Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Über 60 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht

In Deutschland sind bislang über 60 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Mehr als 40 Millionen Menschen haben bereits eine Erstimpfung erhalten. Das geht aus dem Impfmonitoring des Robert Koch-Instituts hervor. Die US-Gesundheitsbehörde FDA ordnet die Vernichtung von Millionen Johnson & Johnson-Impfdosen an. Die bundesweite Inzidenz ist laut Risklayer auf 20 gesunken. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Janina Müller, Angestellte einer Versicherung, bekommt von einer Gesundheits- und Krankenpflegerin ihre erste Corona-Schutzimpfung mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer verabreicht.
Eine Frau erhält in Hannover eine Covid-19-Impfung des Herstellers Biontech/Pfizer. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 12. Juni 2021, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

21:02 Uhr | Premier Johnson besorgt wegen Delta-Variante

Coronaviren, Schild und Fahne von Indien, Symbolfoto indische Virus-Mutation B.1.617
Johnson besorgt wegen Virus-Mutation Bildrechte: IMAGO / Christian Ohde

Der britische Premierminister Boris Johnson hat wegen der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus Zweifel, ob er die Corona-Beschränkungen im Vereinigten Königreich wie geplant in wenigen Tagen vollständig aufheben kann. Es sei eindeutig, dass diese zuerst in Indien aufgetretene Virus-Variante ansteckender sei, sagte Johnson. Zurzeit werden in Großbritannien täglich mehr als 7.000 Neuinfektionen gemeldet - so viele wie zuletzt im Februar.

Johnson deutete an, dass sich die für kommende Woche geplante Aufhebung der verbliebenen Corona-Auflagen verzögern könnten und kündigte für Montag eine offizielle Stellungnahme an.

20:33 Uhr | WHO-Chef peilt Impfquote von 70 Prozent an

Ein Mann wird gegen Covid-19 geimpft.
Weltweite Impfquote von 70 Prozent angestrebt Bildrechte: dpa

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, will mit Hilfe der G7-Staaten innerhalb eines Jahres mindestens 70 Prozent der Weltbevölkerung zu einer Corona-Impfung verhelfen. Dieses Ziel solle bis zum nächsten G7-Gipfel in Deutschland 2022 erreicht werden, sagte der WHO-Chef beim Treffen der führenden westlichen Wirtschaftsmächte im englischen Cornwall bei einer virtuellen Pressekonferenz. Dazu seien jedoch weit größere Anstrengungen notwendig als bislang geplant. Er sei aber überzeugt, dass dieses Ziel erreichbar sei. Die Produktionskapazitäten könnten bis dahin entsprechend erhöht werden.

17:03 Uhr | Arbeitsfreie Woche wegen der Pandemie in Moskau

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen hat Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin eine arbeitsfreie Woche angeordnet. Auch im Homeoffice soll nicht gearbeitet werden.

Krankenwagen fährt über die Große Moskwa-Brücke
Steigende Infektionszahlen in Moskau Bildrechte: imago images / ITAR-TASS

Man müsse den Anstieg der Fallzahlen bremsen und Menschenleben retten, erklärte Sobjanin auf seiner Internetseite. Zuletzt habe sich die Corona-Lage "deutlich verschlechtert". Das Dekret betrifft alle Beschäftigten in der Zwölf-Millionen-Metropole, ausgenommen sind systemrelevante Tätigkeiten. Die Betroffenen sollen weiter ihren Lohn erhalten. Innerhalb von 24 Stunden verzeichneten die Behörden in Moskau 6.701 Neuinfektionen - das ist der höchste Stand seit Dezember.

16:21 Uhr | Russland testet Impfstoff als Nasenspray

Russland testet eine Verabreichung seines Impfstoffs Sputnik V per Nasenspray. Das meldet die Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf einen bei der Entwicklung führenden Wissenschaftler. Demnach soll die Verabreichungsform für Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren geeignet sein. Der Vertriebsstart sei für den 15. September geplant.

14:15 Uhr | Saudi-Arabien lässt keine Ausländer nach Mekka pilgern

Saudi-Arabien will einem Agenturbericht zufolge bei der muslimischen Pilgerfahrt Hadsch nach Mekka erneut nur heimische Bürger zulassen. Wie die Saudi Press Agency meldet, soll die Höchstzahl der Pilger zudem auf 60.000 begrenzt werden. Teilnehmen dürfen demnach nur Pilger im Alter von 18 bis 65 Jahren, die bereits vollständig gegen Covid-19 geimpft sind. Vergangenes Jahr war die Zahl der Teilnehmer der Hadsch wegen der Corona-Pandemie sogar auf nur rund 1.000 Einheimische begrenzt worden. Üblicherweise reisen rund zwei Millionen Muslime aus aller Welt zu diesem Anlass nach Mekka.

Muslimische Pilger umrunden die Kaaba, das quaderförmige Gebäude der Heiligen Moschee, unter Einhaltung der coronabedingten Hygienemaßnahmen während der kleinen Wallfahrt Umrah
Muslimische Pilger umrunden während der kleinen Wallfahrt Umrah unter Einhaltung coronabedingter Hygienemaßnahmen die Kaaba in Mekka. Bildrechte: dpa

14:00 Uhr | Betriebsärzte bekommen zweiten Corona-Impfstoff

Betriebsärzte sollen für die Corona-Impfungen einen zweiten Impfstoff erhalten. Wie das Bundesgesundheitsministerium mitteilte, wird ab dem 21. Juni auch das Präparat von Johnson & Johnson zur Verfügung gestellt. Zunächst würden 192.000 Impfdosen geliefert. Hinzu kämen mehr als 600.000 Dosen von Biontech/Pfizer. Die Arztpraxen sollen den Angaben zufolge in der Woche vom 21. Juni an insgesamt rund 3,3 Millionen Impfdosen erhalten, zum Großteil ebenfalls von Biontech. Zudem sollen die Lieferungen für die Impfzentren aufgestockt werden. Sie sollen etwa 700.000 Impfdosen mehr als zunächst geplant erhalten.

13:56 Uhr | Sachsen-Anhalts Jugendherbergen bereiten sich auf Öffnung vor

Die Jugendherbergen in Sachsen-Anhalt bereiten sich auf die Öffnung ihrer Häuser vor. Wie der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks mitteilte, sollen alle Herbergen am 1. Juli wieder in den Betrieb gehen. Man wolle ein wenig Vorlauf haben, um etwa die Hygienemaßnahmen an die aktuellen Vorgaben anpassen zu können. Am Donnerstag hatte das Bildungsministerium in Magdeburg bekannt gegeben, dass in Sachsen-Anhalt auch mehrtägige Schulfahrten wieder erlaubt sind. Die geltenden Hygienebestimmungen müssten jedoch unbedingt beachtet werden.

13:18 Uhr | Städtetag will Impfzentren erhalten

Der Deutsche Städtetag dringt darauf, dass die Impfzentren längerfristig geöffnet bleiben. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der "Passauer Neuen Presse", die Impfzentren seien mit ihren großen Kapazitäten bei dem zu erwartenden Andrang zu wichtig, um sie einfach abzuwickeln. Es brauche leistungsstarke Strukturen, die Pandemie sei noch nicht vorbei.

Der Chef des Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, kritisierte dagegen die hohen Kosten. Man höre immer wieder, dass die Kosten pro Impfung etwa zehnmal so hoch seien wie in den Praxen. Diese Strukturen aufrechtzuerhalten, sei mehr als fraglich. Geplant ist bisher, die Impfzentren bis Ende September zu schließen.

11:45 Uhr | Über 60 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht

In Deutschland ist am gestrigen Freitag die Zahl von insgesamt 60 Millionen verabreichter Impfdosen überschritten worden. Demnach haben bereits über 40 Millionen Menschen eine Erstimpfung und mehr als 21,35 Millionen sogar schon eine Zweitimpfung gegen Covid-19 erhalten. Das geht aus dem Impfmonitoring des Robert Koch-Institus (RKI) hervor.

11:28 Uhr | Pariser Polizei löst Feier mit hunderten Jugendlichen auf

In Paris ist die Polizei am Abend gegen hunderte Jugendliche vorgegangen, die sich nach Beginn der Ausgangssperre zu einer Feier im Freien zusammengefunden hatten. Nach Angaben der Pariser Polizeipräfektur versammelten sich die Feiernden auf der Grünfläche vor dem Hôtel des Invalides im Zentrum der Stadt. Viele trugen keine Mund-Nase-Bedeckung und missachteten die Abstandsregeln. Gegen 23:20 Uhr schrieb die Polizei auf Twitter, die Feier werde aufgelöst, weil die Teilnehmer gegen die Corona-Regelungen verstoßen hätten.

Ein Polizeifahrzeug patrouilliert in der Nähe von Les Invalides am frühen Morgen, nachdem sich Menschen am Freitagabend zu einer nicht genehmigten Party im Freien versammelt hatten
Ein Polizeifahrzeug patrouilliert in der Nähe des Hotels des Invalides, nachdem zuvor eine Massenparty aufgelöst worden war. Bildrechte: dpa

10:33 Uhr | Japans Oppositionsführer fordert Einreiseverbot für IOC-Präsident Bach

Japans Oppositionsführer Yukio Edano hat den Ausschluss von IOC-Präsident Thomas Bach von Olympia in Tokio gefordert. Bach und weitere Personen, deren Anwesenheit bei den Sommerspielen (23. Juli bis 8. August) nicht zwingend notwendig seien, solle angesichts der fragilen Pandemie-Lage die Einreise nicht erlaubt werden.

IOC President Thomas Bach
IOC-Präsident Bach sollte nach Meinung des japanischens Oppositionsführers die Einreise verweigert werden. Bildrechte: imago images/AFLOSPORT

Edano warnte davor, dass die Corona-Fallzahlen in Japan durch die Olympischen Spiele als Super-Spreader-Event "explodieren" könnten. Deshalb sollten "Bach und andere VIPs" die Veranstaltung aus der Ferne verfolgen und nur Sportler, Trainer sowie Betreuer vor Ort sein.

10:12 Uhr | Hotels in Mitteldeutschland auf Personalsuche

Nach dem Corona-Lockdown kämpfen viele Hotels in Mitteldeutschland noch mit Startschwierigkeiten. Größtes Problem ist nach Auskunft des Branchenverbands Dehoga der Personalmangel. Der sächsische Verbandsgeschäftsführer Alexander Klein sagte MDR AKTUELL, viele Mitarbeiter hätten sich während der monatelangen Zwangspause einen anderen Job gesucht. Nun müsse man neue Leute finden. Der Thüringer Dehoga-Vertreter Dirk Ellinger kritisierte, dass Rahmenbedingungen für größere Veranstaltungen wie Hochzeiten oder Schulanfänge noch zu undurchsichtig seien.

08:22 Uhr | Kekulés Corona-Kompass-Spezial: Bluthochdruck nach mRNA-Impfungen bei älteren Patienten

Bluthochdruck und Gürtelrose im Gesicht nach einer mRNA-Impfung, gibt es einen Zusammenhang? Wie erkenne ich eine Sinusvenenthrombose? Und: Wird man nach einer Impfung an der Einstichstelle magnetisch? Diese und andere Hörer-Fragen beantwortet der Virologe Prof. Dr. Alexander Kekulé von der Universität Halle-Wittenberg in seinem Corona-Kompass Spezial.

07:35 Uhr | Bundesweite Inzidenz auf 20 gesunken

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben am Freitag laut dem Risklayer-Projekt 2.223 positive Tests auf das Coronavirus gemeldet. Das sind 691 Fälle weniger als eine Woche zuvor. Die bundesweite Inzidenz sank laut Risklayer auf 20, in Mitteldeutschland sogar auf 17.

Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet 1.911 neue Positiv-Tests. Das sind 383 weniger als am Freitag vor einer Woche. Die Sieben-Tage-Inzidenz sinkt laut RKI sogar auf 18,3. Fünf Landkreise weisen demnach eine Inzidenz von 0,0 auf. Das bedeutet, dass dort in den vergangenen sieben Tagen keine einzige Neuinfektion festgestellt wurde.

Die unterschiedlichen Zahlen von Risklayer und RKI ergeben sich aus einem Meldeverzug bei den RKI-Zahlen. Risklayer recherchiert die Daten in den 401 deutschen Kreisen und Städten mittels teilweise automatisierter Verfahren selbst. Beim RKI melden die Kreise und Städte ihre Zahlen zunächst an das Land, von wo sie später an das RKI weitergegeben werden. Dabei kann ein Verzug von bis zu 48 Stunden entstehen.

6:55 Uhr | Johnson & Johnson muss Millionen Impfdosen vernichten

Nach einer Produktionspanne in einem US-Werk muss der Pharma-Konzern Johnson & Johnson Millionen Corona-Impfdosen vernichten. Die US-Arzneimittelbehörde FDA teilte mit, mehrere Chargen seien wegen einer möglichen Kontamination unbrauchbar. Eine genaue Zahl wurde nicht genannt. Die New York Times berichtet von 60 Millionen Impfdosen. Betroffen ist ein Werk in Baltimore im Bundesstaat Maryland. Dort war die Produktion im April auf Anordnung der Behörden eingestellt worden, nachdem die Inhaltsstoffe des Präparats versehentlich mit denen des Herstellers Astrazeneca vertauscht worden waren.

06:30 Uhr | Notfallzulassung für China-Impfstoff in Argentinien

Argentinien erteilt dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Cansino Biologics eine Notfallzulassung. Damit soll das inmitten einer weiteren Corona-Welle stehende Land mehr Impfstoff im Kampf gegen das Virus zur Verfügung haben. Bislang hat Argentinien bereits die Impfstoffe Sputnik V aus Russland sowie die Impfstoffe von Sinopharm aus China und den britisch-schwedischen Impfstoff Astrazeneca im Einsatz. Nur in Indien und Brasilien ist derzeit die Zahl der Neuinfektionen höher als in Argentinien.

06:00 Uhr | Der Ticker am Samstag, 12. Juni 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie in diesem Ticker über aktuelle Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier, die Ticker der vergangenen Tage finden Sie unten.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 12. Juni 2021 | 06:00 Uhr

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