Coronavirus-Pandemie Ticker am Karsamstag: Tausende bei Protesten gegen Corona-Auflagen in Stuttgart

In Stuttgart demonstrieren Tausende Menschen gegen die Corona-Politik und feiern ein Jahr "Querdenken". Deutschlandweit haben inzwischen mehr als zehn Millionen Menschen mindestens eine Impfung gegen Corona bekommen, davon 4,3 Millionen auch die zweite. In Brüssel gab es bei einem erneuten Massentreffen elf Festnahmen. Die aktuellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie im Ticker.

Zahlreiche Menschen nehmen an einer Demonstration der Initiative Querdenken in Stuttgart teil
Mehr als 10.000 Menschen demonstrierten in Stuttgart gegen die Corona-Politik. Bildrechte: dpa

Unser Ticker am Sonnabend, 3. April 2021, endet hiermit. Vielen Dank für Ihr Interesse. Aktuelle Meldungen und Hintergründe zum Coronavirus und zu Covid-19 finden Sie unter mdr.de/coronavirus.

22:30 Uhr | Papst ruft zu Neuanfang nach Corona auf

Papst Franziskus hat zur Osternacht die Gläubigen zu einem Neubeginn nach der Corona-Pandemie aufgerufen. Er sagte am Abend im Petersdom, es sei immer möglich, neu anzufangen. Der auferstandene Jesus lade dazu ein, niemals die Hoffnung zu verlieren. Mit Gottes Hilfe könne aus dem Scherbenhaufen unserer Menschheitsgeschichte ein Kunstwerk geschaffen werden. Zu der Feier waren nur 200 Gäste zugelassen. Wegen der nächtlichen Ausgangssperre in Italien begann die Zeremonie früher als üblich. Zum Schutz der Teilnehmer vor Ansteckung entfielen etliche Riten, wie die Taufe Erwachsener.

21:13 Uhr | Update: Ermittlungen wegen Auflagen-Verstoß bei Demo in Stuttgart

In Stuttgart sind bei Demonstrationen gegen die Corona-Politik die behördlichen Auflagen größtenteils missachtet worden.

Demonstration gegen Corona Auflagen in Stuttgart 03.04.2021
Die Polizei war mit einem Großaufgebot in Stuttgart im Einsatz. Bildrechte: imago images/Leonhard Simon

Wie die Polizei mitteilte, trugen die meisten der mehr als 10.000 Kundgebungsteilnehmer keine Masken und hielten sich nicht an die geforderten Abstände. Mehrfache Hinweise seien ignoriert worden. Am Abend teilte das Polizeipräsidium mit, dass 254 Corona-Verstöße geahndet worden seien. Bei der Kundgebung wurde die angemeldete Teilnehmerzahl erheblich überschritten. Erlaubt waren 2.500. Gegen den Versammlungsleiter wird nun ermittelt. Die Polizei ermittelt zudem, welche Angriffe es auf Medienvertreter gegeben hat. Nach Angaben des Deutschen Journalisten-Verbands wurden während der Demonstration mehrere Journalisten angegriffen.

19:58 Uhr | Ruhiger Karsamstag in Thüringen

In Thüringen ist es auch am Karsamstag österlich ruhig geblieben. Ein Sprecher des Lagezentrums sagte, es habe zwar vereinzelt Ostermärsche gegeben, dennoch sei die Lage sehr ruhig. Er sprach von einem ganz normalen Samstag. Bei einstelligen Temperaturen und bewölktem Himmel habe sich auch der Andrang in den Ausflugsgebieten wie dem Thüringer Wald in Grenzen gehalten. In den am Samstag geöffneten Supermärkten und Drogerieketten blieb nach Angaben des Thüringer Handelsverbandes ebenfalls ein großer Ansturm aus.

18:21 Uhr | Proteste gegen Corona-Politik in Stuttgart

In Stuttgart protestieren derzeit mehrere tausend Menschen gegen die Corona-Beschränkungen. Die Polizei sprach von mehr als 10.000 Teilnehmern. Sie erklärte, die Demonstranten würden die Auflagen größtenteils nicht einhalten. Beamte hätten die Menschen wiederholt auf Masken- und Abstandspflicht hingewiesen. Sie seien aber in das an sich friedliche Geschehen nicht eingeschritten. Gegendemonstranten versuchten, den Protestzug am Weiterkommen zu hindern. Eine Blockade wurde von der Polizei aufgelöst. Auf dem Festplatz Cannstatter Wasen wollen die Demonstranten am Abend noch ein Jahr "Querdenken"-Bewegung feiern.

17:58 Uhr | Modellprojekt in Augustusburg gestartet

In Augustusburg ist der Startschuss für das Modellprojekt zum Ausstieg aus dem Lockdown gefallen. Die Stadt darf mit Genehmigung des Landratsamts Mittelsachsen unter anderem Hotels und Gaststätten für vier Wochen probehalber unter Auflagen öffnen. Gäste müssen sich anmelden und brauchen einen tagesaktuellen negativen Corona-Test. Dafür wurde in der Stadt ein Testzentrum eingerichtet. Das negative Ergebnis ist dann die Eintrittskarte zu Hotels und Restaurants. Die Zahl der Besucher ist auf 360 pro Tag begrenzt. Sie gilt nicht für Augustusburger.

17:20 Uhr | Millionen-Hilfe für Kultur-Branche in Sachsen

Der Freistaat Sachsen hat die Kultur-Branche in der Corona-Pandemie bisher mit fast zwölf Millionen Euro unterstützt. Das geht aus Angaben des Kulturministeriums in Dresden hervor. Danach wurden 5,6 Millionen Euro als Stipendium an freie Kulturschaffende vergeben. Zudem seien mehr als fünf Millionen Euro als Soforthilfen für Härtefälle ausgezahlt worden. Auch freie Musikschulen und Anbieter von Musikunterricht hätten Mittel erhalten. Diese solle es auch im laufenden Jahr geben.

16:55 Uhr | Polizei spricht von Osterruhe in Sachsen

Die Menschen in Sachsen halten sich am Osterwochenende bisher an die Corona-Regeln. Das ergaben Nachfragen bei den Polizeidirektionen in Dresden, Leipzig, Zwickau und Chemnitz. Aus Dresden hieß es, die Leute seien vernünftig und blieben zu Hause. Ein Polizeisprecher in Chemnitz sagte, es gebe nicht einmal Schlangen vor dem Impfzentrum. Mehrere Autokorsos in Zwickau und ein Ostermarsch seien ebenfalls friedlich geblieben. Ohne Probleme verliefen demnach auch die angemeldeten Sternfahrten aus Meißen, Chemnitz, Görlitz, Plauen, Pirna, Eilenburg, Pulsnitz und Hoyerswerda. Laut Polizei nahmen insgesamt 170 Fahrzeuge teil. Die vom AfD-Landesverband dazu geplante Abschlusskundgebung hatte das Ordnungsamt verboten.

16:05 Uhr | Besuche auf Burg Falkenstein möglich

Burg Falkenstein
Burg Falkenstein Bildrechte: dpa

Die Burg Falkenstein im Harz hat seit Sonnabend wieder für Besucher geöffnet. Laut Museumsleitung sind alle Ausstellungsräume wieder zugänglich. Gäste müssen Online-Tickets buchen und sich vor Ort an die gängigen Corona-Regeln und Hygienekonzepte halten. So sieht es die aktuelle Corona-Schutzverordnung in Sachsen-Anhalt vor. Die Burg gehört zur Kulturstiftung Sachsen-Anhalt. Die behält sich vor, ihre Einrichtungen bei zu hohen Inzidenz-Zahlen wieder zu schließen.

15:40 Uhr | Diskussion um frühere Impfung von Wahlhelfern in Nordhausen

Vor den Landratswahlen im Landkreis Nordhausen wird darüber diskutiert, ob Wahlhelfer bevorzugt geimpft werden sollten. Nach der neuen Impfverordnung der Bundesregierung haben sie einen Anspruch auf eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus nach der Priorisierungsgruppe 3. Doch bis diese Gruppe an der Reihe ist, könnte es noch einige Zeit dauern. Im Landkreis Nordhausen wird am 25. April gewählt. Rund 400 Wahlhelfer sind dann im Einsatz.

14:55 Uhr | RKI-Chef Wieler mit Astrazeneca geimpft

Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, ist mit dem Impfstoff von Astrazeneca gegen das Coronavirus geimpft worden. Auf Twitter erklärte er, er sei froh und glücklich, dass er mit Astrazeneca geimpft worden sei. Er betonte, mit jeder Impfung rücke das Pandemie-Ende näher.

Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), spricht bei einem Pressebriefing zur aktuellen Covid-19-Lage in Deutschland.
Lothar Wieler Bildrechte: dpa

Wieler ist 60 Jahre alt. In Berlin und vielen anderen Bundesländern können sich Menschen ab 60 mit dem Astrazeneca-Produkt impfen lassen, obwohl sie in der Impfreihenfolge eigentlich weiter hinten stehen. Grund dafür ist die Entscheidung, dass dieser Impfstoff nicht mehr für Menschen unter 60 verwendet werden soll. Zuvor waren Fälle von Hirnvenen-Thrombosen insbesondere bei jüngeren Frauen in zeitlichem Zusammenhang zur Impfung aufgetreten.

13:24 Uhr | Mehr als zehn Millionen Erstimpfungen bundesweit

In Deutschland sind bisher mehr als zehn Millionen Menschen mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mitgeteilt. Das seien mit Stand von Samstagmorgen über zwölf Prozent der Deutschen. Gut vier Millionen Menschen hätten bereits die zweite Impf-Dosis bekommen.

Mit Abstand am häufigsten wurde das Präparat von Biontech/Pfizer verwendet, gefolgt von den Vakzinen der Hersteller Astrazeneca und Moderna.

13:01 Uhr | Arbeitsagentur bietet Hilfe bei Impfung von Arbeitslosen an

Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre Mithilfe bei Corona-Impfungen angeboten. Vorstandsmitglied Christiane Schönefeld sagte der Rheinischen Post, die Agentur wolle baldmöglichst ihren etwa 100.000 Beschäftigten eine Impfung anbieten. Sollte es gewünscht werden, könnte man auch Arbeitslose impfen. Die Bundesagentur beschäftige rund 300 Ärzte. Man sei in der Fläche breit vertreten und werde sich unkonventionellen Lösungen nicht verschließen. Im März waren in Deutschland etwa 2,8 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet.

12:03 Uhr | Großbritannien meldet sieben Tote nach Blutgerinnseln

Nach mehr als 18 Millionen Impfungen mit Astrazeneca hat es in Großbritannien sieben Todesfälle wegen Blutgerinnseln gegeben. Das teilte die Arzneimittelbehörde des Landes mit. Insgesamt wurden in Großbritannien 30 Fälle seltener Blutgerinnsel nach einer Astrazeneca-Impfung gemeldet. Behördenchefin June Raine sagte der BBC, es sei noch unklar, ob es sich um Nebenwirkungen des Impfstoffs oder einen Zufall handle. Raine betonte, die Vorteile einer Impfung seien weiterhin größer als die Risiken.

In Deutschland sollen Astrazeneca nur noch Menschen ab 60 erhalten. Hintergrund sind schwere Thrombose-Fälle vor allem bei jüngeren Frauen, die möglicherweise im Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung stehen.

11:31 Uhr | Karliczek: Präsenzunterricht hängt am seidenen Faden

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sieht die Fortführung des Präsenzunterrichts an Schulen nach Ostern skeptisch. Die CDU-Politikerin sagte, es werde überall eine Gratwanderung sein, der Präsenzunterricht hänge am seidenen Faden. Karliczek sprach sich für Wechselunterricht bei Inzidenzen bis 100 aus. Ab Inzidenzen über 100 solle Präsenzunterricht nur möglich sein, wennn Schutzmaßnahmen strikt eingehalten würden. Nach Ostern sollten Schüler zwei Mal pro Woche getestet werden. Nach dpa-Informationen wollen die Kultusminister am kommenden Donnerstag über die Lage beraten.

11:17 Uhr | Magdeburg bietet allen ab 60 Jahren Astrazeneca-Impfung an

Wer 60 Jahre oder älter ist, kann sich in Magdeburg nach Ostern mit Astrazeneca impfen lassen. Wie das Sozialministerium Sachsen-Anhalt dem MDR mitteilte, hat die Stadt Impfungen mit Astrazeneca freigegeben - auch für die Prioritätengruppe 3. Staatssekretärin Beate Bröcker twitterte, diese Regelung gelte für alle Landkreise und Städte, wenn sich nicht genügend Impfwillige aus den Prioritätengruppen 1 und 2 fänden. Auch Menschen aus dem Umland könnten sich impfen lassen. Es gelte keine Wohnortpflicht. In Magdeburg gibt es ab Dienstag noch zahlreiche freie Termine.

11:01 Uhr | Bild: Kohl-Sohn verklagt Gesundheitsministerium

Ein Sohn von Ex-Kanzler Helmut Kohl hat wegen eines Masken-Geschäfts Klage gegen die Bundesregierung eingereicht. Wie die Bild-Zeitung schreibt, fordert Walter Kohl rund 5,5 Millionen Euro. Hintergrund sei eine Bestellung über eine Million FFP2-Masken. Die Lieferung sei im Mai 2020 erfolgt, die Rechnung sei aber noch nicht beglichen. Kohl sagte der Zeitung, das Gesundheitsministerium behaupte plötzlich, die Masken seien nicht wasserabweisend. Das habe es aber gar nicht bestellt. Das Ministerium erklärte, es äußere sich zu Details laufender Verfahren nicht.

10:36 Uhr | Fristlose Kündigung nach Diebstahl von Desinfektionsmittel

Wer am Arbeitsplatz Desinfektionsmittel stiehlt, kann fristlos gekündigt werden. Das entschied das Landesarbeitsgericht Düsseldorf. Im konkreten Fall ging es um einen Beschäftigten eines Paketdienstes, der zudem in der Nachtschicht die Fahrzeuge seines Unternehmens mit Desinfektionsmittel reinigt. Sein privates Auto durfte er in der Nähe des Arbeitsplatzes abstellen. Bei einer Stichproben-Kontrolle nach der Nachtschicht fand der Werkschutz im Kofferraum des mannes einen Liter Desinfektionsmittel in einer noch geschlossenen Flasche - im Wert von 40 Euro. Das Unternehmen kündigt dem Mitarbeiter fristlos.

Dieser erklärte, er habe das Mittel nur für sich und die Kollegen verwenden wollen und bei der Ausfahrt nicht mehr an die Flasche im Kofferraum gedacht. Am Landesarbeitsgericht glaubte man der Darstellung jedoch nicht. Zudem verwies das Gericht darauf, dass das Desinfektionsmittel in einer Phase entwendet wurde, in der es dringend nötig und Mangelware war. Auch lange Betriebszugehörigkeit könne das nicht aufwiegen.

09:48 Uhr | Campingplatz in Saalburg geräumt

In Saalburg in Thüringen haben Polizei und Landratsamt einen Campingplatz geräumt. Dort hatten sich laut Polizei knapp 20 Wohnmobile befunden. Nach den derzeitigen Corona-Regeln ist aber das Campen in Thüringen nicht erlaubt. Deshalb wurde gegen den Betreiber des Campingplatzes Anzeige erstattet. Die Beamten stellten zudem die Personalien der Camper fest.

09:28 Uhr | Erneut Massentreffen in Brüssel

In Brüssel hat die Polizei den zweiten Abend in Folge ein Treffen Hunderter Menschen in einem Park aufgelöst. Grund waren Verstöße gegen die Corona-Regeln. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga gab es elf Festnahmen. Wie ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa berichtete, setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein, um die Gruppen aus dem Park zu treiben. Polizisten wurden dem Bericht zufolge mit Flaschen, Ästen und Pyrotechnik beworfen. Bereits am Donnerstag hatten sich in dem Park mehr als 1.500 Menschen zum Feiern versammelt.

08:59 Uhr | Ausgangssperre in Halle tritt in Kraft

In Halle gelten seit Sonnabend verschärfte Maßnahmen gegen das Coronavirus. Ab dem Abend gibt es eine Ausgangssperre. Die Menschen dürfen zwischen 21 und 5 Uhr ihre Wohnung nur aus gutem Grund verlassen. Zudem wird der Bergzoo geschlossen. Grund sind die hohen Infektionszahlen in der Stadt. Der Inzidenzwert lag mehrere Tage in Folge über 200.

08:21 Uhr | Mecklenburg-Vorpommern weist Touristen ab

Bei verstärkten Verkehrskontrollen an Karfreitag sind in Mecklenburg-Vorpommern die Insassen von 82 Fahrzeugen wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln des Landes verwiesen worden. Wie die Polizei in Neubrandenburg mitteilte, handelte es sich um verbotene touristische Einreisen. Mehr als 150 Menschen seien aufgefordert worden, das Bundesland wieder zu verlassen. Sie hätten keinen triftigen Grund für ihren Aufenthalt darlegen können. Insgesamt überprüfte die Polizei rund 800 Fahrzeuge. Sie kündigte an, die verstärkten Kontrollen über Ostern fortzusetzen.

07:38 Uhr | Umfrage: Viele wollen mehr Entscheidungsbefugnisse für Bund

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich in Krisenzeiten mehr Entscheidungsbefugnisse für die Bundesregierung. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitut "YouGov" waren 53 Prozent der Befragten dafür, dem Bund mehr Möglichkeiten zu geben, Maßnahmen auch ohne Zustimmung der Länder zu beschließen. Besonders häufig wurde dieser Wunsch von Wählern der Grünen geäußert.

Der frühere Bundesinnenminister Thomas de Maizière schlug unterdessen vor, die Möglichkeit eines Ausnahmezustands einzuführen. Der CDU-Politiker sagte der "Frankfurter Allgemeinen", das Grundgesetz solle geändert werden, um bei künftigen Krisen rascher handeln zu können. Er sei für einen befristeten Ausnahmezustand mit einem ressortübergreifenden Krisenstab. Dieser sollte gegenüber Ländern und Kommunen über ein Weisungsrecht verfügen.

07:18 Uhr | Steinmeier: "Raufen wir uns alle zusammen"

Bundespräsident Steinmeier hat in seiner Osteransprache eine Krise des Vertrauens und Fehler beim Testen, Impfen und der Digitalisierung eingeräumt. In seiner vorab aufgezeichneten Rede sagte Steinmeier, nach 13 Monaten komme man mit Durchhalteparolen nicht weiter. All die Appelle zu Geduld und Vernunft und Disziplin würden stumpf. Von der Politik forderte Steinmeier Klarheit und Entschiedenheit. Nötig seien verständliche und pragmatische Regelungen, die den Menschen Orientierung gäben.

Steinmeier rief zugleich dazu auf, man solle sich nicht nur empören "über die anderen oder über die da oben". Es reiche nicht zu zeigen, was alles nicht gehe. Wichtiger sei zu zeigen, dass es gehe, wenn alle ihren Beitrag leisteten. Auch rief er dazu auf, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Das Impfen sei der wichtigste Schritt auf dem Weg aus der Pandemie. Die Ansprache wird heute Abend im Fernsehen ausgestrahlt.

06:54 Uhr | Kaffeekonsum 2020 gestiegen

In Deutschland ist im Coronajahr 2020 mehr Kaffee getrunken worden als im Jahr zuvor. Wie der Deutsche Kaffeeverband mitteilte, legte der Kaffeemarkt insgesamt um 1,5 Prozent zu. Das entspreche pro Kopf einer Steigerung von 20 Tassen Kaffee. Der durchschnittliche Gesamtkonsum liege nun bei 168 Liter im Jahr. Hauptgeschäftsführer Preibisch sagte, wenn Coffee-Shop und Kantine geschlossen seien, heiße das nicht, dass kein Kaffee mehr getrunken werde. Vielmehr hätten die Menschen das Kaffeetrinken in die eigenen vier Wände verlagert.

06:25 Uhr | Erneuter Lockdown in Frankreich begonnen

In Frankreich tritt heute zum dritten Mal ein landesweiter Lockdown in Kraft. Vier Wochen lang gilt eine nächtliche Ausgangssperre ab 19 Uhr. Die meisten Geschäfte müssen schließen. Kindergärten und Schulen bleiben drei Wochen, Hochschulen und Gymnasien für vier Wochen zu. Zudem dürfen sich die Bürgerinnen und Bürger nur noch in einem Bewegungsradius von zehn Kilometern bewegen. Für Reisen über Ostern soll allerdings ein "Kulanzzeitraum" bis Montagabend gelten.

06:00 Uhr | Der Ticker am Sonnabend, 03. April 2021

Guten Morgen, auch heute halten wir Sie über die aktuellen Entwicklungen zur Coronavirus-Pandemie auf dem Laufenden. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen im Laufe des Tages hier.

Die Corona-Ticker der vergangenen Tage:

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL RADIO | 03. April 2021 | 06:00 Uhr

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