Coronavirus-Pandemie Ticker: Spahn - im Januar alle Heimbewohner geimpft

Bundesgesundheitsminister Spahn hat zugesichert, dass bis Ende Januar alle Pflegeheim-Bewohner geimpft werden können. Die Kritik an der Impfstrategie reißt dagegen nicht ab. Die Länder wollen offenbar den Lockdown verlängern. Unterdessen sieht der Einzelhandelsverband Deutschland bis zu 50.000 Geschäfte bedroht. Sachsen bleibt weiterhin das Bundesland mit der höchsten Inzidenz. Die aktuellen Entwicklungen zur Pandemie im Ticker.

Eine Seniorin wird gegen Corona geimpft
Bis Ende Januar sollen alle Bewohner von Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft sein. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zugesichert. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Sonnabend, 2. Januar 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:15 Uhr | Länder für Lockdown-Verlängerung

Die Bundesländer sind sich offenbar einig, dass der Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie verlängert werden muss. Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet, haben sich die Chefs der Staatskanzleien aber nicht auf die Dauer verständigen können. Dem Bericht nach werden Verlängerungen von zwei oder drei Wochen diskutiert. Vor allem besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene Länder wie Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg oder Bayern plädierten demnach für die längere Frist bis zum 31. Januar. Bremen, Hamburg und Hessen hätten sich hingegen dafür ausgesprochen, die Maßnahmen zunächst für zwei Wochen zu verlängern. Bund und Länder wollen am Dienstag über das weitere Vorgehen beraten.

20:30 Uhr | Spanische Polizei löst große Rave-Party auf

In Spanien hat die Polizei eine große Rave-Party aufgelöst. Berichten zufolge hatten trotz Ausgangssperre Hunderte Menschen in einer Lagerhalle in der Nähe von Barcelona gefeiert. Die meisten Teilnehmer sollen aus dem Ausland gekommen sein. Medienberichten zufolge löste die Polizei die Massenfeier erst 36 Stunden nach den ersten Anrufen besorgter Anwohner auf. Die Regionalregierung kündigte eine Untersuchung an, warum erst so spät reagiert wurde. Die drei bereits festgenommenen Organisatoren der Feier müssen nach Polizeiangaben mit Strafen von bis zu 600.000 Euro rechnen. Den Partygästen drohen demnach Geldstrafen von mindestens 3.000 Euro.

19:45 Uhr | Kostenlose Taxifahrt für Ältere zum Impfzentrum

Wartende Taxis
In Berlin Tretow wird älteren Menschen das Taxi zum Impfzentrum bezahlt. Bildrechte: imago images / Emmanuele Contini

Im Berliner Stadtteil Treptow können alle über 90-Jährigen kostenlos mit dem Taxi zum Impf-Zentrum fahren. Das teilte eine Sprecherin der Impf-Zentren mit. Die Hin- und Rückfahrten würden über das Deutsche Rote Kreuz abgerechnet. Die Corona-Impfungen sollen am Montag in der Arena-Halle wieder aufgenommen werden.

18:55 Uhr | Anträge auf Entschädigung in Thüringen nur digital

In Thüringen werden Anträge auf Entschädigung für Corona-Einschränkungen nur noch in digitaler Form entgegengenommen. Das teilte das Thüringer Landesverwaltungsamt mit. Es erklärte, das Online-Verfahren sei vereinfacht worden. Es seien jetzt auch Sammelanträge möglich. Erforderliche Nachweise könnten direkt hochgeladen werden. Bei den Entschädigungsleistungen geht es unter anderem um Verdienstausfall bei Quarantäne, Geschäftsschließungen oder andere berufliche Einschränkungen oder für notwendige Kinderbetreuung bei Schul- und Kita-Schließungen.

Arbeitnehmer erhalten die Entschädigung in den ersten sechs Wochen als Lohnfortzahlung direkt von ihrem Arbeitgeber. Ab der siebten Woche müssen sie selbst einen Antrag bei der Behörde stellen, um weiterhin eine Entschädigung zu erhalten. Arbeitgeber und Selbstständige können die Erstattungen selbst beantragen.

17:59 Uhr | Spahn: Im Januar alle Heimbewohner geimpft

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn verspricht, dass im Laufe des Januars alle Bewohner von Pflegeheimen geimpft werden können. Spahn sagte bei "RTL Aktuell", dieses Ziel wolle und werde der Bund mit den Ländern erreichen. Es mache einen entscheidenden Unterschied im Pandemieverlauf, wenn das gelinge. In den Pflegeheimen schlage das Virus besonders brutal zu.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mit Maske
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn ist für einen längeren Lockdown. Bildrechte: imago images/photothek

Spahn verteidigte erneut das Tempo bei den Impfungen in Deutschland gegen Kritik. Bis Ende Januar würde genau die Menge Impfstoff ausgeliefert, die er seit Wochen mit dem Hinweis angekündigt habe, dass es am Anfang knapp sein werde.

Spahn sprach sich zudem dafür aus, den Lockdown zu verlängern und auch Schulen und Kitas nicht zu öffnen. Er sagte, angesichts der immer noch zu hohen Zahlen sei es notwendig, die Maßnahmen zu verlängern.

17:20 Uhr | Italien verschiebt Neustart der Ski-Saison

Italien verschiebt die Wiedereröffnung seiner Ski-Pisten. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums sollen die Skilifte statt am 7. Januar erst am 18. Januar wieder anlaufen. Die Pisten waren über Weihnachten und Neujahr geschlossen worden, um eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Italien hat sich seit Mitte November zwar auf etwa über 20.000 halbiert. Allerdings sterben täglich immer noch Hunderte Menschen an de Folgen einer Corona-Infektion.

17:07 Uhr | Leopoldina-Mitglied kritisiert Impfstrategie der Bundesregierung

Ein Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hat der Bundesregierung im Zusammenhang mit der Impfstrategie grobes Versagen vorgeworfen. Die Neurologin Frauke Zipp erklärte in der Zeitung "Welt", sie frage sich, warum man im Sommer nicht viel mehr Impfstoff auf Risiko bestellt habe. Nach ihrem Kenntnisstand habe das Unternehmen Biontech damals wesentlich mehr Impfdosen angeboten. Laut Zipp könnten mit genügend Impfstoff 60 Prozent der Bevölkerung in zwei bis drei Monaten immunisiert werden.

16:25 Uhr | Testpflicht für Altenheim-Besucher im Unstrut-Hainich-Kreis

Corona-Schnelltest durch DRK in Bad Langensalza
Bildrechte: MDR/Claudia Götze

Als erster Kreis in Thüringen führt der Unstrut-Hainich-Kreis eine Corona-Testpflicht für die Besucher von Alten- und Pflegeheimen ein. Ab Sonntag müssen sich nach Angaben des Kreises Besucher von Alten- und Pflegeheimen sowie Wohnanlagen für Menschen mit Behinderung einem Schnelltest unterziehen. Sie dürfen nur bei negativem Ergebnis eintreten. Maskenpflicht und andere Corona-Regeln gelten in den Heimen weiter.

Thüringens Gesundheitsministerium hatte eine solche verbindliche Testpflicht landesweit angekündigt. Sie soll aber erst in die nächste Corona-Sondervorordnung des Landes aufgenommen werden, die voraussichtlich am 10. Januar in Kraft tritt.

15:35 Uhr | Verschärfte Ausgangssperre in Frankreich in Kraft

In Frankreich ist eine verschärfte nächtliche Ausgangssperre in Kraft getreten. Danach wird in besonders vom Coronavirus betroffenen Gebieten die nationale Ausgangssperre von 20 auf 18 Uhr vorverlegt. Derzeit gilt sie in 15 Regionen mit rund sechs Millionen Franzosen.

Im Westen Frankreichs löste sich eine illegale Silvesterparty mit rund 2.500 Teilnehmern langsam auf. Aus der betroffenen Kommune in der Bretagne hieß es, die Polizei sei nicht eingeschritten. Innenminister Gérald Darmanin twitterte, jeder Teilnehmer der Rave-Party werde beim Verlassen des Geländes kontrolliert. Es seien über 1.200 Geldstrafen verhängt worden. Die illegale Silvesterfeier hatte trotz Corona-Auflagen und Ausgangssperre am Silvesterabend begonnen. Beim Versuch, die Party zu beenden, war es zu gewalttätigen Übergriffen auf Polizisten gekommen.

14:58 Uhr | Indien gibt Astra-Zeneca-Impfstoff frei

Indien hat den Corona-Impfstoff von Astra Zeneca und der Universität Oxford per Notfallzulassung freigegeben. Die Regierung bestätigte, dass es der erste Impfstoff ist, der in dem Land eingesetzt werden darf. Mindestens drei weitere Impfstoffe warteten noch auf die Zulassung. In Indien sollen in den ersten sechs bis acht Monaten 300 Millionen Menschen das Vakzin erhalten. Das Land ist mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern nach China das bevölkerungsreichste Land der Welt. In Indien sind über zehn Millionen Coronafälle nachgewiesen. Das ist weltweit der zweithöchste Wert nach den USA. Kurz vor dem Jahreswechsel hatte Großbritannien als erstes den Astra-Zeneca-Impfstoff zugelassen.

14:17 Uhr | Lehrer und Kinderärzte fordern verlässliche Regeln für Schulbetrieb

Drei Tage vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie fordern Lehrer und Kinderärzte verlässliche Regeln für den Schulbetrieb. In einer gemeinsamen Erklärung des Deutschen Lehrerverbands und der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin heißt es, die Politik müsse für bundeseinheitliche und verbindliche Rahmenbedingungen sowie zusätzliche Gesundheitsschutzmaßnahmen sorgen. Verlängerte Weihnachtsferien bis Ende Januar und dafür verkürzte Sommerferien lehne man ab. Zudem hätten die Landesregierungen und der Bund die oberste Verpflichtung, deutlich mehr zu tun, dass Unterricht ab Ende der Weihnachtsferien wieder möglich werde.

13:10 Uhr | Bundesärztekammer-Präsident kritisiert mangelnden Schutz in Pflegeheimen

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat den mangelnden Corona-Schutz in Alten- und Pflegeheimen kritisiert. Reinhardt sagte der "Bild"-Zeitung: "Die grundsätzliche Teststrategie im Bereich des Pflegepersonals wird nicht regelhaft genug durchgezogen." Obwohl viele Länder und Kommunen die mobilen Impf-Teams vor ihrem Einsatz auf Corona testen lassen, kenne er aus persönlicher Erfahrung Fälle, wo Ärzte in Altenheimen vorher keinen Corona-Schnelltest machen mussten. Hier gebe es eine Differenz zwischen politischen Ankündigungen und dem, was lokal realisiert werde.

11:29 Uhr | Ab Sonntag wieder massive Verschärfungen in Griechenland

In Griechenland werden die Corona-Einschränkungen ab Sonntag erneut massiv verschärft. Wie die Regierung in Athen mitteilte, fallen viele Lockerungen, die über Weihnachten und Silvester genehmigt worden waren, wieder weg. So müssen Friseure, Buchhandlungen und auch Kirchen wieder schließen. Die nächtliche Ausgangssperre gilt wieder von 21 Uhr bis 5 Uhr statt wie über die Feiertage ab 22 Uhr. Auch die Möglichkeit, Waren bei Geschäften telefonisch zu bestellen und dort abzuholen, fällt weg. Die strengeren Maßnahmen sollen vorerst bis zum 11. Januar gelten. Dann will die Regierung die Schulen wieder öffnen.

Griechenland mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern weist im Verhältnis zu anderen europäischen Ländern zwar weiterhin sehr geringe Coronazahlen auf. Allerdings ist auch die Zahl der Intensivbetten niedrig, weshalb die Regierung besonders strenge Verordnungen erlassen hat.

11:03 Uhr | Sachsen bleibt Bundesland mit höchster Inzidenz

Sachsen hat mit deutlichem Abstand weiterhin die höchste Sieben-Tage-Inzidenz aller Bundesländer. Laut Risklayer liegt sie im Freistaat bei 386 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Dahinter folgt Thüringen mit einem Inzidenzwert von 277. Sachsen-Anhalt liegt mit einer Inzidenz von 199 im bundesweiten Vergleich auf Platz 4. Der bundesweite Durchschnittswert liegt laut Risklayer bei 155.

10:48 Uhr | Lauterbach erwartet "schlimmste drei Monate"

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet für das erste Quartal 2021 "die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen". Trotzdem zeigte sich der SPD-Politiker in der "Rheinischen Post" optimistisch, dass "Licht am Ende des Tunnels" erkennbar sei. Die Kombination aus mehr verfügbarem Impfstoff und besserem Wetter werde ab April hoffentlich für Entspannung sorgen. Wegen des gegenwärtigen Engpasses bei Impfstoffen dringt Lauterbach auf eine raschere Zulassung des Mittels von AstraZeneca durch die europäische Arzneibehörde EMA, wobei er auch einen deutschen Alleingang für vertretbar hält.

10:18 Uhr | Marburger Bund und Wirtschaftsforscher Fratzscher für Lockdown-Verlängerung

Die Vorsitzende der Ärztegewerkschaft Marburger Bund, Susanne Johna, fordert eine bundesweit einheitliche Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen. Johna sagte den Funke-Medien, das Gesundheitssystem brauche dringend eine Entlastung. Diese sei nur zu erreichen, wenn die Maßnahmen zu Kontaktbeschränkungen verlängert würden. Auch der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, warnt vor Lockerungen. Für die Wirtschaft müsse es oberste Priorität haben, dass die zweite Infektionswelle möglichst schnell begrenzt werde.

08:13 Uhr | Niedersachsens Gesundheitsministerin schließt bundesweite Verschärfungen nicht aus

Niedersachsens Gesundheitsministerin Carola Reimann rechnet mit einer Verlängerung des Lockdowns bei den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag. "So wie es aussieht, ist kein anderes Vorgehen angezeigt", sagt die SPD-Politikerin im Deutschlandfunk. Auch eine Verschärfung der Beschränkungen des öffentlichen Lebens schließt sie nicht aus, will aber zunächst verlässliche Infektionsdaten abwarten. Sie setze auf die Einsicht der Bevölkerung und weitere Impfstoffe.

07:33 Uhr | 50.000 Geschäfte in Existenz bedroht

Der Handelsverband Deutschland HDE sieht bis zu 50.000 Geschäfte durch den Lockdown bedroht. Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sagte, zwar habe Bundesfinanzminister Olaf Scholz immer wieder Milliardenhilfen angekündigt.

Schaufenster eines Modegeschäfts zur Weihnachtszeit mit Sonderangeboten, Passant mit Schutzmaske in der Essener Innenstadt in Zeiten der Coronakrise beim zweiten Teil Lockdown
Durch den Lockdown und fehlende staatliche Hilfen sind Zehntausende Geschäfte in Deutschland bedroht. Bildrechte: imago images/Rupert Oberhäuser

Die Hilfen würden aber nicht zur Auszahlung kommen, weil die Zugangshürden viel zu hoch seien. Dadurch habe der Einzelhandel keinen ausreichenden Zugang zu Staatshilfen. In den nächsten Monaten drohe eine Insolvenzwelle. Viele betroffene Handelsunternehmen hätten ihr Eigenkapital weitgehend aufgezehrt und benötigten wirtschaftliche Unterstützung.Vorrangiges Ziel müsse es sein, die Geschäfte wieder zu öffnen, sobald dies aus Sicht der Virologen wieder möglich sei, und sie dann auch geöffnet zu halten. Genth fürchtet, dass die Läden wegen der hohen 7-Tage-Inzidenz am 10. Januar nicht wieder öffnen dürfen.

07:10 Uhr | Mehr Depressionen bei Kindern durch Corona-Regeln

Der Kinderpsychiater Andreas Romberg sieht in den Corona-Regeln einen Auslöser für psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen. "Wir spüren schon jetzt, dass die psychischen Belastungen der Kinder und Jugendlichen besonders hoch sind. Die Betroffenen leiden unter anderem an schweren Depressionen und Angstzuständen", sagte der Chefarzt der Clemens-August-Jugendklinik im niedersächsischen Neuenkirchen-Vörden.

Eine Studentin sitzt auf ihrem Bett und lernt.
Die Corona-Regeln sind für viele Kinder und Jugendliche eine psychische Belastung. Bildrechte: dpa

Romberg sagte, er rechne auch in Zukunft mit mehr psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Der Lockdown und auch die verlängerten Ferien würden die Rückzugsräume von Kindern und auch Eltern verringern. Konflikte seien deswegen vorprogrammiert. Besonders Kinder und Jugendliche, die sich nur schwer in Gruppen integrieren können und zudem aus ärmeren Familien stammen, treffe es härter.

07:00 Uhr | IWH : Mehrwertsteuersenkung half den Falschen

Von der Mehrwertsteuersenkung in der Corona-Pandemie haben nach Ansicht des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) die Falschen profitiert. Vizepräsident Oliver Holtemöller sagte MDR AKTUELL, die von der Pandemie am schwersten Betroffenen seien leer ausgegangen. Profitiert habe der Onlinehandel, dessen Geschäft gar nicht beeinträchtigt gewesen sei. Holtemöller sprach sich daher dagegen aus, die Mehrwertsteuersenkung zu verlängern.

Der Thüringer Hotel- und Gaststättenverband forderte dagegen, die Mehrwertsteuersenkung weiterlaufen zu lassen. Die Branche habe durch die Maßnahme nichts kompensieren können. Die Bundesregierung hatte die Mehrwertsteuer gesenkt, um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln. Zum Jahreswechsel lief die Maßnahme aus.

06:50 Uhr | Lauterbach hält Öffnung von Kitas und Grundschulen für möglich

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für die Öffnung von Grundschulen und Kitas ausgesprochen. Er sagte der "Rheinischen Post", Voraussetzung sei, dass alle anderen Klassenstufen geteilt würden und abwechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhielten. Eine andere Möglichkeit sei, den Präsenzunterricht weiter auszusetzen. Eine generelle Öffnung aller Schulen lehnte er ab. Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene. Es bestünde dann die Gefahr, dass der angestrebte Sieben-Tage-Wert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner nicht erreicht werde.

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 2. Januar 2021

Guten Morgen! Auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier. Unsere Ticker der vergangenen Tage finden Sie direkt hier unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 02. Januar 2021 | 06:00 Uhr

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