure des Einkaufszentrums zur Rangelei, schließlich fielen ein Sanitäter und der 44-Jährige eine Rolltreppe hinunter. Beide wurden verletzt. Die Polizei stellte den Flüchtigen in einem Parkhaus. Die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen sprach von einem Angriff auf das mobile Impfteam. Nach ihrer Darstellung schlug der Mann auf die Mitarbeiter ein. Gesundheitsministerin Heike Werner, sagte, sie verurteile diese Tat aufs Schärfste.

20:19 Uhr | Erneut Massenproteste in Frankreich gegen Corona-Politik

In Frankreich haben am achten Wochenende in Folge wieder Zehntausende Menschen gegen die verschärften Corona-Regeln demonstriert. Landesweit wurde am Samstag zu 200 Protestzügen aufgerufen. Das französische Innenministerium ging für diesen Samstag nach eigenen Angaben von bis zu 170.000 Teilnehmern im ganzen Land aus. Im Juli und August waren an mehreren Samstagen jeweils mehr als 200.000 Menschen auf die Straße gegangen.

Die quer durch das Land organisierten Demonstrationen richteten sich gegen den von Präsident Emmanuel Macron und der Regierung verlangten Gesundheitspass. Mit dem müssen die Franzosen eine Impfung, eine Genesung oder einen negativem Test nachweisen. Außerdem richten sich die Proteste gegen die Impfpflicht bestimmter Berufsgruppen, darunter Beschäftigte im Gesundheitswesen. Der in der landesweiten Corona-App speicherbare Gesundheitspass wird mittlerweile unter anderem zum Besuch von Museen, Schauspielhäusern, Kinos, Cafés und Restaurants sowie bei Reisen per Fernzug oder Flugzeug verlangt.

18:55 Uhr | Neuseeland meldet ersten Corona-Todesfall in sechs Monaten

Erstmals seit mehr als sechs Monaten ist in Neuseeland ein Todesfall nach einer Infektion mit dem Coronavirus gemeldet worden. In einem Krankenhaus in Auckland sei eine um die 90 Jahre alte Frau gestorben, teilte das Gesundheitsministerium mit. Sie litt demnach noch an anderen Erkrankungen. Zuletzt hatte es in Neuseeland Mitte Februar einen Corona-Toten gegeben. Bisher wurden seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 27 Todesfälle nach einer Corona-Ansteckung registriert.

In Neuseeland gelten wegen des jüngsten Corona-Ausbruchs mit nunmehr 782 Fällen strenge Einschränkungen. In der Millionenmetropole Auckland selbst gilt ein strikter Lockdown, nur wesentliche Geschäfte wie Supermärkte und Apotheken dürfen öffnen. Die anfangs sehr schleppend verlaufende Impfkampagne schreitet derweil langsam voran: Mittlerweile sind fast 1,3 von fünf Millionen Neuseeländern vollständig geimpft.

16:58 Uhr | Politiker fordern strengere Corona-Maßnahmen ab Herbst

Angesichts wieder steigender Infektionszahlen haben mehrere Politiker striktere Corona-Maßnahmen ab Herbst gefordert. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sagte dem Portal "Business Insider", wenn die Zahlen weiter so stiegen, müsse man vermehrt 2G einführen. Nur so sei es möglich, die Infektionskurve zu senken. Einen weiteren Lockdown hält Lauterbach nach eigener Aussage aber nicht für notwendig.

Auch der Grünen-Gesundheitspolitiker Janosch Dahmen sagte dem Portal, angesichts der steigenden Zahl an Patienten in den Kliniken und auf den Intensivstationen seien "flächendeckend 2G-Maßnahmen" nötig, um die Fallzahlen und die Hospitalisierungsrate zu drücken. Das wäre indes vermeidbar gewesen, wenn im Sommer die 3G-Regeln konsequent umgesetzt worden wären, fuhr er fort.

14:48 Uhr | Corona-Leugner stürmten slowenisches Staatsfernsehen

In Sloweniens Hauptstadt Ljubljana ist eine Gruppe von Corona-Leugnern und Impfgegnern in das Gebäude des Staatsfernsehens eingedrungen. Wie der Sender mitteilte, forderten sie, dass man ihre Meinung zu diesem Thema darstellt. Die Polizei beendete nach Agenturberichten den Angriff umgehend und nahm 20 Eindringlinge im Nachrichtenstudio des Senders fest.

Fernsehintendant Andrej Grah Whatmough bezeichnete den Vorfall als "schlimmen Angriff auf unser Medienunternehmen" und kündigte erhöhte Sicherheitsmaßnahmen an. Seit vier Monaten protestieren immer wieder Corona-Leugner vor dem Fernsehgebäude und belästigen dort dessen Angestellte. In Slowenien betrug die Inzidenz der Corona-Neuansteckungen in den letzten 14 Tagen 257 pro 100 000 Einwohner. 50,8 Prozent der Slowenen haben den vollen Impfschutz.

13:50 Uhr | 61 Prozent der Deutschen vollständig geimpft

Mehr als 61 Prozent der Menschen in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das teilte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn auf Twitter mit. Demnach haben mehr als 54 Millionen Menschen (ca. 66 Prozent) eine Erstimpfung erhalten. Fast 51 Millionen Menschen haben den vollen Impfschutz, für den es meist eine zweite Spritze braucht.

In Deutschland macht sich allerdings zusehends eine Corona-Impfmüdigkeit breit. Hauptgrund ist aus Sicht des Virologens Christian Drosten eine gewisse Gleichgültigkeit in der Bevölkerung. Das sagte er im Corona-Podcast des NDR. Deutschland werde deshalb im Herbst mit Sicherheit wieder Kontaktbegrenzungen brauchen. Gelassen in den Herbst zu gehen, sei eine gewagte Vorstellung.

13:30 Uhr | "50 Millionen Versuchskaninchen" bescheren Scholz Ärger

CDU-Politiker haben SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz scharf dafür kritisiert, dass er Corona-Geimpfte als Versuchskaninchen bezeichnet hat. Scholz hatte auf Wahlkampfveranstaltungen von 50 Millionen Versuchskaninchen in Deutschland gesprochen und sich selbst dazu gezählt. Zugleich betonte er in einem Appell an bislang Ungeimpfte, dass es gut ausgegangen sei.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn warf Scholz vor, er habe damit eine Steilvorlage für diejenigen geliefert, die mit Halb- und Unwahrheiten Vertrauen untergraben wollten. Auch CDU-Vorsitzender Armin Laschet bezeichnete die Wortwohl des SPD-Politikers als unverantwortlich. Die Corona-Impfstoffe seien vor der Zulassung sorgsam untersucht worden.

13:10 Uhr | Italiens Staatschef lobt EU für Vorgehen in Pandemie

Der italienische Staatspräsident Sergio Mattarella hat die EU für ihr Vorgehen in der Corona-Krise gelobt. "Die Europäische Union hat im Kampf gegen die Pandemie und die wirtschaftlichen wie sozialen Folgen gezeigt, dass sie effizient und schnell reagieren kann", schrieb der 80-Jährige in einem Grußwort an die Teilnehmenden einer internationalen Konferenz am Comer See.

Die EU habe sowohl bei den Impfkampagnen gegen das Virus als auch den sozialen Maßnahmen und den wirtschaftlichen Hilfen gezeigt, dass sie als kontinentale Gemeinschaft erfolgreich sei, meinte Mattarella. Das Staatsoberhaupt zog damit ein anderes Fazit als viele Kritiker des Vorgehens der Staatengemeinschaft in den vergangenen Monaten. Selbst EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im Februar etliche Fehler eingeräumt, etwa bei der Organisation des Impfstoffs.

11:11 Uhr | Lehrerverband: 3G-Regel an Schulen statt Impfauskunftspflicht

Der Deutsche Lehrerverband lehnt eine Impfauskunftspflicht ab und spricht sich für die Einführung einer konsequenten 3G-Regel an den Schulen aus. Auf diese Weise lasse sich das Ziel eines hohen Gesundheitsschutzes im Schulbereich genauso erreichen wie mit der umstrittenen Impfauskunftspflicht, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wir lehnen eine Impfauskunftspflicht ab, weil wir glauben, dass ein derart tiefer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen auch im Schulbereich nicht gerechtfertigt ist."

Nach der 3G-Regel bleibe es den Betroffenen überlassen, ob sie einen Impf- oder Genesungsnachweis vorlegen oder eine Testung machen. Die 3G-Regel könne gelten, solange nicht alle Mitglieder der Schulfamilie ein Impfangebot erhalten haben und wahrnehmen konnten, was derzeit unter anderem noch für sämtliche jüngeren Kinder der Fall sei, sagte Meidinger.

10:30 Uhr | Intensivmediziner befürchten mehr Intensivpatienten im Herbst

Intensivmediziner rechnen damit, dass im Oktober und November die Zahl der Intensivpatienten wieder deutlich steigt. Das sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensiv- und Notfallmedizin, Christian Karagiannidis, der Augsburger Allgemeinen. Der Schlüssel sei die Impfquote.

Schon ein Anstieg der Quote um zehn Prozentpunkte würde Karagiannidis zufolge einen deutlichen Unterschied machen. Bei einer Impfquote von 80 Prozent seien doppelt so viele Menschen gefährdet wie bei einer Impfquote von 90 Prozent. Bei einer Impfquote von 70 Prozent sei die Zahl dreimal so hoch. In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts rund 61 Prozent der Menschen vollständig geimpft.

09:47 Uhr | Spahn verteidigt Auffrischungsimpfung für Senioren

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Vorgehen von Bund und Ländern verteidigt, noch vor einer offiziellen Empfehlung der Ständigen Impfkommission Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte gegen Covid-19 anzubieten. "Dass wir jetzt mit den Booster-Impfungen begonnen haben, ist vorausschauendes, vorsorgliches Handeln. Damit schützen wir Menschenleben", sagte Spahn dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Es gebe bereits viele Studien, die eindeutig belegten, dass Booster-Impfungen für Hochbetagte, Pflegebedürftige und Menschen mit bestimmten Immunerkrankungen sinnvoll seien, argumentierte Spahn. "Wir haben genug Impfstoff, um mit Booster-Impfungen für mehr Schutz zu sorgen. Also sollten wir auch handeln."

09:16 Uhr | Wie passen hohe Inzidenz und hohe Impfquote zusammen?

Wieso sind die Inzidenzen in manchen Regionen mit einer hohen Impfquote besonders hoch? Reagieren auch Geimpfte beim PCR-Test positiv? Und: Ist eine Impfung nach zwei durchgemachten Infektionen überflüssig? Mehr Informationen zu diesen Themen hören Sie im MDR AKTUELL Podcast "Kekulés Corona-Kompass"

08:50 Uhr | Kein einziger positiver Test beim Deutschen Behindertensportverband in Tokio

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) hat einen Tag vor der Schlussfeier der Paralympics in Tokio noch keinen positiven Corona-Test in seinem 275 Personen umfassenden Team zu beklagen. Das erklärte DBS-Vizepräsident Karl Quade am Samstag: "Das ist der großen Disziplin aller zu verdanken."

Zu den 134 Athleten kam noch mal mehr als dieselbe Zahl an Teammitgliedern. Viele Athleten und Betreuer haben Tokio schon verlassen, da sie angehalten wurden, zwei Tage nach dem letzten Wettkampf abzureisen.

08:25 Uhr | USA: Vorerst nur Biontech-Impfstoff bei Booster-Impfungen

Bei einer von der US-Regierung für September geplanten Kampagne für Auffrischungsimpfungen könnte einem Insider zufolge zunächst ausschließlich der Impfstoff von Pfizer/Biontech zum Einsatz kommen.

US-Rivalen der beiden Pharmakonzerne seien dafür mit ihren Zulassungsanträgen noch nicht weit genug, sagt eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Johnson & Johnson habe noch gar keine Genehmigung beantragt, Moderna erst am Freitag letzte Daten eingereicht. Ursprünglich war in den USA geplant, ab 20. September 100 Millionen Auffrischungsimpfungen zu verabreichen. Die Kampagne startet nun in kleinerem Umfang.

07:45 Uhr | Laschet geht Auskunftspflicht zum Impfstatus nicht weit genug

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hält den Kompromiss zur Abfrage des Impfstatus für unzureichend. Der CDU-Vorsitzende sagte den Funke-Medien, aus Gründen der Betriebssicherheit sollte es Arbeitgebern erlaubt sein, sich nach Impfungen in der Belegschaft zu erkundigen. Leider sei das im Bund mit der SPD für alle Unternehmen nicht zu machen.

Union und SPD hatten sich zuvor darauf geeinigt, dass Arbeitgeber in Kitas, Schulen und Pflegeheimen künftig von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Auskunft über eine Impfung oder eine überstandene Covid-Erkrankung verlangen können.

07:25 Uhr | Corona-Auflagen für Schuleinführungen in Mitteldeutschland

In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen werden heute fast 80.000 Kinder eingeschult. Die Einschulung ist oft mit Feiern verbunden, die dieses Jahr auch unter bestimmten Auflagen stattfinden können.

Einschulungfeiern sind in Sachsen unter Einhaltung der Hygienebestimmungen möglich. Nach Sachsens aktueller Corona-Verordnung können Eltern, Großeltern und Angehörige gemeinsam mit ihrem Schulanfänger feiern.

Auch in Sachsen-Anhalt kann die Einschulung gefeiert werden. Dafür hat das Bundesland "fachkundig organisierte" Feiern in geschlossenen Räumen mit bis zu 500 Personen extra ab dem 29. August erlaubt. In Thüringen können zu den Feiern zum Schulanfang auch Gäste kommen, wenn dabei die aktuellen Corona-Regeln eingehalten werden.

07:05 Uhr | Bundesweite Inzidenz steigt auf 86

In Deutschland ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 86 neue Corona-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und Einwohnerinnen gestiegen. Das geht aus Daten des Risklayer-Projekts am Karlsruher Institut für Technologie hervor. Eine Woche zuvor lag der Wert noch bei 74.

Die mitteldeutschen Länder liegen immer noch weit unter dem Bundesdurchschnitt. Sachsen-Anhalt steht derzeit mit einer 7-Tage-Inzidenz von 24 bundesweit am besten da. In Sachsen liegt die Inzidenz bei 29 und in Thüringen ist sie leicht gestiegen auf 30 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

06:56 Uhr | Urteil: Arbeitnehmer dürfen aus Homeoffice zurückbeordert werden

Darf mich mein Arbeitgeber zwingen, vom Homeoffice nun Tag für Tag wieder ins Büro zu kommen? Ja, hat das Landesarbeitsgericht München im Fall eines Grafikers entschieden. Arbeitgeber dürfen Angestellte anweisen, trotz andauernder Corona-Pandemie aus dem Homeoffice zurück ins Büro zu kommen. Dabei müssen aber zwingende betriebliche Gründe der Arbeit in der Wohnung entgegenstehen.

06:45 Uhr | Weihnachtsmarkt-Veranstaltende für diese Saison optimistisch

Bislang sieht es so aus, als wären Glühweintrinken und Bummel in diesem Winter wieder möglich: Knapp drei Monate vor Beginn der Weihnachtsmarktsaison planen viele Veranstaltende mit mehr Platz für Besucherinnen und Besucher sowie mit 3G-Kontrollen.

In Nürnberg beispielsweise gibt man sich optimistisch und plant bereits seit Jahresbeginn für den weltberühmten Christkindelmarkt. Der Markt werde 2021 sicher anders aussehen als vor Corona, sagte ein Sprecher der Stadt. Dort werde mit einem "Einbahnstraßen-System" geplant. 2020 war der Christkindelmarkt wegen steigender Corona-Zahlen abgesagt worden.

Auch der berühmte Striezelmarkt in Dresden musste 2020 abgesagt werden. Wie die Lage dieses Jahr aussehe, lasse sich aber nicht konkret sagen, meint der Amtsleiter Wirtschaftsförderung in Dresden, Robert Franke. "Wie Infektionsgeschehen und die entsprechenden gesetzlichen Regelungen das Marktgeschehen beeinflussen werden, lässt sich noch nicht seriös beurteilen."

06:25 Uhr | Praxisärzte werben verstärkt für Impfungen im Herbst

Die Praxisärzte werben für mehr Corona-Impfungen im Herbst. Es gehe vor allem darum, die noch Unentschlossenen zu erreichen, sagte der Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur. "Hier sollte der Hauptfokus der Anstrengungen liegen, noch vor den Auffrischimpfungen."

Erlaubt sei alles, was helfe, betonte Gassen. So seien niederschwellige Impfangebote ohne Terminvereinbarungen gute Beispiele für sinnvolle Maßnahmen. "Wir müssen Vertrauen in die Impfung erreichen und sie nicht mit Zwang durchsetzen wollen." Das Impf-Tempo in Deutschland war zuletzt stark zurückgegangen.

Gassen betonte auch: "Die Corona-Schutzimpfung ist sicher. Das müsste bei den meisten mittlerweile angekommen sein. Und wer das als Erwachsener nicht verstehen will, muss eben mit einer Infektion und schweren Erkrankung rechnen. Genau das muss den Menschen klar sein."

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 4. September 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie hier in unserem Ticker über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten:

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | MDR AKTUELL RADIO | 04. September 2021 | 06:00 Uhr

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