Coronavirus-Pandemie Ticker vom Samstag: Marburger Bund kritisiert neue Quarantäne-Regeln

Die Ärzteorganisation Marburger Bund hat die am Freitag beschlossenen neuen Quarantäne-Regeln als medizinisch fragwürdig bezeichnet. Für die neue Überbrückungshilfe IV sind direkt nach dem Start viele Anträge eingegangen. Der Kreuzfahrtverband hält Schiffsreisen für sicher. In Italien ist die Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft getreten. Weitere aktuellen Entwicklungen in der Coronavirus-Pandemie hier im Ticker.

Eine junge Frau schaut traurig aus dem Fenster waehrend sie ein Smartphone in der Hand haelt
Der Marburger Bund kritisiert, dass frisch Geimpfte und Genesene künftig nicht mehr in Quarantäne müssen. Dies sei "medizinisch fragwürdig". Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Samstag, 8. Januar 2022, endet hier. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus finden Sie hier.

22:28 Uhr | Infizierte von "Gorch Fock" wieder in Deutschland

Die 14 mit Corona infizierten Crewmitglieder des Segelschulschiffs "Gorch Fock" sind in Deutschland angekommen. Sie waren von den Kanaren ausgeflogen worden. Einem Luftwaffensprecher zufolge landete ihr Flieger am Abend in Hamburg. Die "Gorch Fock" liegt derzeit im Hafen von Santa Cruz auf Teneriffa. Eigentlich sollten Offiziersanwärter für eine Ausbildungsfahrt auf das Schiff kommen, das musste wegen der Infektionen bei der Stammbesatzung verschoben werden. Im Heimathafen Kiel werden Schiff und Crew im März zurückerwartet.

20:32 Uhr | 100.000 protestieren in Frankreich

In Frankreich haben am Samstag mehr als 100.000 Menschen gegen die Corona-Politik der Regierung von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Wie der Sender France Info unter Verweis auf das Innenministerium berichtet, gingen allein in Paris etwa 18.000 Menschen auf die Straße. Im Fokus der Proteste standen die geplanten drastischen Einschränkungen für Ungeimpfte. Diese sollen schon bald keinen Zugang mehr zu Kinos, Bars oder Fernzügen haben. Das Gesetzesvorhaben ist aber noch nicht durch das Parlament. Der Inzidenzwert liegt in Frankreich aktuell bei 2.528.

Angefacht wurden die Proteste auch von der Ankündigung Macrons in einem Interview, Ungeimpfte in der Corona-Pandemie "bis zum Ende nerven" zu wollen.

19:45 Uhr | Proteste gegen Corona-Maßnahmen und Gegenprotest in ganz Deutschland

In vielen Städten in Deutschland sind am Samstag Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen und die geplante Impfpflicht zu demonstrieren. Die größte Demo gab es laut Polizei in Hamburg mit etwa 13.700 Teilnehmern.

Die wohl größte Demonstration in Mitteldeutschland fand in Magdeburg statt. Die Teilnehmerzahl wurde von der Polizei am Abend mit etwa 5.000 angegeben.

18:58 Uhr | 40.000 bei Protest in Wien

In Wien sind am Samstag nach Polizeiangaben etwa 40.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen auf die Straße gegangen. Der Protest richteten sich vor allem gegen die von der Regierung beschlossene Impfpflicht ab 1. Februar. Der Polizei zufolge verlief er meist friedlich, es habe aber einige Festnahmen gegeben.

Trotz der nicht abreißenden Proteste erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer, dass die Impfpflicht wie geplant umgesetzt werden solle. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Österreich aktuell bei 525. Zu den Infizierten gehört auch Nehammer, er hat nach eigenen Angaben bisher keine Symptome.

18:07 Uhr | Corona-Kranke auf der "Gorch Fock" werden ausgeflogen

Die Bundeswehr fliegt an Covid-19 erkrankte Besatzungsmitglieder des Segelschulschiffs "Gorch Fock" aus. Das teilte die Luftwaffe auf Twitter mit. Am Nachmittag sei ein medizinisch ausgestatteter Airbus von der spanischen Insel Teneriffa aus gestartet. Nach Angaben eines Sprechers wurden 14 Passagiere der "Gorch Fock" aufgenommen. Das Flugzeug werde am Abend in Hamburg erwartet, wo die Kranken weiter versorgt werden sollen.

17:45 Uhr | Menschenkette in Erfurt

Auf dem Erfurter Domplatz haben bis zu 1.000 Menschen eine Menschenkette gebildet, um für Demokratie und Rücksichtnahme in der Pandemie zu demonstrieren.

Nach Polizeiangaben trugen sie Masken und hielten mit Tüchern und Bändern zwei Meter Abstand zueinander. Organisiert wurde die Aktion von "Omas gegen Rechts". Sie soll ein Zeichen gegen die "Spaziergänge" setzen, bei denen Menschen oft ohne Abstand und Maske gegen die Corona-Politik protestieren. An der angemeldeten Kundgebung mit kontrolliertem Zugang für bis zu 1.000 Teilnehmer beteiligten sich auch Landtagsabgeordnete der rot-rot-grünen Regierungsparteien. In Rudolstadt und Arnstadt gab es ähnliche Aktionen.

17:37 Uhr | Kerzen für Dresdner Covid-Tote

In Dresden sind am Samstag Kerzen vor der Dresdner Frauenkirche angezündet worden, um an die etwa 1.500 Todesopfer der Corona-Pandemie in der sächsischen Landeshauptstadt zu erinnern. Dabei handelt es sich um eine Aktion der privaten Initiative "Haltung zeigen" für ein solidarisches Miteinander, die schon im Vorfeld breite Unterstützung gefunden hat. Auch die Dresdner Stadtspitze rief zur Beteiligung auf. "Die Corona-Pandemie ist für alle Menschen in unserer Stadt seit fast zwei Jahren eine große Herausforderung, sie ist aber auch eine Bewährungsprobe für unser demokratisches Miteinander", hieß es in einer Erklärung von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und seiner Beigeordneten.

17:16 Uhr | Schwedische Royals positiv getestet

Schwedens Kronprinzessin Victoria ist erneut positiv auf das Coronavirus getestet worden. In einer Erklärung des Königshauses hieß es: "Die Kronprinzessin, die vollständig geimpft ist, hat Erkältungssymptome, ist aber ansonsten wohlauf". Demnach befinden sich die 45-Jährige und ihre Familie zu Hause in Isolation. Victoria und ihr Ehemann Prinz Daniel waren im März 2021 bereits einmal positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die dreifach geimpften Eltern Victorias, König Carl XVI Gustaf und Königin Silvia, waren am Montag positiv getestet worden.

16:58 Uhr | Knapp 14.000 bei Demo in Hamburg

In Hamburg sind am Nachmittag laut Polizei etwa 13.700 Menschen auf die Straße gegangen. Die Demo stand unter dem Motto "Das Maß ist voll. Hände weg von unseren Kindern". Ursprünglich waren etwa 11.000 Teilnehmer erwartet worden. Viele Menschen waren ohne Masken und Abstand unterwegs.
Anmerkung der Redaktion: Die Polizei hat frühere Angaben, in denen von 16.000 Teilnehmern die Rede war, später korrigiert.

14:49 Uhr | Marburger Bund: Quarantäne-Beschlüsse "medizinisch fragwürdig"

Die Ärzteorganisation Marburger Bund hat mehrere Beschlüsse der Bund-Länder-Runde als unzureichend kritisiert. Die Vorsitzende Susanne Johna sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung", die Quarantäne-Befreiung für frisch geimpfte und genesene Kontaktpersonen sei "medizinisch fragwürdig". Ein von der Delta-Variante genesener Mensch sei zum Beispiel nicht gegen die Omikron-Variante immun. Deswegen müsse bei engem Kontakt im häuslichen Umfeld auch für frisch Geimpfte und Genesene eine Quarantäne gelten.

Zudem sei es "höchst inkonsequent", dass Bund und Länder keine Pflicht zum Tragen von FFP2-Masken im öffentlichen Personennahverkehr sowie bei allen Veranstaltungen in Innenräumen und Konzerten beschlossen hätten.

14:40 Uhr | Dehoga kritisiert 2G+ in der Gastronomie, auch Thüringer CDU dagegen

Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hat die am Freitag beschlossenen neuen Beschränkungen für Restaurant- und Kneipenbesuche als "inakzeptabel" bezeichnet. Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Politik sieht uns mit 2G+ als Teil der Lösung, um die Booster-Kampagne zu beschleunigen; gleichzeitig werden wir als Problembereich bezeichnet." Die Gastronomie sei erneut "heftig betroffen" von den Corona-Maßnahmen.

In Thüringen hat derweil die CDU-Landtagsfraktion die rot-rot-grüne Regierung aufgefordert, dem Beispiel von Sachsen-Anhalt zu folgen und die 2G+-Regel in der Gastronomie nicht umzusetzen. Die Maßnahme bedeute den Todesstoß für die Gastronomen, teilte die Fraktion mit. CDU-Wirtschaftspolitiker Martin Henkel sagte: "Wenn sich selbst doppelt geimpfte Gäste jetzt zusätzlich noch testen sollen, dann erleiden die Restaurantbetreiber endgültig Schiffbruch."

13:11 Uhr | Demonstranten attackieren Polizei in Zwönitz

Bei Protesten gegen Corona-Maßnahmen sind in Zwönitz im Erzgebirgskreis Polizisten mit Pyrotechnik attackiert worden. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilte, hatten Störer am Freitagabend einen Nebeltopf und eine Handfackel gezündet und in Richtung der Einsatzkräfte geworfen. Man habe die Angreifer zurückdrängen können. Verletzte habe es nicht gegeben. Die Polizei leitete ein Verfahren wegen Landfriedensbruchs ein. Zudem wird wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt. An der nicht angemeldeten Demo in Zwönitz hatten sich der Polizei zufolge etwa 60 Menschen beteiligt.

12:00 Uhr | Neue Überbrückungshilfe IV ist gefragt

Die neue Überbrückungshilfe IV der Bundesregierung stößt auf großes Interesse. Das Bundeswirtschaftsministerium teilte mit, unmittelbar nach dem Start am gestrigen Freitag seien Hilfen im Volumen von fast 200.000 Euro beantragt worden. Die ersten Anträge seien unter anderem aus Bremen und Nordrhein-Westfalen eingereicht worden und hätten vor allem das Gastgewerbe betroffen.

Bis Ende April können über die Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de Anträge für die Überbrückungshilfe IV für den Förderzeitraum Januar bis März 2022 gestellt werden. Die Förderbedingungen für Unternehmen wurden dem Ministerium zufolge verbessert. So könnten jetzt nicht nur Sach-, sondern auch Personalkosten geltend gemacht werden, die Unternehmen durch 2G- und 2G+-Zutrittskontrollen entstehen.

10:57 Uhr | Italien: Corona-Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft getreten

In Italien ist die Corona-Impfpflicht für über 50-Jährige in Kraft getreten. Das entsprechende Dekret wurde im Amtsblatt veröffentlicht. Ungeimpften drohen aber nicht sofort Konsequenzen. Ab dem 1. Februar ist eine Strafe von 100 Euro für diejenigen vorgesehen, die bis dahin noch ungeimpft sind oder ihre zweite Dosis beziehungsweise den Booster nicht erhalten haben, obwohl sie es könnten. Die Impfpflicht gilt für alle Menschen über 50 mit Wohnsitz in Italien, also auch ausländische Staatsbürger.

Ab dem 15. Februar greift für die über 50-Jährigen zudem die 2G-Regel auf der Arbeit. Wer ab dann nicht geimpft oder nachweislich genesen ist, kann zum Beispiel nicht mehr ins Büro kommen. Für jüngere Arbeitnehmer reicht ein negativer Test.

10:32 Uhr | Kritik an Sonderweg von Sachsen-Anhalt

Linke und Grüne in Sachsen-Anhalt kritisieren, dass das Land die jüngsten Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern nicht vollständig umsetzen will. Die Linksfraktion im Landtag sprach von einem Alleingang zur falschen Zeit. Die Landesregierung agiere wieder einmal kurzsichtig. Die meisten Menschen wünschten sich seit langem bundesweit einheitliche Regelungen. Nach Ansicht der Grünen-Fraktion sendet die Landesregierung ein absolut falsches Signal, wenn sie nicht wie die anderen Länder eine 2G+-Regelung in der Gastronomie einführt. Niemand wisse mehr, was nun gelte und wie man sich verhalten solle.

Ministerpräsident Reiner Haseloff hatte gestern erklärt, sein Land bleibe vorerst bei der alten 2G-Regelung. In Sachsen-Anhalt gebe es fast nur Infektionen mit der Delta-Virusvariante und nicht mit Omikron. Deshalb seien keine schärferen Maßnahmen nötig.

09:29 Uhr | Verbandschef: Kreuzfahrten sind sicher

Der Deutschlanddirektor des Weltkreuzfahrtverbandes, Helge Grammerstorf, hält Kreuzfahrten grundsätzlich für sicher. Grammerstorf sagte MDR AKTUELL, es gebe aktuell Corona-Fälle auf einzelnen Schiffen. Die meisten Schiffe seien aber nicht betroffen. Grammerstorf wies zugleich auf die bestehenden Sicherheitskonzepte auf den Schiffen hin. So führen derzeit die meisten Schiffe unter 2G+-Bedingungen. Teilweise würde auch 1G+ gelten. Das Plus bedeute, dass alle, die auf ein Kreuzfahrtschiff gingen, zwei Mal vor Reiseantritt getestet würden. Auch während der Reise werde getestet.

08:47 Uhr | Niedrige Impfquote im Erzgebirgskreis

Die Impfquote im Erzgebirgskreis ist mit 47,3 Prozent die niedrigste in Sachsen. Doch warum ist das so?

Die niedrige Impfquote geht offenbar nicht auf eine Unterversorgung an Impfstoff zurück. Wie das sächsische Sozialministerium auf Anfrage des MDR antwortete, ähnelte die wöchentliche Entwicklung der Anzahl der Gesamtimpfungen im Erzgebirgskreis in den vergangenen vier Monaten der für ganz Sachsen. Weiter heißt es: "Zwar reichten zeitweise im Oktober 2021 die vom DRK eingerichteten Impfangebote der mobilen Teams nicht aus, um dem Andrang von Impfwilligen gerecht zu werden. Dies betraf jedoch nicht den Erzgebirgskreis, sondern insbesondere die Großstädte Leipzig, Dresden und Chemnitz sowie den Landkreis Mittelsachsen."

Im Erzgebirgskreis ist derzeit nicht einmal jeder zweite Einwohner grundimmunisiert, hat also die erste und zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten. Der Nachbarkreis Vogtland weist mit 73,1 Prozent die höchste Impfquote in Sachsen auf.

08:34 Uhr | Theater Rudolstadt nimmt Spielbetrieb wieder auf

Nach fünf Wochen Pause startet das Theater Rudolstadt heute Abend wieder mit dem Betrieb. Intendant Steffen Mensching sagte, die sinkenden Infektionszahlen machten das möglich. Trotz der Ungewissheit durch die Omikron-Variante des Coronavirus sei der Neustart ein wichtiges Signal.

Nach der Spielpause steht die Ballett-Premiere von "Carmen" in Kooperation mit dem Theater Nordhausen auf dem Programm. Nach der aktuellen Corona-Verordnung von Thüringen dürfen nur 40 Prozent der Plätze belegt werden. Außerdem gelten die 2G+-Regeln. Während der Vorstellung muss eine FFP2-Maske getragen werden.

08:21 Uhr | Neue Folge von Kekulés Corona-Kompass Spezial

Der Virologe und Epidemiologe Alexander Kekulé beantwortet in einer weiteren Spezial-Ausgabe des Corona-Kompass wieder viele Fragen rund um das Coronavirus. Unter anderem geht es in der aktuellen Ausgabe darum, ob man nach Infektion und Impfung als vollständig geimpft gilt oder ob man als gesunder Ungeimpfter besser auf einen angepassten Impfstoff warten soll. Die Antworten können Sie im Audio nachhören.

Podcast: Kekulés Corona-Kompass

Ein Porträt-Foto von Virologe Alexander Kekulé.
Bildrechte: MDR/dpa
Ein Porträt-Foto von Virologe Alexander Kekulé.
Bildrechte: MDR/dpa
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07:05 Uhr | Rund 142.000 Neuinfektionen in Indien

In Indien verzeichnet das Gesundheitsministerium rund 142.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist der höchste Wert seit Ende Mai. Den Angaben zufolge kommt in den Städten die Omikron-Mutante bereits häufiger vor als die Delta-Variante des Coronavirus. Insgesamt wurden 35,37 Millionen Infektionsfälle nachgewiesen, das ist weltweit der zweithöchste Wert nach den USA. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus stieg um 285 auf 483.463.

06:57 Uhr | Mexiko meldet über 300.000 Tote seit Pandemie-Beginn

In Mexiko sind nach Angaben der Behörden mehr als 300.000 Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Demnach wurden am Freitag 131 neue Todesfälle registriert. Die Gesamtzahl sei damit auf 300.101 gestiegen. Mehr Todesopfer infolge einer Covid-19-Erkrankung haben bisher nur die USA, Brasilien, Indien und Russland gemeldet.

In Mexiko wird wenig auf das Coronavirus getestet. Dennoch nahm die Zahl der offiziell bestätigten Neuinfektionen zuletzt deutlich zu. Am Freitag stieg sie um rund 28.000 auf mehr als vier Millionen. Rund 56 Prozent der etwa 126 Millionen Einwohner gelten als doppelt geimpft. Eine Auffrischungsdosis bekommen bislang nur Menschen im Alter von mehr als 60 Jahren und Gesundheitspersonal.

06:39 Uhr | Sieben-Tage-Inzidenz weiter gestiegen

Das Robert Koch-Institut hat einen erneuten Anstieg der Corona-Neuinfektionen gemeldet. Dem RKI zufolge beträgt die Inzidenz jetzt knapp 336, gestern lag sie bei 303. Die Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Fälle wurde mit knapp 55.900 angegeben. Am Samstag vor einer Woche waren es 26.400 Neuinfektionen. Das RKI weist darauf hin, dass zum Jahreswechsel weniger getestet wurde und demnach vermutlich weniger Fälle gemeldet wurden.

Das Datenprojekt Risklayer weist am Samstagmorgen für Freitag 59.393 neu gemeldete Coronavirus-Fälle aus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt Risklayer zufolge bundesweit bei 339. Für Sachsen wird der Wer mit 340 angegeben, für Sachsen-Anhalt mit 302 und für Thüringen mit 365. Die bundesweit höchste Inzidenz hat aktuell Bremen mit 1.034, die niedrigste Bayern mit 265.

06:28 Uhr | Analyse: Booster schützt Ältere zu 90 Prozent vor schwerem Verlauf

Einer Analyse aus Großbritannien zufolge bieten Booster-Impfungen gegen das Coronavirus bei Senioren auch bei einer Infektion mit der Omikron-Variante einen hohen Schutz vor einem schweren Verlauf. Wie die britische Gesundheitsbehörde UKHSA mitteilte, liegt der Schutz vor Einlieferung ins Krankenhaus drei Monate nach der Drittimpfung bei rund 90 Prozent. Nach nur zwei Impfdosen liege der Schutz vor schweren Verläufen drei Monate nach der Impfung bei rund 70 Prozent, nach sechs Monaten noch bei 50 Prozent. Der Schutz vor einer Corona-Infektion mit milden Symptomen lag auf Omikron bezogen drei Monate nach der Booster-Impfung noch bei rund 30 Prozent.

Für die Studie wertete die britische Behörde die Daten von Senioren ab 65 Jahren aus, bei denen die Booster-Impfung bereits einige Monate zurücklag. Auch in Großbritannien werden für die Booster-Impfungen, die im vergangenen Herbst starteten, in allen Altersgruppen die Impfstoffe von Biontech und Moderna verwendet.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 8. Januar 2022

Guten Morgen, in unserem Ticker halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen der Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 08. Januar 2022 | 06:00 Uhr

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